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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 28.04.2006, 21:42       Nach oben   


http://www.zdf.de/ZDFde/download/0,1896,2003269,00.pdf

Manuskript
Beitrag in der ZDF-Sendung "Frontal21"
Von Ariern und primitiven Rassen -
Steiners Lehren und die Waldorfschulen

Sendung vom 18. April 2006
von Rainer Fromm
Anmoderation:
Eltern wollen das Beste für die Ausbildung ihrer Kinder. Und das
heißt für viele: ich schicke mein Kind auf eine Waldorfschule.
Denn: Die auf den Lehren Rudolf Steiners begründeten Privat-Schulen
sind ganz anders: Schon ganz früh gibt's
Fremdsprachen-Unterricht, und gefördert werden besonders die
musisch-künstlerischen Talente der Kinder - und alles ohne sitzen
bleiben, ohne Noten. Kopf, Herz und Hand sollen zugleich
erzogen werden. Soweit, so gut. Aber, der Gründer und geistige
Guru der Schulen, Rudolf Steiner, hat uns, wenn man genauer
hinschaut, auch übles Gedankengut hinterlassen. Judenfeindlich
und rassistisch. Schwarze seien instinktgesteuert und Arier die
überlegene Rasse. Alles vielleicht zu erklären aus dem Un-Geist
seiner Zeit, aber Steiners Lehren sind nicht etwa in den Archiven
vergraben, sie gelten noch heute. Rainer Fromm mit einem
genaueren Blick auf den Makel-haften Mythos Rudolf Steiner und
die Erziehung in seinem Namen.

Text:
Esthelle wollte gerne an einer Waldorfschule Abitur machen.
Lernen mit der Natur und künstlerische Ausbildung hatten es ihr
angetan. Doch die Begeisterung hielt nicht lange. Wegen ihrer
Hautfarbe wurde sie von Mitschülern gehänselt und beschimpft,
beklagt sie:
O-Ton: Esthelle Ngono, ehemalige Waldorfschülerin
Es waren meistens Jungs, die versucht haben mich zu
provozieren. Anfangs habe ich nix gesagt, aber nach 'ner
Weile habe ich mich ziemlich aufgeregt, und als ich mich
aufregte, dann hieß es, ich wäre aggressiv und ich passe
nicht in die Klasse rein.
Dabei stellen sich die Waldorfschulen selbst gerne als tolerant
dar, nach dem Motto "angstfrei lernen". Ganzheitliche Pädagogik
ist das Ziel: Körper, Geist und Seele im Einklang. Esthelle hat
ganz andere Erfahrungen gemacht. Nach Aussage ihrer Mutter
war sie nicht die Einzige:
O-Ton: Micheline Odette Ngono, Mutter von Esthelle
Ich habe auch manche Eltern vorher kennen gelernt, deren
Kinder dort waren. Und sie haben ihre Kinder weg von der
Schule genommen, weil es gab Schlägerei wegen
Rassismus, sie sind Schokolade oder Neger, oder sie haben
Kinder beleidigt.
Wir fragen nach beim Bund der Waldorfschulen, wollen
Widersprüche aufklären. Ein vereinbartes Interview wird
kurzfristig abgesagt. Schriftlich teilt uns die betroffene
Waldorfschule mit:
Zitat:
Die Klassenbetreuer griffen den Vorfall sofort auf, rügten den
Mitschüler vor der Klasse nachdrücklich und verdeutlichten,
dass sich so ein Vorfall nicht wiederholen dürfe.
Frontal21: Haben Sie denn von den Lehrern, als Sie
beispielsweise als Neger beschimpft wurden, Hilfe erfahren?
O-Ton: Esthelle Ngono, ehemalige Waldorfschülerin
Ne, ne, überhaupt nicht. Also, sie sagten mir nur, meine
Mitschüler sind neugierig, wollen mich testen und ja ...
Von ähnlichen Vorfällen berichtet Sibylle-Christine Jacob. Sie
leitet eine Initiative, die sich auch mit Fremdenfeindlichkeit und
Rassismus an Waldorfschulen beschäftigt. Früher besuchten ihre
drei Kinder selbst eine Waldorfschule. Frau Jacob erfuhr von den
Sorgen anderer Eltern:
O-Ton: Sibylle-Christin Jacob, ehemalige Waldorfmutter
Ich bin dann häufiger von Eltern angesprochen worden,
angerufen worden, wo mir mitgeteilt wurde, dass die Kinder
benachteiligt wurden, weil ein Elternteil farbig war oder
Ausländer, aus einem anderen Land kam.
An den knapp 200 deutschen Waldorfschulen wird immer noch
auf der Grundlage der Lehren Rudolf Steiners ausgebildet.
Steiner ist der Begründer der Anthroposophie, einer Lehre, nach
der der Mensch höhere seelische Fähigkeiten und dadurch
übersinnliche Erkenntnisse erlangen kann. Aber Steiner
unterscheidet: Schwarze werden als triebhaft und entartet
beschrieben, Weiße als kopfgesteuert. In einem Steiner-Werk
heißt es:
Zitat:
Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet.
... Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben.
Und weiter:
Zitat:
Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste
schaffende Rasse.
O-Ton: Dr. Jan Badewien, Direktor der Evangelischen
Akademie, Weltanschauungsbeauftragter der badischen
Landeskirche, Waldorf-Experte, Buchautor
Das ist eine Sonderlehre der Anthroposophen, die auch in
der Waldorfpädagogik eine große Rolle spielt. Das kann man
sonst nirgends lernen, dass nämlich der Geist sich durch
ganz bestimmte Völker weitergibt und gewissermaßen so
stafettenmäßig durchgegeben wird. Und derzeit ist es eben
die arische Wurzelrasse, die die Hauptrolle spielt in der
Weltentwicklung, und von daher sind alle anderen Völker, die
nicht dazu gehören, eigentlich Seitenprodukte und sind auch
abgewertet, ganz deutlich.
Auch in den modernen Werken zur Unterrichtsvorbereitung spielt
die Rassenlehre eine Rolle. Als besonders geeignet für die 7.
Klasse gilt dieser Band. Er betont den Unterschied zwischen
Europäern und Schwarzen:
Zitat:
Wir Europäer stehen allem messend, beurteilend gegenüber
und sind darum fähig, alles nüchtern als Dinge zu werten und
unseren Zwecken dienstbar zu machen. Für den Neger gibt
es diese Trennung zwischen Ich und der Welt nicht; ...
Wir fragen beim Bund der Waldorfschulen konkret nach, ob
dieses Buch noch immer im Unterricht verwendet wird. Darauf
teilt man uns lediglich mit:
Zitat:
Jegliche Form von Rassismus ist mit der Waldorfpädagogik
und dem anthroposophischen Menschenverständnis
unvereinbar.
Unvereinbar? Markus Beauchamp hat bis vor vier Jahren
erfolgreich ein Waldorf-Ausbildungsseminar für angehende Lehrer
besucht. Danach wollte er nicht mehr für Waldorf-Schulen tätig
sein:
O-Ton: Markus Beauchamp, ehemaliger Waldorf-Seminarist
Das war im Fach Geographie, und da haben wir uns unter
anderem mit den Indianern beschäftigt. Und die wurden ganz
kurz abgehandelt, indem gesagt wurde, die Indianer sind eine
absterbende Rasse. Und dann hieß es lapidar als
Begründung, weil ihnen die Fähigkeit, die Potenz fehlt, sich
kulturell weiterzuentwickeln. Also in dem Wissen, dass wir
Europäer die Indianer ausgerottet haben, finde ich das schon
sehr zynisch.
Der Rassegedanke geht auf die Lehren Steiners zurück. In seinen
Büchern werden zum Beispiel Indianer als "dekadente
Abzweigung" in der Entwicklung der Menschheit dargestellt.
Dieses Gedankengut greifen Publikationen auf, die
Waldorflehrern zur Unterrichtsgestaltung empfohlen werden.
Darunter auch dieses Buch - es gilt als "altersgemäßer
Erzählstoff" für die 5. Klasse. Auszüge aus dem Kapitel "Der
arische Zyklus":
Zitat:
Der südliche Kontinent, von der letzten großen Flut
hinweggespült, war die Wiege der primitiven roten Rassen,
von welcher die Indianer Amerikas ein Überbleibsel sind.
O-Ton: Dr. Jan Badewien, Direktor der Evangelischen
Akademie, Weltanschauungsbeauftragter der badischen
Landeskirche, Waldorf-Experte, Buchautor
Wenn mir in der Schule beigebracht wird, dass ich in einem
Volke geboren bin, dass jetzt die Speerspitze der geistigen
Evolution bildet, dann ist völlig klar, dass ich auch über
denen stehe, die nicht dazu gehören.
Doch es geht nicht nur um Rassenlehre. Die offizielle Zeitschrift
des Bundes Freier Waldorfschulen beruft sich auch auf die
Wiedergeburtstheorie Steiners. Nach der sind Krankheiten und
Behinderungen schicksalhaft vorherbestimmt:
Zitat:
Die Verwandlung von Lügenhaftigkeit über die Scheu zur
Schwachsinnigkeit im nächsten Leben ist eine spirituelle
Gesetzmäßigkeit, die der Geistesforscher Rudolf Steiner
entdeckt hat.
O-Ton: Markus Beauchamp, Ex-Waldorfseminarist
Das bedeutet nichts anderes, dass im vorangegangenen
Leben dieser jetzt behinderte Mensch irgendwas Schlechtes
gemacht hat, was Sündiges, sei es er wäre ein Lügner
gewesen. Das muss er jetzt in seiner Jetztzeit sühnen.
Bis heute orientiert sich der Bund der Waldorfschulen an den
fragwürdigen Lehren Steiners. Die Folgen haben Kinder und
Eltern zu tragen.
Abmoderation:
Die Waldorfschulen sollten sich dringend von Rudolf Steiner und
seinem teilweise absurden Denken emanzipieren. Sie gefährden
sonst die natürlich auch vorhandenen guten Seiten ihrer
Erziehung.
Stichwort:
Anthroposophie, eine von Rudolf Steiner begründete Lehre,
wonach die Entwicklung der menschlichen Erkenntnisfähigkeit zu
einer fortschreitenden Wesensschau des Geistigen in Welt und
Mensch führe. Steiner nimmt an, dass die menschliche
Erkenntnisfähigkeit keine in ihrem Grundcharakter festgelegte
Eigenschaft, sondern ein entwicklungsfähiges, der bewussten
Schulung zugängliches Vermögen sei. Hierauf beruhe die
menschliche Freiheit.
Die Anthroposophie sucht ihre Ergebnisse auf vielen Gebieten
des praktischen Lebens und künstlerischen Schaffens fruchtbar
zu machen, so im sozialen Leben, in der Pädagogik, in der
Landwirtschaft und in der Bewegungskunst. (Quelle: Brockhaus
Enzyklopädie in 20 Bänden, 17. Aufl., Wiesbaden 1973)
Zur Person:
Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, geb. Kraljevic
(Kroatien) 27.2.1861, gest. Dornach bei Basel 30.3.1925. Steiner
gründete 1913 die „Anthroposophische Gesellschaft“. 1919
begründete er die den Waldorfschulen eigene Pädagogik.
Insgesamt suchte Steiner alle Gebiete des Lebens und der
Wissenschaften ganzheitlich im Sinne des von ihm entwickelten
Welt- und Menschenbildes zu deuten. (Quelle: Brockhaus
Enzyklopädie in 20 Bänden, 17. Aufl., Wiesbaden 1973)
Zur Beachtung: Dieses Manuskript ist urheberrechtlich geschützt. Der vorliegende Abdruck ist nur
zum privaten Gebrauch des Empfängers hergestellt. Jede andere Verwertung außerhalb der engen
Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Urheberberechtigten unzulässig und
strafbar. Insbesondere darf er weder vervielfältigt, verarbeitet oder zu öffentlichen Wiedergaben
benutzt werden. Die in den Beiträgen dargestellten Sachverhalte entsprechen dem Stand des
jeweiligen Sendetermins.


 Schulsystem : Kritik an der Oberurseler Waldorfschule ZDF-Se      Verfasst am: 28.04.2006, 21:38       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Schulsysteme in Oberursel
Betreff : Schulsysteme in Oberursel Autor: ratgeber Datum: 27.04.2006 22:53:38
In Oberursel gibt neben den staatlichen Schulen, Schulen deren tatsächliche charakterliche sowie idiologischer Absicht nicht eindeutig geklärt ist. Als Beispiel sei die im ehemaligen Camp King "integrierte" Waldorfschule genannt. In meinem zurecht gelöschten Beitrag, in welchem ich ein wenig über meine Absicht hinaus gegangen bin, hatte ich klarstellen wollen, welche Ziele teilweise von Rudolf Steiner an Waldorfschulen und so vermute ich auch an der Waldorfschule Oberursel gelehrt werden. Man beachte auch die Frontal 21-Sendung von einer Woche auf der die Problematik der Waldorfschule und Probleme mit der Waldorfschule und Ihrer teilweise bedenklichen pädagogischen Auffassung, nachzulesen auf der Internetadresse www.frontal21.de. Somit ist es schon ein Oberurseler Problem wenn auch ein kleiner prozentualer Anteil der Schüler in Oberursel diese Schule besuchen dürften, jedoch dürfen die Probleme Oberursels nicht verkannt werden. Im übrigen ist es kein erfundenes Gespenst die Aussage zu treffen die Waldorfschule sei problematisch.


Betreff : Schulsysteme in Oberursel Autor: toertsche Datum: 28.04.2006 00:32:24
Ratgeber bezieht sich auf diese Sendung:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,3925566,00.html

und dieses Manuskript, das zum Download bereit steht:
http://www.zdf.de/ZDFde/download/0,1896,2003269,00.pdf


Betreff : Schulsysteme in Oberursel Autor: B+A (1467) Datum: 28.04.2006 13:41:54
Wendet er sich jetzt anderen Medien zu ? ( ...nachdem er das letzte "Jahrhundert im Taunus" erfolglos abgearbeitet hat )


Welche Lehren in Kiel oder anderen Waldorfschulen verbreitet werden, kann und will ich nicht beurteilen ( ...aber Oberursels Bürgermeister darf sich getrost zurücklehnen, da unser Kind bisher nicht mit "Erzählstücken" über "triebgesteuerte Neger", "Sünden aus dem vorigen Leben", "dekadente Indianer" oder "überlegene Arier" konfrontiert wurde )

Nach drei Kindern im Bad Homburger Kaiserin-Friedrich-Gymnasium empfinden wir diese vierte ( auch für uns neue ) Erfahrung mit dieser Oberurseler Privatschule als grossen Gewinn ( ...und das nicht nur aufgrund der ruhigen, fast familiären Atmosphäre und der wesentlich gepflegteren und phantasievoller eingerichteten Klassenräume )

$
Im übrigen befindet sich die Stadt als Forumsbetreiberin auch bei diesem Thema wieder richtig dicht am Rande einer Unterlassungsklage ( ...so dass ich auch meinen Beitrag schon jetzt -für den Bedarfsfall- zum Löschen freigebe )


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