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 POLITIK: Bundestagswahl 2005      Verfasst am: 03.10.2005, 00:28       Nach oben   


Weiterleitung zum Forumsthema Bundestagswahl 2005

Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Copy from www.Bundeswahlleiter.de Datum: 19.09.2005 16:03:45
Pressemitteilung vom 19. September 2005 ( vorläufiges amtliches Ergebnis der Bundestagswahl 2005 ) :
Das vorläufige Wahlergebnis ......für 298 der 299 Wahlkreise ( ...nachdem im Wahlkreis 160 / Dresden I ....am 02. 10.05 eine Nachwahl.....)
....bei einer Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent (2002: 79,1 Prozent) :

Zweitstimmen :
**:
34,3 Prozent (2002: 38,5 Prozent) – SPD
27,8 Prozent (2002: 29,5 Prozent) – CDU
* :
09,8 Prozent (2002: 07,4 Prozent) – FDP
08,7 Prozent (2002: 04,0 Prozent) – Die Linke
08,1 Prozent (2002: 08,6 Prozent) – GRÜNE
07,4 Prozent (2002: 09,0 Prozent) – CSU
:
03,9 Prozent (2002: 03,0 Prozent) – Sonstige


Der 16. Deutsche Bundestag wird....aus 598 Abgeordneten zuzüglich 15 Überhangmandaten, also aus insgesamt 613 Abgeordneten (2002: 603 Abgeordnete) bestehen.
***:
222 Sitze (2002: 251) – SPD
179 Sitze (2002: 190) – CDU
**:
061 Sitze (2002: 047) – FDP
054 Sitze (2002: 002) – Die Linke
051 Sitze (2002: 055) – GRÜNE
046 Sitze (2002: 058) – CSU

entnommen aus
Johann Hahlen (Präsident des Statistischen Bundesamtes)
Komplett nachzulesen
unter
http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/bundestagswahl2005/presse/pd360211.html


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: B+A Datum: 19.09.2005 16:11:40
Smile
Na ( ...dann ist doch alles klar )
Schröder bleibt Kanzler ( ....und der ganze nahezu gleichstarke "bunte Haufen" muss sich endlich einmal zusammenraufen )


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Kermit Datum: 19.09.2005 16:41:11
Hei B+A: Wie bleibt Schröder Kanzler ?
Ich höre nur wer mit wem nicht und überhaupt gefällt uns das Ergebnis nicht und die Wirtschaft ist unglücklich und da wählen wir doch einfach nochmal.
Dazu 2 Fragen: a) geht das so einfach ? und b) sollen wir so lange wählen bis ein Ergebnis rauskommt das einer oder noch besser zweien der Parteien so richtig gut gefällt ?


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: B+A Datum: 19.09.2005 17:03:26
Die Abgeordneten sollten zur Kenntnis nehmen, dass in diversen Umfragen G.Schröder vom Volk als Kanzler favorisiert wird ( ....und endlich ihrem Gewissen folgen, anstatt sich ihren Fraktionen und diversen Lobbies verpflichtet zu fühlen )

Wenn die das jetzt nicht hinbekommen, geselle auch ich mich zu den Politikfrustrierten ( ...was auch immer das im konkreten Leben bedeuten mag )


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Pietro Datum: 19.09.2005 17:13:22
Daß die Mehrhgeit der Bundesbürger Schröder zum Kanzler will, ist nun wirklich nicht zu erkennen; die Prozente, die vor dem rot/grünen Desaster gerettet haben, sind wohl eher der Tatsache zu verdanken, daß man Frau Merkel eben auch nicht will (Zuwächse bei FDP).
Leider hat die CDU bei den beiden letzten Wahlen Spitzenkandidaten präsentiert, die für viele nicht wählbar waren. Wären für die CDU/CSU z.B. Herr Wulf oder Herr Merz angetreten, hätte sich Herr Schröder diesen völlig unmöglichen Auftritt in der TV-Elefantenrunde wohl kaum erlauben können.
Peinlich, peinlich, wenn sich ein (gewesener?) Kanzler der Bundesrepublik Deutschland von einem Moderator zu Anstand ermahnen lassen muß.
Da muß man schon nicht mehr Herr seiner Sinne sein, wenn man dem Gegner die Regierungsfähigkeit abspricht. Das von Herrn Schröder immer wieder gern vergessene Detail der Arbeitslosenzahlen mag da ein Gradmesser sein. Daß Frau Merkel die Arbeitslosenzahl nicht senken kann, ist unbewiesen. Daß Schröder es nicht kann hingegen schon.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Pietro Datum: 19.09.2005 19:10:02
Ich empfehle, zu diesem Thema auch die Kommentare auf der 1. Seite der FAZ zu lesen


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Bruno Datum: 20.09.2005 09:05:14
"Peinlich, peinlich, wenn sich ein (gewesener?) Kanzler der Bundesrepublik Deutschland von einem Moderator zu Anstand ermahnen lassen muß."
Zu dem Zeitpunkt war es auf jeden Fall noch der Bundeskanzler. Du hast Recht, dass Frau Merkel die Arbeitslosenzahlen nicht drücken kann, ist nicht bewiesen. Allerdings hat auch die CDU lange genug unter Beweis stellen können, dass sie Probleme lieber aussitzt als sie durch einen Reformkurs zu beseitigen versucht. Schröder hat es wenigstens versucht und ziemlich vieles angepackt. Die Früchte dieser ersten Reformen werden jetzt wohl die nächsten regierungsbildenen Parteien ernten, sofern sie konsequent am eingeschlagenen Kurs weiterarbeiten.
Ich denke, in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren, wird sich einiges nicht nur in der Parteienlandschaft verändern. Man darf gespannt sein und hoffen, dass es sich zum positiven hin verändert.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Friedrich Datum: 20.09.2005 09:09:27
Pietro: Was bitte befähigt denn Herrn Wulff mehr zu diesem Amt ? Ich kann mir kein Urteil über ihn bilden, denn er tritt bundespolitisch nicht in Erscheinung. Er fällt weder positiv noch negativ auf und das ist für mich kein Grund ihn für befähigter zu halten als Frau Merkel.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Jamaika-Koalition Datum: 20.09.2005 11:16:14
Hallo,
ob schwarz/gelb die Arbeitslosenzahlen dauerhaft senken kann ist ebenso unbewiesen. Ich bin der Meinung das Spitzenkandidaten egal welcher Partei nicht solche Versprechen machen sollten. Natürlich freuen sich die Unternehmen über weniger Belastung, aber ob das dauerhaft mehr Arbeitsplätze schaft? Ich fürchte nicht, denn die freuen sich nur über mehr Geld in der Kasse erledigen die Arbeit aber weiterhin mit gleicher Belegschaftsstärke - Ging doch bisher auch ohne neue Mitarbeiter.
Was die Einschnitte in den Kündigungsschutz betrift bin ich sogar sehr kritisch. Ein "hire and fire" System ähnlich wie in anderen Ländern verschiebt den Zyklus der hohen Arbeitslosenzahlen nur. Mehr dauerhafte und sichere Arbeitsstellen wird es dadurch nicht geben.
Wie kann den ein Arbeitsplatz sicherer werden indem man den Kündigungsschutz lockert? Darüber sollten die Wähler mal nachdenken. Ich kann die hohen Zahlen für gelb nicht verstehen.

Eine Erhöhung der Mehrwertssteuer haben wohl die meisten Parteien irgendwo in der Schublade liegen. EInes muß man schwarz lassen: Die haben sich wenigstens getraut das im Wahlkampf zu erwähnen. Bei den anderen Parteien kommt das erst nach der Wahl zur Sprache.

Mehr Sicherheit durch biometrische Ausweise, Kamaraüberwachung und DNS Datenbank ist völliger Humbug und die Nachwirkung vom 11.09. Leider haben die Terroristen genau das geschaft was sie wollten: Die gesamte westliche Welt dauerhaft verunsichern. In dieser Beziehung ist mir ein Herr Beckstein aber auch ein Herr Schily ein Dorn im Auge.

Deswegen stellte sich für mich bei dieser Wahl nicht die Frage rot/schwarz/gelb/grün zu wählen oder gar die Kommunisten äh ne sorry die Linkspartei. Es war schwer aber ich habe einen Kompromiss für mich gefunden.

Das Ergebnis war klar denn ein Großteil der Wähler ist und war genau so verunsichert wie ich.

Also lassen wir das Farbenspiel, große Koalition gut. Würgen wir uns eben weiterhin mit Kompromissen herum und hoffen auf mehr Klarheit bei der nächsten Wahl.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: BuergerO Datum: 20.09.2005 12:19:07
Das Ergebnis ist wirklich klar. Die Parteien, die für tiefgreifende Reformen eintreten, haben im Volk keine Mehrheit. Das muss akzeptiert werden.

Die, die meinen mit wenig Veränderungen und vielen neuen Schulden kann man es schaffen haben mehr Stimmen. Also sollen SPD, Grüne und die SED/PDS eine gemeinsame Regierung bilden und Herrn Schröder wählen. Es wäre nicht die erste Regierung in Europa, an der Kommunisten beteiligt sind.

Meine beiden Stimmen für die CDU habe ich jedenfalls nicht gegeben, um Herrn Schröders Vertrag zu verlängern. Wäre es nach mir gegangen, wäre er fristlos entlassen worden.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Pietro Datum: 20.09.2005 13:11:41
@Bruno
Nach meiner Ansicht muß die Leistung eines jeden daran gemessen werden, was er geleistet, nicht was er versucht oder angefangen hat. Wirklich meßbares gibt es da nur wenig. Aus meiner Sicht hat lediglich die Haltung im Irak-Krieg uneingeschränkten Applaus verdient.


Betreff : Farbe bekennen: Ich bin (für) blau (...aus rot, schwarz und grün ) Autor: B+A Datum: 20.09.2005 13:11:43
Mir ist das ganze noch nicht bunt genug ( ...weshalb ich mich über eine neue "Partei der Mitte" sehr freuen würde )

"Blau" wäre eine schöne, noch nicht vergebene, Farbe ( ...und würde vielleicht auch den letzten Auftritt des Kanzlers ansatzweise erklären )
Diese "blaue" Partei könnte die vielen netten Leute aus der CDU mitnehmen ( ...die wenigen verbleibenden Reaktionäre, Grinser und Lobbyisten mögen gerne schwarz bleiben )
Ebenso die vielen netten Leute aus der SPD ( ...dann wären auch die "Genossen" endlich wieder unter sich )
Dann noch die rhetorisch begabten "Realos" der Grünen und der Linken ( ....und übrig bliebe eine vielfarbige Opposition aus "Rest"schwarz, "Rest"rotrot, "Rest"grün und gelb - welche Farbe hat eigentlich die CSU ? )

Ich bin überzeugt, ein nach allen Seiten offenes "blau" hätte gute Chancen auf eine Kanzlermehrheit im Bundestag ( ...und eine "schwedische" Koalition "blau-gelb" wäre notfalls auch denkbar )

Im übrigen halte ich das überdimensionierte PresseGeschimpfe auf den !einmaligen! Ausrutscher des Kanzlers für überflüssig ( ...hatte er doch schliesslich -mal abgesehen von den Gelben- am meisten Grund zum Feiern )


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: B+A Datum: 21.09.2005 13:22:31
@Buerger-O: >>>>Das Ergebnis ist wirklich klar. Die Parteien, die für tiefgreifende Reformen eintreten, haben im Volk keine Mehrheit. Das muss akzeptiert werden.<<<<

Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen tiefgreifende Reformen hin zu mehr Flexibilität, Produktivität und geringeren Lohn(neben)kosten ( ...aber im Gegenzug müsste ich auch absolut sicher sein können, dass sich keine besserverdienenden Dritten an meiner eigenen Einschränkung bereichern )

Solange es also kein "blau" gibt, wähle ich entgegen bisheriger Traditionen gegebenenfalls auch ein zweites Mal lieber rot, da ich zu schwarz in diesem Punkt kein allzu grosses Vertrauen habe ( ... von personellen Antipathien und aussenpolitischen Differenzen mal ganz abgesehen )



Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Enttäuschte Datum: 21.09.2005 19:32:10
@BuergerO
"Das Ergebnis ist wirklich klar. Die Parteien, die für tiefgreifende Reformen eintreten, haben im Volk keine Mehrheit. Das muss akzeptiert werden."

Mir fällt es schwer, das zu akzeptieren. Offenbar will die Mehrheit getäuscht werden, Schröder ist doch ein schwarz-gelber mit rotem Lack. Das Stimmvieh, von Souverän kann ich nicht mehr sprechen, will lieber einen schönen, charmanten Schauspieler als eine Frau, die den Mut hat, Fakten zu benennen, die ihr Ego für weniger wichtig hält als die Zukunft dieses Landes.

Die o.g. Idee einer neuen Partei gefällt mir sehr gut. In der Tat ließen sich Teile vieler Parteien dort vereinen. Wo soll ich mich zum Beispiel einordnen: Gegen Abtreibung, aber für Homoehe. Gegen Ehegattensplitting (fördert nämlich auch kinderlose Doppelverdiener-Ehe - die brauchen es nun wirklich nicht). Für Veränderung der Arbeitnehmerrechte auf ein vernünftiges Maß. Gegen viel Staat, für mehr Freiheit. Gegen Klientelpolitik. Für die flat tax, für ein einfaches Steuersystem, für Abschaffung der Schlupflöcher, für Elitenförderung. Dafür, daß in jedem öffentlichen Auftreten von Beckenbauer und Schumi darauf hingewiesen wird, daß sie nicht in Deutschland Steuern zahlen. Für Studiengebühren. Denn wer schon keinen Kindergartenplatz oder andere Frühförderung bekommt, weil die Eltern es sich nicht leisten können, erreicht Abitur und Studium sowieso nicht. Grundschullehrer erleben sozial schwache Erstklässler, die noch nie einen Stift oder eine Schere in der Hand hielten. Ich sage: Wer es auf die Uni schafft, ist sowieso schon privilegiert und sollte auch in der Lage sein, eine Finanzierung zu bekommen, ob per Stipendium oder Bildungskredit.

Schaue ich mir die Wahlergebnisse auf Kreis- oder Landesebene an, entsteht in mir der Wunsch nach einer Teilung der Republik. Mancherorts scheint ein größeres Verständnis dafür vorhanden zu sein, daß wir nach vorne müssen und nicht zurück oder stehenbleiben. Mit Teilung meine ich NICHT Ost/West, eher Nord/Süd.

Diejenigen, die Arbeit haben, ächzen oft unter dem Druck. Die Arbeit könnte auf mehrere Schultern verteilt werden, aber bei den hohen Lohnnebenkosten und dem Arbeitsrecht wundert es nicht, daß aus wenigen so viel wie möglich herausgepreßt wird. Wäre ich Unternehmer, würde ich auch ungern jemanden einstellen, den ich nicht loswerde, wenn die Geschäfte schlecht gehen oder der mich vor das Arbeitsgericht zerrt. Wieso zahlt eigentlich mein Arbeitgeber die Hälfte meiner (z.B.) Krankenversicherung? Prima, danke, aber macht das wirklich Sinn?

Ich selber habe nach dem Studium auf dem direkten Weg keine Anstellung gefunden, selbst wenn ich 100% auf das Profil paßte. Nach fünf Wochen und vielen Absagen unterschrieb ich bei einer Zeitarbeitsfirma und bin nun absolut qualifikationsgemäß eingesetzt bei einer großen Bank. Auf meine Frage, warum ich den Job nicht selbst gefunden habe, hieß es: Die dürfen doch niemanden einstellen. Die haben doch Tausende entlassen.

Fazit: Die Arbeit ist da, aber man will die Möglichkeit zu hire and fire haben. Aus unternehmerischer Sicht völlig verständlich.

Die derzeitige Situation, die Arbeitsplatzbesitzer (!) "schützt", ist unsozial:

1. Sie macht krank. Wer einen Job hat, schafft sich oft halbtot. Psychologen bestätigen einen deutlichen Anstieg von Patienten, die überlastet sind. Die "Guten" schenken ihren Unternehmen Überstunden und Urlaub, haben wenig Privatleben. Wie lange soll das gut gehen? Verheizen von Qualifizierten ist unternehmerischer Unsinn. Es geht Wissen und Können verloren, das das neue Personal nicht völlig ersetzt.

2. Es ist ungerecht, daß "Underperformer", also unterdurchschnittliche Leistung erbringende Arbeitnehmer, unkündbar sind, während motivierte, qualifizierte, leistungsbereite Menschen keine Arbeit finden.

In meinem Bekanntenkreis gibt es mehrere Arbeitslose, z.B. Akademiker, die ihren Traumjob nicht kriegen. Leider muß ich feststellen, daß das Engagement dürftig ist, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, manche wollen lieber staatlich alimentiert nichts tun, als etwas vermeintlich Unangemessenes.

Dieses Land, dieser alte Dampfer, braucht dringend Reformen, in so vielen Bereichen. Das Grundgesetz ist kein unantastbares Heiligtum. Es wurde verfaßt für eine junge Demokratie eines Landes, dem nach Nationalsozialismus und Weltkrieg nicht zu trauen war.

Warum hat das deutsche Volk nicht verstanden, daß am 18.9. die große Chance bestand, die ewige Blockade zwischen Bundestag und Bundesrat temporär zu überwinden?

Weil die Bildung schon so unterirdisch ist? Weil hängende Mundwinkel ausschlaggebend sind? Weil die Mehrheit der Wahrheit nicht ins Gesicht blicken will?

Ich bin enttäuscht. Ich will in diesem Land bleiben, aber ich fühle mich in diesem Volk zunehmend unwohl. Ich denke nun verstärkt daran auszuwandern .


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Autofahrer Datum: 21.09.2005 22:40:26
Hätte Deutschland so gewählt wie der Hochtaunuskreis, dann gäbe es keine Probleme und wir wären wieder wer.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Susann Datum: 22.09.2005 08:22:51
@Autofahrer: Gott sei Dank wählte aber nicht das ganze Land wie der Hochtaunuskreis. Es geht inzwischen anscheinend einigen Bürgern auf dass ein rabenschwarzes Land auch nicht das Gelbe vom Ei ist, man muss sich ja nur die "Erfolge" in den Ländern anschauen.
@Enttäuschte: So klar fand ich die Aussagen von Frau Merkel nicht und ihr Zaubermittel, Wachstum, hätte auch nicht geklappt. Die Firmen werfen wieder in großem Stil Mitarbeiter raus, das wurde schon vor der Wahl angekündigt und hat nichts mit den jetzigen Verhältnissen zu tun. Und auch bei noch weiter gelockertem Kündigungsschutz hätten keiner neue Leute eingestellt. Es geht doch auch so. Die Arbeit haben werden ausgequetscht wie Zitronen, die anderen bekommen auch bei mehr Wachstum keine Stelle.
In diesem Land wurde versäumt die Weichen für die Zukunft zu stellen, und zwar schon vor ca. 20-30 Jahren. Die Zukunft heißt Bildung, andere Länder wissen es schon lange. Während in diesem Land immer noch auf Produktion und Wachstum gesetzt wird und gerade mal 35 % der jungen Leute studieren sind es in anderen Ländern (Skandinavien, England, USA) 60-über 70 %. Es wird am wertvollsten Gut eines Landes gespart, an der Kindern. In den Kindergärten drängeln sich 30 Kinder in einer Gruppe, in Schulen sitzen in Grundschulklassen 35 Kinder, in Gymnasien ebenso. Selbst der engagierteste Lehrer kann da nicht fördern. Wundert es da jemanden dass 20 % der jungen Leute als nicht vermittelbar für eine Lehre gelten ? Die dann ohne Ausbildung keinen Job finden.
So lange wir uns in der Bundesrepublik 16 Bundesländer leisten, die in ihrem föderalen System alle auf ihrer Politik beharren, wird es nicht vorangehen.
Ich weiß, Lehrer, Kindergärtner, Professoren, Schulen, Lehrbücher kosten Geld. Viel Geld. Und man sollte sich vielleicht mal anschauen wie dies in anderen Ländern geregelt ist, in denen Eltern in die Ausbildung ihrer Kinder investieren und nicht in den Bausparvertrag.
P.S. Die FAZ fand gestern den Schuldigen des Wahl-Dilemmas: Horst Köhler und seine falsche Entscheidung.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Bruno Datum: 22.09.2005 10:32:12
Liebe Enttäuschte, um ihr Frage zu beantworten, Sie sollten sich bei der FDP einordnen.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: kein Name Datum: 22.09.2005 10:57:31
@Enttäuschte:
Was nutzt den "Elitenförderung" wenn die breite Masse der "Normalbegabten" komplett den Bach runter gehen? Die sogenannte "Elite" ist ein sehr kleiner Kreis und es währe sinnvoller Reformen im normalen Schulsystem durchzusetzen, damit man endlich wieder Auszubildende einstellen kann, die wenigstens die 4 Grundrechenarten beherrschen und deutsch können.

Ich bin in meinem Betrieb für Azubis zuständig und weis was der durchschnittliche Realschüler kann wenn er bei uns anfängt. Früher konnten wir mit gutem Gewissen Hauptschüler ausbilden, heute haben Realschüler nicht mehr das nötige Grundwissen.
Es ist traurig was ich täglich erleben muss. Quadratmeterzahlen ausrechnen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit für manchen Schulabgänger.
Die Praktikumsberichte sind der Horror. Rechtschreibung, Ausdruck und Form sind auf einem Stand von Grundschülern.
Solche Leute können wir nicht übernehmen weil sie nicht die Leistung bringen die wir fordern. Solche Mitarbeiter kosten viel Geld und produzieren mehr Arbeit als sie eine Hilfe währen. Das ist die Misere vor der wir stehen.


Betreff : gelb-schwarz m. rotem Lack u. grünem Mäntelchen Autor: B+A Datum: 22.09.2005 11:47:01
Liebe Enttäuschte
ZITAT: >>>>Die o.g. Idee einer neuen Partei gefällt mir sehr gut<<<< ./. >>>>aber ich fühle mich in diesem Volk zunehmend unwohl<<<<,
wenn ihr so eine neue Partei wirklich gut fändet, dürftet ihr nicht einseitig die eine Seite loben und die andere Seite beschimpfen ( ....denn beide Seiten sind gleichermassen wichtig )

ZITAT: >>>>Schröder ist doch ein schwarz-gelber mit rotem Lack<<<<
Ein "gelbschwarzer Kanzler mit rotem Lack und grünem Mäntelchen" ist doch genau das, was Berlin im Moment aus der Patsche helfen würde ( ....auch wenn es einige karrieregeile Damen und Herren zur Stunde noch immer nicht begriffen haben )

@kein Name
Stimme zu, dass eine gut ausgebildete "breite Masse" Vorrang vor einer kleinen Elite haben sollte ( ...damit man sich wenigstens wieder mit jedem "normal" unterhalten kann, ohne gleich angepöpelt zu werden )
@Susann
Stimme Dir zu ( da ich 17 Verwaltungen für grosse Geldverschwendung halte )
Bei der flexibleren Gestaltung des Kündigungsschutzes stehe ich dann aber schon wieder im anderen Lager ( ...da ich auch niemanden einstellen möchte, den ich hinterher bei Unverträglichkeit so schnell nicht wieder loswerden kann )
@Autofahrer Bruno,
macht ihr es euch nicht etwas zu einfach ?


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Raimund Datum: 22.09.2005 16:40:49
B+A: Du bekommst doch heute schon fast jeden Arbeitnehmer mit den geltenden Gestzen wieder los wenn Du ihn nicht behalten möchtest. Da braucht man doch nicht noch mehr abzuschaffen.
17 Verwaltungen kosten a) viel zu viel Geld und b) kommt kaum ein Gesetz ohne diese Länder durch den Bundestag. Und jedes Land hat seinen eigenen Kultusminister und seine eigene Schulpolitik. Die Arbeitnehmer sollen flexibel sein, aber haben sie Familie wird ihnen ein Wechsel von x nach y verdammt schwer gemacht.
Und wir brauchen in diesem Land nicht nur eine kleine geistige Elite, wir brauchen Bildung für alle.
So lange ein Land wie z.B. Bayern auch noch stolz auf die niedrige Zahl seiner Abiturienten ist geht was ganz fürchterlich schief.
Die Tochter eines Arbeitskollegen wurde dieses Jahr eingeschult, sie sitzt mit 30 anderen Kindern in einer Klasse, in der Parallelklasse sind 30 Kinder. Wenn eines wegzieht sind es zu wenige Kinder für 2 Klassen und sie werden zusammengelegt. Wie soll man denn 60 Kinder unterrichten, ihnen etwas beibringen ? So ist die Schule doch nur eine Verwahranstalt, da braucht man sich über Pisa doch nicht zu wundern.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: B+A Datum: 22.09.2005 20:04:26
Für viele scheint Bildung eben lediglich ein weiteres Mittel zur Produktivitätssteigerung zu sein ( ...ohne zu bedenken, dass Bildung vor allem auch zur Steigerung der eigenen und allgemeinen Lebensqualität beiträgt )

PS:
Wie wäre es mit grosser Koalition ? ( ...und anschliessender Volksabstimmung, wer welches Amt begleiten soll )


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Thimo Datum: 23.09.2005 07:33:23
Volksabstimmungen fände ich gut, aber wir dürfen ja nicht. Unsere Politiker haben anscheinend Angst vor den Ergebnissen.
In den paar Bundesländern, in denen das Volk abstimmen darf, hebelt man doch gerade diese Regelung wieder aus.
Dabei geht es doch auch anders, s. Beispiel Schweiz.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Verfassungsfreund Datum: 23.09.2005 07:35:39
Mann, schau doch einmal ins Grundgesetz bevor Du ständig das Forum mit Deinen illusorischen, unausgegorenen Vorschlägen zumüllst. Alles was jetzt bei der Regierungsbildung passiert - wer auf wessen Vorschlag den Kanzler wählt, wer Minister ernennt usw. steht alles im Grundgesetz. Und für Oberursel ist das alles in der Hessischen Gemeindeordnung geregelt. Du brauchst die Gesetze nicht mal zu kaufen, beides gibt es online!!!


Betreff : Stimmvieh 2005 Autor: B+A Datum: 23.09.2005 11:56:39
Gesunder Menschenverstand contra Verfassungstreue ? ( ...wenn alle "Verfassungsfreunde" so unfreundlich sind, geht das so aus wie die letzte Wahl - oder schlimmer )



Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Teresa Datum: 23.09.2005 13:09:05
Ja, steht alles im Grundgesetz, in der Hessischen Gemeindeordnung u.a.
Aber man wird sich als Bürger doch mal Gedanken machen dürfen was wäre wenn oder ob man etwas nicht ändern könnte.
Das ist kein Gesülze und kein Aufstand gegen das Vaterland, es sind schlicht Überlegungen. Die man sich ungestraft anstallen kann, denn noch sind die Gedanken und die Meinungsäußerung frei, dank unserer Demokratie.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Fred Binsenschneider Datum: 23.09.2005 13:40:55
Plebiszite sind sehr schlecht, weil die breite Masse einfach nicht den Durchblick bei schweren Themen hat und deshalb in ihrem Abstimmungsverhalten über sehr komplexe Sachverhalte leicht beeinflusst werden kann. Was bei Volksabstimmungen rauskommen kann, hat man ja am Beispiel der Abstimmung über die EU-Verfassung gesehen. Da wurde von kleinen Gruppierungen massivst Propaganda mit Unwahrheiten und rassistisch ausländerfeindlichen Argumenten gemacht. Dem Bürger wurde Angst und Bange, wenn er in Frankreich gehört hat, wie schlimm doch die EU-Verfassung in alle Bereiche des täglichen Lebens eingreift und welche durchweg negativen Konsequenzen ein Ja zur EU-Verfassung hat. Hätte man den Bürgern in Frankreich und den anderen der EU-Verfassungsreform negativ gegenüberstehenden Ländern mal neutral und völlig unideologisch erklärt, worum es in dieser Neuregelung geht, die ja als wichtigestes Element ein vereinfachtes Abstimmungsverhalten und eine bessere Mitbestimmung der kleinen EU-Mitgliedsstaaten vorgesehen hätte, dann wären die Abstimmungen garantiert anders ausgegangen.
Man sollte nicht nur aus diesem Grund die Abstimmung über solch wichtige und komplexe Themen lieber Politikern überlassen, denen man durch ihr Mandat die zur Einarbeitung nötige Zeit und die nötigen Mitarbeiter mit entsprechendem Fachwissen mitgibt.


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Pietro Datum: 23.09.2005 16:07:54
Man möge mich für verrückt halten, aber irgendwie habe ich das Gefühl, uns erwartet eine große Koalition, beidseitig mit neuen Köpfen, d.h. ohne Herrn Schröder und Frau Merkel.
Ich glaube, daß eine starke Regierung am ehesten in der Lage ist anstehende Probleme nicht nur anzupacken, sondern auch kurz- bis mittelfristig zu lösen.


Betreff : Sandkasten 2005 Autor: Zwillingsbrüder Datum: 26.09.2005 17:39:22
Zwillingsbruder 1 : Ich bin Chef aller Kinder
Zwillingsbruder 2 : Nein ich - meine Clique hat 11 Kinder, Deine nur 10
Zwillingsbruder 1 : Ich habe aber insgesamt mehr Freunde hier am Spielplatz
Zwillingsbruder 2 : Ich mache nur mit, wenn Du mich als Chef akzeptierst. Die anderen Kinder interessieren mich nicht.
weiteres Kind : Wenn ihr euch nicht einigen könnt, lasst uns doch einfach einen neuen Chef finden, der von allen Kindern akzeptiert wird.
Zwillingsbruder 1 : Ich tue alles, damit wir hier weiter gemeinsam spielen können.
Zwillingsbruder 2 : Ich bestehe darauf, dass die grössere Clique den Chef stellt - und der bin ich !
anderes Kind: Deine Clique besteht aus 11 Kindern. Insgesamt gibt es hier aber 25 Kinder
drittes Kind: Warum machen wir es nicht wie in der Schule bei der Wahl zum Klassensprecher ? Es gibt Vorschläge und wir stimmen einfach ab....


Betreff : ff: Sandkasten 2005 Autor: Kindergärtnerin Datum: 27.09.2005 14:03:32
Kindergärtnerin : Ihr müsst euch aber schon einigen. Einen zweiten Spielplatz haben wir nicht. Und teilen können wir den vorhandenen auch nicht.
anderes Kind : Brauchen wir denn überhaupt einen Chef ?
Kindergärtnerin : Es würde ohne Chef sehr schnell grosses Chaos herrschen.
anderes Kind : Hmmm
Zwillingsbruder 1 : Ich beteilige mich nur, wenn die anderen akzeptieren, dass ich Chef bin. Schliesslich ist meine Clique die grösste.
Kind : Aber die anderen Kinder mögen Dich nicht.
nächstes Kind : Paah grösste. Ihr seid 11 und wir sind 10. Ist ja ein Riesen Unterschied.
Kindergärtnerin : Gibt es denn kein Kind, das von allen 25 Kindern gemocht oder wenigstens akzeptiert wird ?
Kind : Nein, hier nicht. Vielleicht könnte man unter den Kindern draussen in der Stadt so jemanden finden ?
Kindergärtnerin : Und was ist mit den 4 Kindern, die zu keiner der beiden Cliquen gehören ?
Alle 21 Cliquenmitglieder im Chor : Die sind doof. Mit denen spielen wir nicht.
Kindergärtnerin : Was heisst hier doof ? Habt ihr die denn überhaupt schon mal gefragt, was die wollen ?
anderes Kind : Die sind doof. Aber die mögen den Zwillingsbruder 2 bestimmt mehr als den Zwillingsbruder 1. Aber die zählen nicht.
Kindergärtnerin : So geht das aber nicht. Ihr müsst schon versuchen, auch mit diesen 4 Kindern auszukommen.
irgendein Kind : Die wollen doch auch nichts von uns wissen.
eins der 4 Kinder : Das stimmt nicht. Ihr müsst uns aber auch ernstnehmen, wenn ihr uns dabeihaben möchtet.
Kindergärtnerin : Ihr seid ganz schön schwierig !
Wenn die Kinder aus der Stadt, die nur ab und zu auf den Spielplatz kommen, mitbestimmen könnten - wen würden die denn als Chef haben wollen ?
Zwillingsbruder 2 : Na mich ! Meinen Zwillingsbruder mögen doch nur die Kinder aus seiner eigenen Clique. Selbst einige der Kinder, die normalerweise immer zu dessen Clique halten, mögen eher mich als Chef.
Noch ein Kind : Das stimmt. Zwillingsbruder 1geht voll in seiner Clique auf und wird von den anderen eher nicht akzeptiert.
Zwillingsbruder 2 hält auch mal zu den anderen und steht eher zwischen den Fronten.
Kindergärtnerin : Und was sollen wir jetzt tun ?


Betreff : Asterix und der Kampf ums Autor: Kanzleramt Datum: 28.09.2005 19:31:49
Ein 44seitiges Comic zum Thema findet ihr unter
http://cache3.webmirror.net/download/1/1/doc/Asterix_und_Kanzleramt.pdf


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Andreas T. Datum: 29.09.2005 19:06:16
Ich kann den Asterix Comic auch nur empfehlen. Ist ziemlich gut gemacht!


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: B+A Datum: 30.09.2005 08:27:53
Gibt es den Comic im Kiosk zu kaufen ?
Dann müsste ich nicht den Farblaser quälen mit dem 44seitigen Abenteuer von Schrödix (Majestix), Münteferix (Miraculix), Grünix (Troubadix), Merktnix, Fischkopf Guidefix, Dabbelju, Läuftfortwienix, Bavarix ( ...und natürlich Asterix und Obelix )

@Kindergärtnerin
Du hast Zwillingsbruder 1 und 2 gegeneinander vertauscht ( ...ansonsten fällt mir spontan auch niemand ein, der es allen rechtmachen könnte )


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Andreas T. Datum: 29.09.2005 19:06:16
Ich kann den Asterix Comic auch nur empfehlen. Ist ziemlich gut gemacht!


Betreff : Bundestagswahl 2005 Autor: Copy from Bundeswahlle ... Datum: 03.10.2005 01:28:39
Pressemitteilung vom 02.Oktober 2005 ( vorläufiges amtliches Ergebnis des Wahlkreises 160 - Dresden I - Sachsen zur Bundestagswahl 2005 ) :
....bei einer Wahlbeteiligung von 72,3 Prozent (2002: 76,0 Prozent) :

Zweitstimmen :
**:
27,9 Prozent (2002: 32,8 Prozent) – SPD = -4,9%
24,4 Prozent (2002: 30,5 Prozent) – CDU = -6,1%
* :
19,7 Prozent (2002: 17,7 Prozent) – Die Linke = -2,0%
16,6 Prozent (2002: 07,0 Prozent) – FDP = +9,6%
07,1 Prozent (2002: 07,9 Prozent) – GRÜNE = -0,8%
04,3 Prozent (2002: 04,1 Prozent) – Sonstige = +0,20%

entnommen aus : http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/bundestagswahl2005/ergebnisse/wahlkreisergebnisse/l14/wk160/wk_tabelle_160.html



Sitzverteilung im Parlament:
>
226 Sitze (2002: 248) - CDU+CSU
>
***:
222 Sitze (2002: 251) – SPD
180 Sitze (2002: 190) – CDU = +1
**:
061 Sitze (2002: 047) – FDP
054 Sitze (2002: 002) – Die Linke
051 Sitze (2002: 055) – GRÜNE
046 Sitze (2002: 058) – CSU

entnommen aus :
http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/bundestagswahl2005/ergebnisse/bundesergebnisse/grafik_sitze_99.html


222 Sitze (2002: 251) – Schrödix + Münteferix
180 Sitze (2002: 190) – Merktnix = +1
**:
061 Sitze (2002: 047) – Guidefix
054 Sitze (2002: 002) – Hautabwienix
051 Sitze (2002: 055) – Grünix
046 Sitze (2002: 058) – Bawarix

entlehnt an :
http://cache3.webmirror.net/download/1/1/doc/Asterix_und_Kanzleramt.pdf


Zuletzt bearbeitet von ... am 03.10.2005, 00:28, insgesamt 5-mal bearbeitet


 Bundestagswahl 2005      Verfasst am: 28.09.2005, 00:00       Nach oben   


Links:
Asterix ( ...und der Kampf ums Kanzleramt )


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 19.09.2005, 00:00       Nach oben   


Bericht gefunden in www.GMX.de/Themen:
Der Kanzler im Siegesrausch
So skurril war die Elefantenrunde noch nie. Ein vor Selbstbewusstsein strotzender Kanzler, der seine Niederlage nicht eingesteht, ein Außenminister, der sich deutlich von ihm absetzt und der Union Avancen macht sowie eine kleinlaute Kandidatin der Opposition.

Von Rüdiger Ditz


Bundeskanzler Schröder in der "Elefantenrunde".
© dpa
Berlin - Die Teilnehmer der Berliner Runde in ARD und ZDF staunten nicht schlecht. Noch nie hat sich ein Kanzler nach einer verlorenen Wahl derart präsentiert: aggressiv, vorwurfsvoll, unversöhnlich. Kaum hatte Moderator Nikolaus Brender dem "Herrn Bundeskanzler" das Wort erteilt, ging die Gerd-Show los. Was folgte, war eine dreiviertel Stunden zur Schau gestelltes Selbsbewusstsein, Attacken gegen Journalisten und Opposition, Siegesgewissheit.

Der Tisch, an dem Schröder Platz genommen hatte, war genauso breit wie die Tische der anderen Spitzenkandidaten. Trotzdem wirkte der Kanzler, als würde er kaum dahinter passen: Ja, er sei noch Bundeskanzler, "auch wenn Ihnen das nicht passt", fuhr er den ZDF-Chefredakteur an. Der wies die Unterstellung empört zurück.

Ob Schröder wirklich meine, er könne angesichts der Prozentverluste den Wahlsieg beanspruchen? "Natürlich kann ich das!", polterte der. Die anderen Teilnehmer gaben sich irritiert, zu diesem Zeitpunkt lag die Union nach Hochrechnungen noch mindestens einen Prozentpunkt vor der SPD. Weder für Schwarz-Gelb noch für Rot-Grün zeichnete sich eine absolute Mehrheit ab.

So manches Bündnis dürfte spätestens nach dieser Runde nur noch schwer vorstellbar sein. Große Koalition? "Nur unter meiner Führung", schleuderte der Kanzler seinen Kontrahenten Angela Merkel und Edmund Stoiber entgegen. Dann also eine Ampelregierung unter Beteiligung der FDP?

"Nicht mit uns", so Parteichef Guido Westerwelle und fragte dann den Kanzler offen, "was Sie vor der Sendung gemacht haben". Die FDP gehe lieber in die Opposition, als mit Schröder zu paktieren.

Den Kanzler stoppte das nicht. Er unterbrach die Moderatoren, die anderen Redner und versteifte sich auf seine Position: Ohne ihn gehe nichts mehr in Deutschland. Auf die Frage, ob er sich eine Große Koalition unter seiner Führung vorstellen könne, antwortete Schröder: "Was denn anders?"

CDU-Spitzenkandidatin Merkel, die für sich den Wahlsieg beanspruchte, rief er zu: "Sie wird keine Koalition mit meiner Partei zustande kriegen. Machen Sie sich da nichts vor." In der Kandidatenfrage hätten die Deutschen eindeutig votiert. Dass in der Bundestagswahl ein Parlament und nicht der Kanzler gewählt wird, unterschlug Schröder.

Verhalten versuchte die sichtlich enttäuschte Unionskandidatin gegenzuhalten: "Rot-Grün ist abgewählt", sagte sie, das sei beim Kanzler wohl noch nicht ganz angekommen. Und weiter: "Ich werde meinen Weg finden, mit den Sozialdemokraten zu sprechen." CSU-Chef Edmund Stoiber mokierte sich sichtlich wütend über die "Arroganz" Schröders, der den Wählerwillen nicht akzeptiere. "Wir haben alle die Aufgabe, eine stabile Regierung zu bilden." Gegen die Union könne das nicht gelingen.

Erst als Joschka Fischer das Wort ergriff, wurde der Blick des Kanzlers erstmals unsicher: "Besser ist es, sich Gedanken zu machen, was die Wählerinnen und Wähler uns da mitgegeben haben", sagte Schröders Vize-Kanzler und setze sich deutlich von seinem früheren Partner ab. "Da haben wir jetzt eine Große Koalition als eine Koalition, die immer geht. Oder aber es bedarf eines entsprechenden Nachdenkens und das werden wir heute Abend gemeinsam jetzt nicht mehr schaffen." Sichtlich unwohl setzte er hinzu: "Ich bin froh, wenn die Runde zu Ende geht." ARD-Chefredakteur Hartmut von der Tann erwiderte unerbittlich: "Sie müssen noch zehn Minuten aushalten."

Die nutzte der Kanzler noch mal zur Attacke. Erneut warf er ZDF-Chefredakteur Brender vor, dass er gegen seine Kanzlerschaft sei. Der konterte: "Diese Form der Unterstellung gehört sich nicht in einer Debatte in den öffentlich-rechtlichen Sendern. Ich nenne Sie jetzt nur noch 'Herr Schröder'."


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