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 KOMMUNALPOLITIK: Seniorenbeauftragte(n) oder -beirat?      Verfasst am: 29.03.2007, 18:55       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Seniorenbeirat

Betreff : Seniorenbeirat Autor: Daniel Reckling Datum: 03.11.2005 07:39:18
Zur Zeit wird in Oberursel über die Schaffung eines Seniorenbeirats bzw eines Seniorenvertreters diskutiert. SPD will ihn, FDP eher nicht, die Grünen wollen zunächst mit dem Vertreter Erfahrungen sammeln. Und die CDU will ihn erst nicht, dann doch (laut ihrer eigenen Werbebroschüre in der Obu Woche) und nun doch wieder nicht (TZ heute).

Wie sind denn hier die Meinungen?

Ich denke, dass neben einem Seniorenbeirat auch größere Partizipationsrechte für Jugendliche bestehen sollte. Schließlich sitzen Senioren in bemerkeswerter Anzahl auch im Parlament und Magistrat - Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren haben in Oberursel aber keinen direkten Repräsentanten, da sie weder aktives noch passives Wahlrecht haben. Vielleicht kann man hier neben Kinder- und Jugendforum noch weitere Institutionen schaffen...

PS: Mein Beitrag soll nicht als Ablehnung eines Seniorenbeirats verstanden werden - über Verbreiterung der Demokratie freue ich mich immer!


Betreff : Seniorenbeirat Autor: Aysegül Datum: 03.11.2005 10:16:52
Vor kurzem sollte ich einer Nachbarin den Veranstaltungskalender „Senioren aktuell“ aus dem Rathaus mitbringen.
Ich wusste erst gar nicht was das ist. Es stellte sich heraus, dass das ein Veranstaltungskalender für Senioren ist, der wohl halbjährlich erscheint.

Auf dem Nachhauseweg blätterte ich im Bus darin herum und war völlig von den Socken, wie viele Angebote es für Senioren in Oberursel gibt. Das Angebot reichte von Ausflügen über Bridge-, Handy- u. PC-Kurse etc., geselligen Treffen (Tanz, Singen) und Sportangebote für Senioren. Es gibt zahlreiche Träger, wie die Kirchengemeinden, die Volkshochschule, Vereine mit speziellen Angeboten für Senioren etc. Im städt. Seniorentreff bieten Sozialarbeiterinnen auch persönliche und vertrauliche Beratung an.

Ich denke, insofern mangelt es für aktive Senioren nicht an Freizeitangeboten und Anlaufstellen für Probleme. Ich kann auch nicht feststellen, dass sie in politischen Gremien nicht ausreichend gehör finden.

Unser Magistrat ist doch der „Seniorenbeirat“ schlechthin.

M. E. fehlt es aber an einer „Institution“, die der Einsamkeit und Isolation im Alter begegnet. Folgen der Einsamkeit und Isolation sind Depressionen und Kontaktunfähigkeit. Diese Senioren nehmen an dieser Gesellschaft nicht mehr teil. Weder sie noch die Gesellschaft finden für diese Personen noch statt.

Wenn man hier ansetzen könnte, z. B. durch aufsuchende Sozialarbeit, Netzwerke gegen Vereinsamung, einen Dialog der Generationen o.ä., das fände ich gut und wichtig. Ansonsten ordne ich diese Forderung der Partei dem beginnenden Kommunalwahlkampf zu, zumal es nicht einmal einen Schwerbehindertenbeauftragten/-beirat gibt.


Betreff : Seniorenbeirat Autor: Arnulf Datum: 03.11.2005 10:38:57
Was sollen denn die Aufgaben eines solchen Beirats sein?
Was das "nur" für die Stärkung der Interessen der Senioren ist, halte ich nicht viel davon. Sicher: deren Interessen sollten berücksichtigt werden. Aber wo machen wir halt? Brauchen wir dann auch einen Kindervertreter, Frauenvertreter, Einzelhandelsvertreter, Geflügelzüchtervertreter, Forumsvertreter,....?


Betreff : Seniorenbeirat Autor: Eulenspiegel Datum: 03.11.2005 16:31:32
Frauen und Senioren dürfen wählen. Sie sind also bereits im Stadt-Parlament vertreten. Anders sieht es bei Kindern, Jugendlichen und Nicht-EU-Ausländern aus.



Betreff : Seniorenbeirat Autor: Montavius Datum: 03.11.2005 19:10:31
Wieviele Beiräte sollen denn da eingerichtet werden? Und wohin soll das ganze Gerede denn dann führen? Denn "beraten" wird heute schon genug an allen Ecken und Orten. Die Stadtverwaltung sollte nur mal öfter auf das Hören, was die Bürger, die Forumbesucher sagen und raten. Das geschieht aber kaum, da steht die "Behörde" im Zweifelsfall besserwissend den Bürgern entgegen wie z.B. der Fall "Saalburgstraße" in Oberstedten zeigt. Die Baustelle dort könnte schon fertig sein, und nicht erst am Jahresende, wenn die Stadt auf die "Anträge" und das Bitten und Betteln der Anwohner gehört hätte. Und weil es schneller gegangen wäre, wäre es auch billiger für die Stadt geworden und das Geld (unser Geld!!) könnte an anderer Stelle investiert werden. Aber die Stadt wußte es ja besser, bis die Bürgerlaune kurz vor dem Anarchismus stand.
Fazit: Wir brauchen keine weiteren Beiräte, es gibt ein Stadtparlament und die Ortsbeiräte. Das genügt. Die Behörde "Stadt Oberursel" sollte endlich mal begreifen, wer sie finanziert (nämlich diese lästigen Bürger!), und daraus die Konsequenzen ihnen gegenüber ziehen, indem sie kunden- resp. bürgerfreundlicher wird. Das brauchen wir!
Montavius


Betreff : Seniorenbeirat Autor: Fred Binsenschneider Datum: 03.11.2005 21:16:48
Die heutigen Senioren sind doch in der Politik bestens vertreten. Viel schlechter sind doch die düsteren Perspektiven der Senioren von morgen übermorgen und nächster Woche, die dann zusammen mit ihren Kindern auf dem wohl größten Schuldenberg sitzen, den Deutschland jemals angehäuft haben wird.
Man muss heute vielmehr die jungen Generationen in der Politik auch kommunal vertreten und deren Meinungen konstruktiv in eine sozialverträglich generationenübergreifende Politik einfließen lassen. Personen gesetzteren Alters gibt es schließlich schon recht viele im Stadtparlament.
Auch Veranstaltungen für alte Leute gibt es viele in Oberursel. Wird jedoch ein Streethockeyplatz oder ähnliches geplant, hat gleich jeder Bürger Oberursels Angst er könnte zu nahe an seinem Haus sein, wodurch er durch Lärm gestört werden könnte.
Ich spreche mich gegen einen Seniorenrat aus, auch mit der Begründung, dass deren Entscheidungen aufgrund des fortgeschrittenen Lebensalters der Mitglieder durchaus eine gewisse Weitsicht vermissen lassen könnte.


Betreff : Seniorenbeirat, Ortsbeirat, Jugendbeirat, Forumsbeirat, Elternbeirat, Ar ... Autor: B+A Datum: 04.11.2005 12:55:50
Wieso immer wieder neue Beiräte, die im Parlament letztendlich doch nicht mitentscheiden können ?
Viel besser wäre es doch, wenn jede Gruppe einen in ihren Augen geeigneten Vertreter ins Parlament wählen würde ( ...wobei man sich für die bereits erwähnten Gruppen der Minderjährigen und Nicht-EU-Bürger als Nichtwahlberechtigte eine Sonderlösung ausdenken müsste )


Zuletzt bearbeitet von ... am 29.03.2007, 18:55, insgesamt 2-mal bearbeitet


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 01.01.1970, 01:00       Nach oben   


Dieses Thema wird behandelt in der Stadtverordnetenversammlung am 29.03.2007, 1:30


Printausgabe der TZ vom 17.10.2005
Seniorenbeirat oder lieber Beauftragte(n)?
Oberursel. Menschen über 60 brauchen oft länger, um über die Straße zu kommen, und benötigen einen Supermarkt in der Nähe. Doch wer denkt an sie bei der Stadtplanung? Dies könnte nach der Vorstellung der SPD im Stadtparlament künftig ein Seniorenbeirat tun. «Es geht auch um kulturelle Teilhabe», erklärte Fraktionschef Dr. Eggert Winter in seinem Antrag bei der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Mehr als 100 hessische Gemeinden hätten bereits ein solches Gremium; die rechtlichen Grundlagen für die Schaffung seien vorhanden.

Im Grunde fanden es alle Parlamentarier wichtig, mehr für die Senioren in der Stadt zu tun – zumal alle wussten, dass sie selbst älter werden und die Zahl ihrer «Leidensgenossen» stetig wächst. Die CDU-Stadtverordnete Christel Michaelowa, Vorsitzende der Senioren-Union, wies aber auf die Kosten für die Stadt hin, die die Einrichtung eines eigenen Beirats verursachen würde. Sie schlug vor, stattdessen lieber einen Seniorenbeauftragten zu ernennen. Diese Idee wurde von Christina Herr (Grüne) unterstützt: Sie bezeichnete die bisher tätigen Beauftragten für Kinder und Frauen als «Erfolgsstorys». Beiräte hingegen hätten zum Beispiel damit zu kämpfen, zu wenig ausrichten zu können – das sehe man an der Arbeit des Ausländerbeirats oder des Beirats für die Belange Bommersheims.

Dr. Stefan Ruppert (FDP) merkte an, dass nicht wenige Senioren sich vermutlich lieber weiterhin in ihren Vereinen als in einem extra für Ältere geschaffenen Gremium engagieren würden. Auf seinen Vorschlag hin werden sich nun die Ausschüsse mit der Frage befassen, ob Oberursel einen Seniorenbeirat oder -beauftragten bekommt. (ahi)


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