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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 12.01.2012, 00:28       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 11. 01. 2012
Erweiterung des Keltenpfads Oberursel – Führungen ab dem FrühjahrIn diesen Tagen werden bei Regen und Sturm die letzten Montagen an den Erweiterungen des Keltenpfades an der Hohemark vorgenommen. Ab Beginn des Frühjahrs bietet sich den keltisch interessierten Besuchern der Hohemark ein völlig neues Walderlebnis. An der Streckenführung hat sich nichts geändert, aber insgesamt 11 neue Stationen beleben den Keltenrundweg aus dem Jahr 2001.

Gesamtsituation:
Der im Jahr 2001 mit Mitteln des Landes Hessen vom Landesamt für Denkmalpflege, Abt. Archäologie, ausgeschilderte „Keltenrundweg“ zum keltischen Heidetränk-Oppidum ist landschaftlich attraktiv gelegen, erfasst wichtige Teile des keltischen Oppidums, hat eine Länge von etwas mehr als vier Kilometern und führt die Besucher durch ein Areal mit zahlreichen Wallanlagen und Grabenresten. Auf 16 Tafeln finden sich dreisprachig ausführliche historische und topographische Erläuterungen zum Thema.

Diese rein auf Lesen hin konzipierte Gestaltung ist mit der jetzt erfolgten Ergänzung des Keltenrundweges erweitert und vertieft worden.
Aufgabe des ausführenden Institutes TERRA INCOGNITA, Institut für kulturgeschichtliche Medien e.V. aus Königstein war es, im Rahmen derselben Wegestrecke Ergänzungen vorzunehmen, die das Thema „Kelten“ plastischer und erlebbarer machen und sich gleichzeitig in die bestehenden Erläuterungstafeln einfügen.

Dies wurde im Verlauf des Jahres 2011 in enger Abstimmung mit dem Bau & Service Oberursel, Bereich Forst und der Stadt Frankfurt am Main umgesetzt, so dass sowohl die Belange der Waldwirtschaft („Rückegassen“) als auch der Verkehrssicherheit berücksichtigt wurden; ebenso wie die Restriktionen, die sich aus dem Denkmalstatus des Bodendenkmals „Heidetränk-Oppidum“ ergeben.

Heraus kamen insgesamt 11 Stationen, die das Verständnis der Wall- und Grabenanlagen einfacher und plastischer machen und die Phantasie anregen sollen, um sich das Heidetränk-Oppidum vor 2.100 Jahren vorstellen zu können. Auf allen ergänzenden Erläuterungstafeln wird nun auch auf das Vortaunusmuseum hingewiesen, das seinerseits zum Hessentag 2011 seine Präsentation neu gestaltet hatte.

Bürgermeister Hans-Georg Brum sieht in der Neugestaltung eine wesentliche Verbesserung des Keltenpfads: „Das Heidetränk-Oppidum in der Nähe der Hohemark war eine, wenn nicht die größte Wohnsiedlung der Kelten in Europa. Mit der Neugestaltung wird das historische Erbe sehr viel anschaulicher und interessanter dargestellt. Ein Besuch lohnt sich für geschichtlich und kulturell Interessierte ebenso wie für den Sonntagsausflug mit Kindern. Nach der Eröffnung des Naturparkzentrums ist dies ein weiterer wichtiger Schritt zur Förderung des Nahtourismus an der Hohemark.“

Auf der ausführenden Seite waren es vor allem die Archäologen Christoph Schlott aus Königstein und Harro Junk aus Oberursel, die sich um die Inhalte der neuen Stationen bemühten: Insbesondere Harro Junk, seit mehr als 30 Jahren engagiert in der Präsentation keltischer Relikte im Vortaunusmuseum und einer der Gründungsväter der archäologischen Ausstellung des Museums, trägt mit seinen gelungenen lebensnahen Grafiken in den „Fernrohren in der Vergangenheit“ dazu bei, dass den Besuchern während des nun erweiterten Rundgangs Lust gemacht wird auf mehr: Auf den Besuch des Vortaunusmuseums.

Dass der „Keltenkrieger von Bommersheim“ im „Fernrohr in der Vergangenheit“ genauso einen Bart hat wie sein Schöpfer Harro Junk – ein Schelm, wer Böses denkt! Vielleicht sieht Harro Junk eben ein wenig aus wie ein Kelte …

Alle Verantwortlichen freuen sich schon heute auf die Besucherinnen und Besucher des erweiterten Keltenpfades – über die neuen Führungstermine ab April 2012 wird rechtzeitig in der Presse informiert

Printausgabe der TZ vom 26.08.2006
Beim Waldfest der Natur auf der Spur
Oberursel. Der Förderverein Waldmuseum, die Stadt Oberursel und das Forstamt Königstein laden für den heutigen Samstag zum Waldfest im Oberurseler Schulwald am verlängerten Altenhöfer Weg ein. Gefeiert wird dort von 11 bis 19 Uhr. Angebote gibt es zahlreiche: So stehen Kutschfahrten mit Rudi Großmann, Waldführungen mit Förster Thomas Bender, Waldpädagogik und das Bemalen von Holzscheiben und Hasen mit Mitarbeitern des Kinderbüros auf dem Programm. Auch das historische Sägewerk wird an diesem Tag laufen. Erstmals ist die Keltengruppe „Teutates“ beim Fest dabei. Ebenfalls neu im Programm ist das Goldwaschen mit dem Künstler Hendoc. Das kulinarische Angebot reicht von Steaks und Würstchen über hausgemachte Salate bis hin zu leckeren Kuchen.

Bericht der FR vom 25.08.2006
Forschung nutzen, nicht ausnutzen
Neben dem Oberurseler Waldmuseum baut die Keltengruppe „Teutates" ein Lager für Re-Enactment oder Experimental-Archäologie, um das Leben der Kelten zu veranschaulichen. Die FR wollte wissen, wie Fachleute solche Projekte einschätzen.

OBERURSEL • „Als wirklich archäologisches Experiment, originalgetreu, eng mit der Wissenschaft verzahnt, und wenn es seriös ist, dann halte ich solche Gruppen und was sie tun für eine gute Sache", sagt Egon Schallmayer, hessischer Landesarchäologe und Direktor des Saalburgmuseums. Im „Römischen" kenne man die „seriösen" Gruppen, die sich regelmäßig weiterbilden. „Seit die Kelten en vogue sind, oder auch Mittelaltermärkte, sieht man allerdings viel", sagt Schallmayer, „und man sieht auf einen Blick, wo Anspruch auf Authentizität ist und wo es um Klamauk geht." Der wissenschaftliche Aspekt sei ausschlaggebend, betont der Archäologe mehrfach. Denn: „Es ist ja schön und romantisch in bestimmte Zeiten einzutauchen - aber ab Montag gibt es dann wieder Bad und Dusche." Ernsthafte Langzeitprojekte indes könnten der Forschung auch dienlich sein, „wenn man nachvollzieht, wie hart das Leben damals war zum Beispiel", sagt Schallmeyer.

Auch Renate Messer, Leiterin des Vortaunusmuseums Oberursel, die „Teutates" zum Museumsfest am Sonntag eingeladen hat, betont: „Generell sollte experimentelle Archäologie von ausgebildeten Wissenschaftlern gemacht werden." Sie habe mit Hobbygruppen positive und negative Erfahrungen gemacht. „Reine Hobbygruppen können als Fun okay sein, als Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger." Die Keltengruppe „Teutates" habe sie zweimal gesehen und für das Fest engagiert, einschätzen könne sie die Gruppe noch nicht.

Von der Tübinger Keltengruppe „Carnyx", die sich aus Archäologen zusammensetzt, schwärmt Susanne Sievers von der Römisch-Germanischen Kommission Frankfurt. Sie forscht unter anderem über frühkel¬tischen Fürstensitze. „Die Gruppe Carnyx -das ist eine keltische Trompete- hat einen wissenschaftlichen Hintergrund und betreibt experimentelle Archäologie so nah wie möglich an der damaligen Realität", sagt die Wissenschaftlerin. „Natürlich gehört auch Fantasie mit dazu, die steht aber nicht im Vordergrund."

„Wichtig ist die Seriosität der Gruppen", sagt der hessische Landesarchäologe und Direktor des Saalburgmuseums, Egon Schallmayer. „Sie sollten eng mit der Wis¬senschaft verzahnt und stets über die neues¬ten Erkenntnisse informiert sein. Es reicht nicht, wenn man Bubespitzle einen lateini¬schen Namen gibt. Manche überziehen es, dann wird es fast esoterisch."

Positive und negative Erfahrungen mit archäologischen Grupppen hat die Leiterin des Vortaunusmuseums, Renate Messer, gemacht. „Man muss unterscheiden, ob die Darstellungen nur der Unterhaltung dienen,oder ob siewissenschaftlichen Ansprüchen genügen sollen. Generell sollte die experimentelle Archäologie aber von ausgebildeten Wissenschfatlern betrieben werden."

RE-ENACTMENT
• Die Gruppe „Teutates" beschreibt auf ihrer Homepage Re-Enactment als:
• Versuch, eine vergangene Epoche möglichst historisch korrekt und leben¬dig darzustellen (www.teutatesnet.de).
• Die Wurzeln des „Hobbys Re-Enact¬ment" liegen in England.
• Experimentelle Archäologie unter-suchtarchäologische Funde, um eine genauere Vorstellung der Vor- und Frühzeit zu gewinnen. Untersucht wird, wie Bauten und Geräte ursprünglich ausgesehen haben, wie sie entstanden sind und wie sie genutzt werden. Vielfach erschließen sich ihre mutmaßlichen oder wahrscheinlichen Funktionen erst durch den nachvollziehenden Gebrauch von Rekonstruktionen. AVE


Das frühere Leben erforschen
Diese Gruppen zeigten auf Festen, oft auf Einladung von Museen, das frühere Leben. „Das ist interessant, etwa für Schulklassen, aus Sicht einer Archäologin ist das sehr positiv." Wenn es aber nur um Spiel und um Unterhaltung gehe, ohne Wert auf die damalige Realität zu legen, „dann verkommt unser Fach". Dagegen müsse sie sich als Wissenschaftlerin wehren. „Weilwirdie Forschung mit großer Ernsthaftigkeit betreiben", betont Susanne Sievers. Archäologie werde oft unterhaltsam dargestellt, „auch in den Medien, und natürlich hat das damalige Leben ja auch unterhaltsame Aspekte", räumt Susanne Sievers ein, „man soll die Forschung aber nutzen - nicht ausnutzen". Eugen Ernst, Gründungsdirektor des Freilichtmuseums Hessenpark, freut sich nahezu über experimentelle Archäologie - wenn sie wissenschaftlich betrieben wird. „Dann wird ein Weg neu beschritten von der bloßen Archäologie, die durch Funde und vergleichende Arbeiten zu Aussagen kommt, hin zu dem Versuch, soweit möglich, Geschichte nachzubauen." Dabei gehe es nicht nur um pädagogische Erfahrung, sondern man versuche auch, etwa über bestimmte Baustorfe Erkenntnisse zu erlangen.
Was den Professor weniger freut, sind „Leute, die das ohne wissenschaftliche Grundlage, als »ehrenhaftes Hobby', betreiben, um bestenfalls einem nostalgischen Drang nachzugehen". Die Grenzen seien fließend. „Ein mittelalterliches Tunier nachzustellen, um etwas zu studieren - dem stimme ich zu, wenn es aber nur um ein "Getue" geht, lehne ich es ab", sagt Ernst.
Dazwischen gebe es aber ein „durchaus ernstzunehmendes Glied in der Kette" den Burgverein Oberreifenberg, der Veranstaltungen organisiert, um Geld für die Erhaltung der Burg zu sammeln. Nahezu albern dagegen sei ein Projekt in Jütland: "Da kommen Studenten morgens um 9 Uhr, werfen ein Bärenfell über und am Abend wartet die Badewanne." Es gehe bei der experimentellen Archäologie nicht darum, etwas zu spielen. „Wenn zum Beispiel jemand zeigt, wie ein Schuh hergestellt wurde, und jeder zweite Schlag misslingt, ist das lächerlich", sagt Ernst, und warnt: „Der Sprung vom Erhabenen zum Lächerlichen ist ganz klein."
Umfrage: Lia Venn

Printausgabe der TZ vom 19.08.2006
Beim Teutates – im Wald leben Kelten
Oberursel. Sie nennen sich Oligetorix, Roberturix, Dijara, Belion oder Catweals, kommen aus Süd- und Mittelhessen und haben im Wald ihr Lager aufgeschlagen. Die Rede ist von Oliver Rissler, Robert Menzel, Silke Menzel, Martin Wittrich und Wolfgang Stickel, die eines gemeinsam haben: Die Freude, das keltische Leben darzustellen. „Toll, dass wir jetzt einen Platz gefunden haben“, freut sich die Gruppe, die aus 13 Erwachsenen und 4 Kindern besteht und sich „Teutates“ nennt. An verschiedene Kulturinstitute hätten sie sich gewandt, um endlich einen eigenen Lagerplatz zu bekommen – und die Oberurseler seien die ersten gewesen, die ihnen mit einem Gelände neben dem Waldmuseum ein Angebot machten.

Für die Gruppe ist es ein historisch bedeutsamer Ort. „Hier in der Nähe befindet sich das Heidetränk-Oppidum, das einst zu den größten keltischen Anlagen gehörte“, sagt Robert „Roberturix“ Menzel, der als Kelte für die Bronze-Arbeiten zuständig ist.

Seit dem Frühjahr ist der Keltenstamm, der die Kultur der „unbeugsamen“ Gallier wieder beleben und der Öffentlichkeit näher bringen möchte, damit beschäftigt, das etwa 600 Quadratmeter große Gelände neben dem Waldmuseum urbar zu machen. „Mittlerweile konnten wir schon so genannte Wohnpodien errichten und einen Rundweg durchs Lager anlegen“, erzählen „Häuptling“ und Gründer Oliver „Oligetorix“ Rissler und Robert Menzel.

Lediglich an den Wochenenden – und dann auch nur, wenn es die Zeit zulässt – schlagen sie im Oberurseler Stadtwald ihre Zelte auf. „Doch mit der Zeit möchten wir auch feste Öfen wie Lehmkuppelofen oder Bronzeschmelzofen installieren“, so Rissler.
Außerdem wollen sie das Kulturprogramm der Brunnenstadt bereichern. „Wir denken darüber nach, dem Vortaunusmuseum während unserer Winterpause einige Exponate zur Verfügung zu stellen und könnten uns auch vorstellen, in unserer Kelten-Montur bei den Oppidum-Führungen mitzuwirken“, erklärt Robert Menzel.

Besucher des Waldfestes, das am kommenden Samstag um 11 Uhr beginnt, können schon einmal kleinen Vorgeschmack auf das Leben der Kelten bekommen. Richtig los geht’s am Sonntag, 27. August, im Hof des Vortaunusmuseums. Beim Museumsfest schlagen die Kelten dort ihr Lager auf und zeigen zahlreiche historische Handwerkstechniken, die die kleinen und großen Besucher auch selbst ausprobieren können. Außerdem wird Bronze geschmolzen und in Formen gegossen, Schmied Catweals stellt keltische Messer her, und Soja Eißmann zeigt, wie Brettchenweben funktioniert.

Wer das Zeltlager am verlängerten Altenhöfer Weg sieht und mehr über die Gruppe erfahren möchte, ist jederzeit willkommen. „Außerdem freuen wir uns über jeden, der an unserem Stammtisch teilnehmen möchte“, so Oliver Rissler. Der findet jeden ersten Freitag des Monats von 19 Uhr an im Lager statt. In den Wintermonaten trifft sich die Gruppe allerdings nicht im Freien, sondern im Warmen. (pit)

Mehr zu Teutates gibt’s im Internet unter: http://www.teutatesnet.de.

Printausgabe der TZ vom 19.08.2006
Beim Teutates – im Wald leben Kelten
Oberursel. Sie nennen sich Oligetorix, Roberturix, Dijara, Belion oder Catweals, kommen aus Süd- und Mittelhessen und haben im Wald ihr Lager aufgeschlagen. Die Rede ist von Oliver Rissler, Robert Menzel, Silke Menzel, Martin Wittrich und Wolfgang Stickel, die eines gemeinsam haben: Die Freude, das keltische Leben darzustellen. „Toll, dass wir jetzt einen Platz gefunden haben“, freut sich die Gruppe, die aus 13 Erwachsenen und 4 Kindern besteht und sich „Teutates“ nennt. An verschiedene Kulturinstitute hätten sie sich gewandt, um endlich einen eigenen Lagerplatz zu bekommen – und die Oberurseler seien die ersten gewesen, die ihnen mit einem Gelände neben dem Waldmuseum ein Angebot machten.

Für die Gruppe ist es ein historisch bedeutsamer Ort. „Hier in der Nähe befindet sich das Heidetränk-Oppidum, das einst zu den größten keltischen Anlagen gehörte“, sagt Robert „Roberturix“ Menzel, der als Kelte für die Bronze-Arbeiten zuständig ist.

Seit dem Frühjahr ist der Keltenstamm, der die Kultur der „unbeugsamen“ Gallier wieder beleben und der Öffentlichkeit näher bringen möchte, damit beschäftigt, das etwa 600 Quadratmeter große Gelände neben dem Waldmuseum urbar zu machen. „Mittlerweile konnten wir schon so genannte Wohnpodien errichten und einen Rundweg durchs Lager anlegen“, erzählen „Häuptling“ und Gründer Oliver „Oligetorix“ Rissler und Robert Menzel.

Lediglich an den Wochenenden – und dann auch nur, wenn es die Zeit zulässt – schlagen sie im Oberurseler Stadtwald ihre Zelte auf. „Doch mit der Zeit möchten wir auch feste Öfen wie Lehmkuppelofen oder Bronzeschmelzofen installieren“, so Rissler.
Außerdem wollen sie das Kulturprogramm der Brunnenstadt bereichern. „Wir denken darüber nach, dem Vortaunusmuseum während unserer Winterpause einige Exponate zur Verfügung zu stellen und könnten uns auch vorstellen, in unserer Kelten-Montur bei den Oppidum-Führungen mitzuwirken“, erklärt Robert Menzel.

Besucher des Waldfestes, das am kommenden Samstag um 11 Uhr beginnt, können schon einmal kleinen Vorgeschmack auf das Leben der Kelten bekommen. Richtig los geht’s am Sonntag, 27. August, im Hof des Vortaunusmuseums. Beim Museumsfest schlagen die Kelten dort ihr Lager auf und zeigen zahlreiche historische Handwerkstechniken, die die kleinen und großen Besucher auch selbst ausprobieren können. Außerdem wird Bronze geschmolzen und in Formen gegossen, Schmied Catweals stellt keltische Messer her, und Soja Eißmann zeigt, wie Brettchenweben funktioniert.

Wer das Zeltlager am verlängerten Altenhöfer Weg sieht und mehr über die Gruppe erfahren möchte, ist jederzeit willkommen. „Außerdem freuen wir uns über jeden, der an unserem Stammtisch teilnehmen möchte“, so Oliver Rissler. Der findet jeden ersten Freitag des Monats von 19 Uhr an im Lager statt. In den Wintermonaten trifft sich die Gruppe allerdings nicht im Freien, sondern im Warmen. (pit)

Mehr zu Teutates gibt’s im Internet unter: http://www.teutatesnet.de.

Printausgabe der TZ vom 19.08.2006
Beim Teutates – im Wald leben Kelten
Oberursel. Sie nennen sich Oligetorix, Roberturix, Dijara, Belion oder Catweals, kommen aus Süd- und Mittelhessen und haben im Wald ihr Lager aufgeschlagen. Die Rede ist von Oliver Rissler, Robert Menzel, Silke Menzel, Martin Wittrich und Wolfgang Stickel, die eines gemeinsam haben: Die Freude, das keltische Leben darzustellen. „Toll, dass wir jetzt einen Platz gefunden haben“, freut sich die Gruppe, die aus 13 Erwachsenen und 4 Kindern besteht und sich „Teutates“ nennt. An verschiedene Kulturinstitute hätten sie sich gewandt, um endlich einen eigenen Lagerplatz zu bekommen – und die Oberurseler seien die ersten gewesen, die ihnen mit einem Gelände neben dem Waldmuseum ein Angebot machten.

Für die Gruppe ist es ein historisch bedeutsamer Ort. „Hier in der Nähe befindet sich das Heidetränk-Oppidum, das einst zu den größten keltischen Anlagen gehörte“, sagt Robert „Roberturix“ Menzel, der als Kelte für die Bronze-Arbeiten zuständig ist.

Seit dem Frühjahr ist der Keltenstamm, der die Kultur der „unbeugsamen“ Gallier wieder beleben und der Öffentlichkeit näher bringen möchte, damit beschäftigt, das etwa 600 Quadratmeter große Gelände neben dem Waldmuseum urbar zu machen. „Mittlerweile konnten wir schon so genannte Wohnpodien errichten und einen Rundweg durchs Lager anlegen“, erzählen „Häuptling“ und Gründer Oliver „Oligetorix“ Rissler und Robert Menzel.

Lediglich an den Wochenenden – und dann auch nur, wenn es die Zeit zulässt – schlagen sie im Oberurseler Stadtwald ihre Zelte auf. „Doch mit der Zeit möchten wir auch feste Öfen wie Lehmkuppelofen oder Bronzeschmelzofen installieren“, so Rissler.
Außerdem wollen sie das Kulturprogramm der Brunnenstadt bereichern. „Wir denken darüber nach, dem Vortaunusmuseum während unserer Winterpause einige Exponate zur Verfügung zu stellen und könnten uns auch vorstellen, in unserer Kelten-Montur bei den Oppidum-Führungen mitzuwirken“, erklärt Robert Menzel.

Besucher des Waldfestes, das am kommenden Samstag um 11 Uhr beginnt, können schon einmal kleinen Vorgeschmack auf das Leben der Kelten bekommen. Richtig los geht’s am Sonntag, 27. August, im Hof des Vortaunusmuseums. Beim Museumsfest schlagen die Kelten dort ihr Lager auf und zeigen zahlreiche historische Handwerkstechniken, die die kleinen und großen Besucher auch selbst ausprobieren können. Außerdem wird Bronze geschmolzen und in Formen gegossen, Schmied Catweals stellt keltische Messer her, und Soja Eißmann zeigt, wie Brettchenweben funktioniert.

Wer das Zeltlager am verlängerten Altenhöfer Weg sieht und mehr über die Gruppe erfahren möchte, ist jederzeit willkommen. „Außerdem freuen wir uns über jeden, der an unserem Stammtisch teilnehmen möchte“, so Oliver Rissler. Der findet jeden ersten Freitag des Monats von 19 Uhr an im Lager statt. In den Wintermonaten trifft sich die Gruppe allerdings nicht im Freien, sondern im Warmen. (pit)

Mehr zu Teutates gibt’s im Internet unter: http://www.teutatesnet.de.


Zuletzt bearbeitet von ... am 12.01.2012, 00:28, insgesamt 5-mal bearbeitet


 HISTORISCH? : Keltengruppe "Teutates" in Oberursel      Verfasst am: 12.01.2011, 19:45       Nach oben   
















Weitere Bilder...
...vom Oberurseler Frühjahrslager
Mehr Informationen zu den "echten" Kelten im Norden Oberursels gibt es unter
Phorum-Ursellis -> Oberurseler-Impressionen -> Oberurseler Landschaften -> Keltisches Oppidum "Goldgrube"

Seit 2006 hat die Keltengruppe "Teutates" ihr etwa 600 qm grosses Lager im Oberurseler Stadtwald aufgeschlagen
...unmittelbar neben der "Häschenschule" am Ende des Maasgrund

Hier soll im Laufe der Zeit ein in den Wald integriertes Areal für Lager, Handwerk und Experimentalarchäologie entstehen.

An verschiedene Kulturinstitute hätte sich die Gruppe gewandt, um endlich einen eigenen Lagerplatz zu bekommen – und die Oberurseler seien die ersten gewesen, die ihnen mit einem Gelände neben dem Waldmuseum ("Häschenschule") ein Angebot machten.


Sie tun alles, um die keltische Kultur wieder zu beleben und auch der Öffentlichkeit näher zu bringen:
Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Gallien existiert nicht mehr... Ganz Gallien?
Nein! Einige Stämme unbeugsamer Gallier hören nicht auf, erbitterten Widerstand gegen das Vergessen zu leisten. Sie tun alles, um ihre Kultur wieder zu beleben und auch der Öffentlichkeit näher zu bringen.
Dies ist auch das Ziel von Teutates. Hier möchten wir auf die Kelten allgemein und keltisches Reenactment im Speziellen aufmerksam machen....

....mehr unter www.teutatesnet.de

In Hessen trafen der Germanische und der Keltische Siedlungsraum direkt aufeinander. Daraus resultierten Handel, Fehde, Verbrüderung und kultureller Austausch. Daher ist es sehr schwer, die hier siedelnden Stämme den klassischen Definitionen von germanisch oder keltisch zu zuordnen. Hinzu kommt die römische Okkupation, Völkerwanderung und die Ermangelung von schriftlichen Zeugnissen. Aus diesen Gründen verzichtet die Wissenschaft auf eine Gliederung Hessens in Stammesregionen...
...mehr unter http://www.hassiaceltica.de/staemmeinfo.htm


Zuletzt bearbeitet von ... am 12.01.2011, 19:45, insgesamt 19-mal bearbeitet


 Keltenstammtisch in Oberursel am Freitag, 03.November 2006      Verfasst am: 08.10.2007, 19:45       Nach oben   


Saisonabschlußlager vom 03.10.08 bis 05.10.08 in Oberursel (Vorschlag), um mit Freunden, Bekannten und regionalen Handwerkern in Oberursel Erfahrungen und Handwerkstechniken austauschen zu können. Interessierte können diese Gelegenheit gerne nutzen, um mal "hineinzuschnuppern". Besucher sind natürlich auch herzlich Willkommen!
Waldfest am 02.02.2008 an der Oberurseler Häschenschule
Am 19.07.2008 ab 16:00"Orscheler Sommer" mit bunten mittelalterlichen Zelten, Sau vom Spiess, Bogenschiessen, Greifvogelschau, Livemusik und Karaoke
Abschlusslager vom 05.-08.10.2007 im Wald oberhalb der Oberurseler Häschenschule.
Für Samstag Abend (zur Dämmerung) ist ein größerer Bronzeguss angesetzt. Ein Bogenstand wird höchstwahrscheinlich auch vorhanden sein. Für das leibliche Wohl ist generell Selbstversorgung angesagt! Für Samstag Nachmittag hat "Teutates" gegrillte Sau vom Spieß und einige Handbreit Cervezia vorbereitet.
Keltenstammtisch in Oberursel ab 06.04.07 jeden Freitag im Wald oberhalb der Oberurseler Häschenschule.
Gäste sind herzlich wilkommen, und erhalten weitere Informationen per eMail:info@teutatesnet.de
Keltenstammtisch in Oberursel am Freitag, 03. November 2006 ab 19:45 bei LOKKI in der Nassauer Strasse 8 - 61440 Oberursel-Ts.
Getränke können mitgebracht oder dort gekauft werden: 0,75 € für 0,5 ltr Cola/Fanta/Wasser/ASchorle / 1,00 € für 0,5 ltr Bier oder 0,2 ltr Wein oder 0,1 ltr Met / Grillgut bitte selber mitbringen (es kann um 20:45 aber auch Pizza mitbestellt werden)


 Forumsbeiträge      Verfasst am: 30.08.2006, 23:36       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Beim Teutates
Betreff : Beim Teutates Autor: B+A Datum: 19.08.2006 18:00:47
Vor kurzem hat laut TZ v.19.08.2006 die Keltengruppe "Teutates" ihr etwa 600 qm grosses Lager im Oberurseler Stadtwald aufgeschlagen
...unmittelbar neben der "Häschenschule" am Ende des Maasgrund

Hier soll im Laufe der Zeit ein in den Wald integriertes Areal für Lager, Handwerk und Experimentalarchäologie entstehen.

An verschiedene Kulturinstitute hätte sich die Gruppe gewandt, um endlich einen eigenen Lagerplatz zu bekommen
...und die Oberurseler seien die ersten gewesen, die ihnen mit einem Gelände neben dem Waldmuseum ("Häschenschule") ein Angebot machten.

Sie tun alles
...um die keltische Kultur wieder zu beleben
...und auch der Öffentlichkeit näher zu bringen.
...mehr unter www.teutatesnet.de


PS:
´bin ja ganz stolz auf "die Oberurseler"
Gleich mal herausfinden
...ob die uns da mitmachen lassen.
Confused

Betreff : Teutates usw. Autor: Kulturfreund Datum: 21.08.2006 13:03:29
Leider rutscht unsere Kultur immer mehr ab. Kultur, da wird das Mittelalter mit seinen Brutaltäten bemüht und nun müssen die Kelten mit ihrer Primitivkultur herhalten.

Es entspricht dem Zeitgeist, das niemand mehr für hochwertiges Kulturgut empfänglich ist und in der Tat entwickelt sich ja unsere Kultur rückläufig, wie unlängst ein französischer Literaturprofessor feststellte.

Da passt das Mittelalter und die Steinzeit gut ins geistige Programm - auch und vorallem in Oberursel.



Betreff : Beim Teutates Autor: Roberturix Datum: 21.08.2006 13:52:16
Hallo B+A und alle interessierten Oberurseler(innen),

jede(r) Kultur-, Geschichts- & Handwerksinteressierte ist natürlich herzlich zu unseren Stammtischen eingeladen, denn in diesem Rahmen bieten sich die besten möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens.
Immer am 1. Freitag des Monats -solange das Herbstwetter es zulässt- auf unserem Lagerplatz.

Am meisten freuen wir uns natürlich über regen Besuch am kommenden Samstag an der Häschenschule & Sonntag im Hof des Vortaunusmuseums.

Viele Grüße
Roberturix


Betreff : Beim Teutates Autor: Roberturix Datum: 21.08.2006 14:08:41
Lieber Kulturfreund,
das es einen enormen Mangel an Kulturinteresse und dessen Verständnis gibt, ist uns hinreichend bekannt.
Dies ist mitunter einer der Gründe warum wir diese Art der Geschichtserfahrung gewählt haben und sie Interessierten näher bringen möchten.
Das das Mittelalter ganz besonders von Brutalitäten gespickt sein sollte, kann ich so nicht stehen lassen: Die Ursache liegt nicht in der Zeit, sondern in der der Natur der Menschheit. Und die Brutalität zieht sich vom Anbegin wie ein roter Faden bis in unsere heutige Zeit!
Ihren Eindruck von einer primitiven keltischen Kultur, können wir ihnen gerne am Wochenende in einem persönlichen Gespräch wiederlegen.
Im Übrigen leben Sie auf keltischem Kulturgut!

Was ist denn Ihrer Meinung nach "hochwertiges Kulturgut" ?

Das sie aber Kelten mit Mittelalter und Steinzeit in Verbindung bringen, erschüttert mich zu tiefst.
Es ist die Eisenzeit in die keltische Kultur erblühte!

Viele Grüße
Roberturix


Betreff : Rom Autor: Kulturfreund Datum: 21.08.2006 16:53:01
Wenn ich die Saalburg besuche und mir die Erhabenheit und die große Geschichte des Römischen Reiches umfängt, zu Hause dann Tacitus und meinen Cäsar lese, dann weiß ich um die hohe Kultur des Abendlandes. Was sind dagegen die Kelten und die Barbaren des Mittelalters.


Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: Arnulf Datum: 21.08.2006 18:07:56
Nur nicht provozieen lassen. Mir fällt da nur ein: Don't feed the trolls..... >=))))o>

Ich finde gelebte Geschichte sehr interessant. Ich setze das mit experimenteller Archeoligie gleich. Wer lernen will, sollte bei der Vergangenheit anfangen. Ich wüsste nicht, warum eine Zeitepoche wichtiger sein sollte, als die Andere.

Mal sehen, vielleicht besuche ich euch mal im Wald.


btw: schon lange nichts mehr von Kurt gehört.


Betreff : Beim Kurt ( ...die spinnen - die Römer) Autor: B+A Datum: 21.08.2006 18:41:41
Es heisst "...und MICH die Erhabenheit ...umfängt,..."
...wenn man schon den "gebildeten" Römer heraushängen lassen möchte.
Pffff


@Roberturix,
der Termin am Samstag ist als Familienausflug fest eingeplant
...zumal dort zeitgleich auch das Waldfest der HäschenSchule stattfindet.

Freitags kann ich leider nie
...es sei denn, ihr sitzt um 1:00 nachts noch am Lagerfeuer ?

Gruss
B+A-Trech ( ...wo bleibt mein Passwort?)





PS:
Ob der auf wirklich keltischem Kulturgut lebt, ist hier noch die Frage
...denn wahrscheinlich sitzt der Troll im hohen Norden bei den Cimbern und Teutonen !?


Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: Orschelmähnix Datum: 22.08.2006 00:05:26
Gude Kult-Urfreund,

also ich muss ja zugebbe, dass ich in der Geschischde überhaupt net gut gebildet bin. ABER - Du und dei erhabene Römer - ei da fängt ja's Wasser in unsre Brunne a zu faule. Will's e'mal mal so sache:
Die Römer möge dir wohl erhaben erscheine und die Kelde und Steinzeitmensche als barbarisch, mörderisch und blutrünstisch.
Ich frach misch allerdings - welcher Abkömmling wohl als die "bösere" Gaddung angesehn wern derf!?! Isses net so, das die Römer aus lauder Lust und Spaß an de Freud die Leut gefoldert, zerisse, gereckt, gestreckt, gedehnt, gespreizt, lebend verfüddert und - net zu vergesse - auch gekreuzischt habbe?? He ? Gugg mal nach bei Wickipedia unter "Kreuzigung"!
Die Kelte und auch die Staazeitmänncher war'n vielleicht net so gebildet und habbe halt eher "animalisch" inschtinktiv und aus dem Trieb des Überlebens und der Reviererweiderung heraus die Keule geschwunge, aber die so gebildede Römer habbe aus purer Lust und aus Zeitvertreib die Leut gekwählt, gefoldert und sich an deren Leiden ergötzt.
Für misch einfache Orschelman is des wesentlich barbarischer.
Solltest dich lieber in dein Kulturbeutel verkriesche und e Ruh gebbe.
Und - Informier dich dochema am Samstach! Ja, geh dochema hie! Kannsde sicher noch einisches lerne.

Abgesehn davon isses toll, wenn einem Geschichde vorgelebt werd. Wenn's richtisch gemacht werd - brauch mer ka Büscher groß zu wälze um en Überblick zu bekomme.

Ich find's toll, dass es Leut gibt, die sich so angaschiern. - Und hier bei Orschel, der Goldgrube, Aldehöfe und Old King, habbe die Kelde nunmal gelebt und gewirkt.

Also moser net rum - geh dich informiern und genieses, mal en Einblick ins keltische Lebe zu bekomme. Als "gebildeter Römer" - Fan wird's deiner Bildung auch net schade zu wisse, wie sich des Lebe auf dem Grund und Boden, den de hier in Orschel beschreitest, einst abgespielt hat.

Auf die Brudalität der heutischen Zeit hat des übbrischens auch kein Einfluß. Die is heut wesentlich höher entwiggelt, als die der Kelten.

Soweid mei Meinung dadezu.
- Werd übbrischens auch am Samstach da hiegeh'n. Is bestimmt intressant.




Betreff : Beim Teutates Autor: Kalbacher Datum: 22.08.2006 17:37:11
Sehr amüsanter Beitrag Orschelmähnix Smile)

@Kulturfreund?
Was genau ist denn eine Primitivkultur

Ich selbst kenne diesen Begriff lediglich aus der Biologie, wo er verwendet wird, um etwas "Ürsprüngliches" zu beschreiben. Also z..B. eine Spezies die sich über die Jahrtausende wenig verändert hat. Was dort übrigens keinesfalls wertend ist.

Ich würde Kultur allgemein als den Umgang des Menschen mit seiner natürlichen Umgebung beschreiben. In welcher Hinsicht sich hier dann Entwicklungen abspielen, die man später gemein hin als "Hoch entwickelt" bezeichnet, sei einmal dahin gestellt. Kultur an sich ist in keinster Weise intellektuell.

Auch ich bin etwas betrübt, dass viele das Mittelalter als ein Zeitalter von Blutrünstigkeit verstehen. Ich denke, dass hier der Bezug zwischen Technisierung und kultureller Entwicklung ein wenig durcheinander gerät.
Shakespeare gehört auch in eine Zeit, in der es ein wenig rustikaler zuging als in der Gegenwart, dennoch gilt er bis heute als einer der bedeutendsten Dramatiker, ohne den die Aufklärung so ihre Schwierigkeiten bekommen hätte.

Das Mittelalter hat so manche Kulturelle Errungenschaft mit sich gebracht, ohne die heute vieles gar nicht möglich wäre.

Ich bin auch gar nicht sicher, dass sich an der Blutrünstigkeit der Menschen sehr viel verändert hat in den letzten Jahrhunderten. Wenn ich die Medienlandschaft genauer betrachte, dann wird einem eigentlich nur vorgegaukelt, dass wir uns vom "kulturell primitiven" Menschen so sehr unterscheiden. Die Kriege, die unsere westlichen Länder führen, sind technisch sicherlich anspruchsvoller als noch vor 1000 Jahren, wirken steriler und den wirklich brutalen Part will eigentlich keiner sehen. Aber genau hier ist die Technik derart weit, dass ich Einstein nur recht geben kann: Zitat: "Ich weiß nicht mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg geführt wird, aber beim vierten bin ich mir ziemlich sicher: Mit Pfeil und Bogen"
Diese so genannte kulturelle Rückläufigkeit wäre dann zumindest in technischer Weise zunächst vollbracht.
Wie Kulturen ansonsten rückläufig sein könnten ist mir jedenfalls ein Rätsel ? !

Kulturelles Desinteresse dagegen macht sich allerdings immer breiter. Leider.....



Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: WayneG Datum: 23.08.2006 10:48:10
@ Kulturfreund

Zitat aus einem Geschichtsbuch:

Caesars Wüten in Gallien war ebenso gewaltig wie sein Gewinn: Über eine Million Tote mag Gallien erlitten haben (Gesamtbevölkerung zwischen 3-8 Millionen). Etliche Hunderttausende hatte Caesar in die Sklaverei verkauft, was ihn, ebenso wie die große Beute, zu einem reichen Mann machte.

Das zum Thema Blutrünstigkeit und Hochkultur.

Das soll wohl ein Witz sein, Kulturfreund.

Les Du mal schön deine Bücher über "Hochkulturen". Letzendlich versuchten die Römer die nördlichen Länder äußerst blutig zu unterwerfen. Nicht mehr und nicht weniger. Tragisch wenn man die Geschichte so einseitig betrachtet


Betreff : Cäsar Autor: Kulturfreund Datum: 23.08.2006 11:22:14
Die Eroberung Galliens durch Cäsar darf jetzt nicht aus einem so engen Blickwinkel gesehen werden. Sie ist mit der Eroberung des Westens durch die Amerikaner im 19. Jahrhundert vergleichbar. Nichts weiter.


Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: toertsche Datum: 23.08.2006 15:14:18
Was ist eigentlich das Problem, jede Kultur hat ihre Eigenheiten, Zeiten und meist unterschiedliches Wissen. Wer jetzt noch behauptet, wir wären weiter als frühere Generationen Jahrtausende vor uns, mag dies der Menschheit vorhalten, wenn wir uns gegenseitig oder den Planeten Erde vernichtet haben.

Einige zeigen ihr Interesse halt für andere Zeiten als Du Kulturfreund. Schön, und? Laß sie doch und werte dies nicht negativ. Mir persönlich ist es völlig egal, ob da welche im Wald ein Lager bauen und ihrem Hobby nachgehen.


Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: WayneG Datum: 23.08.2006 17:57:03
Zitat:Die Eroberung Galliens durch Cäsar darf jetzt nicht aus einem so engen Blickwinkel gesehen werden. Sie ist mit der Eroberung des Westens durch die Amerikaner im 19. Jahrhundert vergleichbar. Nichts weiter.

Vergleichbar? Ist klar... Da hat jemand keine Ahnung. Und schreibt dann doch sehr einseitig. Aber Massenvernichtung scheint dem Kulturfreund ja recht zu sein....... no more comment

Zum Glück waren die "Hochkulturen" (Römer) bisher immer unterlegen


Betreff : Beim Teutates Autor: B+A Datum: 23.08.2006 23:44:43
Der Ausgewogenheit halber muss man dem Römerfreund zugestehen, dass -zumindest südlich der Alpen- viele Kelten AuftragsSöldner waren
…die gegen Bezahlung -mal mit und mal gegen Rom- kämpften
…und häufig -wohl auch mittendrin- die Seiten wechselten
...je nach Höhe des Angebots


@KultUrFreund alias IndianerFeind
genau diese Mischung aus Kult und Ur ist es, die meinen Lebensstil positiv beeinflusst :
…die Vorzüge lateinischer Schrift, arabischer Denkweise und moderner Medizin zu geniessen
…ohne dabei URsprüngliche kulturelle Bedürfnisse zu verdrängen.


@Roberturix (..Teutates )
Ich möchte (..bei Teutates?? ) herausfinden, ob unsere keltischen Vorfahren…

…tatsächlich EUweit! eine -zumindest ansatzweise- basisdemokratische Politik betrieben ( …die ja letztlich leider auch Hauptgrund für die Niederlage gegen die weniger liebenswertchaotisch organisierten Römer gewesen zu sein schien )

…ihre Frauen tatsächlich so sehr schätzten, dass man durchaus von „vorchristlicher Emanzipation“ sprechen kann ? ( ...lange bevor unser letztes Jahrhundert diesen Begriff neu erfand )
........oder – lieber Kulturfreund - hast Du jemals von römischen SenatorInnen oder FeldherrInnen gehört ?.........

…tatsächlich in der Lage waren, bis zu 5 meter hohe Mauern zu errichten ? (…die jahrhundertelang erfolgreich römischer Belagerungstechnik trotzen konnten )

…tatsächlich lange vor den Römern das Kettenhemd erfanden ? ( …die diese Erfindung wie viele andere einfach nur „klauten“ )

…tatsächlich fantasievolle Kleidungsstücke und Schmuckstücke herstellen konnten ? (…die selbst heute mit modernen Fertigungsmethoden an Qualität kaum übertroffen werden können).

…tatsächlich so „nett“ FEIERN konnten, wie es uns einschlägige Literatur und Filmproduktionen weismachen wollen ? ( …womit ich meine, kult„UR“gemütlich bei gefüllten Hörnern um ein über dem Feuer bratendes Wildschwein zu sitzen oder liegen, während der Barde im Hintergrund seine Balladen mit der Harfe -oder anderen Instrumenten?- untermalt ).


Mag sein, dass nicht wenige Kelten nichts weiter als wechsellaunische Söldner waren
…und dass das zuvor Geschriebene romantisch verklärter Quatsch ist
- aber vielleicht macht ReEnactment den Teutaten ja gerade deswegen so grossen Spass ?



PS:
Warum schreibt ihr denn dauernd unter "Oberursel-Experte gesucht" ?


Betreff : Beim Teutates Autor: Roberturix Datum: 24.08.2006 23:57:21
basisdemokratische Politik:
Nun... eher nein, so gerne ich hier ein JA hingesetzt hätte.
Im Einflußbereich der einzelnen Stämme war alles sehr hirarchisch organisiert, auch wenn das Volk eine Stimme hatte, welches es erheben konnte.
Es ist aber zu bemerken das die Führer immer gewählt wurden, auch wenn das Stimmrecht wohl nur den "Adel" vorbehalten war.

Frauen:
Da sage ich lediglich, siehe die Fürstin von Reinheim (http://www.kulturpark-online.de & http://www.taranis-kelten.de)
die bestimmt nicht die einzige war.
Adhoc fällt mir aber lediglich Boudicca (Brittanien) ein.

5 meter hohe Mauern:
Aber sicher, man braucht lediglich das Heidetränk-Oppidum mit offenen Augen zu bewandern, die Geröllhaufen im Geiste wieder aufzustocken....
und schon ist man bei meterhohen Wehrmauern.
Natürlich nicht jede einzelne und der Aufwand für mehrere Kilometer Einfriedung muß erst mal erbracht werden..... aber JA... das ist Fakt!

Kettenhemd:
Hier scheiden sich die Geister!
Wer nun letztendlich das Kettenhemd erfunden hat werden wir wohl nie erfahren.
Ich habe letztens Gehört, es gibt Kettenhemdfunde aus dem vorderen Orient die weit vor Christi Geburt datiert werden, somit wäre die Technik wohl ein Import.
Aber die feine Machart von 5-8mm Innendurchmesser der Ringstärke ist bisher nur im keltischen Siedlungsgebiet belegt.

Kleidungsstücke und Schmuckstücke:
Tja, was die Kleidung anbelangt ist die Fundsituation sehr dürftig. Lediglich ein paar Reste, Beschreibungen der Römer und Griechen liegen vor und die Abbildungen auf Stelen stehen hier zur Verfügung.
Was die Kunstfertigkeiten der Metallverarbeitung angeht, hier sind sie unübertroffen!
Es gibt Stücke die nicht repliziert werden können, da uns die antiken Fertigkeiten und Techniken verloren gegangen sind.
Aber wir sind dabei es wieder zu erlernen;-)

„nett“ FEIERN:
Tja.... was soll ich sagen...
Wir haben immer unseren Spaß!
Ob es im Asterix-Stile war? Auch das werden wir wohl nie erfahren! Tatsache ist aber das ein 500L Krater zum Weinanmischen bestimmt kein Staubfänger war !

wechsellaunische Söldner:
Auf jeden Fal waren sie eitle Egoisten!

romantisch verklärter Quatsch:
Bello Galico & Co. müssen natürlich durch die Propagandabrille betrachtet werden, den Geschichte wird bekanntlich von Siegern geschrieben - auch wenn sie dazu 300 Jahre brauchen *grins*

- aber vielleicht macht ReEnactment den Teutaten ja gerade deswegen so grossen Spass ?
Desswegen! Weil es interessant ist! Weil es unsere Geschichte ist! Weil Sie unsere Altvorderen sind! Weil Ihr Geist durch uns zu neuem Leben erweckt wird! Weil einfach jeder der von dieser Faszination gefangen wird, nicht mehr lassen kann!

Warum schreibt ihr denn dauernd unter "Oberursel-Experte gesucht" ?
Weil das als Default-Topic immer drinn steht.
Versteh ich zwar auch nicht, ist aber so Wink

So.. genug für jetzt!
Alle Vorbereitungen sind getroffen.
Morgen geht's ans Lager aufbauen!
Und ich hoffe das sich das Oberurseler Volk am Wochenende zahlreich von uns begeistern lässt!

Viele Grüße
Roberturix


Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: B+A Datum: 29.08.2006 00:17:54
Woouuuuwww
...ihr seid ja echt gut drauf !

Ich weiss jetzt blamablerweise gar nicht
...welchen Job ich bei euch übernehmen könnte ?

Schmieden ?
...da könnte ich selbst in fünf Jahren Selbststudium nicht ´rankommen
...es sei denn, Dirk Velte oder Rüdiger Reul helfen mir freundlicherweise dabei ? )

Kräuter und Heikunst ?
...nee, da ist eure Kräuterfrau echt bewanderter !

Töpfern ?
...jooh - das trau ich mir schon zu - aber...

Weben ?
...da könnten ich und meine finnische Freundin schon beitragen

Krieger ?
...überlass ich WayneG und eurem Spezi mit dem echt klassischen Akzent !

Götter und Religion ?
...gibt´s bei euch ja auch schon die ultimative Fachfrau ( ...zumal das Thema eh´nicht mein Ding ist )



Sch...
...was bleibt da für mich ?

Brauen ? ( ...ihr habt gar kein Korvus angeboten ? )
Bauen ? ( ...das kann ich gut )
Rumlabern ? ( ...ich wäre im Team mit "Roberturix" der optimale Pressewart )
...oder ich eröffne eine Taverne im Wald ?

PS:
Habt ihr den Artikel in der FR vom 25.08.06 gelesen ?
Die Damen und Herren "Fachleute vom Museum oder der Saalburg" sind ja ganz schön skeptisch ?( ...ob ihr auch ausreichend "authentisch", "seriös" und "wissenschaftlich" seid ? )

PPS:
"Carnyx" hätte mir persönlich als Gruppenname besser gefallen ( ...zumal über die Religion der Kelten ohnehin wenig bekannt ist )

PPS:
Links und Bilder unter
http://www.phorumursellis.de/viewtopic.php?t=1416

Betreff : Oberursel-Experte gesucht Autor: Jean de Kalb Datum: 29.08.2006 16:55:25
War alles sehr beeindruckend. Macht weiter so.

Betreff : Beim Teutates Autor: Roberturix Datum: 30.08.2006 12:21:31
Vielen vielen Dank!
Ihr seid ein phantastisches Publikum!

@Bernd, lass Dich mal am Stammtisch blicken, dann können wir mal schauen was sich interessantes für Dich findet Smile

Das gilt natürlich auch für alle anderen Interessierten!

Den Artikel in der FR vom 25.08.06 habe ich leider nicht gelesen, evtl. könnte ihn mir jemand zukommen lassen? oder hier den Text rein stellen?

Was "Carnyx" angeht... die Gruppe gibt es schon...

Grüße
Roberturix

Betreff : Artikel der FR Autor: B+A Datum: 31.08.2006 01:05:24
Artikel der FR weiter nach unten scrollen unter "PRESSEBERICHTE"

PS:
Freitags Stammtisch klappt bei mir ohne schlechtes Gewissen nicht
...aber das hatte ich Dir ja bereits am Sonntag erzählt.

Ansonsten haben Experten wie Schallmayer, Messer, Ernst & Co schon irgendwie recht :
Wenn das Ganze sich nicht nah genug an historischen Wahrheiten orientieren würde
...wäre es wie beim LARP schnell kitschig und unecht.

Aus http://www.teutatesnet.de/portal/index.php
Unser herzlichstes Dankeschön !
Mit bemerkenswertem Interesse haben sich am Samstag sehr viele Oberurseler unser Lager am Waldmuseum angeschaut und einen kleinen Eindruck des keltischen Lebens mit nach Hause nehmen können. Um so mehr waren wir über das enorme Interesse am Sonntag im Vortaunusmuseum überrascht, in welchem wir unsere Handwerke des vorchristlichen Jahrhunderts präsentiert haben. Viele bekannte Besucher vom Vortag haben wir begrüßen dürfen und mit Interessierten über Themen gesprochen, die weit über das Maß des normalen Besuchers hinaus gehen. Sie alle haben uns das Gefühl gegeben zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dafür möchten wir uns alle bei Ihnen Bedanken!


Oberursel, Ihr seid ein phantastisches Publikum und eine tolle Gemeinde!
Wir hoffen wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

Wer nicht bis nächstes Jahr warten möchte, ist willkommener Gast auf unserem Stammtisch
an jedem ersten Freitag im Monat ab 19Uhr auf unserem Lagerplatz am Waldmuseum
(nähere Informationen in unserem Kalender).

Unser Museumsfestplakat

Betreff : Kelten waen keine Barbaren Autor: Goliath Datum: 31.08.2006 21:59:44
Mal was zum lesen für unseren Kulturfreund, oder auch zum Ansehen am 10.09. 2006 (Tag des offenen Denkmals). Was die Kelten schon konnten, erst mal nachmachen, mit deren Mitteln.
http://www.glauberg.de/


Betreff : Was sind Barbaren? Autor: Eulenspiegel Datum: 01.09.2006 00:12:01
Was sind Barbaren? Als Barbaren (griech. bárbaros) bezeichneten die Griechen Menschen, die nicht oder nur schlecht griechisch sprachen, und somit nicht die klassische griechische Bildung genossen hatten.

Ob die Kelten griechisch sprachen weiß ich nicht. Ich jedenfalls bin Barbar, da ich nur schlecht griechisch spreche: "Karli nicht da" (Gute Nacht)


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