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 Taunuskerb vom 17. bis 21. Oktober 2008      Verfasst am: 14.10.2011, 06:42       Nach oben   


Herzlich Willkommen zu unserer Taunus-Kerb in Oberursel vom 14. - 18.10.2011 !

Programm Freitag, 14.10.2011
ab 14 Uhr
Start der Fahr-und Belustigungsgeschäfte und Öffnung des Festzeltes auf dem Festplatz Bleiche
14 - 16 Uhr
Fahrpreis auf allen Fahrgeschäften nur 50 Cent
18 - 22 Uhr
im Festzelt: "Die Jägermeister", Deutsche Partymusik
19 Uhr
Offizielle Eröffnung des Oktoberfestes im Zelt mit Bieranstich im Festzelt mit Brunnenkönigin Christina I. und Brunnenmeister Philipp, sowie den Kerbeburschen


Programm Samstag, 15.10.2011
12 Uhr
Kerbeumzug durch die Innenstadt

13 Uhr
Eröffnung der Kerb
Moderation: K.P.Hieronymi

Aufstellen des Kerbebaumes vor der Gaststätte "Zum Adler", Eppsteinerstraße 8,

Segnung der aktuellen Kerbefahne durch Pfarrer Andreas Unfried von der katholischen Kirchengemeinde St.Ursula

Ebbelwoianstich an der Gaststätte "Zum Adler",
Verköstigung der Besucher durch die Kerbeburschen

14 - 17 Uhr
es spielen die "Dornbachtaler Musikanten" der Freiwilligen Feuerwehr Oberstedten im Festzelt

15 - 17 Uhr
bei gutem Wetter Kirchturmbesteigung und Besichtigung des Turmmuseums von St. Ursula

18 Uhr
Eröffnung des "Monkey Jump Festivals" im Festzelt auf der Bleiche mit den "Zwoa Spitzbuam", Volksmusik
Einlassbändchen zwischen 18 - 19 Uhr für den Vorzugspreis von 9 €! Ab 19 Uhr Eintritt 12 €

"Orscheler Spezialitäten" in allen Gaststätten der Altstadt!


Programm Sonntag, 16.10.2011
11 Uhr
Kerbegottesdienst in der Pfarrkirche St. Ursula

15 - 17 Uhr
Kerbeolympiade auf dem Festplatz Bleiche mit anschließender Siegerehrung, Moderation durch einen Kerbeborsch

18 - 22 Uhr
Live-Musik mit dem Musikduo "Tanja und René" im Festzelt, deutsche und internationale Popmusik, Oldies, volkstümliche Schlager


Programm Montag, 17.10.2011
17 Uhr
Gickelschmiss auf dem Festplatz Bleiche

17-20 Uhr
Kerbedisco mit Arnold Nell


Programm Dienstag, 18.10.2011
14-20 Uhr
Familientag auf dem Festplatz Bleiche mit ermäßigten Preisen auf allen Fahr- und Belustigungsgeschäften


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 10. 10. 2008
Taunuskerb vom 17. bis 21. Oktober mit Programmpunkten rund um die Uhr und für Jung und Alt
Abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Attraktionen
Die traditionelle Taunuskerb in Oberursel findet vom 17. bis 21. Oktober 2008 statt und bietet wieder ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Attraktionen!

„In Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten haben wir das Programm erweitern können und bieten damit allen Altersgruppen eine Taunuskerb, die viel Spaß machen wird. Besonders freut es mich, dass wir in diesem Jahr auch speziell für die Jugendlichen etwas anbieten können“, so Erster Stadtrat Dieter Rosentreter.

Freitag, 17. Oktober
Das Programm beginnt am Freitag, 17. Oktober 2008 um 14.00 Uhr mit dem Start der Fahr- und Belustigungsgeschäfte auf dem Festplatz „Bleiche“. Dort erwartet die Besucher wieder ein großer Vergnügungspark mit modernsten Fahrgeschäften.

Ab 21.00 Uhr findet in der Gaststätte „Zum Schwanen“ eine Ü-30 Party statt, bei der auch spezielle Speisen- und Getränkeangebote auf dem Programm stehen.

Als besonderes Highlight startet am Freitag um 21.00 Uhr der YOU FM Partyalarm in der Stadthalle. Einlass ist ab 20.00 Uhr, Veranstaltungsende ist um 2.00 Uhr, der Eintritt beträgt 7,- Euro. Die Stadthallen GmbH führt diese Veranstaltung mit Unterstützung der Kerbeburschen, des Café Portstraße und des Jugendbüros durch.

Samstag, 18. Oktober
Am Kerbsamstag, 18. Oktober 2008, beginnt der Tag um 11.00 Uhr mit dem Kerbefrühschoppen in den Gaststätten der Altstadt.

Das Vortaunusmuseum am Marktplatz bietet in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr eine Museumsrallye für Kinder und Erwachsene an. Es winken attraktive Preise und zur Stärkung zwischendurch werden Kaffee und Kuchen angeboten.

Ab 10.30 Uhr findet in der Gaststätte „Zum Schwanen“ ein Preis-Skat-Turnier statt. Das Startgeld beträgt 10,- Euro, Anmeldungen werden bis 15. Oktober direkt im Gasthaus oder unter mail(at)zum-schwanen-oberursel.de entgegengenommen.

Um 12.30 Uhr startet der Kerbeumzug der Kerbeburschen über die Hohemarkstraße (Höhe Bäckerei Ruppel), Holzweg, Epinay-Platz, Henchenstraße, Liebfrauenstraße, Vorstadt, Ackergasse.

Um 13.30 Uhr findet die offizielle Eröffnung der Taunuskerb statt. Dabei wird der Kerbebaum durch die Kerbeburschen aufgestellt. Es folgen die Segnung der Kerbefahne durch Pfarrer Peter Hofacker von der Katholischen Kirche und der Äbbelwoianstich an der Gaststätte „Zum Adler“. Die Besucherinnen und Besucher werden von den Kerbeburschen verköstigt.

Außerdem wird am Samstag um 14.00 Uhr auf dem Marktplatz der Herbstmarkt eröffnet. Der Markt hat am Samstag bis 22.00 Uhr und am Sonntag, dem 21. Oktober 2007, zwischen 12.00 und 22.00 Uhr geöffnet. Folgende Selbsterzeuger werden sich mit ihren Waren präsentieren:


Dieter Staak aus Biebergemünd mit badischen Weinen und Sekten, Federweißem und Rotem Reißer und Edelbränden sowie Softdrinks
Walter Rübsamen aus Siegen-Eiserfeld mit verschiedenen Grillspezialitäten vom Schwenkgrill
Rosemarie Hirsch aus Kreuztal mit dem Holzstand und zahlreichen Holzhaushaltswaren
Awan Feinkost mit mediterranen Spezialitäten , Antipasti, Käse und Pasteten
Katarzyna Bachul aus Bad Schwalbach mit Weidenprodukten, Gartendeko, Krippen und Schachspielen
Stefan Ries aus Steinbach mit gebrannten Mandeln, Erdnüssen, Sonnenblumenkernen und Magenbrot
Hans-Gerd Adler aus Frankfurt/ Main mit einem Imbiss-Stand und
Sascha Adler aus Frankfurt/ Main mit einem Kinder-Kettenflieger
Monika Breiniger mit Blumengestecken, Dekorationsartikeln, Kürbisgestecken und frischen Blumen.
Holger Klingenbiel aus Frankfurt mit Pflanzgefäßen, Herbstdekorationsartikeln, Kerzen und Gestecken.
Mariann Fiebinger aus Usingen mit selbstgefertigtem Schmuck.
Peter Dinges aus Limburg mit Wein und Sekt aus dem Anbaugebiet Nahe
Thomas Müller aus Limburg mit Künstlermarionetten, Keramikpilzen, Masken, Specksteinfiguren.
Dieter Kaufmann aus Karlsruhe mit Elsässer Flammkuchen und einem Weinprobierstand
Sascha Roie aus Hasselroth mit Fischspezialitäten


Oberurseler Stadtlauf

Traditionell findet am Kerbsamstag auch der Oberurseler Stadtlauf statt, in diesem Jahr bereits zum 20. Mal. Es werden die Distanzen 5.000 Meter (Start um 15.00 Uhr) und 10.000 Meter (Start um 16.00 Uhr) angeboten wie auch der Taunus-Kerbe-Kinder-Lauf (TKKL-420m) für Kinder zwischen drei und acht Jahren mit Start um 14.00 Uhr und einem Jugendlauf (2,5 km) für Acht- bis Dreizehnjährige, Start um 14.30 Uhr.
Der Startbereich des Laufs ist in der Zelterstraße, das Ziel befindet sich im Portugall; die Strecke verläuft über einen 2,5 km langen Rundkurs durch die historische Altstadt. Die Siegerehrung beginnt um 17.30 Uhr in der Grundschule am Urselbach.
Weitere Infos zum Kerbelauf gibt es auf der Homepage des Veranstalters Kultur- und Sportförderverein e.V. unter www.ksfo.de


Turmbesteigung St.Ursula-Kirche

Zur individuellen Kirchturmbesteigung der St. Ursula-Kirche mit Besichtigung des Turmmuseums haben die Kerbebesucher am Kerbsamstag bei guter Witterung zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr Gelegenheit.


Orscheler Kneipen Nightlife

Am Kerbsamstag wird ab 20.00 Uhr beim „Orscheler Kneipen Nightlife“ Livemusik in zahlreichen Lokalen der Altstadt geboten. Folgende Lokale bieten dies bei freiem Eintritt an: Zum Schwanen, Alt Orscher Brauhaus, Zum Adler, Stadt Straßburg, S-Bar, Räucherkammer, Macondo und Boot.

Ab 20.00 Uhr starten die Kerbeburschen ihren Rundgang durch die Lokale der Altstadt.

Sonntag, 19. Oktober
Am Kerbsonntag, 19. Oktober 2008, startet der Tag um 10.00 Uhr mit dem Kerbefrühschoppen in den Gaststätten der Altstadt.

Von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr findet in der
St. Ursula-Kirche ein Festgottesdienst statt.

Ab 11.00 Uhr gibt es im Biergarten (bei schlechtem Wetter im Saal) der Gaststätte Zum Schwanen Livemusik mit dem „Gaudi Express“ und Carsten Weber.

Das Vortaunusmuseum am Marktplatz bietet in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr wieder die Museumsrallye für Kinder und Erwachsene sowie Kaffee und Kuchen an.

Der Herbstmarkt öffnet in der Zeit von 12.00 bis 22.00 Uhr seine Stände.

Zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr besteht bei guter Witterung wieder die Möglichkeit, zur Turmbesteigung der St. Ursula-Kirche und Besichtigung des Turmmuseums.

Von 15.00 bis 17.00 Uhr findet die Kerbeolympiade der Kerbeburschen statt auf der oberen Marktplatzstraße mit anschließender Siegerehrung.

Ebenso von 15.00 bis 17.00 Uhr startet auf der unteren Marktplatzstraße das Kreativ- und Bewegungsangebot für Kinder mit dem Förderverein der Kita Pfützenracker.

Montag, 20. Oktober
Am Kerbmontag, 20. Oktober 2008, startet der Tag um 10.00 Uhr mit dem Kerbefrühschoppen in den Gaststätten der Altstadt.

Auf dem Festplatz Bleiche wird von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr der traditionelle „Familientag“ mit ermäßigten Preisen auf allen Fahr- und Belustigungsgeschäften gefeiert.

Ab 19.00 Uhr findet der Gickelschmiss der Kerbeburschen an der Gaststätte „Zum Adler“ statt.

Dienstag, 21. Oktober
Am Dienstag, 21. Oktober 2008, startet das Kerbetreiben auf dem Festplatz Bleiche um 14.00 Uhr. Von 15.00 bis 16.00 Uhr gibt es „Preise von anno dazumal“, bei denen der Fahrpreis auf allen Fahrgeschäften nur 50 Cent beträgt.


Das Ende der Taunuskerb wird um 20.00 Uhr eingeläutet.


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 07. 10. 2008
Verkehrsbeeinträchtigungen anlässlich der Taunuskerb vom 17. bis 21. Oktober 2008

Haltverbote und Absperrungen
Wie bereits in den vergangenen Jahren kommt es durch die Taunuskerb wieder zu Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr. Hiervon sind folgende Straßen betroffen:


Haltverbote:


ab 13. Oktober 2008: gesamter Parkplatz Bleiche einschließlich Parkplätze entlang der Mauer zur Herrenmühle, Parkplätze Portstraße nach der Einmündung Neutorallee, Parkplätze Hegarstraße entlang der Kleingärten
ab 17. Oktober 2008: Parkplätze Untere Marktplatzstraße und Parkbuchten Marktplatz
ab 18. Oktober 2008: Füllerstraße Parkbucht gegenüber Schule Mitte. Altkönigstraße in der Parkbucht vor dem Pflegeheim, Eppsteiner Straße/Arkaden (nur am 18.10. von 10 bis 14 Uhr).


Absperrungen:

Rund um den Festbereich Bleiche sind von Freitag, 17.10. bis Dienstag, den 21.10.2008 in der Zeit von 14.00 bis 20.00 Uhr folgende Straße halbseitig gesperrt: Portstraße/Ecke Silcherstraße, Im Portugall/Hegarstraße, Obere Hainstraße und An der Herrenmühle. Anlieger sind frei.

Wegen des Herbstmarktes ist von Samstag, 18.10. bis Sonntag, 19.10.2008 in der Zeit von jeweils 9.00 bis 22.30 Uhr der Marktplatz für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Der Wochenmarkt findet am Samstag, 18.10.2008 auf dem Epinay-Platz statt. Für die Marktbeschicker werden am gleichen Tag Parkplätze in der Berliner Straße zwischen Liebfrauenstraße und dem Zugang zur Liebfrauenkirche gestellt. Daher wird in diesem Bereich ein Haltverbot eingerichtet.

Der Stadtlauf erfolgt am Samstag, 18.10.2008 in der Zeit von 14.00 bis ca. 17.00 Uhr.

Die Streckenführung des Stadtbusses entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die bestehenden Absperrungen und Haltverbote zu beachten


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 02. 10. 2008
Jetzt schon anmelden fürs Preis-Skatturnier bei der Taunuskerb
Am Samstag, 18. Oktober 2008, findet ab 10.30 Uhr in der Gaststätte „Zum Schwanen“ anlässlich der Taunuskerb ein Preis-Skat-Turnier statt. Das Startgeld beträgt 10,- Euro, Anmeldungen werden ab sofort bis 15. Oktober direkt im Gasthaus oder unter mail(at)zum-schwanen-oberursel.de entgegengenommen


 Kerb      Verfasst am: 24.10.2007, 22:45       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Kerb

23.10.2007 21:55 Uhr - Autor: POE - Kerb
Entweder ist es sau kalt oder es regnet.
Warum gibt es kein Festzelt in dem man sich aufwärmen und dann auch mit Musik oder anderen events verweilen kann?
In einem geheizten Zelt könnten sich Leute treffen und vielleicht sogar die Kerb feiern, nach Sonnenuntergang muss man schon gut angezogen und hart drauf sein um wenigstens zwei Stunden auszuhalten.

24.10.2007 09:03 Uhr - Autor: gluby - Kerb
Da muss ich vollkommen zustimmen. Auf der Orscheler Kerb ist wirklich nichts los. Erstens immer dasselbe, dadurch total langweilig und uninteressant und dann natürlich viel zu kalt. Aber dafür kann ja Oberursel nichts Wink
Aber die Idee mit dem Festzelt finde ich super. Ich denke das würde von den Leuten auch gut angenommen werden.


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 17.10.2004, 23:00       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 17.10.2006
Mit der Karre um die Hütchen
Von Sophia Bernhardt

Oberursel. Rund 5000 Besucher schlenderten zwischen Freitag und Montagnachmittag über die Kerb, schätzt Klaus-Peter Hieronymi von der Stadt, der im Gespräch mit der TZ eine „recht positive Bilanz“ zieht. Während Freitag und Samstag eher schleppend verliefen, herrschte am Sonntag auf und um den Festplatz großer Trubel.

Rund 200 Schaulustige zog es am Sonntagnachmittag auf den Marktplatz zur dritten Kerbeolympiade, die bis zum Schluss spannend blieb und für die Kerbeburschen zu einer großen Gaudi wurde. Vier Mannschaften, die Oberurseler Kerbeburschen – sie stellten zwei Mannschaften – die Bommersheimer Kerbeburschen und das Schwanenteam um Gastwirt Heinz Wentzell traten gegeneinander an.

Ein eigenes Bein und ein fremdes Bein mit Lederriemen am Ober- und Unterschenkel fest zusammengebunden, rannten, nein, humpelten jeweils zwei Kerbeburschen los. Dann kam das Sackkarrenfahren, das Kerbebursche Markus Hielscher (25) bevorzugte, auch wenn es schwierig sei, einen anderen Burschen im Slalom um die rot-weißen Hütchen zu fahren. Anschließend ein Zweikampf, der in den Gesichtern der Wettkämpfer süße Spuren hinterließ; die Jagd auf den Schokokuss, der so schnell wie möglich aufgegessen werden musste, ohne die Hände zu benutzen.

Bei den folgenden Durchläufen wurden manche Burschen schon gewiefter und rannten, das Süße zwischen die Zähne genommen, wieder zum Ausgangspunkt zurück. Dann hieß es für zwei weitere Burschen, auf die Knie und so schnell wie möglich durch einen rund drei Meter langen Schlauch kriechen. Wer beim letzten Durchgang des Wettkampfs an die Reihe kam, wurde von so manchem Burschen beneidet. Er musste so schnell wie möglich ein Glas mit einem halben Liter Apfelwein austrinken. Vor allem wurde er beneidet von denjenigen, die die Schokoküsse essen mussten.

Kein Wunder, dass Heinz Wentzell Schiri Hieronymi aufforderte: „Keinen Schokokuss mehr. Bring mir ’ne Bratwurst.“ Nach rund 45 Minuten und acht Durchläufen stand noch immer nicht fest, ob es den Bommersheimern gelungen war, den Bembel zu verteidigen. Sie mussten mit den Oberurseler Burschen (2) ins Stechen. Dort erwiesen sie sich als die schnellsten drei Burschen, die nacheinander ein Glas Apfelwein leerten, und sie durften den Wanderbembel, den ihnen Kerbemädel Lisa überreichte, nach Hause nehmen.

Kerbebursche Frank Steier (42), der die Kerbeolympiade vor drei Jahren initiiert hatte, war sehr zufrieden mit der Kerb. „Wir sind überall hervorragend angenommen worden. Von den Schaustellern haben wir sogar Freifahrten bekommen“, resümiert Steier. „2001 waren wir zwölf, in diesem Jahr sind wir 30 Kerbeburschen“, berichtet er. Vor allem freut er sich über die 18 Jungburschen. „Anders als bei anderen Kerbeburschen, herrscht bei uns kein Zwang, Alkohol zu trinken“, so Steier. „Der Umzug mit sieben Traktoren und einer Pferdekutsche war fast wie ein Fastnachtszug“, schwärmte er.

Ganz anders feierten die rund 70 Senioren die Kirchweih am Montagvormittag im Pfarrer-Hartmann-Haus. Zum Frühstück gab’s Weißwurst, Leberkäse, Brezeln und Apfelwein. Gestärkt besangen die Senioren den Herbst. Dazwischen lasen die Organisatoren der Seniorenarbeit, Gertrud Jung und Hildegard Krämer, Gedichte über den Herbst. Besonders Zwiebelfraa (Gertrud Jung) erntete für ihren Vortrag viele Lacher.

Eine tolle Leistung zeigten die acht Tänzerinnen des Senioren-Tanzkreises unter Leitung von Maria Kamper bei „Fliege“ und „Squaredance“. Mit dem Lied „St. Ursula“ ließen die Senioren ihre Kerb ausklingen und stimmten sich zugleich auf das Fest der Schutzpatronin St. Ursula am Samstag ein.

Printausgabe der TZ vom 16.10.2006
Mit Traktor und Musik ins Kerbeglück
Von Sophia Bernhardt

Oberursel. „Wenn’s losgeht, sind wir da“, stimmten die Taunuskerb-Burschen die traditionellen Kerbelieder beim Umzug an. Angeführt von den Bläsern des Musikcorps Stierstadt setzte sich der Zug mit Kutsche, aus der die Brunnenkönigin Annika I. den Passanten zuwinkte, und historischen Traktoren mit einer knappen Stunde Verspätung in Gang. Im Schlepptau hatten die Burschen den 17,5 Meter langen Kerbebaum, der mit Girlanden in den Stadtfarben Rot, Weiß und Blau geschmückt war, und den sie zur Gaststätte „Zum Adler“, ihrer Stammkneipe, brachten.

Dort eröffnete Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) die Taunuskerb. Drei Schläge genügten, um das erste Fass Apfelwein anzuzapfen. Beifall erntete er von allen Seiten, als er das Glas mit einem Zug lehrte.

Mit drei Gläsern des Stöffchens weihte Pfarrer Peter Hofacker die Fahne der Kerbeburschen ein. „Im Paradies steht nichts von einem Apfelbaum“, sagte der Pfarrer Peter Hofacker. Durch einen Übersetzungsfehler sei „malus“, schlecht, mit „malum“, Apfel übersetzt worden. „Wenn die Welt morgen zu Ende geht, würde ich noch einen Apfelbaum pflanzen“, zitierte Hofacker Martin Luther. Darauf segnete Hofacker den neu gepflanzten Apfelbaum vor dem Gasthaus „Zum Adler“, an dem sieben Äpfel von drei Sorten hingen.

Dann ging es an den schwierigen Teil, die Aufstellung der 17,5 Meter hohen Fichte, die die 25 Kerbeburschen am Vormittag im Oberurseler Stadtwald mit einer Drumsäge gefällt hatten. Doch zuvor wurde die Liesel, mit großen grünen Augen, gelber Nase und rundem Gesicht, auf einen Stuhl gesetzt und von den Burschen an den Kerbebaum genagelt.

„Die Puppe aus Stroh ist Anreiz für andere Kerbeburschen sie zu klauen“, sagt Kerbebursch Roman Henrich (2Cool. Deshalb wird sie während der Kerb rund um die Uhr bewacht. Mit vielen Haurucks stemmten 14 Kerbeburschen die Fichte vorbei an der Laterne in die Höhe, bis der 23 Zentimeter dicke Baumstamm 70 Zentimeter tief in die Erde versank, ein mühsames Unterfangen, das sie dieses Jahr jedoch sehr schnell meisterten.

Der Grund: Die Kerbeburschen hatten je vier Holzstangen unterschiedlicher Größe als Paar über Kreuz gebunden und schoben damit den Baum in die Senkrechte – in den vergangenen Jahr nutzten sie lediglich das Seil. Dafür ernteten sie von den über 100 Schaulustigen großen Applaus. Stärken konnten sich Burschen und Zuschauer auf dem Herbstmarkt. Dort zogen Honigschleuder und Akazienhonigwaben, aus denen man Honig kratzen konnte, die Kinder bei Imkermeister Peter Wagner aus Balkhausen in den Bann. Kundin Sieglinde Mensel aus Stierstadt dagegen schwärmte vom Lindenhonig. Bei einer Erkältung helfe ein Löffel Lindenhonig. „Man muss den Honig langsam die Kehle nach unten wandern lassen. Das wirkt entzündungshemmend.“

Bärlauchkäse entwickelte sich als der Renner am Käsestand des Elisabethenhofes. Alles rund ums Rind gab es beim Stand des Bio-Hofes der Familie Queckbörner aus Grünberg-Stangenrod. „Wir vermarkten alle Tiere, 60 bis 70 Kühe, selbst.“ Eine Kuh muss bei Petra Queckbörner jedes Jahr ein Kalb großziehen, sonst wird sie geschlachtet. Weshalb die Salami so dunkel ist, wollte ein Kunde wissen. „Wir arbeiten mit Meer-, nicht mit Jodsalz“, erklärte Queckbörner.

Chillisenf, Rotwein-Essig, Glühweingelee und Edelbrände wechselten am Pfalzwein-Stand von Claudia Haag die Besitzer. Nach einer Kostprobe des Senf süß-sauer mit Mango steht für Liselotte Petrat aus Königstein fest: Schmeckt „spitze“.

Über den Kerbelauf berichtet unser Lokalsport.

Printausgabe der TZ vom 18.10.2005
Bei Gulasch und Weißwurst die Kerb Revue passieren lassen
Oberursel. «Na, Florian, heut e bissi müd?», fragte gestern «Schwanen»-Wirt Heinz Wentzell. Der junge Kerbebursch grinste nur, schließlich war er erst um 5 Uhr früh nach Hause gekommen. Am Kerbemontag war die Kirchweih so gut wie vorbei. Um 19 Uhr wollten sich die 26 Kerbeburschen und Kerbemädchen Lisa Rühl in ihrem Stammlokal, dem «Adler», zum Giggelschmiss treffen, und dann ist das Fest vorüber. Beim Mittagstisch ließen einige Kerbeburschen das Wochenende bei deftigem Steak und Wildgulasch Revue passieren.

«Es hat einfach alles gepasst», schwärmte Frank Steier. «Das Wetter war toll, wir waren immer mindestens mit 20 Leuten unterwegs, sind über den Festplatz gezogen, und bei der Kerbe olympiade war richtig was los .» Gestern wurde es für Stefan Maass, Valentin und Florian Steden sowie für das Kerbepaar Lisa Rühl und Pascal Hergenbarth noch mal lang. Auch wenn die Kerb anschließend begraben wird, aussterben wird sie jedenfalls nicht, darin sind sich die Kerbeburschen einig. «Trotzdem suchen wir weiterhin Nachwuchs», sagte Martin Quirin. «Dann können wir Alten uns irgendwann auch mal zur Ruhe setzen», ergänzte Steier.

Im Pfarrer-Hartmann-Haus in der Altkönigstraße feierten indes die katholischen Senioren gestern die Kerb. Den Vormittag hatten Hildegard Krämer und Gertrud Jung vom Team der Seniorenarbeit geplant. «Das Programm muss zur Kerb passen – wir haben daher zum Beispiel einige Gedichte in Mundart vorbereitet», verriet Gertrud Jung. Doch zunächst trat Drehorgelspieler Karlheinz Lobrecht auf und spielte «La Cucaracha». Anschließend trug Hildegard Krämer das Gedicht «Der erschte Kirchgang» vor, in dem es um ein älteres Ehepaar geht, das das Enkelkind zum ersten Mal mit in den Gottesdienst nimmt. Der Kleine benimmt sich passabel, die Oma ist gerührt und fragt: «Gehst du auch am nächsten Feiertag mit?» Der Kleine antwortet: «Ja, aber dann reicht’s aach.» Gelächter bei den Senioren.

Maria Kamper (94), die den Tanzkreis leitet, bat die Gäste anschließend, mit ihr einen Sitztanz zu machen. Die Senioren backen einen imaginären Kuchen und müssen dazu alle Handbewegungen nachmachen. Besonders als die Eier aufgeschlagen werden und die Schalen von der rüstigen Dame nach hinten geworfen werden, müssen die Hausfrauen im Saal laut auflachen. «Den fertigen Kuchen legen Sie aber lieber neben den Teller, denn jetzt gibt es Weißwürstel, Leberkäs’ und Brezeln», kündigte Jung das Mittagessen an. Lobrecht drehte inzwischen wieder den Leierkasten und spielte «Guantanamera» – leise untermalt vom Tellergeklapper.
Printausgabe der TZ vom 17.10.2005
Viele Leckereien, aber wenige Besucher
Oberursel. Zum zweiten Mal kamen in diesem Jahr Schausteller zur Kerb nach Oberursel, um auf dem Herbstmarkt ihre Produkte anzubieten. Basteleien aus Stroh gab es an dem guten Dutzend Ständen zu entdecken und Schmuck. Auch herbstliche Blumengestecke waren im Angebot. Ebenfalls reichlich vorhanden waren die kulinarischen Genüsse: Hier konnten die Besucher wählen zwischen Pfälzer Spezialitäten, Hochprozentigem aus dem Schwarzwald oder allerlei Honigsorten. Allein die Besucher wollten sich in diesem Jahr mal wieder nicht so recht einfinden. «Wir kämpfen noch mit Anlaufschwierigkeiten», gab eine Schaustellerin aus Oberursel zu. Doch sie wolle sich davon nicht schrecken lassen: «Man muss der Veranstaltung eine Chance geben und darf sie nicht schlecht reden.» Denn sonst gehöre der Herbstmarkt wohl bald der Vergangenheit an. (pit)

Printausgabe der TZ vom 14.10.2006
Auf der Taunuskerb hat sich ein Virus eingeschlichen
Von Sophia Bernhardt

Oberursel. Noch bevor die Schaustände der Taunuskerb sichtbar werden, dringt der Duft gerösteter Mandeln in die Nase und lautes Kindergeschrei an die Ohren. Die Mandeln gibt es auf dem Festplatz Bleiche. Das Kindergeschrei ist immer am lautesten zu hören, wenn der „Virus – The Ride“, ein beweglicher Turm, an dessen Fuß 16 Sitze angebracht sind, an der höchsten Schaukelhöhe wieder nach unten kippt. Dann spüren die Insassen ihr 5,4- faches Körpergewicht und ein starkes Kribbeln im Bauch.

Der „Virus“, erstmals auf der Taunuskerb, überragt nicht nur die übrigen weißen Dächer der Kerb, sondern übt am Freitagnachmittag auf Jugendliche die größte Anziehungskraft aus. „Die Mädchen sind mutiger als die Jungs“, zieht Monty Lagerin, Besitzer und Betreiber des Fahrgeschäfts, nach den ersten zwei Stunden Fahrtzeit und 100 Gästen Bilanz. Wer hier einsteigt, erlebt, wie sich die Sitze um die eigene Achse drehen und im 120-Grad-Winkel schaukeln. Die Schaukelhöhe kann auf zwölf Stufen eingestellt werden.

„Geil“ ist das erste Wort, das Katharina (1Cool über die Fahrt mit dem „Virus“ entfährt. Das hat Jessica (16) auch gedacht und unternimmt prompt eine zweite Fahrt. Doch das ist dann doch zuviel des Guten: „Mir ist schlecht“, sagt sie. Ruhig und gemütlich geht es bei der Reitbahn Kaiser zu. Isabel (3) und Zwillingsschwester Philippa fühlen sich auf dem Rücken von ihrem Pony, das mit zehn weiteren im Kreis trabt, ganz mutig, solange Opa und Oma ihnen die Hand halten.

Zwischen Ständen mit Zuckerwatte, Crepes und Bratwüsten kann man Skipper und Bob fahren, an Schießständen als Schütze sein Glück versuchen oder mit einem nostalgischen Kettenkarusell durch die Luft fliegen.

Anfänger, Torero, Halbstarker oder Muskelprotz? Die „harten“ Jungs zieht es zum Schlagkrafttest. Mit voller Wucht haut Matil (13) auf ein graues Lederpolster. Der Zeiger schwenkt aus und bleibt auf „Anfänger“ stehen, Ferhard (13) hat schon etwas mehr Kraft. Er bringt es auf „Hausfrau“.

Eine ruhige Hand braucht man dagegen beim Entenangeln. Je nachdem, ob die Plastikente eine silberne, blaue, grüne, schwarze oder rote Markierung an ihrer Unterseite aufweist, hat man mit einer eingefangenen Ente zwischen 10 bis 1000 Punkte gesammelt. Etwas aus Las Vegas hat Margarethe Levy mit „Magic Game“ nach Oberursel gebracht. Mit durchlöcherten Hockeybällen muss man in Caipirinha-Gläser ziehlen. Je höher die Reihe, desto größer die Punktzahl. „Das Spiel ist ideal für Familien, und man hat die Chance mit jedem Ball etwas zu gewinnen“, sagt Levy.

Printausgabe der TZ vom 14.10.2006
Bus umkurvt die Kerb
Oberursel. Wegen der Kerb, die bis Dienstag in der Altstadt gefeiert wird, werden die Stadtbusse der Linien 532 und 535 (Abendbus) am Samstag und Sonntag umgeleitet. Die Busse fahren dann nicht durch die Altstadt, sondern werden wie folgt: die Linie 532 in Richtung Weißkirchen-Ost über Füllerstraße/Grundschule Mitte und Adenauerallee. Die Busse in Richtung Hauptfriedhof fahren über Oberhöchstadter Straße/Rathaus und Altenheim/Altkönigstraße. (jam)

Mitteilung des Partnerschaftsvereins vom 12.10.2005:
Maria Lew und Alexander Pelymski aus Lomonossow nehmen am 17.
Oberurseler Stadtlauf
teil, der am Samstag, 15. Oktober, aus Anlass der
Taunuskerb stattfindet. Sie reisen am Freitag an und bleiben bis
Donnerstag. Betreut werden sie vom VFOS. Beide wohnen bei Frau Dr.
Rietschel-Kluge.

Maria Lew startet um 15:00 auf der Bleiche zum 5000 Meter Jedermannlauf. Die 25-jährige
Sportlehrerin am Gymnasium von Lomonossow nahm vor zwei Jahren am
Brunnenfestlauf und am Stadtlauf teil und belegte unter den Frauen den
dritten und den fünften Platz. Der 18-jährige Sportstudent Alexander
Pelymski aus Lomonossow belegte beim Oberurseler Stadtlauf 2004 auf der
5000-Meter-Strecke den ersten Platz aller Teilnehmer und will diesmal
ab 16:00 auf der 10.000 -Meter-Strecke antreten. Mit 14 Jahren war er russischer
Jugendmeister seiner Altersklasse über 400 Meter.

Printausgabe der TZ vom 09.10.2006
Stadtlauf mit zwei neuen Strecken
Oberursel. Jetzt wird der Kerbelauf kindergerecht. Am kommenden Samstag können die Teilnehmer des traditionellen Oberurseler Stadtlaufs, der vom Kultur- und Sportförderverein Oberursel (KSfO) im Rahmen der Taunuskerb organisiert wird, zum ersten Mal aus vier Disziplinen wählen. In diesem Jahr wird zusätzlich zum 5-Kilometer-Jedermannlauf, 10-Kilometer-Lauf sowie dem 5-Kilometer Walking- und Nordic-Walking-Lauf der erste Taunus-Kerbe-Kinder-Lauf (TKKL) für Kinder bis 9 Jahren ausgetragen. Er ist 420 Meter lang und führt von der Portstraße in die Zelterstraße.

Neu ist auch die Streckenführung der drei Hauptläufe. Erstmalig führt der Parcours auf einem 2,5 Kilometer Rundkurs durch die historische Altstadt und die angrenzenden Portwiesen. Wie in den vergangenen Jahren werden die erfolgreichen Teilnehmer mit Pokalen und Urkunden in der Grundschule am Urselbach geehrt. Es gibt auch vom Oberurseler Brauhaus gesponserte Sachpreise zu gewinnen.

„Mitläufer“ können sich am Veranstaltungstag von 13 Uhr an bis jeweils 30 Minuten vor dem Start in der Grundschule am Urselbach, Marxstraße 20, anmelden. Der Kinderlauf beginnt um 14 Uhr in der Portstraße. Der Start des 5-Kilometer-Laufs sowie der Walking-Läufe ist um 15 Uhr in der Zelterstraße. Um 16 Uhr folgt hier der Start zum 10-Kilometer-Lauf. Erwachsene zahlen eine Teilnahmegebühr von 4 Euro, Jugendliche 3 Euro. Der Kinderlauf kostet 1 Euro.

Am Samstagnachmittag ist wegen des Stadtlaufs mit Verkehrseinschränkungen in folgenden Straßen zu rechnen: Portstraße, Zelterstraße, Silcherstraße, Hegarstraße, Hollerberg, An der Burg, Obergasse, Altkönigstraße, Steinmühlenweg, Marxstraße und Im Portugall. (pil)

Printausgabe der TZ vom 18.10.2004
Pioniere haben sich mehr Besucher erhofft
Oberursel. «Es ist Pionierarbeit, die wir hier leisten», sagt Astrid Klein, die gemeinsam mit ihrer Familie auf dem «Selbsterzeugermarkt» einen Stand betreibt. Dieser Markt ist eine weitere Neuerung im Programm der diesjährigen Kerb. Landwirte und Unternehmen aus der Umgebung haben sich auf dem Marktplatz für zwei Tage zusammengefunden, um hier ihre Produkte anzubieten.

Doch kaltes Oktoberwetter und der parallel stattfindende reguläre Markt, der wegen der Kerb auf den Rathausplatz umziehen musste, machen ihnen am Samstag die Premiere nicht leicht. Es sind nicht allzu viele Oberurseler, die den Weg zu ihnen finden. Immerhin können die Kleins, die Äpfel, Wurst und Wein anbieten, feststellen: «Die Resonanz ist befriedigend. Es sind immer wieder Leute da, die etwas bei uns einkaufen.»
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Nebenan lockt das Forellengut mit seinen Spezialitäten. «Wir machen das erste Mal bei so einem Markt in Oberursel mit», erzählt Rolf Herzberger, der das traditionsreiche Familienunternehmen seit 1967 führt. Am Samstag hätten die Leute viel frischen Fisch eingekauft. «Heute sind die frisch gebackenen Forellen der Renner», erklärt er. Ob er auch künftig einen Stand auf dem «Selbsterzeugermarkt» betreiben wird, steht für ihn noch nicht fest. «Möglicherweise ist die Teilnahme am Weinfest sinnvoller», meint er. Denn Fisch und Wein – das gehöre irgendwie zusammen. Seiner Ansicht nach wären die Anbieter möglicherweise auf dem Festplatz besser aufgehoben.

Mit zahlreichen Pflanzen ist Gisela Kofler vom Hof Kofler auf den Marktplatz gekommen. «Hier muss noch ein wenig mehr geschehen, wenn der Markt erfolgreich sein soll», meint sie. Doch trotz der geringen Besucherzahlen ist Gisela Kofler guter Dinge und freut sich über das Engagement der Beteiligten: «Irgendwer muss hier mal den Anfang machen». (pit)


Printausgabe der TZ vom 18.10.2004
Der Kerbe-Johann wird streng bewacht
Von Petra Pfeifer

Oberursel. Es ist ein vergnügter Zug mit viel Musik, der sich am Samstag über Holzweg, Kumeliusstraße, Vorstadt und Ackergasse in Richtung Eppsteiner Straße bewegt. Viele Passanten in der Innenstadt freuen sich an dem bunten Bild und winken den Teilnehmern zu, während die Lieder und Anfeuerungsrufe der Kerbeburschen erschallen.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP), Brunnenkönigin Carolin I. sowie Brunnenmeister Florian genießen ihre Kutschfahrt im offenen Wagen, der von zwei Rappen gezogen wird. Dahinter gleich die Kerbeburschen auf einem Hänger, den sie sich mit dem Kerbebaum teilen. «Gegen 10 Uhr sind wir mit Förster Jörg Schultz in den Wald gefahren und haben ihn gefällt», erzählt Frank Steier von den Kerbeburschen.

Achtzehn Jahre hat es gedauert, bis sich einige junge Männer wieder zusammenfanden und 2002 die Gemeinschaft der Orscheler Kerbeburschen wiederbelebten. Stolz darauf, an die Tradition anzuknüpfen, haben sie sich gemeinsam mit Vertretern der Stadt Gedanken gemacht, wie man die Kerb attraktiver gestalten könnte.

Eine der Neuerungen in diesem Jahr ist der Umzug der Kerbeburschen «Leider hat die Brassband des Karnevalvereins Frohsinn kurzfristig abgesagt», bedauert Steier.

Schließlich beim Vereinslokal «Adler» in der Eppsteiner Straße angelangt, beginnt das Programm zur offiziellen Eröffnung der Taunuskerb.

Auch Pfarrer Peter Hofacker hat eine Aufgabe übernommen, denn schließlich – auch wenn der Kerbebaum nicht an der Kirche aufgestellt wird – ist der historische Ursprung des Festes die Kirchweih. Der katholische Pfarrer nimmt die Fahne der Burschen als «Gemeinschaftssymbol», um über die Kerb den Segen zu sprechen. Kurzerhand wird aus einem Kerbeburschen ein Messdiener, der dem Pfarrer das Weihwasser reicht. Doch nicht allein mit diesem Nass segnet der Pfarrer die Fahne, sondern auch «mit dem guten Orscheler Ebbelwoi».

«Es ist besonders zu begrüßen, dass die Kirche hier mitmacht», sagt Rathauschef Brum anschließend. Schmunzelnd wünscht er – im Hinblick auf den von Hofacker für die Lesung gewählten Text –, «dass sich die Kerbeburschen den ‚Exodus‘ nicht als Leitbild nehmen». Dann ist Tatendrang gefragt: Mit wenigen Schlägen donnert Brum den Zapfhahn ins Bierfass und erklärt die Kerb offiziell für eröffnet. Das ist das Signal für die Burschen, den Kerbebaum aufzustellen. Kräftig packen die jungen Männer zu, und schon ist die 14,5 Meter lange Tanne vom Hänger gewuchtet. Rasch befestigen sie Kerbekranz und Kerbe-Johann am Baum, um die Tanne dann in das vorgesehene Loch neben der Hauswand ihres Vereinslokals zu stemmen.

«Der kommt gleich zurück», ruft eine der vielen Zuschauerinnen warnend. Zum Glück irrt sie. Noch einmal geben die Kerbeburschen dem Baum einen Ruck und schon ist das Stammende versenkt. Fröhlich nehmen sie den Beifall des Publikums entgegen.

Damit beginnt der zweite Teil des «Arbeitstages» der Kerbeburschen. «Im Gegensatz zu anderen Gemeinden veranstalten wir keine Zeltkerb oder eine Kerb im Bürgerhaus», erzählt Steier. Als sie überlegten, wie sie «ihr» Volksfest gestalten sollen, waren sie sich schnell einig – sie wollten damit die Gastwirte in Oberursels Innenstadt unterstützen. Von einem Lokal zum nächsten ziehen sie bis in die frühen Morgenstunden, während immer zwei von den insgesamt 22 Jungs an einem Lagerfeuer auf den Kerbe-Johann aufpassen, damit ihn niemand stibitzt.

«Im letzten Jahr haben uns die Leute in den Wirtschaften ein wenig von der Seite angesehen, doch schon in diesem Jahr haben sie sich richtig gefreut», erzählt Steier und fügt hinzu: «Schön ist auch, dass es wieder einen Kerbetanz gibt.» Den veranstalten Ronald und Hildegard Ernst im Pfarrer-Hartmann-Haus, und selbstverständlich lassen es sich die «Kerbeborsche» nicht nehmen, die Tanzfreudigen gegen 22 Uhr zu besuchen und ein wenig mit ihnen zu feiern. Weiter geht’s heute um 11 Uhr mit einem Frühschoppen im Pfarrer-Hartmann-Haus und in verschiedenen Oberurseler Lokalen. Um 19 Uhr endet mit dem Gickelschmiss auf dem Festplatz Bleiche das Programm der Kerbeburschen. Heute und morgen gibt’s dort ermäßigte Preise bei den Fahrgeschäften.


Printausgabe der TZ vom 18.10.2004
Marcus Bezold gewinnt Stadtlauf
Oberursel. 14.30 Uhr in der Grundschule am Urselbach: Die Anmeldung zum 5000-Meter-Jedermannlauf anlässlich der Kerb beginnt. Einer der ersten, der den Meldezettel ausfüllt, ist Alexander Pelymski. Eigens für dieses Ereignis ist der 16-Jährige am Donnerstag aus Oberursels Partnerstadt Lomonossow angereist – und Glück soll ihm die Startnummer 666 bringen.

Gleichzeitig kommen schon viele begeisterte Stadtläufer, die sich für den 10 000-Meter-Lauf anmelden möchten. Unter ihnen ist Axel Dietrich, der schon seit 1993 an dem traditionellen Wettkampf teilnimmt. Diskutiert wird während des kleinen Anmeldezeremoniells, ob der Stadtlauf nicht einem Wettbewerb im Walken weichen sollte. «Das Thema wurde im Sportausschuss angesprochen», erklärt Elisabeth Spelthann, Vorsitzende des Sportausschusses des Kultur- und Sportfördervereins Oberursel (KfSO). «Das wäre total schade», meint Dietrich dazu. Auch Andreas Hett vom Schwimmclub ist dieser Meinung: «Der Stadtlauf ist etwas Gewachsenes», sagt er.

Pünktlich um 15 Uhr ist es so weit: Die Teilnehmer für den Jedermannlauf stellen sich in der Portstraße auf, und Brunnenkönigin Carolin I. gibt den Startschuss. Schon nach 17 Minuten und 7 Sekunden steht der Gewinner fest: Alexander Pelymski läuft als erster ins Ziel und ist damit der erste Lomonossower, der das Rennen gewinnt. Auch der Sieger des 10 000-Meter-Laufs ist kein Oberurseler. Marcus Bezold aus Kassel läuft mit 34 Minuten und 20 Sekunden die beste Zeit. (pit)

Eine ausführliche Berichterstattung über den Lauf lesen Sie morgen in unserem Regionalsport
.

Printausgabe der TZ vom 06.10.2004
Neues Konzept: Markt und Tanz bei der Taunuskerb
Oberursel. Die Vorbereitungen für die Taunuskerb laufen auf Hochtouren. «Wir haben in Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten ein tolles Programm auf die Beine gestellt», sagt Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP). Traditionelle Elemente, wie die Aktivitäten der Kerbeburschen, blieben fester Bestandteil des Konzepts. «Gleichzeitig haben wir uns aber auch neue Programmpunkte einfallen lassen.»

Dazu gehört auch der erste Oberurseler «Selbsterzeugermarkt», der am Samstag, 16. Oktober, um 10 Uhr von Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Dieter Rosentreter auf dem Marktplatz eröffnet wird. Unter anderem wollen der Imkerverein Obertaunus und die Oberurseler Werkstätten dort ihre Produkte anbieten. Eröffnet wird die Kerb bereits am Freitag, 15. Oktober, um 14 Uhr mit dem Start der Fahrgeschäfte auf dem Festplatz Bleiche. Auto-Scooter, Skipper, Wellenflug, Kinderkarussell, Pferdereitbahn, Kettenflieger, Imbissstände und noch einiges mehr sind dort zu finden.

Am Samstag wollen dann auch die Kerbeburschen durch die Stadt ziehen und ihren Kerbebaum zur Gaststätte «Zum Adler» (Eppsteiner Straße) bringen. Start ist um 12.30 Uhr im Holzweg. Begleitet werden sie von Brunnenkönigin Carolin I., der Brassband des Frohsinns und Vertretern der Stadt. Zudem beteiligt sich der Verein «Historische Landmaschinen» am Zug. Für 13 Uhr ist dann die offizielle Eröffnung der Kerb vor der Gaststätte vorgesehen. Brum und Rosentreter sind für den Fassanstich zuständig, und Pfarrer Peter Hofacker will die Kerbefahne weihen.

Es hat Tradition, dass am Kerbsamstag auch der Startschuss für den Oberurseler Stadtlauf fällt. Die Teilnehmer rennen von 15.30 Uhr an durch die Altstadt.

Neu im Programm ist der Kerbetanz, zu dem für Samstagabend ins Pfarrer-Hartmann-Haus, Altkönigstraße, eingeladen wird. Beginn ist um 20 Uhr. Wer in den Kerbsonntag hinein tanzen möchte, kann sich unter der Telefonnummer (0 61 71) 5 68 21 anmelden. Die Organisation der Veranstaltung hat das Ehepaar Ernst, Pächter des Pfarrer-Hartmann-Hauses, übernommen.

Rosentreter freut sich, dass «sich so viele Bürger engagieren, um die Kerb zu beleben». Wegen des umfangreicheren Programms würden auf die Stadt keine zusätzlichen Kosten zukommen, versichert der Erste Stadtrat. Es bleibe beim Etat der vergangenen Jahre: 6500 bis 7000 Euro. Und diese Kosten werden laut Rosentreter durch die Einnahmen bei den Standgebühren gedeckt. Wie berichtet, war nach der Kerb im vorigen Jahr das Konzept für die Veranstaltung kritisiert worden, denn das Fest hatte in den vergangenen Jahren nicht so viele Besucher wie sonst in die Brunnenstadt gelockt.

Ein dickes Lob sprach Rosentreter gestern Klaus-Peter Hieronymi von der Abteilung Kultur, Sport und Städtepartnerschaften im Rathaus aus. «Er hat viele Gespräche geführt und Helfer gewonnen.» So auch einige Oberurseler Gastwirte. Sie bieten während der Kerb besondere Spezialitäten an. Zudem stehen «Kerbmusik» im Alt-Oberurseler Brauhaus und ein Oldie-Abend im «Schwanen» auf dem Programm.

Der Kerbsonntag beginnt um 11 Uhr mit einem Festgottesdienst in der St.-Ursula-Kirche. Anschließend, gegen 12 Uhr, startet auf dem Kirchvorplatz ein Kinderprogramm. Gemeinsam mit dem Verein «Spielwiese» wird unter anderem ein «Sinnesparcours» angeboten. Außerdem haben Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren die Möglichkeit, um 14 Uhr an einer Kirchenführung teilzunehmen. Eine Altstadtführung für Neubürger wird ebenfalls am Kerbsonntag angeboten. Los geht’s um 15 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Vortaunusmuseum am Marktplatz. Im Kirchturm können sich Interessierte von 14 bis 17 Uhr umsehen.

Rosentreter weist zudem auf die Kerbeolympiade hin, bei der am Sonntag Kerbeburschen aus Oberursel, Bommersheim und Kalbach antreten.

Und noch ein Termin steht im Kalender der Kerbeburschen: Für Montag laden sie zum Gickelschmiss auf die Bleiche ein. Beginn ist um 19 Uhr. Wie schon im vorigen Jahr gelten am Kerbmontag und -dienstag nachmittags ermäßigte Fahrpreise auf dem Festplatz. Rosentreter: «Ich bin mir sicher, dass wir eine Taunuskerb mit ganz besonderem Charme feiern werden.» (mj)

Der «Selbsterzeugermarkt» auf dem Marktplatz hat am Kerbsamstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.



Kerb ist in Orschel wieder Stadtgespräch Bericht der TZ vom 27.03.04
Oberursel. Die Kerb liegt den Oberurselern mehr am Herzen, als es der Besuch der Kirchweih in den vergangenen Jahren würde vermuten lassen. Weil sich immer weniger Oberurseler in der jüngeren Vergangenheit bei der Kerb sehen ließen, und auch Gäste aus den Nachbarstädten sich zu Kerbzeiten immer seltener in die Brunnenstadt verirrten, sah sich die CDU-Fraktion veranlasst, die Wiederbelebung der Kerb zum Thema im Stadtparlament zu machen. Der Magistrat solle prüfen, wie die Kerb wieder für die große Masse der Oberurseler Bevölkerung attraktiv gemacht werden könne, lautete der Antragstext.

Der Magistrat hatte allerdings schon vor Wochen reagiert und die Kerb in seinem neuen Internet-Forum zum Stadtgespräch gemacht. Seit Ende Januar sind dort bereits 47 Einträge zu finden, die Kerb ist also tatsächlich Gesprächsstoff in Oberursel.

In seiner Antragsbegründung sagte CDU-Fraktionsmitglied Jörg Steden, das Vergnügungsangebot auf der Bleiche werde in der Mehrzahl nur noch von Kindern und Jugendlichen genutzt. Auf dem vom Verkehr befreiten Marktplatz stünden seit Jahren nur noch eine einsame Würstchenbude, ein Popcornstand und ein Kinderkarussell. Nicht ohne Grund sei vor wenigen Jahren das ehemals gut besuchte Nachkerbwochenende gestrichen worden, erklärte Steden. Dabei sei es nicht so schwierig, die Kerb wiederzubeleben. Man könne darüber nachdenken, ob man eine stets um den 21. Oktober stattfindende Kerb nicht mit dem Herbsttreiben von Fokus O. verbinden könnte. Ferner könne der Stadtlauf noch attraktiver gestaltet werden und für die Kerbtage ein Kram- und Trödelmarkt nach Oberursel geholt werden, schlug Steden vor.

Dass es durchaus gelingen könne, eine traditionelle Kerb wieder zum Publikumsmagneten zu machen, sei in Stierstadt zu beobachten, wo die Kirchweih nach eher ruhigen Jahren inzwischen wieder zu einer bestens besuchten Zeltkerb avancierte, sagte Alexander Becker (SPD).

Bürgermeister Hans-Georg Brum berichtete, dass unter der Leitung von Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) ein "Runder Tisch Kerb" seine Arbeit aufgenommen habe. Wichtig sei, dass über die Zukunft der Kerb nicht von oben entschieden werden, sondern dass interessierte Bürger diese Aufgabe übernehmen sollten. Schon bei der Kerb 2004 könnten neue Akzente gesetzt werden.

Für die Grünen-Fraktion war die Kerb allerdings kein Thema, mit dem sich das Parlament befassen sollte. "Das gehört hier nicht her", sagte Christof Fink. (new)


 TAUNUSKERB : Thema aus der Reihe "STADTGESPRÄCHE"      Verfasst am: 25.03.2004, 23:37       Nach oben   


Bürgermeister Brum schrieb am 30.01.2004 09:54:29 in der Reihe STADTGESRÄCHe:
Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Bürgermeister Brum Datum: 30.01.2004 09:54:29

Beim ersten Thema, zu dem wir im STADTGESPRÄCH die Meinung der Oberurseler hören wollen, geht es um die Taunuskerb,
dem historisch-traditionellen Stadtfest der Oberurseler.

Die Besucherzahlen sind trotz großer Anstrengungen der Beteiligten seit Jahren rückläufig. Die Initiative der Kerbeburschen
im vergangenen Jahr ist sehr zu begrüßen und zu unterstützen.
Wir benötigen mehr solcher Initiativen, um die Kerb zu einem Erfolg zu machen.
In der Vergangenheit konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Art und Ausrichtung der Taunuskerb nicht mehr den
Wünschen der Besucherinnen und Besucher entspricht.
Und das genau sind die Fragen:
Wie kann die Kerb attraktiver gestaltet werden? Wo liegen die Gründe, dass im vergangenen Jahr weniger Festbesucher
auf die Bleiche kamen?
Was gefällt den Leuten an der Taunuskerb, so wie es sie bis jetzt immer gab und was fehlt den Besuchern?


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Kolja Datum: 30.01.2004 13:22:16
Hallo Herr Brum,

ich begrüsse zwar sehr die Einrichtung eines Bürgerforums, aber warum nutzen Sie nicht das vorhandene Forum?

In der Vergangenheit hatte Herr Krämer sich dort immer mal wieder geäussert, zudem werden dort ohnedies Fragen der Bürger an die Stadt durch Frau Vlk beantwortet.

Ich selbst bin eben nur durch Zufall auf das Stadtgespräch Forum gestossen und glaube, daß Sie deutlich mehr Resonanz bekommen wenn Sie daß doch stark frequentierte Forum nutzen.

Gruss

Kolja Eckert


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: B+A Datum: 30.01.2004 14:38:51
Zu kommerziell, teuer, langweilig (..für mich der einzige Anreiz, überhaupt reinzuschauen, war die Olympiade der Kerbeburschen)
Am Wetter kann´s nicht gelegen haben (...ich lese gerade in der Oberurseler Woche - Ausgabe KW43 - von für diese Jahreszeit besonders mildem Wetter)
Solche individuellen Beiträge wie die "Äppelwoiverköstigung am Herbsttreiben" wären da schon eher ein Grund, dort künftig zu erscheinen....


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: xXx2 Datum: 30.01.2004 15:51:52
Kurz zur Taunuskerb:
Ich bin jetzt 23 Jahre, als ich zum ersten mal mit Freunden auf die Taunuskerb zum "saufen" wie beim Brunnenfest war ich ca. 16. Damals schon war es so das sie Kerb um 21 Uhr zu gemacht hat. Wir waren sehr verdutzt als uns gesagt wurde das um 20:55 Uhr die letzte Runde ausgeschenkt wird. Ich war seit diesem Zeitpunkt kein einziges Mal mehr auf der Taunuskerb. Und ich sage es ehrlich, ich habe die Angst das selbiges mit dem Brunnenfest passiert.
Nur gut das sich welche dagegen wehren.

Kurz ein Satz zum Stadtgespräch:
Das hätte ich auch in das "normale" besserbesuchte FORUM schreiben können.

Grüße Marco


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Poe Datum: 31.01.2004 10:55:46
Sicherlich, der Termin der TS-Kerb ist historisch bedingt und hat auch was mit den Marktrechten zu tun. Um diese Jahreszeit ist das Wetter aber zu wechselhaft und meistens zu kalt und zu nass. Früher hat das die Leute nicht abgehalten, denn es war nicht so leicht vorher in anderen Gemeinden zur Kerb zu gehen. Heute sind die Leute von den Angeboten von Mai bis Septemder gesättigt und tun sich, ein auf den Rummelplatz reduziertes Brufe einfach nicht an. Abgesehen davon, dass es nicht angenehm wäre bei Temperaturen um 2-10 Grad draussen zu sitzen (es gibt ja kaum Sitzplätze), fehlen einfach alternative Angebote mit einer persönlichen Oberurseler Note. Entweder verabschiedet man sich von diesem historischen Termin, dann konkurriert man aber mit anderen Festen, oder man schafft Möglichkeiten Zuflucht vor Nässe und Kälte zu finden. Solange an dieser Kerb fast nur kommerzielle Schausteller teilnehmen wird es keinen Zuwachs mehr geben. Entweder man aktiviert Betreiber von beheizten Höfen, motiviert die anliegenden Gaststätten durch events Kunden anzulocken oder, und das ist mein Favorit, man stellt ein geheiztes Festzelt auf indem dann echte Highlights stattfinden könnten. Z.B. Auftritte der Karnevalsvereine, Schüssel, Karaoke, Orschler Bands, Tischfußball- oder andere Spassturniere etc... Hierdurch würde ein Anreiz geschaffen auf die Kerb zu gehen und auch zu verweilen. Das Zelt sollte aber Platz auf der Bleiche oder dem Marktplatz finden, wobei es mit den Marktplatzanwohner bekannterweise Streß geben dürfte. Ein Karussel weniger dafür ein Kommunikationszentrum zieht mehr Leute an. In bayerischen Gemeinden funktionieren die Feste ja auch so. Eventuell könte der Vereinsring die Organisation übernehmen und damit Geld für den Orschler Sommer verdienen.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Daniel Reckling Datum: 31.01.2004 11:07:17
Was dieses Jahr wieder viele Leute abschrecken wird, das Brunnenfest zu besuchen, ist die Tatsache, dass es um 24 oder gar 22 Uhr schon vorbei ist. Und auch im Vorfeld darf die Musik nicht lauter als 70 Dezibel gespielt werden.

Ich finde es schade, dass durch diese formellen Einschränkungen, die auf der Intoleranz weniger beruhen, der Brunnenfestspaß für alle immer weiter reduziert wird. Wer in die Altstadt zieht oder in die Nähe des Rathausplatzes, lebt nahe in der Innenstadt und genießt kurze Wege. Die damit verbundenen Nachteile an wenigen Abend (Lärm von Brunnenfest und Orschler Sommer) sind seit Jahrzehnten bekannt. Die wenigen Anwohner, die für die neueren Einschränkungen verantwortlich sind, sollten im Interesse der Allgemeinheit mehr Toleranz an den Tag legen.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: janu Datum: 31.01.2004 21:00:59
Sehr nett diese neue Einrichtung aber Herr Eckart hat Recht mit seinem Eintrag ... warum nicht dass schon vorhandene und bewerte Forum dazu nutzen... desweiteren lieber Daniel es geht hier um die Taunuskerb und nicht um das Brunnenfest... aber Recht hast du trozdem...
meine Meinung dazu: zu spät ohne Kerbezelt und ohne Tradition außer die aus Eigenregie neu gegründeten Orscheler Kerbeburschen ... naja Hauptsache dass Brunnenfest bleibt uns erhalten,aber eine Kombination mit Kerb Oberäpplerdorf und evtl Weinfest wäre zwar größer und lauter aber auch nur auf weniger Tage verteilt ... Gruß Janu


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Nachbar Datum: 01.02.2004 09:45:50
Hat man mal überlegt, die Kerb, die offensichtlich keiner mehr will abzuschaffen? Wir in der Altstadt sind mit Festen genug geplagt. Da könnte man doch mal eines, das nicht mehr läuft entfallen lassen. Kerb = Kirchweih. Unsere Pfarrer habe ich dort noch nie gesehen. Also Herr Bürgermeister, entdecken Sie mal ein Herz für die Altstadt.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Arnulf Datum: 02.02.2004 09:11:55
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als die Taunuskerb eine ganze Woche lang ging (mit 2 Tagen Pause). Damals war die Kerb mit ihrer Größe höchstens noch vom Laternenfest überboten. Und damals gab es noch kein Brunnenfest. Höchstens ein Heimatfest, auf das keiner gehen wollte.
Heute gibt es eine Taunuskerb, die stark verkürzt wurde, zu einer ungünstigen Jahreszeit liegt und das Brunnenfest.
Ich denke auch, dass man die Taunuskerb ganz abschaffen könnte, ohne dass viele Menschen ihr nachweinen.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Fred Binsenschneider Datum: 02.02.2004 22:06:40
Ganz ehrlich: Ich würde die Taunuskerb ersatzlos abschaffen, aber nicht still und leise, sondern groß angekündigt als "hörbare" Entlastung aller Altstadtbewohner und zum Wohle aller geplagten Innenstadtbewohner, die dafür von einer weiteren durch juristische Mittel bedingte Beschneidung des Brunnenfestes absehen mögen. Dass es die Kerb nicht mehr gibt wird ansonsten wohl niemand bemerken. Man sollte weiterhin in der Altstadt einen Tag der Stille einführen, an dem keine Autos durch den historischen Ortskern fahren dürfen und laute Gespräche auf offener Straße untersagt sind.
Dafür sollten sich die Altstadtbewohner damit einverstanden erklären, den Ablauf des Brunnenfestes in seiner bis vor zwei Jahren gewohnten Form nicht juristisch oder sonstwie einschränken zu wollen.
Um es kurz zu sagen: Ein gutes und für alle Beteiligten zufriedenstellendes Fest in Oberursel ist mir lieber als zwei halbe. Deshalb plädiere ich dafür, die Taunuskerb schnellstmöglich abzuschaffen. Die Leute haben bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage sowieso nicht mehr so viel Geld, dass sie frei ausgeben können.
Die Stadt Oberursel könnte dann ja auch im Gegenzug dem Jugendring mehr Geld zur Verfügung stellen, damit dieser mehr Mittel zum Ausführen des Orscheler Sommers hat. Ich glaube, der macht den Besuchern mehr Spaß als die Kerb und da ist auch wenigstens was los.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Studanski Datum: 03.02.2004 11:18:53
Hallo, ich habe gelesen das die Kerb zu einem ungünstigem Termin stattfindet. Fand dieser, meines Wissens Kirchliche Termin früher zu einem anderen Zeitpunkt statt ?

Speziell zur Kerb haben wir etwas für die Stadt produziert das es so nur in Oberursel geben kann. Wir brauen schon seit ein paar Jahren das St.Ursula Doppelbockbier das unter Anhängern einen absoluten Kultstatus erreichen konnte ( kein Wunder bei ca. 8 + x % Alkohol).

Der zur Kerb stattfindende Stadtlauf kann ja, falls die Veranstalter dies möchten evtl. auch ausgebaut werden.Wir haben diesbezüglich bereits Kontakte geknüpft und wollen sehen was man tun kann.
Früher gab es zur Kerb immer auch Märkte und kuroioses vielleicht fällt uns da ja etwas ein.

Thomas Studanski


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: R.Messer Datum: 03.02.2004 14:18:48
Es wäre doch sehr schade ein historisch gewachsenes Fest, wie die Taunuskerb, ausfallen zu lassen.
Die Kirchweih wird bereits seit dem 9.Jh. mit einem weltlichen Fest verknüpft. Die Kerb oder auch Kirmes wurde dann meist mit einem Jahrmarkt verbunden.
Vielleicht kann so ein "Historischer Jahrmarkt" auf dem Marktplatz ja das "Kerbetreiben" etwas beleben. In diesem Bereich gibt es einige Anbieter. Ein nostalgisches Karussell und eine Schiffschaukel, Gaukler, eine Hutwurfbude oder ähnliches könnten doch das Interesse der Besucher wecken.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Joachim Weisse Datum: 03.02.2004 17:33:04
Hallo Thomas, die Kerb findet schon immer im Oktober statt, da dort auch der Termin der Kirchweih von St. Ursula ist.
Ganz früher fand die Kerb auch noch in der Adenauer Alle statt, die damals allerdings noch nicht Adenauer Allee hieß.
ICh als alter Orscheler( an Kerb geboren ) bin dafür, daß wir diese auch beibehalten. Zumal mit den Kerbeburschen den den Aktivitäten zur Kerb im Adler doch wieder viel an Attraktivität gewonnen hat.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Orscheler Datum: 04.02.2004 13:55:42
Es ist schade, dass es immer weniger Besucher auf Kerb Kommen.
Etwas auf der Bleiche und kaum noch was auf dem Marktplatz.
Die Idee mit dem Festzelt finde ich persönlich sehr gut.
Dafür müssten halt 2-3 Schausteller auf der Bleiche wegfallen.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: pinkpanther Datum: 05.02.2004 01:47:44
Ein historisch gewachsenes Fest sollte man auf jeden Fall erhalten eventuell in einer moderneren Form,die Anregungen von R.Messer finde ich gut,Obu ist schon so ruhig geworden daß etwas mehr Leben der Stadtentwicklung bestimmt gut tut


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Neu-Oberurseler Datum: 05.02.2004 08:03:56
Die Tradition soll erhalten werden. Ein so altes Fest sollte man nicht abschaffen. Bloß nichts ändern. Das hört und liest man ständig. Und dass die "alten Orscheler" (ist das ein besonderes Bürgerrecht?) schon als Kind dort die Bratwurst geliebt hätten. Usw, usw.

Aber in der wirklichen Wirklichkeit ist die Kerb trotz aller Veränderungsversuche der letzten Jahre das ödeste, langweiligste und überflüssigste Fest der Stadt. Ein Rummelplatz dritter Klasse, ein paar Bier- und Bratwurststände ohne jede Anbindung ans Festgelände auf dem Marktplatz. Das war's. Und entsprechend wenige von denen, die hier das hohe Lied der Tradition singen, sieht man an den Kerbetagen auf dem Festgelände. Bei meist miesem Wetter schleppen sich die Schiffschaukelbetreiber über die vier Tage. Und fünfundneunzig Prozent der Oberurseler Bürger bekommen gar nichts mit.

Mir scheint der Vorschlag am vernünftigsten, die Kerb ersatzlos zu streichen, dafür aber mit den Altstädtern eine Vereinbarung hinsichtlich der Akzeptanz von Brunnen- und Weinfest zu schliessen. Denn an diesen beiden Festen nimmt die Mehrzahl der Bürger teil.

Und für unsere lieben "alten Orscheler" kann ja vielleicht das Vortaunusmuseum jedes Jahr eine Kerbeausstellung machen, damit ihre Kindheitserinnerungen nicht verblassen.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Autsch Datum: 05.02.2004 08:06:44
Ich kann mich bei dem Wunsch nach einem Festzelt nur anschließen. Die Kerb ist für mich (Vater von zwei Kindern) nur mit Stress und enormen Kosten verbunden, aber es gibt nichts, was zum Verweilen einlädt. Im Moment sehe ich immer nur zu, dass wir so schnell wie möglich wegkommen. Da ist es z.B. bei der Weißkirchener Kerb angenehmer, wo man sitzen kann und den Festplatz überblickt.
Ich finde nicht, dass die Kerb abgeschaftt werden soll, im Gegenteil. Aber weniger Kommerz und mehr Beieinander wären schon schön.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Anko71 Datum: 05.02.2004 10:09:09
Mal vorangeschickt, dass "Kerb" halt dann ist, wenn Kirchweih ist (St. Ursula = 21. Oktober, wenn ich mich nicht irre), dann gibt es für eine "Orscheler Kerb" keinen anderen Termin.
(Es ist halt Pech, dass der Gedenktag/Weihetag nicht im Sommer liegt, wie z.B. bei "Aureus & Justina" in Bommersheim im August; ist aber nicht zu ändern).

WAS könnte man dann verändern, um die KERB attraktiver zu machen ?

Mein Vorschlag:
~> Legt das bisherige "Herbsttreiben" auf das Kerb-Wochenende !

Warum ?
1. Für das Herbsttreiben gibt es historisch gesehen keinen Fixtermin; es hat auch seit Kreierung an verschiedenen Terminen stattgefunden .... man könnte dann u.U. auch einen (neuen) Namen finden, der sich mehr mit Orschel identifiziert, z.B. "St. Ursula-Markt" (... denn Herbst ist schließlich überall ...)

2. Dadurch erhielte man dann ein Festgebiet von
~ der Bleiche: Rummelplatz für jüngere und Fasmilien ... über
~ den Marktplatz: Oberäppeldorf, die bisherigen Stände würden integriert ... über
~ den Epinayplatz: Handwerkermarkt ... und
~ den Rathausplatz: was auch immer da jetzt im Jahr 1 nach den Marktschreiern so geplant wird !?

Wenn dann auch der "Verkaufsoffene Sonntag" (mit Seifenkistenrennen im Holzweg) abgehalten wird und die Kerbeburschen vom "Adler" integriert werden, dann prophezeie ich, dass sich auch unsere Gastwirte das eine oder andere einfallen lassen werden (gemeinsames beheiztes Zelt o.ä.) -- bei den dann zu erwartenden Menschenmassen in der Stadt !

3. Man reduziert durch diese Überlegungen auch die "Belästigungen" für die Innenstadtbewohner -- um ein Fest ... ich meine: lieber eine Kerb/Herbsttreiben/St.Ursula-Markt, wo "Party ist" als zweimal ein toter Markplatz/Altstadtbereich (letztes Herbsttreiben/jede Kerb), der durch Sperrungen und Einschränkungen nur die Anwohner verärgert.


ICH BEFÜRCHTE NUR, und ich glaube mich zu erinnern, dass diese Diskussion schon mal geführt wurde, dass sich "der Oberurseler Einzelhandel" gegen eine solche Verlegung sperren wurde. Die Gründe damals waren wohl:
~ Angst vor geringeren Umsätzen durch ggf. schlechteres Wetter im Oktober (im Vgl. zum September)
~ Befürchtung, dass sich das "Umsatzgebiet" von der Achse Epinayplatz -- Vorstadt -- Rathausplatz mehr zur Altstadt hin verschiebt, da Familien mit Kindern sich auch zum Rummelplatz orientieren würden.

Bin gespannt, wie sich die Kerb entwickelt .... so wie sie bisher ist -- und da muss ich vielen "Vorschreibern" recht geben -- kann sie nicht bleiben; die Konkurrenz von attraktiveren Festen ist riesig.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Wölfchen Datum: 05.02.2004 13:46:14
Die Idee, Herbsttreiben und Kerb zusammenzulegen finde ich gut. Als Publikumsmagnet könnte doch so eine historische Markttruppe engagiert werden? Das lockt immer wieder die Leute an.
Vor zig Jahren waren mal „Kramer, Zunft und Kurzweyl“ hier. Die fand ich gut und die würden sich auch auf dem Marktplatz (und/oder Rathausplatz) bestimmt gut machen. Außerdem haben die doch auch so Sondereinlagen im Programm, laufen durch die Stadt und könnten auf diese Weise die einzelnen Bereiche (Rathausplatz, Vorstadt, Strackgasse, Epinayplatz, Marktplatz, Bleiche) miteinander verbinden, dass die Leute aufmerksam werden und mitkriegen, dass auch an anderen Stellen in der Stadt was los ist.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: xXx2 Datum: 05.02.2004 16:25:17
Anko71 hat eine gute Idee!
Was sagt denn der Bürgermeister (der das Stadtgespräch eingefädelt hat) dazu.
Ich fände es klasse wenn er sich auch mal äussern würde.
Wie geschrieben, begrüße ich die Idee von Anko71 und glaube dass dies auf große und gute Resonanz bei der breiten Bevölkerung treffen würde.

Grüße Marco


Betreff : Taunuskerb 2004 - Qualität statt Quantität? Autor: B+A Datum: 06.02.2004 05:18:38
Bei allen bisherigen Antworten wird zugrundegelegt, daß es ohne "gigantische Menschenmassen" keine gute Kerb geben kann (...dabei sind die Fahrgeschäfte und professionellen Schausteller die einzigen, die auf solche Besuchermassen wirklich angewiesen sind)

@Anko71 (~> Legt das bisherige "Herbsttreiben" auf das Kerb-Wochenende !):
Warum sollte man ein funktionierendes und gut besuchtes Fest (Herbsttreiben) aufgeben und auf einen ungünstigen Zeitpunkt verlegen?
Viele Stände des Herbsttreibens lassen sich im Oktober witterungsbedingt gar nicht mehr realisieren (...ich baue jedenfalls kein vom Oktoberwetter durchnässtes Pfadfinderzelt mehr ab = tagelanges Trocknen bei immensem Platzbedarf)

@Wölfchen/Orscheler: Die Idee mit dem historischen Markt „Kramer, Zunft und Kurzweyl“ und den umherziehenden Marktleuten find´ich auch gut (..das ist etwas, was es auf den anderen Stadtfesten -ausser Halloween und Museumsfest- in dieser Form nicht gibt)
...dito der Vorschlag von "Autsch"/"R.Messer"/"Poe" (...besser ein gemütliches Festzelt mit wechselndem Programm als die vielen teuren Fahrbetriebe)

@xXx2: Lass doch die Leute erst noch´n paar Ideen sammeln (...dann kann er immer noch mitteilen, was davon er für realisierbar hält)
...und wo bleiben eigentlich die Vorschläge der vielen Stadtverordneten/ Kommunalpolitiker? (...haben die keine Ideen? ...oder kein InterNet? ...oder wurden die von Herrn Brum nicht über die "STADTGESPRÄCHe" informiert?)


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Studanski Thomas Datum: 06.02.2004 09:33:35
Das Herbsttreiben und die Kerb zusammenzulegen ist aufgrund der unterschiedlichen Interessen sehr schwierig.Das Herbsttreiben lebt auch sehr stark von den Aussenveranstaltungen.
Handwerker, Einzelhändler der Ortsteile, Ausstellungen Landmaschinen und Geräte, Spielstrasse, Gastronomie und Verkaufspräsentationen daß sind alles Veranstaltungen die auch im Freien stattfinden sollen. Das Wetter ist im Oktober eben oft schon zu kalt und Nass. Was wäre bei einer Zusammenlegung mit dem Stadtlauf ?
Ich finde die Idee mit dem historischen Markt sehr gut und halte dies auch für realisierbar.
Ein solches Fest bietet ja sogar die Möglichkeit Oberurseler Bürger einzubinden.
Gibt es denn eine Gruppe in Oberursel mit historischen Gewändern ?
oder Menschen die an so etwas Interesse hätten ?
Und ein solches Fest könnte auch mit einem geringen Lärmpegel durchgeführt werden.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Bürgermeister Brum Datum: 06.02.2004 17:27:59
Seit einer Woche läuft nun das STADTGESPRÄCH auf der Homepage der Stadt Oberursel (Taunus). Wir haben für das erste Thema „Taunuskerb 2004“ bereits viele Beiträge bekommen, die interessante Ideen liefern. Ich ziehe aus der ersten Woche des STADTGESPRÄCHS eine positive Resonanz. Wir bekommen hier durchweg ernstzunehmende und anregende Stellungnahmen. Es sind bereits eine Reihe wichtiger Hinweise eingegangen. Das STADTGESPRÄCH kommt also bei den Bürgerinnen und Bürgern an und es gibt bereits jetzt einige Ansätze, die wir in der Verwaltung auf ihre Umsetzung hin prüfen werden.

Von einigen Teilnehmern wurde gefragt, warum wir ein zweites Diskussions-Portal, neben dem „Oberurseler Forum“, eröffnen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die Gründe eingehen:

Es geht im STADTGESPRÄCH um Themen, die mit aktiver Bürgerbeteiligung durchgeführt werden sollen. Das Oberurseler Forum ist in einer allgemeineren Form angelegt und in ihm werden häufig Dinge diskutiert, die keinen kommunalpolitischen Bezug haben.

Mit dem STADTGESPRÄCH verfolgen wir eine besondere Vorgehensweise:

1. Zuerst benennen wir ein Thema, das wir aktuell verfolgen wollen und rufen dies auf.
2. Es folgt eine breite Diskussion, in der wir Anregungen, Hinweise und Kritik sammeln und in der auch die Parteien eine Stellungnahme abgeben können.
3. Die Stadt gibt zwischendrin eine Zusammenfassung ihrer Sicht der Dinge.
4. Es wird danach geprüft, was realisiert werden kann. Dies wird im STADTGESPRÄCH dargestellt.
5. In der Folge werden wir den Fortgang kommunizieren (also: Planung konkreter Aktivitäten und Umsetzung), so dass die Teilnehmer dazu Stellung nehmen können.


Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu den angesprochenen technischen Belangen des STADTGESPRÄCHS sagen: Wir haben schnell reagiert auf die bis jetzt geäußerten technischen Probleme bei den Nutzern. Nach unserem Wissen sollte die Nutzung jetzt ohne Probleme funktionieren. Wenn Sie Fragen oder Schwierigkeiten mit der Technik haben, steht Ihnen Frau Vlk von der EDV-Abteilung unter der Rufnummer 06171/ 502-309 gerne zur Verfügung

Hans-Georg Brum
Bürgermeister



Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: B+A Datum: 06.02.2004 17:56:53
@Thomas:
www.weltenwinde.de (..die hatten 2002 auch schon bei Halloween mitgemacht)

Ausserdem gibt es gerade in unserer Region jede Menge "LiveRollGamer", die zum Teil über sehr teure Zelte, Rüstungen und Gewänder verfügen (...leider lassen die sich diese "Ritter der Neuzeit" nicht so gerne "vorführen" - dh. sie bleiben meist lieber unter sich)


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: xXx2 Datum: 06.02.2004 20:33:05
Hallo Herr Brum,
an einer Stelle möchte ich Ihnen gerne wiedersprechen, und zwar:
Zitat:
"Ich ziehe aus der ersten Woche des STADTGESPRÄCHS eine positive Resonanz."
Ich hoffe sie meinen nur das Thema!?
Das STADTGESPRÄCH halten viele (ich würde fast sagen die meisten) für überflüssig.
Im übrigen finde ich ihre Aufzählung für das STADTGESPRÄCH nicht gerade standhaft, die Aufzählung trifft nämlich auch auf das normale Forum zu.

Grüße Marco


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Skyboarder Datum: 08.02.2004 13:13:17
Ich bin für eine Zusammenlegung mit irgendeinem anderen Fest, über das sich die Altstadtbewohner immer beklagen unter der Bedingung (Vertrag), dass dafür im Gegenzug das Brunnenfest am Fr. und Sa. bis 0100Uhr und So./Mo. bis 2300Uhr Musik spielen darf. Ganz gleich welcher Laustärke. Das wäre doch mal ein Kompromiss. Mal sehen, wie kompromissbereit die Altstadtbewohner sind, bzw. welche Größe sie zu zeigen in der Lage sind.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Spätzlekenig Datum: 08.02.2004 21:31:46
Zusammenlegen der Kerb mit einem anderen Fest? Ich denke, da wird es schon ein paar Probleme geben. Aber mal abgesehen davon: Die Kerb wie auch das Brunnenfest gibt es schon lange, sind Tradition. Das heißt, es gibt sie schon länger als mancher Bewohner der Altstadt lebt. Ich will ja kein Salz auf irgendwelche Wunden streuen, aber dauernd geht es hier um die lärmgeplagten Anwohner der Altstadt, denen man sogar eine Tag der Stille einräumen will... Ich bin der Meinung, daß es auch vor 30 oder 40 Jahren in der Altstadt hoch her ging und der Lärmpegel damals auch nicht gerade Zimmertemperatur hatte. Warum sollte man sich jetzt von ein paar Querulanten, die keinen Spaß am Fröhlichsein haben und zum Lachen in den Keller gehen das alles vermiesen lassen? Nicht jeder Anwohner der Altstadt ist gegen das Feiern in den Gassen, viele unterstützen die Feste durch eigenes Mitwirken. Den Rückgang der Besucherzahlen sehe ich unter anderem darin begründet, daß Schlag 22.00 Uhr von irgendwelchen Anwohnern das Polizeirevier kirre gemacht wird, bis der "Lärmpegel" auf Schlafmusik gesenkt wurde. Das kann nicht Sinn der Übung sein! Man sollte sich bei der Kerb vielleicht wieder mehr auf traditionelles besinnen. Ein Einblick in den Beginn der Kerb? Mittelaltermarkt, vielleicht dargestellt von Oberurselern? Schausteller mögen zwar ein Magnet sein, aber da haben die örtlichen Mitwirkenden nicht allzuviel von. Vielleicht sollte man mehr die Vereine zu aktivieren versuchen. Irgendwann mag die Kerb nur noch aus Kommerz bestehen, der von Außwärtigen betrieben wird- und die Orscheler schauen von draußen zu... Beste Grüße aus Singapur, Eiern Spätzlekenig


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Klaus Stolpp Datum: 09.02.2004 18:48:59
PS.
Ich leben nun seit 15 Jahren in Oberursel und genieße natürlich auch die vielen großen und kleinen Feste die es hier das Jahr über in Oberursel und seinen Teilorten gibt.
Die Oberurseler Kerb gehört sicher nicht zu den Highligths - aber muß sie das – muß es immer nur Höhepunkte geben?
Für mich hat die Kerb eine ganz andere Funktion. Sie markiert wie kein anderes Ereignis das Ende der Freiluftsaison.
Ein letztes mal durch zugige Gassen geschlendert – mit klammen Fingern einen Äppler im Freien getrunken – aus lauter Mitleid die letzte schrumpelige Bratwurst vom Grill gerettet – dann ist mir klar – genug – es reicht – ich will und brauch ne Pause - - um mich dann auf das Brunnenfest im nächsten Jahr wieder so richtig freuen zu können;-)


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Joachim Weisse Datum: 10.02.2004 09:20:24
Hallo Klaus, da kann ich Dir nur Recht geben. Außerdem freuen sich ja auch die Kinder, wenn sie zum Ausklang der Festsaison noch einmal Karussell fahren können und Zuckerwatten essen.
auch die Bratwurst ist da noch mal wichtig. Immerhin ist die Kerb ja auch das Fest der Kirchweih unserer St. Ursula Kirche - Stadtpatronin - usw.
Ich denke auch, daß man nicht alles über Bord schmeißen soll, nur weil es nicht mehr so besucht ist ( Festplatz ). In den Kneipen ist doch was los. Ich denke da nur an den Adlerwirt, der einen Kerbebaum aufstellt. Und bei ihm haben die Kerbeburschen ihr "Kerbe-
heim". Es tut sich also was.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Gesch Datum: 10.02.2004 10:26:26
letztes Jahr lag der Taunuskerb Termin ja mit dem Beginn der Herbstferien und so wird es dieses Jahr ja wohl wieder sein, so dass "zusätzlich" die verreisten Familien fehlen! Da sollte man/ Frau mit dem Termin doch etwas flexibler sein!


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Martha Datum: 10.02.2004 13:14:17
Dass in den Stadtteilen die Kirchweihfeste noch gut besucht sind, hat viel mit dort noch gepfleger Tradition gepaart mit kräftigem Anpacken der Bürger zu tun - sicher, die günstigere Jahreszeit spielt auch eine Rolle. Nun die Orscheler Kerb, ich besuche ein Fest in der Hauptsache weil ich Bekannte und Freunde treffen möchte, das ist in den letzten Jahren kaum noch der Fall, ja und - meine Kinder sind alle erwachsen.
Mein Vorschlag zur Belebung:
Ein Trödelmarkt + nostalgische Schausteller Karussell, Schiffschaukel ... auf und rund um den Marktplatz und der Bleichstraße.
Einbindung der kulturellen Einrichtungen der Stadt - Vortaunusmuseum, Bücherei, Stadtarchiv
Eröffnung von Sonderausstellungen bzw. Organisation von Veranstaltungen zum Kerbetermin.
Im Hof des Vortaunusmuseums sollte mit relativ wenig Aufwand ein etwas wetterfester Treffpunkt mit Bewirtung und kleinem Rahmenprogramm errichtet werden können.
Klassen/Jahrgangstreffen anregen/initieren - habt Ihr Ideen? sicher werden damit viele Altbürger wieder neu interessiert.
Der Kerb und der Orscheler Gemeinschaft täte das gut.
Eure Martha


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Bürgermeister Brum Datum: 10.02.2004 19:02:34
Vielen Dank für die zahlreichen interessanten Stellungnahmen zum Thema TAUNUSKERB. Ich hatte mir vorgenommen, zunächst 10 Tage zu warten und zu sehen, was an Vorschlägen kommt. Hier nun meine (von mehreren Seiten bereits vehement geforderten) Überlegungen dazu:

GRUNDSÄTZLICH:
Die Oberurseler Kerb ist das traditionelle Stadtfest in unserer Stadt. Aus meiner Sicht wäre es ein großer Fehler, auf sie zu verzichten. Denn die Kerb verkörpert jahrhundertealte Tradition und Kontinuität in der Oberurseler Stadtgeschichte. Wenn es einigen Leuten mit den Festen zuviel wird, dann empfehle ich, lieber einen der in den letzten Jahren entstandenen modischen Events wegzulassen.

ALLERDINGS:
So wie es in den letzten Jahren darf es mit der Kerb nicht weiter gehen. Die TAUNUSKERB wurde systematisch auf den austauschbaren Kommerz eines Null-Acht-Fünfzehn-Rummelplatzes reduziert, den man in jeder Stadt antreffen kann und der kaum noch Interesse weckt. Dies ist m.E. nicht akzeptabel.

KONSEQUENZ:
Wir müssen uns überlegen, was wir an Originellem und vielleicht auch Kuriosem beitragen können, um die Kerb für die Oberurseler attraktiver zu machen. Dabei sollten wir nicht den Anspruch erheben, dem Brunnenfest Konkurrenz machen zu wollen. Wichtig ist eine Aufwertung der Kerb, die sich mit den Interessen der Anwohner verträgt. Toll finde ich die Initiative der KERBEBURSCHEN in den letzten beiden Jahren, die unterstützt werden muss.


ZU DEN EINZELNEN VORSCHLÄGEN:

1. Zusammenlegung mit dem HERBSTTREIBEN:
Dies als Schachzug um einen Festtermin einzusparen wird von den Betroffenen (Kirche und FokusO) durchaus kritisch gesehen. Auch ich bin skeptisch, da eine Zusammenlegung den kommerziellen Charakter noch mehr betonen würde. Wir nehmen aber den Kontakt mit Fokus O auf, um zu hören, ob und ggf. wie sich die Oberurseler Geschäftswelt in anderer Form an der Kerb beteiligen kann.

2. Aufbau eines (beheizten) FESTZELTES auf der Bleiche:
Dies finde ich gerade angesichts der Jahreszeit eine hervorragende Idee, nicht nur um dem Wetter trotzen zu können. Das Zelt sollte m.E. nicht zu groß sein (200 bis 250 Leute) und es sollte sich vom reinen Bierzeltcharakter abheben. Mit einem guten Programm könnte das Zelt zum kommunikativen Mittelpunkt der Kerb werden. Frage: Wer macht es? Könnten vielleicht einige Oberurseler Wirte oder Vereine die Bewirtung übernehmen? Wir werden dies prüfen und die Gespräche dazu aufnehmen.

3. Durchführung eines HISTORISCHEN MARKTES ODER JAHRMARKTES:
Diese von mehreren Teilnehmern eingebrachte Idee könnte der Oberurseler Kerb wieder ein eigenes Gesicht geben und sie zu einem Attraktionspunkt, auch für Familien mit Kindern machen, jenseits des teuren Rummelplatzes. Dies würde auch gut in unser Konzept zur Aufwertung der Altstadt passen. Wir könnten dies mit historischen Stadtführungen kombinieren, einer Turmbesteigung der St. Ursula-Kirche, Aktivitäten des Museums etc.. Wir werden diesen Vorschlag versuchen zu realisieren. Es stellt sich die Frage der Kosten und der in Frage kommenden Gruppen. Für jeden Hinweis sind wir dankbar.

4. TAUNUSKERB als WIRTEKERB:
Früher fand die Kerb in den Gaststätten und Sälen der Altstadt statt. Warum lassen sich die Wirte hierzu nichts Originelles dazu einfallen mit Tanz, Rock, Kleinkunst etc ... ? Hiermit ließe sich mit etwas Geschick auch Geld verdienen. Wir wollen uns ohnehin demnächst mit den Wirten der Altstadt zusammensetzen und werden dieses Thema bei der Gelegenheit ansprechen.

Hans-Georg Brum
Bürgermeister


Betreff : Historischer Markt / Jahrmarkt Autor: Wölfchen Datum: 11.02.2004 09:33:10
Ich hab ein bisschen im Internet gesucht und (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!) drei Adressen von Gruppen gefunden, die solche Mittelaltermärkte beleben:

Kramer, Zunft und Kurtzweyl, Bergneustadt - www.kzk.de
Viatores-Temporis, Mittelalter in Mittelhessen, kommen aus der Marburger Gegend - www.viatores-temporis.de
WOLF, Interessengemeinschaft zur historischen Nachempfindung des hohen Mittelalters, eine Gruppe aus Frankfurt - www.igwolf.net

Kosten, Termine etc. kann man da erfragen. Vielleicht kann ja auch das Vortaunusmuseum mit Tipps weiterhelfen?


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Joachim Weisse Datum: 11.02.2004 15:39:32
Ich finde die Idee, z.B. einen mittelalterlichen Markt nach Oberursel zu holen gut. Ich frage mich aber, ob das genau zur Kerb sein muß. Ein solcher Markt sollte zu einer wärmeren Jahreszeit stattfinden, dann hätte er auch eine größere Anziehungswirkung. Ja jetzt gibt es wieder einige die sagen, daß das zu viel und zu laut für unsere Stadt sei. Aber ich glaube wir sollten uns überlegen, ob wir mit attraktiven Veranstaltungen Menschen in unsere Stadt locken können um somit etwa auch dem Einzelhandel in unserer Stadt etwas gutes zu tun.
Die Kerb als solches hat ja für die "Erwachsenen" in der Kneipe stattgefunden. Für die Kinder waren und sind die Fahrgeschäfte und Buden auf dem Marktplatz und der Bleiche eine Attraktion. natürlich gehört für alle die Bratwurst dazu.
Der Kerbefrühschoppen am Kerbmontag wurde in der Vergangenheit immer mehr vom Frühschoppen am Brunnenfestmontag abgelöst.
Auch fand früher in der Stadt Straßburg immmer der "Gickelschmiß" statt. Das wäre etwas was man wieder beleben könnte. Die Orscheler Kerb hat sich schon immer, alleine durch die Jahreszeit, von den Kerben in den Stadtteilen unterschieden. Ich denke, daß soll auch so bleiben, das macht die Vielfalt in Orschel aus. Leider trifft man immer weniger in den Kneipen an Kerb.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Martha Datum: 13.02.2004 16:11:51
Ein mittelalterlicher Markt zur warmen Jahreszeit hat nichts mit einer authentischen Veranstaltung für Oberursel zu tun. Die Kerb wurde über Jahrhunderte gefeiert und immer an dem selben Jahrestermin – wie auch die Kerben in den Stadtteilen – ursprünglich sind dies kirchliche Feste aus der christlich katholischen Glaubensgemeinschaft, der Kirchweih. In dieser alten und schönen Tradition sollte die Kerb in Oberursel weiter gefeiert werden können. Damit viele mitfeiern wollen ist im 21. Jahrhundert und mit den ständig zuziehenden Menschen ein breites kulturelles und vergnügliches Angebot für die heute in Oberursel lebenden Menschen zu allererst wichtig und nicht austauschbares Remidemi.
Die Jahreszeit, die finde ich nach reiflichem Nachdenken sogar gut. Wo in der Umgebung ist denn da sonst noch was los?



Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: WayneG Datum: 15.02.2004 11:11:37
Hallo zusammen,
beim Thema mittelalterlicher Markt möchte ich mich nun doch einmal einmischen. Als selbst aktiver Teilnehmer auf verschiedenen Märkten hier im Umkreis kann ich diese Idee natürlich nur befürworten. Zumal diese Idee sehr gut in den historischen Kern der Stadt passen würde. Allerdings denke ich dass ein klassischer Jahrmarkt mit Fahrgeschäften sich eher negativ auf die Teilnehmer eines Mittelaltermarktes auswirken würden, da dies einfach nicht zusammenpasst. Außerdem würde es sich anbieten auf der Bleiche den eventuellen Teilnehmer einen Lagerort zu bieten, zum Zeltaufbau und so weiter. Eine Verteilung der jeweiligen Stände in der Innenstadt bis zum Marktplatz oder sogar weiter wäre dann natürlich denkbar. Eventuelle Vorführungen wie Schaukampf oder Konzert wären entweder dort oder auf dem Marktplatz denkbar. Aber das würd den Rahmen eines Forums nun sprengen.
Falls Informationen erwünscht sind, sprecht mich gerne an.
Gruß aus Stierstadt


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Gollum Datum: 17.02.2004 18:15:20
Die Kerb sollte ausschließlich auf der Bleiche stattfinden und max. 3 Tage dauern (Fr.-So.)Ich finde die Idee mit dem (beheizten) Zelt gut. Die Kerbeburschen stellen den Rahmen (die Trdition). Den musikalischen Rahmen könnten ja die Oberurseler Musikvereine / Spielzüge übernehmen, abends könnte eine Band für Stimmung bzw. Tanz sorgen. In das Zelt könnte auch das Oberäppeldorf integriert werden. Die Bewirtung könnte man den Oberurseler Vereinen zukommen lassen, die kommerziellen Essensanbieter außen vor lassen. Im Außenbezirk könnte ich mir auch nostalgische Fahrgeschäfte wie Kettenkarusell, Round-up und ein Riesenrad vorstellen. Zudem könnte man auch den Stadtlauf einbinden und attraktiver gestalten (z.B.: Einlauf / Siegerehrung im Zelt, auch Walking anbieten.) Kurzum die Kerb könnte zum wirklich letzten Highlight der Oberurseler Freiluftveranstaltungen getuned werden.

Fazit: Change it !!


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Jessica Datum: 18.02.2004 09:25:36
Ich denke,dass das Wetter eine große rolle spielt denn meist regnet es nur. Außerdem wenn die Kerb um 21.00 Uhr zu macht wer hat denn da noch lust? Die meisten wollen ihren Spaß haben und Trinken das geht aber nicht wenn die Kerb so früh schließt. Soll man deshalb um 16.00 Uhr anfangen zu Saufen?


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: B+A Datum: 18.02.2004 13:00:57
@Wayne:
Denke nicht, daß das den Rahmen eines Forums sprengen würde - allerdings den Rahmen dieses Themas (...habe daher mal im Oberurseler "Forum" ein paralleles Thema "Mittelalterlicher Markt in Oberursel?" eröffnet...)

Hier scheint eher Fazit, daß "mittelalterlicher Markt" und "traditionelle Kerb" sich nicht wirklich vertragen /ergänzen (...ist ja auch eine blöde Jahreszeit für ein "Lagerleben")


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Martha Datum: 18.02.2004 15:41:36
Ich denke, das Thema sollte beim Stadtgespräch bleiben. Auch die Idee dieses Forum zu eröffnen ist in Ordnung. Schließlich hat ein Bürgermeister ganz andere Möglichkeiten über die Öffentlichkeitsarbeit eine breite Schicht zu erreichen.
Ich finde das Forum ja wirklich gut – aber irgendwo ist das doch eher was für Freaks.
Bei den Beiträgen zu dem Thema fällt mir auf, wie oft die Jahreszeit und das Wetter für den Niedergang der Kerb verantwortlich gemacht wird.
Jetzt stellt Euch mal vor: Am nächsten Sonntag ist in Orschel was los! Der Taunuskarnevalszug. Wie viele machen da mit? Und Orschel ist gut besucht, wenn nicht gerade Sturm, Blitzeis oder ähnliches angesagt ist – Gott behüte auch kein weiterer Krieg – dann klappt das – auch ohne TV-Fritze.
Ich bin wirklich keine Fasenachterin aber da bin ich mit dabei und wenn es um die Kerb geht – am absurdesten finde ich es gerade heute, den Niedergang an die Jahreszeit zu knüpfen.
Wie soll übrigens das Wetter am Sonntag sein – weiß das jemand?
Ein Nachsatz noch zu den Kerbeburschen. In der Vergangenheit war der Besuch des Festgottesdiensts anlässlich der Kirchweih für die Kerbeburschen selbstverständlich - in Stierstadt ist das auch heute noch so.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Spätzlekenig Datum: 19.02.2004 11:17:51
Zunächst frage ich mich, wie es kommt, daß "Neu- Orscheler" und "WayneG" den wortwörtlich gleichen Text schreiben und obendrein noch die gleiche email- Adressen haben? Ich dachte, eine doppelte Registrierung ist nicht drin?
Zum Anderen ist es nicht so, daß das Forum laut "Martha" nur was für Freaks ist. Ich bin keiner und verbitte mir diese Bezeichnung! Den Beitrag von Martha im Forum finde ich höchst verwunderlich, da sie auch noch auf ihren Thread hier im Stadtgespräch aufmerksam macht... Und den dürfen dann auch die Freaks lesen- dafür sind sie wieder gut?

Aber nun zum Thema:
Ich denke, man sollte ein Fest nicht wegen schönen Wetters in die warme Jahreszeit verlegen. Sonst hätten wir innerhalb von vier Wochen alle Orscheler Feste "abgearbeitet" und unser Pulver verschossen. Man sollte sich bei den Festen ab Vorgaben von früher halten. Eine Pflege oder ein Wiederauflebenlassen der Tradition sollte vordergründig sein, nicht der Gedanke, daß man bei schönem Wetter mehr Umsatz macht.
Von mir aus kann es zu den Festen kalt sein oder regnen- so wie es vor vielen Jahren schon unserer Väter Väter ergangen ist...

Beste Grüße aus Laem Chabang, Eiern Spätzlekenig


Betreff : Beiträge gelöscht Autor: Forum Oberursel Datum: 23.02.2004 12:33:52
Anmerkung der "Redaktion":

Der Beitrag von "Neu-Orscheler" wurde gelöscht, weil er unter dem Absender "WayneG" (=identisch mit Neu-Orscheler) noch einmal gepostet wurde.

Alle Kommentare, die sich mit dem Begriff "Freak" auseinander setzten wurden gelöscht, weil sie nichts mit dem eigentlichen Thema "Taunuskerb 2004" zu tun haben.
Im übrigen wird die "Freak"-Diskussion auch im Oberurseler Forum unter dem Titel "Neuer Beitrag zum Stadtgespräch Kerb in Orschel" geführt.
Kristin Vlk


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Sandra M.. Datum: 01.03.2004 12:29:59
Wenn die Taunuskerb ähnlich wie das Brunnenfest orgnaisiret wäre würden sicherlich mehr Besucher kommen.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: Kermit Datum: 07.03.2004 17:00:26
Könnten wir uns vielleicht jetzt mal einem anderen Thema zuwenden ?
Dieses hier ist doch mittlerweile ausdiskutiert, oder ?


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: BürgerO Datum: 08.03.2004 18:24:58
So einfach geht das nicht. Hier darf nur über Themen diskutiert werden, die der Bürgermeister erlaubt. Anarchie gehört ins Forum. Hier herrscht Ordnung. Man sieht ja wie munter alle chatten.


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: cristian Datum: 22.03.2004 15:35:04
ich persönlich glaube nicht das es jemals da zu kommt. Die Taunuskerb wird ein missefolg genau wie das brunnenfest


Betreff : Taunuskerb 2004 Autor: B+A Datum: 25.03.2004 23:37:10
Stadtverordnetenversammlung 25.03.2004 (ca. 23:00)
*g*
Da formuliert zu später Stunde der Stadtverordnete Jörg Steden (CDU) den Antrag seiner Fraktion, der Magistrat möge sich doch dieses Themas annehmen (...obwohl genau dieser Magistrat das mit Aufnahme dieser Diskussion doch längst getan hat)

Fing sich dann auch sofort eine verbale Rüge vom Stadtverordneten C.Fink (GRÜNE) ein, der diesen Antrag als "Schaufensterantrag" bezeichnete (...woraufhin dieser wiederum aus den Reihen der CDU daraufhin gewiesen wurde, daß ein "Einsatz für überliefertes Brauchtum" von den GRÜNEN ja auch nicht zu erwarten sei und sich Herr Steden mit seinen Freunden lange vor Auftauchen dieses Forums mit dem Thema beschäftigt hat)

Danach betrat "Stierstädter Kerbebursch" Andreas Becker (SPD) die Bühne, um das versammelte Publikum daraufhinzuweisen, daß die Kerb auf Rückhalt aus der Bevölkerung angewiesen sei (...schließlich ginge es auch laut Bürgermeister H.G.Brum nicht ohne grosses Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer voran)

Wie bereits in neues.forum.de erwähnt (..diese Versammlung hatte unerwartete Momente, die selbst die beste MuppetShow leicht in den Schatten stellt)

Na ja - auf jeden Fall - die Kerb ist im Gespräch (...mehr denn je!)


Zuletzt bearbeitet von ... am 25.03.2004, 23:37, insgesamt 2-mal bearbeitet


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