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 taunusEnergie.de hat jetzt GAS !      Verfasst am: 26.02.2008, 22:58       Nach oben   


Betreff : taunusEnergie.de hat jetzt GAS ! Autor: B+A Datum: 18.02.2008 10:57:20
Seit 23.01.2008 vermarktet taunusEnergie.de auch preiswertes GAS.

Man kann jetzt ganz einfach über www.taunusenergie.de wechseln,
oder sich unter Tel. 06171/2069 500 telefonisch beraten lassen.

Thomas Weber
taunusEnergie.de GbR

In der Steingasse 31
61440 Oberursel

Tel.06171-20 69 501
Fax 06171-20 69 505


 Nochmal Gaspreise      Verfasst am: 26.02.2008, 22:53       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Nochmal Gaspreise

Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: tibie Datum: 24.02.2007 23:55:30
da der letzte Thread zum Thema Gaspreise etwas unübersichtlich geworden ist und heute dazu nochmal ein Artikel in der TZ war, ein neuer Thread. Der neue Tarif - auch der Midi - ist für mich ab 01.04.2007 teurer als der bisher auch schon überteuerte Tarif. Der Aufsichtsratsvorsitzende der TaunaGas, der ja zugleich auch Bürgermeister dieses schönen Städtchen ist, hat sich konkret zum Sinn und zweck der Errichtung der TaunaGas nicht geäußert, ausser der üblichen Variante, dass es kostengünstiger werden soll (man beachte die Steigerung seit Umstieg vom Mainova). Und nun musste ich lesen, dass ja schließlich die Gewinne der TaunuaGas allen Bürgern zu Gute kommen, weil damit der öffentliche Nahverkehr und Parkplätze finanziert werden...?????? Kaufe ich Gas oder ein Parkticket? Ich hoffe inständig, dass der Markt bald echtem Wettbewerb ausgesetzt ist. Ich möchte nicht mehr Briefe öffnen, in dem mir Preissenkungen versprochen werden, und ich an der Seriösität eigentlich nicht zweifeln dürfte, weil es ein Unternehmen der öffentlichen Hand ist. Ich möchte wieder Vertrauen in die Politik!


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 25.02.2007 18:01:32
Da man die Gaspreise zum 1.1.2007 schlauerweise erhöhte kann man das, was man jetzt macht, Preissenkung nennen. Rechnet man das Ganze mit der schon ungerechtfertigten Preiserhöhung am 1.10.06 zusammen machen alle bei dieser tollen Aktion Minus.
Da lobe ich mir die Mainova, die ein Versorgungsunternehmen ist, dass seine Preise einigermaßen ehrlich kalkuliert und nicht unter dem Deckmäntelchen gestiegener Ölpreise, drohemder Hurrikans u.a. den Frankfurter Haushalt saniert. Wie die Oberurseler Bürger es mit TaunaGas tun.
Ich finde es unakzeptabel mit Preisen für Gas oder Strom oder Wasser, die jeder Mensch braucht, Parktickets oder Schwimmbäder zu bezahlen.
Und wenn das so weitergeht wechsele ich zur EON-Tochter, dann bezahle ich wenigstens nicht z.B. den Hessentag mit meinen Gebühren.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 25.02.2007 18:41:06
Nach dem Beitrag von Ch. Müllerleile hatte ich eigentlich ein gewisses Verständnis für die Zurückhaltung unserer Politiker wegen eines "schwebenden Verfahrens".

Beim jetzigen Stand der Dinge allerdings nicht mehr. Das gilt ganz besonders für unseren Bürgermeister, dessen anfängliche Elan doch sehr im Sande zu verlaufen scheint.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Alpha12 Datum: 26.02.2007 00:20:32
Ich denke das die Gründung der TaunaGas vor allem dazu dienen sollte, mit den erwarteten Gewinnen andere Aufgaben - wie den Stadtbusverkehr - zu subventionieren. Dagegen wäre im Prinzip nichts einzuwenden, wenn die Gaspreise nicht höher wären als bei Mainova oder in den Nachbarstädten Aber das sie sind eben nicht, sie sind viel höher. Für uns Gaskunden wäre die Beibehaltung der alten Lieferfirma, nämlich Mainova, weitaus günstiger gewesen.
In den Lieferverträgen mit Mainova waren auch die Modalitäten der Preisanpassungen geregelt. Preisanpassungen sollten zum 1.4. und zum 1.10. erfolgen und zwar auf der Grundlage der Erdölpreise in den Monaten zuvor. Dieser Passus fehlt in den neuen Verträgen völlig. TaunaGas kann jetzt also die Preise anheben wann und wie sie es für richtig halten, denn ihre Kalkulationsgrundlagen müssen sie ja nicht offen legen. Da können wir nur noch auf die anstehenden Gerichtsentscheidungen warten, die hoffentlich die Gasversorger eben zur Offenlegung ihrer Preiskalkulationen zwingen und vor allem darauf, dass es endlich mehr Wettbewerb auf diesem Gebiet gibt. Aber das kann dauern, denn wer gibt schon gern seine Monopolstellung auf.
Im Moment hat man eher den Eindruck, die Preise werden nach "Kassenlage" festgelegt. Mainova hat ihre Preise seit Okt. 2005 nicht erhöht, trotzdem stiegen hier die Preise zum 1.4. wegen höherer Bezugskosten. Und zum 1.8. folgte die nächste Erhöhung mit der Begründung evtl. eintretender Hurrikane in den USA. Und wer erinnert sich noch daran, dass vor einiger Zeit die Preise um etwa 13% angehoben werden sollten, dann aber nach der negativen Presse, sogar im Fernsehen, diese "nur" um 9% erhöht wurden. Eine merkwürdige und undurchschaubare Preispolitik ist dies schon. Hoffentlich ist das bald vorbei.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Linus Datum: 26.02.2007 07:37:54
Ich las den Artikel in der TZ und finde die Aussage von Bürgermeister Brum reichlich zynisch. Gas- oder Wasserpreise sind nicht dazu da um den klammen Haushalt zu entlasten, Parkplätze und den ÖNV zu bezahlen.
Ich werde die Preisentwicklung bei z.B. E WIE EINFACH gut im Auge behalten und ggf. wechseln.
Und ich bin mal gespannt auf die Entscheidung des Gerichts, ob man dann weiter Preisgestaltung nach Gutsherrenart betreiben kann wie in Oberursel jetzt üblich.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Orscheler Datum: 26.02.2007 10:21:37
Ach ....dachte immer ich bezahle das GAS und was damit zusammenhängt ... heißt des jetzt, ich zahl sozusagen ne 'Parkpauschale' mit und muss kein Ticket mehr lösen? "JUHUUUUU"
...Es wird dem Bürger in die Tasche gegriffen - wo's nur geht. Und wieviel fließt in die Stadtkasse und wofür wirds denn TATSÄCHLICH verwendet? Wie hoch ist denn der Taunagas-Gewinn tatsächlich? ...
Wenn ich meine Heimatstadt auf diese Weise unterstützen soll - will ich auch genau wissen. WIEVIEL in die Stadt fließt und wofür es verwendet wird ... - aber so braucht sich Taunagas nicht zu wundern - wenn vielleicht plötzlich die Kundschaft abspringt ...zu Recht!
Die Aussage von Herrn Bruhm im Artikel ... - Er muss ja irgendwas sagen ;o) ...ist aber hier sehr zurückhaltend.

Und wir ... wir sind ehrlich gesagt (mich dazugenommen) e bissi zu faul, uns richtig dagegen zu wehren (nur ca. 2% die Einspruch gegen die Erhöhung eingereicht haben). - Da gips leider auch keine Ausreden.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Linus Datum: 26.02.2007 19:14:34
Ich bezahle als Einwohner dieser Stadt Steuern. Damit müssen Ausgaben wie Kindergärten, Öffentlicher Nahverkehr, subventionierte Parktickets (?), Schwimmbad u.v.m. bezahlt werden.
Und ich bezahle Gebühren für Strom, Wasser, Gas um eine warme Wohnung, sauberes Wasser u.a. zu haben.
Diese Erklärung, der Bürger bezahle mit seinen Gasgebühren für Parktickets und den ÖNV zeigt wie ungut dieses Durcheinander von Stadt und städtischen Betrieben ist. Durch das - wohlweislich - keiner durchblicken kann.
Es wird allerhöchste Zeit dass per Gerichtsbeschluß die TaunaGas zur Offenlegung ihrer Finanzen gezwungen wird.
Heizen eigentlich alle Oberurseler Politiker mit Holz oder überhaupt nicht, denn man hört nichts von ihnen. Wo sie doch sonst immer was zu sagen haben.
Ich bin mittlerweile so sauer auf die Verarsche der Taunagas dass ich jeden Anbieter, und sei er auch etwas teurer, als Kandidat in Erwägung ziehe. Um TaunaGas das Wasser abzugraben.




Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Orscheler Datum: 27.02.2007 09:37:10
...nicht zu vergessen ...All die - die NICHT mit Gas heizen, sind eindeutig im preislichen Vorteil und profitieren von den Geldern, die den Gasverbrauchern für die "Stadterhaltung" abgezwackt werden.
Allein von daher herrscht hier ein gewisse Ungerechtigkeit. - In Zeiten unserer Geldknappheit jedem, der Gas verbraucht (ob er nun will oder einfach MUSS), einfach was nebenbei noch abzuzwacken. So mancher is um JEDEN Euro froh, den er zum Leben hat.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: macallan Datum: 27.02.2007 10:28:50
Die Berichterstattung in den Medien (heute schreibt die FR) legt den Schluß nahe, die Oberurseler Kommunalpolitiker haben sich das faktische Gasversorgungsmonopol verschafft, um dem Bürger zusätzliche Belastungen für andere Dinge aufzuerlegen. Ich vermisse so etwas wie eine protestierende Opposition. Wie ist das Schweigen zu deuten? Haben denn wirklich alle Parteien bei dem Coup mit vollem Herzen mitgemacht? Das gibt es doch sonst eigentlich nur bei Beschlüssen zu Politiker - Diätenerhöhungen.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 27.02.2007 12:43:43
Es ist wie immer in der Politik. Wenn es um faule (Wahl-)Versprechen und Selbstdarstellung geht, ist das Gedränge groß. Gibt es Probleme, Fehler, Peinlichkeiten scheinen alle sonstigen Schreier plötzlich verschollen.
Es ist halt wie bei den Murmeltieren: Wenn der Gefahrenpfiff ertönt, verschwinden alle in ihren unterirdischen Höhlen und tauchen erst wieder auf, wenn die Gefahr vorrüber ist.
Das kollektive Schweigen ist ein deutliches Indiz dafür, daß hier alle zusammen eine Finanzquelle zu Lasten der Bürger erschlossen haben, ohne diese über die Sache selbst, sowie deren Sinn und Zweck zu unterrichten. Deshalb muß mit allen zu Gebote stehenden Mitteln erreicht werden, daß die Verwendung der sicherlich nicht unerheblichen Mittel offengelegt und geprüft wird. Daran sollte auch den Verantwortlichen gelegen sein, denn vertuschen oder aussitzen kann man das jetzt ohnehin nicht mehr.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 27.02.2007 15:23:17
Es sieht so aus als hätten mal alle Parteien an einem Strang gezogen und ihre Zustimmung zu den Erhöhungen gegeben.
Traurig. Da maule aber bitte niemand über Politikverdrossenheit.
Genauso erschütternd finde ich allerdings dass nur 2 % der Oberurseler sich aufraffen konnten und den vergleichbar ungefährlichen Weg des Widerspruchs wählten. So etwas lädt dann doch gerade zur Selbstbedienung ein.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 27.02.2007 18:37:17
Hallo Tim, vertuschen und aussitzen geht doch prima, bei TaunaGas und ähnlichen Unternehmen.
Warum meinst Du das ginge nicht ?
Und selbst wenn sie per Gerichtsbeschluß zur Offenlegung ihrer Zahlen verdonnert werden wird das so verklausuliert geschehen dass niemand durchblickt.
Wir haben mal Gasversorger verglichen und kamen zu dem Ergebnis: Städte und Gemeinden, die Gasversorger privatisierten sind fast durchweg teurer als andere Unternehmen - rühmliche Ausnahmen mal abgesehen -, da man mit diesen Erträgen prima den Haushalt sanieren kann ?
Zu Nicht-Äußerungen unserer Politikerschar: Herr Reckling z.B. ist mit Subway beschäftigt und die anderen haben erst mal Fasching gefeiert und jetzt andere Dinge im Kopf als sich mit maulenden Bürgern rumzuärgern.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: MTH Datum: 28.02.2007 14:13:05
Hallo Leute,
also ich als Wenigverbraucher (>4500 kWh/Jahr) gehöre ebenfalls zu den Bestraften des neuen Tarifs der Gaunagas (<- das ist kein Vertipper), da ich statt ~79 EUR ab 01.04 dann 160 EUR Grundpreis zahlen soll und trotz des "niedrigeren" Arbeistpreises etwa 18% mehr Kosten für Gas im Jahr "aufgebrummt" bekomme. Für mich bieten sich jetzt 3 Möglichkeiten darauf zu reagieren und die wollte ich euch aufzählen und zur Diskussion stellen, denn hier wird mir zu sehr gemeckert, ohne daß Alternativen angesprochen werden.

Nur schimpfen und trotzdem zahlen hat uns schließlich alle in diese Situation gebracht, oder?


Also zu (meinen) den Möglichkeiten:

1. Könnte ich zu einem anderen Anbieter wechseln, wie z.B. zu "E wie Einfach". Dort zahle ich dann zwar umgerechnet 0,09 Ct pro kWh mehr als im Gaunagas MIDI Vertrag (weil gleicher Grundpreis und 0,24Ct/kWh brutto weniger als BASIC Tarif), aber das Geld würde immerhin nicht an die Gaunagas gehen. "Mehr zahlen um denen eins auszuwischen? Das ist kindisch", werden jetzt viele sagen. Aber...
Stellt euch mal folgendes vor: 2.000 Oberurseler wechselten ebenfalls... das würde schon reichen, um der Gaunagas wehzutun und vielleicht für die Zukunft was bewirken!
Das gleiche gilt übrigens für Strom. Niemand wechselt zu einem anderen Anbieter, weil er dort nur ganz wenig sparen würde. "Das lohnt sich nicht", so die weitverbreitete Meinung...
Aber nur wenn man wechselt, wäre es möglich, den örtlichen Anbietern mal so richtig eins auszuwischen, denn die verlassen sich darauf, eine feste "Abonnetenzahl" zu haben, die sich aus der Einwohnerschaft einer Stadt oder Gemeinde ergibt.

2. Eine andere Möglichkeit, die sich mir als Wenigverbraucher (wie gesagt >4500 kWh/Jahr) bietet, ist es, den Gaunagas MINI Vertrag zu nutzen und bei Überschreiten von 3000 kWh für das laufende Jahr die restliche Zeit mit Strom zu heizen. Ich könnte bei meinem Verbrauch umgrechnet dann in etwa 140 EUR in Stromwärme "verblasen" und würde immer noch günstiger liegen als die Gaunagas Verträge zu 160 EUR Grundpreis! Klappt aber wahrscheinlich auch nur dieses Jahr, weil wir einen milden Winter haben. Aber immerhin hätte ich ein Jahr gewonnen und auch hier der Gaunagas "ein Schnippchen geschlagen"...

3. Als letzte Möglichkeit bietet sich noch den neuen Zahlungen zu widersprechen, d.h. alten Grundpreis und neuen (BASIC) Arbeitspreis zahlen und es dann eben auf einen Konfrontation mit der Gaungas ankommen zu lassen. Am besten natürlich sollte man das in Absprache mit der Verbraucherzentrale Hessen machen.
Unter: http://www.verbraucher.de/energie/index.html
findet man hilfreiche .pdfs zu dem Thema Widerspruch.


Ich habe mich mittlerweile auch schonmal per e-Mail an die Landeskartellbehörde mit meinem Fall gewandt, aber ehrlich gesagt wenig Hoffnung auf eine (sinnvolle) Antwort. Sollte da etwas kommen, stelle ich es hier rein. Letztlich liegt es an dieser Antwort, welche der drei möglichen Wege ich beschreite. Ich weiß nur eines: den MIDI Vertrag werde ich nicht unterschreiben und damit die Gaunereien mit meiner Unterschrift auch noch zu sanktionieren und "abzusegnen". Ganz zu schweigen von den neuen AGB denen man mit der Unterschrift zustimmt (haben die sich eigentlich verändert... habe das nicht überprüft, aber das sollte man, wenn man den MIDI Vertrag tatsächlich unterschreiben möchte!).

So und jetzt hoffe ich auf ein paar interessante und fruchtbare Meinungen zu meinem Post.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 28.02.2007 17:07:27
Susann, da bin ich mir nicht sicher. Inzwischen hat sich auch der Mieterverein eingeschaltet, dessen streitbarer Rechtsanwalt vermutlich nicht locker lassen wird. Man darf gespannt sein.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: MTH Datum: 28.02.2007 20:00:51
Nachtrag zu meinem Post:
Ich habe natürlich weniger als 4500 kWh/Jahr (also <4500), sonst würde ja mein ganzer Post sinnlos sein...


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Orscheler Datum: 01.03.2007 07:12:03
Zunächst mal....Guter Post Surprised)

Ich würde, wenn zu Möglichkeit 1 oder 3 tendieren. Beide Varianten bewirken (!) aber nur etwas, wenn sich viele daran beteiligen.
Aber...

Zu 1:
Wenn man jeden Cent umdrehen muss, kommt auch der Wechsel zu einem etwas teureren Anbieter (ausa Protest) nicht in Frage - Obwohl ich das grundsätzlich nicht schlecht finde.
Wir haben den Midi erstmal genommen. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen. Wir warten ab, wie sich der Markt entwickelt und wechseln zu einem anderen Anbieter sobald sich das anbietet. Bei einer weiteren Preiserhöhung durch Taunagas ...springen wir ebenfalls ab oder aber nehmen Möglichkeit 3 in Anspruch

Noch weiter mit noch höheren Beiträgen die Stadtkasse füllen - NEIN ...definitiv nicht. Werden da auch kein Gras drüber wachsen lassen (wie sich Taunagas das vielleicht vorstellt) ...und irgendwann die Sache einfach nicht mehr verfolgen. -


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Thom Datum: 01.03.2007 07:58:43
MTH: Ich bin Deiner Meinung, es ist Zeit etwas zu unternehmen.
Ich überlegte auch schon zu wechseln, nur damit TaunaGas einen Kunden weniger hat. Wir sparen zwar etwas mit dem neuen Tarif, aber trotzdem die ganze Sache eine Frechheit.
Eine Frage: Wie stellst Du Dir das mit dem Wechsel vor ? Wenn sich gerade mal 2 % dazu durchringen können Erhöhungen zu widersprechen werden bestimmt keine 2000 Oberurseler den Gasanbieter wechseln - zumal in diesem Jahr einige doch besser dastehen als bisher angenommen.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, der Oberurseler erst recht und da kann ich mir dieses Szenarium nur sehr schlecht vorstellen.
Es sei denn man zieht so etwas in großem Stil selbst auf und dann ist wieder die Frage wer macht es und wann und wer bezahlt es ...


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Alpha12 Datum: 01.03.2007 16:03:47
Zugegeben, wir stehen uns mit dem neuen Vertrag etwas besser weil für uns die Grundgebühr auf 160 Euro gesunken ist. Das die Arbeitspreise fallen ist doch nur richtig, schließlich sind die Ölpreise seit August ebenfalls gesunken und andere Gasversorger haben ihre Preise gesenkt. Ich finde es jedoch fatal und ungerecht dass der Grundpreis für kleinere Verbraucher so stark erhöht wurde. Einen Wechsel werden wir jedenfalls in Erwägung ziehen.
Noch ein Wort zu den Ausführungen unseres Bürgermeisters in der Presse. Er sagt, dass die Gewinne der TaunaGas ALLEN Bürgern zugute kommen, müssten dann aber nicht auch ALLE Bürger zahlen? Warum müssen die Gaskunden mit den überhöhten Preisen den Nahverkehr oder Parkplätze subventionieren, während andere, die mit Heizöl, Kohle oder Holz heizen, zur Finanzierung dieser Aufgaben nicht herangezogen werden? Gaskunden werden doppelt zur Kasse gebeten, einmal über den Preis ein zweites Mal über die Parkgebühren oder den Fahrpreis. Und was ist mit jenen Gaskunden, die beides nicht nutzen, weshalb werden sie zur Zwangsfinanzierung herangezogen.
In den neuen Verträgen wird quasi festgeschrieben, dass TaunaGas die Preise mehr oder weniger nach eigenem Belieben festlegen kann. Was dies wohl für Folgen hat, sollte die Finanzierung des Hessentages in Schieflage geraten. Immerhin gehört Herr Funke als Geschäftsführer dieser 100%igen Tochterfirma der Stadt dem Festtagsausschuss an. Was, wenn die Preise weiterhin im Verborgenen festgelegt werden, könnte es dann womöglich sein, dass die Gaskunden zum Wohle der Stadt an der Finanzierung des Hessentages beteiligt werden? Nun meine Damen und Herren, da hätte ich einen Vorschlag wie sie anderweitig Geld in die Hessentagskasse bekommen: Verkaufen Sie Plaketten und rufen Sie ALLE Bürger dieser Stadt auf, diese zu erwerben. Ich wäre bereit, eine zu kaufen und so dieses Ereignis mitzufinanzieren. Da weiß ich, wofür mein Geld gebraucht wird, aber über die Gaspreise wäre es Abzocke und eine einseitige Belastung einiger Bürger.





Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Kermit Datum: 01.03.2007 20:24:39
Es sind doch nun einige Bürger der Meinung: Es muß etwas geschehen.
Vorschläge wurden gemacht, die m.M. nicht viel bringen. Bei Widerspruch bekommt man ein vorgefertigtes Schreiben zurück und damit hat es sich. Weigerung der Zahlung des höheren Preises ist auch relativ wirkungslos.
Denn es sind einfach zu wenige Oberurseler die etwas tun.
Was also tun ? Warten bis man am 15.Dez. 2007 die nächste Rechnung mit einer saftigen Preiserhöhung bekommt ? Oder vorher konkret etwas unternehmen ?
Ich bin für Punkt 2, aber dazu gehören mehr als 10 Forumsschreiber.
Wer hat eine Idee ?
P.S. Der Artikel in der "Oberurseler Woche" lässt mir wieder die Haare vor Zorn in die Höhe stehen.



Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: MTH Datum: 01.03.2007 20:31:21
@Orscheler
Naja stimmt schon, daß jede zusätzliche Belastung kaum tragbar ist. Andererseits sind 0,09 Ct nicht wirklich viel. Bei 6000 kWH/jahr wären es nur 5,40 EUR im Jahr mehr...

@Thom
Also die Sachen mit den 2000 sich verweigernden Oberurselern ist natürlich nur ein Wunschtraum...

Ich denke das größte Problem ist derzeit der Mangel an Wissen und Information. So geht es mir zumindest und auch den meisten mit denen ich darüber rede. Keiner weiß so richtig, was zu machen ist und ob überhaupt. Klar, daß sich auch niemand traut (bis auf die von Dir erwähnten 2%) den Erhöhungen zu widersprechen. Und ohne daß ich weiß, was da genau auf mich zukommt, scheue ich mich auch vor einem Widerspruch und den damit verbundenen weiteren Konsequenzen..

Wenn man so etwas wie einen Leitfaden für den Widerspruch hätte, also nach Punkten gegliedert, dann könnte man daraus ein Faltblatt machen und verteilen. Das würde es jedem leichter machen zu überlegen, ob das nicht auch ein Weg sein kann. Kennt jemand von euch einen der 2% Gasrebellen? Vielleicht könnten die einem Tips geben.

Ich stelle mir das so ein Blatt vor auf dem dann eine Art Schritt-für-Schritt Anleitung steht. Also in etwa:

1. Situation
...
2. Was man machen kann
...
3. Bei Widerspruch angehängtes Musterschreiben ausfüllen/ergänzen, unterschreiben und per Einschreiben an Gaungas schicken.
...
4. Zu erwartende Reaktion von Gaunagas und wie darauf reagieren.
...
5. Konsequenzen in der Zukunft bei neuen Gerichtsurteilen oder bei Offenlegung der Preiskalkulation seitens des Gasanbieters
...

usw.

Naja sind alles recht unausgegorene Gedanken, ich weiß...

Also ich persönlich werde wahrscheinlich dieses Jahr Möglichkeit 2 aus meinem ersten Post wählen, d.h. dieses Jahr bei Überschreiten von 3000 kWh mit einer Elektroheizung (Konvektor) heizen... ich muß aber noch mal dieses Wochenende in mich gehen und über alles nachdenken, kalkulieren und evt. auch noch mal ein wenig im Netz recherchieren.
Der ganze Blödsinn kostet einen wirklich nur unnötig Zeit, die ich eigentlich nicht habe... grrr... ich werde schon wieder wütend...


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: M_Kleinespel Datum: 02.03.2007 07:58:06
"Es sind doch nun einige Bürger der Meinung: Es muß etwas geschehen."

Das gilt ja nicht für das Thema Gas. Das Forum zeigt, dass sich leider auch die Komunalpolitik nach der Wahl von Wahlversprechen verabschiedet und nicht gerade die Kommunikation mit den Bürgern sucht.

Ärgern kann man die da oben nur bei der nächsten Wahl.
Einfach nicht hingehen oder Radikale wählen, ist aber auch keine Lösung. Den Unmut und Protest der Bürger müsste man kanalisieren, besser noch: organisieren!

Einfach mal drüber nachdenken....


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 02.03.2007 08:52:25
Nachdem ich (als eigentlicher CDU-Wähler) wegen des ganzen Hickhacks bei der Kandidatenkür voller Begeisterung (und Hoffnung) den Sied von Herrn Brum gefeiert habe, stelle ich nunmehr fest,daß von dem seinerzeitigen Elan nichts geblieben ist.
Kann man jemanden erneut zum BM wählen, der als AR-Vositzender einer Firma, die mittlerweile "Gaunagas" genannt wird, nicht genügend Rückgrat besitzt sich zur Sache zu äußern?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Arnulf Datum: 02.03.2007 08:55:56
Ein Zeichen bei einer Wahl setzten ist zwar manchmal ganz nett, wird uns aber hier nicht viel bringen.
Herr Funke wird immer noch Geschäftsführer bleiben, der Vorsitzende des Aufsichtsrates wird immer der Bürgermeister sein und wer glaubt ernsthaft daran, dass eine der wenigen Einnahmequellen in Zeiten knapper Kassen an die Leine gelegt wird?

Zwar ergibt sich für mich nach der "Preisreform" der Gaunagas (den Begriff finde ich gut) eine Ersparnis. Aber auch nur wenn man die letzten (drastischen) Erhöhungen berücksichtigt.
Eine echte Alternative gibt es noch nicht. e.on bezieht sich auf den teuersten Tarif des örtlichen Anbieters.
Ich fühle mich durch das quasi-Monopol als Leibeigener.
Ich hatte mich aus Umweltschutzgründen für eine moderne Gasheizung entschieden. Jetzt muss ich eben damit leben, Energie-Sklave zu sein.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 02.03.2007 11:15:20
Stimmt. Wir "sparen" auch etwas, wenn man die ungerechtfertigten Erhöhungen aber abzieht ist die Rechnung höher.

Zum Widerspruch: Ich fasse es nicht. Da wird nicht widersprochen weil man Konsequenzen fürchtet und keine genaue Anweisung hat ? Ein Formschreiben, in dem einer Preiserhöhung widersprochen wird ist völlig ungefährlich, denn der Kunde zahlt ja den Preis. Und genaue Angaben mit Vordrucken findet man auf den Homepages der Verbraucherzentralen. Am einfachsten zu sehen bei der Verbraucherzentrale NRW.
Auch wenn der Preiserhöhung widersprochen und ! der Mehrpreis nicht ! gezahlt wird kann nichts passieren, das Unternehmen ist verpflichtet weiter Gas zu liefern. (Nicht wie beim Strom, der kann abgeschaltet werden).

Ich denke es widersprechen so wenige Kunden nach dem Motto "Nutzt ja eh nichts", das höre ich jedenfalls immer wieder. Bei der nächsten Erhöhung wird aber laut gejammert.

Aussitzen möchte ich das eigentlich ungern, denn wie schon mehrfach geäußert kommt der Hessentag und damit sind erhebliche Kosten verbunden.
Die nächsten Wahlen sind in einem Jahr die Hessenwahl, davor zeigen die verschiedenen Parteiein "unserem" Kandidaten die Schwachpunkte (wie z.B. die CDU mit Herrn Haibach zur Urselbachtalbrücke wanderte vor der letzten Bundestagswahl) und nachher passiert nichts. Denn wir haben kein Geld oder was Dringenderes zu tun oder ...
Wie man ja sehr schön an der lebhaften Beteiligung unserer Politiker bei diesem Thema sehen kann.
Kann man nicht etwas ähnliches aufziehen wie der Mieterbund mit seinem Anwalt ? Eine Art Bürgerinitiative ?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: MTH Datum: 03.03.2007 01:13:07
@Susann
Seufz... Entschuldigen Sie wenn ich nochmal nachfrage: was genau können Sie denn nicht fassen?

Daß ich mich erst einmal informieren möchte, bevor ich mich mit einem heruntergeladenen Musterbrief eines mir unbekannten Autors, aus dem „unfehlbaren“ Wissensquell namens Internet, in einen Rechtsstreit mit einer juristischen Person begebe?
Daß ich von Erfahrungswerten anderer, mit denen ich gegebenenfalls direkt kommunizieren könnte, profitieren möchte um dann selbst anderen Rat geben zu können?

Zu den Konsequenzen:
Daß die Gaunagas nicht einfach den Hahn zudrehen kann weiß ich selbst, aber es gibt weitere Konsequenzen bei Widerspruch, die ich im Moment nicht absehen kann. Was passiert denn, wenn unser lieber Gasanbieter die Preiskalkualtion doch irgendwann wie gefordert (wenn auch verklausuliert) offenlegt? Muß ich dann alles nachzahlen, inklusive angehäufter Mahngebühren? Was passiert wenn ich Widerspreche, es Bewegung auf dem Gasmarkt gibt und ich dann evt. zu einem günstigeren Anbieter wechseln möchte... kann ich das dann so ohne weiteres? Gibt es möglicherweise eine Blacklist der Energieanbieter auf der ich lande und die mir später das Leben schwer macht?

Sorry vielmals, aber das weiß ich alles nicht. Da Sie ja den vollen Durchblick haben, könnten Sie mich und alle anderen Ahnungslosen hier mal aufklären...

Dampfplauderparolen im Stammtischstil ala „Mach' dich locker, ist doch alles voll easy“ helfen in dieser Situation hier wirklich niemandem...


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: M_Kleinespel Datum: 05.03.2007 09:56:49
@MTH
"Dampfplauderparolen im Stammtischstil ala „Mach' dich locker, ist doch alles voll easy“ helfen in dieser Situation hier wirklich niemandem..."
Das find ich - um es höflich auszudrücken - unangemessen!

Wenn jeder, der sich wehren möchte an den Stammtisch gehört, wird sich nie etwas ändern! Man (und Frau) wird doch mal über Widerstand nachdenken dürfen.

Vielleicht findet sich ja sogar ein Anwalt, der mitmacht.....?

Hallooooooooo.....


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 05.03.2007 11:35:56
Sehr geehrter MTH,
wenn bei Ihnen so viel Klärungsbedarf und Wissensdurst besteht, den auch die Verbraucherschützer auf ihren doch recht ausführlichen Seiten im Internet oder persönlichen Beratungen nicht befriedigen können dann werden Sie sich einen Widerspruch verkneifen müssen und zu den 98 % der Oberurseler gezählt werden, die zwar meckern, aber nichts tun.
Aber schimpfen Sie dann bitte nicht hier im Forum, ok ?

Einen Komentar zum Rest der Aussagen verkneife ich mir.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 05.03.2007 11:48:30
MTH: Wenn man Deine Aussagen liest, seufz, könnte man meinen das Problem GaunaGas existiere erst seit 2 Wochen und daher muß man sich noch mal eben schlau machen.
Natürlich haben wir die Konsequenzen überdacht die jede Auseinandersetzung nach sich ziehen könnte und daher zwar widersprochen, zahlen aber weiter die geforderten Gebühren.
Klingt etwas schizophren, aber wir wollten nicht ev. eine große Summe nachzahlen müssen.
Das sind doch ganz einfach und klar formulierte Probleme, schon seit Jahren.
Nur dass jetzt die Zahl der Bürger ansteigt die widersprechen, die widersprechen und die Erhöhung nicht zahlen und die Bürgerinitiativen gründeten.
Ist das jetzt angekommen ?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: MTH Datum: 05.03.2007 13:31:29
Hallo Herr Kleinespel,

Sie haben da etwas mißverstanden, bzw. nicht alle (meine) Posts gelesen. Natürlich bin ich dafür, daß man sich wehrt, das habe ich doch in jedem meiner Beiträge postuliert (bitte nochmal nachlesen!). Sich wehren ist kein Stammtischgehabe, da haben Sie auf jeden Fall recht.

Mein Posting, auf das Sie sich mit einem Ziat beziehen, war lediglich eine Antwort auf den Beitrag des/der UsersIn Susann, die "es nicht fassen konnte" warum ich für den Widerspruch genaue Anweisungen benötige, z.B. in der Form einer Punkt-für-Punkt Anleitung. Ihrer Meinung nach reicht das Musterschreiben von einer der Verbraucherschutzseiten im Internet und "gut ist". Ich bin aber der Meinung, damit ist es eben nicht getan, bzw. möchte ich genau wissen auf was ich mich einlasse.

Und wenn ich Fragen stelle, oder versuche Informationen zu bündeln, möchte ich mich nicht mit einem solchen Satz wie: "Ich fasse es nicht. Da wird nicht widersprochen weil man Konsequenzen fürchtet und keine genaue Anweisung hat?" abspeisen lassen, daher der Schlußsatz meines Posts auf den Sie sich bezogen. Solch eine Allgemeinantwort schreckt jeden ab, der hier mitliest...

Ich bleibe dabei: das Informationsdefizit verhindert eine größere Anzahl von Widersprüchen. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die meisten der genannten 2% entweder einen juristischen Background haben, oder einen entsprechende Ansprechpartner. Das habe ich nicht zu bieten, ich bin Politologe und kein Jurist. Ich kenne die Paragraphen 315 oder 366 BGB nicht, genausowenig wie § 17, Abs. 1 GasGVV und StromGV, auf die sich so mancher Musterbriefe aus dem Internet bezieht. Der Verbraucherschutz hat natürlich schon ein Menge guter Vorarbeit geleistet, keine Frage, aber ich tue mich trotzdem schwer, alles zu verstehen und richtig einzuschätzen. Will sagen: es bleiben zu viele Fragen offen.

Sich auf den Widerspruch einzulassen heißt in jedem Fall Zeit zu investieren (für Recherche, viel Lesen und verstehen, Musterbriefe personalisieren, etc.) und die kann genauso kostbar sein, wie das "Goldstaubgas", daß die Gaunagas scheinbar in unsere Heizung pumpt. Davor schrecken die Menschen zurück. Könnte man aber einen gewissen Teil dieser (Vor)Arbeit abnehmen, in dem man ein verständliches Anleitungsheft gibt, und ihnen damit die Angst und Ungewißheit nimmt, würde das dem Widerstand sicherlich eine Schub geben. Warum dieser Wunsch auf Fassungslosigkeit trifft ist mir schlicht ein Rätsel...


Eine weitere Idee, die mir zuletzt in einem Gespräch gewahr wurde: wäre es vielleicht sinnvoll, den Mieterbund zu unterstützen (z.B. durch Beitritt o.ä.), dessen streitbarer Anwalt ja hier auch schon erwähnt wurde? Hat da schon jemand Erfahrung gesammelt, oder mit dem Mieterbund in irgendeiner Weise Kontakt?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Thom Datum: 05.03.2007 14:10:10
Hallo MTH, ich möchte Ihren Aussagen ganz energisch widersprechen (grins).
Man kann sich informieren und es sind nicht nur "ein paar Seiten im Internet" die man dann aufmerksam lesen muß/müsste.
Der Mieterbund ist, wie der Name schon sagt, ein Interessenverein der Mieter. Es gibt in Oberursel aber auch sehr viele Hausbesitzer, die auch betroffen sind, und denen nutzt der Mieterbund nicht viel.
Ich stimme aber Susann und anderen zu die meinen: Die "restlichen" 98 % der Oberurseler widersprechen nicht weil sie es nicht kapierten oder sich ganz genau informieren wollen, sondern schlicht und einfach aus Trägheit und der Meinung, die man durchaus teilen kann "Das bringt doch sowieso nichts".
Fragen Sie doch mal auf der Straße was die Menschen von den Erhöhungen der Gaspreise halten und Sie werden allgemeine Unzufriedenheit hören. Fragt man dagegen "Was tun Sie dagegen" bekommt man oft die schöne Antwort "Hä ?" oder eben "Bringt doch nichts. Die machen mit uns doch eh was sie wollen". Da gibt es einen gewaltigen Nachholbedarf.
Aber so, wie es momentan läuft, ist es für Politiker oder Chefs von Unternehmen sehr viel praktischer und da wird man sich hüten etwas zu ändern.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tony Datum: 05.03.2007 16:18:11
Sehr geehrte Forum-Freunde!

Ging es nicht darum, daß sich die Taunagas mit neuen "Tarifen" ähnlich dem Tarifpoker der Handyprovider auf Kosten der Endverbraucher neue Geldquellen erschließt?

Auch als Nicht-Orscheler E.On-Sklave kann ich beurteilen, daß hier Handlungsbedarf besteht -

Um wirklich etwas zu ändern, sind in jedem Fall KONSTRUKTIVE Ideen notwendig. Ich vermute, der Grund für die niedrige Widerspruchszahl ist tatsächlich Trägheit der Leute.

Diese allerdings resultiert in den allermeisten Fällen aus der Unwissenheit. Wenn man weiß, daß das Licht mit einem Knopfdruck eingeschaltet wird, fällt das Anschalten leichter, als wenn man erst drüber nachdenken muss, eventuell vorher die Glühbirne tauschen zu müssen.

@MTH - danke! Letztlich sind Sie beim Überfliegen der Posts der Einzige, der - vermutlich aus der Notdurft - heraus - konstruktive Ideen geliefert hat. Wenn dann andere Ihre Beiträge nicht richtig lesen und dann persönlich nehmen - kann man nichts machen.

Gruß
Tony Hemmerer


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B+A Datum: 05.03.2007 16:42:39
Ich kann MTH gut verstehen
..da auch ich weder Zeit noch Anhaltspunkte habe, um mich ausreichend informieren zu können.

Eigentlich müsste das auch überflüssig sein
...da ich von Herrn Brum, Herrn Funke -oder welchem Zuständigen auch immer- erwarte, daß er/sie richtige Entscheidungen im Sinne der Bürger treffen,
...die dann auch hier -oder in der Presse- entsprechend ehrlich und übersichtlich dargelegt werden sollten.

Das diesbezügliche Schweigen hingegen macht schon ein wenig stutzig
...auch wenn ich (noch) nicht zu den 2% der Widersprechenden gehöre.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: MTH Datum: 05.03.2007 16:58:22
Hallo Thom,

nun aber wenn ich Ihren Post genau lese, dann stimmen Sie mir am Schluß ja doch zu Wink

Ich glaube die Mißverständnisse mit dem/der UserIn Susann/Friedrich bestehen nur darin, daß sie die Aussagen meiner Posts nur direkt auf mich beziehen. Nach dem Motto: Du hast Informationsbedarf, also informiere dich. (Nebenbei bemerkt, glaubt es oder nicht, aber für mich besteht die Thematik zu hoher Gaspreis tatsächlich erst seit 2 Wochen.). Ähnlich haben Sie sich ja auch geäußert. Damit habt Ihr recht. Ich kann das, wenn ich mich auf den Hosenboden setze und ein paar Stunden investiere...

ABER: ich wollte meinen Informationsbedarf exemplarisch verstanden wissen, denn der herrscht nicht nur bei mir, sondern nach wie vor bei den meisten Oberurselern (sagen wir so ca. bei 98% Smile, auch wenn das Thema Gaspreise schon soooo alt ist, wie ja angemerkt wurde. Auch die Beispiele die Sie bringen und die ich exakt genauso erlebt habe ("Hä?", "Bringt doch nichts" etc.) schlagen ja in die gleiche Kerbe. Die Leute sind einfach nicht informiert. Hinzu kommt die Unlust, bzw. Trägheit wie Sie es ganz richtig nennen, sich damit auseinanderzusetzen.

Nun können alle User noch zehnmal zu MIR sagen: "Du hast Informationsbedarf, also informiere dich!"

Das löst das Problem mit den trägen Oberurselern nicht. Sie sagen ja selbst es besteht Nachholbedarf. Und genau darauf wollte ich doch ursprünglich hinaus:
Wenn man auf die Gaspreisdebatte den Spruch: "Och, bringt doch eh nix." den Leuten aber dann einen Zettel in die Hand drücken kann, auf dem alle Fragen auf einfachste Art beantwortet sind und zu sagen: "Na dann lies mal das" wird das sicherlich mehr bewirken als den Leuten zu sagen: "Such doch mal im Internet, da gibt es ganz tolle Infoseiten, da steht alles."


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 06.03.2007 10:53:47
Halt MTH, da ist was falsch angekommen: Ich beziehe meine Aussagen nicht auf Sie persönlich.
Der Informationsbedarf besteht, keine Frage. Und man kann die Fragen beantworten, in dem man sich entweder durch die angebotenen Informationen liest oder z.B. beraten lässt. Es gibt dazu die Stiftung Warentest, es gibt Bürgerinitiativen, es gibt Zeitungen und Zeitschriften. Es gab noch nie so viele Möglichkeiten sein Wissen zu erweitern wie heute.
Wenn ich diese Möglichkeiten aber nicht nutze darf ich mich auch nicht beklagen.
Ich nehme mal an Sie werden z.B. eine Waschmaschine nicht kaufen weil sie ein so wundervolles Design hat. Man informiert sich über Wasser- und Stromverbrauch, über die Drehzahl der Trommel, über das Waschverhalten u.a. Und da man von Verkäufern in den seltensten Fällen eine ganz ehrliche Antwort über Mängel bekommt schaut man sich noch Testergebnisse an oder nimmt das was einem am meisten zusagt.
Warum werden Schuhe kritischer gekauft als Strom oder Gas ?
Das werfe ich den trägen Bürgerinnen und Bürgern vor, die erwarten dass man sie informiert oder überhaupt keine Interesse an Informationen haben. Denn man hat ja gegen GaunaGas eh keine Chance und was soll ein einzelner bewirken.
Und so kann sich Herr Funke beruhigt zurücklehnen und die weitere Entwicklung abwarten.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Thom Datum: 06.03.2007 12:17:36
MTH: Nein, ich stimme Ihnen nicht zu, da ist anscheind was falsch angekommen.
Ich will den Informationsbedarf nicht auf Sie abwälzen, ich finde es nur einfach komisch dass 98 !!! % der Oberurseler Informationsbedarf haben und daher nichts unternehmen.
Es gibt in Oberursel doch nicht nur 2 % Bürger, die sich informieren, die sich engagieren, das ist doch lächerlich.
Die Menschen sagen, aus Erfahrung, "Das bringt doch eh nix" und damit ist das Thema erledigt. Denn: Der Homo Sapiens ist speziell in Deutschland sehr träge und schluckt so ungefähr alles was ihm "von oben" aufgedrückt wird. Ich wünsche mir oft von den Bundesbürgern etwas vom Widerspruchsgeist, ihrem Mut zu kämpfen unserer Nachbarn, speziell der südlichen Nachbarn.
Was meinen Sie denn was geschieht wenn Sie Zettel verteilen ? Sie sagen : "Das Thema ist sehr komplex, die angebotenen Informationen im Internet reichen mir nicht. Ehe ich etwas unternehme will ich mich ganz genau informieren". Aber die anderen Bürger sollen sich mit einfachen Antworten auf einem Handzettel zufrieden geben ? Das ist unlogisch.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Schröder Datum: 06.03.2007 13:31:26
Was soll das Gemeckere. Ich bin mit der TaunusGas zufrieden. Sie liefert zuverlässig. Für die Monopolstrukturen auf dem deutschen Gasmarkt wo zwei Lieferanten alle Gaswerke beliefern kann sie auch nichts.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 06.03.2007 14:02:10
Warum sollte man den Leuten Zettel in die Hand drücken auf denen ihnen "ganz einfach" die Sache erklärt wird ?
Das klingt ja als wären die doof.
Solche Zettel wandern erfahrungsgemäß in den Papierkorb.
Außerdem müssen sich die Bürger dann trotzdem das Formular aus dem Internet runterladen, ausfüllen und wegschicken. Nicht jeder hat einen PC, schon mal daran gedacht ?



Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Linus Datum: 06.03.2007 19:02:00
Hallo Schröder, die zuverlässige Lieferung ist doch auch das Mindeste, was man für diese Preise verlangen kann.
Und es geht hier nicht darum wie die TaunaGas liefert, sondern dass für die Ware zu viel Geld verlangt wird. Denn es gibt ja doch gewaltige Unterschiede bei den Preisen. Oder ist das an Ihnen vorbeigegangen ?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B+A Datum: 07.03.2007 09:25:54
Ich empfinde das nicht als "träge",
...wenn man abwartet und nicht gleich Widerspruch einlegt.

Immerhin sind die Verantwortlichen keine anonymen Schreibtischtäter
...sondern wie Herr Brum oder Herr Funke öffentliche Personen, die ein Gesicht zu verlieren haben,
...wenn sie unschöne Dinge nicht aus eigenem Antrieb korrigieren oder zumindest erklären.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 07.03.2007 09:56:50
Anonym natürlich nicht, aber offensichtlich verschworen zum Nachteil des Verbrauchers/Bürgers. Und das so lange bis es keine vernünftigen und nachvollziehbaren Erklärungen für die seltsame Preisfindung des kommunalen Unternehmens GaunaGas gibt.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 07.03.2007 10:00:55
B+A: Das Thema "überhöhte Preise der TaunaGas" existiert doch seit ca. 2-3 Jahren, seit TaunaGas ein selbständiges Unternehmen ist, es wurde auch schon im Fernsehen angeprangert.
Wie lange möchtest Du denn noch abwarten bevor Du etwas unternimmst ?
Es zeigte sich doch dass die Preise munter weiter erhöht werden, mit teilweise hahnebüchenen Erklärungen. Und jeder kann sich ausrechnen dass nach dem angeblichen Sparangebot am kommenden 1.1.(2008) die nächste Erhöhung fällig wird.
Und da die Oberuseler Bürger sich nicht aufraffen können dagegen wenigstens Widerspruch einzulegen wird es munter so weitergehen.
Ich nenne es träge, nenne Du es Informationsbedarf oder sonst was, Herr Funke kann sich doch bei diesen Beiträgen beruhigt die Hände reiben und zurücklehnen.
Wenn "Rund um den Henningerturm" am 1. Mai nicht durch Oberursel führt wird das allgemein scharf verurteilt und alles steht auf den Barrikaden. Wird der Gaspreis erhöht ist das Schicksal. Ich habe dazu keine Lust mehr.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tony Datum: 07.03.2007 10:45:11
@Susann
Ich habe den Forumsbeitrag von MTH - 01.03.2007 20:31:21 genau gelesen:

[ ] Ja
[x] Nein

Gruß
Tony Hemmerer


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 07.03.2007 16:20:24
Warum entwirft MTH dann nicht genau so eine Gebrauchsanweisung ? Bzw. sucht man Leuten die sich mit ihm zusammentun ? Bzw. sucht nach Sponsoren und Freiwilligen ?
Wie heißt es schon so schön bei einem unserer deutschen Klassiker : "Der Worte nun gewechselt sind genug ... "


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 07.03.2007 17:14:02
Ich würde es wirklich prima finden, wenn ihr damit aufhören würdet, über Nebensächlichkeiten zu debattieren und euch statt dessen um konstruktive Beiträge bemühen würdet. Danke.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 08.03.2007 13:57:09
Hast ja recht. Statt uns gegenseitig runterzumachen sollten wir besser überlegen was und wie man es tun könnte.
Also z.B. ein Faltblatt mit den wichtigsten Angaben entwerfen und ein Formblatt dazulegen. Das man wo ? abgeben kann, dann werden die Blätter eher ausgefüllt, als wen jeder einzelne sie wegschicken muß.
Wer hat andere Ideen ?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Roland Ruppel Datum: 08.03.2007 14:21:43
Sorry, dass ich mich erst jetzt einklinke.
Aber mal ehrlich, nach dem ganzen hin-und her;---ist es jetzt sinnvoll auf die neuen Vertragsvorschläge einzugehen oder es beim Alten zu belassen????.



Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Kermit Datum: 09.03.2007 15:03:46
Herr Ruppel, diese Frage erübrigt sich doch jetzt. Denn wer auf die neuen Vorschläge eingehen wollte musste dies bis zum 28.2. tun.
Und was meinen Sie mit "alles beim Alten zu belassen" ?
Es ist doch alles beim Alten, TaunaGas erhöht bzw. senkt angeblich die Preise nach Gutdünken, die Erklärungsversuche von Bürgermeister Brum sind sehr dürftig und lassen für die Zukunft nichts Gutes ahnen, nichts ändert sich.
Oder verstand ich Sie da falsch ?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: tibie Datum: 10.03.2007 00:51:25
Das ganze muss noch mehr thematisiert werden. Ich habe jetzt alle Parteien um Stelleungnahme gebeten, ebenso die Stadt Oberursel. Bis auf die SPD haben jetzt auch alle geantwortet. Am 12.03.hat die OBG FRaktionssitzung und berät über die Thematik Gaspreise, bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 29.03. kommt es zur Sprache. Die OBG hat mich auch für den 12.03. zur Fraktionssitzung eingeladen, nur bin ich an diesem Tag leider nicht da. Die FDP will es auch in ihrer nächsten Fraktionssitzung thematisieren. Die ausführlichste Antwort erhielt ich von den Grünen. Geantwortet hat dort ein Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtwerke GmbH, die über die Preise der TaunaGas entscheiden und natürlich der neuen Tarifstruktur zugestimmt haben. Dort wird argumentiert, dass zunächst Erfahrungen gesammelt werden mussten, um eine Tarifstruktur zu finden, daher wurden zuvor die Mainova-Strukturen übernommen. Jetzt sind entsprechnde Erfahrungen vorhanden - Ergebnis: die neue Tarifstruktur. Auch wird hervorgehoben, dass die Energieversorger gewinnorientiert sind - das wird also unterstellt!. Und da sei es doch sinnvoll, den Gewinn entsprechend in die Stadt Oberursel zu investieren. Dies sei besser, als den Gewinn in privatwirtschaftliche Unternehmen (E-ON) abfliessen zu lassen. Soweit so gut---aber muss die TaunuGas gewinnorientiert arbeiten? Ich meine nicht. Die Stadt Oberursel wollte sich vor einer abschließenden Antwort nochmal mit Herrn Funke in Verbindung setzen. Die Antwort steht noch aus.

Also: Schreibt die Politiker an, bittet um Stellungnahme. Wenn entsprechend viele Anfragen und Beschwerden eingehen, steigt der Druck. Wenn ich weitere Nachrichten erhalten habe, melde ich mich wieder.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 11.03.2007 12:24:57
Hallo tibie: Klingt ja sehr interessant was Du da von Parteien und Politikern erfuhrst.
Ich denke auch, die TaunaGas wurde nicht gegründet um Gewinne einzufahren. Wenn ich mich recht erinnere wurde damals gesagt man wolle a) von der Mainova unabhängig werden und b) die Oberurseler Bürger zu fairen Preisen mit Gas versorgen.
Punkt a ist ja bald erfüllt, von Punkt b kann keine Rede sein.
Meinst Du wirklich es nutzt wenn einige Bürger an Parteien schreiben ? Es werden - schätze ich mal - wieder nur die 2 % tun und das kann man doch prima wegstecken.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 12.03.2007 19:57:55
Unter dem Titel "Bürgerforum Europa" wirbt Bürgermeister Brum mit dem Satz
"Wir wollen durch die Einbeziehung der interessierten Öffentlichkeit sicherstellen, dass die Anforderungen und Wünsche der Oberurseler Bürgerinnen und Bürger angemessen berücksichtigt werden."
Man möchte sich wünschen, er hätte sich diesen Satz in Sachen Firma "GaunaGas" zu Herzen genommen.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: astra Datum: 15.03.2007 21:54:31
Ich hoffe das auch viele noch wisssen, daß die TaunaGas in den ersten Jahren günstiger war als die Mainova ( das wird zu oft vergessen ). Und wenn wir Oberurseler Bürger zu anderen Gasanbietern wechseln um ein paar Teuros zu sparen ,schaden wir uns für die Zukunft selber. Weil sich so die kleinen Gasanbieter nicht mehr halten können und somit von den Großen (EON) aufgekauft werden und die sich deren Monopolstellung weiter ausbauen können. Und das dann der Service bei anderen Anbietern besser ist, bezweifle ich auch stark!!


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Helen Datum: 17.03.2007 18:53:46
Wann bitte war denn TaunaGas billiger als die Mainova ?
Ich denke wir brauchen keine Angst zu haben dass der Laden von irgendwem aufgekauft wird, dafür wird Herr Funke schon sorgen. Im Gegenteil, TaunaGas expandiert selbst kräftig. Erstmal durch Zusammenarbeit mit Bad Homburg und weitere Pläne gibt es auch schon. Also keine Panik, das teure Gas bleibt uns erhalten.



Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Herold Binsack Datum: 19.03.2007 12:24:31
Ich habe die Gaspreise auch überprüft (über verivox) und festgestellt, dass Taunagas mit seinem Midi-Tarif (gerade zur rechten Zeit - wenn das nicht abgesprochen ist!?) knapp unter dem einzigen Konkurrenten liegt, zu dem wir hier wechseln könnten. Klar ist nämlich, dass Taunagas bundesweit unschlagbar teuer bleibt - aber zu den bundesweit billigen Anbietern können wir halt nicht hinwechseln! Und was die Hoffnung eines Beitrages bezüglich Mainova angeht - so hat Mainova kürzlich erklärt, den Preisnachlass von EON nicht weiter zu reichen (- dank der Politik der Stadt Frankfurt auch mithilfe dieser Einnahmen den Stadtsäckel und so andere Ungereimtheiten abzudichten, was sie so natürlich nicht gesagt haben!). Es gilt aber nicht nur für Oberursel: Der Politik kann man nicht vertrauen, man kann sie nur ständig kontrolliert halten. Und wenn wir schon beim Thema sind, glaube ich nicht, dass es den Politikern besonders ernst damit ist, die Energieanbieter in den Griff zu bekommen – sind das doch nicht nur ihre eigentlichen Brötchengeber, sondern die wirkliche Macht in Deutschland, wenn nicht gar in Europa – eigentlich könnten wir die Bundesländer nach deren Einflussgebiete aufteilen, das käme nicht nur diese Firmen billiger! Und auch das ganze Gerede von der Möglichkeit des Anbieterwechsel soll den Bürger davon abhalten, genau solches zu begreifen.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tetzlafs Datum: 31.03.2007 20:15:39
Täusche ich mich, oder hat sich E-WIE-EINFACH inzwischen an den neuen MIDI-Tarif von TaunaGas angepasst und diesen unterboten (laut VERIVOX):

E WIE EINFACH, MeinCentTarif Gas (gültig ab 03/07):

Ct/kWh: 4,88
Grundgebühr/Monat: 15,87
Kosten: 1166,44
Preisgarantie 1 Jahr

TaunaGas, Midi (gültig ab 04/07):

Ct/kWh: 5,12
Grundgebühr/Monat: 15,87
Kosten: 1213,80 (+47,36)

(jeweils bei 20.000 kWh/Jahr, 10 kW Heizleistung).

Gruß, Alfred


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Andreas Bernhardt Datum: 01.04.2007 11:27:07
Hallo Alfred,
ich hatte am 3.3. bei e-wie-einfach geschaut, da gabs noch nicht die neuen Tarife.

Ich habe einen Verbrauch, der über 20.000 kWh/Jahr liegt. Habe eben auch noch mal bei e-wie-einfach gerechnet.

Sehr interessant. Ab einem Verbrauch von 20.001 kWh/Jahr gilt schon eine andere Preisstufe. Da wird ausgeworfen:

Grundpreis pro Monat: 15,87 Euro
Arbeitspreis pro kWh: 4,67 Cent

Ich weiß nicht, ob es ein Fahler ist. Der TaunuaGas Maxi wird wohl als Grundlage ab 20.001 kWh/Jahr genommen. Der gilt bei TaunaGas erst ab 50.000kWh/Jahr.

Wenn das so stimmt, würde ich 10 Euro im Monat einsparen können.



Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 02.04.2007 07:54:29
Da werde ich doch flink mal nachrechnen.
Und sollte E-wie-Einfach auch nur etwas billiger sein werde ich sofort wechseln.
Das geht dann ratzfatz und TaunaGas hat einen Kunden weniger.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B+A Datum: 02.04.2007 08:27:59
So ein Aufwand wegen 10 Euro im Monat ?

Irgendwie find´ich ´s schon Ok
...dass das Geld indirekt in die Stadtkasse wandert
...und nicht in die Kassen irgendeiner Aktiengesellschaft.


Betreff : Fakten statt spekulieren Autor: Eulenspiegel Datum: 11.04.2007 10:10:11
Die Diskussion könnte ein paar Fakten vertragen. Jetzt bin ich nicht der Profi in Sachen Kommunalpolitik und frage deshalb die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses:

Wieviel Geld floss 2006 von der Stadtkasse an die TaunaGas und wieviel wurde 2006 an Überschüssen von der TaunaGas der Stadtkasse überwiesen?

Wie sehen die Haushaltsplanungen für 2007 aus?

Falls man das irgendwo nachlesen kann, reicht es mir die Quellenangabe völlig, denn ich möchte nicht sinnlos wertvolle Politikerarbeitszeit verschwenden, die ich ja auch bezahle.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B.O.Bachter Datum: 11.04.2007 12:32:31
Das Thema verdient eine eher grundsätzliche Betrachtung:
Wenn Stadtbus und Schwimmbad wichtige Projekte für die Bürger sind, müssen sie aus Steuern finanziert und im öffentlichen Haushalt der Stadt ausgewiesen werden. Das wäre transparent und steuerehrlich.

So fragt sich Gas/Wasserkunde doch, was er wohl noch so alles mit seiner Rechnung bezahlen muss ohne davon zu wissen. Und warum der Gaskunde das Schwimmbad finanzieren muß, der Eigentümer einer Ölheizung allerdings nicht, das entzieht sich wirklich jeder Logik.

Also liebe Politiker - schenkt endlich Eurem Volk reinen Wein ein und sagt uns, was welche Gemeinschaftseinrichtung kostet. Dann können wir entsacheiden, ob sie uns das auch wert sind.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Christof FInk Datum: 11.04.2007 12:55:19
Hallo,

die Antwort auf alle Fragen lautet: 0 Euro.

Dies ist hier nachzulesen: http://www.oberursel.de/Cms/Site/Haushaltsplan_1.asp

Das "Geheimnis" liegt darin begründet, dass die TaunaGas als Tochterunternehmen der Stadtwerke GmbH ihren Gewinn an die Mutter überweist.

Die Stadtwerke sind zuständig für die Wasserversorgung, den Stadtbus, die Parkraumbewirtschaftung und den Betrieb von Frei- und Hallenbad. Alles zusammengenommen machen die Stadtwerke etwa 100 TEUR Gewinn im Jahr, der im Konzern verbleibt.
Dafür hat die Stadt 2006 die Bäder an die Stadtwerke übergeben, was dem Haushalt ca. 600 TEUR erspart hat.

Ich hoffe, diese Antwort hat weitergeholfen.

Christof Fink


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B.Bachter Datum: 11.04.2007 13:44:50
Sonderlich erhellend sind diese Angaben freilich nicht. Wenn die Stadtwerke 100.000 Euro Gewinn machen, jetzt aber 600.000 Euro für die Bäder bezahlen müssen drohen doch noch höhere Gas- und Wasserpreise. Die 500.000 Euro Defizit müssen ja irgendwie bezahlt erden.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Christof FInk Datum: 11.04.2007 17:59:55
Die Stadtwerke machen den Gewinn _trotz_ der Eingliederung der Bäder! Es droht also weder ein Defizit noch höhere Preise!


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B+A Datum: 11.04.2007 22:00:24
???
Was will Christof uns damit sagen
...denn genaugenommen bestätigt er ja nur den Text von B.O.Bachter::

Zitat >>>>>Wenn Stadtbus und Schwimmbad wichtige Projekte für die Bürger sind, müssen sie aus Steuern finanziert und im öffentlichen Haushalt der Stadt ausgewiesen werden. Das wäre transparent und steuerehrlich. So fragt sich Gas/Wasserkunde doch, was er wohl noch so alles mit seiner Rechnung bezahlen muss, ohne davon zu wissen. Und warum der Gaskunde das Schwimmbad finanzieren muß, der Eigentümer einer Ölheizung allerdings nicht, das entzieht sich wirklich jeder Logik. <<<<<Zitat Ende

Ich persönlich freue mich ja über jedes freiwillige und/oder unfreiwillige Spendentöpfchen für´s Schwimmbad
...aber wenn´s um Transparenz und Logik geht, kann ich B.O.Bachters Worte nachvollziehen.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Helen Datum: 12.04.2007 11:34:38
Ganz ehrlich, Herr Fink, Ihre Rechenkünste kann ich nicht nachvollziehen.
Würde ich mein Haushaltsgeld aus Topf a) nehmen und z.T. in die Töpfe b) und c) einzahlen und daraus die Lebensmittel bezahlen, für das Obst aber die gebunkerte Reserve in Topf d) angreifen würde kein Mensch mehr durchblicken und wir wären pleite oder verhungert.
Wenn man beim Stadthaushalt so rechnet wundert mich überhaupt nichts mehr.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 12.04.2007 16:39:30
Ich empfehle die Lektüre des Leserbriefs von Herrn Neef in der heutigen Tausnuszeitung, besonders den gewählten politischen Vertretern.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 13.04.2007 08:32:44
Nachbemerkung:
Nachdem ich gestern im OK einen Aufruf mit dem Titel (sinngemäß) "Haben Sie auch Ärger mit Taunagas" fand, denke ich, es ist an der Zeit, daß die Stadt offiziell zu diesem Thema Stellung nimmt und auch dahingehend Einfluß auf das Unternehmen nimmt, daß es sich in der Kommunikation etwas bürgerfreundlicher darstellt.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Susann Datum: 13.04.2007 10:26:16
@Tim: Wo fandest Du die Frage ? Im OK ? Was ist denn das ?


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: B+A Datum: 13.04.2007 11:59:52
Oberurseler Kurier
...wird Donnerstags an alle Haushalte kostenlos verteilt.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Anko71 Datum: 13.04.2007 13:21:32
In meinem Wohnviertel heißt der "Kurier" WOCHE ... Smile)


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Andreas Bernhardt Datum: 13.04.2007 13:49:47
Ich hatte die genannte Anzeige gar nicht gesehen. Habe die Oberurseler Woche wieder aus der Tonne geholt. Die Arbeit hat sich für mich nicht gelohnt. Es kann ja jeder machen was er will, aber ein anonymer Aufruf unter Chiffe zu antworten empfinde ich als ziemlichen Kindergarten. Kundenunfreundlich habe ich die TaunaGas bisher nicht empfunden (ich meine jetzt nicht die Preisgestaltung, da kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein).


Betreff : Unprofessionelles Beschwerdemanagement Autor: Eulenspiegel Datum: 13.04.2007 15:51:29
Ich habe Zweifel, ob ich den Text der Anzeige richtig verstanden habe. Mir scheint ein "TaunaGas-Frustrierter" Mitstreiter zu suchen. Offen bleibt für was:

Ist es überhaupt der Mühe wert Aktionen gegen die TaunaGas zu einzuleiten? Wenn Beschwerden - ob gerechtfertigte oder nicht - so unprofessionell ignoriert werden, dann kann man das stillschweigend erdulden, oder einfach seinen Anbieter wechseln. Nur wenn die Umsätze zurückgehen, wird der Aufsichtsrat durchgreifen.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Alpha 12 Datum: 14.04.2007 10:37:14
Also kundenfreundlich ist die TaunaGas auch nicht gerade. Wenn ich einen Brief schreibe und Einspruch gegen die Preisgestaltung erhebe, erwarte ich eine Antwort, TaunaGas hat dies aber nicht nötig. Mein Schreiben vom August letzten Jahres wurde erst beantwortet als ich im Dezember meinen Einspruch wiederholte.
Im Februar habe ich gegen die Jahresrechnung Einspruch eingelegt und den neuen Vertrag unterschrieben und mit einem Anschreiben an die TaunaGAs geschickt. Ende März bekamen wir die Aufforderung, den neuen Vertrag zu unterschreiben und zurück zu senden, anderenfalls müßten wir mit höheren Preisen rechnen. Wo mag wohl unser Vertrag abgeblieben sein? Ist er womöglich im Papierkorb gelandet, weil man auf mein Schreiben nicht antworten wollte?
Nun, ich habe der TaunaGas mitgeteilt, dass der Vertrag samt den Briefen irgendwo bei ihnen herumliegen muss. Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten. Kundenfreundlich ist dieses Verhalten jedenfalls nicht.
Im Übrigen haben wir jetzt gelesen, dass es einen zweiten Anbieter für Oberursel gibt. Bei einer kurzen Überprüfung stellten wir fest, dass wir ca. 150 Euro sparen könnten. Nun, die Unterlagen werden wir anfordern und gegebenenfalls wechseln.



Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim Datum: 15.04.2007 09:53:33
@ Andreas Bernhard
Ich finde den Weg über die Chiffre-Anzeige auch nicht sehr gelungen. Dennoch hat sie vermutlich den einen oder anderen angesprochen.
Auf der anderen Seite muß beachtet werden, daß doch einige Energie (aufgestauter Ärger) nötig ist, um eine derartige Anzeige zu schalten. Und an dieser Stelle sollte die Stadt ein offizielles und vor allem nachvollziehbares Statement abgeben, damit das ganze nicht in die Sektiererei abdriftet.
Für mich persönlich gilt:
Das Ärgernis liegt weniger bei den Gaspreisen, als bei der Geheimniskrämerei und dem Versuch der Bürgerverdummung.


Betreff : Zero Transparency local Autor: B.O.Bachter Datum: 16.04.2007 13:27:19
Ihr Anliegen ist berechtigt, ich fürchte aber Sie werden weder ein Statement des Bürgermeisters, noch der Stadtverwaltung oder der TaunuaGas bekommen. Transparenz ist hier wohl im ursprünglichen Sinne ein FREMD-Wort.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: DTGOBU Datum: 18.04.2007 10:57:20
Hallo Alpha 12,

können sie die Daten dieses zweiten Anbieters hier mitteilen ? Ich wäre daran interessiert.

Danke im voraus

T.Gerber


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 18.04.2007 20:40:24
Ein 2. Anbieter für Oberursel ? Wer ist das ? Habe noch nicht Neues gehört.


Betreff : Nochmal Gaspreise Autor: Tim


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 02.11.2007, 15:49       Nach oben   


Siehe auch Thema A......ABFALLBESEITIGUNG, VER- UND ENTSORGUNG -> ENERGIEVERSORGUNG ->TaunaGas

 ENERGIEVERSORGUNG: gestiegene Gaspreise      Verfasst am: 07.10.2005, 15:06       Nach oben   


Weitereleitung zum Thema Gaspreise

Betreff : Gaspreise Autor: Kolja Datum: 26.09.2005 15:51:18
Hallo Forum,

wir sind vor ein paar Wochen ins Eigenheim umgezogen und jetzt habe ich einen Brief der Taunagas erhalten, daß sich zum 01.10.2005 die Gaspreise erhöhen.

Mir fehlt jetzt leider der Vergleich zu früher.

Kann mir jemand sagen, wie die KWh Preise vorher aussahen bzw um wieviel Prozent Taunagas erhöht?

Gruss und Dankeschön im Voraus

Kolja


Betreff : Gaspreise Autor: Spätzlekenig Datum: 26.09.2005 21:37:32
Hier in CUX sind das -glaube ich- rd 14%. Muß al sehen, das Pamphlet liegt hir noc rum. Jedenfalls eine hemmungslose Frechheit. Schade, daß man nicht wie beim Strom den Anbieter aussuchen kann und auf die Monopole angewiesen ist!
Etzt reg i mi scho wiedr uff- Eiern Spätzlekenig!


Betreff : Gaspreise Autor: Sascha Füller Datum: 29.09.2005 08:21:39
Wenn die Gaspreise weiter so steigen, bleibt die Heizung in den meisten Räumen eben aus.
In der Wohnküche haben wir einen Kamin, den wir mit Holz beheizen können, das wir günstig sammeln oder von Bekannten geschenkt bekommen. Das reicht und ist gemütlich
.

Betreff : Gaspreise Autor: Volker Datum: 29.09.2005 12:53:42
Ich könnte unseren Kombibrenner auch mit Holz beheitzen, halte das aber ökologisch nicht für besonders sinnvoll.
Auf keinen Fall akzeptiere ich, dass die Gaspreise um 15% steigen, weil sie an die Ölpreise gekoppelt sein sollen.
Lieber bleibt die Bude kalt oder es werden dickere Klamotten angezogen, bis der Winter richtig kommt.


Betreff : Gaspreise Autor: Alpha 12 Datum: 29.09.2005 18:14:23
Wir wohnen auch im Eigenheim, aber die Heizkosten sind bald nicht mehr zu finanzieren, vor allem seit mein Mann Rentner ist. Da er gezwungenermassen in die Altersteilzeit und dann in die vorgezogene Rente musste, müssen wir auch noch mit erheblichen Kürzungen klar kommen trotz 45 Arbeitsjahren. Wenn die Gaspreise noch weiter steigen, werden wir wohl die Räume unter 20 Grad heizen und uns mit Jacken und Decken ins Wohnzimmer setzen. Da die Strompreise auch steigen werden, decken wir uns schon mal mit Kerzen ein, die auch gleichzeitig ein bißchen Wärme verbreiten.
Ob der Kamin eine Lösung ist? Unser Nachbar hat einen Kamin und wenn der in Betrieb ist, müssen wir die Fenster geschlossen halten, weil der Rauch direkt in unsere Wohnung zieht. Solange der Kamin erst in den späten Abendstunden angemacht wird, ist das noch hinzunehmen. Wenn er aber schon mittags in Betrieb geht und wir den ganzen Tag die Fenster geschlossen halten müssen, ist das alles andere als schön. Es ist eine Einschränkung unserer Lebensqualität. Also nur Kamin ist für den Besitzer vielleicht ganz schön, aber für die Nachbarn nicht so angenehm.
Übrigens ist gehört Oberursel bei den Gaspreisen nicht gerade zu den preiswerten Anbietern, wie man im INternet nachlesen kann.


Betreff : Gaspreise Autor: B+A Datum: 30.09.2005 08:27:12
Alpha12,
bei geschlossenen Kaminen Bauart 1 stinkt nix, wenn sie richtig doll aufgeheizt sind ( ...nur bei offenen oder zu mickrigen Feuerchen stinkt´s dem Nachbarn )

@Volker,
ein Holzfeuer ist sehr wohl ökologisch vertretbar, da es sich um einen regenerativen Brennstoff handelt ( ...noch dazu um einheimischen )

Darüberhinaus ist es CO2-neutral, da Bäume sowohl beim Verfaulen als auch beim Verbrennen genausoviel CO2 abgeben wie sie zuvor aufgenommen haben ( ...korrekte Flamme vorausgesetzt )



Betreff : Gaspreise Autor: Kolja-ohne login Datum: 30.09.2005 09:25:54
Hi Leute,

erstmal Danke für die Infos, aber irgendwie bleibt meine ursprüngliche Frage offen:

Um wieviel wurde denn nun erhöht?

Es wäre nett, wenn mir da noch jemand Auskunft geben könnte.

Gruss und Danke

Kolja


Betreff : Gaspreise Autor: berti Datum: 30.09.2005 10:54:21
tja kolja, es war wohl etwas naiv hier eine ernsthafte antwort auf Deine frage zu erwarten. dass hättest Du aber nach Deinem "hundepost" wissen müssen. schau mal auf die taunagas homepage, meinen stümperhaften berechnungen zur folge müsste es eine erhöhung um ca. 8 % sein.


Betreff : Gaspreise Autor: JayJay Datum: 30.09.2005 13:48:45
Laut der gestrigen Sendung "MEX" im Hessenfernsehen ist der Gaspreis in Oberursel dieses Jahr um 8,81% gestiegen


Betreff : Gaspreise Autor: Kolja-wieder ohne login Datum: 01.10.2005 10:16:49
Hi JayJay, Hi berti, Danke für die Info, das hilft weiter....

Betreff : Gaspreise Autor: BMGOLLY Datum: 02.10.2005 15:00:12
LIEBER HERR KOLJA DIE PREISE STEIGEN UM 100 %


Betreff : Gaspreise - Raumklima Autor: Eulenspiegel Datum: 04.10.2005 11:52:26
Nachdem wir nun endlich wissen, wie hoch die Preiserhöhung bis jetzt war, möchte ich auf die vorgetragenen Sparvorschläge eingehen.

Klar spart es Heizenergie und damit auch Geld, wenn die Raumtemperatur abgesenkt wird. Jacken, Decken und "menschliche und tierische Nähe" können das Leben trotzdem sehr gemütlich machen. Aber Vorsicht mit dem Raumklima! Bitte vergesst nicht richtig zu lüften. Ein brauchbares Hygrometer zur Kontrolle der Luftfeuchte sollte man sich für jeden Raum leisten. Es muss so häufig stoßgelüftet werden, bis die relative Luftfeuchte ca. 60% beträgt. Sonst drohen Gesundheitsgefahren durch Schimmel.

Lieber Einzelhandel, könnt ihr brauchbare Wetterstationen zum kleinen Preis anbieten?


Betreff : Gaspreise Autor: Alpha 12 Datum: 07.10.2005 15:43:18
In der Theorie mag dies ja zutreffen, aber in der Praxis nicht, wie man auf Spaziergängen riechen kann. Ein Kamin raucht eben nun mal und wenn der Rauch in die Wohnungen zieht wird es problematisch. Wir haben seit einigen Jahren dieses Vergnügen jeden Winter. Zwar haben wir keine Lagerfeueratmosphäre mehr wie in den ersten 2 Jahren aber beim Betrieb des Kaminofens haben wir nur die Wahl: entweder Fenster geschlossen halten oder uns einräuchern lassen. Übrigens habe ich vor kurzem gelesen, dass die Feinstaubbelastung bei der Verbrennung von Holz höher ist, als bei anderen Heizarten. Kein Wunder also, dass mir manchmal sogar die Augen tränen, wenn unser Wohnzimmer zuviel Rauch abbekommen hat.
Betroffen sind besonders auch die berufstätigen Mitbewohner, die oftmals gar nicht mehr ihre Wohnungen lüften können.
3-4 mal am Tag soll man Stoß lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden, aber wenn keine Frischluft ins Zimmer kommt sondern nur Rauchgeruch dann läßt man dies eben. Fragt sich nur, wer für den Schaden aufkommt, der durch ungenügende Lüftung entsteht.


Betreff : Gaspreise Autor: Alpha 12 Datum: 07.10.2005 16:06:42
Ich habe mal auf unsere letzte Gasrechnung vom 4.10.2004 geschaut. Die Abrechnungsperiode umfaßte den Zeitraum vom 13.9.03 - 30.09.04. Der Arbeitspreis für das Gas betrug vom 1.4.-30.9.04 3,02 Ct/kWhnetto, mit 16% MwSt 3,50 Ct. Laut Schreiben der TaunaGas beträgt der Preis ab 1.10.05 4,94 Ct/brutto. Wenn ich der Mathematik und des Dreisatzes noch mächtig bin und richtig gerechnet habe würde dies eine Erhöhung von 41% bedeuten.
Mittlerweile wissen wir, dass auch die Strompreise um 6% angehoben werden sollen. Was geschieht eigentlich, wenn diese Preise nicht mehr bezahlt werden können? Was machen z.B. Rentner, die seit 3 Jahren Minus-Runden hinnehmen müssen oder Geringverdienende. Hartz IV-Empfängern werden die Heizkosten bezahlt, allerdings wie lange noch?

Betreff : Gaspreise Autor: B+A Datum: 11.10.2005 02:55:11
<<<<In der Theorie mag dies ja zutreffen, aber in der Praxis nicht>>>>
Das Holz muss natürlich trocken und die Feuerstelle extrem heiss sein ( ...denn nur die lauen halboffenen Feierabendkaminfeuerchen "stinken" )

PS
...passend zum Thema :
Gerade beim Gassigehen in der Rathausvitrine gelesen ( ...dass die CDU zur Stadtverordnetenversammlung am 13.10. einen Antrag auf ein "Holzkraftwerk" gestellt hat )
auch unter
http://www.oberursel.de/pdf_dokumente/E_StvV_2005-10.pdf
nachzulesen

PPS :
Schäm ( ...da ich noch immer keinen Blick auf die Gasabrechnungen geworfen hab´ )


Betreff : Gaspreise Autor: Susann Datum: 16.10.2005 18:03:41
Hallo Kolja, las kopfschüttelnd die Antworten auf Deine Frage. Und guckte mir mal unsere letzte richtige Abrechnung an.
Ist nicht so einfach, da sich in einem Jahr (30.9.03/30.9.04) die Preise 3x erhöhten.
Am 30.9.04 betrug der Grundpreis 140,80 / Jahr x 1 Einh. und der Arbeitspreis 0,0328 / kWh. Machte, selbst bei sparsamen Verbrauch, über 800 Euro pro anno.
Danach kam Ende Oktober noch ein Schreiben vom neuen Lieferanten TaunaGas, die monatliche Abschlagszahlung betrüge 75 Euro und die nächste Rechnung käme im Januar 2006.
Da in der Zwischenzeit mehrmals die Preise erhöht wurden sparen wir schon mal für die erwartete Nachzahlung.
Trotz neuer sparsamer Heizung sind die Rechnungen kaum noch zu bezahlen.


Betreff : Gaspreise Autor: Kolja Datum: 18.10.2005 00:04:17
Hi Susan,

Danke nochmal für eine der wenigen vernünftigen Antworten auf meine Frage...

(JayjAy, berti und die "Holzheizer" natürlich ausgenommen)

Mein Fazit ist, das ich ca 20% auf den Taunagas Abschlag zusätzlich zurücklegen werde...

Gruss und nochmals Danke

Kolja


Betreff : Gaspreise Autor: Susann Datum: 14.01.2006 19:10:03
Wir bekamen heute die Abrechnung der TaunaGas und holten beim Lesen erstmal tief Luft.
Im Zeitraum vom 1.10.2004 bis 15.11.2005 (also 13 1/2 Monate) stieg der Gaspreis um satte 26 %, statt monatlich 75 Euro sind nun 94 Euro fällig.
Leider steigt unser Bruttoeinkommen nicht wie die Gas- und Strompreise und meine Mutter fühlt sich schon bei den Tempereraturen bei uns (dicke Pullover, 2 Paar Socken und Decke gehören mittlerweile zur Ausstattung) an die Nachkriegswinter erinnert.
Toll, das wir da mal wieder - auch was die Arbeitszeit betrifft - gelandet sind.


Betreff : Gaspreise Autor: Anja Datum: 16.01.2006 09:42:07
Ja, doch, die Preise bzw. Preiserhöhungen innerhalb eines Jahres sind recht heftig.
Zumal die meisten von uns seit ca. 3-4 Jahren ein niedrigeres Einkommen haben und auch andere Fixkosten gewaltig in die Höhe schnellten.
Hat man kleine Kinder zu Hause oder ältere Verwandte kann man auch nicht einfach die Heizung runterdrehen.
Fazit: Man zahlt zähneknirschend, wird aber zum ersehnten wirtschaftlichen Aufschwung bestimmt nichts beitragen.


Betreff : Gaspreise Autor: Ingrid Lößl Datum: 16.01.2006 23:14:13
Auch wir haben unsere Gasrechnung erhalten und zahlen in Zukunft 30 Euro mehr, obwohl wir weniger Gas verbraucht haben. Ich schreibe mir jeden Monat unseren Gaszähler ab und daher habe ich einen Vergleich. Trotz sparsameren Umgang mit Energie zahlen wir immer mehr. Und die nächsten Erhöhungen sind schon angekündigt worden. Was geschieht, wenn diese Preise nicht mehr bezahlt werden können, weil das Geld einfach nicht mehr reicht? Dazu paßt hervorragend die Meldung des Herrn Prof. ´Raffelhüschen dass es für die nächsten 30 Jahre nur noch Nullrunden bei den Renten geben soll - von den Pensionen sprach er nicht. Was also, wenn wir irgendwann lesen müssen, dass ein alter Mensch in seiner Wohnung erfroren ist, weil er die Heizung nicht bezahlen konnte. Jetzt lächeln wir noch bei dieser Vorstellung, aber es kann Realität werden.


Betreff : Gaspreise Autor: Teresa Datum: 17.01.2006 09:18:26
Ich lächele nicht über diese Zukunftsaussichten, denn für viele Menschen sind sie schon bittere Realität geworden.
Wer mit Hartz-IV auskommen muß kann eine Nachzahlung von Strom- oder Gaspreisen nicht mehr bezahlen und dem wird dann gnadenlos der Gashahn oder die Stromzufuhr abgedreht.
Bekannte von uns wohnen in Frankfurt im Gallus, da ist das schon an der Tagesordnung.
Zu Erhöhung der Preise in Oberursel: Wir haben seit 5 Jahren eine neue Gasheizung, verbrauchen dadurch deutlich weniger und senkten die Temperaturen. Trotzdem wachsen uns langsam die Kosten über den Kopf (mein Mann ist Frührentner) und wir möchten doch gerne wissen wie es weitergehen soll.


Betreff : Gaspreise Autor: Fahrenheit Datum: 18.01.2006 09:25:31
Bei Hartz-IV werden die Heizkosten berücksichtigt.


Betreff : Gaspreise Autor: Teresa Datum: 18.01.2006 13:01:00
Fahrenheit: Wenn man Sozialhilfe bezieht oder von Hartz-IV lebt wird man dennoch nicht von den Nachzahlungen verschont.


Betreff : Gaspreise Autor: Svenja Datum: 19.01.2006 07:34:45
Bei Hartz-IV kenne ich mich nicht so aus, aber jeder, der über der Bemessungsgrenze liegt (und die ist sehr niedrig) bekommt keinen Heizkostenzuschuß oder einen Zuschuß zur Stromrechnung.
Das trifft vor allem Geringverdiener und ältere Menschen mit einer nicht so üppigen Rente. Wer nur 50 Cent über der Grenze liegt kann sehen wie er 50 Euro Nachzahlung aufbringt.
Die FR sammelt immer in ihrer Aktion "Not gemeinsam lindern" für ältere, hilfsbedürftige Menschen und dieses Jahr gaben wir sehr viel der gesammelten Summe an die Mainova weiter und beglichen so Nachzahlungsforderungen. Viele Spender, die die Lebensgeschichte der Menschen, für die gesammelt wid, lasen fragten dieses Jahr an ob sie nicht gleich das Geld an die Mainova überweisen sollten.
Und so ist es in Oberursel auch, denn die TaunaGas rühmt sich ja ihrer tollen finanziellen Situation.


Betreff : Gaspreise Autor: Fahrenheit Datum: 19.01.2006 09:45:43
Die Nachzahlungen werden bei Hartz IV, bzw. Sozialhilfe ebenfalls übernommen (wirtschaftliches Verhalten mit der Heizenergie vorausgesetzt).
Allerdings nur die Kosten für die Heizung.

Kochen, warmes Wasser, Licht wird nicht übernommen.


Betreff : Gaspreise Autor: Friedrich Datum: 19.01.2006 11:49:20
@Fahrenheit: Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger werden von den Gasnachzahlungen befreit ? Das ist ja mal was ganz Neues oder unsere Bekannte leben nicht "wirtschaftlich genug", denn sie stottern 34 Euro Nachzahlung ab.
Und was macht man wenn man Nachzahlungen für Strom oder Wasser nicht mehr bezahlen kann ? Klar, es gibt Kerzen und zum Kochen kramen wir wieder die Kochkiste raus oder wie sieht das aus ?
Und was machen die vielen Menschen die über dem Satz für die Befreiungen oder Zuschüsse liegen ? Die Sätze sind so niedrig, da ist man doch einsfix drüber.


Betreff : Gaspreise Autor: Autofahrer Datum: 19.01.2006 13:25:32
Obwohl ich dieses Jahr nur 7 cent nachzahlen muß, bleibt generell niemand von Nachzahlungen verschont.
Die einzige Lösung ist noch mehr sparen, frieren oder mit einem Kamin oder Kohleofen heizen.
Leider gibt es keine Alternative zu einem anderen Anbieter, da die Taunagas hier das Monopol hat.
Aber es ist schon ein Hammer,
wenn man für einen 4 Personenhaushalt bei 120m² Wohnfläche im Monat 230.- € zahlen muß.


Betreff : Gaspreise Autor: Voila Datum: 19.01.2006 15:18:58
hat mal einer durchgerechnet, ab wann es sich lohnt die Heizung abends drastisch runterzudrehen, und das gesparte Geld in einer gemütlichen Kneipe zu versaufen?


Betreff : @autofahrer Autor: Seppl Datum: 19.01.2006 16:37:55
230Euro/Monat nur für Gas bei 120 qm ???


Betreff : Gaspreise Autor: Edson Datum: 19.01.2006 18:17:48
Autofahrer, rechne das bitte noch mal nach!


Betreff : Gaspreise Autor: Silke Datum: 19.01.2006 19:41:49
Als ich gestern den Artikel über die TaunaGas in der FR las ging mir wirklich der Hut hoch - auch wenn ich, wie hier oft geraten wird, nicht alles glaube was in einer Zeitung steht.
Aber wenn ich lese, das Ziel der Selbständigkeit war und ist selbst vom lukrativen Gasgeschäft zu profitieren, also jetzt selbst die Bürger/innen neben Steuer u.a. kräftig zu schröpfen werde ich echt sauer. Denn wer erinnert sich nicht der Krokodilstränen des Bprgermeisters als die TV-Sendung MEX Oberursel als teuersten Gaslieferanten outete. Flink wurde etwas von der geplanten Gebührenerhöhung zurückgenommen, die nächste etwas verschoben und Oberursel ist Gott sei Dank nicht mehr die Nr. 1 der Gas-Lieferanten-Hitliste.
Wenn man sich aber mal überlegt dass dieses Unternehmen seine Preise in 13 Monaten um über 25 % erhöhte, während die meisten Bürgerinnen und Bürger seit Jahren einen Reallohnverlust haben ist es schon dreist solche Interviews zu geben und mit seinem Zertifikat zu prahlen.


Betreff : Gaspreise Autor: Fahrenheit Datum: 20.01.2006 09:46:51
@Friedrich:
Das regelt § 19 SGB II:

"Erwerbsfähige Hilfebedürftige erhalten als Arbeitslosengeld II
1. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts einschließlich der angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung, (...)"

Das Problem ist natürlich die "Angemessenheit", die im Heizverhalten der Bewohner liegt.
Die Erhöhung der Gaspreise selbst kann dem Sozialhilfebezieher allerdings nicht angelastet werden.


Betreff : Gaspreise Autor: Rita Datum: 20.01.2006 11:02:42
Das ist doch eine ganz einfache Rechnung. In einem 4-Personen-Haushalt wird den ganzen Tag geheizt (ich gehe jetzt mal von aus das es keine WG mit 4 berufstätigen Leuten ist). Wo kleine Kinder oder ältere Menschen wohnen kann man die Heizung nicht auf 18 Grad runterdrehen und dann hat man bei den Preisen ganz schnell eine so hohe monatliche Belastung.


Betreff : Gaspreise Autor: Kalle Datum: 21.01.2006 19:39:43
Soviel ich weiß, muss man sich bald nicht mehr von der TaunaGas mit Gas beliefern lassen. Ruhig mal erkundigen. Auch die TaunaGas ist verpflichtet, diese Tatsache zu bestätigen. Man nutzt zwar immer das (Rohr)netz der TaunaGas, kann sich aber dann von einenm anderen Anbieter beliefern lassen. Bis zum 1. Juli 2007 muss das "Unbundling" der Netze vollständig umgesetzt sein.
Dann, neuen Gasanbieter suchen, der wird den Wechsel in die Wege leiten.
Man kann auch seinen Tarif umstellen. Vielleicht geht es günstiger. Auch hier ruhig mal bei der TaunaGas anrufen (Tel. 509-0)


Betreff : Gaspreise Autor: Autofahrer Datum: 22.01.2006 21:15:14
@Seppl+Edson; es sind genau 236.-€ bei 132m², als Abschlag für 2006, jeweils monatlich.
Für 2005 habe ich genau €2618.- brutto für das ganze Jahr gezahlt.Okay, unser Flur wird auch geheizt und die Wohnung hat mehrere Etagen.


Betreff : Gaspreise Autor: Ingird Lößl Datum: 22.01.2006 23:38:59
Richtig, wenn den ganzen Tag jemand zu Hause ist, weil er Kinder hat oder eben im Rentenalter ist, kann die Heizung nicht einfach herunter-edreht werden. Wie ich schon erwähnt habe, haben wir 2005 weniger Gas verbraucht als im
im Jahr davor, weil wir die Heizungen in unserer Wohnung heruntergedreht haben, dickere Pullis tragen oder uns im Wohnzimmer in eine Decke wickeln. Wir müssen keine Nachzahlung leisten sondern erhalten sogar ein paar Euro zurück, trotzdem ist die Abschlagszahlung, die wir jetzt zu leisten haben, um ca. 20% angestiegen. Noch niedriger zu heizen ist kaum mehr möglich, denn 20 Grad Wohnzimmertemperatur sind sicher nicht zu hoch und 16-18 Grad warm sollten die Zimmer schon sein, es könnte sich sonst Schimmel bilden. Holz- oder Kohleöfen, ob das die Lösung ist? Die immer beliebter werdenden Kamine werden mit Holz befeuert und diese arbeiten nun mal nicht rauch- und damit geruchsfrei. Wenn Nachbars Kamin in Betrieb ist, kann man auch nicht mehr mehrmals am Tag lüften, weil sonst der Rauch und damit auch unangenehmer Geruch in die Wohnungen dringt. Bekanntlich brennen diese Kamine nicht den ganzen Tag und werden erst am Nachmittag angezündet. Berufstätige, die just zu diesem Zeitpunkt nach Hause kommen, müssen notgedrungen auf eine Lüftung ihrer Wohnung verzichten. Eigentlich kann man nur noch darauf hoffen, dass die Winter bei uns wärmer werden.
Aber was geschieht wirklich, wenn die Heizkosten weiter in die Höhe gehen, die Einkommen nicht mehr mithalten und viele Rentner, Geringverdiener und FAmilien die Kosten nicht mehr zahlen können? Es kann doch nicht sein, dass Rentner ein Drittel ihrer Rente nur für eine warme Wohnung und warmes Wasser ausgeben müssen. Und da auch die Strompreise weiter steigen werden, wird die Situation immer prekärer. Glaubt denn jemand, dass der derzeitige Ministererlass Bestand haben wird? Spätestens nach den Kommunalwahlen wird man feststellen, dass die Stromversorger zurecht Preiserhöhungen gefordert haben und wir sollten uns besser darauf einstellen, dass diese Preise demnächst auch erhöht werden.


Betreff : Gaspreise Autor: tosel Datum: 23.01.2006 08:54:18
@ingrid lößl: > >>Kamine werden mit Holz befeuert und diese arbeiten nun mal nicht rauch- und damit geruchsfrei. Wenn Nachbars Kamin in Betrieb ist, kann man auch nicht mehr mehrmals am Tag lüften, weil sonst der Rauch und damit auch unangenehmer Geruch in die Wohnungen dringt<<<< also ich finde den Geruch nicht unangenehm und wenn das Holz trocken ist ...ist weder Rauch noch stínken angesagt... Ich finde die Kaminöfen sind eine sehr gute Alternative um ( in unserem Falle ) Heizöl zu sparen! Wie war das denn früher? Hat man da nicht gelüftet???? Es gab da doch nur Holz und Kohle... die Kohleöfen haben schon eher unangenehmen Geruch verbreitet..


Betreff : Gaspreise Autor: Teresa Datum: 23.01.2006 08:55:10
Da sind viele Fragen zugleich.
Der Ministererlass wird nichts bewirken, denn dieser Minister war maßgeblich daran beteiligt dass diese Regulationsmethode 2007 ausläuft. Also spätestens dann sind saftige Erhöhungen fällig.
Was macht man mit alten Eltern, die mit ihrer Rente die ständig steigenden Kosten nicht mehr zahlen können ? Zumal sie ja auch ständig Nullrunden fahren. Man, also Kind/er helfen aus. Oder soll ich meine Eltern erfrieren lassen ? Sie können die Heizung nicht so runterdrehen, denn mein Vater leidet stark an Rheuma, und überhaupt frieren sie nun mal leicht.
Heizung runterdrehen. Bis wohin denn ? Ich mag nicht mit meinem Buch zähneklappend bei 18 Grad im Wohnzimmer sitzen, da kann ich auch gleich ins Bett gehen.
Habt Ihr schon mal dran gedacht dies könnte eine gezielte Maßnahme sein zum Bevölkerungszuwachs sein ? Wenn irgendwo der Strom ausfällt gibt es 9 Monate später einen Babyboom. Könnte doch Absicht sein ?


Betreff : Gaspreise Autor: Justus M. Datum: 23.01.2006 09:08:58
Diese ganze Diskussion erinnert mich sehr an meine Kinderzeit. Wir hatten Kohleöfen, aber nur der im Wohnzimmer wurde geheizt. Im Schlafzimmer wurde nur geheizt wenn wir Kinder krank waren. Und im Bad wurde Samstag der Badeofen geheizt zum wöchentlichen Bad. Gewaschen wurde sich sonst kalt.
Dann kam die Brikettzeit, die sich nicht von der Kohlezeit unterschied. Es musste immer aufgepasst werden dass das Feuer nicht ausging.
Dann kam die Heizung mit Heizkörpern in allen Zimmern. Sie wurde anfangs mit Briketts geheizt, später mit Gas. Aber immer lag im Keller ein Berg Briketts und man konnte jederzeit bei der Heizart umsteigen.
Jetzt hat man die vollautomatischen Heizanlagen, da kann man die Zeit einstellen in der sie heizen soll, aber sonst auch nichts.
Und ehrlich gesagt trauere ich manchmal dem bullernden Offen nach. Als ich dies meiner Mutter erzählte fiel sie aus allen Wolken, denn auf den Ofen aufpassen, Schlacke rausräumen, Briketts schleppen war halt auch nicht so lustig.



Betreff : Gaspreise Autor: Ingrid Lößl Datum: 23.01.2006 15:12:02
Also ich finde es nicht angenehm, wenn der Rauch aus Nachbars Kamin direkt in unsere Wohnung weht. Natürlich, würde dieser nach Tannennadeln und Wald riechen, dann ginge es vielleicht noch, aber leider ist dies nicht der Fall. Es ist unangenehm und führt manchmal zu Hustenreiz, denn nicht immer werden diese Kamine vorschriftsmäßig mit trockenem Holz beheizt. Und selbst wenn dies der Fall ist, bei ungünstiger Wetterlage weht der Rauch direkt in die Wohnung und ein Lüften ist einfach nicht möglich.
Früher wurde mit Kohle geheizt, aber eben nicht alle Räume. Als Jugendliche wurde mein Zimmer überhaupt nicht geheizt, was dazu führte, dass ich Eisblumen am Fenster hatte. Aber damals war ich auch schon den ganzen Tag arbeiten und nur am Wochenende habe ich mein Zimmer beheizt. Das Wohnzimmer wurde erst am späten Nachmittag beheizt und das Bad am Samstag, wenn allgemeiner Waschtag war. Die Luft roch nach Rauch, besonders bei nebligem Wetter und und der feine Staub reizte die Nase. Wir haben das damals nicht so empfunden, weil wir es gewohnt waren. Aber das sind wir heute nicht mehr. Vor gut 10 Jahren studierte die Tochter unseres Freundes in Halle. Dort hatten viele Häuser noch die guten alten Kohleöfen und entsprechend roch es in der Stadt. Im Winter litt das Mädchen unter Dauerhusten und auch wir husteten bei unseren Besuchen. Nach 3 Jahren verließ sie die Stadt und der Husten verschwand. Wollen wir wirklich wieder solche Verhältnisse?


Betreff : Gaspreise Autor: Autofahrer Datum: 24.01.2006 19:34:56
Kamingestank und Kohkefeuer riecht fürchterlich und ist total schlecht für die Umwelt.
Ein Kamin= 20 LKW


Betreff : Gaspreise Autor: Sebastian Datum: 25.01.2006 08:35:22
Wir bekommen wieder solche Verhältnisse. Immer mehr Menschen fragen an ob man ihre supermoderne Gasheizung nicht umrüsten kann zum Kohle-, Brikett- oder Holzofen, denn diese Brennstoffe sind nun mal billiger als Gas. Zudem sind viele auch einfach sauer weil diese Betriebe Riesenumsätze einfahren und trotzdem die Preise alle 1/4 Jahre erhöhen.


Zuletzt bearbeitet von ... am 26.02.2008, 22:24, insgesamt 6-mal bearbeitet


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 16.09.2005, 00:00       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 16.09.2005
Starker Anstieg beim Gaspreis
Von Michael Neumann

Oberursel. Die Kunden der Tauna Gas in der Brunnenstadt müssen mit einer saftigen Erhöhung des Gaspreises zum 1. Oktober rechnen. Grund ist die Preiserhöhung durch den Vorlieferanten, den Versorger Mainova. Im Raum steht eine Anhebung der Preise um zwischen 15 und 25 Prozent.

Tauna-Gas-Geschäftsführer Jürgen Funke erklärte gestern gegenüber der TZ, die Entscheidung über die Preiserhöhung sei zwar im Aufsichtsrat gefallen, die Öffentlichkeit werde aber erst am kommenden Dienstag informiert. Funke gab nur so viel bekannt: «Wir werden uns dem allgemeinen Trend der Preiserhöhung nicht verschließen können.» Wie die TZ erfuhr, soll die Erhöhung des Vorlieferanten Mainova von Tauna Gas direkt an die Oberurseler Kunden weitergegeben werden.

Erst im Januar dieses Jahres hatte die Tauna Gas den Preis fürs Erdgas um neun Prozent erhöht und damit ebenfalls eine Anhebung durch den Vorlieferanten Mainova weitergegeben (TZ berichtete). Wenige Wochen zuvor hatte der Aufsichtsrat gar eine Erhöhung des Gaspreises um 14 Prozent beschlossen, hatte die Tauna Gas damit aber an die Spitze aller 43 Gasversorger in Hessen katapultiert.

Den Titel des unrühmlichen Spitzenreiters wollte der Oberurseler Magistrat dann aber so schnell wie möglich wieder loswerden, und Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) berief den Aufsichtsrat der Tauna Gas, um die Gaspreiserhöhung noch einmal überprüfen zu lassen. Die Folge: Die Preissteigerung von 14 Prozent wurde auf neun Prozent zurückgenommen.

Der Aufsichtsrat sei davon ausgegangen, dass die anderen Wettbewerber die Preiserhöhung des Vorlieferanten Mainova eins zu eins an die Kunden weitergeben würden, hatte Brum damals die 14-prozentige Erhöhung begründet. Das sei jedoch nicht der Fall gewesen. Bei der neuerlichen Erhöhung müssen die Oberurseler aber genau damit rechnen.


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