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 IMPRESSIONEN      Verfasst am: 17.09.2006, 21:57       Nach oben   




 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 07.09.2006, 20:36       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 09.09.2006
Ortsbeirat will keine weiteren Pultdächer
Von Gerrit Stolte

Oberstedten. Zumindest in verbaler Hinsicht ging es bei der Sitzung des Oberstedtener Ortsbeirats im Sitzungssaal des ehemaligen Rathauses tumultartig zu. Hintergrund war die Kontroverse um den Bau des Hauses Lärchenweg 14. Ortsvorsteher Michael Braun (CDU) musste die Anwesenden mehrfach zur Ruhe rufen. Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) sah sich mit Vorwürfen städtischer Inkompetenz und schlampiger Arbeit der Verwaltung konfrontiert.

Wie in der TZ berichtet, wehren sich Anwohner rund um den Lärchenweg gegen die bauliche Gestaltung des Hauses der Familie Bouton. Moniert wird vor allem, dass die zulässige Gebäudehöhe überschritten werde. Darüber hinaus gibt es Vorwürfe, die laut Bebauungsplan Nr. 68 zugelassene Geschossflächenzahl sei überschritten worden. Das gewählte Pultdach widerspreche zudem den Ausführungen des Bebauungsplanes, nach denen Pultdächer zwar zugelassen sind, bei der Wahl der Dächer jedoch auf die nähere Umgebungsbebauung zu achten sei, damit Stilbrüche vermieden würden.

CDU und FDP hatten für die Sitzung am Mittwochabend einen Antrag eingereicht, der den Magistrat zur Verhängung eines befristeten Baustopps aufforderte. Zu Sitzungsbeginn zogen die Parteien diesen Antrag jedoch unter dem Protest der anwesenden Anwohner zurück. Zur Begründung verwiesen CDU und FDP auf das bereits laufende Widerspruchsverfahren gegen die Baugenehmigung. Stadtrat Rosentreter verweigerte mit Hinweis auf dieses Verfahren die Beantwortung einiger Fragen von Besuchern der Sitzung und Ortsbeiratsmitgliedern, er hob jedoch hervor: „Wir haben die Baustelle nach dem Eingang des Widerspruchs noch einmal geprüft. Der Bau erfüllt die Vorgaben des Bebauungsplanes.“

Nachbar und Rechtsanwalt Thomas W. Mohr ist dagegen weiterhin davon überzeugt, dass der „Bauantrag in vier Fällen gravierend gegen den Bebauungsplan verstößt“. Er ist sich sicher, dass die Angelegenheit vor dem Regierungspräsidium in Darmstadt landen und auch noch die Verwaltungsgerichte beschäftigen wird. Anwohner merkten an, mit der Genehmigung des Pultdachs würde ein Präzedenzfall geschaffen.

Der Ortsbeirat nahm schließlich bei einer Enthaltung einstimmig einen weiteren Antrag von CDU und FDP an. Dieser zielt darauf ab, den Bebauungsplan fürs Gebiet dahingehend zu ändern, dass Pultdächer nicht mehr zulässig sind. Auch soll eine Klausel gestrichen werden, die in Ausnahmen eine Erhöhung der zulässigen Geschossflächenzahl ermöglicht.

In der Frage der Verkehrsberuhigung und der Sicherung der Schulwege an den Straßen Im Gartenfeld und Am Alten Bach zog die SPD ihren Antrag zurück. Der Grund: Die Pfosten zur Verhinderung des Durchgangsverkehrs sind nach den Schulferien wieder eingesetzt worden. Die Anlegung eines Fußgängerweges von den Mergelgärten bis zum Parkplatz am Friedhof soll jedoch als separater Antrag in der nächsten Sitzung des Beirats wieder eingebracht werden.

Printausgabe der TZ vom 07.09.2006
Streit um Neubau im Lärchenweg
Von Andrea Rosenbaum

Oberstedten. Das noch nicht ganz fertige Haus der Familie Bouton im Lärchenweg 14 beschäftigt inzwischen nicht nur das beauftragte Bauunternehmen, sondern auch das Bauamt der Stadt und mehrere Nachbarn. Thomas W. Mohr, Rechtsanwalt und Eigentümer des Hauses Eschenweg 11, hat Widerspruch gegen die Baugenehmigung im Lärchenweg 14 eingelegt und sieht sich hierbei von vielen Anwohnern unterstützt.

Das „wachturmartige Gebäude“ erreiche eine Höhe von fast elf Metern, sei ein Schandfleck und passe nicht in die Umgebung, findet Mohr. „Viele Nachbarn toben“, weiß der Rechtsanwalt. „Auf meinen offenen Brief hin, den ich allen betroffenen Anliegern im Buchen-, Eschen- und im Lärchenweg in den Briefkasten gesteckt habe, habe ich eine Resonanz von 25 Unterschriften bekommen“, erzählt der Anwalt. Angekreidet werde die Bauweise der Familie Bouton.

Mohr ist der Ansicht, dass dieses Haus nicht den Vorgaben im Bebauungsplan entspreche. Derartige „Bausünden“ müssten vermieden werden, da sie zu einer Entwertung der umliegenden Grundstücke führten, empört er sich. „Ich habe mit verschiedenen Leuten vom Ortsbeirat gesprochen, und es liegt bereits ein Antrag der CDU und FDP zur Änderung des Bebauungsplanes vor.“ Darin schlagen beide Parteien vor, das Wort „Pultdächer“ aus den baurechtlichen Festsetzungen zu streichen. Zudem fordern sie in einem zweiten Antrag einen zeitlich befristeten Baustopp für das Haus der Familie Bouton.

Angelika Bouton, gemeinsam mit ihrem Mann Eigentümer des Grundstücks Lärchenweg 14, spricht von einer „Hetzkampagne“, die ihr neuer Nachbar gegen sie betreibe. „Wir haben dem Bauamt Oberursel schon die ersten Pläne unseres zukünftigen Hauses im August 2005 vorgelegt.“ Erst hätten sie ein Flachdach errichten wollen, was ihnen aber nicht erlaubt worden sei, berichtete sie. „Der jetzige Bauplan wurde uns vom Bauamt aber genehmigt – und wird somit jetzt auch umgesetzt.“

Das Konzept passe gut in den Lärchenweg, ist die Mutter überzeugt, die von Schöneck nach Oberursel ziehen will. „Im Übrigen beträgt die Höhe des Pultdaches 10,69 Meter und nicht 11 Meter, wie Herr Mohr behauptet.“ Außerdem habe der Bauantrag ihres Hauses beim Bauamt seit Dezember 2005 vorgelegen, so Bouton, und erst jetzt, wo bereits Kosten entstanden seien, würde Einspruch erhoben. Das fänden sie und ihr Mann sehr verwunderlich.

Von der Stadt Oberursel gibt’s zum Thema Neubau im Lärchenweg wegen des laufenden Widerspruchsverfahrens nur kurz Auskunft. „Aus Sicht der Stadt entspricht das Vorhaben dem Bebauungsplan“, sagt Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) „Wir sehen daher keine Möglichkeit, einen Baustopp zu verhängen.“ Grundsätzlich seien im Gebiet „Neues Eichwäldchen“ zwei Geschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss zugelassen, erläutert Nina Kuhn, Sprecherin der Stadt. „Die maximale Höhe eines Hauses ist im Bebauungsplan sehr detailliert erläutert und man kann sie nicht in Metern darstellen.“ Zur beantragten Bebauungsplanänderung sagt Rosentreter: „Das ist rechtlich möglich.“ Auswirkungen auf das Pultdach der Familie Bouton hätte eine solche Änderung rückwirkend aber nicht.

Thomas W. Mohr wird nach eigenen Angaben an der für heute Abend geplanten Ortsbeiratssitzung teilnehmen, und auch die Eheleute Bouton überlegen, zur Versammlung zu gehen. In der Sitzung, die um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in der Kirchstraße beginnt, stehen die beiden gemeinsamen Anträge von CDU und FDP auf der Tagesordnung.


Zuletzt bearbeitet von ... am 17.09.2006, 22:05, insgesamt einmal bearbeitet


 ARCHITEKTUR : Streit um Neubau im Lärchenweg 14      Verfasst am: 07.09.2006, 20:34       Nach oben   


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