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Palestina im Überblick
Literaturtipps:
"Vertreibung aus dem Paradies" von Halima Alaiyan
"Der Honig" von Zeina B Ghandour
"Die Quelle" von James A.Michener


Kartenmaterial :
Die Bevölkerungsstruktur Palästinas 1878 (5 gemischte Städte und 1 zionistische Kolonie )
Sykes-Picot-Abkommen 1916 ( Die Teilung der arabischen Welt )
Die Entstehung erster zionistischer Gemeinden 1920 (im Hinterland von Tel Aviv und Jaffa und südlich von Haifa )
Teilungsplan der Peel-Kommission 1937
Britisch-amerikanischer Teilungsvorschlag 1945 ( Gebiet zw. Tel Aviv und Jerusalem unter britischer Verwaltung )
UN-Teilungsplan 1947 ( Jerusalem unter internationaler Verwaltung )
Von Israel annektierte Gebiete 1948 - 1949
Palästina nach dem Juni-Krieg 1967 (Gaza, Westjordanland und Golan besetzt )
DerAllon-Plan 1967 ( Rückgabe von WestBank-Gebieten an Jordanien )
Weitere Landkarten und Teilungsvorschläge ( unter www.palaestina.org )


 AussenPolitik: Robin Hood/Arafat tod: Kampf der Kulturen      Verfasst am: 12.03.2005, 07:36       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Der arabische "Robin Hood" ist tod ( ...wer oder was kommt jetzt ? )

Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 13.11.2004 23:50:10
Der arabische "Robin Hood" ist tod ( ...wer oder was kommt jetzt ? )
Nach der überraschenden Wiederwahl der Bush-Administration Innerhalb weniger Tage das zweite Thema, das die Nation (...und die Welt ! ) spaltet !

Gestern hatte ich während der "Arafat-Phönix-Live-Übertragung- via-TFT" einen Gast, der in etwa "Nur ein Toter ist ein guter ...... " vor sich hinbrummelte (..und der nach der höflichen aber deutlichen Aufforderung, solche Reden in unserem Lokal zu unterlassen, fragte, ob ich ein Moslem sei ?!?! )

Dass der unverzüglich gehen musste (...war mehr als klar ! )


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Inge Datum: 14.11.2004 02:54:17
Habe Deinen Ärger ja mitbekommen - obwohl: eigentlich war ich zu sehr mit Deinem ballspielenden Mini-Elch beschäftigt Wink

Der Nahost-Konflikt zwischen Israelis und Palistinänsern spaltet seit Jahrzehnten die gesamte Welt. Und solange Leute wie Michel Friedman Tote verhöhnen dürfen und deutsche Politiker für jeden kritischen Gedanken gegenüber Israel abgestraft werden, wird auch der normale deutsche Bürger keine eigene (offene) Meinung haben bzw. sich von den Medien beeinflussen lassen, ohne die lange zurückreichenden Hintergründe dieses Konflikts wirklich zu kennen.

Auf der anderen Seite mußt Du wohl mit Kommentaren (für und wider) von Kunden bzw. Besuchern rechnen, wenn Du diesen Bildschirm mit der Trauerfeierübertragung für jeden unübersehbar in den Laden stellst.


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Inge Datum: 14.11.2004 03:01:27
Soll Palestinänser heißen (nicht Palistinänser).....


Betreff : Recht auf freie Meinungsäußerung Autor: No Name Datum: 14.11.2004 03:30:08
Jeder hat das Recht das zu äußern, dessen Meinung er ist. Das ist vom Grundgesetze her so geregelt. Auszug aus dem Grundgesetze Stand Juli 2002:

Artikel 5 Abs.1: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Hierbei ist auch nicht Artikel 4 Abs1 Gewissensfreiheit außer acht zu lassen: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Allerdings werden diese Rechte durch bestehende Gesetze eingeschränkt.

Seine Meinung sollte man durchaus klar und offen darlegen, aber hierbei muss auch Artikel 18 des Grundgesetzes beachtet werden. Dies ist wohl der entscheidende Punkt. Artikel 18: Verwirkung von Grundrechten: Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Abs 1), die Lehrfreiheit ( Artikel 5 Abs. 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel Cool , die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9) das Brief - Post - und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum ( Artikel 14) oder das Asylrecht ( Artikel 16 a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden druch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.

Einjeder sollte sich das Recht auf freie Meinungsäußerung bewahren den es ist unser Wort was im Staate zählt und was unsere demokratische Werteauffassung ausmacht.


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Inge Datum: 14.11.2004 04:06:36
Blödsinn. Es gibt Bemerkungen, die sind aufgrund ihres Inhalts, ihrer Wortwahl oder auch nur aufgrund der Situation nicht angebracht (weil beispielsweise geschmacklos). Was sich als Plauderei für den Stammtisch eignet, ist nicht immer und überall angebracht, und schon gar nicht als Gast oder Kunde (Basiswissen Business-Etikette: niemals mit einem Geschäftspartner oder Fremden Gespräche/SmallTalk über Religion oder Politik führen). Ansonsten gilt das Hausrecht und sonst nichts, d.h. ich kann Leute, die mir aufgrund ihres Benehmens oder ihrer unangebrachten Äußerungen nicht passen, jederzeit aus meinen eigenen 4 Wänden verweisen.


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Eulenspiegel Datum: 14.11.2004 17:05:40
Lieber No Name, uns ist hoffentlich allen bewusst, dass alle Artikel des Grundgesetzes gleichermaßen und gleichzeitig gelten, und zwar für alle. Es betreibt "Rosinenpickerei" wer nur seine Lieblingsartikel zitiert und dabei Artikel, die Rechte anderer schützen, außer Acht lässt.

Falls Dich meine Statement ungerechtfertigt treffen sollte, dann bitte ich um Verzeihung. Ich möchte nur sicher gehen, dass Dein Beitrag nicht als Freibrief für undemokratisches Verhalten angesehen wird.


Betreff : Arafat ist tod (...wer oder was kommt jetzt ? ) Autor: B+A Datum: 15.11.2004 00:15:21
@Inge,
Danke für das Plädoyer (...so spät in der Nacht ) Smile

@Grundgesetz:
Freie Meinungsäusserung ja (...aber mit mehr Respekt )
Der Herr hätte sich gerne ( auch negativ ) über die Politik Arafats äussern können, ohne dafür des Hauses verwiesen zu werden (...aber "Nur tote ..*.. sind gute ..*.." liegt jenseits meiner Toleranzgrenze )
....wobei es zweitrangig ist, ob es sich bei ..*.. um Arafat, Bush oder Friedmann, Indianer, Amerikaner, Palästinser oder Israelis handelt (...der hätte auch gehen müssen, wenn es sich um Friedmanns Beerdigung gehandelt hättte )
@Inge
wie sehr die Presse ein Thema positiv oder negativ einfärben kann, sieht man an der Berichterstattung über die Beerdigung sehr deutlich :
Während ich beim Verfolgen der Live-Übertragung in "Phönix" oder "N24" eher positiv beeindruckt war von der unerwartet hohen Zahl der Trauergäste, betitelten fast alle Tageszeitungen ( bis auf die FR ) ihren Artikel mit "Chaos bei Arafats Beerdigung" (...positiver ging´s anscheinend nicht )

PS:
Aber Arafat hatte, was er wollte (...sein Volk in beeindruckender Zahl im letzten Augenblick ganz dicht bei sich - statt salbungsvoller Reden geladener Politiker )

PPS:
Wer heute die Tagesthemen verfolgt hat, sieht meine Befürchtung bestätigt (...es streiten sich bereits "um sich schiessende Extremisten" und "korrupte Weicheier" um die Amtsnachfolge - ein neuer Robin Hood ist leider nicht in Sicht )


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: toertsche Datum: 15.11.2004 07:48:26
Ich empfinde einen Förderer des Terrors nicht unbedingt als Robin Hood.

Vielleicht wendet sich nun alles zum Besseren, es wird Zeit, daß sich Israel und Palästina sich endlich an einen Tisch setzen und Ihre Probleme aus der Welt schaffen. Immerhin gibt es seit Jahrzehnten UN Resolutionen, die von Seiten Israels nicht eingehalten werden. Jedes andere Land hätte von den USA schon eines aufden Deckel bekommen.

Beide Völker sind nicht fehlerfrei, aber ohne Amerika im Hintergrund hätte sich diese Situation entweder schon entspannt oder wäre anders geklärt!


Betreff : Arafat ist tod, der Irakkrieg geht weiter und in Europa fallen Autobomben... Autor: B+A Datum: 15.11.2004 13:58:46
Robin Hood war Terrorist !
...frag´mal den Sherriff von Nottingham - oder König Johann ohne Land (...was die wohl dazu sagen würden )

William Wallace war auch Terrorist (...heute ist er der Nationalheld Schottlands - und seine Statue steht auf jedem Marktplatz )
Meinetwegen war auch Arafat Terrorist (...aber in den Herzen der Menschen steht auch seine Statue bereits überall in Palästina.... )

Wenn wir die Gefühle der Menschen anderer Länder nicht respektieren (...dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Greueltaten einiger Extremisten bei den jeweiligen Völkern Rückendeckung finden )


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: traci_stern Datum: 15.11.2004 19:18:24
Definition für Terrorist: Mittels Waffengewalt, sprich Krieg seine Standpunkte darzulegen und Angst und Schrecken unter der Bevölkerung verbreitet. Demnach gibt es Millionen von Terroristen weltweit. Letztes Beispiel die Elfenbeinküste. Leider gibt es aber in einigen Ländern dieser Erde mittlerweile Politiker, die ihre Landsleute als "Terroristen" bezeichnen, die ihrer Meinung sind. Das ist ein uraltes Problem der Menschheit, an dem wir uns selbst zugrunde richten. Solange 10% der Weltbevölkerung, 90% des Kapitals halten und diesen bzw. die Rohstoffe eines Landes nicht mit der Bevökerung teilen wollen (man muss ja die Kapitalanleger befriedigen) wird das Problem der Armut nicht gelöst und die Völker wollen nur dass was ihnen nach deren Meinung zusteht, auch wenn sie meinen dies nur mittels Terror zu erhalten. Die Kolonialzeit lässt grüssen. Ich frage mich, wo die Million von Geldern die Arafat von der EU, UNO, etc. bekam hingeflossen sind? Seine Witwe macht sich 'nen schönen Luxus-Lenz in Paris, während der normal sterbliche Palästinenser noch nicht einmal eine Schule oder Kindergarten besucht und die ärztliche Vorsorge den Stand des 19. Jahrhunderts in Europa hat. Ich dachte immer er würde angeblich für sein "Volk" kämpfen und wollte bessere Konditionen für sein Volk. Es sieht aber eher aus als hätte er eher für seine eigene Sache gekämpft und gerne das Geld seiner "Feinde" eingesackt. Sein Nachfolger wird es bestimmt auch nicht halt. Der schnöde Mammon korrumpiert halt.
Im übrigen behaupte ich, dass die muslimischen Mitbewohner in Deutschland mehr Freiheit haben als wir Christen in deren Ländern. Hier fehlt auch der Wille zur Integration der bei den meistens ein Lippenbekenntnis ist. Die unsägliche Diskussion hier das Kopftuch, Frauenrechte, etc.


Betreff : Der moderate Powell... Autor: B+A Datum: 16.11.2004 06:47:27
...verlässt mit anderen Gemässigten die Weltbühne (...und überlässt dem Wolf, der Schlange und dem verzogenen Löwenbalk den nächsten Akt )

Aber auch dieser fabelhafte Vergleich birgt einen Hoffnungsschimmer :
....denn nach dem Tod seines grossen Bruders Richard verwandelte sich der unbeliebte Prinz John ( der spätere König "Johann ohne Land" ) in einen volksnahen , durchaus akzeptablen Herrscher (...wobei Bush - im Gegensatz zu dem König auf Lebenszeit - nur 4 knappe Jahre für die wundersame Verpuppung bleiben )

Smile
....und auch Schottland wurde frei ! (...kurz nachdem William Wallace als "Terrorist" grausam hingerichtet wurde)

Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: merlin.themagic Datum: 16.11.2004 13:20:53
Die Definition von Terror entspringt doch nur einem subjektiven Standpunkt.

Politischer Terror:
Menachem Begin - Für die Israelis war er ein Volksheld, indem er für die Errichtung des Staates Israel im damaligen Palästina mit Waffengewalt kämpfte - Objektiv gesehen war er wohl ein Terrorist ...

Glaubens-Terror - Die Inquisition der katholischen Kirche - Die Conquistadores aus Spanien und Portugal in Süd- und Mittelamerika - Die IRA in Nordirland etc.

Wirtschaftlicher, sozialer Terror - Bekannt aus den aktuellen Berichten von Presse, Funk und Fernsehen ...



Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Pietro Datum: 16.11.2004 15:29:32
@B+A:
Ich gehe in vielem mit Dir einig. Was mir nicht gefällt, ist daß eine Zeitung die im Besitz einer politischen Partei ist, als besonders objektiv dargestellt wird.


Betreff : "Chaos" in der Zeitung Autor: B+A Datum: 16.11.2004 22:56:56
Es geht hier ja auch nicht primär um Zeitungen (...außerdem bestätigen Ausnahmen bekanntlich die Regel )


Betreff : Neues aus Sherwood Forest Autor: B+A Datum: 17.11.2004 08:00:52
Frisch gequetscht und exklusiv an die Forumstür genagelt (...die aktuellsten Bekanntmachungen am vierten Todestag des Fuchses ) :








*
Maid Marian meldet sich aus ihrem Exil vom Hofe des Frankenkönigs (...und beschuldigt engste Vertraute des Fuchses, Verrat geübt zu haben )
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Ein Nashorn des Sherriffs schießt heimtückisch auf verwundeten Geächteten (...eine höchst unritterliche Tat, die nicht ohne Folgen bleiben wird... )
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Die Schlange Sir Hiss wurde zum Herold des falschen Löwen ernannt (...nachdem die letzten Ritter Nottingham verlassen haben )
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Prinz John und Sir Hiss kündigen harten Kurs an (...und treiben so ihre geächteten Landsleute noch weiter in die Isolation des Sherwood Forest )
*
König Richard I.Plantagenet noch immer auf seiner Heimreise von den Kreuzzügen verschollen ( ...deutscher Kaiser fordert die ungeheuerliche Summe von 100.000 Silbermark als Lösegeld )
*

PS:
Ihr habt Recht ( ...Robin war kein Terrorist, da er wahrscheinlich nie existiert hat )
Bleibt also nur noch der schottische Volksheld William Wallace (...der nordenglische Städte brandschatzte und seine verräterischen Widersacher des Nachts in ihren Betten erschlug )
Aber der war ja auch kein Terrorist ? (...weil anerkannter Volksheld !? )


Betreff : Neues aus Nottingham Autor: B+A Datum: 18.11.2004 08:09:31
*
Während in Nottingham die Amtseinführung des neuen Herolds gefeiert wird und beim Test neuer Kriegsmaschinen Rekorde gebrochen wurden, ging im Sherwood Forest ein Hüttendorf der Geächteten in Flammen auf
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Der Anführer der Geächteten John Little konnte allerdings entkommen
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Durch die Zerstörung ausgelöste Waldbrände verhindern, dass Hilfe durch die symphatisierende angelsächsische Landbevölkerung in die Wälder gelangt
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Die hohen Lösegeldforderungen des deutschen Kaisers zwingen Prinz John, die Steuern erneut anzuheben, um einen drohenden Bankrott des Königsreichs zu verhindern
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Das multikulturelle Zusammenleben von Angelsachsen und Normannen verschlechtert sich in beängstigender Geschwindigkeit, was aber weder den Sherriff noch Prinz John weiter zu stören scheint
*
Am Nachmittag sind auf dem Marktplatz von Nottingham Hinrichtungen eines Mörders und eines Betrügers angekündigt
*


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: OBB Datum: 18.11.2004 09:29:02
@ trayci-stern
Im übrigen behaupte ich, dass die muslimischen Mitbewohner in Deutschland mehr Freiheit haben als wir Christen in deren Ländern. Hier fehlt auch der Wille zur Integration der bei den meistens ein Lippenbekenntnis ist. Die unsägliche Diskussion hier das Kopftuch, Frauenrechte, etc.

Also dazu möchte ich einfach nur sagen, das ich platzen könnte, wenn ich so etwas höre, meistens schreiben dies leute die a) keinen moslem persönlich kennen oder b) sehen sie nur südländer in der vorstadt die randalieren oder pöpeln oder sich sonst irgendwie unsittlich verhalten.
Hast du schon mal was vom Ausländerbeirat gehört, wenn nicht erkundige dich doch bitte erst einmal wie viele moslems und auch muslimas es versuchen sich zu integrieren, es aber aufgrund verschiedener Vorurteile nicht schaffen.

So das musste ich jetzt einfach mal loswerden.

Betreff : Multikulturell (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 18.11.2004 13:31:17
Ich kenn´von beiden Sorten jede Menge (...die einen mag ich - die ander´n jag´ ich )

Betreff : Neues aus Nottingham Autor: B+A Datum: 19.11.2004 07:36:47
*
Der soeben von den Kreuzzügen heimgekehrte Regent von Flandern Robert I und Schottlands König William I.( der Löwe ) kündigen ein "allgemeines Verbot gegen Beleidigung und Gottheitslästerung" an, nachdem ein normannischer Fürst die andersgläubigen keltischen Nachbarn öffentlich als "Ziegenficker" bezeichnet hat
*

Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 24.11.2004 14:44:55
Vielleicht verfolgen wir ( zwecks Schaffung einer gemeinsamen Gesprächsgrundlage ) die Diskussion zwischen Muslimen und Deutschen zum Thema "Integration" und "Eu-Beitritt der Türkei" ( ...heute abend 22:15 im ZDF ) ?


Betreff : Integration ( total daneben ! ) Autor: B+A Datum: 25.11.2004 08:20:29
Die Diskussion in "Hart, aber fair" im Regionalprogramm war irgendwie interessanter
Vor allem die Schlussfrage des Moderators "Was würden Sie nennen, wenn Sie sich von der jeweils anderen Kultur eine Scheibe abschneiden könnten / sollten ?" hat zuerstmal kaum einer der Gäste kapiert (...lediglich ein Gast aus dem "westlichen" Lager nannte spontan die herausragende Gastfreundschaft der islamischen Völker, woraufhin der Groschen auch bei den anderen Gästen fiel und zB der Islam wegen seiner Enthaltsamkeit gegenüber Rauschmitteln positiv genannt wurde )

Welche positive "Scheiben" des jeweils anderen fallen dem Forum ein ?



Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: OBB Datum: 25.11.2004 08:46:06
Mir fällt da ganz spontan zum Beispiel die erziehung von Mädchen und Jungen ein.

ein "anständiger" Moslem erzieht seine Kinder streng aber gerecht und diese sind oftmals dann ausgezeichnete Schüler.

Leider ist das in dieser westlichen Kultur verloren gegangen und gerade bei Mädchen bedauer ich dies sehr, denn wenn wir alle mal die meisten Mädchen mit 12 anschauen da kommt einen ein Grauen.....
Geschminkt, tuppiert, rauchen, sauchen, f...... usw.

vielleicht sollten wir uns da mal ein wenig was abschauen.


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 30.11.2004 12:31:42
...oder die einzigartige Architektur und Wohnkultur, die unsere europäischen Hütten schon im Mittelalter in den Schatten stellte ( ...wer einmal Andalusien oder Marokko bereist hat, weiss, was ich meine )

...oder die Tatsache, dass in deren Gotteshäusern keine falschen Bildnisse erlaubt sind ( ...lediglich kunstvolle Muster und Ornamente zieren die Wände der Moscheen )

...oder die Fähigkeit, sich auch unter schwierigsten Lebensbedingungen so etwas wie Stolz zu bewahren (...Nomaden in unwirtlichen Wüsten, in korrupten Systemen oder zerbombten Städten ums kulturelle Überleben Kämpfende oder 4 Generationen Palästinenser in Flüchtlingslagern )

...oder einfach eine Kultur, mit der man sich identifizieren und für die man streiten kann (...während bei einigen von uns der kulturelle Leitfaden mit dem Ausklang des Mittelalters, dem 30jährigen Krieg oder spätestens mit Beginn des Industriezeitalters abriss )



Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 30.11.2004 12:31:46
Während meines Studiums
war ich mit einem Syrier, einem Ägypter und einem Nigerianer sehr eng befreundet, die heute alle wieder in ihrer Heimat leben (...die waren stolz, interessant und nett zugleich - da bedurfte es für das Zusammenleben keiner Schlagworte wie "Integration" )

Während meiner anschliessenden Bürozeit
lernte ich viele Türken und "Jugoslawen" kennen (...die sind heute Hochschulprofessoren oder Programmierer, betreiben ein Restaurant, ein Architekturbüro oder eine Handwerksfirma )
Da bedurfte es ebenfalls keiner Rufe nach "Integration" (...die waren und SIND bereits integriert )

Während meiner Einzelhändler- und "Nachtwächter"zeit in Oberursel
lernte ich dann auch die kennen, um die es in unserer Diskussion anscheinend geht (...miesmachend - verarschend - unfähig, beim Betreten fremder Räume ein Hallo oder ähnliches hervorzubringen - Steine in Schaufensterscheiben werfend - Blumen ausreissend und Weihnachtskugeln schmeissend - Passanten anpöpelnd und Auslagen stehlend ......)
.....kurz ( Menschen, die durch ihr Verhalten ihrer eigenen Kultur einen schlechten Dienst erweisen )
Nur gut (...daß ich zuvor und auch jetzt noch parallel so viele positive Beispiele kennenlernen durfte ! )


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Alfons Datum: 30.11.2004 14:41:54
Ich denke Du hättest der Vollständigkeit halber auch erwähnen sollen, daß Du Beispiele der zuletzt geschilderten Species auch getroffen hast, die sich nicht integrieren müssen, weil sie Deutsche sind.


Betreff : Erziehung Autor: No Name Datum: 01.12.2004 19:31:11
Hierbei muss gesagt werden das die Erziehung im Islam auf eine Art geschieht die nicht unseren Wertevorstellungen entspricht. Hierbei möchte ich einmal ein Beispiel aus der Hauptschule nennen.

Wer diesen Schulzweig besuchte der wird verstehen was damit gemeint werden soll. Durch diese Erziehung wurde nur alleinig das Gegenteil herbeigeführt. Die Kinder und Jugendlichen die nach dieser Art der Erziehung erzogen wurden, mögen auf der einen Seite wohl die gar wohl erzogensten Menschen sein, doch was in der Hauptschule teilweise von statten ging ist mit der gemachten Aussage, das diese Erziehung auch greift vom Grunde her falsch.

Während der Schulzeit konnte man klar und deutlich erkennen, das bei so manchem Zögling der pädagogische Wert der Schule offenbar nicht greifbar wurde. Während dieser Zeit konnte ich feststellen das diejenigen welche eventuell nach dieser Erziehung erzogen wurden, klare deutliche Verhaltensstrukturen aufwiesen die im eigentlichen Sinne Fälle für das Jugendwohlfahrtsgesetz gewesen wären.


Betreff : Stille Nacht (...heilige Nacht ) Autor: B+A Datum: 14.12.2004 11:49:47
Ob die muslimische Welt kurz vor ihrem grössten Fest wohl auch in so einen unheiligen Kaufrausch verfällt ?


Betreff : integrationsunwillige Ausländer Autor: macallan Datum: 14.12.2004 14:08:11
Aus eigener Beobachtung muss ich sagen, es gibt viele (zuviele) Fremdlinge, die sich überhaupt nicht integrieren wollen. Auch nach vielen Jahren können sie nur wenige Worte in der Landessprache. Immer noch kaufen sie überwiegend bei Geschäftsleuten der eigenen Nationalität ein. Überhaupt bewegen sie sich fast ausschließlich untereinander. Sprache, Kultur und Sitten des Gastlandes interessieren die meisten von ihnen nicht die Bohne ....

Pardon, ich vergaß zu schreiben, ich schreibe über (nicht alle) die viel zu vielen nicht integrationswilligen deutschen Ausländer auf Mallorca, an der Costa Brava, in Andalusien ......


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: L.D. Datum: 29.12.2004 16:01:11
Nun ja, aber nach ziemlich einhelliger Meinung der Historiker war Richard "Löwenherz" ein gewalttätiger, nicht gerade mit Intelligenz gesegneter Unmensch...

Lies mal Steven Runcimans Kreuzzugsbiographie...


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 30.12.2004 15:41:00
Den historischen Beschreibungen zufolge hatte die ganze Familie Plantagenet irgendwie ´nen Schuss (...die coolste war da noch die Eleonore von Aquitanien, obwohl sie ein halbes Leben von ihrem Göttergatten eingesperrt wurde )

Aber es ging hier ja auch mehr um den enterbten angelsächsichen Fürsten Robin als um die angebliche Kampfmaschine Löwenherz ( ...und selbst das nur im übertragenen Sinne )

...und wenn man die gekrönten Häupter (einschliesslich Arafat) historisch allzu genau unter die Lupe nimmt, bleibt ja nichts mehr (...ausser solch sagenhaft glorifizierten Gestalten wie Sissi, Saladin, King Arthur oder Friedrich II )
und selbst die......



Betreff : Robin Hood ist tot (...genial daneben ! ) Autor: Alfons Datum: 02.01.2005 10:46:40
B+A das ist eine ziemlich groteske Zusammenstellung von Glorifizierten ......

Hab eigentlich nur geschrieben um das Wort "tot" im Thema endlich mal richtig zu sehen.


Betreff : Historisches, über den nahen Osten und dem Miteinander der Kulturen ) Autor: B+A Datum: 05.01.2005 08:45:41
Uuups - peinlich...Robin Hood ist to" " ist mir noch gar nicht aufgefallen (...wirklich voll daneben ! )
Ein Beweis mehr, dass bei diesem Forum die Titel nachträglich editierbar sein sollten (...in diesem Fall vielleicht "Historisches, über den nahen Osten und das Miteinander der Kulturen" )

Zum letztgenannten Thema habe ich gerade einen Bericht der TZ gelesen ( "Kehren für ein Miteinander der Kulturen" )
Dort wird beschrieben, wie Mitglieder der islamischen Khuddam-ul-Ahmadiyya-Gemeinde am Neujahrsmorgen besenschwingend die Innenstadt von den Resten unserer Silvesterböllerei befreiten ( ...mit dem Kommentar "Sauberkeit ist ein Teil unserer Religion und Kultur )


@Alfons
Diesen "Glorifizierten" ist es immerhin gelungen, unterschiedliche Kulturen miteinander zu versöhnen (... Kaiserin Elisabeth eint Österrreich mit Ungarn, Italien und Slowenien - ....der im Mittelalter auch oft als "getaufter Muselman" bezeichnete Kaiser Friedrich von Staufen hob Unterschiede zwischen Juden, Christen und Moslems gegen den Willen der damaligen Päpste auf - ......und die Rolle zwischen altem keltischem und neuem christlichem Glauben des sagenhaften King Arthur bedarf ja wohl keiner weiteren Beschreibung )


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Alfons Datum: 05.01.2005 09:25:37
@B+A:
Wenn man ohne näheren Hinweis von Friedrich II. spricht/schreibt, dürfte die Mehrzahl unserer Mitbürger an Friedrich den Großen und nicht an den Stauferkaiser denken. Daß Elisabeth wesentlichen Einfluß auf politische Entscheidungen genommen hätte, ist mir bislang nicht bekannt. Lediglich ihre Sympathie für Ungarn hat es dem Grafen Andrassy ermöglicht, Vorteile zu erwirken. King Arthur ist als Person nur schwer verwendbar, weil man über diese Sagengestalt(en) zu wenig sicher weiß.
Du siehst, ich kann mich für Deine Aufzählung nach wie vor nicht erwärmen.


Betreff : Historisches, über den nahen Osten und dem Miteinander der Kulturen Autor: B+A Datum: 05.01.2005 13:24:00
Die aufgezählten Namen hatten lediglich Symbolcharakter, deren historische Realität zu überprüfen den Rahmen dieses Themas sprengen würde (...wobei es sich sowohl bei Robin Hood als auch King Arthur um nicht nachweisbare Sagengestalten handelt )
Zu Kaiser Friedrichs Wirken gibt es folgende eindrucksvolle Kurzbeschreibung:
http://www.stupormundi.it/tedesco/hofstaat.htm

Wichtig im Zusammenhang mit diesem Thema ist ( wie bereits oben näher erläutert) die Bereitschaft hochgestellter Persönlichkeiten zur (erfolgreichen?) Vermittlung zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen ( Kelten-Christen, Islam-Juden-Christen usw )


Betreff : STUPOR MUNDI = Wunder der Welt Autor: Bitte Name eingeben Datum: 09.01.2005 14:36:46
STUPOR MUNDI = Wunder der Welt

Alfons, die Kritik bezüglich der "grotesken" Zusammenstellung ist nicht nachvollziehbar.
Wenn man dem Link http://www.stupormundi.it/tedesco/hofstaat.htm folgt, stößt man auf Stichworte, die *ABSOLUT* zu diesem Thema passen:

Stichworte:
*
KAISERLICH+STARK und gleichzeitig OFFEN+INTEGRATIONSWILLIG ( HEUTE OFFENBAR GEGENSÄTZE )
HOB JEGLICHE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN CHRISTLICHEN, MOSLEMISCHEN ODER JÜDISCHEN GELEHRTEN AUF ( OHNE DISKRIMINIERUNG VON RASSE ODER GLAUBE )
MORGENLÄNDISCHE SCHULEN - "GETAUFTER MUSELMAN“ - „GLÜCKLICHE INSEL“ ( KÄMPFE MIT DEM PAPSTTUM BIS HEUTE NOCH NICHT VÖLLIG AUSGERÄUMT )
NOMADENLEBEN ( ARABISCHE WELT - IRANISCHE URSPRÜNGE - VON ARABERN NACH EUROPA )
ERLAUBT SARAZENEN EIGENE RELIGION und GEBRÄUCHE ( ...NACH SEINEM TOD AUSROTTUNG DIESER "UNGLÄUBIGEN" !!!! )
*


Zusammenfassung:
**
Friedrich II v.Staufen........Schriftsteller, großer Staatsmann, Kriegsführer, Gesetzgeber; vor allem aber imponierend...wegen seiner offenen Geisteshaltung.........in der Lage, vielseitige Situationen, die uns HEUTE ALS GANZ OFFEN GEGENSÄTZLICH erscheinen, in Einklang zu bringen.
......Friedrich II war gleichzeitig "ein mittelalterlicher“ + „ein moderner Mensch": ....KAISERLICH STARK in seiner universellen Macht + OFFEN und INTEGRATIONSWILLIG gegenüber verschiedenen Kulturen........HOB ER JEGLICHE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN CHRISTLICHEN, MOSLEMISCHEN ODER JÜDISCHEN GELEHRTEN AUF, was heute als Anfangsstadium einer Art Ökumene bezeichnet werden kann !
An seinen Hof wurden OHNE DISKRIMINIERUNG VON RASSE ODER GLAUBE ALLE GROSSEN DER KULTUR AUFGENOMMEN, die damals Träger neuer avantgardistischer Theorien waren. Dabei fiel das Augenmerk hauptsächlich auf die MORGENLÄNDISCHEN SCHULEN. Daher kommt es wohl, dass mittelalterliche Chronisten sowie katholisch inspirierte Schriftgelehrte von ihm öfter als "GETAUFTEM MUSELMANEN" sprechen.
..... 1224 gründete er ............., das der Nachwelt als eine Art „GLÜCKLICHE INSEL“ in Erinnerung blieb. .....literarische Aktivität (Magna Curia)........sogar von Dante anerkannt als Verbreiterin der „lingua volgare“.....Gründung einer absoluten und illuminierten Monarchie, die tatsächlich erst im 17. Jahrhundert konkret realisiert wurde. .......besten damaligen juristischen Neuerungen ....widerstanden Jahrhunderte lang juristischen Entwicklungen.
Die ständigen, oft harten KÄMPFE MIT DEM PAPSTTUM dienten der Durchsetzung des laizistischen Staatsapparates. Dadurch entstanden Spannungen, Missverständnisse und Auseinandersetzungen, die auch HEUTE NOCH NICHT VÖLLIG AUSGERÄUMT sind !
.......auch wenn er Schlösser .....besaß, war sein Hof „intinerante“, d.h. wandernd - wohl das einzige Beispiel in der ganzen christlichen mittelalterlichen Geschichte. ...........Gelegenheit, dem NOMADENLEBEN den Vorzug zu geben, das er durch die laufenden Kontakte mit der ARABISCHEN WELT kennen- und liebengelernt hatte .....hegte Friedrich II eine tiefe Leidenschaft für die FalkenJagd, .....die IRANISCHE URSPRÜNGE hat und wahrscheinlich VON ARABERN NACH EUROPA gebracht wurde. .....eines aufmerksamen Naturforschers. .....spürt man noch heute den kulturellen Einfluss des Staufenkaisers.
Zu dieser Zeit wurden........SARAZENEN .........umgesiedelt..........und erhielten die Möglichkeit, die eigenen Sitten und die EIGENE RELIGION weiter zu pflegen. ......... wurde eine ECHTE MOSCHEE gebaut, daran STÖRTE SICH DIE KIRCHE GEWALTIG !!!
Die Sarazenen ....NACH DEM TOD von Friedrich II. AUSGEROTTET und die Moschee durch Karl von Anjou zerstört, der an gleicher Stelle eine neue Kathedrale, der Heiligen Maria gewidmet, errichten ließ.
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Ungekürzter Ausschnitt (...und gleichzeitig Themenvorschlag für die hiesigen Karnevalisten ):
***
"So zog der Hof oft von Sizilien nach Deutschland. Die Durchzüge des kaiserlichen Hofes baten den auf dem Wege liegenden Untertanen ein damals sicherlich einzigartiges Schauspiel, das die Fantasie der Bevölkerung beflügelte, deren einzige Kurzweil in Kirchentagen und Dorffesten bestand. Der Hof wurde von verschiedenen Quellen beschrieben und sah sarazenische Vollblütler, Elefanten, Kamele, Moren, Eunuchen, Gaukler.... und mit ihnen Pagen, Minister, Bürokraten, Notare, Schreiber; und weiter Soldaten, Jagdhunde, wilde Tiere. Und mit dem ganzen Zug vermischte sich ein Völkchen, das auf der Suche war nach Glück und Abenteuer. In der Mitte des Zuges, kunstvoll inszeniert, um Staunen zu erregen, die Treuen neu zu beseelen und um den Feinden Furcht einzuflössen, reiste ER, der Göttliche, der schon wegen des prächtigen Wagens und vor allem wegen seiner wahrhaft kaiserlichen Haltung nicht zu übersehen war. Manchmal zeigte er sich bei der Durchreise durch Dörfer und Städte zu Pferd, auf dem Rücken des berühmten Drachens, in seiner Lieblingsrobe, dem Jagdkleid."
Seine offene und tolerante, von höchster Spiritualität und Heiterkeit geprägte Art, ein unverwechselbarer Geist, der am stärksten in den Schlösser und Palästen, in den Festungen und in den Kathedralen zu spüren ist, die von Friedrich II. errichtet oder umgestaltet wurden und den unterschiedlichsten Zwecken dienten:
Von der Meditation bis zur Jagd, von Sitzungen der Regierung bis hin zu wissenschaftlichen Diskussionen und Trinkgelagen…
***


Betreff : Robin Hood ist tod (...genial daneben ! ) Autor: Fahrenheit 451 Datum: 10.01.2005 15:14:19
Ach !


Betreff : Robin Hood ist tot (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 11.01.2005 07:44:05
Der gemässigte Bruder Tuck hat die Führung der Geächteten übernommen (...was bei den normannischen Besatzern eine gewisse Hoffnung auf "Frieden" weckte )
Selbst die bewaffneten Waldläufer sagten einen dauerhaften Frieden zu (...falls sich die Besatzer hinter die vor 28 Jahren geltenden Grenzen zurückzögen )


Ach !
Wäre die Kombination aus "Macht+Offenheit" nicht mit Menschen wie Friedrich II gestorben (...müsste es heute vielleicht überhaupt keine Flüchtlingslager und Gazastreifen geben )



Betreff : Robin Hood ist tot (...genial daneben ! ) Autor: Fahrenheit 451 Datum: 11.01.2005 10:23:30
Aha !
Das kann ich nachvollziehen.

Bei "Bitte Namen eingeben" habe ich mit der inhaltlichen Aussage so meine Schwierigkeiten ...




Betreff : Robin Hood ist tot (...genial daneben ! ) Autor: B+A Datum: 11.01.2005 21:23:48
Ach so !?

PS:
Korrektur und Ergänzung zur Geschichte von Bruder Tuck:
muss natürlich heissen "vor 38 Jahren" (...hab´ mich verrechnet )

PPS:
Interessant ist auch, dass die normannischen Fürsten sich ob des neuen Anführers vor Begeisterung und Lob kaum halten können (...während die Reaktion der angelsächsischen Bevölkerung eher "verhalten" ausfiel )


Zuletzt bearbeitet von ... am 12.03.2005, 07:36, insgesamt 6-mal bearbeitet


 Braune Schlümpfe      Verfasst am: 21.02.2005, 16:01       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Braune Schlümpfe

Betreff : Braune Schlümpfe Autor: Blauer Schlumpf Datum: 16.02.2005 11:47:14
Es schlumpften vor wenigen Tagen zufällig einige Schlümpfe und Schlumpfinen beieinander am Schlumpf-TV
und beobachteten, wie sich die zwei Menschendörfer A und B gegenseitig bekriegen.
Woraufhin einer der Schlümpfe meinte, es sei doch ungerecht, dass Dorf B viel mehr Weideland zu haben scheint als Dorf A
und obendrein den Bewohnern von Dorf A den Weg zu ihren Verwandten und Wasserquellen versperrt !?

Da fing doch glatt eine der schon etwas behicksschlumpften Schlumpfinen an, mit diesem blauen Schlumpf ganz fürchterlich arrogant zu schimpfen.
Darüber würde sie mit ihm überhaupt nicht diskutieren, da er nicht kompetent sei. Und überhaupt würde sie im Gegensatz zu den anderen anwesenden Schlümpfen jeweils drei! Bewohner sowohl von Dorf B als auch Dorf A kennen. Toll
Sie tat so, als sei sie die einzig wahre, kompetente....und alle anderen hätten zu schlucken und schweigen.
Als das arrogante Geschimpfe kein Ende nehmen wollte, bat der blaue Schlumpf die beschlumpfte Schlumpfine, doch bitte nachhause zu gehen,
woraufhin bis zum heutigen Tag nichts als übelschlumpfige Beschimpfungen von ihr zu hören sind.


Und überhaupt scheint das "Menschen"problem der befeindeten Dorfbewohner wie so viele andere Themen ein Tabu-Thema für uns blaue Schlümpfe zu sein !?

...dabei hat das ganze eine schlumpfig-menschliche Vorgeschichte:
Es gab eine Zeit, da waren wir Schlümpfe sehr, sehr, sehr gemein zu den Menschen, mit denen wir einst mehr oder weniger friedlich zusammenlebten.
So gemein, dass viele es nicht überlebten, falls sie nicht rechtzeitig davongelaufen waren. Einige der Menschen flohen vor uns gemeinen Schlümpfen in das Gebiet des Dorfes A, um dort Dorf B zu gründen.
Was wiederum die Bewohner des Dorfes A in grosse Bedrängnis brachte.
Die A-Dörfler wurden teilweise aus ihren Häusern vertrieben und in das Hinterland verdrängt, was zu den oben erwähnten katastrophalen TV-Meldungen führt.

:/Aber wir blauen Schlümpfe dürfen ja nicht darüber nachdenken oder gar reden, müssen schweigen und sind "inkompetent",
weil unsere "Papa-" und "Opa"schlümpfe einmal so gemein zu den B-Dörflern waren.


Ich bin und bleibe ein blauer Schlumpf !
Aber die blauen Schlümpfe brauchen sich nicht zu wundern, dass es zunehmend mehr braune Schlümpfe gibt
bei einem derart arroganten Demokratieverständnis von Schlümpfen wie dieser beschlumpften Schlumpfine.........


Betreff : Braune Schlümpfe Autor: hfh Datum: 17.02.2005 09:39:41
Hä ? Ich dachte die närrische Zeit sei vorbei...


Betreff : Braune Schlümpfe Autor: Larry Datum: 17.02.2005 14:59:50
Jou! Darauf haben wir alle gewartet.


Betreff : Braune Schlümpfe Autor: Inge Datum: 17.02.2005 23:42:26
@ Blauer Schlumpf: Meine Meinung: a) die Diskussion über Dorf A und Dorf B ist eine „neverending Story“ (weil beide Dörfer bisher ganz schön dick aufschlumpften), und b) glaube ich nicht, daß Schlümpfe durch arrogantes Demokratieverständnis anderer Schlümpfe braun werden (das hat, meistens, andere Ursachen – denke ich).


Betreff : Braune Schlümpfe Autor: Eulenspiegel Datum: 21.02.2005 16:01:44
Was passiert, wenn man einen blauen Strumpf durch den Kakao zieht? Man erhält einen braunen Strumpf.


 Vertreibung aus dem Paradies      Verfasst am: 01.01.1970, 01:00       Nach oben   


Nachwort
zu dem Buch "Vertreibung aus dem Paradies" von Halima Alaiyan
von Oskar Lafontaine :
Die Eltern und Geschwister Halima Alaiyans wurden 1948 aus dem Dorf Ibdis bei Jaffa vertrieben. Ihre Familie hatte dort seit vielen Generationen eine Heimat, war seit Jahrtausenden in diesem Land verwurzelt. Inzwischen sind viele Jahre vergangen, aber immer noch erleben wir täglich als Fernsehzuschauer, wie Juden und Palästinenser einander umbringen. Es ist ein Kampf zwischen zwei Völkern um ein Land, dass beide als ihr Vaterland beanspruchen. Die Israelis nennen diesen Kampf Unabhängigkeitskrieg. Die Palästinenser sprechen von Nakbah, die Katastrophe, weil die Hälfte ihres Volkes im Krieg vertrieben wurde.
Halima Alaiyans Leben ist eine Begegnung der arabischen Kultur mit der europäischen. Von Kind an hat sich die Palästinenserin gegen die männliche Vorherrschaft in den arabischen Familien zur Wehr gesetzt. Als sie in Deutschland Medizin studierte, erfuhr sie, dass auch bei uns das tradierte Rollenverständnis zur Benachteiligung der Frauen im Beruf führt. Sie engagierte sich für die Gleichberechtigung und entwickelte eine andere Vorstellung über Krieg und Frieden. Damals lernte ich Halima Alaiyan kennen. Sie war eine Frau, die als alleinerziehende Mutter viele Schwierigkeiten überwand und so zu einer eigenen Identität fand. Sie lehnte Unterdrückung grundsätzlich ab, widersetzte sich jeglicher Gewalt. Halima Alaiyan wollte und will noch immer ein Ende der militärischen Kultur, die die Israelis und die Palästinenser beherrscht. Verschärft hat sich der Konflikt im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Ab 1880 beginnt die erste jüdische Einwanderungswelle mit der vor allem durch Progrome verfolgte Juden aus Osteuropa in Palästina eintreffen. Am l. Juli 1920 wird eine britische Zivilverwaltung in Palästina errichtet. Dort lebten damals 600000 Palästinenser und 70 000 Juden.Wegen der Gräueltaten der Nazis stieg die Einwanderung nach 1933 sprunghaft an. Der Widerstand der Araber gegen die Besiedlung verstärkte sich. Die aus aller Welt kommenden jüdischen Emigranten beanspruchten das »Land ihrer Väter« für sich. Auf dem zionistischen Welt-kongress war die Parole ausgegeben worden: »Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.« Aber das Land war besiedelt. Es war die Heimat der Palästinenser. Im ganzen Land, so schrieb schon 1891 der jüdische Denker Asher Ginzburg, findet man kaum Ackerland, das nicht bestellt wäre.
Die erste palästinensische Intifada (1936-1939) wurde von der britischen Kolonialmacht brutal niedergeschlagen. Winston Churchill rechtfertigte das Vorgehen damals mit der Überlegenheit der Juden: »Ich bin nicht der Meinung, dass der Hund am Futtertrog das unwiderrufliche Recht auf den Futtertrog hat, auch wenn er dort schon sehr lange lebt. ... Ich räume nicht ein, dass diesen Menschen [gemeint sind die Palästinenser) Unrecht widerfahren ist, weil eine stärkere Rasse, eine höherrangige, eine weltgewandtere Rasse, um es so zu formulieren, gekommen und an ihre Stelle getreten ist.«
1947 gaben die Briten ihr Mandat an die Vereinten Nationen zurück. Der Konflikt eskalierte. Im Mai 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen. Bei der Vertreibung der Palästinenser gingen die Juden oft rücksichtslos vor. »Wer das zionistische Problem von einem moralischen Standpunkt aus angeht, ist kein Zionist«, meinte der Gründervater des Staates Israel, Ben Gurion.
Ein Ausweg aus dem nicht enden wollenden Blutvergießen wäre die Schaffung eines eigenen Palästinenserstaates, wie ihn die UN-Vollversammlung bereits 1947 gefordert hat. Da die jetzige amerikanische Regierung des Präsidenten George W. Bush die israelische Politik einseitig unterstützt, ist es Aufgabe der Europäer, für eine Lösung einzutreten, die die Interessen der Juden und Palästinenser in gleichem Maße berücksichtigt. Dabei ist die Bundesrepublik Deutschland besonders gefordert.
»Wir Deutsche wissen, dass den Palästinensern Unrecht getan wird, aber wir können wegen unserer Vergangenheit nichts gegen Israel sagen ... Wir würden sofort als Antisemiten beschimpft werden«, sagte ein Arbeitskollege zu Hali-ma Alaiyan. »Dann seid ihr Mittäter«, antwortete sie. »Wer bei Verbrechen zuschaut und nicht versucht, sie zu verhindern, der ist doch ein solcher.«
Die Deutschen sind noch aus einem anderen Grund verpflichtet, den Palästinensern zu helfen. Die Verbrechen der Nazis führten nicht nur zur Schoah, zur Vernichtung von Millionen Juden in den Konzentrationslagern, sondern auch zur Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat.
Das Leben der Halima Alaiyan steht beispielhaft für das Schicksal vieler Palästinenser, die sich heute in der ganzen Welt eine neue Existenz aufgebaut haben. Dabei geht es ihnen in der Regel besser als ihren Landsleuten in den Flüchtlingslagern, die täglich gedemütigt werden. Israelische Soldaten haben die palästinensischen Städte und Dörfer besetzt. Menschen werden hingerichtet und Häuser zerstört. Eine ganze Bevölkerung ist eingesperrt. Sie hat keine Hoffnung mehr und ihre Kinder werden zu Selbstmordattentätern.
Uns erinnert das Buch daran, dass ein paar Flugstunden von Deutschland entfernt Menschen unter schrecklichen Bedingungen leben. Wir, die Deutschen, haben eine Mitverantwortung für das tragische Schicksal des israelischen und palästinensischen Volkes.


Geschichtlicher Überblick
zu dem Buch "Vertreibung aus dem Paradies" von Halima Alaiyan
Die ersten Hochkulturen entstanden im Zweistromland von Euphrat und Tigris, im heutigen Irak. Eines dieser Zentren war Ur, die sumerische Hauptstadt, an der Mündung des Euphrat ins Meer gelegen. Um 2000 v. Chr. verlor es seine Vormachtstellung, weil von da an Assyrien und Babylon die Geschicke des Vorderen Orients bestimmten. Als die mesopotamischen Staatsgebilde ihre Machtbereiche immer weiter nach Westen und Süden ausdehnten, gerieten sie in Konflikt mit den ägyptischen Dynastien. Das Hinterland der östlichen Mittelmeerküste, Kanaan genannt, erlebte eine wechselvolle Geschichte. Es wurde zum Land der Bibel.
Die Historiker nehmen an, dass die israelitischen Stämme im 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Zuge des Weidewechsels aus den östlichen und südlichen Wüsten in die westjordanische Gegend und das Ostjordanland eingedrungen sind. Ihre Vorgeschichte ist dunkel. In der Bibel werden sie als Kleinvieh züchtende Halbnomaden beschrieben. Die Darstellungen des Alten Testamentes sind jedoch historisch nicht belegbar.
Wie es in der Bibel heißt, zog Abram, später Abraham benannt, mit seinem Vater und seiner ganzen Familie aus Ur gen Norden und siedelte in Haran im nördlichen Mesopotamien. Von dort wanderte er auf Geheiß des Herrn weiter nach Westen und Süden, nach Kanaan. Wegen einer Hungersnot ging er nach Ägypten. Nachdem er wieder nach Kanaan zurückgekehrt war, lebte er als »Fremdling und Beisasse« unter den Einheimischen.
Abrahams Sohn war Isaak. Isaaks Sohn war Jakob, auch Israel genannt. Seine zwölf Söhne verkauften einen ihrer Brüder, Josef, nach Ägypten, wohin sie später selbst wegen Hungersnöten auswanderten. Ihren Nachkommen, die in Ägypten Fronarbeit leisten mussten, wies Moses auf Geheiß des Herrn wieder den Weg zurück in das Land zu beiden Uferseiten des Jordan, in das »Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt«. Am Berg Sinai erhielt er vom Herrn, dem einzigen Gott Jahwe, den sie verehrten, die Zehn Gebote.
Die Stämme Israels führten unter ihren Königen Saul, David und Salomon Kriege gegen die Bewohner Kanaans und eroberten Jerusalem. Auch gegen die Seevölker, Philister genannt, die ihnen das eroberte Land wieder streitig machten, mussten sie sich zur Wehr setzen. Nach diesen Eindringlingen nannten Griechen und Römer das Land später Philistäa, wovon der heutige Name Palästina abgeleitet ist.
Nach dem Tod Salomons zerfiel das jüdische Königreich in das Nordreich Israel mit der Hauptstadt Samaria und das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. Im Wechsel der Geschichte gerieten die jüdischen Stämme unter die Herrschaft Assyriens und Babylons, wurden in Gefangenschaft verschleppt oder gingen nach Ägypten ins Asyl. Als der Perserkönig Kyros der Große 539 v. Chr. den Juden die Heimkehr aus dem Exil gestattete, zogen es viele vor zu bleiben. Auch ein Teil der nach Ägypten geflohenen Juden kehrte nicht zurück. Das war der Beginn ihrer Diaspora.
Im Jahre 63 v. Chr. wurde auch das Südreich Juda - das Nordreich Israel war längst untergegangen - zur römischen Provinz. 70 Jahre nach Beginn unserer Zeitrechnung zerstörten die Römer nach einem Aufstand der Bewohner Jerusalem und den Tempel und zerschlugen Juda endgültig.
Die jüdischen Staatsgebilde hatten nie die Machtfülle der anderen großen Reiche. Ihre historische Bedeutung beruht auf der jüdischen Religion, der ältesten monotheistischen Religion der Menschheit. In ihrer weltgeschichtlichen Wirkung wurde diese aber durch das Christentum überflügelt, später durch den aus diesem hervorgegangenen Islam, gestiftet vom Propheten Mohammed, in Mekka in der Zeit von 622 bis 632 n. Chr.
In den christlichen Reichen des Abendlandes wurden die dort lebenden Juden immer wieder verfolgt, während sie sich in den späteren islamischen Staaten, vor allem im Os-manischen Großreich gegen eine besondere Steuer Duldung erkaufen konnten, weil sie von der muslimische Religion - wie auch die Christen - als Gläubige angesehen und toleriert werden. Im Morgenland lebten Juden mit Moslems in Eintracht und wurden gemeinsam während der Kreuzzüge im 11. bis 13. Jahrhundert von Christen verfolgt. In der abendländischen Welt erlitten die Juden im 15. Jahrhundert schwere Verfolgungen in Spanien, nachdem die katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragonien die Mauren besiegt hatten. Auch in anderen christlichen Ländern wurden die Juden als Urheber aller möglichen Übel, auch der Pest, beschuldigt, ihre Absonderung in Ghettos betrieben und das Tragen besonderer Kennzeichen wie des gelben Judenhutes in Venedig vorgeschrieben. Immer wieder flüchteten sich deshalb Juden in ihr »Heiliges Land«.
Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich, unterstützt von der Jewish Colonization Assocation des Barons Hirsch, Juden aus Osteuropa gezielt in Argentinien an und gründeten landwirtschaftliche Kolonien, um zur Bodenarbeit zurückzukehren, was als Grundvoraussetzung einer Landnahme in Palästina galt. Die organisierte Einwanderung nach Palästina, bei der sich Juden vor allem in den »Heiligen Städten« niederließen, begann 1881. Noch vor der Jahrhundertwende entstand auch die Zionistische Bewegung: Der in Budapest geborene Theodor Herzi verfasste 1896 die Schrift »Der Judenstaat«. Ziel war die Gründung einer eigenen Heimstatt für die Juden in Palästina. Unterstützt wurden die jüdischen Einwanderer durch Gelder, die in aller Welt von einflussreichen und vermögenden Glaubensbrüdern gespendet oder gesammelt wurden.
[b]1914 In Palästina leben 1200 Juden. Nachdem das Osma-nische Reich im Ersten Weltkrieg zerfiel, wurde Palästina zum Spielball der Kolonialmächte. Die Zionisten schlugen sich auf die Seite Englands und Amerikas.
1917 Am 2. November unterzeichnet der englische Außenminister Lord Balfour die Balfour-Deklaration zur Errichtung einer jüdisch-nationalen Heimstätte. Einen Monat später marschiert die britische Armee in Jerusalem ein.
1920 Der Völkerbund überträgt das Mandat für Palästina Großbritannien. In der Folge kommen weitere 75 000 Juden nach Palästina. Die arabischen Staatsführer sind mit der Errichtung einer jüdisch-nationalen Heimstatt in Palästina nicht einverstanden.
1922 Transjordanien wird vom Mandatsgebiet abgetrennt. Als Vertretung jüdischer Interessen wird bei der Mandatsmacht die Jewish Agency gegründet. Um diese Zeit leben in Palästina etwa 80000 Juden.
1933 In Deutschland beginnt mit der Machtübernahme durch die Nazis die systematische Judenverfolgung.
1936 Es kommt zu Aufständen der arabischen Bevölkerung gegen die Mandatsverwaltung - vor allem wegen der von ihr betriebenen Politik der Zuwanderung von Juden. Zur Selbstverteidigung wird die jüdische Organisation Hagana gegründet. Anschließend kämpfen Hagana und britische Truppen gemeinsam gegen Aufständische.
1937 Eine Untersuchungskommission unter Vorsitz von Lord Peels schlägt die Teilung Palästinas vor, was von Juden und Arabern gleichermaßen abgelehnt wird.
1938 Nachdem die Mandatsregierung die Einwanderung und den Landkauf von Juden erheblich eingeschränkt hat, kommt es zu erheblichen Spannungen. Jüdische Untergrundorganisationen führen Terroranschläge gegen britische Einrichtungen durch, u.a. gegen das King David Hotel, den Sitz der Mandatsverwaltung.
1939 Bildung einer jüdischen Brigade zum Einschleusen von Juden in Palästina.
1945 Eine britisch-amerikanische Kommission empfiehlt die Aufnahme von 100000 Juden in Palästina, was aber von England abgelehnt wird. In der Folge kommt es zu Unruhen unter palästinensischen Juden.
1947 Die Vereinten Nationen schlagen die Teilung Palästinas und die Bildung eines jüdischen und arabischen Staates vor. Kämpfe zwischen Juden und Arabern verhindern die Durchführung des Plans.
1948 Großbritannien beendet sein Mandat für Palästina;
am 14. Mai verlassen die letzten britischen Truppen das Land. Jüdische Streitkräfte dringen in Palästina ein und vertreiben die dort lebenden Palästinenser, die von arabischen Staaten unterstützt werden. Am selben Tag ruft Ben Gurion in dem von Juden gegründeten Tel Aviv »den unabhängigen Staat Israel« aus. Es kommt zum l. Nahostkrieg.
1949 Israel wird nach Beendigung des Krieges von den Vereinten Nationen als Staat anerkannt. Infolge von Krieg und Vertreibung leben jetzt hunderttausende Palästinenser in Flüchtlingslagern, vor allem im Gaza-Streifen. Die Regierung Israels erklärt Jerusalem zur Hauptstadt. Zu dieser Zeit leben etwa 650000 Juden im Land.
1956 Nach Sperrung des Suezkanals für israelische Schiffe kommt es zur Sueskrise und zum Sinaifeldzug (2. Nahostkrieg). Israel erobert den Gaza-Streifen und die Halbinsel Sinai; Briten und Franzosen besetzen die Kanalzone.
1964 Israel beginnt Wasser aus dem Jordan zur Bewässerung der Negevwüste abzuleiten, was von der Ersten Arabischen Gipfelkonferenz als Akt der Aggression gewertet wird. Auf Initiative Nassers wird die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO (Palestine Liberation Organization) gegründet. Ziel der PLO ist die Schaffung eines unabhängigen Staates Palästina.
1967 Im Sechstagekrieg [3. Nahostkrieg) besetzt Israel das Westjordanland, die Golanhöhen und Ost-Jerusalem. Israel kommt in der Folgezeit den wiederholten Aufforderungen der Vereinten Nationen, die besetzten Gebiete zu räumen, nicht nach.
1969 Die palästinensische Untergrundorganisation AI Fa-tah, auf die sich die PLO hauptsächlich aufbaut, wird von Arafat geleitet.
1973 Es kommt zum Jom-Kippur-Krieg (4. Nahostkrieg). Nach anfänglichen Erfolgen der angreifenden Ägypter und Syrer behauptet sich Israel. Aufgrund der Politik in den besetzten Gebieten gerät Israel in eine außenpolitische Isolierung.
1979 Nach Verhandlungen zwischen Sadat und Begin in Camp David kommt es zu einem ersten Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel.
1982 Einmarsch der Israelis in den Libanon. Es kommt zu Massakern in den Palästinenserlagern. Annektion der seit 1967 besetzten Golanhöhen.
1987 In der ersten Intifada gehen vor allem Jugendliche in den besetzten Gebieten [Westjordanland, Gaza-Streifen) gegen die israelische Besatzungsmacht vor. Auf palästinensischer Seite gewinnen neben der der PLO zuzurechnenden AI Fatah vor allem radikale Organisationen wie Hamas und Dschihad an Bedeutung.
1988 PLO-Chef Arafat bestätigt ausdrücklich das Existenzrecht Israels; Friedensbemühungen Jordaniens und der USA.
1989 Friedensplan der israelischen Regierung wird von der PLO und Teilen des Likud abgelehnt.
1990 Besetzung Kuwaits durch den Irak.
Die Intifada erhält neuen Auftrieb. Am 8. Oktober werden 21 Palästinenser während des Laubhüttenfestes auf dem Tempelberg von Sicherheitskräften erschossen.
1991 Nachdem 1988 die PLO in Algier einen Palästinenserstaat ausgerufen und der jordanische König Hussein den Souveränitätsanspruch auf das Westjordanland aufgegeben hatte, bemühen sich beide Seiten verstärkt um einen Frieden.
Auf Bemühen der USA finden Friedensgespräche statt, die in dem historischen Händedruck zwischen Ministerpräsident Rabin und PLO-Chef Arafat ihren symbolischen Ausdruck finden. In der Osloer Prinzipienerklärung einigen sich beide Seiten darauf, dass in den besetzten Gebieten nach einer fünfjährigen Interimsperiode nach und nach palästinensische Autonomiegebiete eingerichtet werden sollen.
1993 PLO-Chef Arafat und der israelische Ministerpräsident Rabin erkennen im September gegenseitig Israel und die PLO formell an.
Am 13. September wird das Gaza-Jericho-Abkommen in Washington unterschrieben: Es beinhaltet den schrittweisen Abzug der israelischen Armee aus dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland sowie die Übergabe dieser Gebiete an eine palästinensische Autonomiebehörde.
Der Friedensprozess wird durch gewalttätiges Vorgehen israelischer Siedler in den besetzten Gebieten und der radikalen Palästinenserorganisation Hamas immer wieder bedroht.
1994 Am 4. Mai wird das l. Autonomie abkommen zwischen Rabin und Arafat in Kairo getroffen.
1995 Das 2. Autonomie abkommen zwischen Rabin und Arafat kommt am 28. September in Washington zustande. Am 4. November bezahlt Rabin seinen Willen zum Frieden mit dem Leben. Er wird nach einer Friedensdemonstration von einem rechtsextremen jüdischen Siedler ermordet.
2000 Der provokative Besuch Ariel Sharons auf dem Tempelberg in Jerusalem führt zur zweiten Intifada. In deren Verlauf werden über fünfhundert Palästinenser und etwa achtzig Israelis getötet. Die unversöhnliche Haltung ist auf beiden Seiten noch immer vorherrschend.


Zuletzt bearbeitet von ... am 01.01.1970, 01:00, insgesamt einmal bearbeitet


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