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 FESTIVAL : Monkey Jump      Verfasst am: 16.09.2006, 18:29       Nach oben   


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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 15.09.2006, 18:30       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 19.09.2006
„Gute Musik, aber zu teuer“
Von Phil Mader

Oberursel. Neun Kneipen, zwölf Musikangebote und geschätzte 1000 Besucher. Das klingt nach Riesenpartylaune in Oberursels Innenstadt. Zum vierten Mal brachte das „Monkey Jump Festival“ am Samstagabend eine große Nacht der Livemusik in die Brunnenstadt. Doch Größe war nicht unbedingt mit Erfolg gleichzusetzen. Auf die Besucher des Festivals sprang die erwünschte gute Stimmung – der Affe – jedenfalls nur teilweise über.

Der „AC/DC“-Coverband „B9 to Hell“ etwa gelang es, dem Publikum in der alten Räucherkammer, kräftig einzuheizen. Die sonst eher ruhige Kneipe platzte aus allen Nähten, ein Durchkommen vom einen zum anderen Ende war kaum noch möglich. „Acoustic Dry“ dagegen, die wohl musikalisch hochkarätigste Band des Abends, spielte in der „Brennbar“ auf dem Brauhausgelände lange vor wenigen Zuschauern. Besucher saßen lieber draußen auf dem Brauhaus-Hof, genossen ihre Getränke und schienen die akustische Popmusik in der Brennbar allenfalls als Hintergrundberieselung wahrzunehmen. Die etwa 20 Besucher im Keller des Brauhauses bei Jürgen Kronenburg erlebten ebenfalls keine Musikfestlaune.

Zum Glück erlaubten die blauen Armbändchen aber jedem Besucher weiterzuziehen, wenn es ihnen irgendwo nicht gefiel. So war in den gut besuchten Lokalen wie der Räucherkammer vielfach Lob für die Abendveranstaltung zu vernehmen. „Das ist sehr geil, wie immer. Ich gehe jedes Mal zum ,Monkey Jump‘ und freue mich jedes Mal über diese Band“, meinte Nils Schaupensteiner aus Oberursel zu der Band „B9 to Hell“, die mit drei Frauen und einem Mann an den Instrumenten die Menge bewegte. „Der Abend bringt Abwechslung!“, freute sich Schaupensteiner. Auch Wolfgang Käfer aus Frankfurt hielt den Monkey Jump für einen „sehr guten Abend“. Er meinte: „Ich bin echt positiv überrascht, wie diese fast reine Frauenband AC/DC rockt!“

Ähnlich gut kam die Musik im Gasthaus „Zum Schwanen“ an. Die Zuschauer ließen sich von der Band für Gesangseinlagen einspannen, und schrien aus vielen Kehlen „Walk this Way!“, so dass der Frontmann „Talk this way!“ zurückrufen konnte. „Hier ist auf jeden Fall gute Stimmung“, schwärmte Tanja Weber aus Neu-Anspach: „Der Abend ist eine wirklich gute Idee.“ Für einige Lacher am Abend sorgte eine Namensverwechslung, die den Veranstaltern offenbar unterlaufen war: Die als „Soul Queens“ angekündigte Sechsmannformation entpuppte sich in Wirklichkeit als „So Green“.

Andere Kneipen blieben eher leer, wie der „Hochsitz“. Für die Pop-Rock-Band „Jonas“ interessierten sich offenbar nicht viele Besucher. Auch das „Boot“ blieb weit unter seinem Fassungsvermögen. Einige der Besucher waren leicht enttäuscht von der als „Party Cover Band“ gepriesenen Gruppe „Indeed“. „Na ja, die Musik ist okay, aber die Stimmung ist noch nicht da. Vielleicht wird’s ja noch“, meinte Julia Fischer. „Indeed“ konnte sich nicht der Kritik entziehen, mit Liedern wie „Under the Bridge“ die Laune eher zu dämpfen als zu verbessern – solche Songs sind eben keine Partykracher.

Ein Kritikpunkt zog sich als roter Faden durch den Abend: „Zu teuer“, sagten viele. Robin Fleck schlug vor: „Bei 9 Euro, da könnte es doch wenigstens ein Freigetränk geben.“ Dennoch fand er den Abend „gut“.

Organisator Klaus Krampulz war von seinem Abend nicht enttäuscht, zog aber eine eher nüchterne Bilanz. „Ich schätze, dass wir etwa 1000 Bändchen verkauft haben. Damit haben wir in etwa die Kosten gedeckt“, meinte er gestern. „Das gute Wetter war eher schlecht für uns, und das Straßenfest hielt einige Leute fern.“ Gemeint war der Thüringer Markt auf dem Marktplatz. Ein paar hundert Oberurseler hielten sich dort auf und schienen das musikalische Geschehen um sie herum kaum zu bemerken. Als der Markt schloss, zog’s die meisten auch nicht in die Kneipen, sondern nach Hause.


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