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 HISTORISCH: Oberursel im 3. Reich      Verfasst am: 29.09.2005, 07:20       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Oberursel im 3. Reich

Betreff : Oberursel im 3. Reich Autor: Kurt Datum: 27.09.2005 12:19:30
Da es in einem anderen Thread einen nahtlosen Übergang des königlich-preußischen Jagdfliegers Oskar Boehlke zu dem Jagdflieger des 2. Weltkrieges "Bubi" Hartmann und der Hitler-Verehrererin Hanna Reitsch gab, stellt sich für mich die Frage, wie geht Oberursel und seine Bürger mit dem 3. Reich in Deutschland und in Oberursel im besonderen um.
Letztlich gab es ja auch in Oberursel ein berühmt-berüchtigtes Kriegsgefangenlager.

Ohne mich aber jetzt in Details zu verlieren nur die Frage, gibt es in Oberursel einen Arbeitskreis der sich mit dieser Probkematik beschäftigt und wurden bisher auch entsprechende Publikationen veröffentlicht?

Viele Grüße
Kurt


Betreff : Oberursel im 3. Reich Autor: B+A Datum: 27.09.2005 13:04:03
Vielleicht beim Verein für Geschichte
und
Heimatkunde Oberursel ?

InterNet:
www.oberursel.com


Betreff : Oberursel im 3. Reich Autor: Lutz Morawitz Datum: 27.09.2005 13:38:51
Hallo Kurt,

Auf den Webseiten der SEWO (http://www.sewo.de/de/historie) kann man auch ein paar Informationen über das von Dir angesprochene DULAG erhalten. Zugegeben, es sind ein paar "sehr wenige" Informationen, aber vielleicht kann ja der geschichtlich interessierte Leser über die SEWO noch ein wenig mehr in Erfahrung bringen.

Viel Erfolg bei der Recherche


Betreff : Oberursel im 3. Reich Autor: toertsche Datum: 27.09.2005 13:53:24
Oh, da war aber jemand mutig, die Domain zu registrieren...

Betreff : Verein f. Geschichte & Heimatkunde Autor: Anko71 Datum: 27.09.2005 14:25:35
.... besonders da die RICHTIGE Seite: www.ursella.org heißt ..... Smile)


Betreff : Oberursel im 3. Reich Autor: Fahrenheit Datum: 28.09.2005 09:42:08
Mit diesem Thema befasste sich hier in Oberursel bisher die Arbeitsgemeinschaft "Nie wieder 33".

Ob die allerdings noch existiert, weiß ich nicht.

Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, war das eine der SPD nahestehende Arbeitsgemeinschaft.

Vielleicht mal bei der SPD nachfragen.


Betreff : Oberursel im 3. Reich Autor: Bürgermeister Brum Datum: 29.09.2005 08:20:38
Hallo

in Oberursel gibt es vielfältige Ansatzpunkte der Beschäftigung mit der Geschichte im 3. Reich. Neben dem Verein für Geschichte und Heimatkunde beschäftigen sich insbesondere die "AG Nie wieder 1933" und die "Christlich Jüdische Gesellschaft" mit der Aufarbeitung dieser Thematik. Die Stadt unterstützt diese Arbeiten.
Ich will nur kurz einige jüngere Beispiele nennen:

Es gibt zwei Buchveröffentlichungen dazu im vergangenen Jahr:
ANGELIKA RIEBER: Wir bleiben hier! - Lebenswege Oberurseler Familien jüdischer Herkunft.
KLAUS FINK: ...und ich war überall dabei - Erlebnisse und Erinnerungen an eine Jugend in Oberursel 1934 - 1960
Das Buch von Frau Rieber basiert auf Interviews mit vielen Zeitzeugen. Es wurde in einer großen Veranstaltung im Gymnasium unter großer Beteiligung, auch der Teilnahme von noch lebenden Zeitzeugen -teilweise aus den USA- vorgestellt.
Das Buch von Klaus Fink, mit vielen Fotos auch aus der damaligen Zeit, basiert auf eigenen Erinnerungen.

Das Stadtparlament hat sich mit der Geschichte des jetzigen Geländes am "Camp-King" beschäftigt und eine historische Aufarbeitung der Geschichte (ehemaliger Reichssiedlungshof, DULAG, CAMP KING) beauftragt. Die Entwicklung und Geschehnisse im Bereich ehemaliger Reichssiedlungshof wurden am Tag des offenen Denkmals von unseren Stadtführern Herrn Kopp und Herrn Sterzel dokumentiert und im Rahmen einer Austellung (Spurensuche in Oberursel) auf der Bleiche dargestellt.
Diese Dokumentation wird auch am Tag der offenen Tür (Samstag, 8. Oktober 2005, 10 bis 17 Uhr) im Rathaus ausgestellt werden. Die Führung von Herrn Kopp hat einen sehr politischen Bezug und uneingeschränkt gute Kritiken.

Im Bereich der Altstadt (Hof hinter dem Alten Hospital) soll ein Denkmal für die Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus entstehen. Dazu wurde ein Ideenwettbewerb veranstaltet, an dem m.W. 50 Bewerber ihre Entwürfe eingesandt haben. Erfreulich ist, dass sich auch viele Schulen beteiligt haben. Die vorliegenden Entwürfe sind derzeit gerade im Foyer des Rathauses ausgestellt und bis einschließlich heute, Donnerstag den 29.09., zu sehen. Die Jury wird im Oktober entscheiden, welche der eingereichten Ideen umgesetzt werden sollte. Wir hoffen, im nächsten Jahr das Denkmal errichten zu können.

Im Mai hatten wir im Rathaus eine Gedenkveranstaltung und Ausstellung für Dr. Werner Hilpert durchgeführt. Hilpert war ein christlicher und sozialer Politiker, der aufgrund seiner Überzeugung fünfeinhalb Jahre im KZ Buchenwald inhaftiert war und in der unmittelbaren Nachkriegszeit als Minister und stellvertretender Ministerpräsident einer der entscheidenden politischen Köpfe beim Wiederaufbau in Hessen war. Hilpert lebte nach dem Krieg bis zu seinem frühen Tod in Oberursel.

Wer Interesse am Thema hat, der sollte mit einer der o.g. Organisationen Kontakt aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Brum


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