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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 30.03.2006, 12:35       Nach oben   


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Printausgabe der TZ vom 28.03.2006
„Wir könnten Eintritt verlangen“ von Tobias Belschner
Oberursel. «Es war wie bei der Maueröffnung, die Leute hatten schon darauf gewartet.» So beschrieb Josef Margold vom städtischen Eigenbetrieb Bau und Service Oberursel (BSO) den Freitagmorgen auf dem Bauhof – an dem Tag trat das neue Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetz in Kraft. Auch Oberurseler müssen nun keine Gebühren bezahlen, wenn sie beim Bauhof ausrangierte PCs, Fernseher, Waschmaschinen und ähnliche Geräte entsorgen. In der Brunnenstadt kommt hinzu, dass Hewlett Packard (HP) für die ersten fünf Tonnen entsorgter IT-Schrott pro Tonne je einen Computer mit Bildschirm, Tastatur und Maus für eine soziale Einrichtung in Oberursel spenden wird (die TZ berichtete). Bis zum 1. April werden so noch alte PCs, Drucker, Faxgeräte, Telefone und Ähnliches für den guten Zweck gesammelt. Und auch wenn der Ansturm wohl nicht ganz so groß wie in Berlin 1989 gewesen sein dürfte, hatte sich so mancher Oberurseler entschieden, nun kostenlos zu entsorgen, was sich in Keller, Garage und Dachboden über die Jahre angesammelt hatte.

Am Freitag machte Elektroschrott gut 80 Prozent der abgegebenen Stoffe auf dem Bauhof aus. Die ersten Geräte wurden schon abgeliefert, bevor überhaupt ein entsprechender Container zur Verfügung stand. Der traf nämlich erst um halb zehn ein, als sich bereits der IT-Schrott von eineinhalb Stunden auf dem Gelände des BSO gestapelt hatte. Samstagmittag war der ungefähr sieben Tonnen fassende Behälter zu mehr als einem Viertel gefüllt. Gestern konnte erst einmal nichts dazukommen, weil der Bauhof geschlossen hatte.

«Ich hatte meinen Bildschirm schon lange zu Hause gelagert, um ihn jetzt kostenlos abzugeben», erklärte Carolin Rademacher, die am Samstag ihren Teil zum Elektroschrotthaufen beitrug. Von der neuen Regelung hatten viele Oberurseler aus der Zeitung erfahren und nicht lange gezögert. «Man hatte das Gefühl, die Leute würden glauben, dass das Gesetz ab morgen nicht mehr gilt», staunte Gerhard Bank, Betriebsleiter des BSO, über den Ansturm. Barbara und Erhard Henkel hatten sich noch bis Samstag geduldet, um ihren Kopierer zu entsorgen, der sich seinerseits fünf Jahre hatte gedulden müssen, bis seine Entsorgung anstand. «Wir haben auf die neue Regelung gewartet, vorher war die Entsorgung ja recht teuer, außerdem ist es jetzt für einen guten Zweck», erklärten viele Oberurseler. Da die Bürger unerwartet fleißig im Entsorgen ihrer Elektrogeräte sind, muss nun noch die Frage geklärt werden, welchen Einrichtungen außer dem «Café Portstrasse» die Computer zugute kommen werden. Bereits mehrere Verbände haben bei der Stadt angefragt. Dort wird zunächst abgewartet, wie viele Tonnen Schrott zusammenkommen, anschließend will Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) über die Verteilung der Computer entscheiden, die HP zur Verfügung stellt.

Das neue Gesetz, dass die kostenlose Entsorgung möglich macht, hat auch Folgen für die Produzenten von Elektrogeräten. Da diese nun selbst für das Recycling der Überreste ihrer Produkte verantwortlich sind, wird auf Herstellerseite nachgedacht, wie man Produkte herstellen kann, die möglichst leicht zu recyceln sind. «Wir veranstalten bereits Seminare für unsere Designer, um die Kosten für die Wiederverwertung unserer Produkte zu reduzieren», erklärte Klaus Hieronymi, Umweltmanager bei HP und Initiator der Spendenaktion in Oberursel. Bereits heute können laut Hieronymi gut 75 Prozent der Bestandteile von Geräten wie Computern wiederverwertet werden. Was die Bürger veranlasst, ihre alten PCs zu entsorgen, ist manchmal erstaunlich. Laut einer HP-Studie ist der zweithäufigste Grund der Neukauf eines Autos. Der Neuwagen wird dann nämlich in der Garage geparkt, wo der ausrangierte Computer auf seine Entsorgung wartet. Grund Nummer eins ist normalerweise ein Umzug, doch diese Gesetze sind in Oberursel seit Freitag außer Kraft gesetzt. «Wir könnten im Moment Eintritt verlangen», brachte Gerhard Bank die Situation auf den Punkt.

Printausgabe der TZ vom 23.03.2006
Alten PC abgeben, Jugendlichen helfen
Oberursel. In so manchem deutschen Keller und auf einigen Speicher warten derzeit viele Computer, Monitore und Faxgeräte, die ihre Besitzer loswerden wollen. Vor allem in Oberursel ist es wahrscheinlich, dass alte Geräte gehortet werden, da vom morgigen Freitag an deren Entsorgung auch in der Brunnenstadt kostenlos ist. Wer zwischen dem kommenden Samstag und dem 1. April kommt, tut zudem einer sozialen Einrichtung etwas Gutes.

Während Elektroschrott in Frankfurt oder Bad Homburg auch schon vorher kostenlos abgegeben werden konnte, kostete die Entsorgung eines Bildschirms in Oberursel bisher 20 Euro. Von morgen an sind die Hersteller von Elektronik- und Elektrogeräten verpflichtet, Altgeräte kostenlos zurückzunehmen und einer umweltverträglichen Entsorgung zuzuführen. Dies geschieht über die städtischen Recyclinghöfe. Von dort werden die Geräte zur ehemaligen Deponie Brandholz in Usingen transportiert, die sie zur Verwertung weiterleitet. Vor allem Kupfer und Aluminium werden aus den alten Geräten wiederverwertet.

Die Kosten für die Sammelstelle in Usingen werden kreisweit umgelegt. Pro Einwohner zahlt jede Kommune 1,20 Euro; für Oberursel rechnet der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Bau und Service (BSO), Gerhard Bank, inklusive dem Transport zur Deponie mit 60 000 Euro.

In der ersten Woche bietet die Firma Hewlett Packard (HP) den Oberurselern einen interessanten Tausch an: Für jede Tonne abgegebener Altgeräte spendet sie einen nagelneuen PC mit Ausrüstung an eine soziale Einrichtung in der Brunnenstadt. Erster Nutznießer wird das Café Portstraße sein, wie Bank erklärt. Kommen mehr als fünf Tonnen zusammen, verschenkt HP noch einen Drucker.

Die Verbindung zu dem in Bad Homburg ansässigen Technologie-Unternehmen verdankt der BSO Hans Hieronymi. Der Oberurseler, der als Umweltmanager bei HP tätig ist, besucht den Bauhof seiner Heimatstadt gern – oft zeigt er auch Kongressteilnehmern, wie vorbildlich hier die Entsorgung läuft.

Auch die Verbraucher nimmt das neue Elektro-Gesetz übrigens verstärkt in die Pflicht. Wer ausgediente Geräte nicht richtig entsorgt, macht sich strafbar. Die Restmülltonne ist für Elektrogeräte und IT-Müll – dazu zählen auch Kopierer bis 35 Kilogramm, Schreibmaschinen, Taschenrechner, Telefone und Anrufbeantworter – tabu. Ein Abladen auf der Straße ist ebenfalls unzulässig. (ahi)

Der Recyclinghof in der Oberurseler Straße 54 hat dienstags bis donnerstags von 8 bis 11.45 Uhr und von 12.30 bis 15.45 Uhr, freitags von 8 bis 11.45 Uhr und von 12.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Von April an ist der Recyclinghof wochentags bereits von 7 Uhr an offen. Weitere Infos zur Entsorgung bei der städtischen Umweltberatung, Telefon (0 61 71) 5 02-3 06, oder der Abfallberatung des BSO, (0 61 71) 7 04-4 37 oder -4 38.


 Elektronikschrott seit dem 24.03.06 kostenlos entsorgen ( ..      Verfasst am: 30.03.2006, 12:26       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Elektronikschrott seit dem 24.03.06 kostenlos entsorgen ( ...und

Betreff : Elektronikschrott seit dem 24.03.06 kostenlos entsorgen ( ...und Autor: B+A ( 1467 ) Datum: 24.03.2006 08:43:09
bis zum 01.April eine gute Tat vollbringen )

Ich habe gerade in der Zeitung gelesen, dass HP sozialen Einrichtungen wie zB Jugendcafé für jede bis zum 01.April abgebene Tonne Elektronikschrott einen nagelneuen PC spendiert ( ...und wenn mehr als drei Tonnen zusammenkommen, gibt es noch einen neuen Drucker obendrauf )

Ich hoffe, dass es sich hier nicht um einen vorgzogenen Aprilscherz handelt ( ...denn wir haben zwei Garagen voller E-Schrott, die wir dann natürlich rechtzeitig bis zum 01.April zum Bauhof bringen werden )


Betreff : Elektronikschrott seit dem 24.03.06 kostenlos entsorgen ( ...und Autor: Anko71 Datum: 24.03.2006 10:01:38
Es scheint KEIN Aprilscherz zu sein, denn die Stadt hat folgende Pressemeldung veröffentlicht:

http://www.oberursel.de/pdf_dokumente/pmIT-Schrott.pdf


Betreff : Wirklich für jede! Tonne Schrott ein neuer PC ? Autor: B+A ( 1467 ) Datum: 29.03.2006 14:32:11
Das auf den Containern im Bauhof angebrachte HP-Plakat lautet wie folgt:

>>>>>>>>"Computerschrott für Bildung"
Für jede Tonne Computerschrott spendet HP der Stadt einen neuen PC oder Drucker.
HP engagiert sich für das umweltgerechte Recycling von Computerprodukten und unterstützt das bundesweit startende Elektro- und Elektronikgerätegesetz.
MACHEN SIE MIT!
Ihr Computerschrott wird umverträglich recycelt und bringt Schulen und sozialen Einrichtungen neue PCs und Drucker.
www.hp.com/de/umwelt<<<<<<<<<<<<<
Zitat Ende


Frage:
Kann man die Aussage "Für jede Tonne... " wörtlich nehmen ?

Ich frage deswegen, weil mich gestern beim Monitorweitwerfen ein Bauhofmitarbeiter ansprach ( ...ob ich denn wirklich glaube, dass bei 70 Tonnen Schrott die Stadt auch tatsächlich 70 neue PCs bekäme )

Ich muss gestehen, dass ich naiv genug bin, daran aufgrund der HP-Formulierungen tatsächlich zu glauben ( ....für jede bis zum 01.April abgegebene Tonne ein PC an soziale Einrichtungen ! )

oder .... ?


PS:
Fotos vom Plakat und dem gigantischen Schrotthaufen
unter
http://www.lokki-oberursel.de/PC-Schrott


Betreff : Elektronikschrott seit dem 24.03.06 kostenlos entsorgen ( ...und Autor: Christof FInk Datum: 29.03.2006 15:07:48
Wenn ich mich an die Presse von gestern richtig erinnere, gilt dies für die ersten fünf Tonnen.
D. h. HP spendet max fünf PC.


Betreff : ...für jede Tonne einen PC ODER Drucker Autor: B+A ( 1467 ) Datum: 30.03.2006 13:12:05
Hmmm - das wäre ja dann schon wieder so ein Plakatschwindel ( ...wie mit den Windmühlen )

In dem gestrigen Zeitungsbericht konnte ich von der Begrenzung auf max. 5 PCs allerdings nichts entdecken ( ...während die nachfolgend zitierte Passage doch eher Hoffnung macht ) :
Zitat:
Bereits mehrere Verbände haben bei der Stadt angefragt. Dort wird zunächst abgewartet, wie viele Tonnen Schrott zusammenkommen, anschließend will Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) über die Verteilung der Computer entscheiden, die HP zur Verfügung stellt.
............«Wir veranstalten bereits Seminare für unsere Designer, um die Kosten für die Wiederverwertung unserer Produkte zu reduzieren», erklärte Klaus Hieronymi, Umweltmanager bei HP und Initiator der Spendenaktion in Oberursel.............
Zitat Ende

Nochmal genau gelesen:
>>>>>>...spendet HP der Stadt einen neuen PC ODER Drucker<<<<<< könnte natürlich auch bedeuten, dass es nur Drucker statt PCs gibt ( ...oder eine beliebig geringe Anzahl PCs und für die restlichen Tonnen nur billige Drucker )

[/b]


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