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 LINKS      Verfasst am: 28.07.2014, 21:13       Nach oben   


Eine im Aril 2009 vorgestellte Fotomontage
Eine im April 2009 vorgestellte Modellaufnahme
Graham hat eine schönere Modellaufnahme auf seiner Seite all things german
Ansicht der neugeplanten mehrgeschossigen Bebauung auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Nassauer Strasse 8 )
Das im Mai 2008 von der Stadtverordnetenversammlung als Kompromiss beschlossene Konzept (Plandarstellung im pdf-Format)
Der amtliche Bebauungsplan (...der noch immer die Tunnellösung darstellt)
Die etwas in die Tage gekommenen Information www.oberurseler-bahnhofsprojekt.de
Interessante alte Fotos von 1903 bis 1949


Zuletzt bearbeitet von ... am 28.07.2014, 21:13, insgesamt 12-mal bearbeitet


       Verfasst am: 12.12.2013, 08:20       Nach oben   


Bericht der Taunuszeitung vom 11.12.2013
Initiative Nassauer Straße ist enttäuscht
Von Sophia Bernhardt
Ihr Vorwurf: „Runder Tisch“ zur Verkehrsführung am Bahnhof war „nicht ergebnisoffen“ – Klage bleibt Option
Die Diskussion um die künftige Verkehrsführung am Bahnhof geht in eine neue Runde. Denn die Anwohner, die sich in der Initiative Nassauer Straße engagieren, pochen massiv auf Lärmschutz.
Oberursel.

Der beim „Runden Tisch“ erarbeitete Vorschlag für die künftige Verkehrsführung am Bahnung wird von der Initiative Nassauer Straße scharf kritisiert. „Eine Lärmreduzierung in der Nassauer Straße und Homburger Landstraße wird nicht erreicht. Beide Straßen müssen weiterhin die volle Last von rund 50 000 Fahrzeugen pro Tag aufnehmen“, moniert Matthias Schütz, Vorstandsmitglied der Initiative, der 25 Bürger angehören. „Anstatt eine Gesamtverkehrsplanung vorzunehmen und zu überlegen, wie die Stadt attraktiver, die Aufenthaltsqualität erhöht werden könnte, erfolgt eine Fokussierung auf eine Maximalbelastung für die Oberurseler Innenstadt“, meint er.

Die Initiative habe die Bildung eines „Runden Tisches“, an dem Bürger mit Vertretern der Stadt ein Verkehrskonzept erarbeiten, „sehr begrüßt“. „Wir haben erwartet, dass eine faire und objektive Moderation zu einem für alle Teilnehmer konsensfähigen Lösungsvorschlag führt“, so Schütz.

Mit der Zusammensetzung des „Runden Tisches“ – die Teilnehmer wurden, wie berichtet, von der Stadt ausgewählt – sei jedoch eine Vorentscheidung gefallen. Außer Vertretern des „Brunnentreffs“ und der Initiative Nassauer Straße „wurden im Wesentlichen Teilnehmer eingeladen, die an einer Reduzierung des Verkehrs auf der Nassauer Straße oder Homburger Landstraße wenig oder kein Interesse haben“.

Über die Moderation sagt Schütz: „Die Gesprächsführung ließ leider oft die erforderliche Objektivität vermissen. Leider wurde dadurch eine Diskussion sämtlicher Punkte verhindert, einzelne Redebeiträge der Gegner der städtischen Lösung wurden niedergemacht.“ Ein „Runder Tisch“ habe aber nur dann Sinn, wenn die Beteiligten ergebnisoffen hineingingen und alle Meinungen auf den Tisch kämen. „Das ist nicht passiert.“ Der Zeitdruck – vier Treffen waren angesetzt – sei nicht nachzuvollziehen angesichts der Bedeutung einer Neuordnung des Verkehrs zwischen Drei Hasen und Weingärtenumgehung.

Das Ergebnis des „Runden Tisches“ – der Reflektionsplan – sei im Grunde der ursprüngliche Lösungsvorschlag der Stadt Oberursel, ergänzt mit sinnvollen Ideen des „Brunnentreffs“. Doch eine Lärmreduzierung für die Nassauer und die Homburger Landstraße erfolge dadurch nicht.

„Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen für Lärm und Emission können aber schon heute nicht eingehalten werden“, mahnt Schütz. Eine Einhaltung könnte nur durch großflächigen Lärmschutz erreicht werden, beispielsweise dadurch, dass die Nassauer tiefer gelegt werde. Für diese Lösung hatte ja der „Brunnentreff“ plädiert.

Die weitaus bessere Lösung sieht die Initiative jedoch darin, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt heraus zu nehmen, durch eine Umgehungsstraße – in Richtung Süden durch das Bommersheimer Feld, in Richtung Norden durch eine Straße, die von den Drei Hasen entlang des Gewerbegebietes nach Norden führt.

Das Mediationsverfahren, das die Stadt der Initiative angeboten habe, habe zu keinem Ergebnis geführt. Innerhalb von drei Jahren sei ein Treffen zustande gekommen, berichtet Schütz. Da sich die Initiative zu dem Mediationsverfahren mit der Stadt bereit erklärt hatte, ruht die Klage. In ihr hatte die Gruppe (damals als „Interessengemeinschaft lebenswertes und sicheres Umfeld rund um den Oberurseler Bahnhof“) auf die Gültigkeit des alten Bebauungsplans für das Gebiet am Bahnhof geklagt, der noch die Tunnellösung vorsieht.

Beim Bürgerdialog hatte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) kürzlich angekündigt, das Gespräch mit der Initiative zu suchen. „Wir warten gespannt darauf, seit Jahren“, so Schütz. Sollten die Gespräche jedoch zu keinen substanziellen Verbesserungen für die Anwohner der Nassauer führen, schließe die Initiative eine zweite Klage nicht aus.


 Bürgerdialog am 04.12.2013      Verfasst am: 03.12.2013, 09:42       Nach oben   


Neun von ursprünglich 15 Mitgliedern des runden Tisches haben Gerüchten zufolge dem Projekt der Stadt zugestimmt.
Am Mittwoch, 04.12.2013 sind nun alle Bürger aufgerufen, ihre Meinung zu äussern.
Hier das von BrunnenTreff/Bahnhofsareal verteilte Flugblatt:

Bürgermeister Brum liess ebenfalls ein Flugblatt verteilen:
Einladung zum Bürgerdialog "Runder Tisch Bahnhofsprojekt"
am Mittwoch, dem 4. Dezember 2013, um 19:00 Uhr im Rathaus
Großer Sitzungssaal, Rathausplatz 1, 61440 Oberursel (Taunus)

Thema:
Ergebnisse des "Runden Tisches Bahnhofsprojekt"
zur "Konzeption der Verkehrsführung im Bahnhofsbereich
- Nassauer Strasse zwischen der Brücke
An den drei Hasen und der Umgehung weingärten-"

Vertreter der Stadt und Teilnehmer(innen)
des "Runden Tisches Bahnhofsprojekt" informieren und diskutieren
mit interessierten Bürger(innen) über das Verfahren,
die Ergebnisse und die weitere Vorgehensweise.

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu können.
Hans-Georg Brum
Bürgermeister

Reflektionsergebnis
Es wird lediglich ein einziger Plan vorgestellt!!
Aus urheberrechtlichen Gründen wird hier aus urhebrerechtlichen Gründen nicht dargestellt.
Der dargestellte Plan entspricht aber im wesentlichen der Skizze http://www.phorumursellis.de/images/Stadt-1000-openstreet-november-2013.jpg

Das Reflektionsergebnis des Runden Tisches wurde in der
Pressekonferenz am 22.11. veröffentlicht und ist zur besseren
Darstellung im InterNet auf www.oberursel.de unter dem Menüpunkt >Kommunikation >Bürgerdialog >Bahnhofsareal (05.11.2013
Arbeitstreffen "Runder Tisch Bahnhofsprojekt") mit Legende und
Vergrößerungsmöglichkeit einzusehen.



       Verfasst am: 03.12.2013, 00:04       Nach oben   


http://www.oberursel.de/nc/rathaus/verwaltung/pressemitteilungen/pressemitteilung/article/runder-tisch-bahnhof-verkehrsfuehrung-nassauer-str-anbindung-weingaertenumgehung/

Pressemitteilung der Stadt Oberursel
Runder Tisch Bahnhof – Verkehrsführung Nassauer Str. – Anbindung Weingärtenumgehung


25. 11. 2013
Der „Runde Tisch Bahnhofsprojekt“ legt in diesen Tagen seine in vier Arbeitssitzungen erarbeiteten Ergebnisse vor. Nach intensiver Diskussion ist es dem Runden Tisch gelungen, einen Vorschlag zu erarbeiten, der die Chance für eine befriedigende verkehrliche Lösung für die Anbindung der Weingärtenumgehung an die Nassauer Straße und Weiterführung des Verkehrs östlich des Bahnhofs bietet. Dieser Vorschlag trägt gleichzeitig den Anliegen der Lärmminderung und Verkehrssicherheit sowie einer guten Aufenthaltsqualität Rechnung. Es handelt sich um einen Vorschlag, bei dem die unterschiedlichen Interessenvertreter aufeinander zugegangen sind, sich niemand ganz durchsetzen konnte, gleichzeitig aber die Belange der Betroffenen in vielen Punkten Berücksichtigung finden konnten.


Hintergrund
Der Runde Tisch Bahnhof wurde in Folge der Bürgerversammlung vom 23. April 2013 gegründet. In dieser Versammlung zeigte sich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger in der Stadt intensiv mit der Öffnung der Weingärtenumgehung und der geplanten Verkehrsführung im Bahnhofsbereich beschäftigen. Dies gilt besonders für die Anwohnerinnen und Anwohner in den Wohnquartieren rund um den Bahnhof, die – je nach Lage ihres Hauses – jedoch unterschiedliche – Vorstellungen geltend machen.


Aufgabe, Teilnehmer und Ziele
Aufgabe des Rundes Tisch war es, die unterschiedlichen Interessen und Standpunkte zu diesem Thema kennenzulernen und zu diskutieren und – soweit möglich – nach einer gemeinsamen Lösung für die Verkehrsführung am Bahnhof zu suchen.

Insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner aus den angrenzenden Wohnquartieren und die Vertreter der Wirtschaft, der Schulen und des Handels aus dem Umfeld sollten am Runden Tisch beteiligt werden, um ihre Vorstellungen einbringen zu können.


Ablauf
Für die Gesprächsrunden waren ganz klare Spielregeln vereinbart worden. Dazu gehörte, dass kein Teilnehmer des Runden Tisches eigenmächtig an die Öffentlichkeit geht – was allerdings nicht immer beachtet wurde.

Der „Runde Tisch“ war auf maximal drei bis vier intensive Arbeitstreffen begrenzt. Für diese Arbeitstreffen wurde als externer Moderator Roland Strunk eingesetzt. Er hatte bereits den Bürgerprozess zum Stadtentwicklungsplan (STEP) begleitet. Folgende Termine fanden im Rahmen des Runden Tischs Bahnhofsprojekt statt:

Vorbereitungsgespräch am 20. Juni 2013
mehrstufige Diskussionsrunde mit vier Arbeitstreffen am 3.07., 27.08., 24.09. und 5.11.2013
Ortsbegehung Bahnhofsareal am 31.07.2013
eine Zeichenrunde am 11.10.2013


Bewertungskriterien
Art und Umfang der Bewertungskriterien für die verschiedenen Lösungsvorschläge wurden intensiv diskutiert.
Es wurden sechs Kriteriencluster gebildet:

Verkehrliche Effizienz
Städtebau
Flächen
Realisierung
Sicherheit
Umwelt/ Anwohner,

wobei diese Kriteriencluster von den Teilnehmern für unterschiedlich wichtig gehalten wurden.

Nach von den Teilnehmern zu vergebenden Punkten wurden insbesondere die folgenden Kriterien hoch gewichtet: die Einhaltung der Emissionsrichtwerte und Lärmminimierung in allen Bereichen, die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer (insbesondere Schulwegsicherheit); die Aufenthaltsqualität, die verkehrliche Anbindung (insbesondere die Erreichbarkeit der Innenstadt), eine attraktive Stadtgestaltung und die Höhe der Kosten / der Folgekosten und der möglichen Erlöse.


Prognosezahlen
Zur Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen wurde die Verkehrsdatenbank Rhein-Main herangezogen. Diese ermöglicht die Prognose von Verkehrsverlagerungen, die sich aus der Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung sowie aus den verschiedenen Lösungsvarianten im Bahnhofsumfeld ergeben. Dabei werden sowohl die prognostizierten Entwicklungszahlen über den Straßenverkehr im Rhein-Main-Gebiet als auch die bekannten, baulichen Entwicklungen in Oberursel und Umgebung berücksichtigt.

Um die verkehrliche Effizienz und Realisierbarkeit der verschiedenen Varianten und Ideen prüfen zu können, wurde als Sachverständiger vom Runden Tisch André Winkler vom Büro Schüßler Plan GmbH eingeschaltet, der auch die zeichnerische Darstellung der Verkehrskonzepte von Stadt und Brunnentreff als Lageplan und Querschnittsdarstellung übernahm.


Ausgangspunkt


Das Verkehrskonzept der Stadt
Beim ersten Arbeitstreffen am 3. Juli 2013 wurde den Teilnehmern von Arnold Richter, Geschäftsbereichsleiter Stadtentwicklung, das von den Stadtverordneten in der Sitzung vom 21.03.2013 beschlossene Verkehrskonzept der Stadt für das Bahnhofsareal vorgestellt und die sich dabei ergebenden Verkehrsdaten erläutert.

Dieses sieht die Zufahrt in die Innenstadt über die Brücke „An den Drei Hasen“ und über die bestehende Nassauer Straße vor, die am Bahnhof vorbeigeführt und im Westen an die Weingärtenumgehung im Bereich Brennersmühle angeschlossen werden soll. Das Gebiet östlich des Bahnhofs und die Zufahrt zum Parkplatz / Parkhaus am Bahnhof werden dabei über eine U-förmige Erschließungsstraße angebunden, die in einen Kreisel an der Zeppelinstraße in die Nassauer Straße einmündet.


Alternative Konzepte
Die Vertreter des Brunnentreffs hatten eigene, alternative Konzeptentwürfe eingebracht, die beim Runden Tisch ebenfalls vorgestellt und erörtert wurden und eine Reihe interessanter Ideen enthielten.

Diese Konzepte präferierten nahe an die S-Bahn-Linie gelegte Trassenführungen, um den Autoverkehr möglichst weit entfernt von der bestehenden Wohnbebauung an der Nassauer Straße entlang führen zu können.

Weitere Ideen waren u.a.:

den Verkehr im Osten von den Drei-Hasen kommend nicht mehr über das bestehende Brückenbauwerk, sondern über einen Kreisel zu leiten
eine Zweiteilung des Verkehrs in Einbahnstraßen: auf der Nassauer Straße von den Drei Hasen aus in die Innenstadt, auf der Erschließungsstraße entlang der S-Bahn-Gleise Richtung Bad Homburg
die Querung der U-Bahn-Gleise im Bereich der Berliner Straße durch eine Unterführung zu ersetzen
den Verkehr im wohnungsnahen Bereich tiefer zu legen und in einem Trog bis zur Kreuzung Feldbergstraße zu führen.


Diskussion
Die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten wurden unterschiedlich beurteilt. Eine überschlägige Berechnung der Kosten ergab, dass diese bei der städtischen Variante deutlich niedriger waren als in der Variante des Brunnentreffs.
Dagegen konnte die Variante des Brunnentreffs deutliche Vorteile insbesondere beim Emissionsschutz für sich geltend machen. Auch wenn die Bewertungen der einzelnen Teilnehmer unterschiedlich ausfielen, waren doch alle Akteure bestrebt, die an ihrem Vorschlag geäußerten Einwände aufzunehmen und ihre Variante entsprechend anzupassen.


Vorschlag des Runden Tisches
Beim Sondertermin am 11. Oktober 2013, der sogenannten „Zeichenrunde“, wurden die Entwürfe von Stadt und Brunnentreff gegenübergestellt und abschnittsweise verglichen. Ziel war es zu prüfen, ob daraus ein Kompromissvorschlag entwickelt werden könnte. Die Vergleiche bezogen sich auf z. B.: Trassenführung, Übertragung von Entwurfselementen und erneute Prüfung der möglichen Auswirkung von Lärm, Schulwegsicherheit und Realisierbarkeit.

Mehrheitlich verständigten sich die Teilnehmer schließlich auf eine auf der städtischen Variante aufbauenden Lösung, die eine Reihe von Vorschlägen des Runden Tisches aufnahm.

Der Vorschlag ist durch folgende Elemente charakterisiert:

Der geplante Kreisel Nassauer Str./Zeppelinstr. wird in Richtung Gleise verschoben. Dadurch entfällt die Abzweigung von der Nassauer Straße in eine U-förmige Erschließungsstraße.
Entlang der U- bzw. S-Bahn wird eine durchgehende Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Weingärtenumgehung und Drei Hasen geschaffen
Die Wege zu den Schulen werden deutlich sicherer, da eine Überquerung der U-Bahnschienen entfällt.
Die ursprünglich langgezogenen Böschungen im Bereich zwischen Adenauerallee und Weingärtenumgehung sind durch Gabionenwände, die mehr Raum für Grün schaffen, ersetzt worden.
Die Nassauer Straße rückt zwischen Feldbergstraße und Kreisel Zeppelinstraße deutlich von der Wohnbebauung ab, so dass die Pflanzung von Bäumen, die Einrichtung eines Fahrradstreifens sowie die Errichtung aktiven Schallschutzes ermöglicht werden.


Zum letzten Arbeitstreffen am 5. November 2013 wurden noch einige Ergänzungsvorschläge fixiert:

Flüsterasphalt als Belag
Geschwindigkeitsbegrenzung 30 km/h
Verlängerung und Einrichtung von Linksabbiegespuren
aktiver Schallschutz auch im Bereich Austraße und Aumühlenstraße.


Der Vorschlag sieht vor, dass der Verkehr am Schrankenübergang an der Frankfurter Landstraße offen gehalten werden könnte, worüber aber eine Entscheidung noch nicht getroffen ist.


Bürgerdialog am 4. Dezember 2013
Die Arbeitsweise des Runden Tisches und die darauf aufbauenden Ergebnisse werden am 4. Dezember 2013, 19:00 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal, der Öffentlichkeit in einem Bürgerdialog vorgestellt und diskutiert. Die Beteiligten sind gespannt auf die Resonanz, wenn sich die Teilnehmer vom Runden Tisch am 4. Dezember der Diskussion mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern stellen.


Hans-Georg Brum
Bürgermeister


 Presseberichte      Verfasst am: 25.03.2013, 02:26       Nach oben   


Artikel der TZ vom 11.04.2013
Bürger haben viele Ideen zum Bahnhof
Die Nassauer könnte zum Beispiel Einbahnstraße werden - Die Kastanien entlang der U-Bahntrasse sollen auf jeden Fall erhalten bleiben

Mit der vom Magistrat vorgelegten Verkehrsführung für das Bahnhofsareal geben sich die Anwohner nicht zufrieden. Beim jüngsten Stadtgespräch wurde auch eine Troglösung diskutiert.
Oberursel.

„Ein Trog wäre die ideale Lösung, aber man müsste dafür die U-Bahnstation abbauen“, meinte ein Anwohner beim Stadtgespräch im Gasthaus „Zum Schwanen“. Diese Idee, die Entlastungsstraße tieferzulegen, war einst im Zuge der ursprünglich geplanten Tunnellösung entstanden, dann aber nicht mehr diskutiert worden.

Zur zweiten Diskussionsrunde über alternative Verkehrslösungen am Bahnhof waren am Dienstagabend knapp 20 Bürger gekommen. Wie berichtet, hatte eine Gruppe von Bürgern die Stadtgespräche initiiert. Bis zur nächsten Bürgerwerkstatt, zu der die Stadt für den 20. April einlädt, will die Initiative Ideen zur Verkehrsführung sammeln und in Plänen abbilden, um sie mit externen Experten und Verantwortlichen der Stadt zu diskutieren.

Man erwarte nicht, dass die Stadt eine Alternative komplett übernehme, aber man wolle Anregungen geben. Vielleicht werde die eine oder andere neue Überlegung ja übernommen, so die Hoffnung der Teilnehmer. „Diese Möglichkeit muss man nutzen. Es wird in Oberursel nie wieder eine so große Baustelle geben“, sagte Bernd Peppler. „Es kann nicht sein, dass für ein solches Großprojekt nur ein Plan vorgestellt wird“, konstatierte Heinz Renner. Das größte Problem für die Verkehrslenkung am Bahnhof sei, dass für Oberursel kein Generalverkehrskonzept existiere, sagte Ingenieur Georg Herzan.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass der Verkehr am Bahnhof nicht weniger werden wird. Ziel müsse es deshalb sein, den Verkehrsfluss zu gewährleisten. „Der Stop-and-go-Verkehr ist der lauteste Verkehr“, gab Renner zu bedenken.

Die von den Bürgern bis dato entworfenen drei alternativen Verkehrsführungen sind: die Nassauer Straße als Einbahnstraße auszuweisen und in Gegenrichtung eine einspurige neue Straße entlang der S-Bahntrasse zu bauen, den Verkehr über eine zweispurige Straße entlang der S-Bahntrasse zu führen und schließlich die Troglösung.

„Unser Ziel ist, dass sich die Mehrheit der Stadtverordneten für eine sinnvolle Lösung entscheiden. Von wem sie stammt, ist egal“, betonte Renner. Bei der Bürgerversammlung am 23. April zum Thema Verkehrsführung sollte den Bürgern Zeit genug eingeräumt werden, alle wichtigen Fragen zu stellen, forderte Renner. Zweieinhalb Stunden hält er für angemessen.


Überall Tempo 30
Einiges von dem, was den Anwohnern wichtig ist, konnte man am Dienstagabend schon erfahren. Ein Auszug: Die Kastanienallee an der Nassauer Straße soll erhalten bleiben; ein gleichmäßiger Verkehrsfluss soll durch Kreisverkehre erzielt werden; im gesamten Stadtgebiet sollten Tempo 30 und rechts vor links gelten; die S- und U-Bahngleise am Bahnhof dürfen so wenig wie möglich gekreuzt werden.

Die Teilnehmer wollen auch keine weiteren „Klotzbauten“ wie das Ärztehaus, ebenso wenig eine weitere „Vergroßstadtung“. Die Räume des ehemaligen Dienstgebäudes für den Güterverkehr sollten Nachwuchsbands als Übungsräume zur Verfügung gestellt werden. Der Bedarf an Dauerparkplätzen müsse analysiert werden. Ein Neubau oder eine Sanierung der Bahnbrücke an den Drei Hasen über die Homburger Landstraße wäre günstiger als eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Autobrücke, so eine weitere Überlegung.

(Sophia Bernhardt)


Bericht der FR vom 06.04.2013
Bürger bringen sich ein
Von Miriam Keilbach
Oberursel Alternative zum Bahnhof-Konzept

Eine Gruppe Bürger hat sich zusammengeschlossen, um Alternativen für das von Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) vorgestellte Verkehrskonzept Bahnhof zu erarbeiten. Zweimal traf sich die Gruppe bereits. Ziel ist es, die Nassauer Straße zu entlasten. Anwohner befürchten, dass die Verwirklichung des Konzepts, nach dem die Nassauer Straße den Hauptverkehrsstrom zwischen Weingärtenumgehung und Bad Homburg abdeckt, mehr Verkehr und Lärm bringt.

Die Idee der Initiatoren ist es, die Anbindung an die Weingärtenumgehung über eine neue Trasse zu ermöglichen. Die Nassauer Straße soll mit einer Einbahnstraße an die Weingärtenumgehung angebunden werden. Der Gegenverkehr von der Weingärtenumgehung kommend Richtung Bahnhof soll über einen neuen Kreisverkehr am Urselbach und über eine neue Brücke über die Gleise erfolgen. „Eine Brücke dürfte kostengünstiger als die Kreuzung in Tieflage sein“, vermuten die Initiatoren.

Zudem sieht der Entwurf weitere Änderungen vor. Die Berliner Straße und die Adenauerallee sollen ab der Nassauer Straße Einbahnstraßen werden, die Feldbergstraße wie bereits die Lindenstraße zur Nassauer Straße hin. An den Kreuzpunkten der Nassauer Straße mit der Adenauerallee und der Feldbergstraße sind Kreisverkehre vorgesehen.

Die Haupttrasse soll vom Kreisverkehr an der Adenauerallee, wo die beiden Einbahnstraßen der Weingärtenumgehung zusammenlaufen, über den Kreisverkehr an der Feldbergstraße führen. Schließlich würde sie in einen ebenfalls neuen Kreisverkehr östlich der Personenunterführung Ost münden, von wo eine neue Straße entlang der Gleise das Güterbahnhofsareal erschließt.

Die Initiatoren erwarten sich von ihrem Vorschlag einen besseren Verkehrsfluss und einen besseren Schallschutz. Auch in der Politik wird diskutiert, ob die Nassauer Straße Haupttrasse bleiben soll. CDU und Grüne wollen die Möglichkeit offenhalten, den Hauptverkehrsstrom auf eine neue Ringstraße von der Nassauer Straße entlang der S-Bahn-Gleise zu verlegen.

Die Gruppe, die auch auf Facebook und unter www.brunnentreff.de diskutiert, lädt interessierte Bürger für Dienstag, 9. April um 20 Uhr ins Gasthaus Zum Schwanen, Hollerberg 7, ein.

Artikel der TZ vom 28.03.2013
Bürger wollen Kastanien retten
Von Sophia Bernhardt
. . . und präsentieren neue Vorschläge zur künftigen Verkehrsführung am Bahnhof
Anwohner der Nassauer Straße sind unzufrieden mit den Plänen der Stadt zur künftigen Verkehrsführung am Bahnhof. Sie setzen sich für eine Entlastung der Nassauer Straße ein.
Oberursel.

"Die alten Bäume in der Nassauer Straße zu erhalten, sollte Oberursel einiges wert sein", sagte Dr. Georg Dierschke, Stadt- und Regionalplaner a. D., am Dienstagabend beim Stadtgespräch. Zu ihm hatten mehrere Oberurseler eingeladen, um über das Konzept der Stadt für die künftige Verkehrsführung am Bahnhof zu informieren und über andere Lösungen zu diskutieren. Mehrere Anwohner und OBG-Mitglieder nutzten das Angebot.

Nach dem Konzept der Stadt müssen wohl rund 80 Prozent der alten Kastanien entlang der Nassauer Straße auf dem Abschnitt von der Adenauerallee bis zum Durchstich zur Weingärtenumgehung gefällt werden. "Die Rest-Idylle geht flöten. Für Fußgängerwege im Grünen gibt es keinen Plan", kritisierte Bernd (Lokki) Peppler, der an der Nassauer wohnt und Diplom-Architekt ist.

Dierschke präsentierte einen Vorschlag, bei dem die Kastanien stehen bleiben könnten. Demnach könnte dort, wo der Hessentags-Zufahrtsweg von der Weingärtenumgehung abzweigt, der Verkehr beim Urselbach auf der Höhe des Brennersmühlengrabens via Kreisel entlang der S-Bahngleise bis zum ehemaligen Bahnwärterhäuschen geführt werden. Das würde bedeuten: Die Bahngleise müssten zwei Mal gekreuzt werden. Derzeit stünde auch noch ein Haus im Weg, das solle aber auch nach den Plänen der Stadt abgerissen werden, da dort Unternehmen angesiedelt werden sollen.

Nach Ansicht Dierschkes könnte die neue Straße in Höhe der Adenauerallee auf die Nassauer Straße treffen und weiter Richtung Bad Homburg über den Platz des 17. Juni und via Kreisel wieder hinunter zu den S-Bahngleisen und entlang der Schienen bis zur Brücke an den Drei Hasen führen.

Zwei Einbahnstraßen
Zudem könnte die Nassauer Straße in Richtung Weingärtenumgehung Einbahnstraße werden und die neue Straße entlang der S-Bahntrasse Einbahnstraße in Richtung Bad Homburg, schlug Peppler vor. Die Teilnehmer des Stadtgesprächs forderten zudem ein Verkehrskonzept für die Gesamtstadt, ansonsten bleibe die Planung rund um den Bahnhof Stückwerk.

Mehrere von ihnen zeigten sich überrascht, dass die Stadt nicht vor hat, die Nassauer Straße auf dem Abschnitt zwischen Zeppelinstraße und Drei-Hasen-Brücke zu entlasten. Die neue Parallelstraße, die dort entlang der S-Bahngleise entstehen soll, ist, wie berichtet, als Erschließungsstraße gedacht. "Der Durchgangsverkehr fließt so wie jetzt", verdeutlichte OBG-Stadtverordneter Roland Ruppel. "Man will die Autos nicht weghaben, sondern möchte, dass die Leute auch nach Oberursel hineinfahren."

OBG-Vorstandmitglied Günter Lezius wiederum bezeichnete das als "reines Wunschdenken". Es sei zu spät, Oberursel zu einer Einkaufsstadt zu entwickeln. "Der Zug ist abgefahren", sagte Lezius.

Anwohner und Ingenieur Georg Herzahn bezeichnetet die Nassauer als "innerstädtische Autobahn". Der Durchstich zur Weingärtenumgehung führe nach derzeitigen Berechnungen zu einem Verkehrsanstieg von 15 Prozent, sagte er. Was deutlich über 2000 Fahrzeuge mehr pro Tag in der Nassauer Straße bedeuten würde. Die Stadt dagegen hatte von "ein Paar Hundert Autos mehr" gesprochen.

Beim derzeitigen Plan der Stadt stehe lediglich fest, dass es auf dem Abschnitt der Nassauer Straße von der Adenauerallee in Richtung Durchstich einen Lärmschutz geben müsse, so Herzahn weiter.

"Mehr Lastwagen"
Ob dort eine Lärmschutzwand oder ein -wall kommt und in welcher Höhe, das stehe noch nicht fest, sagte Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne) gestern auf Anfrage. "Es gibt noch keine konkreten Überlegungen. Die Lärmschutzwerte müssen erst ermittelt werden", so der Verkehrsdezernent.

Der Lastwagenverkehr habe schon jetzt zugenommen, berichteten wiederum Anwohner. "Lastwagen fahren vermehrt auf der Nassauer Straße, da sie mehrfach an der Drei-Hasen-Brücke hängen geblieben sind", so Herzahn.

Das sei jedoch nicht der einzige Grund, weshalb der Verkehrslärm an der Nassauer und der Adenauerallee zugenommen habe. Seit dem Fällen der Kastanien in der Allee, der Beseitigung der Feuerdornhecken und einiger Bäume am Bahnhof sei es noch lauter geworden, sagte Heinz Renner. "Die Lärmbelästigung auf der Adenauerallee hat inzwischen das gleiche Niveau erreicht wie auf der Nassauer Straße", meinte der Anwohner.

Die Organisatoren des Stadtgesprächs laden für den morgigen Karfreitag zu einem Rundgang durchs Gebiet am Bahnhof ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Unterführung (PU Ost).


Bericht der FR vom 23. März 2013
Konzept für Verkehr
Von Miriam Keilbach

Fraktionen einigen sich auf Grundlage / Lärmschutz angemahnt


Weg frei für das Verkehrskonzept Bahnhof, das Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) vor zwei Wochen präsentierte. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am Donnerstag, dass der Entwurf als Grundlage für ein Gesamtkonzept dient. Gemeinsames Ziel sei es, den Verkehr an heiklen Stellen besser zu koordinieren. Einige Details, so wünschen es die Fraktionen, sollen allerdings offen diskutiert werden.

So sprachen sich einige Fraktionen gegen eine Pförtnerampel auf der Nassauer Straße kurz hinter der Brücke aus Richtung Bad Homburg aus, wie sie der Entwurf vorsieht. „Schon im Bauausschuss wurde diskutiert, dass eine Ampel den Verkehr zum Stillstand bringt“, sagte etwa der SPD-Fraktionsvorsitzende Eggert Winter. „Wir wollen die Menge der Autos reduzieren“, so sein CDU-Pendant Jens Uhlig, „und keinen Stau verursachen.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende appellierte, sich die Möglichkeit offenzuhalten, den Hauptverkehrsstrom von der Nassauer Straße auf die neue Ringstraße zu verlegen. „Wir müssen mit einer Zunahme des Verkehrs auf der Nassauer Straße rechnen“, sagte der Grünen-Abgeordnete Frank Böhme, „wir müssen über Lärmschutz reden.“ Auch er zog eine Trassenverlegung auf die neue Ringstraße in Betracht. Eine Analyse der Stadt ergab, dass derzeit gut 18000 Autos auf der Nassauer Straße unterwegs sind, 1000 weitere könnten nach dem Umbau dazukommen.

FDP-Fraktionsvorsitzender Rainer Voß bat um eine Prüfung, die neue Ringstraße direkt an die Brücke anzuschließen. Brum erklärte, eine Trassenführung entlang der Schienen komme womöglich teurer, aber man wolle prüfen, wo Chancen liegen.

Das Verkehrskonzept sieht eine neue Ringstraße parallel zu der Nassauer Straße entlang der S-Bahn-Gleise vor, die ein neues Gewerbegebiet erschließen soll. Die Straße soll von der Nassauer Straße auf Höhe der Autovermietung Buchbinder errichtet werden, bis zu den Gleisen geführt werden, und auf Höhe der Zeppelinstraße mit einem Kreisel wieder an die Nassauer Straße angebunden werden. Zudem ist in dem Konzept der Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung vorgesehen. Ziel ist, die Oberhöchstadter Straße zu entlasten.

„Das ist das wichtigste Ziel“, sagte Uhlig, „damit machen wir den Verkehr durchlässig.“ Ein Abstand zur Wohnbebauung sei einzuhalten. Uhlig: „Der Anschluss der Umgehung darf keinen Anwohnerklagen zum Opfer fallen.“

Zur Diskussion steht auch der Schienenübergang über U- und S-Bahn-Gleise an der Frankfurter Landstraße südwestlich des Bahnhofs.

Uhlig möchte die Entscheidung zurückstellen. „Eine Schließung so früh, wäre falsch“, sagt auch der OBG-Fraktionsvorsitzende Georg Braun. Ein klareres Ziel formulieren die Grünen: Sie wollen den Übergang, welcher derzeit für alle Verkehrsteilnehmer offen ist, künftig nur für Fußgänger und Radfahrer öffnen.

Brum wies darauf hin, dass eine kostenteilige Finanzierung nach dem Eisenbahnkreuzungs-Gesetz nur möglich ist, wenn der Bahnübergang für alle dicht gemacht wird. „Dann brauchen wir eine teure Unterführung für Fußgänger und Radfahrer.“ Er zweifle an der Attraktivität des Baus.

Zum Busbahnhof gibt es auch noch Fragen. Böhme sprach sich für einen Rendezvous-Bahnhof an der Personenunterführung Ost statt auf dem Platz des 17. Juni aus. An dem Busbahnhof sollen alle Stadtbuslinien zusammenlaufen. Böhme forderte, Radfahrern und Fußgängern im Konzept mehr Raum zu gewähren, plädierte etwa für ein Fahrradparkhaus.


solifari sagt dazu am 23.03.2013 20:24 Uhr:
Toll, was sich die Oberurseler Politk für die Zukunft da zusammen zimmert. Ständig wird dabei vorausgesetzt das der Autoverkehr steigt. Niemand kommt es in den Sinn, dass der Autoverkehr vielleicht reduziert werden müsste, aus Gründen, die eigentlich besonders den grünen bekannt sein dürften. Regionaltangente, neuer Bahnhof, bessere Busse, Carsharing - alles eine farce. Stattdessen Autobahn auf 10 Spuren, Umgehungsstraßen, Anbindungen, die das Autofahren noch attraktiver machen usw. Wie man in Oberursel mit Verkehrsteilnehmer, die zu Fuss unterwegs sind umgeht, kann man deutlich vor dem neuen Ärztehaus am Bahnhof sehen. Dabei müsste eigentlich die devise gelten: Lebe hier und jetzt. Gelder sollten heute ausgegeben werden um für Fussgänger und andere Verkehrsteilnehmer ohne Auto attraktive Wege zu gestalten und deren Wege sollte man nicht verlausen lassen um später dem Auto alles recht zu machen.



 Presseberichte      Verfasst am: 29.05.2012, 19:00       Nach oben   


Artikel der TZ vom 28. Mai 2012, 20.10 Uhr (letzte Änderung 29. Mai 2012, 04.08 Uhr)
Erster Halt: die Brunnenstadt
Großer Andrang beim Bahnhofsfest – Besucher und Mieter gleichermaßen begeistert
Die Oberurseler lieben ihren neuen alten Bahnhof. Tausende strömten am Wochenende zur offiziellen Eröffnung, um das sanierte Gebäude zu begutachten und die Mieter kennenzulernen. Deren große Hoffnung nun: Alle kommen wieder.

Von Manuela Reimer

Oberursel. Die Dampfbahn war beim Bahnhofsfest natürlich der Renner bei den Kleinen. Foto: PriedemuthSusanne Pritzer ist überwältigt. "Vor zweieinhalb, drei Jahren kam der erste Anruf. Als wir dann das Gebäude von innen gesehen haben, flogen hier bestimmt 100 Tauben durch. Alles war voller Dreck, und wir konnten gar nicht überall laufen, denn manches war durchbruchgefährdet", erinnert sich die 44-Jährige und blickt sich um. "Und hier soll eine Tanzschule rein?", dachte sie damals ungläubig. Nun, bekanntlich ist es so gekommen. Seit einigen Wochen läuft der Betrieb in dem von Grund auf sanierten Gemäuer von 1901, am Samstag und Sonntag feiern die Brunnenstädter offiziell die Eröffnung – auch mit großem Kinderprogramm.




Apropos Kinder: Nachdem am Samstagvormittag Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Dr. Justus Förschner, der Geschäftsführer der stadteigenen Entwicklungsgesellschaft Sewo, die fürs Projekt verantwortlich zeichnet, stolz ein paar feierliche Worte gesagt haben, sind die Jüngsten an der Reihe: Mit Torwandschießen, einer Hüpfburg und der besonders beliebten Mini-Dampfeisenbahn kommen sie auf dem Platz vor dem Bahnhof voll auf ihre Kosten. Das gibt den Eltern Gelegenheit, die einzelnen Räume genauer unter die Lupe zu nehmen. Rund 1000 Orscheler machen allein am Samstag davon Gebrauch. "Schlag halb zwölf standen sie hier in Scharen", freut sich Pritzer über den Andrang.


Leuchter von 1922

Seit Anfang des Monats werden im Bahnhof Walzer, Samba und Co. getanzt. 2005 haben die Pritzers in der Brunnenstadt angefangen, waren lange im alten Kaufhaus-Gebäude am Ende der Adenauerallee. Das war kein Vergleich zu den jetzt modernen, hellen Räumen, findet nicht nur Susanne Pritzer. Denn vom Staub der Jahrhunderte ist nichts mehr zu sehen in der schicken klimatisierten Tanzschule unterm Dach der alten Bahnhofshalle. Fast nichts mehr zumindest. "Der Kronleuchter ist aus dem Jahr 1922", deutet die Chefin auf das riesige Schmuckstück aus Kristallglas, das im größten der drei Tanzsäle hängt. Dort ist auch noch das alte Eisengestänge, das die Hallendecke stützt, unter der ehedem die Züge hielten, und die original Bleikristallfenster sind auch noch drin. Ergänzt durch neues Glas natürlich, das dem Brand- und dem Schallschutz gerecht wird. Überhaupt, hier gehen Alt und Neu eine gelungene Symbiose ein. LED-Beleuchtung und eine Hightech-Musikanlage, die die elf Tanzlehrer im Unterricht mit ihren 400 Schülern von zweieinhalb bis achtzig Jahren per iPad steuern können, kontrastieren mit dunklen Holzbalken von 1901. Der Urgroßvater von Susanne Pritzer, der genau hier einst Bahnhofsvorsteher war, wäre gewiss stolz.

Ein paar Schritte weiter und man steht bei den Nachbarn der Pritzers im "Wohnzimmer". Das "Helen Doron Early English"-Lernzentrum von Gabi Krappe ist voll auf die Bedürfnisse der Jüngsten ausgerichtet. Die Wände der kleinen, kuscheligen Räume, die sich auf 200 Quadratmetern auf zwei Etagen verteilen, strahlen Geborgenheit in Blau und Orange aus. "Jeder sagt, wie schön das hier ist", freut sich Krappe. "Die Kinder fühlen sich wohl", fügt die 43-Jährige hinzu. Vor fünf Jahren hat die dreifache Mutter, früher Unternehmensberaterin, angefangen, Englisch nach Helen Dorons Methode (siehe ZUM THEMA) zu vermitteln. Auch sie zog von der Adenauerallee in den Bahnhof. 200 junge Schüler zwischen drei Monaten und 14 Jahren werden bereits im Bahnhof unterrichtet, maximal acht pro Kurs. Zehn Kids besuchen den bilingualen Mini-Kindergarten. "Nach den Sommerferien gibt es freie Plätze", sagt Krappe.

In der Lounge im Erdgeschoss brummt derweil der Laden. 165 Plätze hat Inhaber Markus Rose drinnen geschaffen, dunkles Holz im Kolonialstil und Hemingway-Bilder dominieren die Einrichtung. Von den 220 Plätzen auf der Terrasse und im Biergarten sind viele besetzt, die über 30 Service-, Theken- und Küchenkräfte haben alle Hände voll zu tun. "Die Resonanz ist gut", sagt der Gastronom nach drei Wochen Betrieb zufrieden.

"Hoffentlich kommen alle wieder", formuliert Kazim Soylu die Hoffnung, die alle Mieter vereint. "Sehr viele Neugierige waren da", erzählt der Inhaber des Obst-, Gemüse- und Feinkostladens neben der Lounge. Die hausgemachten Spezialitäten wie Frischkäsepasten und Couscous sowie die frisch gepressten Säfte sind der Renner. "Das war schnell alles weg", sagt Soylu. Und die Chancen stehen gut, dass seine Hoffnung sich erfüllt. "Der Bahnhof ist ja schön geworden, das ist toll für Oberursel", ist allenthalben zu hören.

Kommentare :
Gast Gast schrieb am 29.05.2012 09:07 Uhr
Fassade schön erhalten
Ja, er ist schön geworden, der Bahnhof! Leider beginnen die Mieter bereits, die Fassade wieder zu verschandeln, durch recht hässliche Werbeschriften an allen Fenstern. Da sieht er leider schon fast wieder aus wie ein Ein-Euro-Kaufhaus ...

Bernd At Lokki am 31.05.2012 09:07 Uhr
Stilbruch
wirddemnächst freigeschaltet...



Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 21. 05. 2012
Einweihung des renovierten Alten Bahnhofes mit 1. Bahnhofsfest an Pfingsten
Einen riesengroßen, symbolischen Schlüssel bekommen die neuen Mieter anlässlich der offiziellen Einweihung des Alten Bahnhofes am Pfingstsamstag, 26. Mai 2012 von Bürgermeister Hans-Georg Brum und SEWO-Geschäftsführer Dr. Justus Förschner überreicht. Knapp vier Jahre, nachdem die SEWO das ca. 2,5 Hektar große Bahnhofsareal inklusive Bahnhofsgebäude gekauft hat, wird damit ein weiterer, wichtiger Meilenstein bei einem der zentralen Stadtentwicklungsprojekte Oberursels erreicht.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Ich freue mich, dass wir heute mit der Einweihung des Bahnhofsgebäudes die Übergabe der Mietbereiche an Nutzer und Öffentlichkeit feiern können. Die SEWO hat das frühere Bahnhofsgebäude in neuem Glanz erstrahlen lassen, dabei aber auch die besondere Note dieser denkmalgeschützten Immobilie wieder hergestellt und mit der heutigen Zeit in Einklang gebracht. In Kombination mit dem sehr interessanten und erfolgversprechenden Mietermix hat der der sanierte Bahnhof ein völlig neues Gesicht bekommen und sorgt für eine starke Frequenz. Das große Interesse am 1. Bahnhofsfest zeigt uns, dass die Bevölkerung die Aufwertung der Immobilie und dieses zentralen Eingangsbereiches in die Stadt zu schätzen weiß. In Zeiten knapper Kassen besonders wichtig: für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes wurden keine Gelder aus dem städtischen Haushalt verwendet, sämtliche Sanierungsarbeiten wurden von der SEWO in Eigenregie – jeweils in enger Abstimmung mit der Stadt und den politischen Gremien – und durch eigene finanzielle Mittel durchgeführt. Diese Vorgehensweise ist beispielgebend und wegweisend für zukünftige Projektentwicklungen.“

Aufgrund der positiven Entwicklung im Alten Bahnhof sowie rund um das Bahnhofsareal und die Adenauerallee zeigen sich schon jetzt die gewünschten Signalwirkungen für die städtebauliche und wirtschaftliche Aufwertung Oberursels. Rund um den Bahnhof hat sich bereits vieles getan und der seit mehr als 20 Jahren anhaltende Investitionsstau beginnt sich aufzulösen. Ein Beispiel hierfür ist der Bau des neuen Ärztehauses gegenüber des Bahnhofes.

SEWO-Geschäftsführer Dr. Justus Förschner: „Das Ziel der SEWO war es, mit der Sanierung und Erweiterung des Bahnhofsgebäudes die städtebaulich-architektonische Qualität des gesamten Bahnhofsareals nachhaltig zu verbessern und durch ein passendes Nutzungskonzept wieder zu beleben. Im neu gestalteten Umfeld soll der Alte Bahnhof wieder zu einem festen Bestandteil des städtischen Lebens werden und damit zu einem belebten und aktiv genutzten Anlauf- und Identifikationspunkt im Stadtgefüge Oberursels. Nicht zuletzt haben wir auch bei der Auswahl der Mieter Wert darauf gelegt, diese Immobilie mit Aktivität und Leben zu erfüllen.“

Abgesehen von der Architektur und Funktionalität des Bahnhofsgebäudes hat die SEWO auf die wirtschaftliche Abwicklung des Projektes ein besonderes Augenmerk gelegt. In diesem Zusammenhang soll auch darüber informiert werden, dass das aufwendig sanierte Bahnhofsgebäude zukünftig von der URSELLA Stiftung unterstützt werden soll. Die URSELLA Stiftung wird von der SEWO und der Stadt Oberursel gesteuert mit dem Ziel, Sanierungsprojekte wie zum Beispiel den „Marienbrunnen“ oder das „Ehrenmal“ zu fördern. Der Stiftungszweck besteht in der Pflege und der Erhaltung von Kulturwerten und der Denkmalpflege. „Wir sind davon überzeugt, dass die Sanierung des Bahnhofsgebäudes ein herausragendes Beispiel für den vorbildlichen Umgang mit historischer und denkmalgeschützter Bausubstanz ist“, so Dr. Justus Förschner. Grundsätzlich kann sich die Ursella-Stiftung folgende Unterstützungsmöglichkeiten vorstellen:

Die URSELLA Stiftung beteiligt sich direkt mit Ausschüttungen aus dem Stiftungsfonds
An der Sanierung projektbeteiligte Firmen beteiligen sich mit Zuwendungen, für die Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.
Privatpersonen und Firmen bzw. Institutionen, die das Projekt unterstützen wollen, beteiligen sich mit Spenden, für diese werden ebenfalls Spendenbescheinigungen ausgestellt. Bei einem großen Spendenvolumen besteht die Möglichkeit, das sanierte Bahnhofsgebäude mit dem Namen des/der Spender zu bezeichnen.
Über Einzelheiten der zu gründenden Stiftung wird separat informiert.

Alter Bahnhof Oberursel
Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen bei der Deutschen Bahn führten in den vergangenen Jahren zur zunehmenden Aufgabe klein- und mittelstädtischer Bahnhofsstandorte. Mit dem Verlust der klassischen Bahnhofsfunktionen entwickelten sich die Bahnhofsimmobilien in den Folgejahren zu nicht genutztem Potenzial an zentralen Punkten innerhalb der Stadt – so auch in Oberursel (Taunus).

Der Alte Bahnhof Oberursel wird heute, nach erfolgter Sanierung, durch seinen attraktiven Nutzungsmix aus Gastronomie, Kultur und Freizeitfunktionen, Einzelhandel und Dienstleistungen nach jahrelangem Leerstand als öffentlich genutztes Gebäude für die Oberurseler Bevölkerung endlich wieder erlebbar.

Lounge
Im Erdgeschoss und 1. OG des Westflügels sowie in der ehemaligen Empfangshalle des Bahnhofes entstand die hochwertige Event-Gastronomie der Lounge mit zusätzlicher Außenbewirtschaftung an der Westseite des Bahnhofsgebäudes. Mit Markus Rose, Betreiber der Lounge in Frankfurt-Westhafen und Offenbach, wurde hier ein innovativ denkender Pächter mit jahrelanger Erfahrung im Gastronomiebereich gefunden. In seiner Lounge erzählt Rose die Geschichte von Ernest Hemingway und hat sein Konzept um die Erlebnisse dieses Mannes herum entwickelt. Die Besucher der Lounge erwartet eine kulinarische Zeitreise durch Hemingways Welten mit einem Speisenangebot von Tapas über Salate bis hin zu verschiedenen Fleisch- und Fischgerichten und auch Pasta. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Getränken und Cocktails. 85 Plätze bietet die Lounge im Innenbereich, 60 Plätze auf der Empore. Außerdem stehen im Biergarten weitere 250 Plätze zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.srzgastro.de.

Tanzschule Pritzer
Im Dachgeschoss des Westflügels und in der ehemaligen Empfangshalle wurden neue Räumlichkeiten für die in Oberursel bekannte und etablierte Tanzschule Pritzer geschaffen. 1986 eröffnete Holger Pritzer seine erste Tanzschule in Kronberg. Schon damals leitete er die Schule nach der von ihm konzipierten Leichtlernmethode, ergänzt mit vielen Übungsmöglichkeiten, Tanz- und Diskoparties sowie festlichen Bällen. Kein Turniertanz, keine Dressur, sondern praxisbezogenes Anwendungstanzen, Tanzen für jede Gelegenheit, egal ob Ball, Party oder Betriebsfest. Zwischenzeitlich haben Hunderte von Tanzschulen in Europa dieses Konzept übernommen. 2005 startete Pritzer seine ersten Tanzkurse in Oberursel, zunächst zweimal pro Woche im Hieronymi-Saal des Rathauses. Sehr bald jedoch reichte der Platz nicht mehr aus und die Tanzschule bezog 2006 neue Räumlichkeiten im ehemaligen "Kaufhaus der Mitte" in der Adenauerallee. Seitdem werden auch Partys, Discos und viele andere Veranstaltungen in Oberursel angeboten und das Kursangebot konnte kontinuierlich ausgebaut werden, so dass heute an sieben Tagen Kurse angeboten werden. Weitere Informationen unter www.pritzer.de.

Helen Doron Early English Learning Center
In den Ostflügel des Alten Bahnhofes ist das Helen Doron Early English Learning Center eingezogen. In den neuen Räumlichkeiten wird Englischunterricht für Kinder zwischen drei Monaten und 14 Jahren angeboten und es gibt einen bilingualen Mini-Kindergarten für Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren. Seit 1996 bietet Gabi Krappe in Oberursel und Umgebung Englischunterricht für Kinder nach der Methode von Helen Doron Early English an, seit 1997 den bilingualen Mini-Kindergarten. Inzwischen lernen hier über 350 Kinder mit der Methode von Helen Doron Englisch. Bei diesem Lernkonzept stehen Spaß und Spiel im Vordergrund. In den Englischkursen wird grundsätzlich in allen Altersstufen nur Englisch gesprochen, so dass die Kinder sehr schnell auch die praktische Alltagskonversation beherrschen. Der Unterricht bietet eine Vielfalt von Konversation, Spielen, Basteln, Bewegung und Singen. Im Mini-Kindergarten Triple B werden die Kinder an vier Vormittagen betreut und hierdurch auf den „großen" Kindergarten vorbereitet. Weitere Informationen unter www.helendoron.de und www.helendoron.com.

ServiceStore DB
Im modernen, östlich des Bahnhofsgebäudes angelagerten Anbau des ServiceStore DB, wurde der Schwerpunkt darauf gelegt, den Bahnreisenden wieder Fahrscheinverkauf und -beratung wie auch eine Verkaufsfläche mit fahrgastbezogenen Reisewaren wie frischen Snacks, Backwaren, Getränken, Kaffeespezialitäten, Zeitungen, Zeitschriften, Süßwaren und Eis anzubieten. Ergänzend wurde eine öffentliche Toilettenanlage einschließlich eines Behinderten-WC´s installiert. Betreiber des ServiceStore DB, ist die Convenience Concept GmbH, weitere Informationen unter www.convenience-concept.de und www.servicestoredb.de.

Feinkostladen Soylu
Der türkische Feinkostladen Soylu, vielen Oberurselern seit Jahren aus Stierstadt bekannt, eröffnete im Erdgeschoss und Untergeschoss des Bahnhofes ein Ladengeschäft mit Bistro. Vor dem Alten Bahnhof wird auch eine Außengastronomie bewirtschaftet. Das Obst & Gemüse-Paradies von Kazim Soylu und seiner Familie bietet seinen Kunden seit Jahren Qualität, Frische und die Liebe zum besonderen kulinarischen Angebot und ist die Erfolgsformel des Inhabers. Neben Obstspezialitäten aus aller Welt finden sich auch immer saisonal und regional erzeugte Obst- und Gemüse-Sorten sowie eine breite Auswahl an Bio-Produkten. Ausgesuchte Weine, wertvolle Öle und Spezialitäten von Couscoussalaten bis zu eingelegten Oliven runden das Angebot ab. Seit einigen Jahren gehört auch ein Lieferservice zum Programm des Obst & Gemüseparadieses. Weitere Informationen unter www.soylu.de.

Multifunktionssaal
Außerdem gibt es im Obergeschoss des Ostflügels im Alten Bahnhof einen neuen Multifunktionssaal mit einer Fläche von ca. 100 Quadratmetern. Genutzt wird dieser zukünftig als dritter Saal für die Tanzschule, der Raum kann aber auch für private Veranstaltungen von Bürgern, Vereinen, Firmen etc. angemietet werden. Auskünfte hierzu gibt es bei der Helen Doron Schule.

1. Bahnhofsfest am 26. und 27. Mai 2012
Zum 1. Bahnhofsfest anlässlich der Eröffnung und offiziellen Einweihung des Alten Bahnhofes laden die Mieter in Kooperation mit der SEWO und der Stadt Oberursel (Taunus) herzlich ein für Pfingstsamstag, 26. Mai und Pfingstsonntag, 27. Mai 2012.
Um 11:00 Uhr werden Bürgermeister Hans-Georg Brum und SEWO-Geschäftsführer Dr. Justus Förschner unter Anwesenheit zahlreicher Gäste und Besucher den Alten Bahnhof offiziell eröffnen. Im Anschluss wird an beiden Tagen viel geboten: Bühnen- und Showprogramm, Aktivitäten für Kinder (Kinderkino, Hüpfburg, Dampfeisenbahn), Führungen durch das Gebäude, ein Gewinnspiel und am Samstagabend eine Party durch alle Räumlichkeiten. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt mit zahlreichen Leckereien und Köstlichkeiten.


Artikel der TZ vom 18. April 2012, 20.40 Uhr (letzte Änderung 19. April 2012, 04.08 Uhr)
Wann geht‘s hier zum Bahnhof?
Stadt erarbeitet ersten Entwurf für die Anbindung der Nassauer an die Gablonzer Straße

Bahnhofsprojekt Teil zwei:
Die Stadt arbeitet derzeit aus, wie die Nassauer Straße an die Gablonzer Straße angebunden und der Verkehr am Bahnhof künftig geführt wird. Auch über zwei Kreisel wird nachgedacht.

Von Sophia Bernhardt

Oberursel. Noch gibt es von der Weingärtenumgehung aus keine Verbindung zur Nassauer Straße. Das soll sich nun ändern. Foto: Reichwein Seit den 70er-Jahren ist die Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung/Gablonzer Straße Thema. Jetzt ist die Stadt dabei, einen Vorentwurf auszuarbeiten. Er wird den politischen Gremien noch vor der Sommerpause vorgestellt, kündigt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) an. Dabei sollen den Stadtverordneten mehrere Varianten präsentiert werden.

"Bei der Anbindung der Nassauer Straße an den extremen Knick der Gablonzer Straße geht es um den fehlenden wichtigen Schritt, den Verkehr aus der Innenstadt herauszunehmen", so Brum. Zugleich bezeichnete der Bürgermeister die Öffnung der Nassauer Straße als eine "wichtige Anbindung für die südlichen Stadtteile". Vom Zimmersmühlenweg über die Gablonzer Straße in die Innenstadt zu fahren werde dann sehr viel einfacher werden.

"Mit der Verkehrsregelung werden zudem die Grundlagen für die weitere Entwicklung des Bahnhofsquartiers gelegt", so Brum. Zu dem Zeithorizont, in dem die Anbindung verwirklicht werden soll, will Brum derzeit keine Angaben machen. Das gilt auch für das Thema voraussichtliche Kosten.

Fraglos zählt die Nassauer Straße zu den am stärksten belasteten Straßen in Oberursel. Über den Abschnitt zwischen Ortseingang und Berliner Straße rollen innerhalb von 24 Stunden 20 000 Autos.

Die einst geplante große Lösung am Bahnhof, die einen Tunnel vorsah, ist wegen zu hoher Kosten gescheitert. Die oberirdische Variante soll so gestaltet werden, dass die Anwohner, was Lärm und Emission angeht, nicht stärker belastet werden. "Ziel ist es, den Durchgangsverkehr draußen zu halten, auch den Schwerlastverkehr und auf die A 661 zu verlagern, was heute noch nicht der Fall ist." Die Nassauer Straße soll ausschließlich für den Ziel- und Quellverkehr interessant sein.


Drosselung des Tempos
Das soll dadurch erreicht werden, dass "Verkehrswiderstände" eingebaut werden, die die Straße als Durchgangsstraße beispielsweise nach Kronberg unattraktiv machen. Verkehrsanalysen zeigten, dass die Attraktivität einer Straße darüber entscheidet, wie viel sie von Autofahrern genutzt wird.

An zwei Stellen entlang der Nassauer Straße in Richtung will die Stadt den Verkehr durch Kreisel beruhigen. "Dadurch soll eine deutliche Drosselung des Tempos erreicht werden. Mögliche Standorte sind, sofern es bei der bestehenden Trasse bleibt, an der Zeppelinstraße und der Adenauerallee", erläutert Brum.

Bei der vorhandenen Trasse zu bleiben, "wäre nur möglich, wenn sich der Verkehr nicht wesentlich erhöht", meint Brum. Die zweite Möglichkeit wäre, die Straße – zumindest auf dem Abschnitt zwischen Feldbergstraße und Drei-Hase-Kreuzung – an die S-Bahnschienen zu verlegen. Die gesamte Planung am Bahnhof könnte durch einen Umzug des Betriebs Raab Karcher vereinfacht werden – die Stadt würde ihn gern ins Gewerbegebiet Drei Hasen umsiedeln. Doch das sind bislang nur Überlegungen.


Keine Schranken mehr
Schon Teil der alten Planung war, den Übergang über die S-Bahn-Schienen für den Verkehr zu schließen. Im Rahmen einer so genannten Eisenbahnkreuzungsmaßnahme soll dies geschehen. "Die Bahn hat grundsätzlich ein großes Interesse daran, die Bahnübergänge zu schließen, damit der Zugverkehr schneller fließen kann", betont der Rathauschef. Für die Stadt Oberursel hat das finanzielle Vorteile. Denn an den Kosten für die Eisenbahnkreuzungsmaßnahme hat sie sich nur zu einem Drittel zu beteiligen und auch davon wird ein Anteil bezuschusst.

Ob Fußgänger und Radfahrer danach via Unterführung oder oberirdisch in die südlichen Stadtteile gelangen, ist noch offen.

Offen ist auch die Frage, wie der Schülerverkehr zur Innenstadt und zum Gymnasium geregelt wird. In jedem Fall müssten Wege geschaffen werden, die Platz benötigen, so Brum.

Kommentare:
Stefan Ramert schrieb am 19.04.2012 10:27 Uhr
Neubau der Nassauer Str
Eine Verbesserung der Verkehrssituation, sprich der Anschluss der Nassauer an die Gablonzer Str, bringt immer mehr Verkehr. Vor allem der Verkehr, der sonst über die Bad Homburger Landstr. in Richtung Kronberg/Königstein fahren würde, wird diese Verbindung nehmen, egal mit wieviel Kreiseln auch immer.
Kreisel hintereinander erhöhen die (Umwelt)Belastung. Jedes mal unnötiges Anfahren und Bremsen aus allen Richtungen. Grüne Welle bei Tempo 30 auf der Hauptverkehrsachse ist das Thema!. Herr Brumms Aussage das die Anwohner nicht weiter belastet werden sollen, führt die Planung ad absurdum. Wieso sollte eine Straße neu gebaut werden, wenn sie nicht (stärker) genutzt werden soll.

Eine Verlagerung des Schwerverkehrs ist zumindest für Fahrzeuge über 3,9 m Höhe nicht möglich, da sie nicht unter der Brücke an den Drei Hasen durchkommen. Das Industriegebiet Zimmersmühlenweg wäre von der A661 abgeschnitten.

Ein Kreisel an der Adenauerallee und/oder Zeppelinstr. wäre Geldverschwendung, da in diesem Bereich im Zuge des Hessentages zumindestens eine Seite schon komplett neu gemacht wurde.
Ich hoffe das Thema verschwindet nach dem Sommerloch wieder in der Versenkung.

Es gibt viel Wichtigeres. In den nächsten Jahren wird es ein sehr großes Problem mit der Kinderbetreuung geben. Überall werden politisch betohnt und ausgeschlachtet Kindergartenplätze und Betreuungsplätze für unter 3 Jährige geschaffen. Die öffentliche Diskussion, dass es für diese mit dem Eintritt in die Schule auch Nachmittagsbetreuung geben muss, steckt noch in den Kinderschuhen. Seit mindestens fünf Jahren wird von einer zentralen Stelle für die Vergabe und Planung aller Betreuungsplätze gesprochen, aber bisher ist noch nichts passiert.

Der Gast schrieb am 19.04.2012 11:32 Uhr
Mehr Straßen
Eine bessere Andbindung der Oberurseler Innenstadt ans seine südlichen Stadtteile ist unbedingt notwendig und damit der Durchbruch zu Nassauer Straße unumgänglich.
Eine solche Straße allerdings auf der einen Seite zu fordern, diese aber für Autofahrer möglichst unattraktiv zu gestalten, damit sie nicht genutzt wird, halte ich für schizophren.



Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 21. 12. 2011
Skulpturenachse Bahnhof – Hohemark: erstes Kunstwerk am Bahnhof aufgestellt
Feuer und Wasser haben in ihrer Verwendung als künstlerische Gestaltungselemente eine lange kulturelle Tradition. Bereits seit Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts beschäftigten sich Künstler mit diesen Elementen.

Während des Hessentages hatten die Besucher die Möglichkeit, im Kunst- und Kulturbereich „quARTier“ Einblick in den kreativen Schaffungsprozess des Bildhauers Eberhardt Müller-Fries zu nehmen.

Am 5. Dezember wurde jetzt die Skulptur "Die große Hammerform" als erstes Kunstwerk der geplanten Skulpturenachse zwischen Bahnhof und Hohemark im kleinen Park an der Personenunterführung am Bahnhof aufgestellt.

Es handelt sich um eine der Arbeiten, die der Oberurseler Bildhauer Eberhard Müller-Fries in der Kunstaktion "Brennungen" im Juni während des Hessentags im Auftrag der Stadt Oberursel in seinem Feueratelier geschaffen hat. Die übrigen Skulpturen sollen im Laufe des kommenden Frühjahrs entlang der Hohemarkstraße, größtenteils auf Verkehrsinseln, installiert werden. So bilden diese Installationen eine Linie entlang dieses Hauptverkehrsweges und einer der Lebensadern Oberursels.

Inhaltlich befassen sich alle Skulpturen mit den Themen "Bach", "Mühlen" und "industrielle Entwicklung der Stadt". Sie bestehen aus Eichenholz und sind teilweise aus gebrannten und nicht gebrannten Elementen kombiniert.

Bericht der FR vom 26.11.2011
Tanzen mit Hemingway
Im alten Bahnhof zieht neues Leben ein / Übergabe an erste Mieter im Februar
Bei der Renovierung wurde auf viele Details geachtet.
Als „Villentyp mit Landhaus-charakter“ hat die langjährige Landesdenkmalpflegerin Gisela Kniffler den stolzen Prachtbau aus dem Jahr 1901 gerne bezeichnet. Ihre Nachfolgerin Verena Jakobi spricht jetzt vom „Referenzbau“, der Denkmalschutz hat die behutsamen Veränderungen an der sichtbaren Struktur alle abgesegnet. Als historisches Gebäude mit modernen Elementen präsentiert sich das Bahnhofsgebäude nun, da die äußeren Gerüste gefallen sind. Drei Jahre nachdem die Stadt den Bahnhof über die städtische Gesellschaft Sewo gekauft hat, die für die Sanierung und Vermietung des Prestigeobjekts zuständig ist.

Die Veränderungen sind der veränderten Nutzung geschuldet, fast 2000 Quadratmeter werden die neuen Mieter auf mehreren Ebenen beziehen.

Dafür wurden Gauben in das Schieferdach in altdeutscher Technik eingebaut, Zugeständnis an die Moderne wie der angebaute Kubus für den DB Service-Store, der schon seit dem Hessentag in Betrieb ist. Gleichzeitig wurde die zum Schrankenwärterhäuschen hin orientierte Westfassade komplett mit dem im historischen Bahnhof verwendeten Taunus-Quarzit und Natur-Sandstein erneuert.

Rekonstruktion im Stil des damaligen Architekten Martin Wegener war das Gebot bei vielen Elementen. Die Rundbogenfenster fast sakralen Tons mit den Oberlicht-Sprossen wurden ähnlich detailgetreu ins neue Bild integriert wie das Brezel-Geländer am kleinen Balkon mit Blick auf den Bahnhofsvorplatz. Auch bei der Farbe der Fenster – Ochsenblut – haben sich die Sanierer am Vorbild orientiert.

In der früheren Bahnhofshalle, die nun zum Tanzsaal wird, sind die historische Holzbalkendecke, die sanierten Bleiverglasungen und die originalen Stahlzugkon-struktionen zur Dachhalterung noch „erlebbar“, wie Sewo-Geschäftsführer und Projektleiter Justus Förschner findet. Trotz Einzugs einer Zwischendecke bleibt das Gefühl von hohen Räumen sowohl im Erdgeschoss als auch unter dem Dach.

Das besondere Raumgefühl wollen alle zukünftigen Mieter ihren Gästen bieten. Die Betreiber der Hemingway-Lounge in der alten Eingangshalle mit Empore im Seitenteil, wo einst die Bahnhofsgaststätte untergebracht war, zur zusätzlichen Nutzung. Und die Tanzschule Pritzer, die unter dem Dach auf etwa 500 Quadratmetern zwei große Tanzflächen unterbringen kann. Ein Multifunktionssaal im Obergeschoss wird von der Helen Doron-Sprachschule verwaltet. Der Saal kann auch von der Tanzschule genutzt und für private Veranstaltungen angemietet werden. Schon im Februar will Förschner diesen Teil an die neuen Mieter übergeben.

Das Herzstück des neuen Bahnhofs, die Hemingway-Lounge mit großem Biergarten, soll der „Frequenzbringer“ am Bahnhof werden. Zwischen zwei riesigen Fensterfronten mit Blick auf den Vorplatz oder wahlweise fahrende S-Bahnen werden sich die Gäste an der Bar tummeln. Die „gewünschte Signalwirkung“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum, habe das Projekt bereits. Der „Investitionsstau“ am Bahnhof löse sich auf, die Nachfrage nach Flächen sei stark gestiegen. Mit dem Kauf des Bahnhofs vor drei Jahren hatte die Stadt auch rund 10000 Quadratmeter „Umgriffsfläche“ erworben


Artikel vom 25. Oktober 2011
Alles neu im Bahnhof
Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten außen abgeschlossen sein
Noch versperren Gerüste und Planen den Blick auf das Bahnhofsgebäude. Die Arbeiten kommen nach Angaben der stadteigenen Gesellschaft Sewo aber gut voran. Mitte 2012 können die Mieter wohl Zug um Zug einziehen.

Von Martina Jensong

Oberursel. Heidi Lemme verfüllt die Fugen an den Fenstereinfassungen.Die Baustelle im Bahnhofsgebäude gleicht einem Bienenstock: In fast allen Räumen schwirren Bauarbeiter und Handwerker umher. Uwe König beispielsweise passt gerade ein Metallprofil an. An anderer Stelle werden Rigipsplatten zugeschnitten. "Wie viele Bretter brauchen wir für das Gerüst?", will derweil ein Handwerker wissen. Wenig später werden Kanthölzer vor dem Eingang abgeladen, und am Kran schwebt eine große Holzkiste mit Schieferplatten für das Dach in die Höhe.

"Die Baustelle brummt", meint Dr. Justus Förschner, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Oberursel (Sewo), mit Blick auf das geschäftige Treiben. Um die 100 Handwerker und Arbeiter, so schätzt er, sind zurzeit dort im Einsatz.

Der Sewo-Chef ist nahezu täglich im denkmalgeschützten Gebäude, läuft der Umbau des Bahnhofs doch unter der Regie der Sewo. Auch nach Abschluss der Arbeiten soll das Haus Eigentum der stadteigenen Gesellschaft bleiben, wie Förschner sagt. Das Betreiben einer Immobilie gehöre zwar nicht zum Kerngeschäft der Sewo, aber ein so wichtiges Gebäude wolle man im Bestand halten.

Die künftigen Mieter – ein Restaurant, eine Tanzschule, eine Sprachschule mit Kindergarten und ein Feinkost-Geschäft – sind laut Förschner nicht zufällig ausgewählt worden. Zusammen mit dem bereits eröffneten DB-Service-Store im neuen Anbau soll fast rund um die Uhr Betrieb herrschen. "Wir wollen, dass das Bahnhofsumfeld belebt ist." Auch mit dem Ziel, dass niemand Angst haben muss, wenn er durch die Unterführung geht.


Historisches Vorbild

Der neue Durchgang zu den Gleisen und weiter zur Lenaustraße ist ja seit dem Hessentag in Betrieb. Bis dahin mussten die Fahrgäste, die zum S-Bahnsteig wollten, die alte, nicht barrierefreie Unterführung nutzen. Zuletzt wurden die Reisenden hinter dem Bahnhofsgebäude vorbeigeführt, damit sie zu der Anlage mit den zwei steilen Treppen gelangen. Dieser Weg existiert inzwischen nicht mehr. Wer jetzt hinter dem Bahnhofsgebäude steht, erkennt schon einen Teil der Terrasse, auf der künftig die Gäste des Restaurants sitzen sollen.

Auf dem Gerüst an der Rückseite arbeitet die einzige Frau, die an diesem Tag auf der Großbaustelle zu entdecken ist. Heidi Lemme streicht Fugenmasse zwischen die Sandsteine, die eines der Fenster einfassen. Der Spalt, den sie gerade verfüllt, ist ziemlich schmal. Von "Gefummele" spricht die Mitarbeiterin der Firma SDC (Steinsanierung Denkmalpflege Crailsheim) daher auch lachend.

Von den alten Fenstern konnten nur wenige genutzt werden. Ein Großteil ist also neu, "aber nach historischem Vorbild angefertigt", wie Förschner betont. Auch bei der Farbgebung der Fensterrahmen hielt man sich an die ursprünglichen Töne: außen rotbraun, innen eierschalenfarbig.

Komplett neu sind dagegen die großen Gauben samt Fensterreihen im Dachgeschoss, links neben der früheren Bahnhofshalle. In Abstimmung mit dem Denkmalamt sei diese Lösung gefunden worden, um die Räume adäquat nutzen zu können, erläutert Förschner. Die Gespräche mit den Denkmalschützern seien nicht immer einfach gewesen, räumt der Sewo-Geschäftsführer ein. "Inzwischen wird das Gebäude von ihnen aber auch als ein Referenzobjekt angesehen."


Große Bar

Bereits zu Beginn der Bauarbeiten hatte Förschner angekündigt: "Außer der Fassade wird nicht viel stehenbleiben." Wer durch das 110 Jahre alte Gebäude geht, sieht, was damit gemeint ist. Eine Zwischendecke ist in die frühere Bahnhofshalle eingezogen worden. Im trotzdem noch etwa fünf Meter hohen Raum soll unter anderem die große Bar des Restaurants untergebracht werden, das Markus Rose im Bahnhof einrichten will.

Die Wand, die einst die frühere Bahnhofsgaststätte von der Halle abgetrennt hatte, wurde herausgebrochen. Entstanden ist ein riesiger Gastraum mit Empore, auf der ebenfalls noch Tische und Stühle untergebracht werden können.

Damit das Ganze nicht in sich zusammenstürzt, wurde die Statik des Gebäudes aufwendig verstärkt. Zudem ist die Haustechnik – zu der auch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk gehört – neu. Auf die Frage nach den Kosten gibt’s von Förschner keine Zahl als Antwort. "Wir sind im Budget", meint er nur und ergänzt. "Wir werden den finalen Betrag nennen, wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist." Ziel der Sewo sei es, das Projekt über die Mieteinnahmen zu finanzieren.

Während das Restaurant als Herzstück des neues Bahnhofs gedacht ist, werden der Flügel links von der einstigen Eingangshalle und ein großer Teil der Räume im Ober- und Dachgeschoss von den übrigen Mietern genutzt. So will beispielsweise Kazim Soylu sein Feinkostgeschäft mit Bistro in dem circa 100 Quadratmeter großen Raum eröffnen, in dem früher die Fahrkartenschalter untergebracht waren und wo Gepäck aufbewahrt werden konnte. Geplant ist laut Förschner zudem, dass der Inhaber Tische und Stühle vor seinem Geschäft aufstellen kann.

Ein besonderer Raum ist nach Ansicht des Sewo-Chefs oberhalb der früheren Eingangshalle entstanden: Vom künftigen Tanzsaal hat man freien Blick auf die alte Stahlkonstruktion des Daches.

Noch etwa ein Jahr wird es wohl dauern, bis sich hier die ersten Tanzschüler im Takt der Musik wiegen. Zunächst sollen bis Ende des Jahres die Arbeiten an Dach und Fassade abgeschlossen werden. Den Innenausbau will die Sewo bis zum Sommer abschließen. "Danach werden die Mieter sukzessive eröffnen", sagt Förschner. Und wenn dann tatsächlich fast rund um die Uhr Betrieb ist, gleicht der Bahnhof auch künftig einem Bienenstock. (mj)


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 28. 07. 2011
Durchgeatmet nach dem Hessentag – jetzt geht es weiter: Die Schwerpunkte der Stadtentwicklung für die 2. Jahreshälfte 2011
Nach dem letzten Open Air des Hessentages am 19. Juni 2011 und den sich anschließenden Abbau- und Aufräumarbeiten in der Stadt begann mit den Sommerferien das „Durchatmen“ für alle Beteiligten, aber auch für die Bürger der Stadt, die die notwendigen Einschränkungen während der 11 Tage im Juni mit großem Verständnis mitgetragen haben.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Wir haben in den letzten zwei Jahren vor dem Hessentag gezeigt, wie sich die Stadt durch eine verbesserte Infrastruktur (Hohemarkstraße, S- und U-Bahnhöfe) und durch einzelne Gestaltungsmaßnahmen (Adenauerallee und Holwegplätzchen) insgesamt positiv verändern kann. Wir haben daraus gelernt und wollen alles daran setzen, diesen Schwung mitzunehmen und Oberursel weiterhin als moderne, wandlungsfähige und agile Stadt zu präsentieren. Aus diesem Grund werden wir mit Augenmass und wohlüberlegt, gleichzeitig aber auch mit der erforderlichen Energie neue Projekte anstoßen und begonnene Vorhaben fortführen.“

Die Projekte der 2. Jahreshälfte 2011:

Bahnhof Oberursel:
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten an Vorplatz und Unterführung sind die wesentlichen Akzente gesetzt, das weitere Umfeld bedarf aber einer eingehenden Betrachtung. Während die Sanierungsmaßnahmen am Bahnhofsgebäude weiterlaufen (Fertigstellung im Spätsommer 2012) wird an der Ecke Nassauer Straße/Feldbergstraße mit dem Neubau des Ärztehauses in Kürze begonnen. Hier entstehen auf insgesamt vier Ebenen mit rund 2.700 qm Fläche acht Arztpraxen, eine Apotheke und ein Café. „Für uns ist es dringlich, diese städtebauliche Lücke zu schließen - für die Bürger wird es ein wesentlicher Baustein in der medizinischen Versorgung werden und die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes zur Innenstadt hin positiv abrunden“, betont der Geschäftsbereichsleiter der Stadtentwicklung, Arnold Richter.

Ebenfalls Handlungsbedarf besteht am Platz des 17. Juni. Die große Grünfläche ist durch das HR-Zelt während dem Hessentag stark in Anspruch genommen worden. „Derzeit ist noch nicht endgültig klar, was mit dieser Fläche geschieht“, erläutert Brum und ergänzt: “Pläne für einen Busbahnhof an dieser Stelle sind noch nicht vom Tisch, aber auch andere Überlegungen, bis hin zu der Vorstellung, die Fläche als öffentliche Grünfläche zu belassen, bestehen nach wie vor“. Aus diesem Grund ist vorerst geplant, die Fläche mit geringen Mitteln im Herbst in den alten Zustand zu versetzen und zeitgleich die konzeptionellen Überlegungen, die auch mit einer möglichen geänderten Straßenführung zusammenhängen, voranzutreiben.

In den kommenden Wochen wird ebenfalls mit den Bauarbeiten für einen neuen P+R-Platz am Bahnhof begonnen. Während in den laufenden Sommerferien die Parksituation am Bahnhof noch verhältnismäßig entspannt ist, muss ab der 2. Augustwoche mit einer deutlichen Verschärfung der Situation gerechnet werden. Hier wird die Stadtentwicklungsgesellschaft SEWO auf eigenem Gelände östlich der neuen Personenunterführung ca. 100 Stellplätze für P+R anbieten. Diese Stellplätze werden kostenpflichtig. Hans-Georg Brum: „Wir wollen damit regulieren und vermeiden, dass Oberursel von Pendlern aus dem Umland nur deshalb angefahren wird, weil hier die Stellplätze kostenlos sind. Zwar ist über die Höhe der Parkgebühr noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden, wir werden uns aber in dem Preissegment der benachbarten Städte bewegen, die auch Gebühren erheben“.

Auf der Südseite der S-Bahntrasse wartet die Lenaustraße noch auf den Ausbau. Diese bereits beschlossene Baumaßnahme konnte aus Zeitgründen vor dem Hessentag nicht mehr durchgeführt werden, soll nun aber im laufenden Jahr 2011 nachgezogen werden. „Wir wollten am Hessentag unbedingt halbfertige Baumaßnahmen vermeiden, da diese immer auch ein Sicherheitsrisiko darstellen - deshalb die Verzögerung, die jetzt schnell aufgeholt werden kann“, erklärt Richter die Überlegungen der Stadt.

Mit dieser Baumaßnahme soll der Bereich der Lenaustraße im gleichen Standard wie der Bahnhofsvorplatz hergestellt werden. Eine Baumreihe soll die Wohnbebauung von der Gleistrasse abschirmen und Fuß- und Radwege die Unterführung auch von dieser Seite besser erschließbar machen. Fahrradständer und - wenn auch nur eine geringe Anzahl - Stellplätze komplettieren die Maßnahme.

Weit über das Jahr 2011 hinaus gehen die Überlegungen für die Strukturierung und Erschließung der Entwicklungsflächen östlich des neuen P+R-Platzes. Hier sieht die Stadt auf einem Areal von rund 10.000 m² ein enormes Potential, innenstadtnah Firmen anzusiedeln, eventuell auch Teilflächen mit Wohnungsbau zu belegen.

Stadtentwicklungskonzept
Unabhängig von dem genannten Einzelthema hat die Stadtverordnetenversammlung mit ihrem Beschluss vom 8. Juni 2011, ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten, eine umfassende Diskussion angestoßen, die Oberursel über das Jahr 2011 hinaus bestimmen wird. Hier geht es um Grundsatzfragen zur Stadtentwicklung, zum Verkehr und der zukünftigen Entwicklung der Gesamtstadt. Mit dem genannten Beschluss ist die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept für den Entstehungsprozess eines Stadtentwicklungsplanes vorzulegen. Erste Weichenstellungen hierzu sind getroffen. „Der erste Schwerpunkt wird in der Innenstadt liegen und klar ist auch, dass Bürgermeinung in diesem Prozess großgeschrieben wird“, so Brum abschließend.


Artikel der TZ vom 18. Mai 2011, 19.10 Uhr (letzte Änderung 19. Mai 2011, 04.32 Uhr)
Die provisorischen Bahnsteige ...
Die provisorischen Bahnsteige der U-Bahn-Station "Oberursel Bahnhof" im ruhigen Teil der Nassauer Straße gehören der Vergangenheit an. Nun, da der Beginn des Hessentags nur noch drei Wochen hin ist, halten die Züge wieder direkt am Bahnhofsvorplatz.

Oberursel. Der Hessentag kann fast schon kommen – so aufgeräumt sieht es derzeit bereits am Bahnhof aus. Jetzt fährt auch die U-Bahn wieder direkt vor dem Bahnhofsgebäude ab. Foto: jrAn dem wird zwar noch mit Kräften gearbeitet, doch auf unserem Panoramabild sieht man schon recht gut, wie großzügig der Platz wird.

Einer, der sich über die Fertigstellung des U-Bahn-Halts besonders freut, ist Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). "Für mich ist dies das erste Etappenziel im Rahmen des gesamten Bahnhofsprojektes", sagt er. "Jetzt beginnt der Endspurt für den Bahnhofsvorplatz und die Fertigstellung der Personenunterführung bis zum Hessentag." Keine Zweifel lässt der Bürgermeister daran aufkommen, dass alle Maßnahmen – ausgenommen der Fertigstellung des Bahnhofsgebäudes, welche ohnehin erst für 2012 geplant sei – bis zum Beginn des Landesfestes gelingen würden.

Betrachte man den heutigen Baustand, sei der Zeitplan für den Bahnhofsumbau "sehr ambitioniert", gibt Brum zu. Er sei aber "davon überzeugt, dass uns eine Punktlandung gelingen wird und wir mit allen Arbeiten vor dem 10. Juni über die Ziellinie gehen".

Die U-Bahn-Station zieren nun die gleichen modernen Lampen wie in der Adenauerallee. Das Pflaster auf den Bahnsteigen wurde mit dem auf dem Vorplatz abgestimmt. Auch neue Wartehallen wurden montiert. Wann ihr Zug fährt, können die Fahrgäste über eine "dynamische Fahrgastinfo" erfahren, eine Art elektronischen Zuganzeiger.

Wenn nun noch die Modernisierungsarbeiten an den Haltestellen "Rosengärtchen" und "Lahnstraße" fertig sind, wird die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) bis zum Hessentag alle Stationen im Oberurseler Stadtgebiet barrierefrei umgebaut und im neuen, einheitlichen Design gestaltet haben. "Das Engagement der VGF passt optimal zu unserem klimaneutralen Hessentag und unserer künftigen Stadtpolitik, die in den kommenden Jahren den ÖPNV stärker in den Vordergrund stellen wird", verspricht Brum.ahi/Foto: Reichwein (ahi/Foto: Reichwein)


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 06. 05. 2011
Facharzt- und Gesundheitszentrum am Bahnhof Oberursel: Baubeginn unmittelbar nach dem Hessentag

Während die Arbeiten um und im Bahnhofsgebäude, einschließlich der Personenunterführung Ost, weiter voranschreiten, wird für die Zeit nach dem Hessentag die Realisierung des ersten städtebaulichen Projektes, der Neubau des Facharzt- und Gesundheitszentrums Nassauer Straße, planerisch vorbereitet.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Ich bin mit dieser Planung ausgesprochen zufrieden, zeigt sie doch, dass die vielfältigen Investitionen rund um den Bahnhof weitere, für die Innenstadt wichtige, private Investitionen auslösen. Diese folgen jetzt schrittweise, so auch in der Adenauerallee, wo ein neues Wohn- und Geschäftshaus im Bereich Aumühlenstraße entstehen wird. Mit diesem Projekt wird eine Entwicklung realisiert, die sich positiv auf das Bahnhofsumfeld und die gesamte Innenstadt auswirkt!“

Zur Planung:
Unabhängig vom Standort stehen die Entwicklung und der Bau eines Ärztehauses seit einiger Zeit auf der Wunschliste der Stadtentwicklung. Beispiele in anderen Städten zeigen deutlich, dass von einem konzeptionellen Ärztehaus Patienten und Ärzte gleichermaßen profitieren. Mit dem Standort am Bahnhof kommen weitere, positive Faktoren hinzu: maßgeblich sind hier die Innenstadtnähe und die gute Erreichbarkeit mit allen Formen des ÖPNV, aber auch die gute Erreichbarkeit mit dem PKW.

Verantwortlich für Planung und Bau des neuen Ärztehauses am Bahnhof ist die Nassauer Straße Objektgesellschaft mbH Contraco GmbH aus Frankfurt am Main. Die Planung wurde ausgeführt von dem Oberurseler Architekturbüro Djafari Eurich Architekten, das auch die Bauleitung übernehmen wird.

Daten und Fakten
Das projektierte Grundstück hat eine Fläche von insgesamt 1.400 m², die bebaute Fläche 790 m².

Die Geschosse gliedern sich wie folgt:

Erdgeschoss 680 m²
Obergeschoss 1 740 m²
Obergeschoss 2 740 m²
Staffelgeschoss 530 m²
_________
2.690 m²

Kellergeschoss/Tiefgarage 715 m²

Vermietbare Fläche 2.440 m²

Folgende Nutzungen sind vorgesehen: Im Erdgeschoss: Apotheke, Sanitätsbedarf, Hörgeräteakustiker, Café.

Im 1. bis 3. Obergeschoss einschließlich Staffelgeschoss insgesamt acht Arztpraxen.

Termine nach aktuellem Planungsstand:
Abbrucharbeiten und Herrichten des Grundstücks für den Hessentag: Mai 2011 / ab sofort
Baubeginn: Juli 2011
Fertigstellung: Ende 2012
Die gesamte Architektur des neuen Gebäudes, insbesondere aber die Fassadengestaltung, soll mit dem neu gestalteten Bahnhofsvorplatz eine harmonische Einheit bilden. So wird das Erscheinungsbild geprägt durch eine aufgelockerte Fassadenstruktur und viel Glas.

Natürlich wird sich das Gebäude von der Umgebungsbebauung deutlich abheben, soll aber an dieser Stelle als direktes Gegenüber zum historischen Bahnhofsgebäude den Bahnhofsvorplatz abschließen und die Raumkante eindeutig definieren, so der Planungsansatz der Architekten.

Bürgermeister Hans-Georg Brum zur Gesamtkonzeption: „Zwei Vorteile liegen klar auf der Hand: zum Einen bereinigen wir eine auf Dauer städtebaulich unhaltbare Situation an einer der zentralsten Stellen der Stadt. Zum Anderen wird hier ein attraktives Angebot an medizinischer Versorgung für die Bürger geschaffen.“

Ein besonderer Vorteil für die Stadt ergibt sich durch die Möglichkeit, die Fläche dieses Gebäudes und der angrenzenden Grundstücke für den Hessentag zu nutzen, da der Abriss der dort noch stehenden Gebäude bereits in der kommenden Woche beginnt. Gerade in diesem Bereich ist die Stadt über jeden Quadratmeter froh, der ihr zur Nutzung zur Verfügung steht.

Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 06. 04. 2011
Montage des Bahnsteigdaches in Nachtarbeit
Im Zuge der Baumaßnahme an der Personenunterführung am Bahnhof müssen zu folgenden Terminen – jeweils in der Zeit von 00:55 bis 04:20 Uhr – zur Montage des Bahnsteigdaches Arbeiten in den Nachtstunden durchgeführt werden:

vom 11. bis 15. April 2011
am 18. und 22. April
vom 25. bis 29. April
vom 02. bis 06. Mai
vom 09. bis 13. Mai
vom 16. bis 20. Mai
vom 23. bis 27. Mai und
am 30. Mai 2011.

Außerdem wird am 31. Mai 2011 in der Zeit von 00:30 bis 05:00 Uhr ein Belastungsstopfgang durchgeführt.

Die Arbeiten werden jeweils zwei bis drei Stunden vor Sperrpausenbeginn beginnen und ca. zwei bis drei Stunden nach Sperrpausenende beendet.

Außerdem ist es möglich, dass in den Nächten vor und nach den Sperrpausen vorbereitende Arbeiten oder Nachtarbeiten nötig sind. Da diese jedoch nicht vorhersehbar sind, wird die ausführende Baufirma darüber kurzfristig informieren.


Artikel vom 31. März 2011, 03.24 Uhr (letzte Änderung 31. März 2011, 05.04 Uhr)
Bauarbeiten: Am Bahnhof kann es nachts laut werden
Oberursel. Die Personenunterführung am Bahnhof (PU Ost) ist fast fertig. Im Endspurt müssen die Anwohner nun allerdings noch nächtliche Arbeiten an den Gleisen erdulden. Am morgigen Freitag wird mit dem Hilfsbrückenbau und dem Ausbau der Bahnsteigbrücken begonnen. Bis kommenden Montag wird durchgehend von 23 bis 5 Uhr gearbeitet. Weitere Nachtarbeiten für die Montage des Bahnsteigdaches folgen jeweils von 0.55 bis 4.20 Uhr an folgenden Terminen: 11. bis 15. April, 18. und 22. April, 25. bis 29. April, 2. bis 6. Mai, 9. bis 13. Mai, 16. bis 20. Mai, 23. bis 27. Mai und am 30. Mai. Außerdem wird am 31. Mai von 0.30 bis 5 Uhr ein «Belastungsstopfgang» durchgeführt. Die Arbeiten werden zwei bis drei Stunden vor Sperrpausen-Beginn anfangen und enden. Außerdem ist es möglich, dass in den Nächten vor und nach den Sperrpausen vorbereitende Arbeiten, auch nachts, nötig sind. Hierüber wird die ausführende Baufirma rechtzeitig informieren.csc (csc)


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 25. 06. 2010
Bahnhof: Arbeiten und Planung laufen auf Hochtouren – provisorischer Fußgängerweg ab Montag in Betrieb
Weiter geht es in großen Schritten bei sämtlichen Baumaßnahmen rund um den Bahnhof: während die Personenunterführung weiter voranschreitet, werden auch die Arbeiten der SEWO am Bahnhofsgebäude und die Planungen für den Bahnhofsvorplatz immer konkreter. Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Der Bahnhof ist eines unserer Stadtentrées und damit Visitenkarte der Stadt. Mit der Neunutzung des Bahnhofsgebäudes wird die Immobilie enorm aufgewertet und strahlt damit auf das gesamte Umfeld aus. Das Bahnhofsareal wird nach Abschluss aller Bautätigkeiten in einem völlig neuen Glanz erstrahlen. Sich dort aufzuhalten wird dann etwas sein, was man gerne tut. Mit Blick auf die parallel laufenden Arbeiten in der Adenauerallee kann man sich bereits gut vorstellen, welche Qualität dieser wichtige Bereich unserer Innenstadt in Zukunft haben wird!“

Ab Montag, 28. Juni 2010, wird das Bahnhofsgebäude für den Zugang zu den S-Bahngleisen geschlossen. SEWO-Geschäftsführer Dr. Justus Förschner: „Der Zugang zur S-Bahn wird ab Montag um das Bahnhofsgebäude herum geführt und über eine provisorische Fußgängerführung an den Treppenaufgang zu den S-Bahngleisen angeschlossen. Die Schließung des Bahnhofs für den Durchgangsverkehr ist ein bedeutender Schritt für uns bei der Sanierung des Bahnhofs, denn ab jetzt beginnt die wirkliche Bautätigkeit. Für das Bahnhofsgebäude endet hiermit seine ursprüngliche Funktion und es wird dann, mit Abschluss der Sanierungsmaßnahmen und dem Einzug der Mieter, eine völlig neue Funktion übernehmen. Wichtigstes Ziel der SEWO ist es, durch die Neugestaltung des Bahnhofsgebäudes eine nachhaltige, städtebauliche Verbesserung des Bahnhofsumfeldes mit Auswirkungen auf die Gesamtstadt zu schaffen.“

Die zukünftigen Mieter für das Bahnhofsgebäude sind die Tanzschule Pritzer, der gastronomische Betrieb von Markus Rose mit seiner „Hemingway Lounge“, das Helen Doron Early English Learning Centre von Gabi Krappe und der DB-Service Store. Nur noch eine hochwertige Ladenfläche von 90 m2 im Erdgeschoss steht für einen weiteren potentiellen Mieter zur Verfügung.

Der Abschluss aller Arbeiten und damit die Eröffnung des sanierten Bahnhofsgebäudes ist nach derzeitiger Planung für frühestens Ende 2011 geplant. Für den Hessentag im Juni 2011 sollen diejenigen Bereiche vorgezogen werden, die für das Mega-Event von Bedeutung sind. So plant zum Beispiel Markus Rose von der Hemingway Lounge ein „Pre-opening“ seines Biergartens mit Festzelt.

Der bis vor kurzem im Bahnhofsgebäude ansässige Kiosk konnte bereits in einen Container neben das Schrankenwärterhäuschen verlegt werden und ist schon in Betrieb. Während der Bauzeit wird damit die Versorgung der Passanten im Bahnhofsbereich sichergestellt.

Die Stellflächen für die Taxen werden in die Nassauser Straße/ Einmündungsbereich Adenauerallee verlegt und sind damit ab Montag direkt an die neue Fußwegeführung angebunden.

Planungsstand für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes
Neben den rasch fortschreitenden Arbeiten an der Personenunterführung (PU-Ost) und dem Bahnhofsgebäude sowie den parallel laufenden Arbeiten zur Verlegung sämtlicher Versorgungsmedien nehmen auch die Planungen für den Endausbau der Flächen rund um das Bahnhofsgebäude Gestalt an. Auch der Umbau des U3-Haltepunktes am Bahnhof durch die VGF steht kurz vor Beginn.

Der Magistrat hatte sich in mehreren Sitzungen intensiv mit der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes auseinandergesetzt und abschließend eine positive Beschlussempfehlung an den Bau- und Umweltausschuss gegeben.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Es ist eine deutlich positive Stimmung zu spüren und es besteht bei allen Fraktionen der Wille, das Bahnhofsprojekt weiter voran zu bringen. Dabei geht es nicht um den Hessentag allein, sondern – nach langen Jahren der Diskussion – um Ziele und Konzepte und vor allem darum, ein Zeichen zu setzen für den Willen zur Gestaltung dieses sehr zentralen Ortes für die Gesamtstadt.“


Die Planung für den Bahnhofsvorplatz
Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung folgender Planung für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes zugestimmt:

Im Rahmend der Planung werden die drei Teilbereiche des Bahnhofsareals (Vorbereich Bahnhofsgebäude, Haltestellenbereich um die U3-Bahnsteige und Zugangsbereich PU-Ost) in einer Gestaltungseinheit zusammengeführt.

Ziel ist es, eine großräumige, zusammenhängende Platzanlage zu schaffen, die neben ihrer rein verkehrstechnischen Funktion Raum für unterschiedliche städtische Aktivitäten beinhaltet.

Die Bereiche sollen weitgehend eben gepflastert werden, Abgrenzungen zwischen Fahrwegen und Fußgängerbereichen werden nur dort, wo dies absolut notwendig ist, durch Baumscheiben und Poller markiert. Auf die Abgrenzung dieser Bereiche untereinander durch Bordsteine soll weitgehend verzichtet werden.

Als weiteres markantes Element dient ein über alle Bereiche gezogenes Baumraster, das seinen Ursprung in der Baumreihe des Allenweges hat. Wichtige Blickachsen zum Bahnhofsgebäude, wie auch vom Platz selbst in die Adenauerallee, werden berücksichtigt und betont.

Elemente aus dem bereits erfolgten Ausbau des Gehweges in der Adenauerallee sind in die Planung eingeflossen, kopieren diese aber nicht.

Ein weiterer zentraler Punkt der Planung ist die Einbindung der U3-Bahnsteige in das Gesamtkonzept. Hier konnte eine Einigung mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, als Träger der U3, dahingehend gefunden werden, dass man sich weitgehend auf dieselben Gestaltungselemente verständigt hat. Dadurch ist eine Planung „aus einem Guss“ möglich. Die Kooperationsbereitschaft der VGF, die ebenso wie die Stadt im Vorfeld des Hessentages unter deutlichem Termin- und Fertigstellungsdruck steht, muss an dieser Stelle positiv erwähnt werden!

Bei der Gesamtplanung rund um die U3 geht es um zwei großzügige Treppenanlagen, die den südlichen U-Bahnsteig zukünftig mit dem Bahnhofsvorplatz verbinden werden. Außerdem ist ein ebener und offener Zugang von den Bushaltestellen an der Nassauer Straße zum nördlichen U-Bahnsteig geplant.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Uns kommt es bei der Neugestaltung nicht nur auf die Optik an, es geht in erster Linie um eine Gestaltung, die vor allem funktional ist. Die Bürgerinnen und Bürger, und im Bahnhofsbereich speziell die Umsteiger von Bus, S- und U-Bahn, werden nach der Fertigstellung der Maßnahmen sehr schnell feststellen, dass hier eine deutliche Qualitätsverbesserung für den ÖPNV-Kunden realisiert wurde.“


Die bevorstehenden Baumaßnahmen
Die einzelnen Bautätigkeiten rund um den Bahnhof werden sich in den kommenden Monaten weiter verdichten. Neben den Baumaßnahmen für die Personenunterführung, die kontinuierlich bis Mai 2011 weiter vorangehen, soll mit den Arbeiten am Bahnhofsvorplatz im Spätsommer begonnen werden. Die Fertigstellung aller Flächen ist für Mai 2011 geplant.

Parallel dazu wird voraussichtlich ab August 2010 mit den Arbeiten an den U3 Bahnsteigen begonnen, die Fertigstellung hierfür plant die VGF derzeit zum Fahrplanwechsel 2010/ 2011.


Bericht der FR vom 26.04.2010
Oberursel
Tanz mit Hemingway im Bahnhof
Von Jürgen Streicher

Über Geld, also über die Kosten der Sanierung des alten Bahnhofsgebäudes, will Sewo-Geschäftsführer Justus Förschner nicht reden. Lieber über die "Initialzündung für die Vermarktung weiterer Flächen im Bahnhofsbereich". Das soll das Projekt "Alter Bahnhof" sein, Investor ist die Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Sewo), die bis jetzt vier Partner im Boot hat. Alle erwarten den großen Wurf am heute toten Bahnhof. In der zweiten Jahreshälfte 2011 soll es soweit sein, ziemlich genau 110 Jahre nach der Eröffnung der heute denkmalgeschützten Station Oberursel.

Mit den neuen Mietern soll das Bahnhofsgebäude wieder zur "positiven Visitenkarte" (Bürgermeister Brum) der Stadt werden, ein "hochfrequentierter, angenehmer städtebaulicher Ort", so Hausherr Förschner. Die heutige Eingangshalle wird zur "Hemingway Lounge" mit Empore, über einer Zwischendecke und unter dem alten Gebälk werden dann Tanzschüler üben, wo jetzt noch Tauben zwischen den Stützpfosten umherschwirren. Die Lounge von Gastronom Markus Rose kann sich auf einer Fläche von 400 Quadratmetern ausdehnen und wird mit Raucherlounge etwa 160 Plätze haben, ein Biergarten im Außenbereich bietet weitere 250 Plätze.

Die Tanzschule Pritzer mit Kronberger Wurzeln, seit 2005 auch in Oberursel, kann im Obergeschoss zwei große Tanzflächen auf etwa 300 Quadratmetern einrichten. Ebenfalls oben wird sich das "Helen Doron Early English Learning Centre" mit bilingualem Mini-Kindergarten auf 200 Quadratmetern und zwei Ebenen einrichten. Tanzschule Lerncenter sind bisher im ehemaligen KDM an der Bären-Kreuzung und erhoffen sich einen enormen Imagegewinn durch den Umzug.Zwar verliert das Bahnhofsgebäude seine bahntypische Funktion, eine Erinnerung daran wird es aber geben. In einem Anbau auf der Ostseite in Richtung künftiger Personenunterführung zum Bahnsteig soll ein so genannter DB Service Store untergebracht werden, wie man ihn deutschlandweit an kleinen und mittelgroßen Bahnhöfen findet.

Ja, es soll neben Bistro-Bereich mit Snacks, Getränken, Kaffee und Zeitungen auch Fahrkarten geben und Auskünfte über Fahrpläne und Tarife von einem echten Menschen zu "ausgedehnten Öffnungszeiten", wie es eine Sewo-Mitarbeiterin bei der Vorstellung des Projekts vage umschrieb. Noch zu vergeben sind 90 Quadratmeter Ladenfläche im Erdgeschoss, wo einst das Sperrgut angenommen wurde.Die weitere Vermarktung der "Umgriffsflächen", die die Stadt ebenfalls von der Bahn gekauft hat, ist noch offen, sagten Brum und Förschner gestern. Im Gespräch sei aber weiterhin ein Ärztehaus im näheren Umfeld, dafür gebe es Interessenten.

Schon übernächste Woche wird wegen Abbrucharbeiten im Innern voraussichtlich der Kiosk im Gebäude geschlossen und provisorisch neben das alte Schrankenwärterhäuschen verlegt. Der Zugang zur heutigen Unterführung muss um das Bahnhofsgebäude herum verlegt werden. Im Juni soll die provisorische Unterführung in Betrieb genommen werden, damit die Sanierungsarbeiten beginnen können. Zum Hessentag 2011 wird der neue alte Bahnhof noch nicht glänzen, Gastronom Markus Rose plant aber ein "Pre-Opening" seines Biergartens mit Festzelt für die Millionen erwarteten Besucher.


Bericht der FR vom 26.04.2010
Guter Ausblick von Posten 11
Von Jürgen Streicher
Dem Denkmalschutz sei Dank. Und den geänderten Bahnhofsplänen. Weil die U-Bahnstrecke nach dem Aus für das Jahrhundert-Projekt Untertunnelung des Bahnhofsvorplatzes nicht dort verlaufen wird. Allen Abrissgerüchten früherer Jahre zum Trotz steht das alte Bahnwärterhäuschen immer noch direkt neben den Schranken zwischen den Gleisbetten von U- und S-Bahn.

Fast 20 Jahre war der Kleinbau mit verschiefertem Obergeschoss Vereinsheim für den Taunusklub. Die Wanderer haben das Stellwerk 11 an der Bahnlinie nach sechs Jahren zähen Ringens mit der Bahn bekommen, als die Stadt das inzwischen 110 Jahre alte Häuschen kaufen konnte. Seine ursprüngliche Funktion hatte es da längst verloren, in S-Bahn-Zeiten läuft alles vollautomatisch. Den Denkmalschutz für Posten 11 hatte das zuständige Landesamt damals noch abgelehnt.



An das Vereinsleben zwischen fahrenden Zügen haben sich die Wanderer schnell gewöhnt. Als Ende des 20. Jahrhunderts der Abriss wegen der Bahnhofspläne drohte, war das Gejammer groß. Zu gemütlich war es im Einraum-Obergeschoss mit Küchenzeile und passgenauer Eckbank im Polygonalerker an der Südostecke unter dem elegant konturierten Walmdach. Und mit freiem Blick in alle Gleisrichtungen, wie es die Schrankenwärter früherer Tage brauchten. Tausende Arbeitsstunden hat der Taunusklub in die äußere und innere Sanierung des Schmuckstücks investiert.

Ob das den Denkmalschutz auf den Plan gerufen hat, ist nicht überliefert. Nur irgendwann stand das Bahnwärterhäuschen mit drin im dreibändigen Werk über Kulturdenkmäler in Hessen, Abteilung Eisenbahnbauten. Da wurde der von der Stadt im Zuge des Bebauungsplanverfahrens Bahnhof und Vorplatz angestrebte Abriss vom Landesamt für Denkmalpflege im Januar 2008 abgelehnt. Die Aufnahme in den Katalog hatte bei der Stadt keiner so richtig mitbekommen.

Also bleibt das Häuschen mit Toilette und Mini-Vorgarten als Reminiszenz an vergangene Tage stehen. Und wird im Zuge des Bahnhofsumbaus vielleicht zum Bauleitungsbüro. Könnte sich Justus Förschner, der Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Sewo) und damit des Investors, jedenfalls gut vorstellen. Habe man die Großbaustelle von dort oben doch komplett im Blick, wie er bei der Präsentation der Bahnhofspläne feststellte.

Der Taunusklub hat inzwischen übrigens ein neues Heim in Bommersheim gefunden.


17.03.2010 02:50 Uhr Lokales Oberursel
[quote]Nach 20 Jahren vorm Aus
Kiosk soll dem Bahnhofsprojekt weichen – Gebäude wird im Mai abgerissen

Normalerweise stehen Daniela und Christoph Alles in, aber nicht vor ihrem Kiosk. Doch nicht mehr lange: Gemäß der Bahnhofsplanung soll das betagte gelbe Gebäude Ende Mai abgerissen werden. Foto: Jochen Reichwein
Von Anke Hillebrecht

Daniela und Christoph Alles betreiben seit mehr als zwei Jahrzehnten den Kiosk am Bahnhof. Jetzt haben sie die Kündigung auf dem Tisch – für die neue Verkehrsplanung sind sie im Weg.

Oberursel. Einen Becher Kaffee für 60 Cent, eine Rindswurst zu 1,80 Euro, bunte Ostereier, Schokoküsse, Zigaretten, Lesestoff von der Taunus Zeitung bis zur Fachzeitschrift, und nicht zu vergessen die RMV-Zeitkarten – selbst vom Bahnsteig der U 3 aus können Reisende im Kiosk noch alles Nötige für die Reise kaufen. Seit mehr als 20 Jahren ist das so; seit mehr als 20 Jahren steht das Ehepaar Alles um 4 Uhr auf und zwischen 5 und 19 Uhr in dem kleinen, sanierungsbedürftigen Bau zwischen Nassauer Straße und U-Bahn-Gleis.

Doch die Tage des Kiosks am Bahnhof sind gezählt. Die


Zuletzt bearbeitet von ... am 31.05.2012, 23:29, insgesamt 8-mal bearbeitet


 Forumsthema: Umbau Bahnhofsgebäude      Verfasst am: 03.12.2011, 00:38       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Umbau Bahnhofsgebäude

07.10.2011 13:12 Uhr - Autor: B+L - Umbau Bahnhofsgebäude
Was sagt denn eigentlich das Denkmalpflegeamt zu den großzügig verglasten Schleppgauben ?


12.10.2011 23:39 Uhr - Autor: B+L - Umbau Bahnhofsgebäude
Na, scheint ja ´ne knifflige Frage gewesen zu sein ( so wenig Antwort, wie da kommt )
?


13.10.2011 09:39 Uhr - Autor: Fink - Umbau Bahnhofsgebäude
Hallo,
ich kann dazu nur sagen, dass der Denkmalschutz den Veränderungen zugestimmt hat, sonst hätte die Bauaufsicht keine Baugenehmigung erteilen können.
Die Begründung kenne ich aber nicht.

Ich persönlich finde die Umbaumaßnahmen angemessen, wirklich beurteilen lässt sich aber sicherlich erst der Gesamteindruck am Ende der Baumaßnahmen.


13.10.2011 13:43 Uhr - Autor: ?MERLIN! - Umbau Bahnhofsgebäude
. . . uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii . . .

Denkmalschutz sollte Denkmalschutz bleiben . . .

Wer ist eigentlich der Eigentümer des Bahnhofsgebäudes ???

19.10.2011 08:37 Uhr - Autor: Rathaus - Umbau Bahnhofsgebäude
Eigentümer des Bahnhofs ist die Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (SEWO).
Weitere Informationen zum Projekt Bahnhof gibt es auf der Webseite www.sewo.de, unter Aktuelle Projekte findet man Informationen zum Bahnhofsareal und zum Bahnhofsgebäude.

Viele Grüße aus dem Rathaus


19.10.2011 09:02 Uhr - Autor: Rathaus - Umbau Bahnhofsgebäude
Hier noch eine Ergänzung zum Thema Denkmalschutz - Bahnhofsgebäude:

Die gesamte Baumaßnahme Bahnhofsgebäude ist selbstverständlich mit dem Denkmalschutz abgestimmt.
Die verglasten Gauben sind erforderlich um eine Nutzung des Dachgeschosses als Tanzschule bzw. Veranstaltungsraum zu ermöglichen.

Viele Grüße aus dem Rathaus


27.10.2011 01:36 Uhr - Autor: B+L - Umbau Bahnhofsgebäude
Damit hundert Leute drinnen tanzen können
...müssen sich die restlichen achtundvierzigtausend von draussen die Sch.. angucken ?

Wozu müssen die eigentlich beim Tanzen aus dem Fenster gucken ?
Da wäre doch ein fensterloser Nur-Dach-Saal viel stimmungsvoller !???

Kopf-Schüttel / Duck / und weg

Gruss aus dem gallischen Dorf (oder Avalon)
...oder was auch immer euch dazu einfällt.


26.11.2011 02:49 Uhr - Autor: B+L - Umbau Bahnhofsgebäude
Auf Graham´s Foto kann man die Gauben gut erkennen:

http://www.allthingsgerman.net/ticker/oberursel/2011/11/oberursel-station-inside-the-building-site/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+allthingsgermanoberursel+%28AllThingsGerman.net%3A+Oberursel+Ticker%29&utm_content=FaceBook

...bin gespannt auf die Berichte in TZ, FR, Oberurseler Woche und Oberurseler Kurier *grins*


26.11.2011 08:36 Uhr - Autor: tappenden_de - Umbau Bahnhofsgebäude
Die neue Fenster sind nicht direkt in der Tanzschule, sondern eher in einem Veranstaltungsraum der sowohl von der Tanzschule als auch die Sprachschule benutzt wird. Auch können Firmen aus Oberursel dieses Zimmer mieten, um eigene Veranstaltungen im Bahnhof zu halten.

Das Tanzen findet vermutlich dann meistens im Hauptsaal der Tanzschule statt, und er ist auf dem Bild etwas weiter nach rechts.

Hier sieht man wie es im Tanzsaal momentan aussieht:

http://www.allthingsgerman.net/ticker/oberursel/2011/11/oberursel-station-the-dance-school/

26.11.2011 22:55 Uhr - Autor: Fink - Umbau Bahnhofsgebäude
Hallo,
ich war wirklich positiv überrascht, als diese Woche das Gerüst entfernt wurde. Das alte Bahnhofsgebäude strahlt in neuem Glanz und die Umbauten schaden m. E. nicht.
So ist das Gebäude wirklich eine Zierde für den neuen Bahnhofsvorplatz und ich bin auch der Meinung, dass sowohl die Dachfenster, als auch das neue Service-Gebäude dem Gesamteindruck nicht schaden.
Viele Grüße
Christof Fink


27.11.2011 02:50 Uhr - Autor: Waldbock - Umbau Bahnhofsgebäude
Hab mir das Bild (Grahams Foto) angeschaut.
Sehr richtig, das Gebäude strahlt in neuem Glanz und ist in der Tat eine Zierde für den Bahnhofsplatz ... eigentlich!
Diese hässliche neue Gaube allerdings strahlt von einem solchen Stilbruch, die den ganzen schönen Glanz des restlichen Gebäudes ergrauen lassen.
Sieht aus wie "Baumarkt-Gaube". Hätte man es richtig angestellt, würde zumindesz ich es nicht merken, dass es sicht um neue bzw. nachträglich eingebaute Fenster handelt. - oder wird das noch fachgerecht aufbereitet, so dass es dem Stil der restlichen Fenster gleicht?
Ich finde, so sieht es aus wie gebastelt, aber nicht stilecht umgebaut. Schade für das Gebäude.



> Hallo,
> ich war wirklich positiv überrascht, als diese Woche
das Gerüst entfernt wurde. Das alte Bahnhofsgebäude
strahlt in neuem Glanz und die Umbauten schaden m. E.
nicht.
> So ist das Gebäude wirklich eine Zierde für den neuen
Bahnhofsvorplatz und ich bin auch der Meinung, dass
sowohl die Dachfenster, als auch das neue
Service-Gebäude dem Gesamteindruck nicht schaden.
> Viele Grüße
> Christof Fink

28.11.2011 16:14 Uhr - Autor: Martha - Umbau Bahnhofsgebäude
Als eine Postkartenansicht wird das Gebäude sicher nicht dienen und für die Werbung im Netz ist das Ergebnis mehr als geeignet - ich finde es insgesamt gelungen.
Ich habe mir das Haus die letzten Tagen auf meinen Wegen etliche Male bewusst angesehen und muss sagen,das Dach hatte ich dabei am wenigsten im Folus und so auch die Gauben. Ich hoffe aber sehr, dass auf aggresive Werbung verzichtet wird und die Geschäfte trotzdem gut laufen auch für den Erfolg von Oberursel.


28.11.2011 19:48 Uhr - Autor: Rathaus - Umbau Bahnhofsgebäude
Hallo zusaammen,
auf der Oberurseler Internetseite unter:
www.oberursel.de/stadtleben/oberursel/bauen-wohnen/bahnhofsprojekt
gibt umfangreiche Erläuterungen zum Bahnhofsprojekt. Außerdem gibt es eine Abbildungung alt und neu auf dieser Seite zum direkten Vergleich.

Viele Grüße aus dem Rathaus
Gabi (gabriela.woelki@oberursel.de)


01.12.2011 00:15 Uhr - Autor: Waldbock - Umbau Bahnhofsgebäude
Danke für den Hinweis,
natürlich steckt immense Arbeit in dem Umbau. Das Gebäude glänzt ja auch wirklich und sieht toll aus ... bis halt auf diese Gauben. Im Bild 'alt' sind sie zugegeben doch sehr klein, aber man hätte den neuen doch immerhin ein wenig Verzierung spendieren können.
Der 'Einheimische' wird sich mit der Zeit (vielleicht) dran gewöhnen, doch wenn man es zum ersten Mal sieht - fällt halt dieses neumodische, zum Rest unpassende Fenstertralala auf.
Vergleicht man 'alt' zu 'neu' ist es fast unmöglich zu sagen, dies (halt die Gauben mein ich) sei stiltreu. Und das finde ich sehr schade; halte es aber nicht für unmöglich, da noch nachzubessern.
- Vielleicht tut sich da ja noch was ...

Schöne Grüüß & warme Füß'
vom WaldBock


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 28.03.2009, 22:01       Nach oben   


02.01.2010 Lokales Oberursel
Bahnhof wird zur Großbaustelle
In Oberursel steht das Jahr 2010 schon ganz im Zeichen des Hessentages
Der Countdown läuft: Noch 17 Monate sind es bis zum Hessentag in Oberursel. Einige Vorhaben will die Stadt bis dahin noch realisieren: Zu den großen Projekten gehören der Bau der Unterführung am Bahnhof und die Sanierung des Freibads.


Oberursel. Die Zeitpläne für die Großprojekte sind eng gesteckt. Die Unterführung beispielsweise soll wenige Tage vor Beginn des Hessentags fertiggestellt sein. Im vorigen Jahr ging die Stadt noch davon aus, dass Ende 2009 mit den ersten Arbeiten für den neuen Durchgang begonnen werden kann. Jetzt sind Februar/März anvisiert. Der Grund: Was immer noch fehlt ist die Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes, mit der die Stadt schon Anfang Dezember gerechnet hat.

Zudem gibt es die Interessengemeinschaft lebenswertes und sicheres Umfeld rund um den Oberurseler Bahnhof, um die es im Moment zwar ruhig geworden ist, die den Bau der Unterführung an dieser Stelle aber sehr kritisch gesehen hat.

Beim Projekt geht es nicht nur um die Frage, ob die Arbeiten an der Unterführung tatsächlich bis zum Hessentag abgeschlossen sind, sondern ob der vom Parlament vorgegebene Kostenrahmen – fünf Millionen Euro für Planung und Bau – eingehalten werden kann. Fest steht wohl: Das Bahnhofsareal wird in diesem Jahr zur Großbaustelle. Denn die Verkehrsgesellschaft Frankfurt will dort im Frühsommer mit der Modernisierung der U-Bahn-Station beginnen.
In Oberursel steht das Jahr 2010 schon ganz im Zeichen des Hessentages

Gastronomie im Bahnhof
Zudem wird voraussichtlich von April an im und am Bahnhofsgebäude gearbeitet. Die städtische Gesellschaft Sewo will das unter Denkmalschutz stehende Haus sanieren. Dort soll ein Gastronomiebetrieb einziehen. Überlegt wird, eine Zwischendecke in die rund 12 Meter hohe Eingangshalle einzuziehen, um einen zweiten, oberen Saal zu erhalten. Er könnte dann beispielsweise von einer Tanzschule als Veranstaltungsraum genutzt werden, erläutert Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

Das Bahnhofsgebäude erhält zudem einen Anbau, in dem unter anderem Fahrkarten verkauft werden sollen.

Ebenfalls im April sollen die Bagger für das zweite Großprojekt anrollen: Neubau Hallenbad und Sanierung Freibad. Unwägbarkeiten sind bei diesem Projekt ebenfalls eine Anwohner-Initiative und die Kosten. Wurde doch auch für dieses Projekt ein Preis festgelegt – maximal 15 Millionen Euro.

Geplant ist derzeit jedenfalls, dass das neu gestaltete Freibad – mit drei Becken statt einem großen – im Frühjahr 2011 zu eröffnen. Im Hallenbad sollen die ersten Besucher dann im Herbst ihre Bahnen ziehen können. Bleibt es beim Baubeginn im April, sitzen die Oberurseler in diesem Jahr allerdings auf dem Trockenen – denn dann steht ihnen das Freibad in den Sommermonaten nicht zur Verfügung.

Um das gesamte Projekt finanzieren zu können, sollen der bisherige Schwimmbadparkplatz und der nahe gelegene Altkönigsportplatz zu Bauland gemacht, also versilbert werden. Wohnhäuser sollen dort entstehen. Das Bebauungsplanverfahren hierfür will die Stadt im Frühjahr eröffnen. Anfang kommenden Jahres soll mit dem Verkauf der Grundstücke begonnen werden.
In Oberursel steht das Jahr 2010 schon ganz im Zeichen des Hessentages
Weiter gehen soll es auch mit den Planungen für die 20 vorgesehenen Wohnhäuser an der Kronberger Straße. Die Caritas will dort zudem ein Hospiz bauen. Das Umlegungsverfahren für die Grundstücke möchte die Stadt in diesem Jahr abschließen.

Mit Mitteln aus den Konjunkturprogrammen sollen in diesem Jahr weitere Projekte gestemmt werden. Das größte ist mit 3,7 Millionen Euro der Bau der Kindertagesstätte Hammergarten im Gewerbegebiet Zimmersmühlenweg, das mit mehr als 1,9 Millionen Euro gefördert wird.

Sanierung in Abschnitten
Auch für neue Ampelanlagen an der Hohemarkstraße gibt’s Mittel (1,1 Millionen). Die Straße wird seit vorigem Jahr abschnittsweise saniert: Vom 11. Januar an ist das Teilstück zwischen Freiherr-vom-Stein-Straße und Borkenberg an der Reihe.

Nicht nur die Stadt will in diesem Jahr kräftig investieren (und Schulden machen), auch der Kreis plant verschiedene Projekte an und für Oberurseler Schulen: Los geht’s am 11. Januar mit dem Bau der Turnhalle an der Grundschule Mitte samt eines Betreuungszentrums. In der ersten Jahreshälfte soll an der Bleibiskopfstraße mit dem Bau der Dependance für die Feldbergschule begonnen werden. Im Zeitplan sind die Arbeiten für die Erweiterungsbauten am Gymnasium. Und die neuen Jahrgangshäuser an der Integrierten Gesamtschule Stierstadt sollen bis Ende 2010 stehen.

Von Stierstadt nach Oberstedten: Dort laufen die Verhandlungen für den Verkauf des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses (Pfarrstraße), das ein Kulturzentrum werden soll. Im ersten Quartal des Jahres will die Stadt den Vertrag mit der evangelischen Kirche unter Dach und Fach bringen.
In Oberursel steht das Jahr 2010 schon ganz im Zeichen des Hessentages
So rasch sind Fortschritte bei einem anderen Projekt, auf dessen Realisierung viele Weißkirchener seit langem warten, wohl nicht zu erwarten.

Die Stadt hofft aber, dass 2010 der Bau der Südumgehung in der Prioritätenliste des Landes weiter nach vorne rutscht und der Verlauf der Trasse genau festgelegt wird.


Bericht der FR vom 20. Juni 2009
Oberursel Bahnhof ohne Tunnel
Die Bürgerinitiative am Oberurseler Bahnhof hat einen Erfolg erzielt: Mit einem neuen Plan will die Politik nun alte Ziele verwirklichen.
Von Jürgen Streicher


Feierstimmung sieht anders aus, aber zumindest Zuversicht prägte die Stimmung beim einstimmigen Beschluss zum Oberurseler Bahnhof. "Unser großes Projekt ist endlich auf den richtigen Weg gebracht", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Weiße am Donnerstagabend im Stadtparlament.

Bis auf den 460 Meter langen Tunnel unter dem Bahnhofsvorplatz, der nicht genehmigungsfähig und nicht finanzierbar ist, verfolgt der geänderte neue Plan die gleichen Ziele wie der schon seit 1997 rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 164 B.

Die beabsichtigte Teilung des Konzepts in zwei Bereiche ist vom Tisch, nun soll es doch wieder ein Plan richten, der wie zuvor die Verkehrsentlastung auf der Nassauer Straße in den Mittelpunkt stellt.

Die Spaltung in zwei Teile sollte das Tempo zumindest im direkten Umfeld des Bahnhofs verschärfen. Mit dem Rückzug sind Magistrat und Parlament der Bürgerinitiative "Interessengemeinschaft lebenswertes und sicheres Umfeld rund um den Oberurseler Bahnhof" entgegen gekommen, die bereits Klage am Verwaltungsgericht Frankfurt eingereicht hat. Sie zielt vor allem auf die im alten Plan angepeilte Verkehrsentlastung auf der Nassauer Straße, die die Kläger gefährdet sahen.

Der immer gewollte Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung wird der zu lösende "gordische Knoten" bleiben, wie Grünen-Sprecher Christoph Fink mutmaßte. Ganz oben auf der Zehn-Punkte-Liste der städtebaulichen Ziele steht "Neuordnung der Verkehrssituation unter Berücksichtigung einer transparenten Wegeführung für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Anbindung der Nassauer Straße an die Gablonzer Straße". Wie das aussehen wird, ist indes noch völlig unklar. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) sagte, dass mehrere Varianten geprüft werden, unter anderem auch ein Verschwenken der Straßenführung auf Höhe der Feldbergstraße Richtung S-Bahn zur Weiterführung bis zu den Drei Hasen. Dort war auch bei der früheren Tunnel-Variante die Verlängerung zu den Drei Hasen vorgesehen.

Drei zentrale Punkte der ersten Bauphase werden die Verwirklichung der so genannten Personenunterführung Ost (PU Ost) zum Mittelbahnsteig der S-Bahnund nach Bommersheim, die Neugestaltung der U-Bahn-Station und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes sein. Zeitliches Ziel dafür ist der Hessentag 2011. Juristen wie CDU-Fraktionschef Weiße und der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Ruppert sehen die Stadt aus rechtlicher Sicht nun gut gewappnet gegen Klagen. Die Bürgerinitiative wurde wegen ihres Vorgehens zum Teil hart kritisiert, da sie ihre Einzelinteressen über das Interesse der Allgemeinheit gestellt habe.

Mit der Änderung des Bebauungsplanes soll auch die planungsrechtliche Grundlage für das ausgewählte städtebauliche Konzept geschaffen werden. Der "Masterplan" des Oberurseler Büros Monogruen liefert dazu die Grundlage. Es geht um die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes durch Vernetzung mit der Innenstadt und den südlichen Wohngebieten. Das Konzept sieht außerdem neue P+R-Anlagen vor, einen neuen Busbahnhof am Platz des 17. Juni, Sichtbeziehungen über die Adenauerallee zur Bären-Kreuzung am Eingang der Fußgängerzone und die Bebauung der von der Bahn erworbenen Flächen im Bahnhofsumfeld.

Im "Masterplan" von Monogruen werden rechts und links des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes zwei- bis dreigeschossige Ladengebäude vorgeschlagen, auf dem offiziellen P+R-Platz ein viergeschossiges Gesundheitszentrum und auf dem aktuell "wilden Parkplatz" entlang der S-Bahn ein mehrgeschossiges Parkdeck mit 210 Stellplätzen.


27.03.2009 02:50 Uhr Lokales Oberursel
Neue Achse am Bahnhof
Oberursel.Es ist ein schmaler und sehr langer Grundstücksstreifen, den die städtische Gesellschaft Sewo im Dezember für 1,14 Millionen Euro gekauft hat. Rund 2,5 Hektar groß ist das Gelände mit dem markanten Bahnhofsgebäude. Was links und rechts des denkmalgeschützten Hauses entstehen könnte, das stellten Rathauschef Hans-Georg Brum (SPD) und Sewo-Geschäftsführer Dr. Justus Förschner am Donnerstag im Rathaus vor.

Die Planungsstudie des Oberurseler Büros «monogruen» schlägt für das Bahnhofsareal fünf neue Gebäude vor, vier davon sollen mit dem Bahnhofsgebäude eine Achse bilden. Auf dem jetzigen Parkplatz am denkmalgeschützten Stellwerkgebäude ist ein Ärztehaus mit vier Geschossen vorgesehen. Entlang der Straße, die zum Bahnhof führt, ist nach Ansicht der Planer Platz für zwei weitere Gebäude. Dort befinden sich derzeit ein Kiosk und Fahrradabstellplätze. Am Bahnhof vorbei weiter in Richtung geplante Unterführung könnte ein weiteres Haus entstehen.

An der Ecke Frankfurter Landstraße/Lenaustraße gibt’s zudem noch ein «Tortengrundstück», zurzeit zugewuchert, auf dem im Plan ein dreigeschossiges Gebäude eingezeichnet ist. Gemeinsam mit dem Ärztehaus und dem gegenüberliegenden Eckhaus, das bis zu fünf Stockwerke haben könnte, sollen die Neubauten die «historische Achse Adenauerallee» betonen.

Städtebaulicher Mittelpunkt des Ganzen soll aber das Bahnhofsgebäude sein, für das ein eingeschossiger Anbau auf der Nordostseite vorgesehen ist. Im Pavillon mit «Mobilitätszentrale» könnte laut Förschner auch ein kleiner Stadtladen untergebracht werden, in dem Besucher Infos über Oberursel erhalten. Im denkmalgeschützten Teil will, wie berichtet, der Unternehmer Markus Rose eine Lounge einrichten.
Überzeugt hat Förschner auch der Vorschlag der Planer, die Rampen zur Unterführung – östlich vom Bahnhofsgebäude – in eine schräge Platzfläche einzubinden. «Das bringt viel Licht hinein», meinte er. Via Unterführung geht’s zur S-Bahn. Damit an der Stelle, wo die Fahrgäste auf den Bahnsteig gelangen, auch Tageslicht einfällt, wird das Dach über dem Bahnsteig aufgeschnitten und an dieser Stelle Glas eingesetzt. Die Unterführung soll zugleich eine neue Verbindung für Fußgänger und Radler sein, die von Bommersheim aus in die Innenstadt wollen und umgekehrt.

Bei der zweiten Unterführung am jetzigen S-Bahn-Übergang schlagen die Planer eine Lösung mit weniger Flächenverbrauch vor. Per Aufzug beziehungsweise Treppe soll es zur Rampe gehen, die zwischen den beiden S-Bahn-Gleisen zum Bahnsteig führt.

Im Dezember hatte die Sewo fünf Büros dazu eingeladen, eine Planungsstudie für das Bahnhofsareal zu entwickeln (TZ berichtete). Vier Konzepte wurden eingereicht. Und der Vorschlag von «monogruen» gefiel der Jury, in der Förschner, Stadtwerkechef Jürgen Funke, der hauptamtliche Magistrat und Diplom-Ingenieurin Isabell Galonska von der Sewo saßen, am besten. Bürgermeister Brum sprach gestern von einem «moderaten Konzept». Die ursprüngliche Planung für das Bahnhofsgebiet mit Tunnellösung habe deutlich mehr Baumasse vorgesehen.

Relativ weit scheinen die Planungen fürs Ärztehaus sein. Oberurseler Fachärzte interessieren sich laut Brum für das Grundstück. In den nächsten ein, zwei Jahren könnte das Projekt realisiert werden, so der Rathauschef. Die Sewo würde nicht selbst bauen, sondern das Grundstück für das Projekt verkaufen.
Die Sanierung des Bahnhofs soll allerdings unter der Regie der städtischen Gesellschaft stehen. Geschätzte Kosten: bis zu 2,5 Millionen Euro. Förschner rechnet damit, dass 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Jetzt geht es erst einmal um die Weiterbearbeitung des «Masterplans» für das Areal, mit der «monogruen» beauftragt wurde. Heftige Diskussionen sind zu erwarten. Die CDU hat gestern bereits angekündigt, dass es noch einiges zu beraten gebe. «Der Bahnhof samt Umgriffsfläche darf nicht zur Steinwüste mit Hochhäusern verkommen», meinte Fraktionschef Joachim Weiße. Außerdem zeigte er sich verärgert darüber, dass Brum die Planungsstudie bereits der Presse vorgestellt hat. Am 24. März sei das Konzept den Mandatsträgern in nicht-öffentlicher Sitzung vorgestellt worden. Das bedeute, dass die Informationen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern als Grundlage für die weitere Beratung in den Fraktionen gedacht seien.

Brum verwies dagegen darauf, dass es üblich sei, den Gewinner einer Studie auch vorzustellen. Zumal es beim Bahnhof um ein zentrales Thema gehe. Die Öffentlichkeit habe ein Anrecht zu erfahren, in welche Richtung die Planungen gingen. Weiße wiederum warnte vor einem «Schnellschuss». Eine «Blanko-Zustimmung» von der CDU werde es nicht geben. mj

26.03.2009 02:50 Uhr Lokales Oberursel
Bahnhof: Entwurf der Architekten überzeugt
Oberursel. Fünf Architektenbüros hatte die Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Oberursel (Sewo) damit beauftragt, Entwürfe für die Umgestaltung des Oberurseler Bahnhofsgebäudes zu erarbeiten, in der bekanntlich Erlebnis-Gastronomie Einzug halten soll. Wie berichtet, wird der Friedrichsdorfer Unternehmer Markus Rose, der zwei Restaurants im ehemaligen Offenbacher Schlachthof und im Frankfurter Westhafen betreibt, den Bahnhof pachten und dort eine Lounge einrichten.

Die fünf Entwürfe der Architekten liegen der Sewo inzwischen vor, und sie hat sich bereits für einen Entwurf entschieden. Die Pläne dieses Architektenbüros konnte Pächter Rose bereits einsehen, und er war «sofort überzeugt von den Ideen der Planer». «Bis auf wenige Details entspricht das meinen Vorstellungen, und wo wir noch auseinander liegen, werden sich sicher Kompromisse finden lassen.»

Besonders angetan war Rose von der Idee der Architekten, in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte eine zweite Ebene im Obergeschoss einzurichten, die über eine Treppe zu erreichen wäre. «Damit hätten wir dann eine Nutzfläche von 400 Quadratmetern», freut sich Rose.

Der Unternehmer hofft, dass die Sewo bis zum Mai kommenden Jahres mit der Sanierung des Bahnhofsgebäudes so weit ist, um mit der Ausstattung des Restaurants beginnen zu können.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) will heute Vormittag in einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Sewo, Dr. Justus Förschner, die Ergebnisse der Planungsstudie für die Bahnhofsgestaltung vorstellen.new

Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 26. 03. 2009
Bahnhofsareal: Ergebnisse der Planungsstudie liegen vor – Entwurf von monogruen wurde prämiert
Am 21. Dezember 2008 hatte die SEWO eine Planungsstudie gestartet, um auf dieser Grundlage die genaue Nutzung und Bebauung des Bahnhofsumfeldes zu ermitteln. Zur Teilnahme an der Planungsstudie wurden seitens der SEWO fünf Büros eingeladen, vier Büros reichten daraufhin ihre Entwürfe ein.

Keine drei Monate nach dem Startschuss für die eingeladenen Büros liegt nun bereits die Entscheidung vor. Unter allen Teilnehmern überzeugte die Planungsstudie von „monogruen“ aus Oberursel (Taunus) die Jury und so wurde dieses Büro mit der Weiterbearbeitung der Masterplanung für das Bahnhofsareal und das Bahnhofsgebäude beauftragt.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Mit der Umgestaltung des Bahnhofsareals geht Oberursel einen wichtigen Schritt für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung. Wir schaffen eine attraktive Eingangssituation und kommen endlich zu einer städtebaulichen Aufwertung des für uns so wichtigen Gebietes rund um den Bahnhof. Das Bahnhofsareal, lange Zeit Schandfleck im Stadtgebiet, wird endlich zu dem Ort, an dem wir zukünftig gerne unsere ankommenden Gäste begrüßen werden.“

SEWO-Geschäftsführer Dr. Justus Förschner: „Unser Ziel ist die städtebauliche Entwicklung des Bahnhofsumfeldes, verbunden mit einer wirtschaftlich tragfähigen Nutzung. Der Entwurf von monogruen liefert uns hierzu eine wichtige Basis: das Bahnhofsareal, insbesondere die Personenunterführung-Ost und der Bahnhofsvorplatz werden großzügig gestaltet und erhalten den Charakter eines einheitlichen Platzes. Den Reisenden wird eine direkte Blickbeziehung auf U- und S-Bahn und auch den Stadtbus ermöglicht, was wiederum zur Übersichtlichkeit und Orientierung beiträgt. Außerdem beleben wir das gesamte Areal nicht nur durch die gastronomische Nutzung im Bahnhofsgebäude, sondern auch durch die gleich nebenan geplante Mobilitätszentrale und die weitere, geplante Bebauung. Der Bahnhof bleibt der unbestrittene städtebauliche Mittelpunkt, alle anderen Baukörper werden sich hierauf beziehen.“


Städtebauliches Konzept

Die Neustrukturierung des Bahnhofsareals als Eingangstor zur Stadt bietet die einmalige Möglichkeit, diesen wichtigen Verkehrsknotenpunkt zu gliedern. Zukünftig soll hier eine konkurrenzfähige „neue Adresse“ für Oberursel entstehen.

Folgende übergeordnete Anforderungen ergeben sich hieraus:


Einbindung des historischen Bahnhofsgebäudes in den neuen städtebaulichen Kontext
bessere Vernetzung der Innenstadt mit Bommersheim
großzügige Gliederung des bisher eher ungeordneten städtischen Raumes
Herausarbeitung einer „neuen Adresse“ für die wirtschaftlich tragfähige Nutzung des Bahnhofs und aller neuen Baukörper
Betonung der historischen Achse Adenauer-Allee durch mehrere Baukörper
effiziente Nutzung des Areals für unterschiedlich zu nutzende Gebäude
Integration sämtlicher verkehrstechnischer Funktionen in ein ganzheitliches Gestaltungskonzept




Bahnhofsareal: weitere Planung

Folgende Maßnahmen im Bereich des Bahnhofsareals sollen in nächster Zeit begonnen und möglichst zeitnah umgesetzt werden:


Die barrierefreie Personenunterführung östlich des Bahnhofs, die den bisherigen Durchgang durch die Wartehalle ersetzt und auch den direkten Zugang von Bommersheim zu den Gleisen ermöglicht.
Der Neubau der U-Bahnstation „Bahnhof“ mit barrierefreiem Zugang.
Die Neugestaltung des gesamten Bahnhofsvorplatzes mit Übergängen zwischen U- und S-Bahn.
Die Neuanlage eines Park&Ride-Platzes östlich des Bahnhofsgebäudes.

Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 06. 05. 2008
Bahnhofsprojekt: Stand der Planung, zeitlicher Rahmen, Umsetzung
Mit dem Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten vom 24. April 2008 wurden die Grundlagen für die zügige Umsetzung des Bahnhofsprojekts gesetzt. Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die Umsetzung wird schrittweise erfolgen. In den nächsten zwei bis drei Jahren wollen wir rund um den Bahnhof möglichst viel umsetzen und das Umfeld des Bahnhofs in Ordnung bringen, damit wir beim Hessentag auf teure Zwischenlösungen verzichten können. Nach dem Hessentag erfolgt der Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung und die Schließung des Bahnübergangs. Die Planung dafür wird jetzt bereits vorangetrieben.“

Nachdem die heftigen Debatten um die Gestaltung des Projekts inzwischen beigelegt sind, sieht der Bürgermeister gute Voraussetzungen, um in schnellen Schritten voranzukommen.


Planung – zweistufig
Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sieht eine zweistufige Realisierung vor. Die Planung folgt im Kern dem Verwaltungsentwurf und belässt die Gleise der U-Bahn und den U-Bahnhof an der bisherigen Stelle. Allerdings wurden wichtige Elemente aus dem Koalitionsvorschlag übernommen: so unter anderem die Lage der Personenunterführung-Ost und die Andienung des P&R-Platzes.

In dieser Form wurde den Parlamentariern in der Stadtverordnetenversammlung eine optimierte Planung vorgelegt und einstimmig beschlossen. Hierzu wurden jetzt die aktuellen Pläne vorgestellt:

Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen die bis dahin möglichen Maßnahmen rund um den Bahnhof umgesetzt werden:


Die barrierefreie Personenunterführung östlich des Bahnhofs, die den bisherigen Durchgang durch die Wartehalle ersetzt und auch den direkten Zugang von Bommersheim zu den Gleisen ermöglicht.
Der Neubau des U-Bahnhofs, der in Zukunft auf drei Zugwagen verlängert werden wird, und damit zusammenhängend die Neugestaltung des gesamten Bahnhofsvorplatzes.
Der Neubau eines Omnibusbahnhofs entlang der Nassauer Straße für die Regionalbusse wie für den Stadtbus.
Die Neuanlage eines Park&Ride-Platzes östlich des Bahnhofsgebäudes, verbunden mit einer neuen Zufahrt zum Bahnhof im östlichen Bereich gegenüber der Zeppelinstraße.
Die Neugestaltung der Nassauer Straße mit sicheren Radwegen auf beiden Seiten.

Die Stadt geht davon aus, dass sie auch und nicht zuletzt wegen des Hessentags erhebliche Fördermittel für diese Maßnahmen erhalten wird. Der Hessentag bietet damit der Stadt gute Investitionsmöglichkeiten. Gleichzeitig sorgt er auch für einen gewissen Druck, sich zeitnah entscheiden zu müssen.
Plandarstellung zum Bahnhofsprojekt (pdf)

Personenunterführung-Ost
Die erste Maßnahme wird die „Personenunterführung-Ost“ („PU-Ost“) sein. Für diese Maßnahme wurden bereits Zuschussmittel beantragt, jetzt müssen kurzfristig die kompletten Planunterlagen eingereicht werden.

Die neue Personenunterführung östlich des Bahnhofsgebäudes nach Bommersheim hat eine Doppelfunktion:


Sie ermöglicht den direkten, barrierefreien Zugang zum Mittelbahnsteig. Dies bedeutet sehr viel mehr Komfort und Zeitersparnis für die S-Bahnnutzer. Die Stadt geht davon aus, dass sie damit das Problem der vielen Gleisspringer in den Griff bekommen wird.
Gleichzeitig kann die „PU-Ost“ aber auch von Fußgängern und Radfahrern zum Durchgang in die Innenstadt genutzt werden. Vielen Schülern aus den südlichen Stadtteilen erspart sie lange Umwege über die Drei-Hasen-Kreuzung und Wartezeiten.

Aufgrund dieser Doppelnutzung soll die Breite der Unterführung mit mindestens fünf Metern deutlich über dem Standardmaß liegen.

Die Unterführung liegt etwa in der Mitte des neu renovierten Bahnsteigdachs. Der Zugang erfolgt von beiden Seiten her sowohl mit Treppen als auch mit behindertengerechten Rampen, die so ausgeführt werden sollen, dass sie auch gut von Radfahrern genutzt werden können. Der barrierefreie Zugang auf das Bahnsteiggleis erfolgt mit einem Aufzug, da für eine Rampenanlage an dieser Stelle zu wenig Platz zur Verfügung steht.

Mit den Bauarbeiten für die Unterführung soll noch Ende 2008 begonnen werden, sie soll 2010 fertig gestellt sein.


Optimierung der Wegebeziehungen
Die Einrichtung eines Busbahnhofs zwischen Nassauer Straße und U-Bahnschienen entspricht einem langjährigen Wunsch nach mehr Sicherheit für die Bus-Pendler. Nur so kann das ständige und unkontrollierte Überqueren der Nassauer Straße vermieden werden und die Benutzer von Stadtbus und Bahnbus werden näher an U- und S-Bahnhof herangeführt, was die Wege verkürzt und die Umsteigebeziehungen vereinfacht.

Ein besonders kritischer Punkt ist der Radverkehr rund um den Bahnhof, insbesondere an der Nassauer Straße. Aufgrund der nahe gelegenen Schulen kreuzen heute bereits viele Kinder und Jugendliche mit ihren Rädern das Bahnhofsareal. In Zukunft werden sie die Möglichkeit haben, vom Süden her durch die Personenunterführung-Ost direkt auf den Bahnhofsvorplatz zu kommen und von dort aus auf gesicherten Radwegen ihren Weg Richtung Gymnasium und Erich-Kästner-Schule zu nehmen. Auf dringendes Anraten des ADFC und von Verkehrsexperten hin wurde der Radweg beidseitig direkt an die Nassauer Straße gelegt, ähnlich wie dies auch in der Hohemarkstraße geplant ist.


Zweiter Schritt: Eisenbahnkreuzungsmaßnahme
In einem zweiten Schritt sollen die Maßnahmen nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz realisiert werden. Die Planungen dazu sollen bereits vor dem Hessentag soweit vorangetrieben werden, dass danach zeitnah mit der Realisierung begonnen werden kann. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um drei Maßnahmen im Bereich des jetzigen Bahnübergangs und westlich davon:


Den Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung im Bereich der Brennersmühle, womit der Autoverkehr von der Achse Adenauer Allee / Frankfurter Landstraße auf die Gablonzer Straße / Weingärtenumgehung verlagert wird.
Die Schließung des beschrankten Bahnübergangs. Diese Schranken sind in den Hauptverkehrszeiten über 30 Minuten in der Stunde geschlossen. Der Autoverkehr wird dann die S-Bahn nicht mehr kreuzen, sondern über die Nassauer Straße Richtung Brennersmühle geführt werden, wo er Richtung Frankfurt und Richtung Kronberg abfließen kann.
Eine zweite Personenunterführung im Westen im Bereich des jetzigen Bahnübergangs für Fußgänger und Radfahrer, die ebenfalls den direkten Zugang zur S-Bahn ermöglichen soll.

Diese drei Punkte stehen in einem engen sachlichen Zusammenhang. Da hierzu ein neues Planfeststellungsverfahren mit vielen Projektbeteiligten erforderlich ist, rechnet man bis zur Planreife mit drei bis vier Jahren.


Zeitlicher Rahmen
„Der einstimmige Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Bahnhof hat Signalwirkung für die Zukunft“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum. „Es zeigt, dass die politisch Verantwortlichen in Oberursel trotz unterschiedlicher Ausgangsposition gewillt sind, das gemeinsame Gespräch zu suchen und auf eine Verständigung hinzuarbeiten. Dies ist auch für die Zukunft der richtige Weg, um die Chancen der Stadt zu nutzen.“

Hans-Georg Brum
Bürgermeister


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 14. 02. 2008
Einige Klarstellungen zum Bahnhofsprojekt
In der hitzigen und emotional geführten Debatte um das Bahnhofsprojekt hat Bürgermeister Hans-Georg Brum gemeinsam mit der verantwortlichen Koordinatorin bei der Stadt, Ulrike Groß-Brilmayer und dem Leiter des Geschäftsbereichs Stadtplanung Arnold Richter noch einmal grundsätzlich Stellung genommen und die Beteiligten zur Besonnenheit und realistischen Sicht der Dinge aufgerufen. Brum: „Bei aller Emotionalität sollte man sich um eine realistische und besonnene Abwägung der unterschiedlichen Vor- und Nachteile bemühen."


VERLEGUNG DER GLEISE ERNSTHAFT GEPRÜFT
Bürgermeister Hans-Georg Brum macht deutlich: "Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Verlegung der Gleise hinter die Bahnlinie. Aber sie muss auch realisierbar sein, und zwar kalkulierbar mit vertretbaren Kosten und einer zeitnahen Realisierung. Dies ist nach unseren heutigen Erkenntnissen und allem was uns die Schienenträger sagen nicht möglich."
Die Verlegung der Gleise ist auf den ersten Blick insbesondere unter städtebaulichen Gründen durchaus interessant. Deshalb wird diese Lösung mit großem Nachdruck und mit Ernsthaftigkeit geprüft. Bürgermeister Brum lässt durchblicken: „Die Stadtplanung selbst hat diese Überlegungen lange Zeit präferiert, allerdings unter völlig anderen Rahmenbedingungen. Damals war man davon ausgegangen, dass ein Tunnel vor dem Bahnhof verläuft und die Nassauer Straße verlegt würde. Es ging nicht darum, den U-Bahnhof in die Kurve zu legen.“ Gerade diese Verlegung des U-Bahnhofs in die Kurve stellt ein Problem dar, da damit auf Dauer viele städtebauliche und verkehrliche Optionen genommen werden.

Gleich nach Bekanntwerden der Koalitionsüberlegungen Ende vergangenen Jahres hat die Stadt das eingeschaltete Verkehrsplanungsunternehmen beauftragt, die Machbarkeit des Koalitionsvorschlags zu prüfen. Ebenso wurden die Schienenträger VGF, Bahn und RMV um Stellungnahmen gebeten. Nachdem diese Prüfungen und die Stellungnahmen eingingen, wurden die kritischen Punkte ausführlich erörtert. Dabei zeichnete sich keine Lösung ab, die ohne größere Projektrisiken und Kosten umsetzbar wäre. Im Gegenteil: Bei der Prüfung im Detail kamen viele Punkte auf, die die Vorteilhaftigkeit der Planung insgesamt in Frage stellten.


DIE TÜCKE LIEGT IN DEN DETAILS
Bürgermeister Hans-Georg Brum: "Die Tücke liegt wie bei vielen Dingen im Detail. Das Bahnhofsprojekt ist eine sehr komplexe und schwierige Planungsaufgabe, sonst hätte man es vor zwanzig oder dreißig Jahren bereits realisiert." Aber das war ganz offensichtlich nicht möglich, da viele Details im Rahmen eines Gesamtkonzepts zusammen zu bringen sind. Die große Tunnellösung der 90er Jahre war bei weitem nicht der erste Planungsansatz. Mit einer ebenerdigen Lösung scheiterte man bereits Ende der 80er Jahre.
Die Problematik beim Bahnhofsprojekt liegt darin, dass sich vielfältige Verkehrsbeziehungen auf engem Raum kreuzen und die Einzelmaßnahmen eng miteinander verbunden sind.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Wir haben die Einzelteile entflochten und gemeinsam mit den Schienenträgern eine integrierte Planung für ein Gesamtkonzept erstellt, bei dem wichtige Teile vorgezogen werden und im Prinzip schon jetzt umgesetzt werden könnten.“ Die Realisierung wesentlicher Teile dieser Lösung ist in einem kalkulierbaren Zeitrahmen von zwei bis vier Jahren möglich. „Jetzt wird die Planung wieder mit neuen Aspekten belastet und gleichzeitig werden auch Versprechungen gemacht, so als sei es ganz einfach, diese einzulösen. Tatsächlich wird jedoch wieder eine realistische Lösung in Frage gestellt und das Gesamtprojekt damit auf die lange Bank geschoben. Wie lange wollen wir noch irgendwelchen imaginären Versprechungen hinterherlaufen?“

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Noch vor wenigen Jahren hatten wir beim Bahnhof eine absolut festgefahrene Situation. Inzwischen wurde sehr viel Bewegung in das Bahnhofsprojekt gebracht und es zeichnet sich eine realisierbare Lösung ab. Dies ist ein riesiger Erfolg für unsere Projektgruppe und unsere Stadtplanung. Den wollen wir uns jetzt nicht zerreden oder gar gefährden lassen!

VERGLEICHENDE BEWERTUNG
Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die vorgeschlagene Verlegung der Gleise hat durchaus Charme. Sie bietet in einigen Punkten wesentliche Vorteile. Beispielsweise städtebaulich durch einen neuen großen Platz vor dem Bahnhof. Aber auch das muss ganz deutlich gesagt werden: Dieser Entwurf hat auch gravierende Nachteile! Beispielsweise rückt die U-Bahn-Haltestelle deutlich von der Innenstadt weg, die Unterführung unter den Gleisen wird sehr lang und damit die soziale Kontrolle sehr schwierig. Außerdem ist die Zufahrtssituation zum Parkplatz unmittelbar hinter der Kreuzung Berliner Straße nicht optimal.
Wichtig sind jedoch insbesondere die „harten Fakten“:

Hohe Projektrisiken, mit denen das Projekt belastet und insgesamt gefährdet wird: Es sind so viele voneinander abhängige Einzelpunkte zu klären, dass wahrscheinlich auch in ein oder zwei Jahren noch nicht gesagt werden kann, ob der Vorschlag technisch überhaupt machbar ist. An mehreren Stellen werden auch denkmalschutzrechtliche Genehmigungen benötigt.
Erhebliche Mehrkosten: Brum: "Ich halte es für verantwortungslos, wenn der CDU-Vorsitzende sagt, man werde die Koalitionslösung auf jeden Fall durchsetzen, auch wenn es zehn oder zwanzig Millionen mehr kostet. Mindestens zehn Millionen Euro wird die Koalitionslösung nach aktuellen Erkenntnissen kosten. Wer soll das bezahlen? Fairerweise sollte die CDU auch sagen, welche Maßnahmen in Zukunft dann aus finanziellen Gründen wegfallen müssen!“
Nicht bezifferbare Zeitverzögerungen. Bei einer Abweichung von den Regeln muss eine Planung vorgelegt und genehmigt werden. Der Vorlauf hierfür beträgt ein halbes Jahr. Der Ausgang ist ungewiss. Die gesamte Projektplanung muss neu aufgelegt werden. Dies kann zu jahrelanger, wahrscheinlich jahrzehntelanger Stagnation beim Bahnhofsprojekt führen. Bis zum Hessentag 2011 wird sich dann am Bahnhof dann ganz sicher nichts tun.
Frage der Zuschüsse. Bis zum Hessentag kann sicherlich mit einer wohlwollenden Förderung gerechnet werden. Nach dem Hessentag wird das nicht mehr der Fall sein. Butzbach ist in diesem Punkt ein negatives Beispiel. Butzbach wollte auch den Bahnhof grundlegend umgestalten. Die Stadt kam aber mit der Planung nicht nach. Auch werden sich die Zuschussbedingungen für Infrastrukturmaßnahmen verschlechtern.
Teure Zwischenlösungen: Sicher wird Oberursel die Gäste beim Hessentag nicht mit einem solchen Entree willkommen heißen wollen. Man wird dann in aller Eile Behelfsbahnsteige für die U-Bahn bauen, den Platz herrichten, das Bahnhofsgebäude notdürftig herrichten, vielleicht sogar noch für die zehn Tage eine kleine Brücke als behelfsmäßige S-Bahnüberquerung herrichten. Alles unnötige Geldausgaben! Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Wir haben jetzt die Gelegenheit, es gleich richtig zu machen."
Schwieriges Projektmanagement: "Den neuen U-Bahnhof wird man erst bauen können, wenn die Gleise endgültig verlegt sind."

Hauptkritikpunkt: Durch die Verlegung der Gleise und insbesondere den Bau des U-Bahnhofs in die Kurve verbaut man sich sowohl bei der U- und S-Bahnführung als auch bei der Nassauer Straße jegliche Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Eigentlich war es ja gerade das vorrangige Ziel, die verkehrliche Situation zu verbessern!“

KOSMETISCHE LÖSUNG
Sehr geärgert hat sich Bürgermeister Hans-Georg Brum darüber, dass die Koalition die Stadtlösung als „reine Kosmetik“ bezeichnet. „Die gemeinsam mit den Schienenträgern erarbeitete Lösung wird als reine Kosmetik schlecht geredet. Das Gegenteil ist der Fall.“


Die fehlende Unterführung nach Bommersheim wird gebaut werden können. Von Bommersheim gibt es seit Jahrzehnten keinen direkten Zugang zu den Bahnsteigen und auch nicht in die Innenstadt.
Das Problem mit den Gleisspringern wird dadurch gelöst. Schüler müssen morgens nicht mehr den gefährlichen Weg über die Drei Hasen nehmen.
Alle Zugänge werden barrierefrei gestaltet. Für Behinderte ist es derzeit schier unmöglich auf das Bahngleis zu kommen. Auch für ältere Menschen und Mütter mit Kinderwagen stellen die Treppen am Bahnhof ein schwer zu überwindendes Hindernis dar.
Das weitgehend leerstehende Bahnhofsgebäude kann saniert werden. Es befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Von der Unterführung zu den Gleisen und der Toilettenanlage in der Nassauer Straße ganz zu schweigen. Dadurch zieht wieder Leben am Bahnhof ein mit gehobener Gastronomie und weiteren Nutzungen, was wichtig ist, um Sauberkeit und Sicherheit zu ermöglichen.
Das gesamte, derzeit stark heruntergekommene Areal um den Bahnhof wird durch erhebliche Investitionen, die wir nur zum Teil zu tragen haben, aufgewertet.
Die U-Bahn-Station wird nach diesem Konzept mit großem Aufwand modernisiert. Die VGF hat zugesagt, die Vorschläge der Stadt zur städtebaulichen Gestaltung mit aufnehmen zu können.
Die Stadt bekommt einen neuen Busbahnhof, womit das gefährliche Queren der Nassauer Straße unterbunden wird.
Die Verkehrsführung für die Autos durch den Anschluss an die Gablonzer Straße können mittelfristig optimiert werden. Diese Verbesserung kann erst nach dem Hessentag kommen. Die Schranken an den Schienen sorgen derzeit für unendlich lange Wartezeiten vor. In den Hauptverkehrszeiten sind die Übergänge für 37 Minuten in der Stunde gesperrt.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die verantwortlichen Herren der Koalition sollten sich um eine realistische Bewertung bemühen. Die katastrophalen Zustände am Bahnhof könnten mit der städtischen Planung beseitigt werden. Das ist das eigentliche Ziel der Eisenbahnkreuzungsmaßnahme! Und das alles in einem kalkulierbaren Zeitraum. Die Koalitionslösung fügt dem Ganzen noch einige kosmetische Verbesserungen hinzu, hauptsächlich städtebaulicher Natur, die aber auf Kosten der Zukunftsfähigkeit erkauft werden. Die Koalition sollte sich konstruktiv mit der von der Stadt und den Schienenträgern erarbeiteten Planung auseinandersetzen und statt über die Presse Stimmung zu machen für eine Lösung, die die Stadt nicht weiterbringt. Jahrzehntelang wird über die miserable Situation am Bahnhof gesprochen. Jahrzehntelang werden den Bürgern Versprechungen gemacht. Jahrzehntelang ist nichts geschehen. Wie lange will die Koalition mit diesen katastrophalen Zuständen am Bahnhof noch leben? Wie lange will man noch irgendwelchen imaginären Ideallösungen hinterherlaufen, um die möglichen Verbesserungen noch weiter hinausschieben zu können? Oberursel verspielt eine große Chance, wenn jetzt die Gunst des Hessentags nicht genutzt wird! Ich werde darauf drängen, dass kurzfristig eine Entscheidung gefunden wird."

Hans-Georg Brum
Bürgermeister
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Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 29. 01. 2008
Bahnhofsprojekt vor der Entscheidung
Beim Bahnhof steht die Stadt nach Aussage von Bürgermeister Hans-Georg Brum heute an einem Scheidepunkt. „Die Neugestaltung ist nach drei Jahren Vorplanung soweit eingeleitet, dass wichtige Schritte in den nächsten zwei bis drei Jahren realisiert werden können“, so Brum. Jetzt, da diese Punkte geklärt sind, bringt die CDU-FDP-Koalition eine neue Variante ins Spiel, die Zusammenlegung von U- und S-Bahn-Gleisen, die alles wieder in Frage stellt. Alle Projektbeteiligten – Bahn AG, RMV und DB-Netz, ebenso wie das Amt für Straßen- und Verkehrswesen – erklären, dass dadurch die gesamte Vorplanung zur Makulatur wird und das gesamte Projekt in Frage gestellt ist.

In einer gemeinsamen Stellungnahme informierten der Bürgermeister gemeinsam mit der zuständigen Projektkoordinatorin Ulrike Groß-Brilmayer und dem Leiter der Stadtplanung Arnold Richter über den Stand der Bemühungen.

Die aktuelle Situation:
Das gesamte Areal um den Bahnhof befindet sich in einem heruntergekommenen und vernachlässigten Zustand, weil seit Jahrzehnten kaum investiert wurde. Die Autos, die die Schienen queren wollen, finden unendlich lange Wartezeiten vor. In den Hauptverkehrszeiten sind die Übergänge für 37 Minuten in der Stunde gesperrt. Von Bommersheim gibt es seit Jahrzehnten keinen direkten Zugang zu den Bahnsteigen und auch nicht in die Innenstadt. Viele Schüler sind morgens gezwungen, den gefährlichen Weg über die Drei Hasen zu nehmen. Für Behinderte ist es schier unmöglich auf das Bahngleis zu kommen, der seit Jahrzehnten geforderte barrierefreie Zugang fehlt noch immer. Auch für ältere Menschen und Mütter mit Kinderwagen stellen die Treppen am Bahnhof ein schwer zu überwindendes Hindernis dar. Die Bahnhofsgaststätte ist bereits seit über langen 10 Jahren ausgezogen. Das Gebäude ist in weiten Teilen nicht benutzt und befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Von der Unterführung zu den Gleisen und der Toilettenanlage in der Nassauerstraße ganz zu schweigen.

Die marode Situation am Bahnhof strahlt auf die umliegenden Quartiere bis in die Einkaufsstraßen der Innenstadt ab und zieht die gesamte Umgebung herunter.

Es ist Zeit, dass die Verhältnisse endlich verbessert werden.


Stand der Planung:
Das Bahnhofsprojekt war lange in einer Sackgasse festgefahren, so der Leiter der Stadtplanung Arnold Richter. Weder bei Bahn/VGF noch beim Bund, der einen erheblichen Kostenanteil der 40 Millionen hätte mittragen müssen, war Bereitschaft vorhanden die 40 Millionen teure Tunnellösung dieses Projekts umzusetzen.

In langen, konstruktiven Gesprächen wurde seitens der Stadtplanung der Stillstand überwunden und eine gemeinsame Lösung mit den Schienenträgern erarbeitet, die von allen positiv mit getragen wird. Diese Lösung mit der das Projekt in finanzierbarer Form erneut zum Leben erweckt wurde, kann jetzt umgesetzt werden.

Grundlage dieser Planung ist – wie in der Variante der Koalition - der oberirdische Anschluss der Nassauer Straße an die Weingärten-Umgehung. Eine Tunnellösung ist nicht bezahlbar. Die Schienenführung der U 3 und die Lage des neu zu gestaltenden U-Bahnhofs würden allerdings bis auf geringe Anpassungen in der heutigen gewohnten Lage bleiben. Die zeitnahe Finanzierung dieser Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 9 – 10 Mio € wird von allen Beteiligten als gesichert angesehen, so Frau Groß-Brillmayer.

Relativ kurzfristig – innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre, also noch vor dem Hessentag – sind damit wesentliche Verbesserungen am Bahnhof möglich, so insbesondere:
die Unterführung für Fußgänger und Radfahrer nach Bommersheim,
diese Unterführung ermöglicht gleichzeitig den barrierefreien Zugang der Bahnkunden zu den S-Bahn-Gleisen,
die Neugestaltung des U-Bahnhofs einschließlich der Nebengebäude (Toiletten etc.)
sowie eine neue Platzgestaltung zusammen mit einem integrierten Busbahnhof zwischen Nassauer Straße und U 3 mit direkten Zugängen zu den schienengebundenen Verkehrsmitteln.
Ebenso ist die Sanierung des Bahnhofsgebäudes möglich, das jetzt gekauft werden soll.
Und der dringend notwendige Ausbau und Neugestaltung des Parkplatzes.

Für die beschriebene Planung haben alle Projektbeteiligten grünes Licht signalisiert. Zeitpläne sind aufgestellt, Zuschussmittel stehen in Aussicht, so zum Beispiel für den Durchstich nach Bommersheim mit einem barrierefreien Zugang zum Mittelbahnsteig der S-Bahn östlich des Empfangsgebäudes und der zentrale Omnibusbahnhof.

Im Zusammenhang mit dieser Lösung steht auch die Zukunft des Bahnhofsgebäudes. Hier hat die Stadtentwicklungsgesellschaft SEWO den Auftrag, den Ankauf voranzutreiben und wirtschaftliche Nutzungskonzepte vorzulegen. Ein Auftrag, der nur erfüllt werden kann, wenn Planungssicherheit bezüglich der zukünftigen Gestaltung des Umfeldes besteht.


Neue Planungsvariante der CDU/FDP Fraktionen:
Überraschend wurde von CDU und FDP jetzt kurz vor Weihnachten eine völlig neue Planung ins Spiel gebracht und breit publiziert. Diese sieht wiederum wie bei der Tunnellösung eine Verlegung der U-Bahngleise auf die Südseite des Bahnhofsgebäudes vor und verlegt aus Platzmangel den U-Bahnhof in den Gleisbogen Richtung Berliner Straße.

Diese Alternative, die auf den ersten Blick sehr attraktiv wirkt, wurde sofort von der Stadtplanung und einem eingeschalteten externen Verkehrsbüro geprüft und auch den Verkehrsunternehmen zur Stellungnahme vorgelegt. Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung am 21.01.08 kamen die Vertreter der Bahn, des VGF und des RMV mit der Stadt zusammen, um die Ergebnisse ihrer Prüfungen zusammen zu tragen und abzustimmen.

Dabei wurde drei Punkte deutlich: Es ist mit hohen Mehrkosten zu rechnen. Diese liegen laut Auskunft der Fachleute wahrscheinlich im zweistelligen Millionenbereich. Diese Mehrkosten werden sich nicht aufteilen lassen, sie müssten alleine von der Stadt getragen werden. Die Zusammenlegung der Gleise führt dazu, dass die Projektrisiken steigen. Viele Einzelpunkte sind einer Prüfung zu unterziehen. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind offen. Es kann durchaus sein, dass die gesamte Planung an einem Zwangspunkt scheitert. Die zeitlichen Verzögerungen wären ernorm und sie sind heute nicht klar kalkulierbar. Die Realisierung würde sich nach Auskunft der Bahnvertreter um 10 oder 15 Jahre hinauszögern, wobei heute nicht gesagt werden kann, ob überhaupt eine Realisierung auf dieser Basis möglich ist.

Deutlich wurde jedoch auch eine Reihe von Schwachpunkten der Planung:


Die Verlegung der U-Bahngleise erfolgt auf Gelände der VGF und der S-Bahn, die beide davon abraten. Für die Planung ist ein neues Planfeststellungsverfahren der Bahn erforderlich, d.h. die Planung läge nicht mehr in den Händen der Stadt. Die Planerkapazitäten der Bahn sind ausgesprochen begrenzt. Der Oberurseler Bahnhof hat für die Bahn im Vergleich zu anderen Großprojekten nicht die oberste Priorität.

Im Gleisbereich südlich des Bahnhofs, wo S-Bahn- und U-Bahn-Gleise parallel geführt werden, wird es sehr eng. Die Bahn AG würde dort gerne das vorhandene Überholgleis erhalten, um für spätere Entwicklungen beispielsweise in Zusammenhang mit der Regionaltangente West bahntechnisch gewappnet zu sein. Bei Wegfall dieses Gleises würde Oberursel zu einem einfachen Bahnhaltepunkt reduziert, - mögliche weitere Optionen würden aufgegeben. Man begibt sich für die Zukunft der Gestaltungsmöglichkeiten. Ob dieses Gleis aus bahntechnischer Sicht überhaupt entbehrlich ist, ist offen. Die Entbehrlichkeitsprüfung wird nach ersten Auskünften ein weiteres halbes Jahr in Anspruch nehmen. Tendenz negativ.

Auch wenn die Bahn der Aufgabe des Überholungsgleises zustimmen würde, wären die Sicherheitsabstände nicht eingehalten. Zwar fehlen lediglich 13 cm an lichter Breite. Weder Bahn noch VGF haben Zustimmung zu einer Reduzierung ihrer Sicherheitsabstände signalisiert. Überlegungen, die Südwand des Bahnhofsgebäudes abzutragen und um dieses Maß nach innen zu versetzen, ist wenig realistisch und können am Veto des Denkmalschutzes scheitern.

Um die neue Trassenführung zu ermöglichen, wäre ein Abriss des Stellwärterhäuschens erforderlich. Dazu ist die Zustimmung des Denkmalschutzes erforderlich.

U-Bahnhöfe im Gleisbogen werden heute von den Schienenträgern abgelehnt. Begründung: Durch die sich ergebenden Spaltmaße zwischen Bahnsteig und Wageneinstieg ist die Barrierefreiheit nicht zu gewährleisten.

Das Ausziehgleis der U-Bahn wurde bei den Planungen der Koalition nicht berücksichtigt. Dieses aber sieht die VGF als wichtig für ihren Fahrdienst an. Ein Verzicht auf dieses Gleis würde auch hier die Gestaltungsmöglichkeiten in der Zukunft einschränken.


Wie geht’s weiter???
„Wir müssen handeln und uns entscheiden was wir wollen“, beschreibt Bürgermeister Brum die gegenwärtige Situation. „Sollten die Mehrheitsfraktionen ihren Vorschlag durchsetzen sehe ich die Stadt in einer Position wie vor 5 Jahren. Wir fangen bei Null wieder an und laufen einer Planungsvision hinterher, die außer der Stadt niemand unterstützt. Zeitliche Umsetzung und Finanzierung offen. Es ist zu befürchten, dass damit, ähnlich der Tunnelplanung, einer Vision hinterhergelaufen wird, deren Scheitern bei realistischer Bertachtungsweise absehbar ist“.

Den großen Vorteil, den CDU und FDP in ihrer neuen Planung sehen, den schienenfreien Bahnhofsvorplatz, sieht Brum nicht. „Natürlich bietet ein großer freier Platz gute Chancen, aber auch Risiken. Wir haben genug Plätze in der Stadt, die wir mit Leben füllen müssen. Kein Entwurf hat nur Vorteile oder nur Nachteile.

Nachteile des Entwurfs der Koalition sieht Brum durchaus auch:


Der U-Bahnsteig rückt deutlich weiter von der Innenstadt ab, ein Komfortgewinn für die Fahrgäste ist dadurch nicht erkennbar. Im Gegenteil.
Oberursel erhält einen neuen großen Platz ohne Leben.
Durch die deutlich ungünstigere Lage der Gleise zueinander muss der Durchstich nach Bommersheim bis unter die U-Bahngleise verlängert werden. Die Unterführungslänge würde sich auf ca. 50m verdoppeln.
Die barrierefreie Erreichbarkeit der Unterführung wäre nur durch mehrere Fahrstühle zu gewährleisten. Bau-, Betriebs- und Unterhaltungsfragen der Fahrstühle sind ungeklärt.
Aufgrund der fehlenden sozialen Kontrolle ist deren Akzeptanz insbesondere in den Abendstunden in Frage zu stellen. Die Gefahren von Vandalismus, Verschmutzung und Kriminalität sind dadurch gegeben.
Zur nächsten U-Bahnhaltestelle an der Liebfrauenstraße ist es nur eine ganz kurze Strecke.

Größter Nachteil jedoch ist, dass der Bau des neuen U-Bahnhaltepunkts und ggf. auch die Unterführung unmittelbar von der Trassenverlegung abhängig sind und erst realisiert werden können, wenn diese gebaut ist.

Auch den Einwand, sich durch den Hessentag 2011 nicht zu vorschnellen Lösungen verleiten zu lassen, sieht Brum nicht stichhaltig. Die Planung wurde seit drei Jahren sorgfältig vorbereitet.

„Die Bürger haben es satt seit über 20 Jahren immer wieder neue millionenschwere Lösungen präsentiert zu bekommen, die dann doch nicht umgesetzt werden können. Ich kann und will mir nicht vorstellen, die Besucher des Hessentages an diesem Bahnhof in seinem jetzigen Zustand empfangen zu müssen. Wir sollten genau überlegen wie sich die Stadt präsentieren soll. Ich bin überzeugt, dass es gelingen kann, bis 2011 wesentliche Maßnahmen umzusetzen, bei allen Beteiligten stehen die Ampeln auf grün“.

Dies betrifft:


Den Neubau einer Fuß- und Radwegeunterführung östlich des Empfangsgebäudes
Die Umgestaltung der Bereiche zwischen Empfangsgebäude und dem U3 Haltepunkt
Den Neubau des U3 Haltepunktes
Den Neubau eines zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB)
Die Neuordnung und Gestaltung der P+R-Flächen am Bahnhof

Eine Reihe von Punkten aus dem Koalitionsentwurf sieht Brum durchaus darstellbar. Sie können auf Wunsch in das kurzfristig realisierbare Konzept übernommen werden.


Wenn das Gelände zur Verfügung steht, kann die Zufahrt zum Parkplatz auch ohne Schienenquerung erfolgen.
Auf die Querung der Gleise kann bei der Adenauer-Allee und der Feldbergstraße verzichtet werden.
Kurze Wege zwischen den Schienenträgern lassen sich durch Optimierung der Haltepunkte darstellen.
Durchaus überlegungswert ist der Verzicht auf ein Parkhaus.

Für den U-Bahnhof an seiner jetzigen Stelle hat die VGF der Stadt ein weitgehendes Mitspracherecht bei der Neugestaltung eingeräumt. Beispiele in anderen Städten belegen, wie Plätze gerade durch die Anlage von ÖPNV Verkehrsknoten belebt und städtebaulich ansprechend gestaltet werden können“.


Die Entscheidung

Das Zeitfenster für die Umsetzung der genannten Maßnahmen ist offen, aber klein. Der Stadt steht nicht unbegrenzt Zeit für eine Entscheidung zur Verfügung. Innerhalb der nächsten 6 Wochen muss eine endgültige Entscheidung über die grundsätzliche Planung rund um den Bahnhof getroffen werden, halbherzige Zwischenstufen sind nicht denkbar.
„Unsere Planungspartner verlangen Klarheit in der Position der Stadt," so Brum abschließend, "die Türen stehen offen und wir müssen die sich auch durch den Hessentag ergebenden Chancen zum Wohl der Stadt ergreifen. Nach 2011 wird es ungleich schwerer werden Maßnahmen mit Landesmitteln gefördert zu bekommen, auch da es sich abzeichnet, dass ab 2012 die bestehenden Zuschussprogramme völlig umgestellt werden sollen.

Alle Fakten liegen auf dem Tisch, nun ist die Politik gefragt“.


Hans-Georg Brum
Bürgermeister



Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 21. 11. 2007
Stadt will denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude erwerben – SEWO soll Gebäude sanieren und vermieten

Seit Jahren steht der Erwerb des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes in der öffentlichen und politischen Diskussion. Stimmen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 13. Dezember 2007 dem Magistratsbeschluss zu, werden nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Geplant ist der möglichst zügige Erwerb des Bahnhofsgebäudes durch die SEWO.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Vor allem im Hinblick auf die Ausrichtung des Hessentages 2011 ist allen Beteiligten klar, dass das Thema Bahnhof deutlich im Vorfeld gelöst und natürlich auch bestmöglich umgesetzt werden muss. Wir können nicht länger warten und kostbare Zeit verlieren. Wenn es jetzt nicht weitergeht werden wir diesen zentralen Bereich der Stadtentwicklung nicht mehr rechtzeitig in den Griff bekommen!“


Hintergrund

Vor allem der marode und heruntergekommene Zustand des Bahnhofsgebäudes wird seit vielen Jahren von allen Seiten beklagt. Der Zustand des Gebäudes steht im völligen Missverhältnis zur Bedeutung des Oberurseler Bahnhofs als Hauptverkehrsknoten des öffentlichen Personennahverkehrs der Stadt mit einem täglichen Fahrgastaufkommen von rund 8.000 Personen.

Für die Bahn stellt das Bahnhofsgebäude eine Altimmobilie dar, die nicht mehr für bahntechnische Kernaufgaben des Unternehmens benötigt wird. Von dieser Seite aus ist daher nicht mit einer Sanierung zu rechnen.

Für die Stadt Oberursel stellt das Gebäude in Verbindung mit den umliegenden Flächen eine große Chance dar, um an zentraler Stelle im Eingangsbereich zur Innenstadt wesentliche Akzente setzen zu können.
Folgende Ziele werden durch den Erwerb des Bahnhofsgebäudes verfolgt:


Aufwertung des Stadtentrees an stark frequentierter, zentraler Stelle
Verhinderung des weiteren Verfalls eines denkmalgeschützten Gebäudes
Belebung der Fläche durch adäquate Nutzung und damit soziale Kontrolle
positive städtebauliche Gestaltung
Impulse für umliegende Liegenschaften Richtung Bahnhofsplatz und Adenauerallee
Verbesserung der Sicherheit und Sauberkeit am Bahnhof
Verbesserung des kulturellen und gastronomischen Angebots in der Stadtmitte.

Der Kauf des Bahnhofsgebäudes ist ebenso von zentraler Bedeutung für die städtebauliche Neugestaltung des gesamten Bahnhofsareals und der Flächen in der Umgebung des Bahnhofs.

Um auf die zukünftige Entwicklung des Bahnhofsbereiches und der umliegenden Flächen Einfluss nehmen zu können ist es wichtig, dass das Bahnhofsgebäude in städtischer Hand bleibt.


Ausblick

Mit der Neuordnung der Verkehrsbeziehungen (neue Bahnsteigerschließung, Durchstich Bommersheim, neuer Busbahnhof) wird das Bahnhofsgebäude zukünftig seine Bedeutung als „Bahnhof“ verlieren. Insbesondere wird die Bahnhofshalle nicht mehr als Durchgangshalle zur Bahnunterführung benötigt, sondern steht voll für eine integrierte Nutzung des Gebäudes zur Verfügung.

Die Rolle des Bahnhofsgebäudes muss vor diesem Hintergrund völlig neu definiert werden. Es bleibt das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude an zentraler Stelle. Damit verbunden werden könnte zum Beispiel eine Bereicherung des kulturellen und gastronomischen Angebotes innerhalb der Innenstadt.

Mit der zur Verfügung stehenden Fläche zwischen Bahnhof und Frankfurter Landstraße steht ein attraktives Gelände zur Verfügung, mit dem unter städtebaulichen Gesichtspunkten ein wirtschaftlich tragfähiges Ensemble geschaffen werden kann. Das nordöstlich angrenzende Gelände der ehemaligen Güterhalle sollte mit vertretbarem Aufwand als P+R-Fläche hergerichtet werden.


Wirtschaftliche und finanzielle Aspekte

Die erforderliche Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit einem Kostenaufwand in Höhe von zwei bis zweieinhalb Millionen Euro kann nicht kostendeckend dargestellt werden. Das Gebäude bietet in sich zu wenig vermarktbare Nutzfläche, als dass damit die hohen Kosten einer Sanierung getragen werden könnten. In Verbindung mit der Fläche zu den Bahnschranken hin stellt es sich jedoch durchaus als wirtschaftlich dar.


SEWO soll sanieren und vermarkten

Vor dem Hintergrund des kurzfristigen Zuschussbedarfs für den Erwerb der Immobilie und in Verbindung mit einer langfristig profitablen Lösung ist es die einzige sinnvolle Lösung, dass die SEWO die Grundstücke erwirbt, das Gebäude saniert und dieses langfristig vermietet.
Um Kostenneutralität zu erreichen ist ein Sanierungszuschuss erforderlich, der aus dem Erlös anderer Grundstücks- bzw. Immobiliengeschäfte erzielt werden soll.


Nutzungskonzept für das Bahnhofsgebäude

Das Bahnhofsgebäude soll umgestaltet werden zu einem kulturellen Mittelpunkt in Oberursel.

Angedacht sind:
• ein attraktives gastronomisches Konzept in Verbindung mit einem renommierten Pächter
• ein kulturelles Angebot u. a. in den Räumen der jetzigen Bahnhofshalle und
• bahnbegleitende Dienste wie z.B. DB-Service-Store, Back Shop, Reisebüro etc.


Mit dem Durchstich nach Bommersheim und der damit einhergehenden Unterführung zu den Gleisen entfällt die Nutzung der Bahnhofshalle für Bahnzwecke. Die Halle kann somit für die Parterre-Nutzung zur Verfügung stehen. Das Empfangsgebäude ließe sich gut in das Gastronomie-Konzept integrieren, hier könnte ein zusätzlicher Raum z.B. für öffentliche Events geschaffen werden, der von der Gaststätte bewirtschaftet wird.

Die oberen Stockwerke bieten sich aufgrund der Parterre-Nutzung für eine gewerbliche oder kulturelle Nutzung an. Die Vermietbarkeit dieser Flächen steht außer Zweifel.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Der erst vor kurzem eröffnete Bahnhof in Eppstein wurde ebenfalls von der dortigen Stadtentwicklungsgesellschaft saniert und ist für mich ein gelungenes Beispiel, wie es laufen könnte. Dort wurden der RMV und das Bürgerbüro in die Konzeption einbezogen und damit sogar die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Fördermitteln geschaffen. Wenn wir den politischen Konsens finden kann ich mir dies auch hier sehr gut vorstellen!“



Hans-Georg Brum
Bürgermeister



Printausgabe der TZ vom 14.10.2006
Hohe Baulastkosten sind K.O.-Kriterium
Oberursel. Nachdem Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) zur Wochenmitte die Pläne der Verwaltung zur Umgestaltung des Bahnhofs vorgestellt hatte (wir berichteten), wollte die FDP in der jüngsten Stadtverordnetensitzung wissen, wie der Sachstand ist und welche Veränderungen sich bei der Planung der Schienenkreuzung seit Juni ergeben hätten. Außerdem wollte der liberale Fraktionschef Dr. Stefan Ruppert wissen, wieso kein ebenerdiger Übergang mehr geplant sei. Dies habe die Bahn abgelehnt, informierte Brum. Zwar es gebe niveaugleiche Bahnübergänge in Deutschland; jedoch sei offenbar keiner von ihnen so frequentiert wie der in Oberursel.

Den CDU-Fraktionsvorsitzenden Joachim Weiße interessierte die Haltung der Verhandlungspartner der Stadt zum „Gesamtwerk“ – „bisher haben wir nur Infos zu den Einzelmaßnahmen bekommen“, sagte er. Brum betonte, dass die Bahn nicht mehr vorbehaltlos städtebauliche Entwicklungen fördere, sondern zunächst das Ziel verfolge, den bestehenden Bahnübergang zu schließen, und dabei womöglich nach der für sie finanziell günstigsten Lösung suche. Deshalb habe die Stadt „eine Abfuhr“ erhalten, als sie weitergehende Pläne wie den lange ersehnten Tunnel oder auch die von der FDP im Kommunalwahlkampf vorgeschlagene Anbindung an die Gablonzer Straße vorgestellt habe.Heute wisse man, so Brum, dass die Baulastkosten – die Kosten, die entstehen, wenn die Stadt die laufende Unterhaltung sicherstellen will – unleistbar hoch seien. Die Stadt habe aber im Gespräch mit der Bahn nicht gleich von den Plänen Abstand genommen, um eine gute Verhandlungsposition zu haben. (ahi)

Mitteilung der Grünen vom 16.02.2006
„Bahnhof“
Erst Bürgermeister Brum hat das Thema wieder neu belebt, nachdem es unter dem früheren OBG-Stadtrat Häfner ins Koma gefallen ist.


Zuletzt bearbeitet von ... am 11.11.2013, 19:55, insgesamt 9-mal bearbeitet


 Lebenswertes und sicheres Umfeld rund um den Oberurseler Bah      Verfasst am: 14.08.2008, 21:16       Nach oben   


Eine Bürgerinitiative "Lebenswertes und sicheres Umfeld rund um den Oberurseler Bahnhof e.V." macht von sich reden.

Nächstes Treffen der Interessensgemeinschaft am 14.08.2008

Mehr Infos unter www.oberurseler-bahnhofsprojekt.de


29.08.2008 02:50 Uhr Lokales Oberursel der Taunuszeitung
Nassauer Straße: Anwohner tagen
Oberursel. Zu ihrer ersten großen Mitgliederversammlung trifft sich die Interessengemeinschaft «Lebenswertes und sicheres Umfeld rund um den Oberurseler Bahnhof» am heutigen Freitag in der Pizzeria Gioia, Adenauerallee 2. Beginn ist um 19.30 Uhr. In der Sitzung soll darüber gesprochen werden, welche rechtlichen Schritte gegen die Änderung des derzeit noch gültigen B-Plans für das Bahnhofsgebiet (mit Tunnellösung) ergriffen werden. Wie berichtet, will die Interessengemeinschaft verhindern, dass die Nassauer ausgebaut und an die Weingärtenumgehung angebunden wird. Stattdessen sollten die Ziele des ursprünglichen B-Plans auf Lärmminderung verwirklicht werden, so ihre Forderung. Anwohner der Nassauer Straße und Interessierte sind willkommen. (sob)


 Projekt Bahnhof / Weingärtenumgehung / Schließung Bahnüberga      Verfasst am: 02.07.2008, 21:24       Nach oben   


Weiterletung zum Thema Projekt Bahnhof / Weingärtenumgehung / Schließung Bahnübergang

27.06.2008 15:09 Uhr - Autor: Bursche - Projekt Bahnhof / Weingärtenumgehung / Schließung Bahnübergang
Hallo!
In der Presseerklärung vom 06.05.08 wird bezüglich Umsetzung des Bahnhofprojektes von der "Eisenbahnkreuzungsmaßnahme" gesprochen. D.h. am Bahnhof soll der Übergang gesperrt werden. Man erhofft sich durch die Weingärtenumgehung eine Entlastung der Adenauer Allee / Frankfurter Landstrasse.

Wird nicht aber auch Verkehr über die Stadtmitte Richtung 3 Hasen auf die Homburger Landstrasse verlagert? Und werden die Autofahrer aus Weiskirchen kommend nach Norden nicht weiterhin über die Homburger Landstrasse (Bommersheim)stadteinwärts fahren?

Ich habe gehört, dass vor einigen Jahren beschlossen wurde, die Homburger Landstrasse (Bommersheim / unterhalb der Schienen) als "Verkehrsberuhigte Zone" umzubauen (im Zuge des Bahnhofprojektes / Verkehrsplanung).

Kann mir jemand darüber Informationen geben? Gibt es einen solchen Beschluss? Wie sehen die Planungen diesbezüglich aus?


 Unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach      Verfasst am: 11.11.2007, 00:09       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach

29.10.2007 07:49 Uhr - Autor: Steckner - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Jetzt ist unser Bahnsteigdach fertig geworden, und hält sicherlich eine lange Zeit.
Doch sind wohl noch nicht alle Arbeiten erledigt, die Beleuchtung ist nur provisorisch (aber sehr schön hell), die Beschilderung fehlt noch, die Stützen des Daches sind "fuß-seitig" noch in Decken gehüllt. Und der Zugang durch die Unterführung ist noch unrenoviert.

Wie geht's jetzt weiter?

29.10.2007 13:17 Uhr - Autor: reckling - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Ja das mit dem Bahnhofsdach kann wirklich nur ein kleiner erster Schritt gewesen sein - nun muss es daran gehen, das Bahnhofsgebäude zu entwickeln und saubere, barrierefreie Zugänge zur S-Bahn zu schaffen.

Damit die Politik der Stadt dies anpacken kann, ist es unumgänglich, den Bahnhof mit den umliegenden Gelände von der Bahn abzukaufen, wie es zuletzt auch Kronberg und Bad Homburg gemacht haben.

Genau an diesem Punkt harkt es allerdings auf Grund der ablehnenden Haltung einer Fraktion im Stadtparlament. Es bleibt zu hoffen, dass sich in der Koalition am Ende die Vernunft durchsetzt und wir in der nächsten oder übernächsten Stadtverordnetenversammlung den Kauf und damit auch die Entwicklung des Bahnhofs mit seinem Umfeld beschließen können.

05.11.2007 21:39 Uhr - Autor: Christoph_Muellerleile - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Die Fraktion scheint ja nun eingelenkt zu haben. Es geht alles seinen Gang. Der Hessentag vollbringt schon jetzt wahre Wunder.

09.11.2007 23:04 Uhr - Autor: Taunushexe - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Mit dem Dach ist es ja nicht getan. Der ganze Bahnhof ist marode und sanierungsbedürftig. Hoffe da auf den Hessentag. Mit diesem Bahnhof machen wir keinen Staat. Ausgelatschte Stufen etc. Für Behinderte völlig untauglich. Musste da schon immer den Kinderwagen runter- und wieder hochschleppen. Da wär' UNSER Geld mal sinnvoll "verschleudert".

09.11.2007 23:09 Uhr - Autor: Taunushexe - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Hi, benötige Hilfe. Komme mit dem neuen, schwachsinnigen, Forum nicht klar. Wie neue Beiträge eingeben? Ist das extra so gemacht von der Stadt? Danke für Hilfe

10.11.2007 15:10 Uhr - Autor: Spätzlekenig - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Tja- ich muß mich auch erstmal da reindenken, hab den Startschuß vom neuen Forum nicht gehört... Aber so kompliziert ist das gar nicht. Wenn ich das schaffe, dann sollten andere erst recht keine Probleme damit haben.

Etzt grüß i elle, des send ned wenig- vo d Küschde Eiern Spätzlekenig

06.02.2008 08:41 Uhr - Autor: WModerau - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Mit Interesse verfolge ich in den letzten Tagen in der Zeitung die Berichterstattung über den Bahnhof. Wenn ich es richtig verstanden habe ist es so, dass ein Konzept des Bürgermeisters in ca. 3 Jahren umgesetzt sein könnte, dass aber die konservative Mehrheit dies verhindern will, weil sie kürzlich einen neuen eigenen Entwurf vorgelegt hat. Mir leuchten die Vorteile des neuen Entwurfs nicht ein, auch sind m. E. die Sicherheitsbedenken des Bürgermeisters dagegen nicht von der Hand zu weisen. Aber sei's drum, ich bin kein Fachmann, ich mag mich irren. Aber selbst wenn die neue Idee geringfügige Vorteile gegenüber dem fertigen Plan haben sollte, der Plan des Bürgermeisters sollte trotzdem schleunigst umgesetzt werden, weil:
ES MUSS ENDLICH ETWAS PASSIEREN !

Völlig weltfremd erscheinen mir die (laut FR) Aussagen der Koalitionssprecher, die von "übertriebener Eile" warnen. Wissen die nichts? Wieviele Jahre geht denn die Diskussion schon? Wann waren die jetzt verzögernden Herren Ruppert und Weiße denn zuletzt im Berufsverkehr auf dem S-Bahnsteig? Die barrierefreie Fußgängerunterführung muss endlich her.Über die Schienen springen nicht nur Jugendliche, da krabbeln und kraxeln alle Altersklassen, mit Kinderwagen und mit Rollator.
Selbst 2011 ist eigentlich viel zu spät. ("Übertriebene Eile", ha, ha, ha). Eine Sicherheit bringende Lösung wegen irgendwelchen ungeprüften neuen Ideen jetzt auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben wäre sehr gron fahrlässig. Muss denn erst jemand unter dem Zug liegen, ehe Politiker ihre egoistischen Spielchen beenden?
Bitte: Den Bahnhofsumbau jetzt!

12.02.2008 10:20 Uhr - Autor: Mike - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Da muss wahrscheinlich erst jemand überfahren werden, bevor was gemacht wird!

15.02.2008 08:41 Uhr - Autor: Kermit - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Gestern war ein interessanter Artikel in der FR über 40 Jahre "Verschönerung des Bahnhofs".
Wenn man dort liest was man in diesen 40 Jahren alles vorhatte, das für und wieder von Variante X gegenüber Variante Y, oder doch andersrum ?, wie dabei die Kosten explodierten, wer alles für oder gegen was war, dann kann man getrost weiteren Jahren mit neuen Plänen entgegensehen.
Bürgermeister Brum will dies, CDU/FDP wollen - wobei Zeit und Geld ? keine Rolle spielen - was anderes, Fokos O befürwortet das CDU/FDP-Modell, also richten wir uns noch auf eine lange Zeit mit dem Gammel-Bahnhof ein.

15.02.2008 13:28 Uhr - Autor: reckling - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Morgen am Samstag gibt es um 11.00 Uhr eine öffentliche Begehung des Bahnhofsgelände. Treffpunkt ist am Eingang bei den Taxen. Bürgermeister Hans-Georg Brum wird den Planungsstand und die beiden diskutierten Varianten vorstellen. Interessenten sind herzlich eingeladen.

07.03.2008 08:32 Uhr - Autor: B+A - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
Das aufwendigere CDU/FDP-Modell ist ganz klar auch das attraktivere
...aber für den Vorschlag der jetzigen Verwaltung spricht auch einiges:

-Die jetzige U-Bahn-Station könnte rechtzeitig bis zum Hessentag saniert und behindertengerecht umgestaltet werden, falls die Geleise dort bleiben, wo sie jetzt sind.
-Auch der Durchstich nach Bommersheim könnte vor 2011 realisiert werden.
-Rein von der Geometrie her ist es ungünstig, den U-Bahnausstieg in einer Kurve anzuordnen.
-Die Variante der Verwaltung scheint doch eindeutig die kostengünstigere zu sein.

Ist halt die Frage, ob bei einem "Jahrhundertprojekt" "Vernunft" die "Phantasie" verdrängen sollte ?

07.03.2008 10:49 Uhr - Autor: WModerau - unser Bahnhof mit renoviertem Bahnsteigdach
"Phantasie" steckt meiner Meinung nach eher im Entwurf der Verwaltung. Man kann jetzt anfangen, aber man hält sich gleichzeitig noch lange mehrere interessante Gestaltungsmöglichkeiten offen. Beispielsweise das dritte S-Bahngleis. Wenn die Tangenten - S-Bahn in den Westen Frankfurts und zum Flughafen mal kommt, würde dieses Gleis benötigt. Und eine U-Bahn Station in der Kurve verhindert an der Stelle auch phantasievolle andere Möglichkeiten.
Außerdem passt die superlange Fußgängerunterführung bei dem Gegenentwurf nicht mehr in die heutige Welt. Fußgängertunnels sollten so kurz wie möglich sein.

07.03.2008 13:12 Uhr - Autor: B+A - unser Bahnhof mit 3.S-Bahngeleis
Danke - ein Argument, dass -zumindest mir- neu ist.
Wenn man jetzt die U-Bahn nach hinten verlegt, verbaut man sich in der Tat weitere Ausbaumöglichkeiten.

Würde jetzt in 5 Minuten abgestimmt werden, würde ich wohl für den Vorschlag der Verwaltung stimmen.

Aber vielleicht kommen ja noch überzeugende Gegenargumente ? :

08.03.2008 20:27 Uhr - Autor: Spätzlekenig - ICE Strecke HG - FFM
Die Bedenken wegen der UBahn Station in der Kurve kann ich durchaus nachvollziehen. Wer eine Modellbahn hat weiß, wie sehr die Wagen in der Kurve über die Gleise überhängen- ebenso geschieht das bei der Tram. Zwischen Bahnsteig und Tram entsteht eine Lücke durch en Überhang, man könnte da- unbemerkt vom Fahrer der Elektrischen reinfallen = Arbeit für den Orthopädie- Techniker.
Was den Fußgänger- Tunnel angeht: Er solle möglichst kurz, hell ausgeleuchtet und wenn möglich Kameraüberwacht sein. Das schafft (hoffentlich) ein Gefühl der Sicherheit beim Benutzer...

Allen Usern/ Lesern einen schönen Abend- seine MaTjestät Spätzlekenig


Zuletzt bearbeitet von ... am 09.03.2008, 02:55, insgesamt einmal bearbeitet


 BAHNHOFSUMBAU : Bahnhofsumbau?      Verfasst am: 20.03.2006, 19:11       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Bahnhofsumbau

Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Beobachter Datum: 08.03.2004 08:37:08
Wie sieht es mit den Umbaumaßnahmen aus? Die letzten offiziellen Info´s waren, dass Anfang 2004 begonnen werden sollte. Ist das Projekt etwa auch dem Mautdesaster zum Opfer gefallen?


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Fred Binsenschneider Datum: 08.03.2004 12:44:45
AM besten mal die Suche Funktion verwenden, dazu steht nämlich schon einiges hier.


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: macallan Datum: 23.02.2006 15:12:06
Heute war in der FR ein Vorschlag von Jusos / SPD zu lesen. Genauer gesagt sind es drei Vorschläge, die auch einzeln umgesetzt werden könnten. Besonders den vorweggenommenen Bahnsteig auf Bommersheimer Seite fände ich gut.
Laut dem Artikel geht die Überlegung dahin, dass eine Einigung mit der Bahn über Teillösungen mit Kosten deutlich unter den Kosten des Gesamtprojektes von 40 Mio vielleicht schneller zu erreichen wäre. Daniel Reckling spricht von "sofort umsetzbaren Maßnahmen".
Nun, nach sovielen Jahren Reden wären erste Handlungen zur Verbesserung der Bahnhofsanlage wirklich nicht schlecht. Ich beobachte die "Schienenhoppserei" jeden Tag. Die Beweggründe der Menschen, die wie ich von vorne kommen und statt durch den Bahnhof links daneben über die Gleise auf den 80 cm hohen Bahnsteig kraxeln, kann ich nicht recht nachvollziehen. Dreckige Klamotten und Risiko wegen ein paar Sekunden Zeitersparnis erscheinen mir unwirtschaftlich. Es handelt sich auch meist um jüngere Leute, da sind vielleicht die Reflexe in Beinen und Armen schneller als weiter oben.
Auf Bommersheimer Seite ist die Sache anders. Die Zeitersparnis durch das Überqueren der Schiene ist beträchtig. Das sind auch nicht vorwiegend junge Leute, da klettern Menschen aller Altersgruppen, manchmal auch solche, denen ich an der Straßenkreuzung gerne meinen Arm als Halt bieten würde. Soll heißen, der Umweg um den Bahnhof 'rum wird von der Bevölkerung nicht angenommen, das ist Fakt. Soviel Strafzettelschreiber kann man gar nicht um die Bahnhofsanlage aufstellen, um das abzustellen.

An dieser Stelle will ich mal versuchen, das Politikerwort der "sofort" umsetzbaren Maßnahmen zu übersetzen. Ich vermute, gemeint ist ein paar Jahre weniger als die Gesamtlösung, aber immer noch ein paar Jahre. Wenn aber der Gedanke der SPD richtig ist, je geringer die Kosten desto eher eine Einigung mit der Bahn möglich, dann hätte ich hier noch einen Ergänzungsvorschlag:
Haut ein paar Büsche um, legt ein paar Bohlen auf die Schiene Richtung Bad Homburg und kloppt zwei Stufen in den Bahnsteig. Im Klartext: Baut einen Behelfsübergang über die Schiene, und zwar etwa am Ende des überdachten Bahnsteiges, unmittelbar vor dem Zughalt Richtung Bad Homburg.
Die finanzielle Einigung mit der Bahn wäre noch schneller möglich - die Stadt übernimmt den Gesamtbetrag (getaxt 10.000 € ?).
Die Bahn genehmigt und unterrichtet die Lokführer über eine "Langsamfahrstelle". Wenn der Behelfsübergang unmittelbar vor dem haltenden Zug ist, dann brauchen die nur die ersten 10 Meter mit halber Schrittgeschwindigkeit anzurollern, damit schlafmützige Passanten nicht unter den Zug geraten sondern nur sanft geschubst werden.
Sollte die Bahn trotz Kostenfreiheit die Bohlen nicht sofort genehmigen (das Prinzip, die Vorschriften, das war ja noch nie so, wo kommen wir denn da hin etc), dann wäre jedenfalls die Schuldfrage der Verzögerung klar, dann könnte öffentlich (Presse) und innerparteilich der Druck auf die Bahn mit guten Argumenten vergrößert werden.
Die Realität, wie ich sie jeden Tag beobachte, schreit förmlich nach einer solchen Hilfslösung. Ich denke in anderen zivilisierten Ländern ohne deutsche Bürokratie lägen in vergleichbarer Situation die Bohlen auf den Schienen seit 20 Jahren.


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: hudiblibu Datum: 23.02.2006 15:36:28
@Haut ein paar Büsche um, legt ein paar Bohlen auf die Schiene Richtung Bad Homburg und kloppt zwei Stufen in den Bahnsteig....usw.@
Diesen Vorschlag in Versform in den kommenden Karnevalssitzungen vorgetragen, das wird ein riesen Erfolg!
Wenn Du allerdings diesen Beitrag ernstgemeint hast, dann habe ich den leisen Verdacht, daß Du selbst schon mal die Gleise in verbotener Weise überquertest und Dir dabei zumindest eine kleine Gehirnerschütterung zugezogen hast.
Sorry, sieh es als karnevalistischen Eintrag, da gibt es allerdings auch oft einen ernsten Hintergrund.


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Tim Datum: 17.03.2006 10:52:27
Es ist immer wieder schön(?) zu sehen, wie sich im Vorfeld einer Wahl alle Parteien mit - wie sie meinen - zugkräftigen Themen beschäftigen.
So hat die CDU angekündigt, daß sich Herr Weiß am Samstag in der Vorstadt zur Initiative der CDU äußern will, die DB unter Druck zu setzen, damit am Bahnhof etwas geschieht.
Wenn man aktuell die Mehrheit (in einer Koalition) im Stadtparlament hat, mutet es schon lustig, nein besser peinlich an, wenn man ankündigt, jetzt in einer Sache etwas tun zu wollen, die man die ganze Zeit liegen ließ.


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Tim Datum: 17.03.2006 15:44:02
Entschuldigung für den Vertipper: Weisse heißt der Herr natürlich.


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Joachim Weisse Datum: 20.03.2006 09:44:22
Hallo Tim, da haben Sie aber die Arbeit der CDU im Stadtparlament zu diesem Thema nicht wirklich verfolgt.
Wir haben in der letzten Stadtverordnetenversammlung durch einen Änderungnsantrag zum wiederholten Male den Magistrat gebeten, die Bahn aufzufordern endlich Ihren Verpflichtungen nachzukommen. Der Bürgermeister führt doch laut der Presse immer wieder ( und das schon seit 3 Jahren ) die Gespräche mit der Bahn. Nichts tut sich. Setzt er überhaupt die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung um. Gibt er die Aufforderung an die Bahn weiter??? Nach 3 Jahren müßte sich doch mal was getan haben.


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: toertsche Datum: 20.03.2006 19:35:45
Ich liebe die Parteien... Erst selber nichts gebacken bekommen und dann die Schuld auf den Bürgermeister schieben, der seit drei Jahren im Amt ist... Was ist denn die Jahre davor passiert unter Herrn Krämer? Genausowenig...



Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Beobachter Datum: 09.03.2004 09:14:30
Danke für den Tip, aber die Seiten sind jetzt schon 18 Monte alt und bei der letzten Versammlung vor einem Jahr wurde von einem Baubeginn Anfang 2004 gesprochen. Es wäre langsam einmal angebracht von offizieller Seite etwas zu hören.
Wenn es nichts neues gibt sollte aus dem Rathaus zumindest die Info kommen, dass man zur Zeit keine weiten Info´s geben kann.


Betreff : Bahnhofsumbau voraussichtlich ab Frühjahr 2005 Autor: Forum Oberursel Datum: 09.03.2004 11:58:25
Unsere letzte offizielle Mitteilung hierzu wurde nicht vor 18 Monaten, sondern am 09.12.2003 im Thema "Bahnhofsumbau?" veröffentlicht. Der Wortlaut:

"Wir gehen derzeit davon aus, dass mit dem Umbau am Bahnhof Oberursel im Zuge des "Bahnhofsprojekts" im Frühjahr 2005 begonnen werden kann. Derzeit laufen die abschließenden Vertragsverhandlungen zwischen den Beteiligten (Bahn-AG, Verkehrsgesellschaft Frankfurt und der Stadt Oberursel).
Sobald diese abgeschlossen sind ist es beabsichtigt, parallel zur Erarbeitung der Detailplanungen, eine umfassende Bürgerbeteiligung zu unterschiedlichen Themenkreisen (Fachforen) durchzuführen. Über Inhalt und Zeitpunkt dieser Foren wird von Seiten der Stadt rechtzeitig informiert werden."

Neuere Informationen liegen mir zur Zeit nicht vor.
Kristin Vlk


Betreff : Bahnhofsumbau Autor: Beobachter Datum: 09.03.2004 18:11:20
Vielen Dank für die Info. Ich hoffe nur, dass Termin nicht wieder verschoben wird.


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