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 Diskussionen um die Bärenkreuzung      Verfasst am: 14.05.2013, 20:41       Nach oben   


Unter
http://www.brunnentreff.de/forum/oberursel-allgemein/platane-an-der-barenkreuzung-loch-im-wurzelbereich/#p1034

http://www.brunnentreff.de/forum/plauderecke-fotos/farbiger-blickfang-am-bareneck/

http://www.brunnentreff.de/forum/oberursel-allgemein/wirtschaftsfoderung-adenauer-zentrum-besser-anbinden/
und
http://www.brunnentreff.de/forum/haushalt-ausgaben/gehwegausbau-barenkreuzung-kdm-minus-150-000-300-000-e/

gibt es die Möglichkeit, über das Thema weiter zu diskutieren.

Außerdem findet ihr dort weitere Fotos und eine Skizze des Lageplans.


       Verfasst am: 14.05.2013, 20:38       Nach oben   


Bericht der FR vom 14.05.2013
Oberursel
Panik wegen der Platane
Von Götz Nawroth
Hinter der Absperrung liegen die Baumwurzeln frei. Foto: OBG

Mit Bäumen hat es der naturnahe moderne Mensch so. Kein Leid dürfe ihnen geschehen, Grün müsse unter allen Umständen geschützt werden. Nun haben am Bäreneck Baufahrzeuge die Wurzeln eines Baums beschädigt. Die Politik ist in Aufruhr.

Große Sorge um einen Baum am Bäreneck: Bei Ausschachtungsarbeiten an der Kreuzung wurden die Wurzeln der direkt an der Kreuzung stehenden großen Platane bereits vor einigen Tagen freigelegt und dabei offenbar beschädigt. Nach Angaben der OBG wurde der Baum mit schwerem Gerät angegraben.

„Sehr ärgerlich“ nennt das der OBG-Fraktionschef im Stadtparlament, Georg Braun. „Wir werden das bei der nächsten Ausschusssitzung ansprechen“, sagt Braun. Ein Großteil der Politik habe sich für den Verbleib des Baumes an der Kreuzung ausgesprochen.

Braun hegt beim Anblick des Lochs im Boden einen bösen Verdacht: „Sollte sich herausstellen, dass bestimmte Leute den Baum durch mutwillige Beschädigung beseitigen wollen, um die Gestaltung des Bärenecks nach ihren Vorstellungen durchzusetzen, können sie sich auf energischen Widerstand der OBG und vieler Bürgerinnen und Bürger gefasst machen.“ Die Bürgergemeinschaft fordert von der Stadt, dass sich ein Experte die Schäden an den Baumwurzeln genau ansieht. Es müsse für den Erhalt der Platane an der prominenten Stelle gesorgt werden.

Die Stadt klärt auf: Das Wurzelwerk wurde absichtlich freigelegt – zur Begutachtung, wie Stadtsprecherin Nina Kuhn der FR mitteilt. Die Baumscheibe, der Bereich um den Stamm, soll nach der Umgestaltung des Bärenecks mehr Platz für Fußgänger bieten. Die Bauarbeiten dazu beginnen frühestens in den Sommerferien. Die Fläche an dem Stamm der Platane soll begehbar werden. Um die neue Einfassung zu planen, wurde die sogenannte „Schürfung“ von Fachleuten vorgenommen, wie Kuhn sagt.

Dabei soll die Ausdehnung und die Beschaffenheit des Wurzelwerkes von Fachleuten in Augenschein genommen werden. Kleinere Beschädigungen ließen sich dabei nicht vermeiden. Der Baum bleibe Oberursel aber in jedem Fall erhalten, versichert Kuhn.
Bernd at Lokki schrieb am 14.05.2013:
PS an den Redakteur:
Zumindest mir geht es nicht pauschal um "Grün", welches "unter allen Umständen geschützt werden muss" und dem "kein Leid geschehen darf"
Wir haben da mit der Bärenkreuzung einen mega hässlichen Platz in unserer Mitte – und wenn der Baum, der Brunnen und die paar Blümchen weg sind, ist dieser Platz noch tausendmal hässlicher als jetzt.

Am 10.05.2013 wurde im BrunnenTreff die Frage gestellt, warum dort eine Grube quer durch den Wurzelbereich der Platane gegraben wird.
Daraufhin kam aus facebook der Verdacht, muss der Baum dann vielleicht doch "leider" bald gefällt werden muss "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt". Ein anderer facebook-user hegte (ironisch?) den Verdacht, die Telekom habe beim Glasfaserausbau den Auftrag von der Stadt bekommen, die Wurzeln anzukratzen, damit die Platane bald das Zeitliche segnet. So könne die Kreuzung nach Geschmack der Stadt umgebaut werden ohne die Platane zu erhalten……
Ein weiterer User fragte, ob man "gegen diese schweinerei" (wie die stadt mit ein paar tricks die leute erbarmungslos verarscht) etwas machen oder nur fassungslos zusehen könne "ein schelm, wer dabei nichts denkt"
Bezugnehmend auf andere Projekte wurde beschrieben, daß die Bezeichnung von Oberursel als Holzfäller Stadt vielleicht doch passt.
Daraufhin antwortete das Rathaus, daß Oberursel ist mit Sicherheit nicht „die Stadt der Holzfäller“ sei, aber wohl zur „Stadt der Gerüchte" werden könnte, wenn schon kleine Aufgrabungen an einem Baum die Vermutungen der Art ins Kraut schießen lassen.
Ein kurzer Anruf an den BSO, den Geschäftsbereich Stadtentwicklung oder das Bürgertelefon hätte ergeben, dass mit dem Suchgraben lediglich die Lage der Hauptwurzeln der Platane ermittelt wurde, um diese bei den anstehenden Baumaßnahmen in geeigneter Form schützen zu können.

Die OBG hat das Thema mittlerweile auch aufgegriffen unter http://obgblog.com/2013/05/14/obg-platane-am-bareneck-wird-offenbar-mutwillig-zerstort/ und "energischen Widerstand" angekündigt.
Von verschiedenen Seiten kam die Forderung, daß sich ein Experte das beschädigte Wurzelwerk ansehen und Maßnahmen einleiten müsse.
Sollte die Rechtsabbiegespur nicht bleiben, bis die Verkehrssituation zwischen 3Hasen und Weingärten geklärt sei ?
Die Frankfurter Rundschau hat ebenfalls nachgefragt und den obenstehenden Bericht mit dem Titel "Panik wegen der Platane"verfasst.


Zuletzt bearbeitet von ... am 14.05.2013, 22:19, insgesamt 3-mal bearbeitet


       Verfasst am: 10.02.2013, 01:32       Nach oben   





Die Situation an der Kreuzung kurz vor der Schliessung des EDEKA im Herbst 2012:







































Foto der Platane vom Hessentag 2011


 Presseberichte      Verfasst am: 16.11.2012, 14:14       Nach oben   


Meldung der SPD vom 20. Februar 2013
Vorschlag der SPD: Bärenkreuzung kann ausgebaut werden, aber Platane bleibt.

Der Vorstand der SPD Oberursel hat sich nach einer Ortsbesichtigung intensiv mit Überlegungen zum Ausbau der Bärenkreuzung befasst. Ergebnis: die Bären-Kreuzung kann auf der Seite des Adenauer-Zentrums ausgebaut werden, ohne die Platane zu beseitigen.

SPD-Vorsitzender Matthias Fuchs:„Unsere Ausgangsüberlegung war: die mit dem Umbau des Adenauer-Zentrums zwingend verbundene Neuordnung der Bärenkreuzung um das Adenauer-Zentrum herum darf nicht zu einer Verschlechterung für Fußgänger und den öffentlichen Nahverkehr führen, und es muss zugleich erreicht werden, dass der öffentliche Straßenraum dort ansprechend gestaltet wird.“

Nach Auffassung der SPD muss eine befriedigende Lösung folgende Voraussetzungen erfüllen:
1. der zum Hessentag neu gestaltete Fußweg der Adenauerallee muss bis zur Kreuzung weiter ausgebaut werden;
2. die jetzige Bushaltestelle vor dem Adenauer-Zentrum bleibt erhalten;
3. es müssen weiterhin ausreichend Taxi-Stände im Bereich der Bärenkreuzung geben, 4. der Fußgängerüberweg über die Liebfrauenstraße wird möglichst nahe an den Eingang der Vorstadt geführt und
5. die Platane als platzprägendes Identifikationsmerkmal bleibt erhalten.

Für diese sehr unterschiedlichen Anforderungen bietet sich nach Auffassung der SPD folgende Lösung an: Die Bushaltestelle vor dem Adenauer-Zentrum bleibt erhalten, wird aber in die jetzige Abbiegespur gelegt. Der jetzige Halteplatz des Busses wird für den Weiterbau des Fußgängerwegs gebraucht. Der Bus fährt in die Liebfrauenstraße weiterhin über die Abbiegespur ein. Der Bereich, in dem sich Abbiegespur und Fußweg treffen, wird als gemeinsamer Verkehrsbereich – ähnlich dem Kreuzungsbereich von Thomasstraße und Louisenstraße am Kurhaus in Bad Homburg – baulich akzentuiert. Der Fußgängerüberweg zur Vorstadt wird so weit wie möglich in den Kreuzungsbereich verschoben. Auf der Liebfrauenstraße werden entlang dem Adenauer-Zentrum Taxi-Plätze eingerichtet.

Stellvertretender SPD-Vorsitzender Lars Kieneck: „Diese Lösung bietet beim jetzigen Stand der Stadtentwicklungsplanung und vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage eine Reihe von Vorteilen. Die mögliche Änderung der Verkehrsströme durch die geplante Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren kommen könnte, wird durch diese Lösung in keiner Weise präjudiziert. Vor allem schont sie auch die Stadtkasse, da teure Straßenumbauten im Bereich der Bärenkreuzung vermieden werden. Die gemeinsame Verkehrsfläche für Fußgänger und Busse im Bereich der Abbiegespur wird sich einspielen, wie auch das Beispiel Bad Homburg zeigt. Der Bus passiert diese Stelle nur zweimal pro Stunde.“

Die SPD sieht in ihrem Vorschlag einen guten Weg, die Diskussion um die erhaltungswürdige Platane zu beenden, bevor die Wogen der Erregung weiter hochschlagen.


Bericht der FR-Online vom 13. Februar 2013
Platane soll bleiben
Oberursel.
OBG will Baum auf Bären-Insel retten
Die große Platane auf der kleinen Verkehrsinsel an der Bären-Kreuzung wird zum emotional angereicherten Politikum. Andeutungen von Stadtplaner Arnold Richter, der Baum sei krank und würde auch mit Blick auf eine neue Verkehrsführung am neuralgischen Punkt der Innenstadt besser entfernt, hat kritische Bürger auf den Plan gerufen. Und die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG), die gestern umgehend den Erhalt der Platane gefordert hat. „An markanten Stellen in der Innenstadt darf nicht weiter abgeholzt werden“, so der OBG-Vorsitzende Frank Kothe.

Bei einer Ortsbegehung mit Vertretern der örtlichen FDP hatte Stadtplaner Richter am Wochenende die aktuellen Ideen zur Umgestaltung der Bären-Kreuzung erläutert. Immer wieder diskutiert wird etwa der Wegfall der Rechtsabbiegerspur von der Adenauerallee in die Liebfrauenstraße. Eine neue, kleinere Platane könnte dann versetzt gepflanzt werden und für größere Fahrzeuge, etwa die Stadtbusse, einen komfortableren Kurvenradius ermöglichen.

Die OBG plädiert hingegen dafür, die neue Verkehrsführung an der Bären-Kreuzung erst nach dem Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung anzugehen. Erst dann würden die künftigen Verkehrsströme an der Kreuzung feststehen. Verkehrsplaner rechnen mit bis zu 50 Prozent weniger Verkehr an der vielbefahrenen Kreuzung. (jüs.)

Artikel der TZ vom 10. Februar 2013, 21.50 Uhr (letzte Änderung 11. Februar 2013, 04.05 Uhr)
Muss die Platane weg?
Stadt überlegt, einen neuen Baum zu pflanzen, damit Busse besser um die Kurve kommen
Lange schon wird über den Umbau der Bärenkreuzung diskutiert. Jetzt wird‘s konkret – und die Platane zum "Hindernis".

Von Alexander Schneider

Oberursel.

Die Oberurseler Liberalen ließen sich von Stadtplaner Arnold Richter (Mitte, im hellen Mantel) erläutern, wie die Bärenkreuzung umgebaut werden soll. Im Hintergrund ist die große Platane zu sehen, die eventuell gefällt wird.


Foto: Reichwein

Das Schicksal der alten Platane auf der Bärenkreuzung ist ungewiss. Im Zuge der Umgestaltung des Knotenpunkts spricht aus Sicht der Stadt einiges dafür, den mächtigen Baum zu fällen und durch einen neuen zu ersetzen.

Das Thema stand jetzt im Mittelpunkt eines Informationsgesprächs der FDP-Fraktion mit dem Leiter der Stadtentwicklung, Arnold Richter. Er bezog sich auf ein dendrologisches Gutachten, wonach die Platane ihre besten Tage wohl längst hinter sich hat. Richter nannte als Lebenserwartung zehn bis zwölf Jahre.

Dass es der Platane nicht mehr so gut gehe, bewiesen die steil nach oben weisenden Angsttriebe. Auch sei ein Pilzbefall festgestellt worden. Darüber hinaus hätten bereits mehrere dicke Äste mit Stahltrossen gesichert werden müssen.

Verkehrstechnisch bedeute der Baum nach dem voraussichtlichen Wegfall der Rechtsabbiegespur zur Liebfrauenstraße eher ein Hindernis für Gelenkbusse, die in Zukunft wohl noch häufiger eingesetzt würden.

Für die Pflanzung eines bereits 12 bis 13 Meter hohen Ersatzbaumes, der wieder eine Platane sein solle, spreche sehr viel, so Richter. Er würde zwei bis drei Meter näher an das künftige "Adenauer Zentrum" (ehemaliges Kaufhaus der Mitte) heranrücken und etwa auf dem heutigen Zebrastreifen stehen, was einen komfortableren Kurvenradius für Busse und Laster bedeuten würde.

Richter nannte nicht nur die Höhe des neuen Baumes, der mit schwerem Gerät gepflanzt werden müsste und eine begehbare Baumscheibe erhalten würde, sondern auch den Schätzpreis: 10 000 Euro.

Die Liberalen mit Ortsverbands- und Fraktionschef Rainer Voß an der Spitze erwarten eine intensive "Bäumchen-wechsel-dich-Diskussion" in der Stadt – hängen doch einige Oberurseler an der Platane. Gleichwohl stimmten sie Arnold Richter zu, dass ein neuer Baum die zukunftsträchtigere Lösung wäre. Die alte Platane zu erhalten und den Kreuzungsumbau darauf abzustellen, könnte sich schon in ein paar Jahren, wenn der Baum nicht mehr zu retten wäre oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden müsste, als falsch erweisen. Die dann durch eine Nachpflanzung entstehenden Kosten wären weitaus höher.


Ehrgeiziger Zeitplan
Richter skizzierte auch den sehr ehrgeizigen Zeitplan des Investors Jan Rüster für das "Adenauer Zentrum". Die ersten Ladengeschäfte sollen nach dem Umbau bereits im März oder April öffnen. Bei dem Drogeriemarkt, der ins Erdgeschoss einzieht, handelt es sich übrigens um eine Rossmann-Filiale.

Richter erklärte außerdem, dass die Planung des öffentlichen Verkehrsraums zwar schon weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen sei. Bei den vorgestellten Abständen und Flächenmaßen handele es sich um Näherungswerte, die sich nach der Feinjustierung noch verändern könnten, betonte er. "So ist auch noch keine endgültige Abstimmung darüber erfolgt, wie sich die Stadt und der Investor bei den Kosten für die Umgestaltung der Bärenkreuzung einigen." Laut Richter stehen im städtischen Haushalt insgesamt 300 000 Euro für das Projekt zur Verfügung – davon 150 000 Euro noch aus dem vergangenen Jahr.

Übereinkunft herrsche aber in dem Punkt, dass es die Stadt als wichtige Aufgabe ansehe, einen öffentlichen Verkehrsraum an dieser Stelle zu konzipieren, der mit den Bemühungen des Investors im Einklang stehe. Weitere Details, vor allem konkrete Kostenansätze, wollte Richter im Gespräch mit den Liberalen nicht nennen. Zunächst müsse sich der Magistrat damit befassen.
Kommentare:
Jürgen Kremser schrieb am 11.02.2013 12:27 Uhr
Ist Herr Richter jetzt auch Baumdoktor?
Es ist sehr verwunderlich, dass immer dann Bäume krank sind, wenn sie einem Herr Richter im Weg sind, ich denke da nur an die Kastanien in der Allee. Herr Richter ist Stadtplaner, aber auch da könnte man ein großes Fragezeichen dahinter machen, und nicht Baumdoktor. Ich habe das Gefühl, dass er immer dann ein Gutachten einholt um Bäume zu fällen die ihn stören. Es wird in Oberursel immer nur Stückwerk gemacht, anstatt zu überlegen, wie sich der Verkehrsfluss nach einer Anbindung der Naussauer Str. an die Weingärten- Umgeheung gestaltet. Es beschleicht mich der Verdacht, in Oberursel hat weder der Bürger noch die Politik was zu sagen, hier bestimmen die Investoren was für die Stadt gut ist, aber vorallem für sie. Herzlichen Glückwunsch Herr Richter und natürlich Herr Brum. Schade das diese beiden Herren den Blick für Oberursel und ihre Bürger verloren haben.

Gast Gast schrieb am 11.02.2013 12:52 Uhr
Dendrologisches Gutachten
Schon wieder ein Gutachten, dass Genau zu dem Ergebnis kommt, welches von der Stadt gewünscht wird. Wie viel Geld wurde für dieses Gutachten ausgegeben? Hätte man davon nicht vielleicht schon zwei neue Bäume kaufen können? Aber Oberursel hat ja jetzt wieder mehr Geld in der Kasse. Daher Altes weg und Neues her und bitte noch ein Gutachten damit wir alle abgesichert sind. Speziell unsere gewählten Vertreter im Rathaus. Mir scheint hier hat keiner mehr genug Gesäß in der Hose um selber mal eine Entscheidung zu treffen.

Gast Gast schrieb am 11.02.2013 16:57 Uhr
Daheim muss er es ja nicht sehen
Ein Stadtplaner, der so mit gewachsenen Strukturen einer Stadt umgeht kann keinen Bezug zu seinem Objekt haben. Dann wundert es auch nicht, dass er nach Feierabend Richtung Gie0en fährt.

Bernd at Lokki Peppler schrieb am 11.02.2013 19:30 Uhr
Ich denke, man sollte zuerst die Anbindung der Nassauer Strasse an die Weingärtenumgehung abwarten, bevor man funktionierende Kreuzungen teuer umbaut, stadtbildprägende Bäume fällt oder neue Einbahnstraßen erfindet.

Lebewesen zu töten, weil sie in zehn bis vierzig Jahren ohnehin sterben würden, ist nicht der richtige Weg....

Waldemar Bock schrieb am 12.02.2013 07:42 Uhr
Oho der Angsttrieb...
Baum stört = Baum krank = Baum wird gefällt. Der Haushalt ist enspannt!?
Ich hoffe bei der nächsten BM-Wahl wird auch entscheidendes gefällt!

Der Gast Gast schrieb am 12.02.2013 10:07 Uhr
Baum kann gerne weg.
Wenn man mindestens zwei neue Bäume pflanzt, kann dieser Baum von mir aus gerne weg!
Die Politik muss wirklich wichtigere Dinge regeln. Da würde ich als Verantwortlicher weder Zeit noch Geld in eine Begutachtung oder einen politischen Prozess reinstecken. Ohne großes Aufheben, einfach absägen und neue Bäume pflanzen. Aus dem Holz könnte man ja u.U. schöne Bänke etc. für die Stadt fertige. Dann haben die Bürger auch noch länger was davon, als von dem kranken Baum selbst.

Bernd at Lokki schrieb am 13-02.2013:
Wer oder was ist denn "von mir aus" ?

Ich find´s ja OK, auch Meinungen der Andersdenkenden hier zu lesen
...aber schon komisch, daß bei den Lesermeinungen hier das "Contra" immer nur von einem anonymen "Gast Gast" kommt ?

Wirklich entscheiden kann ich ohnehin erst, wenn ich konkrete und aussagekräftige Pläne und Hintergrundinformationen habe.

Bürger Bürger schrieb am 13.02.2013 13:52 Uhr
Baum weg für Investor ?
Es ist doch sehr schade das eine Stadt einen Baum fällt um es einem Investor recht zu machen. Wieso kann der Baum nicht in die Planung einbezogen werden? Es ist doch ein schlechtes Zeichen wenn ein Zeichen der Zeit der über Generationen bewahrt worden ist so einfach der Gewinnvorgabe eines Investors weichen muß. Die Fahrbahn die die dann als Bauland für den Investor zum Geschenk gemacht werden soll, damit das Gebäude des KDM bis zur Straße vergrößert werden kann um noch mehr Verkaufsfläche zu Vermarkten zu können ist der falsche weg. Die Planer der Stadt fallen über alle Flächen her wie Heuschrecken. Rathausplatz = Beton, Epinyplatz = Beton, Marktplatz = nicht zu gebrauchen für was auch immer, Allee = zerplant, Bahnhof = Beton. Es gibt leider nicht mehr viele Plätze die zu zerstören sind wie Deschauer Park, Maasgrund. Wenn man sich die Stadtentwicklung mal betrachtet wird man Feststellen was unsere Bürgermeister vor Ihrer Amtszeit gemacht haben. Der eine war für Soziales zuständig was den Bürgern zugute kam, der andere für Imobilien und Investoren?
Es sind ja bald Wahlen da solte jeder der seine Stadt liebt und gerne in ihr lebt die Weichen für die Zukumft der Stadt stellen.



Artikel der TZ vom 14. Mai 2012, 03.26 Uhr (letzte Änderung 14. Mai 2012, 05.05 Uhr)
Fokus O. ist gegen Kreisel
Das Forum der Selbstständigen kann sich aber ein Shared-Space-Konzept für den Epinay-Platz vorstellen
Fokus O. lehnt die Shared-Space-Idee für die Bärenkreuzung ab. Zudem kämpft das Forum der Selbstständigen um die Platane am Knotenpunkt. Sie dürfe einem Kreisel nicht geopfert werden, sagt der Vorsitzende Michael Reuter.

Von Sophia Bernhardt

Oberursel. Die Bärenkreuzung soll nach dem Willen von Fokus O., dem Forum der Selbstständigen Oberursel, vor allem eines sein: eine Flanierfläche für die Fußgänger. Damit erteilt Fokus O. zugleich der Shared-Space-Idee für die Bärenkreuzung eine Absage.

Wie berichtet, hatte Beatrice Kamper, Leiterin der Stadtplanung in Duisburg, bei einer Informationsveranstaltung den Knotenpunkt als geeignet bezeichnet, Shared Space umzusetzen. Dieses Konzept beinhaltet, dass öffentlicher Raum von allen Verkehrsteilnehmern – Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern – gleichberechtigt genutzt wird.


Schlechter Stil?

Kamper war von den Oberurseler Grünen eingeladen worden und hatte vor Vertretern der Koalition sowie der Stadtentwicklung und -planung über die Erfahrungen bei der Umsetzung von Shared Space in Duisburg referiert. "Wir hätten uns gefreut, wenn wir auch eingeladen worden wären. Das wäre guter Stil gewesen, denn wir haben seit Jahren eine klare Haltung zur Neugestaltung der Bärenkreuzung", meint nun Fokus-O.-Chef Michael Reuter verärgert.

Bei dem Treffen hatte Kamper einen Kreisel für die Bärenkreuzung vorgeschlagen, weil sich dadurch der Verkehr verlangsame und Fußgänger keine Wartezeit hätten, so ihre Argumentation. Einen Kreisel lehnt Fokus O. ab. "Der Verkehr, der heute geradeaus geht, wird nach außen verlegt. Damit fallen Flächen für die Fußgänger weg. Die Mitte des Kreisels kann keiner nutzen", betont Reuter.

Der Fokus-O.-Vorsitzende spricht sich zudem entschieden gegen eine Fällung der über 100 Jahre alten Platane aus, die die Kreuzung ziert. "Sie gibt der Bärenkreuzung ein Gesicht." Stadtverordnetenvorsteher Dr. Christoph Müllerleile (OBG) hatte sich, wie berichtet, bei der Veranstaltung für die Shared-Space-Idee ausgesprochen, auch wenn die Platane dafür geopfert werden müsste. Die Platane und Grünflächen seien auch für die vom neuen Investor des "Adenauer Zentrums" geplante Außengastronomie wichtig, sagt dagegen Reuter. "Die Menschen wollen nicht direkt am Autoverkehr sitzen."


Intelligente Ampel

Das Forum der Selbstständigen favorisiert nach wie vor die Verlängerung des Alleenwegs bis hin zur Vorstadt. Das verschaffe Fußgängern mehr Platz. "Wichtigstes Anliegen für uns war und ist, dass Fußgänger die Geschäfte in der Adenauerallee barrierefrei erreichen können und dass für ein entspanntes Einkaufen, Flanieren und Verweilen auf beiden Seiten genügend Fläche zur Verfügung steht", betont Reuter.

Der Verkehr auf der Kreuzung solle weiterhin über eine Ampelanlage gesteuert werden, allerdings von einer mit moderner, intelligenter Schaltung, die auf den unterschiedlichen Autoverkehr reagiere.

Die Shared-Space-Idee lehnt Fokus O. übrigens nicht grundsätzlich ab. Den Epinay-Platz und den Bahnhofsvorplatz hält das Forum für "gut geeignet", eine gleichberechtigte Nutzung von Fußgängern, Autofahrern und Radfahrern umzusetzen.


Bericht der FR vom 26.04.2010
Bärenkreuzung Oberursel - Weg mit den Geranien-Kästen
Von Klaus Nissen

In idyllischer Vorzeit lag an der Bärenkreuzung ein Biergarten. Gegenüber, an der Ecke Oberhöchstädter Straße und Vorstadt, stand das Gasthaus zum Bären. Seit Jahrzehnten ist es verschwunden. Der Biergarten wurde zum Autohaus mit Tiefgarage. Mittlerweile stehen hier Betonkübel mit Gebüsch an einer der zentralsten und hässlichsten Kreuzungen der Stadt. Das soll sich bis zum Hessentag 2011 ändern. Die Stadt investiert eine halbe Million Euro in den Übergang der Adenauerallee in die Fußgängerzone der Vorstadt. Die ersten Pläne zeigten am Donnerstagabend Arnold Richter von der Stadtverwaltung und Johannes Wolf vom Kronberger Planungsbüro Via Verde. Sie orientieren sich an Vorschlägen des Selbstständigenverbandes Fokus O.

Fußweg wird länger
Die Rechtsabbiegespur von der Adenauerallee in die Liebfrauenstraße soll verschwinden. Selbst im Berufsverkehr wird sie nur von 19 Fahrzeugen pro Stunde genutzt, so Arnold Richter beim Hearing im Rathaus. Der Verkehr könne problemlos links um die zentrale Platane herum geleitet werden. Auf dem gewonnenen Platz neben dem früheren Kaufhaus der Mitte verlängert die Stadt den parallel zur Adenauerallee vom Bahnhof her kommenden Fußweg bis kurz vor die Platane. Die Bus-Haltebucht auf der anderen Seite der Adenauerallee soll etwas größer werden. Der dahinter liegende dreieckige Bärenplatz bekommt eine neue Gestalt. Die gepflasterten Bodenwellen, die Hochbeete mit Gebüsch und Primeln kommen weg, kündigte Wolf an: "Es sind alles Relikte aus der Zeit des Betonformsteins. Entrümplung tut not."

Die Höhenunterschiede auf dem Platz will Wolf mit je zwei oder drei breiten Treppenstufen zur Oberhöchstädter Straße und den Läden überbrücken. Zentrum bleibt der Bärenbrunnen. Der gelbliche Stein mit den beiden Bronzebären wird ohne Sockel direkt auf den Boden des Beckens gelegt. So wirke er besser, glauben Wolf und Richter. Während entlang der Häuserfront drei Gleditschien-Bäume gepflanzt werden, umringen den Brunnen drei weißblühende Felsenbirnen, deren quadratische Pflanztröge mit Holz belegt als Sitzbänke nutzbar sind. Die anschließenden wellenförmigen Sitzbänke ohne Lehnen stießen bei den Anwohnern im Saal auf Kritik: "Da setz ich mich net ruff!" protestierte einer.

Der Autoverkehr an der Bärenkreuzung wird nach Fertigstellung der Weingärtenumgehung etwa 40 Prozent geringer, schätzt Stadtplaner Richter. Die Ampeln sollen sich automatisch nach dem Verkehr richten. Im Rathaus überlegt man, alle Fußgängerpassagen gleichzeitig auf Grün zu schalten. Ein Vorrang für Fußgänger sei aber nicht vorgesehen.


Zuletzt bearbeitet von ... am 18.03.2013, 08:20, insgesamt 10-mal bearbeitet


       Verfasst am: 12.11.2012, 14:14       Nach oben   


Platz zum Bummeln und Flanieren
Statement von Heinz Renner, Adenauerallee 14, 61440 Oberursel, Telefon: 06171/916 00 22
Attraktivität des Wohn‐ und Einkaufsstandorts steigern!
Nutzen der Lösung für Verkehrsteilnehmer und mit Blick auf die verbesserte Anbindung der südlichen Vorstadt?
Was spricht dagegen, den Bärenplatz als zentrale Anlaufstelle bzw. Treffpunkt zu positionieren?
Andere Städte – beispielsweise Frankfurt im Bereich der Hauptwache – versuchen den Verkehr aus zentralen Bereichen der Stadt durch Verkehrsberuhigung bzw. Fußgängerzonen heraus zu drängen.
In Oberursel soll demgegenüber die Verkehrsfläche ausgeweitet werden.
Freiflächen am Bäreneck, wie die Hochbeete und die Platane, sollten dem Bericht zufolge für einen Kreisel geopfert werden! Dieser Plan benötigt wegen des hohen Verkehrsaufkommens eine große Fläche. Damit würde ein weiterer von Steinen dominierter Platz entstehen.
Bei einer gleichberechtigten Nutzung wäre das Durchqueren des Kreisels für Fussgänger und Radfahrer wegen des toten Winkels in Rückspiegeln und der Nachspur von Bussen, Lkw’s mit Anhängern und Sattelschlepper lebensgefährlich!!!
Zudem dürften bei Wegfall von Ampeln kreuzende Fußgängerströme am Ausgang des Kreisels den Verkehrsfluss wegen des hohen Verkehrsaufkommens nachhaltig ins Stocken bringen.
Derartige Überlegungen ohne ein solches Verkehrskonzeptes weisen auf Aktionismus und Planlosigkeit hin. Es gilt, die Erarbeitung eines Konzepts, das der zielorientierten Fortentwicklung der Attraktivität des Wohn‐ und Einkaufsstandorts dient, anzustossen?
Bis zur Anbindung der Nassauer Strasse an die Weingärtenumgehung, die mit höchster Priorität einzustufen ist, erscheint eine kostengünstige und zügig zu realisierende Übergangslösung sinnvoll.
Ein Beispiel ist die mittels Skizze dargestellte Einbahnstrassenlösung. Sie zielt durch Mindern des Verkehrsaufkommens auf das Schaffen von Shared Space‐Zonen/ Querungsmöglichkeiten – in Skizze gelb gekennzeichnet – bei Wegfall aller Ampeln. Das Verbreitern der Fussgängerbereiche erfordert nur das Versetzen einiger Bordsteine.
Es bietet sich an, als Grundlage für eine ehrliche Bürgereinbindung eine spezielle Bürgerversammlung gem. § 8a HGO zu den Themen Strassenverkehrskonzept und Stadtentwicklung einzuberufen.
Statement von Heinz Renner, Adenauerallee 14, 61440 Oberursel, Telefon: 06171/916 00 22

Kommentare:
Bernd at Lokki schrieb am 07.11.2012:
Du willst doch nicht etwa ernsthaft diese Hessentagsstrasse am Tennisplatz für den Verkehr freigeben ?


Heinz Renner antwortete am 07.11.2012:
Nein, aber den Magistrat ärgern. Rechtlich besteht da übrigens keine Gefahr!
Der Sturm der Entrüstung dürfte den Druck zur Anbindung an der Weingärtenumgehung an die Nassauer Strasse erhöhen. Denk mal um die Ecke rum!


Bernd at Lokki schrieb am 09.11.2012:
Du willst doch nicht etwa ernsthaft die Liebrauenstrasse zwischen Feldbergstrasse und Vorstadt zur Einbahnstrasse machen ?


Heinz Renner schrieb am 09.11.2012:
Umgekehrt würde die Devise lauten: Es bleibt alles beim alten, denn es darf sich nichts ändern.
Augehend von der Ausgangsüberlegung wo der Verkehr herkommt und wohin er will, gilt es, die HauptKreuzung vom Verkehr zu entlasten, um einen breiten Fußgängerüberweg zwischen der Fußgängerzone und der südlichen Vorstadt zu schaffen. Vorfahrt für Fussgänger!
Die Liebfrauenstrasse teilt nun mal die Innenstadt. Oder gehört in Oberusel der Bahnhof nicht mehr zum Innenstadtbereich? Wer aus dem nördlichen Teil der Innenstadt kommt und Richtung Kronberg möchte, fährt doch über den Marktplatz.



 Umgestaltung KDM      Verfasst am: 11.11.2012, 15:09       Nach oben   


Artikel auf Spiegel OnLine vom 23.10.2012 09:06
Brand in pakistanischer Fabrik - Kik zahlt 1930 Dollar für ein MenschenlebenVon Hasnain Kazim und Nils Klawitter

Hasnain KazimDer deutsche Textildiscounter Kik will zahlen. Die Familien der mehr als 250 Todesopfer, die bei einem Feuer in einer pakistanischen Textilfabrik ums Leben kamen, sollen insgesamt 500.000 Dollar erhalten. Zu wenig, finden die Überlebenden - und drohen, das Unternehmen zu verklagen.

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Der Textildiscounter Kik aus dem westfälischen Bönen plant einen Fonds für die Opfer der Brandkatastrophe in der Textilfabrik in Karatschi. 500.000 Dollar sollen an die Familien der Toten ausgezahlt werden. Vor sechs Wochen starben bei dem Feuer in der pakistanischen Hafenstadt mindestens 259 Menschen. Kik zahlt also 1930 Dollar pro Opfer.


"Das ist verdammt wenig", sagt Nasir Mansoor vom pakistanischen Gewerkschaftsbund NTUF. "Außerdem wissen wir nicht, wann und über wen die Auszahlung erfolgen soll." Sollte es bei dieser Summe bleiben, wollen überlebende Textilarbeiter Kik verklagen. Ziel müsse es sein, dass alle Opferfamilien eine "akzeptable Entschädigung erhalten".

Die Fabrik Ali Enterprises produzierte Jeans unter dem Label "Okay", die für 15,99 Euro bei Kik angeboten werden. Kik gestand die Verbindung zu der Fabrik erst, nachdem Nichtregierungsorganisationen das Unternehmen damit konfrontiert hatten. Jetzt räumte Kik-Manager Michael Arretz ein, dass 75 Prozent der Aufträge bei Ali Enterprises von Kik kamen. Mitarbeiter von Ali Enterprises sagen, "mindestens 90 Prozent" der Ware sei für Kik bestimmt gewesen.

Arretz ist seit zwei Jahren für die Nachhaltigkeit bei Kik zuständig und soll den ramponierten Ruf des Unternehmens verbessern. Das Geld, das Kik zur Verfügung stelle, soll laut Arretz vor allem jenen Familien zugute kommen, die noch nichts vom Staat erhalten haben. Die pakistanische Regierung sowie die Regierung der Provinz Sindh haben den Angehörigen 700.000 Rupien pro Opfer versprochen, umgerechnet etwa 5535 Euro. Die meisten Familien beklagen, sie hätten bislang nur Schecks erhalten, die nicht gedeckt gewesen seien. Andere sagen, sie besäßen kein Bankkonto, wo sie einen Scheck einlösen könnten.

Arbeitervertreter werfen Kik Verzögerungstaktik vor

Verwirrung gibt es auch um die genaue Zahl der Todesopfer. Arbeitervertreter vor Ort gehen von mehr als 300 aus. Bislang gelten offiziell noch 63 Menschen als vermisst. Angehörige von diesen mutmaßlichen Opfern haben DNA-Material abgegeben, um sie mit dem Genmaterial der bislang gefundenen Toten abzugleichen. Tatsächlich sind aber nur noch 29 nicht identifizierte Leichen vorhanden. Seit sechs Wochen warten die Angehörigen der Vermissten nun auf Nachricht, ob ihre DNA mit derjenigen der Leichen übereinstimmt.

Mehrere Arbeiter berichten, bei Ali Enterprises hätten Menschen aus ganz Pakistan gearbeitet. Darunter viele, die aus weit entfernten Landesteilen in die Millionenmetropole Karatschi gekommen seien, um dort ihr Glück zu suchen. Viele Familien wüssten vermutlich noch gar nicht, dass ihre Angehörigen nicht mehr am Leben seien.

"Kik hat schon vor Wochen eine Entschädigung versprochen, aber es wurde noch nichts ausgezahlt", sagt ein Näher, der den Flammen entkommen ist. "In dem Feuer wurde unsere Existenz zerstört, ich habe keine Arbeit mehr und hoffe, dass ich in irgendeiner anderen Textilfabrik etwas finde", sagt er.

Kik teilte mit, dass sich die Auszahlung schwierig gestalte. Man habe bis vor kurzem niemanden vor Ort gehabt, der die Sache regeln könne, bestätigte das Unternehmen einen Bericht der Hilfsorganisation Medico International. Arretz sagte dem SPIEGEL, er habe aber inzwischen einen Partner vor Ort gefunden, der die Entschädigung koordiniere. Der Manager war dazu nach eigenen Angaben vergangene Woche für zwei Tage nach Karatschi geflogen.

Doch Arbeitervertreter werfen Kik Verzögerungstaktik vor. "Wir wissen bis heute nicht, um welchen Partner es sich handelt und wer der Kik-Vertreter vor Ort ist", sagt Gewerkschafter Mansoor. "Die betroffenen Arbeiter und Angehörigen haben keinen Ansprechpartner."

"Welche Papiere? Wir haben nie welche bekommen"

Nicht nur die niedrige Summe, die Kik angeblich zahlen will, verärgert die Arbeiter und die Familien der Toten. Sie sind schockiert, dass Kik schon seit langem Prüfberichte vorlagen, wonach elektronische Anlagen in der Katastrophen-Fabrik nicht ausreichend gesichert und Notausgänge schlecht beleuchtet waren. Zwar ist die Brandursache nicht geklärt, fest steht aber, dass Sicherheitsstandards nicht eingehalten wurden. Fenster waren vergittert, Fluchtwege versperrt. Zudem wurde gesundheitsschädliches Abwasser seit Jahren ungeklärt in die öffentliche Kanalisation geleitet - für Arretz sind das "keine gravierenden Mängel".

Bekannt waren auch die niedrigen Sozialstandards in der Fabrik. Mehr als tausend Männer und Frauen arbeiteten bei Ali Enterprises, die meisten davon ohne Arbeitsvertrag. "Wir haben nie etwas schriftlich bekommen", sagt eine junge Frau, die als Hilfsarbeiterin in der Näherei tätig war. "Das ist jetzt unser Problem - kaum jemand kann nachweisen, dass er tatsächlich für Ali Enterprises gearbeitet hat." Deshalb sei es schwierig, Ansprüche geltend zu machen: "Die Provinzregierung hat uns gesagt, wir sollten unsere Papiere vorzeigen, um Geld zu bekommen. Aber welche Papiere? Wir haben nie welche bekommen."

Bezahlt wurden die Mitarbeiter pro Jeans, die sie fertigten. Es war Fließbandarbeit. Jeder Arbeiter vollzog immer denselben Arbeitsschritt, manchmal bis zu 14 Stunden am Tag. Eine Frau erzählt, wie sie tagein, tagaus Gesäßtaschen annähte. Ein Mann berichtet, er sei für Gürtelschlaufen zuständig gewesen. Pro Hose bekamen die Arbeiter ein paar Rupien, das entspricht wenigen Cent. "Wir verdienten pro Tag, je nach Auftragslage, zwischen 1,50 und fünf Euro", sagt einer. Im Monat kam kaum ein Arbeiter auf mehr als 7000 Rupien, umgerechnet nicht einmal 60 Euro.

38 Prozent aller Arbeitskräfte sind in der Textilbranche beschäftigt


ANZEIGEDer pakistanische Textilindustrieverband PRGMEA hält die Kritik an Ali Enterprises für unfair. In Bangladesch erhielten Arbeiter nicht einmal die Hälfte dieser Summen, sagt Verbandspräsident Shehzad Salim. Einer der Besitzer der Fabrik sitzt in Haft. "Ihm wird Mord vorgeworfen, das ist doch absurd", sagt Salim. "Natürlich muss man den Fall aufklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Aber Mord?"

Die Katastrophe belaste die gesamte Textilindustrie in Pakistan, beklagt Salim. "Das Feuer hat viele Unternehmen im Westen verängstigt. Unsere Mitglieder bekommen allein aus Deutschland jeden Tag Anfragen von besorgten Auftraggebern, ob denn alle Sicherheits- und Sozialvorschriften eingehalten würden. Dabei arbeitet der größte Teil sehr ordentlich", betont er. "Natürlich" seien die Sicherheitsstandards aber "nicht überall so hoch wie im Westen".

Die Textilindustrie ist der bedeutendste Wirtschaftszweig des Landes. Mehr als die Hälfte der Exporte sind Textilprodukte, 38 Prozent aller Arbeitskräfte in Pakistan sind in dieser Branche beschäftigt. Die wachsende Konkurrenz aus Ländern wie Vietnam und Kambodscha macht Pakistan aber zu schaffen.
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Kommentare
Damit sind die Wirtschaftsförderung mit 6,5 Planstellen und der famose Fokus O ja auf dem richtigen Weg:
Unter KIK kommt nur noch der 1 EURO Shop.

Noch besser: Nach Aussagen der Edeka-Mitarbeiter wurde der Mietvertrag gekündigt.
Und es kommt Kick - die Edelmarke für anspruchsvolle Kunden!
Die Abwärtsspirale verstärkt sich zunehmend!



 VERKEHR+STADTGESTALTUNG: Neues Konzept f. Bärenkreuzung      Verfasst am: 27.09.2005, 17:22       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Neues Konzept f. Bärenkreuzung

Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Presse.X Datum: 24.09.2005 08:31:22
Vergangenen Donnerstag wurde der Magistrat beauftragt, bis Frühjahr 2006 ein Konzept zur Verschönerung der Bärenkreuzung und des Vorstadt-Entrees zu entwickeln und die Verkehrsbeziehungen zu verbessern.
So solle unter anderem geprüft werden, ob die Abbiegespur von der Adenauerallee in die Liebfrauenstraße wegfallen könne....



Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Tim Datum: 24.09.2005 14:03:26
Vielen Dank, presse.X, aber ich kann die Zeitung auch selbst lesen. Das gilt auch für die Einträge zum Thema Hessentag.


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Fahrenheit Datum: 26.09.2005 10:23:02
@Tim:

Steht in dem Beitrag von Presse.X irgendwo: "Tim kann keine Zeitung lesen ?"

Es ist doch in Ordnung, dass Presse.X den Artikel aufgreift und zur Diskussion stellt.

(Beim Hessentag hätte allerdings ein Eintrag genügt, da gebe ich Dir recht.)


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Forumsleser Datum: 26.09.2005 10:45:06
Das Thema interessiert mich zwar aber der Eintrag ist doch etwas knapp gehalten. Das nächste mal bitte etwas ausführlicher für die Nicht-Abbonenten.

@Tim: Es soll auch Leute geben die kein Abbo der Taunus-Zeitung haben.


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: B+A Datum: 26.09.2005 13:47:58
@Forumsleser,
viel mehr ist auch in der Originalversion nicht zu erfahren:

>>>>Parlament fordert Konzept für Bärenkreuzung
Oberursel. Nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Joachim Weiße ist es Zeit, dass sich an der Bärenkreuzung etwas tut: Der Eingang zur Vorstadt sollte schöner gestaltet, aber auch die Verkehrsbeziehungen könnten verbessert werden. Weiße schlug am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung unter anderem vor, zu prüfen, ob die Abbiegespur von der Adenauerallee in die Liebfrauenstraße wegfallen könnte.

Der Antrag seiner Fraktion, dass der Magistrat ein Konzept für die Bärenkreuzung entwickeln soll, wurde von den übrigen Fraktionen im Parlament unterstützt. Aufgabe der Stadtverwaltung ist es nun, Vorschläge auszuarbeiten. Das Parlament hat dafür auch einen bestimmten Zeitraum vorgegeben. Bis März 2006 soll das Konzept im Bau- und Umweltausschuss sowie im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt werden. <<<<

@fahrenheit.
es gibt nun einmal ( blöderweise ) zwei grosse Threads zum Thema Hessentag.....


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Kurt Datum: 26.09.2005 17:47:05
Ich bin zwar aufgeschlossen für jede positive Umgestaltung der Bärenkreuzung, meine jedoch, dass die Abbiegung in die Liebfrauenstrasse unbedingt bestehen bleiben sollte.


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Spätzlekenig Datum: 26.09.2005 21:50:33
Eine Ampel mit Linksabbieger würde doch reichen. Verkürzt die Wartezeit, wenn jede Seite separat fahren dürfte. So werden auch die Abgase reduziert, die Luft sauberer. Abgesehen davon: Was willst Du denn mit zwei Fahrspuren? Kannst doch eh nur eine gleichzeitig benutzen... Wink))


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Fahrenheit Datum: 27.09.2005 09:37:51
Das sehe ich genauso wie Kurt. Die Rechtsabbiegespur von der Allee in die Liebfrauenstraße zu entfernen, davon halte ich gar nichts. Dann müßten ja künftig die Autos von der Allee um die große Platane herumfahren, um in die Liebfrauenstraße zu kommen. Für PKW's mag das ja noch angehen. Wie sollen aber LKW's diese scharfe Abbiegung schaffen ?

Eine unsinnige Verkehrsregelung.


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: Eulenspiegel Datum: 27.09.2005 11:58:51
Wenn ich den Vertreter der CDU richtig verstanden habe, geht es darum, den Eingang zur Vorstadt attraktiver zu machen. So hätte er gerne einen Platz unter der Platane angelegt, der dann zum Beispiel als Straßencafé genutzt werden könnte, oder als Fläche für andere Attraktionen.

Ziel des Antrages war es jedenfalls nicht, den Durchgangsverkehr zu fördern.


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: JayJay Datum: 27.09.2005 14:48:50
Es sollte aber auch nicht das Ziel sein, das Verkehrschaos zu fördern. Wenn das noch schlimmer wird, werde ich mir in Zukunft noch stärker überlegen nach Oberursel zum Einkaufen zu fahren. Was daraus entsteht, wenn Politiker unüberlegte Schnellschüsse loslassen, hat man vor einigen Wochen in Bad Homburg erlebt. (Abbiegespur vor dem Untertor in Richtung Saalburgstraße) Nach 2 Wochen wurde die Maßnahme rückgängig gemacht, das ganze war reine Geldverschendung. So etwas brauchen wir in Oberursel bestimmt nicht.


Betreff : Neues Konzept f. Bärenkreuzung Autor: schnauzer Datum: 27.09.2005 17:22:21
Man kann Jay-Jay nur zustimmen, weder Schnellschüsse noch weiteres Verkehrschaos können wir in Oberursel gebrauchen, ansonsten kann man sich auch die Maßnahmen zu Belebung der Innenstadt sparen.

Mal abgesehen davon, daß es mittlerweile genügend Cafe`s in Oberursel gibt, glaube ich, daß wir weitaus dringendere (Verkehrs-)probleme haben welche angegangen werden müßten als eine funktionierende Kreuzung zu verändern!!! Zumal die finanziellen Möglichkeiten der Stadt ja auch begrenzt sind..


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