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       Verfasst am: 26.08.2006, 21:48       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 28.08.2006
Tsavo ist imposant und lässig
Von Christoph Rech

Oberursel. So macht Zirkus Spaß: Bei der Premiere am Samstagnachmittag bot das Team vom Circus Siemoneit-Barum in der Manege ein ausgesprochen kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm. Fegten eben noch Vollbluthengste knapp an den Zuschauern in der ersten Reihe vorbei, schwebte im nächsten Moment der Schweizer Pierre Bauer an einem schwankenden Mast – und überzeugte mit seinem waghalsigen artistischen Können. Besonders imposant: das etwa dreieinhalb Tonnen schwere Nashorn mit Namen Tsavo. Das Rhinozeros trabte lässig durch die Manege, da durfte Tierlehrer Sandro Montez auch mal einen kurzen Ritt auf dem Rücken des Bullen wagen. Und die Kinderaugen wurden immer größer.

Alexander Lacey mit seinen Tigern und Löwen zog die Augenpaare ebenfalls auf sich. Und trotz des Käfigs, der in der Pause zum Schutz des Publikums errichtet wurde, war den Gästen der Respekt vor den Raubkatzen anzumerken. Das Fauchen der Tiere übertönte selbst die exzellent gespielte Zirkusmusik vom hauseigenen Orchester. Dennoch bestand für Lacey keine Gefahr, er ließ die Löwen und Tiger sich mal nach rechts, mal nach links wälzen.

Klar, dass bei einem klassischen Zirkus auch Clowns auf dem Programm stehen. Vor allem mit seiner musikalischen Vielseitigkeit überraschte das rumänische Clown-Duo Gricorescu – getreu seinem Motto „Wir sind eine ganze Kapelle“.

Und ein Zirkus wäre kein Zirkus, wenn nicht auch ein Feuerschlucker Öl und Petroleum in sich hineinkippt und meterhohe Flammen erzeugt. Unglaublich, wie Anatoli Zhukov auch mit dem Element Wasser umging. Die Wasserfontänen, die er spuckte, nahmen kein Ende. Ohne Blenderei und magischen Schnickschnack. Da dürfte sich mancher Gast gefragt haben, wie es möglich ist, ein solches Wasserreservoir im menschlichen Körper anzulegen. Ganz Entfesselungskünstler, entledigte sich Zhukov zudem in Windeseile der Ketten, die ihm zuvor fest um den Körper gewickelt worden waren.

Artistik auf dem Seil stand zwar nicht auf dem Programm, dafür ging’s mit Elaine Courtney am Schwungseil atemberaubend zu. Ebenfalls herausragend: die Körperbeherrschung der beiden Artisten Mirko und Krzysztof am Todesrad.

Bedauerlich: Mehrere hundert Sitzplätze waren bei der Premiere nicht besetzt, das Zelt bietet Platz für rund 2200 Gäste. Das minderte gewiss nicht die Qualität der Darbietungen, denn die Artisten waren mit Herzblut bei der Sache. Dafür gab’s vom Publikum auch anhaltenden Applaus – verdient. Und wer von den jungen Gästen nach der Vorstellung noch nicht genug Zirkus hatte, der ritt zwei Runden durch die Manege – wahlweise auf einem Kamel oder einem Pony.

Gleich nach der letzten Vorstellung in Oberursel am heutigen Montag um 19 Uhr packen die Mitarbeiter vom Circus Barum – der übrigens 1878 von Tierhändler Carl Froese gegründet wurde und seit 36 Jahren von Raubtierlehrer Gerd Siemoneit-Barum geleitet wird – wieder ein. „Innerhalb von dreieinhalb Stunden ist alles abgebaut“, berichtet Wolfgang Fuhrmann vom Pressebüro. Dann geht’s in der selben Nacht noch weiter zur nächsten Station der Tournee – nach Gießen. So ist das Zirkusleben. Fuhrmann: „Wir sind sieben Tage in der Woche unterwegs, neun Monate im Jahr.“

Die Zirkusvorstellungen auf der Rolls-Royce-Wiese beginnen am heutigen Montag um 15 und um 19 Uhr.

Printausgabe der TZ vom 26.08.2006
Seilwinden helfen beim Aufbau des Zirkuszeltes
Von Andrea Rosenbaum

Oberursel. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Denn auf der Rolls-Royce-Wiese sind vorgestern Nacht die 120 Mitarbeiter und Artisten des Zirkus Siemoneit-Barum mit ihren Wagen angekommen. Nur ein berühmtes Mitglied der Familie, nämlich Rebecca Siemoneit-Barum, vielen bekannt aus der Fernsehserie „Lindenstraße“, wird erst heute eintreffen, da sie noch mit Dreharbeiten in Köln beschäftigt war.

In Oberursel jedoch herrschte am Freitag bereits geschäftiges Treiben auf dem Platz. Schließlich mussten die Tiere versorgt werden, und das Zelt, das einen Durchmesser von 42 Metern hat und 2200 Personen Platz bietet, musste aufgestellt werden. Dies geschehe sogar automatisch per Knopfdruck, sagte der Pressesprecher des Zirkus, Wolfgang Fuhrmann. „Früher mussten wir die schweren Stangen mit Hilfe von Traktoren hochziehen, heute haben wir einen kleinen Elektromotor mit Seilwinde in jedem Mast“, erklärte der zweifache Familienvater, dessen eine Tochter in die zirkuseigene Schule geht.

„Da vorne steht der Wagen, in dem die Kinder jetzt gerade Unterricht bei einer Privatlehrerin haben, während wir am Aufbau arbeiten“, erklärte er. Dann schweifte sein Blick zu den Löwen- und Tigerkäfigen, in denen Alexander Lacey gerade frisches Sägemehl ausstreute – wohlgemerkt in Anwesenheit der Raubkatzen. Die Raubtierdressur, so Fuhrmann, sei einer der Höhepunkte der Show. Lacey habe bereits einen silbernen Clown beim Zirkusfestival in Monaco dafür erhalten. Die Tigerdamen schauten etwas hungrig zu den Zebras hinüber, die sich gerade mit ihrer neuen Umgebung, einem eingezäunten Stück Rolls-Royce-Wiese, vertraut machten. Direkt daneben stand in einem kreisrunden Außengehege die imposante Erscheinung von Tsavo, dem 33-jährigen Rhinozeros, das dreieinhalb Tonnen wiegt und seit 31 Jahren beim Zirkus ist. „Tsavo ist Teil des Exotentableaus“, so Fuhrmann, „unser Tierlehrer Sandro Montez tritt dabei mit ihm und einigen Dromedaren, Zebras und einem Guanako auf.“

Doch damit nicht genug: Darüber hinaus gebe es noch einen russischen Feuerschlucker, der zuerst sieben Liter Wasser schlürfe und dann peu à peu wieder ausspucke, die Reitertruppe Igantov aus Bulgarien, Akrobaten zu Pferd, die für ihre „Jockeyreiterei“ mit dem silbernen Clown 2005 ausgezeichnet wurden, und die beiden Musikal-Clowns Grigorescu aus Rumänien,

Massai, den männlichen Löwen der Raubtiergruppe, ließ der Aufbau völlig kalt. Majestätisch lag er in seinem gesäuberten, vergitterten Reich und träumte von seinem großen Auftritt. Dann öffnete Dompteur Lacey das Tor, um eine Löwin zu ihm zu lassen. „In der Hoffnung auf Nachwuchs“, wie Fuhrmann bemerkte.

Der Zirkus Siemoneit-Barum gastiert von Samstag bis Montag auf der Rolls-Royce-Wiese. Die Vorstellungen sind am Samstag und Montag um 15 und 19 Uhr, am Sonntag um 11 und 15 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwischen 17 und 30 Euro, für Kinder zwischen fünf und 20 Euro. Karten sind im Vorverkauf beim OK-Service, Kumeliusstraße 8, und an der Zirkuskasse erhältlich.


 VOLKSFEST : Zirkus in Oberursel      Verfasst am: 24.08.2006, 21:47       Nach oben   


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