Phorum-Ursellis -> OBERURSELER-FOREN (Übersicht, Links und Zitate) -> ALLE Forumsthemen.......
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
 LEIERKASTENFESTIVAL : Oberursel orschelt      Verfasst am: 02.09.2006, 09:00       Nach oben   


z.Zt.keine Forumsbeiträge

 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 29.08.2006, 22:21       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 04.09.2006
Mit Leierkasten klingt Kritik nur halb so schlimm
Von Manuela Messerschmidt

Oberursel . Mit Musik Freude zu den Menschen bringen – das ist das Ziel von Hans und Gertrud Hammer. Und das schafft das Ehepaar, das als Drehorgelduo „Romantica“ durch Deutschland zieht. Am Samstag haben sie Station in Oberursel gemacht, um gemeinsam mit 13 weiteren Drehorgelspielern in „Orschel zu orscheln“.

Das Ehepaar Hammer hat sich in der Vorstadt aufgestellt und spielt gemeinsam mit Günther und Agnes Sickenberg aus Dülmen. Viele Passanten bleiben stehen und hören Günther Sickenberg zu, der den „Second Waltz“ von André Rieu erklingen lässt und dafür großen Applaus erntet. Kaum sind die letzten Klänge der mechanischen Orgel verklungen, beginnt Gertrud Hammer an ihrer Orgel zu kurbeln, so dass keine Pause aufkommt. „Uns liegt es am Herzen, alte Volkslieder am Leben zu erhalten. Deswegen verteilen wir an die Passanten Liedblätter, damit sie mitsingen können“, erzählt Günther Sickenberg anschließend. „Vorhin hätten wir hier einen zwanzigköpfigen gemischten Chor aufmachen können!“ fügt er lächelnd hinzu.

Die Passanten sind begeistert. „Die Drehorgelspieler sind sehr, sehr freundlich, und es macht Spaß, ihnen zuzuhören“, meint eine Oberurselerin, die das Spiel der Leierkastenmänner und -frauen aufmerksam verfolgt.

Ein junger Mann aus Bad Homburg lässt sich jede Orgel genau erklären. Da ist er bei dem Leierkastensammler Dr. Ulrich Wimmer, bei Doris van Rhee und dem Berliner Orgelbauer Axel Stüber genau richtig, die gemeinsam als „Leierkastenheiterkeit“ in Kostümen aus dem 19. Jahrhundert auftreten. „Meine Drehorgel ist die einzige historische auf dem Oberurseler Drehorgelfest“, erklärt Wimmer. Das gute Stück stamme aus dem 19. Jahrhundert, und die Tonfolgen seien nicht auf einem Lochband wie bei mechanischen Orgeln üblich, sondern auf einer Stiftwalze fixiert, erläutert er. Und noch eine dritte Orgelart hat der Experte bei „Orschel orschelt“ entdeckt – die von Leierkastenmann Gerado. Dessen Orgel habe eine elektronische Steuerung, und die Kurbel diene nur dazu, die Pfeifen in den Registern mit Luft zu versorgen. Bei mechanischen Orgeln werde auch das Lochband mit der Kurbel angetrieben, führt Wimmer aus.

Drehorgelspieler Kurt Klingenhöfer aus Butzbach hat in seinem Lochband-Repertoire Lieder aus den 50er bis 90er Jahren. „Sogar der Holzmichel hat Einzug in meine Sammlung gehalten!“, meint der Orgelspieler, der gerne Geschichten erzählt und für jedes Kind ein Geschenk dabei hat.

Unterhaltung wird auch von Ehepaar Kochem groß geschrieben. Im Clownskostüm singt Annerose Kochem lauthals freche Lieder zu den Klängen ihrer Orgel, und wenn Ehemann Werner spielt, lässt sie die Marionetten tanzen. Fehlen darf bei alledem freilich nicht der Oberurseler Leierkastenmann Karlheinz Lobrecht, der schon seit vielen Jahren für die SOS-Kinderdörfer sammelt. Er hat einige Strophen seiner Lieder selbst gedichtet und kommt damit der alten Tradition nach, dass Drehorgelspieler mit ihren Liedern auch Kritik üben können. Sein Lieblingsthema ist dabei die Oberurseler Lokalpolitik.

Das Ehepaar Becker aus Karlsruhe, das mit einer selbstgebauten Orgel gekommen war, will dagegen keine Kritik an der Brunnenstadt äußern. „Die Oberurseler sind zugänglich und machen gerne mit“, meint Conny Becker. Dem stimmt auch Jörg Krüger zu, dem es viel Spaß macht, Freude zu verbreiten. „Es ist toll, wenn die Leute mitsingen“, findet er.

Printausgabe der TZ vom 30.08.2006
In Orschel dreht sich wieder die Orgel
Oberursel. Sie neigen zur Wiederholung und sind sehr altmodisch, aber dennoch beliebt bei Jung und Alt: Die Drehorgeln halten wieder Einzug in Oberursel. Am kommenden Samstag findet das beliebte Drehorgelfest statt, das schon in den vergangenen Jahren fröhliche Musik in die Altstadtgassen brachte.

Rund 15 Drehorgelspieler sollen an verschiedenen Plätzen ein breit gefächertes Musikprogramm bieten. Das Auftaktorgeln beginnt um 10 Uhr an der Ecke Vorstadt/Kumeliusstraße. Danach verteilen sich die Musikanten an ihre Standorte in Vorstadt, Unterer Hainstraße, Ackergasse, Strackgasse, Holzweg sowie Epinayplatz und Marktplatz. Um 15 Uhr gibt es wieder ein Abschlusskonzert am unteren Ende der Vorstadt.

Mit von der Partie ist, wie in der Vergangenheit, das Ehepaar Hans und Gertrud Hammer, auch bekannt als „Drehorgelband Romantica“. Die übrigen Spieler sind vielfach Bekannte aus ihrem Umkreis. Auch der „Orscheler Leierkastenmann“ Karlheinz Lobrecht ist mit dabei. Mit ihren Instrumenten und Gewändern sind die Musikanten, wie Stadt-Pressesprecherin Nina Kuhn sagt, „ein echter Blickfang.“ Weiter sagt Kuhn: „So wollen wir die Innenstadt beleben, für ein besonderes Einkaufserlebnis.“ (pil)


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Phorum-Ursellis -> OBERURSELER-FOREN (Übersicht, Links und Zitate) -> ALLE Forumsthemen.......
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  







 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren   ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen  LoginLogin