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 Papst Benedikt xVI      Verfasst am: 31.05.2005, 00:00       Nach oben   


Mitteilung der TZ vom 31.05.2005
Wünsche an den neuen Papst
Oberursel. Beim «Kolping-Treff am Nachmittag» spricht heute Ordinariatsrat a. D. Hans Wiedenbauer zum Thema «Der neue Papst ist gewählt – Wünsche und Erwartungen». Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Pfarrer-Hartmann-Haus, Altkönigstraße. Gäste sind willkommen. (og)


 Papst-Wahl      Verfasst am: 18.04.2005, 00:00       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 18.04.2005
DIE "TOP ZEHN" DER PAPSTWAHL
Bewahrender Dogmatiker
Rom. Joseph Ratzinger (geb. 16.4.1927) ist der weltweit bekannteste deutsche Kardinal. Seit Luther hat kein Deutscher die Kirche so sehr geprägt wie der «Chefdenker» des Vatikan.
Der Sohn eines Gendarmeriemeisters aus Marktl am Inn wurde mit nur 30 Jahren Dogmatik-Professor an der Freisinger Hochschule. Später lehrte er in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. 1977 wurde er zum Erzbischof von München berufen, wenig später zum Kardinal.
Der ganz große Karrieresprung kam 1981, Papst Johannes Paul II. berief Ratzinger nach Rom als Präfekt der Glaubenskongregation, der Nachfolgebehörde der Inquisition.
Das Symbol für Dogmatismus und Konservatismus wird in vielen Ländern als «Bewahrer» angesehen – was in Zeiten dramatischen gesellschaftlichen Wandels durchaus anerkennend gemeint ist.

Er mischt sich ein für Arme
Tegucigalpa. Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga (62) aus Honduras kämpft für die Armen und Entrechteten.
1997 im Rahmen einer großen inneren Reform übernahm der Erzbischof sogar für acht Monate die Leitung der Polizei, die bis dato jahrzehntelang von den Militärs befehligt worden war. Schon damals genoss er so großes Ansehen, dass die Regierung ihn mit der Überführung der Polizei in zivile Hände betraute.
Oscar Andres Rodriguez Maradiaga stammt aus einem der ärmsten Länder Lateinamerikas.
In El Salvador hat er Philosophie, in Innsbruck Psychologie und Musik studiert. Er hat Examina in Physik, Mathematik und Chemie. Er ist sprachbegabt. So spricht er neben seiner Muttersprache Spanisch auch Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Italienisch und natürlich Latein und Altgriechisch.

Afrika und der Islam
Nairobi. Kardinal Francis Arinze wurde in einer Wellblechhütte in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, geboren. Schon mit 32 Jahren wurde er der damals jüngste Bischof weltweit.
Während des Biafra-Krieges in Nigeria Ende der 60er Jahre, in dem etwa eine Million Menschen umkamen, verzichtete Arinze auf die Flucht ins sichere Exil. Stattdessen kümmerte er sich um die halb verhungerten Flüchtlinge, die die katholischen Schulen in seinem Bistum füllten. Papst Johannes Paul II., der sich bemühte, die Kurie zu internationalisieren, holte Arinze 1985 nach Rom. Seine Erfahrungen aus einem Land, in dem Christen und Muslime etwa gleich stark sind, sehen viele als eine Qualifikation für das Papstamt.

Repräsentant der Vernachlässigten
Neu Delhi. Er soll über beträchtlichen Einfluss im Vatikan verfügen, er ist weltgewandt, und er dürfte als Vertreter der vielen Katholiken in Entwicklungs- und Schwellenländern gelten. Mehr als 17 Millionen katholische Inder hoffen auf den 68-jährigen Erzbischof von Bombay, Ivan Dias.
Dias wurde 1958 in der westindischen Finanzmetropole Bombay zum Priester geweiht. Später vertrat er den Vatikan 36 Jahre lang als Botschafter in Ländern in Europa, Afrika und Asien. Dias spricht 16 Sprachen.

Die Hälfte der Katholiken der Weltkirche leben in Asien, Afrika oder Lateinamerika, und Dias würde diesen vernachlässigten Regionen die notwendige Aufmerksamkeit schenken. Dias gilt als Freund der 1997 verstorbenen Mutter Teresa, die Johannes Paul II. im Jahr 2003 selig sprach.

Konservativer Versöhner
Rio de Janeiro. Der Brasilianer Claudio Hummes gilt in Brasilien als der «Versöhner schlechthin». Obwohl er 1998 auf Anordnung des Vatikans den Befreiungstheologen Paulo Evaristo Arns in Sao Paulo an der Spitze der mit neun Millionen Gläubigen größten Erzdiözese Südamerikas ablöste, wird der 70-Jährige heute auch von Linken und Armen im größten katholischen Land der Erde respektiert. Während der Militärdiktatur (1964-1985) protestierte er gegen das Regime, unterstützte Streiks und versteckte in seiner Kathedrale von der Polizei gesuchte Gewerkschaftsführer – unter anderem auch den heutigen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva.
Der Sohn deutscher Eltern blieb theologisch strikt konservativ, sprach sich energisch gegen Kondome, Homosexualität und Euthanasie aus.

Feinfühliger Diplomat
Rom. Kardinal Giovanni Battista Re (71) gilt als eine der stärksten Persönlichkeiten innerhalb der Kurie. Dank seiner Studien an der vatikanischen Diplomatenschule wird er seit Jahren als Mann für heikle Aufgaben eingesetzt – so etwa, als der Kommandant der Schweizergarde, Alois Estermann, 1998 im Vatikan ermordet wurde. Mit Feingefühl hat der stets lächelnde Re Jahr um Jahr seine Machtposition im Vatikan ausgebaut. Er galt als einer der engsten Vertrauten von Johannes Paul II.. Theologisch wird er als moderat eingestuft.
Am 21. Februar 2001 wurde Re zum Kardinal ernannt. Er ist ein Mann der Kurie, ein Diplomat mit wichtigen Kontakten und ein unermüdlicher Arbeiter. Jedoch seine mangelnde Erfahrung in der Seelsorge könnte seine Chancen auf das Papstamt verringern.

Revolutionärer Krisenmanager
Wien. Als Kardinal und Erzbischof Wiens hat sich der 60-jährige Christoph Schönborn einen Ruf als Krisenmanager, aber auch als versöhnlicher und dialogfähiger Pragmatiker erworben. Er wurde dem in einen Kindersex-Skandal verwickelten Wiener Erzbischof Hermann Groer 1995 als «Koadjutor» zur Seite gestellt. Monate später trat er nach einem Kinderporno-Skandal im Priesterseminar von St. Pölten offen für die Zwangspensionierung des zuständigen Bischofs Kurt Krenn ein und kritisierte den Vatikan für sein langes Zögern.
Er vertritt zum Teil revolutionäre Positionen. Der Pragmatiker ist für den Gebrauch von Kondomen in außerehelichen Beziehungen («wenn schon außerehelicher Sex, dann sicher»). Und er sprach sich für gemeinsame Gottesdienste mit Protestanten aus.

Patriarch von Venedig
Venedig. Angelo Scola (63) ist neben dem Papst der einzige italienische Bischof, der aus alter Tradition den Titel «Patriarch» führen darf. Das klingt nach östlichem Einfluss, und auch der Ausblick von seinem Amtssitz in Venedig am Markusplatz auf die Basilika und den Dogenpalast lässt an die alten Verbindungen der Lagunenstadt mit dem Morgenland denken. Geschichte kann aber auch zur Last werden: Aus wenigen Städten kamen in den vergangenen Jahrhundert so viele Päpste wie aus Venedig – unter anderem Johannes XXIII., einer der populärsten Päpste der Neuzeit.
Sein Vater war Lastwagenfahrer. 1970, mit 28 Jahren, wurde der Sohn zum Priester geweiht.

Der Premier des Vatikan
Rom. Angelo Sodano (77) ist ein altgedienter Kuriendiplomat mit gewaltiger Stimme und mächtiger Statur. Als er nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. mit gen Himmel erhobenen Händen das «De Profundis» (Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir) sprach, ging dies vielen Menschen auf dem Petersplatz durch Mark und Bein. So ergreifend, so beschwörend waren seine Worte, die er an Gott richtete.
Unter Johannes Paul II. war Sodano Kardinalstaatssekretär – der Ministerpräsident des Vatikans – und stand hierarchisch an zweiter Stelle des Kirchenstaates. Er war qua Amt der engste Mitarbeiter des Papstes und leitete die Vatikan-Diplomatie. In Moralfragen erwies sich der selbstbewusste Geistliche stets als treuer Gefolgsmann des konservativen Pontifex aus Polen.
Er gilt als verschwiegen und diskret, welterfahren und loyal.

Einflussstarker Rhetoriker
Mailand. Kardinal Dionigi Tettamanzi wird (71) in Italien seit Jahren als heißer Favorit für das Papstamt gehandelt. Mit fast fünf Millionen Katholiken ist Mailand nicht nur die größte Diözese Europas und eine der größten der Welt – aus ihr kamen in der Kirchengeschichte schon etliche Päpste.
Tettamanzi steht der konservativen Laienorganisation Opus Dei nahe, dennoch ist er nicht einfach einem Lager zuzuordnen. Mehrfach hat er die Position linker Globalisierungskritiker unterstützt. Zugleich gilt er als ein scharfzüngiger Rhetoriker. «Ein Aids-krankes afrikanisches Kind ist mehr wert als das ganze Universum.»

Mitteilung der TZ vom 04.04.05
Totenmesse für den Papst
Oberursel. Auch die Katholiken Oberursels trauern um Papst Johannes Paul II., der am Samstagabend gestorben ist. Peter Hofacker, Pfarrer der St.-Ursula-Kirche, weist auf das Pontifikal-Requiem heute im Limburger Dom hin, zu dem alle Gläubigen eingeladen sind. Bischof Franz Kamphaus zelebriert dort die Totenmesse um 19 Uhr.

Für den pastoralen Raum Oberursel-Zentrum findet das Sterbeamt am kommenden Donnerstag um 19 Uhr in der Kirche St. Aureus und Justina, Lange Straße, statt. Außerdem werden die Katholiken zum persönlichen Gebet durch das Läuten der Totenglocke aufgerufen. Ihr Ruf wird bis zur Beisetzung täglich um 18 Uhr erschallen. (og)


 Johannes Paul II      Verfasst am: 11.04.2005, 14:30       Nach oben   


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17.04.05 | 13.40 Uhr | ZDF | Ein Leben für den Frieden - Papst Johannes XXIII.
Als Papst Pius XII. 1958 stirbt, wird Angelo Roncalli, der Patriarch von Venedig, zur Wahl des neuen Papstes in den Vatikan berufen. Er geht als einziger Kardinal ohne jegliche Ambitionen in das Konklave und lässt sich in das Intrigenspiel der anderen nicht verwickeln. Bereits vor dem ersten Wahlgang sieht Roncalli sich mit einer ihm fremden Machtpolitik konfrontiert: Die konservative italienische Fraktion, geführt von Staatssekretär Monsignore Tardini und Kardinal Ottaviani, steht der fortschrittlichen französischen Fraktion gegenüber.


Zuletzt bearbeitet von ... am 11.04.2005, 14:30, insgesamt 2-mal bearbeitet


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 11.04.2005, 14:15       Nach oben   


KOMMENTAR der FR vom 08.04.05
Was Neues aus Rom
VON MARKUS BRAUCK
Als Pius IX. im Jahr 1878 starb, war die Kirche vom längsten Pontifikat in ihrer Geschichte vollends erschöpft. 32 Jahre hatte der charismatische Mann regiert, der durch seine charmante und humorvolle Art auch Kirchenkritiker faszinierte. In dieser Zeit war die katholische Kirche immer mehr zu einer belagerten Festung geworden, hatte sich der Papst gegen einen oft anti-klerikalen Liberalismus nur noch als trotziger Reaktionär zu behaupten gewusst. Die Macht des Papstes wurde betoniert wie nie zuvor, seine Unfehlbarkeit definiert, sein Jurisdiktionsprimat festgeschrieben. In dem Konklave, das seinen Nachfolger wählen sollte, saß kein Kardinal, den Pius IX. nicht selbst ernannt hatte. Was lag also näher, als dass der neue Papst ganz so sein würde wie der alte?

Es kam anders. Statt eines charismatischen Jungen wählten die Kardinäle einen alten Gelehrten. Der nannte sich Leo XIII., war relativ undogmatisch und legte ein völlig anderes Engagement an den Tag. Er wandte sich der Realität der Industriegesellschaft zu und schrieb die erste Sozial-Enzyklika. Der Wechsel kam unerwartet, doch im Nachhinein erscheint er geradezu als zwangsläufig.

Auch nach dem zweitlängsten Pontifikat der Kirchengeschichte wird es keine einfache Fortsetzung geben. Nach dem Ausnahmepontifikat des Karol Wojtyla würde es wohl als anmaßend empfunden, wenn einer meinte, er könnte lückenlos dort weiter machen, wo Johannes Paul II. aufgehört hat. Außerdem täte das der Kirche gar nicht gut.

Die beeindruckenden Bilder der Millionen Trauerpilger und die weltweite Hochachtung für den charismatischen Papst aus Polen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Weltkirche in einer tiefen Krise steckt. Der Jubel der Menschen, die Gier der Medien, sie galten immer mehr einer faszinierenden Persönlichkeit als der Lehre der Kirche. Sehen wollten den Papst immer mehr Menschen. Zuhören mochten ihm immer weniger. Seine letzten Lehrschreiben erregten nicht einmal mehr Widerspruch, wurden vielmehr mit Achselzucken hingenommen: Aus Rom nichts Neues. Und am Ende überlagerte der leidende Papst jedes andere Bild von der katholischen Kirche.

Johannes Paul II. war ein Papst des Widerspruchs, und damit hat er sehr glaubwürdig einen Teil der christlichen Botschaft verkörpert. Eine Religion, die die Welt für erlösungsbedürftig hält, kann nicht zu allem Ja und Amen sagen. Sie muss der Natur stets ihren Glauben an das Übernatürliche entgegenhalten. Muss allen Träumen von der Machbarkeit skeptisch begegnen, weil es für sie das Paradies auf Erden nicht geben kann. Für die Kirche gründet das Glück des Menschen nicht im Menschen allein. Das ist der eine Teil der Lehre.

Doch die christliche Botschaft ist zugleich eine des Zuspruchs, eine, die die Ängste der Menschen ernst nimmt und versucht, schon in dieser Welt Leiden zu lindern. Und genau das ist es, was ein neuer Papst in Erinnerung rufen muss. In seinem aufschlussreichen Buch "Heiden und Christen in einem Zeitalter der Angst" hat der verstorbene Oxforder Gräcist Eric R. Dodds etwas Erstaunliches festgestellt. Heiden und Christen litten in der Spätantike, als der Siegeszug des Christentums an Fahrt gewann, unter den gleichen Ängsten. Die Welt geriet aus den Fugen, auf nichts war mehr Verlass, am wenigsten auf die Tradition. Dass die Christen sich in diesem antiken Kampf der Kulturen durchsetzen konnten, lag in erster Linie daran, dass sie als einzige eine Religion der Hoffnung predigten und das auch praktisch unter Beweis stellten. Das war keine Kleinigkeit. Der römische Kaiser Julian, selbst ein abtrünniger Christ, schimpfte entnervt: "Diese gottlosen Galiläer ernähren nicht nur ihre eigenen Armen, sondern auch andere, während wir unsere eigenen vernachlässigen."

Die Armen, um die sich die Kirche heute kümmern muss, das sind vor allem diejenigen, die unter Johannes Paul II. durch das Raster einer aufs Ideal fixierten Moraltheologie fielen. Schwangere Frauen, die keinen Ausweg finden. Arme, die ohne Geburtenkontrolle weiter in Armut verharren. Millionen in Afrika, die an Aids erkrankt oder von der Krankheit bedroht sind.

Johannes Paul II., da ist ihm kein Vorwurf zu machen, hat sich immer auf der Seite der Armen der Welt gesehen. Er hat die mangelnde Bereitschaft der Reichen, ihnen zu helfen, beständig kritisiert. Ein neuer Papst muss dort weitermachen, allerdings bedingungslos nicht nur im Widerspruch gegen die Reichen, sondern auch bedingungslos in der Überprüfung eigener Überzeugungen.

KOMMENTAR der FR vom 04.04.2005
Abschied vom Unbeugsamen
VON MARKUS BRAUCK

Als Papst Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen im Amt starb, war die Katholische Kirche erschüttert. In den wenigen Tagen seines Pontifikats hatte er die Herzen vieler Menschen erreicht, hatte in vielen die Hoffnung auf einen "vatikanischen Frühling" geweckt. Auf einen menschlichen, nahbaren Papst. Auf eine menschliche, nahbare Kirche. Sein Tod war ein Schock. Niemand hatte darüber nachgedacht, was nach ihm kommen sollte. Heute ist die Situation der Katholischen Kirche ganz anders. Die Welt hat den Tod des schwerkranken Johannes Paul II. erwartet. Bischöfe, Kardinäle, Journalisten, einfache Gläubige und Ungläubige sprachen schon offen über die Zeit nach dem "Jahrhundert-Pontifikat", als sich der Papst selbst noch mit brüchiger Stimme und schwachem Herzen an seinem Amt abmühte. Nun ist die katholische Welt in Trauer. Eine bedeutende Ära ist zu Ende.

Das macht es für den Nachfolger nicht leicht. Johannes Paul I. blieb als "der lächelnde Papst" in Erinnerung. Inhaltliche Akzente konnte er in seiner kurzen Amtszeit nicht setzen. Johannes Paul II. erarbeitete sich in mehr als einem Vierteljahrhundert den Ruf des Unbeugsamen. Unbeirrt gegenüber den Mächtigen, gegenüber schwerer Krankheit. Bis in den Tod ein Mann unerschütterlicher Überzeugungen. Doch so geradlinig sein Pontifikat im Nachhinein aussehen mag. Dass Karol Wojtyla zum Papst gewählt wurde, war 1978 eine Überraschung.

Heute ist eine solche Überraschung schwer vorstellbar. Johannes Paul II. hat das Amt derart mit seiner eigenen Person verknüpft, mit seinem Bild und - in der Krankheit - sogar mit seinem Körper, dass es jeder Nachfolger erst mal von dieser Prägung befreien muss, bevor er es selbst Akzente setzt. Nichts würde man einem Nachfolger mehr verübeln, als den Versuch, Profil dadurch gewinnen zu wollen, dass er sich von seinem Vorgänger absetzt. Da die Katholische Kirche solche Dinge wie Wahrheit und Gottes Willen als etwas unabänderlich Gleiches, etwas ewig Gültiges begreift, kann und wird ein Papst niemals in einen offenen Widerspruch zu irgendeinem seiner Vorgänger treten können.

Diese konservative Struktur bedeutet nicht automatisch Starre. Im Gegenteil. Sie sorgt auch dafür, dass einmal erreichter Fortschritt nur schwer zurückgedreht werden kann. Was Johannes XXIII., Paul VI. und das Zweite Vatikanische Konzil an Öffnung der Kirche zur Gesellschaft hin in Gang brachten, hat auch heute noch Bestand. Genauso wird das, was Johannes Paul II. an Versöhnung unter den Weltreligionen auf den Weg gebracht hat, nicht einfach rückgängig gemacht werden können. Kein Papst wird sich dem Gespräch mit den anderen Religionen mehr entziehen können. Kein Papst wird zurücknehmen können, was Johannes Paul II. zum Jahr 2000 als Schuldbekenntnis formulieren ließ. Das ist, gerade angesichts der Bedeutung religiöser Konflikte in der Weltpolitik, kein geringes Vermächtnis des Papstes.

Allerdings wird nach dem Tod von Johannes Paul II. auch bald deutlich werden, wo Versäumnisse liegen. Es gibt viele Punkte, an denen die Katholische Kirche weiter war. Das betrifft vor allem die Haltung der Kirche zu der sie umgebenden Kultur. Johannes Paul II. hat mit seiner rigorosen Einteilung der Welt in eine Kultur des Lebens und eine Kultur des Todes der moralischen Arroganz Vorschub geleistet und Pessimismus gepredigt. Ein neuer Papst könnte zum Optimismus zurückfinden, der Johannes XXIII. ausgezeichnet hat. Der Papst, der das Zweite Vatikanische Konzil einberief und die Kirche erst gesprächsfähig machte mit der Moderne, hat mal gesagt: "Ich gehöre zu einer Kirche, die lebendig und jung ist und ihr Werk ohne Angst in die Zukunft hinein fortführt." Das ist ein Ton, der unter Karol Wojtyla verloren gegangen ist und wiedergefunden werden muss.

Karol Wojtyla hat sein Papstamt wie ein Fels gelebt. Das entsprang auch seinem Verständnis von der Kirche als Bollwerk gegen die Versuchungen des Bösen und die Verführungen des Relativismus. Er hat - bis zu der Frage, ob er zurücktreten soll - immer daran festgehalten, das der Wille Gottes zweifelsfrei zu erkennen und bedingungslos umzusetzen ist. Biografisch war das eindrucksvoll. Theologisch bleibt es problematisch. Mehr und mehr war das Pontifikat von Johannes Paul II. ein Monolog. Für den Nachfolger wird es darauf ankommen, wieder ins Gespräch zu kommen.

Die Medien wollen nur wissen: Wer wird neuer Papst? Was will er? Entscheidend ist aber eine andere Frage, die unter Johannes Paul II. in den Hintergrund rückte: Was will die Kirche weltweit, was wollen die eine Milliarde Katholiken, ihre Bischöfe und Kardinäle? Die welthistorische Größe von Johannes Paul II. wird der neue Papst nicht haben können. Aber er könnte versuchen, die Katholiken untereinander wieder ins Gespräch bringt, und die Katholische Kirche mit der Welt. Vielleicht bringt der Nachfolger auf, was Karol Wojtyla nicht hatte: den Mut zu einem Dritten Vatikanischen Konzil. Das wäre eine Überraschung.

KOMMENTAR der FR vom 04.04.2005
Stille Trauer
VON ANDREAS HARTMANN
Wer trauert, ist einsam. Vielleicht sind deshalb am Samstagabend nach dem Tod Johannes Pauls II. zahlreiche Menschen spontan in den Frankfurter Dom gekommen. Auffallend war die große Zahl junger Leute, chic zum Ausgehen gekleidet, Nachtschwärmer. Viele wuchsen mit diesem Papst auf, haben ihn, der 26 Jahre die katholische Christenheit regierte, vielleicht auch persönlich erlebt, ihm bei seinen Besuchen in Mainz und Fulda zugejubelt. Sie haben ihn, den Medienliebling, als fröhlichen Reisenden gesehen und als Mahner, als vitalen und als todkranken Mann. Sie haben sein Altwerden und sein Sterben verfolgt wie das eines engen Verwandten.

Es war sehr still am Samstagabend in dem großen, alten, feierlichen Dom, der immer noch eines der prägenden Bauwerke Frankfurts ist. In den Regierungsjahren Johannes Pauls II. ist immer häufiger und immer überzeugter davon geredet worden, dass Religion im Alltag keine Rolle mehr spiele - kaum zu glauben angesichts der vielen, die am Samstagabend lieber still des verstorbenen Kirchenoberhaupts gedachten, als laut durch die Kneipen zu ziehen. Ihre Trauer hat sie vereint mit vielen anderen Christen, im Dom und in der ganzen Welt.


BRIEFE von Lesern der FR
Zu: Tod von Papst Johannes Paul II. und Wirtschaft global - Hunger egal vom 4. April)
Geschmacklos
Das Leiden des Papstes mit den Leiden Jesu zu vergleichen, ist geschmacklos. Jesus wurde brutal ermordet, nachdem er gefoltert, verhöhnt und verlacht worden war. Der Papst zelebrierte seine Schwäche, wurde von den besten Ärzten und von polnischen Schwestern umsorgt und gepflegt. Er konnte nicht loslassen, hielt sich für unersetzlich. Er konnte in Ruhe und Frieden seinem Tod entgegen gehen.
Rosemarie Krockenberger, Nürtingen

Zuviel des Guten
Der Papst war Pazifist. Ihn aber als Antikapitalisten zu bezeichnen ist zu viel der guten Nachrede.
Ina Grothe, Berlin

Widersprüchlich
Täglich sterben 80 000 Menschen an Hunger (ohne besondere Katastrophen), jährlich 30 Millionen. Das wird in unseren Medien im Jahr vielleicht ein- bis zweimal erwähnt, bestenfalls eine Stunde lang.Verglichen mit dem Medienereignis "Papst Johannes Paul II stirbt" ist der millionenfache Hungertod der Welt "egal". Im Sinne von Johannes Paul II. kann das nicht sein. Mich faszinierte an diesem Papst sein Engagement gegen die Kriege in Afghanistan, Kosovo und Irak und gegen den derzeitigen hemmungslosen Kapitalismus, positiv ausgedrückt: für ein friedliches Zusammenleben und für eine soziale Welt. Von allen Religionsführern wünsche ich mir im gleichen Stil einen derartig intensiven, öffentlichen Einsatz für das Wohl, das "Heil" der Menschen und eine entsprechend breite Unterstützung durch die Medien.

Doch der tote Papst ist den Medien viel wichtiger als der lebende. Seine Person "auszubeuten" bringt ihnen mehr als seine Botschaften zu verbreiten. Gab es je im Nachkriegsdeutschland einen größeren und fragwürdigeren Personenkult als in diesen Tagen um den Papst?

Das liegt an mehreren Widersprüchlichkeiten:
1. an der Überheblichkeit dieses Papstes, seine Bischöfe mit 75 zum Rücktritt zwingen zu können, selbst aber als schwerstkranker Mensch nicht an Rücktritt zu denken. (Was wäre passiert, wenn der Papst für zwei Jahre ins Koma gefallen wäre?)
2. An den Bischöfen, die jetzt unaufhörlich seine Verdienste aufzählen, aber vielfach seine Kriegsverurteilungen weder teilten noch unterstützten. 3. An den schwärmerischen Menschen, die mit Kirche immer weniger am Hut haben, aber den dafür hauptverantwortlichen jetzt in den Himmel heben.
4. An den Medien, die sich weder mit den progressiven noch mit den regressiven, rückschrittlichen Ideen dieses Papstes lange auseinander setzen, aber jetzt gar kein Ende mit ihm finden.
5. An den Politikern, die den toten Papst allesamt loben, während sie sich beim lebenden weder mit seiner rigorosen Sexualmoral noch mit seiner totalen Kriegsablehnung noch mit seinem Antikapitalismus ernsthaft auseinander gesetzt haben.
6. An den Jugendlichen, die sich für ihn begeistern, aber sich auch nicht ernsthaft mit seinen Anschauungen auseinander setzen.
7. Am Papst selbst, der nichts dagegen unternahm, seine Krankheit und sein Sterben zu einer Medienshow werden zu lassen, obwohl das kaum im Sinne dessen sein kann, den er vertrat.

Karlheinz Fritz, Frankfurt . M.


Helfen statt pilgern
Anlässlich der Millionen Menschen, die den verstorbenen Papst in Rom besuchen, kommt mir eine Vision: Wie wäre es, wenn die Kirche in aller Welt die Bitte verbreitet hätte: "Kommt nicht nach Rom! Verwendet das Geld und die Zeit dieser Reise vielmehr dazu, einen einsamen, alten, kranken oder sterbenden Menschen in eurer Nähe zu besuchen!" Es wäre sicher im Sinne des Jesus von Nazareth gewesen, der sagte: "Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan." Es hätte die Botschaft dieses Jesus von Nazareth noch deutlicher in alle Welt getragen, dass bei Gott "die Letzten die Ersten" sind.

Heinz-Manfred Schulz, Frankfurt a. M.



Gläubige können Papst-Grab ab übermorgen besuchen
Rom (dpa) - Das Grab von Papst Johannes Paul II. in den Grotten unter dem Petersdom ist ab übermorgen für Gläubige zugänglich. Das sagte Vatikansprecher Joaquín Navarro-Valls nach einer Sitzung der...
(Quelle: dpa vom 11.04.2005)

PAPST-BEGRÄBNIS
Khatami will Katsav nicht die Hand gegeben haben
Tel Aviv · 10. April · gem · Berichte über einen Handschlag zwischen dem israelischen und dem iranischen Präsidenten während der Trauerfeier für Papst Johannes Paul II. sind in Iran zurückgewiesen...
(Quelle: FR vom 11.04.2005)

Chronologie: Wichtige Daten im Pontifikat von Johannes Paul II.
16. Okt. 1978: Wahl Karol Wojtylas zum ersten nichtitalienischen Papst seit 1522 25. Jan. 1979: Erste von 104 Auslandsreisen: Dominikanische Republik, Mexiko und Bahamas 4. März 1979: Veröffentlichung...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

Santo subito
Noch während der Trauerfeier für Johannes Paul II. fordern Gläubige die Heiligsprechung des verstorbenen Papstes
Über dem Petersplatz liegt die Trauer. "Unsere Herzen", sagt Joseph Ratzinger in seiner Predigt, "sind von Traurigkeit erfüllt." Zugleich aber, das setzt der deutsche Kardinal während der Trauerfeier...
(Quelle: FR vom 09.04.2005)

WORT AM SAMSTAG
Abschied vom Papst
Das letzte Fernsehbild vom todkranken Papst am Mittwoch nach Ostern am Fenster im dritten Stock des Apostolischen Palastes im Vatikan in Rom war kläglich. Sprechversuche des Papstes scheiterten, denn...
Forderungen an den neuen Papst
Rom/Brüssel/Berlin (dpa) - Zehn Tage vor dem ersten Wahlgang für einen neuen Papst sind in der katholischen Kirche Forderungen nach einem deutlichen Kurswechsel lauter geworden. Gleichzeitig gingen am...
Polen trauert sich in Trance
Millionen katholischer Gläubiger nehmen bei Gedenkmessen Abschied von Papst Johannes Paul II.
Die Straßen Polens sind leer gefegt, die Innenstädte wie ausgestorben, als am Freitagvormittag die Trauermesse im fernen Rom beginnt: Die Polen erleben die Beerdigung des populärsten Landessohnes vor...

Letzte Ehre für den Papst
Millionen verfolgten das Requiem auf dem Petersplatz / "Giovanni Paolo"-Rufe während der Predigt / Beisetzung im Kreis weniger Kardinäle

Rom · 8. April · dpa/ap/rtr · Auf dem Petersplatz verfolgten hunderttausende Menschen die knapp dreistündige Totenmesse
Mehr als 100 Staatsgäste sowie 2500 Würdenträger aller Weltreligionen erhoben...(Quelle: FR vom 09.04.2005)

Katholiken gedenken rund um den Globus des Papstes
Rom/Krakau (dpa) - Rund um den Globus haben Katholiken am Freitag Abschied von Johannes Paul II. genommen. In unzähligen Kirchen und auf großen Plätzen wurde der knapp dreistündige Trauergottesdienst...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

Abschied von Johannes Paul II.: Kenias Bettler ehren Papst
Vielerorts Staatstrauer in Afrika
Nairobi · 8. April · cli · Auch 100 Millionen Katholiken in Afrika nahmen am Freitag Abschied vom Papst. In vielen Ländern hingen die Flaggen auf halbmast, in einigen - etwa Kongo-Brazzaville und...
(Quelle: FR vom 09.04.2005)

Die Welt trägt Johannes Paul II. zu Grabe
Rom (dpa) - Die Welt hat den Papst zu Grabe getragen: In einer aufwühlenden Zeremonie haben Politiker, gekrönte Häupter und Kirchenführer Johannes Paul II. am Freitag das Letzte Geleit gegeben. Immer...
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Analyse: Letztes Geleit für den Papst
Rom (dpa) - Letztes Geleit für Johannes Paul II.: Windböen fegen über den Petersplatz, die mächtigen Staatsgäste stehen in Reih und Glied, die Blicke der Welt richten sich auf einen schlichten...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

Keine Rücktrittsgedanken: Teile aus Testament unklar
Rom (dpa) - Das Testament von Johannes Paul II. hat kurz nach Bekanntwerden des Inhalts für Diskussionen gesorgt. Einen Tag nach der Veröffentlichung warnten Experten vor überzogenen Deutungen. Es sei...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

Mortadellabrötchen plus Morgengebet: Papstbeerdigung per Leinwand
Rom (dpa) - Kleine Tautropfen sitzen noch auf den Schlafsäcken, die Sonne kriecht langsam über den Palatin-Hügel am Circus Maximus. Ein Lautsprecher beginnt zu knistern, auf den Leinwänden in der...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

PRESSESTIMMEN
Warum sind die Kirchen leer? Die bürgerliche Mailänder Zeitung schreibt: Da kommt diese Frage auf: Warum belagern eine Million Menschen die Gegend um den Petersplatz, während die Kirchen in Italien...
(Quelle: FR vom 09.04.2005)

Grotten mit Papst-Grab öffnen erst später
Rom (dpa) - Die vatikanischen Grotten mit dem Grab von Papst Johannes Paul II. werden voraussichtlich doch nicht am kommenden Montag für Gläubige geöffnet. Wahrscheinlich würde die Krypta erst ein...
Historische Trauerfeier in Rom
Rom (dpa) - Die Welt hat den Papst zu Grabe getragen: In einer aufwühlenden Zeremonie gaben Politiker, gekrönte Häupter und Kirchenführer Johannes Paul II. das Letzte Geleit . Immer wieder spendeten...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

Kampfjets fangen über Rom verdächtiges Flugzeug ab
Rom (dpa) - Am Rande der Trauerfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II. haben italienische Militärjets am Freitag ein verdächtiges Flugzeug abgefangen. Dies berichtete die italienische...
(Quelle: dpa vom 09.04.2005)

Abschied von einem "großen Papst"
Dreihunderttausend Menschen drängen sich auf dem Petersplatz
Rom (dpa). Trauer, Beifall und "Santo"-Rufe beim Abschied für Papst Johannes Paul II.: Vor rund 200 Staatsgästen und 300.000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom würdigte der deutsche Kurienkardinal...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Die Wiedergeburt
Symbolik der Papstbestattung
"Der Papst ist tot, es lebe der Papst" - so könnte das Motto der Papst-Exequien lauten, was so viel heißen würde wie "der Papst ist tot, doch das Papsttum stirbt nie". Wir kennen diese Kombination von...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

LESERBRIEFE
Zu: Tod von Papst Johannes Paul II. und Wirtschaft global - Hunger egal vom 4. April) Geschmacklos Das Leiden des Papstes mit den Leiden Jesu zu vergleichen, ist geschmacklos. Jesus wurde brutal...
(Quelle: FR vom 08.04.2005) [/quote]
Millionen Polen erweisen "ihrem" Papst die letzte Ehre
Feiern in ganz Polen / Salutschüsse für den Nationalhelden
Krakau (rtr). In Polen haben am Freitag Millionen Gläubige Abschied von Papst Johannes Paul II. genommen und die Beisetzung ihres verehrten Landsmanns auf Großleinwänden verfolgt. Als die...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

KOMMENTAR: Was Neues aus Rom (siehe oben)
Als Pius IX. im Jahr 1878 starb, war die Kirche vom längsten Pontifikat in ihrer Geschichte vollends erschöpft. 32 Jahre hatte der charismatische Mann regiert, der durch seine charmante und humorvolle...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Johannes Paul dachte an Rücktritt
Vatikan veröffentlicht Testament des Papstes / Millionen Pilger in Rom
Rom · 7. April · ap/dpa/rtr · "Jetzt, wo mein Lebensalter auf die 80 zugeht", müsse er sich die Frage nach einem Rückzug stellen, schrieb Papst Johannes Paul am 17. März 2000. Er hoffe aber, Kraft zu...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Umfrage: Deutsche erwarten innerkirchliche Reformen von neuem Papst
Köln (dpa) - Die Mehrheit der Deutschen erwartet einer Umfrage zufolge vom neuen Papst verstärkt innerkirchliche Reformen, etwa mehr Gleichberechtigung der Frauen oder die Aufhebung des Eheverbots für...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

Ein Stück Heimat bleibt beim Papst: Erde und Schuhe aus PolenWarschau/Krakau (dpa) - Auch wenn er fern der Heimat begraben wird, bleibt ein Stückchen Polen für immer bei Papst Johannes Paul II. Ewa Filipiak, die Bürgermeisterin von Karol Wojtylas Geburtsort...

ANALYSE
Der Tod wurde nicht versteckt
Mit Händen war es zu greifen, das Missverhältnis, an jenem Freitag und Samstag, als die Welt zusah, wie der Papst starb. Drinnen im Apostolischen Palast lag ein Mann im Sterben, für den der Tod nicht...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

"Friedliche Invasion": Rom organisiert das Chaos
Rom (dpa) - "Der Auszug aus Ägypten", "Ein Meer von Gläubigen": Die Superlative für die über Rom hereingebrochene Pilgerinvasion finden in diesen Tagen kein Ende. Dennoch: Auch beim größten Strom...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

Schleichweg nach Rom: Jugendliche auf Begräbnisfahrt
Ulm/Rom (dpa) - Alle Wege führen nach Rom. Auch Schleichwege. "Wir fahren nicht die italienische Autobahn, da stehen die polnischen Busse rum", sagt Alexander. Er ist von der katholischen Bewegung...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

Papst nimmt Namen eines Kardinals mit ins Grab
Rom (dpa) - Papst Johannes Paul II. nimmt den Namen eines von ihm ernannten Kardinals mit ins Grab. Der Kirchenführer habe in seinem Testament nicht enthüllt, wer der Purpurträger ist, den er im Jahr...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

HINTERGRUND
"Unsagbar schwer"
Papst Johannes Paul II. hat sich in den letzten fünf Jahren seines Lebens mit Rücktrittsgedanken getragen. Im Jahr 2000 habe er ernsthaft erwogen, sein Amt niederzulegen, vertraute der Papst seinem am...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Pikante Sitzordnung bei der Totenmesse
Bush neben Chirac, Katsav vor Assad / Prince Charles begrüßt versehentlich Robert Mugabe
Rom/London (ap/dpa). Zur Beerdigung von Papst Johannes Paul II. sind am Freitag neben Millionen Pilgern auch zahllose Staats- und Regierungschefs nach Rom gekommen. Die Sitzordnung wurde vom Alphabet...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Kampfjets fangen über Rom verdächtiges Flugzeug ab
Keine Bombe an Bord / Lear-Jet holte serbisch-montenegrinische Delegation ab
Rom (rtr). Über dem Luftraum Roms ist am Freitag nur wenige Stunden nach der Trauerfeier für den Papst ein Kleinflugzeug nach einem Bombenhinweis abgefangen worden. Bei der Durchsuchung des Learjet...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Infografiken zum Papst
In Infografiken erklären wir, wie der Papst zur ewigen Ruhe gebettet wird, was man unter der Sedisvakanz versteht und wie ein neuer Papst gewählt wird.
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Herkunft des neuen Papstes für Deutsche unwichtig

Leipzig (dpa) - Die Herkunft des neuen Papstes ist den Deutschen relativ gleichgültig. Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von "MDR aktuell". Danach sei 39 Prozent der 1000 Befragten...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

Langer Beifall für den Papst - Friedliche Mailänder Fans
Mailand · 7. April · dpa · Der AC Mailand hat das Stadt-Derby in der Champions League gegen Inter mit 2:0 gewonnen, doch die Mailänder Fans standen so eng zusammen wie noch nie. Als Zeichen ihrer...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Abschied vom Papst
Am Freitag, den 8. April 2005 nehmen mehr als 300.000 Menschen Abschied von Papst Johannes Paul II. Unter ihnen waren mehr als 200 gekrönte Häupter und Politiker aus vielen Staaten der Erde.
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Pilger strömen zum Papst
Die Beisetzung des Kirchenführers entwickelt sich zum Massenphänomen: Millionen Pilger machen sich auf den Weg nach Rom, um dem Papst die letzte Ehre zu erweisen.
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Weltgipfel vor Millionen
Die Trauerfeier für Johannes Paul II. ist für Polizei und Behörden eine einzigartige Herausforderung
"Es gibt kein alarmierendes Signal. Ich bin ganz gelassen", behauptet Roms Präfekt Achille Serra. Was soll er auch sonst angesichts der größten denkbaren Herausforderung für die Sicherheit sagen?...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Historische Beisetzung in Rom
Rom
(dpa) - Rom bereitet sich auf die größte Trauerfeier der Geschichte vor: Mit der Schließung des Petersdoms, in dem der Leichnam von Papst Johannes Paul II. seit vergangenem Montag aufgebahrt war,...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

Aufgespiesst: "Auch der nächste Papst ist wieder katholisch - so viel steht fest."
Die evangelische Agentur epd über die Hoffnung vieler Protestanten auf einen progressiven Papst.
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Rom bereitet sich auf historische Trauerfeier vor
Rom (dpa) - Rom bereitet sich auf die größte Trauerfeier der Geschichte vor: Mit der Schließung des Petersdoms, in dem der Leichnam von Papst Johannes Paul II. seit vergangenem Montag aufgebahrt war,...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

DOKUMENTATION: Der Letzte Wille von Johannes Paul II.Auszüge aus dem Testament des Papstes
Rom/Krakau (dpa). Auszüge aus dem Testament von Johannes Paul II. in einer dpa-Übersetzung: "Im Namen der Heiligsten Dreieinigkeit. Amen. Seid wachsam, denn Ihr wisst nicht, wann der Herr Euch ruft -...

Trauerfeier für den Papst
Ein starker Windzug ging durch die Reihen der Kardinäle, als Johannes Paul II. zu Grabe getragen wurde.
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

Ärzte behandeln Hunderte von Pilgern
Rom (dpa) - Ärzte und Sanitätshelfer sind auf dem Petersplatz in Rom im Dauereinsatz, um die Gläubigen medizinisch zu versorgen. Allein das achtköpfige Team des deutschen Malteser-Hilfsdienstes (MHD)...
(Quelle: dpa vom 08.04.2005)

HINTERGRUND : Liste der Trauergäste
Ägypten: Kulturminister Farouk Hosni; Arabische Liga: Generalsekretär Amr Moussa; Belgien: König Albert II. und Königin Paola; Bosnien-Herzegowina: Borislav Paravac, Vorsitzender des Staatspräsidiums;...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

IN KÜRZE Zensur · Mehrere chinesische Internetportale haben Seiten mit Würdigungen und Trauerbekundungen für Papst Johannes Paul II. abgeschaltet. Der Pressedienst asianews zitierte jetzt chinesische...
(Quelle: FR vom 08.04.2005)

Papst entschied sich im Jahr 2000 gegen einen Rücktritt
Testament veröffentlicht / Johannes Paul hinterlässt keine materiellen Güter
Rom (ap/dpa). Papst Johannes Paul II. hat sich in den letzten fünf Jahren seines Lebens mit Rücktrittsgedanken getragen. Im Jahr 2000 habe er ernsthaft erwogen, sein Amt niederzulegen, vertraute der...
(Quelle: FR vom 07.04.2005)

Nach Rom
Millionen Menschen wollen im Petersdom noch einmal den Mann sehen, der ihnen Halt gab - Johannes Paul II.
Die Pietät kennt Grenzen, der Enthusiasmus nicht. Viele, die an dem aufgebahrten Leichnam Papa Wojtylas im Petersdom vorbeidefilieren, reißen plötzlich einen Arm hoch. Sie richten ihr Foto-Handy aus,...
(Quelle: FR vom 07.04.2005)

Letzte Worte, letzte Zweifel
Der Papst auf dem Sterbebett: Was ist wahr, was ist Legende?
Legenden gehören zu den Päpsten wie ihr Bischofsstab, ihre Mitra und ihr weißes Gewand. Auch bei Papst Johannes Paul II. ist das nicht anders. Vier Tage nach seinem Tod mehren sich in Rom die...


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