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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 16.11.2006, 23:13       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 18.10.2006
Dauerstreit mit Nachbarn: Falsche Anzeige flog auf
Oberursel. Seinen Nachbarn kann ein 33 Jahre alter Oberurseler nicht so recht leiden. Das kam jetzt bei der Verhandlung vor dem Bad Homburger Amtsgericht ganz deutlich heraus. Fragte man den 33-Jährigen, so war angeblich immer der andere schuld.

Vor Gericht waren die beiden Streithähne jetzt gelandet, weil der 33-Jährige seinen Nachbarn beschuldigt hatte, dass dieser am 2. Juli vorigen Jahres gegen 19.30 Uhr bei Rot über eine Kreuzung gefahren sei. Und dabei gelogen hat, wie sich jetzt herausstellte. Der 33-Jährige berichtete, dass er sich über den vor ihm herfahrenden BMW geärgert habe, weil dieser so langsam vor ihm „hergezuckelt“ sei. Er selbst habe als Aushilfstaxifahrer gearbeitet und durch diese Fahrweise das „Ampel-Grün“ verpasst. Der BMW sei, obwohl die Ampel gerade von Gelb auf Rot gewechselt habe, allerdings noch über die Kreuzung gefahren.

Erbost rief der 33-Jährige bei der Polizei an und zeigte seinen Nachbarn an, den er in dem BMW erkannt haben wollte. Der Fahrer habe die rote Ampel missachtet. Dabei nannte er auch Name und Anschrift seines Nachbarn. Die Beamten nahmen das Ermittlungsverfahren auf. Bei Gericht konnte der Nachbar jedoch nachweisen, dass er zur fraglichen Zeit an ganz anderer Stelle weilte. Daraufhin kam es zur Anklage wegen „falscher Anschuldigung“ gegen den Erstatter der Anzeige.

In der Verhandlung versuchte der Angeklagte jetzt, das Gericht davon zu überzeugen, dass er den Nachbarn nicht direkt beschuldigt, sondern nur dessen Fahrzeug genannt habe. Das half ihm aber nichts, denn auf der Polizeiwache war seine Mitteilung im Wortlaut notiert worden. Dort stand schwarz auf weiß, dass der 33-Jährige seinen Nachbarn namentlich als „Rotfahrer“ beschuldigt und angezeigt hatte. Dann sei er wohl falsch verstanden worden, war sein weiterer Versuch, alles abzumildern. Geholfen hat dem Oberurseler diese Einlassung nicht. „Wir haben anderes zu tun, als uns mit so einem Mist zu beschäftigen“, lautete der richterliche Vorwurf an den Angeklagten. Er solle lernen, wie man als Erwachsener mit Meinungsverschiedenheiten umgeht, fügte die Richterin noch hinzu.

Sie ahndete die „falsche Anschuldigung“ mit einer unter Vorbehalt ausgesprochenen Geldstrafe von 1800 Euro, die sich aus 60 Tagessätzen zu je 30 Euro errechnet. Sollte sich der Verurteilte nun ein Jahr straffrei verhalten, muss er die Strafe nicht zahlen. (hab)


 NACHBARN: Vom Streit am Zaun und fliegenden Marmeladengläser      Verfasst am: 16.11.2006, 23:11       Nach oben   


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