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 31.07.2011 - Sonntag ab 13:00 : Tag der „Offenen Burg Altwei      Verfasst am: 02.08.2011, 15:37       Nach oben   


Tanzen und Springen - Singen und Klingen...
Artikel des Usinger Anzeigers vom 02.08.2011 - ALTWEILNAU

Fotos:
Fröhliches Volk...
Kleine Greifvogelkunde bei Hörnerklang...
Der Reigen der Tanzgruppe Altweilnau dreht sich unter der Burg. Fotos: Thomsen

Tanzen, Bogenschießen und andere Erquickungen: Am Tag der „Offenen Burg Altweilnau“ tummelt sich viel Volk unterhalb der alten Mauern
(bt). Walther von der Vogelweide hätte sicherlich seine Freude gehabt am mittelalterlichen Treiben um die Burg Altweilnau. Doch auch ohne die Poesie des Minnesängers fanden Gäste und Veranstalter durchweg schöne Worte für die Premiere der „Offenen Burg Altweilnau“, die zum Bogenschießen, zu mittelalterlichen Tänzen und anderer ritterlicher Erquickung lud.

„Das ist das erste Mal, dass wir das machen“, holte Karin Müller, Vorsitzende des Kultur- und Förderkreises Altweilnau, mit einer wohlwollenden Geste aus. In mittelalterlichem Gewand begrüßte sie die Besucher und tat es der Danzery Burg Weilnau sowie den Reifenberger Härmleins gleich: Spiel, Spaß und Tanz standen für die Organisatoren auf dem Plan. Ab 13 Uhr startete nämlich dieser ganz besonderer Tag der offenen Tür, hinter der - nur wenige Schritte bergauf - Adlige in edlen Roben, Burgfräulein, Bogenschützen in einfachen Leinengewändern und anderes Hofvolk für Animation und Spektakel auf dem Burgplatz sorgten.

„Die Altweilnauer sind bekannt für ihre guten Kuchen“, wanderte Müllers Blick gen Verkaufsstand des Kultur- und Fördervereins Altweilnau, der nicht nur als Initiator der Festivitäten auftrat, sondern für Speis und Trank sorgte. Historisch korrekt waren die Ursellis aus Oberursel mit einer keltischen Linsensuppe vertreten, die Bonorix alias Peter Bonn köchelte. Über offenem Feuer kochte die würzige Suppe, die schon nach zwei Stunden ausverkauft war. Und auch das Stockbrot von Gerlinde Tulle, die insgesamt sechs Kilogramm Mehl verarbeitet hatte, war schnell vergriffen. Da kam es nur gelegen, dass gegen 15.30 Uhr zum Tanz gerufen wurde. Statt des Kochlöffels durfte dann das Tanzbein bei einem mittelalterlichen Reigen geschwungen werden.

Ein Faszinosum hatte Ulrich Geffert, selb sternannter „von Eppstein“, im Gepäck: Über Jahrhunderte fürchteten feindliche Armeen die gezielten Schüsse mit der Armbrust. Eben mit solch einer - nur als Miniatur und mit einem Saugnapf anstelle der Metallspitze - durfte der Nachwuchs das Zielen üben. Nebenan, bei den Ursellis, konnten dann die Erwachsenen mit Pfeil und Bogen Robin Hood spielen. Mit sozialem Engagement wie auch einer zuckersüßen Vorliebe für Marmelade begingen Uschi Finger und ihr Ehegatte Ulrich, vom evangelischen Pfarramt Essershausen, den Nachmittag. „Wir haben 31 Sorten Marmelade“, so Pfarrer Ulrich Finger. Die Konfitüre wurde in Eigenleistung zahlreicher Helfer hergestellt; ihr Erlös - demonstrierte das Pfarramts-Duo mit einem Spendenscheck - sei für die Ostafrika-Hilfe gedacht. Schleckermäulchen bekamen bei der „keltischen Familie“ Rudek ebenfalls Süßes in Form von Kräutermet geboten. Derweil Ronald Rudek, der sich „für die Kelten interessiert“, Alkoholika feilbot, lehrte Andrea Rudek den Nachwuchs ein altes Murmelspiel. Auch abenteuerliche Geschichten von der „Königin der Fantasie“, ein Kleidungsverkauf der Reifenberger Härmleins, ein Auftritt der Altweilauer Tanzgruppe sowie eine Burgbesteigung gehörten zum Programm. Einer Wiederholung im kommenden Jahr, so Müller, stehe prinzipiell nichts im Wege...

Kommentar(e):
02.08.2011 Walburga Kliem, dieser Kommentator ist bei uns registriert.
"Königin der Fantasie"
Ich bedanke mich herzlich für die Ehre dieses Titels. Doch so lasse sich denn der "schreibende Bote" dieses Artikel sagen: Ehren- oder Adelstitel schmücken mich nicht so sehr, wie mein wirklicher Name. Und dieser hätte es verdient gehabt, in dem Artikel erwähnt zu werden.

Aber vielleicht war es ja einfach nicht möglich, durch die Massen der lauschenden kleinen und großen Zuhörer durchzukommen, die ich über Stunden fast ununterbrochen immer wieder auf den Ruf "Noch eine Geschichte!" erfreute ... bzw. die große Schautafel zu lesen, die Auskunft über meine "Mundwerkerei" gibt.

Herzliche Grüße

Walburga Kliem
Märchen- und Geschichtenerzählerin
Schmitten-Treisberg


Artikel vom 01. August 2011, 19.58 Uhr (letzte Änderung 02. August 2011, 04.09 Uhr)
Fotos:
Achim Lahmeyer zeigte den jungen und älteren Besuchern, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht. Fotos: Monika Schwarz-Cromm

Ein Ausflug ins Mittelalter
Beim Tag der offenen Burg Altweilnau gibt’s viele Angebote für Jung und Alt

Wie war das Leben im Mittelalter? Beim Tag der offenen Burg Altweilnau konnten es die Besucher herausfinden.
Von Monika Schwarz-Cromm

Altweilnau. Achim Lahmeyer zeigte den jungen und älteren Besuchern, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht. Fotos: Monika Schwarz-CrommWenn sich die Danzerey Burg Weilnau zusammen mit den Härmleins aus Reifenberg zum Tanz aufstellen und dann auch noch die Ursellis Historica von Oberursel auf dem Burggelände dabei sind, dann muss es ein besonderer Tag sein. Wie wäre es mit einem, der zur "Offenen Burg Altweilnau" erklärt wird?

Bei freiem Eintritt stiegen die Mittelalterfreunde am Sonntag noch lieber die Stufen zur Burg empor, wo sie ein buntes Markttreiben aus einer anderen Zeit erwartete. Gewandet standen die Tänzer und Verkäufer bereit, die Gäste in ein anderes Jahrhundert zu entführen. Gegen den Hunger wurden im Feuer gegarte Stockbrote gegessen oder keltische Linsensuppe ausgelöffelt. Öffentlich geschnippelt und gekocht von Bonorix, der im richtigen Leben Peter Bonn heißt.

Kurz nach 15 Uhr waren Suppe und Stockbrot ausverkauft. Karin Müller, Vorsitzende des Kultur- und Fördervereins Burg Altweilnau, der das Mittelaltertreiben auf dem Burggelände organisiert hatte, wusste nicht, ob sie sich darüber freuen sollte oder ob so mancher Gast jetzt verärgert sei. Doch es gab ja auch noch Kuchen und Gegrilltes am Stand des Fördervereins. Aber auch die 34 Kuchen und Torten waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.


Nicht so schwer
Die Kinder interessierten sich nicht so sehr für das kulinarische Angebot. Sie wollten lieber mit dem großen Bogen schießen. Die Ursellis Historica hatten starke Bogenschießer dafür abgestellt, darunter auch Achim Lahmeyer, der den Kindern, aber auch den Großen genau zeigte, wie der Pfeil dort landet, wo man wollte. "War nicht schwer", bestätigte der vierjährige Felix, nachdem er den Pfeil auf die Reise geschickt hatte.

Sein zweijähriges Schwesterchen Lisa versuchte sich lieber am Kleinbogenschießen bei Ulrich von Eppstein, der ritterliche Kinderspiele anbot. Richtig heißt er Ulrich Geffers, arbeitet im Museum der Burg Eppstein und kennt sich aus mit der Ritterzeit. "Für die Kinder habe ich allerdings nur Zeit, wenn er gerade mal nicht tanze", sagte er. Denn die Härmleins von Reifenberg und die Danzerey Burg Weilnau drehten sich auf dem Rasen im Kreis. Die Zuschauer durften auch mitmachen und hatten das angesagte "Zwei rechts, zwei links, stampf, stampf, stampf" schnell raus.

Kletterspiele
Derweil hatte der achtjährige Tom keine Augen für tanzende oder bogenschießende Mitmenschen. Er versuchte, eine der kleinen Burgmauern hinauf zu klettern. Beim Bolawerfen hätte er sicherlich ebenso gute Chancen gehabt. Dafür waren zwei Holzkugeln in je einen Jutesack gehüllt und mit einem Faden verbunden. Dieses "Geschoss" musste derart um einen waagerechten Holzstab geworfen werden, dass sich der Faden um den Stab wickelte. Gar nicht so einfach. Auch die Murmelbahn erforderte einiges Geschick der kleine Kinderhände. Ausruhen konnten sich die Kleinen dann wieder bei Walburga Kliem. Sie erzählte spannende Geschichten. In der Zeit konnten sich die Eltern bei der "keltischen" Familie Rudek’s Anamchara mit selbst gemachtem Met verwöhnen lassen. Und wer Gefallen an einer schicken Gewandung gefunden hatte, für den fand sich bei den Härmleins das passende mittelalterliche Gewand.


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