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 PREESEBERICHTE      Verfasst am: 10.07.2011, 05:58       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 28. 07. 2011
Durchgeatmet nach dem Hessentag – jetzt geht es weiter: Die Schwerpunkte der Stadtentwicklung für die 2. Jahreshälfte 2011
Nach dem letzten Open Air des Hessentages am 19. Juni 2011 und den sich anschließenden Abbau- und Aufräumarbeiten in der Stadt begann mit den Sommerferien das „Durchatmen“ für alle Beteiligten, aber auch für die Bürger der Stadt, die die notwendigen Einschränkungen während der 11 Tage im Juni mit großem Verständnis mitgetragen haben.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Wir haben in den letzten zwei Jahren vor dem Hessentag gezeigt, wie sich die Stadt durch eine verbesserte Infrastruktur (Hohemarkstraße, S- und U-Bahnhöfe) und durch einzelne Gestaltungsmaßnahmen (Adenauerallee und Holwegplätzchen) insgesamt positiv verändern kann. Wir haben daraus gelernt und wollen alles daran setzen, diesen Schwung mitzunehmen und Oberursel weiterhin als moderne, wandlungsfähige und agile Stadt zu präsentieren. Aus diesem Grund werden wir mit Augenmass und wohlüberlegt, gleichzeitig aber auch mit der erforderlichen Energie neue Projekte anstoßen und begonnene Vorhaben fortführen.“

Die Projekte der 2. Jahreshälfte 2011:

Gewerbeflächen am Bahnhof Weißkirchen:
In den nächsten Jahren wird die Stadt auch am Bahnhof Weißkirchen Flächen entwickeln, die durch ihre Lage unmittelbar am S-Bahnhaltepunkt Weißkirchen und ihre Nähe zu Steinbach / Eschborn und der A66 eine eigene Qualität aufweisen. Das Gebiet unterteilt sich in zwei Bereiche:

südlich der Kurmainzer Straße, mit einer Fläche von rund acht Hektar geht es um Bestandssicherung und Erweiterungsmöglichkeiten der Firmen MAZDA und DESTACO
nördlich der Kurmainzer Straße geht es darum, eine Sanierungsmöglichkeit für bestehendes Kleingewerbe zu schaffen und anderen Unternehmen weitere Flächen anbieten zu können. Insgesamt stehen hier weitere zwei Hektar zur Verfügung.

Am Bahnhof Weißkirchen sind allerdings noch planungsrechtliche Hürden zu nehmen, bevor an eine Vermarktung gedacht werden kann. Aber auch hier werden erste Weichen für 2012 gestellt; um möglichst frühzeitig Unternehmen an die Stadt zu binden.

Wohnen und Einkaufen
...im Oberurseler Süden sollen die Planungen für den Bau des neuen EDEKA-Marktes in Weißkirchen zum Abschluss gebracht werden. Die betreffende Entwicklungsfläche liegt an der Frankfurter Landstraße und war in den letzten Jahren weitgehend sich selbst überlassen. Flora und Fauna mussten deshalb umfangreich untersucht werden, bevor das notwendige Bebauungsplanverfahren in die Zielgerade gehen kann. Dies wird aber bis Jahresende 2011 erfolgt sein, so dass auch hier 2012 das Jahr der Baustelle sein wird.

Stadtentwicklungskonzept
Unabhängig von dem genannten Einzelthema hat die Stadtverordnetenversammlung mit ihrem Beschluss vom 8. Juni 2011, ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten, eine umfassende Diskussion angestoßen, die Oberursel über das Jahr 2011 hinaus bestimmen wird. Hier geht es um Grundsatzfragen zur Stadtentwicklung, zum Verkehr und der zukünftigen Entwicklung der Gesamtstadt. Mit dem genannten Beschluss ist die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept für den Entstehungsprozess eines Stadtentwicklungsplanes vorzulegen. Erste Weichenstellungen hierzu sind getroffen. „Der erste Schwerpunkt wird in der Innenstadt liegen und klar ist auch, dass Bürgermeinung in diesem Prozess großgeschrieben wird“, so Brum abschließend.


Printausgabe der TZ vom 23.08.2005
Bommersheim: Metzger denkt an Schließung
Von Michael Neumann

Bommersheim. Die Einkaufssituation in Bommersheim könnte sich zum Jahresende vor allem für die älteren Bewohner weiter verschlechtern. Nachdem Rewe seinen HL-Markt in der Bommersheimer Straße Ende 2004 geschlossen hatte, blieben nur noch zwei Bäckereien und eine von früher einmal drei Metzgereien für die Nahversorgung übrig. Jetzt denkt Metzger Winfried Gebhardt darüber nach, seinen Betrieb in der Bommersheimer Straße 93 in nächster Zeit zu schließen.

«Seit der HL-Markt dichtgemacht hat, haben wir viele Kunden verloren», sagt Gebhardt. «Bis dahin kauften die Leute beim HL ihren Tagesbedarf an Lebensmitteln ein und holten sich Fleisch und Wurst in unserer Metzgerei. Jetzt kaufen sie bei uns nur noch das, was sie beim Supermarkt vergessen haben», erklärt Gebhardt.
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In den Vormittagsstunden gingen die Geschäfte noch einigermaßen, weil vor allem Arbeiter hier unter zehn Angeboten ihr Frühstück auswählen können, aber am Nachmittag sei «tote Hose». Gebhardt: «Da verlieren sich gerade noch vier oder fünf Kunden in unserem Laden.» Eine Verkäuferin könne sich die Metzgerei ohnehin nicht mehr leisten.

«Wenn ich den Betrieb nicht allein mit meiner Frau führen würde, hätten wir längst schließen müssen», sagt Gebhardt, der die Metzgerei nun schon im 31. Jahr führt.

Auch Bommersheimer Vereine, die früher für ihre Feste bei der Metzgerei Gebhardt eingekauft hätten, würden nun in die Supermärkte oder Großmärkte fahren. Gebhardt: «Die Kunden fragen heute ja nicht mehr nach Qualität, sondern nur danach, wo sie möglichst billig einkaufen können.» Und an Märkten gebe es in der näheren Umgebung mit Minimal, Penny, Lidl und zwei Mal Aldi übermäßige Konkurrenz. «Das macht einfach keinen Spaß mehr», sagt Gebhardt, der in wenigen Wochen 65 Jahre alt wird. Eine Weile will sich der Metzger die Entwicklung noch ansehen. «Wenn’s nicht besser wird, versuche ich vielleicht einen Pächter zu finden, oder ich mache ein für alle Mal zu.»

Bessern könnte sich die Einkaufssituation, wenn die ehemaligen Verkaufsräume des HL in der Bommersheimer Straße wieder genutzt würden. Kurz vor der HL-Schließung war die Stadt noch «sehr zuversichtlich, dass ein Einzelhandel das Geschäft wieder beziehen wird». Das sei auch im Interesse des Eigentümers. Inzwischen ist ein Dreivierteljahr vergangen, doch eine Lösung wurde noch nicht gefunden, der Laden steht noch immer leer.

Doch die Stadt bemühe sich weiterhin darum, die Nahversorgung in Bommersheim wieder zu verbessern, so Nina Kuhn, die Pressesprecherin der Stadt. Danach richteten sich auch zwei Nutzungskonzepte, die zurzeit auf ihre Machbarkeit hin überprüft würden.


Printausgabe der TZ vom 11.06.2005
29er-Bus hält nicht mehr an der Krebsmühle
Weißkirchen. RMV-Kunden aus Weißkirchen, die bisher an der Haltestelle Niederursel/Krebsmühle in den 29er-Bus einsteigen konnten, müssen sich ab kommenden Montag nach einer neuen Verkehrsverbindung umschauen. «Künftig wird die Buslinie 29 auch die Haltestellen Bernadottestraße, Lurgiallee und Uni-Campus Riedberg anfahren, dafür entfällt für diese Linie die Haltestelle Krebsmühle», heißt es lapidar in einer Fahrgastinformation auf den Internetseiten des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Der Halt Krebsmühle, seit vier Jahren auch Station für die Linie 29, bot den Weißkirchenern die Möglichkeit, direkt in die Nordweststadt oder, in der anderen Richtung, nach Kalbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach zu gelangen, ohne umsteigen zu müssen.

Zu den Fahrgästen, die die Linie 29 nutzten, gehört der Sohn von Sabine Desor, der die Anna-Schmidt-Schule in Nieder-Erlenbach besucht. Seine Mutter kann nicht verstehen, dass die Bushaltestelle von der Linie 29 nicht mehr bedient wird. «Vor vier Jahren haben RMV-Vertreter zugesichert, dass der 29er-Bus dauerhaft hier halten wird», sagt Sabine Desor. Ihr 14-jähriger Sohn muss nun zwei Mal umsteigen, um zur Schule zu gelangen. Sabine Desor ärgert sich auch darüber, dass die Änderung der Linienführung erst am Montag dieser Woche bekannt gegeben wurde. Dass den Kunden als Alternative genannt wurde, die Buslinie 872 Richtung Kronberg zu nutzen, hält sie für einen «schlechten Scherz». Desor: «Das ist die entgegengesetzte Richtung.» Die erzürnte Kundin hat schon 20 Unterschriften von ebenfalls verärgerten Fahrgäste gesammelt. Ob sie den RMV damit konfrontieren wird, weiß Sabine Desor noch nicht.

Von der Zusage eines dauerhaften Betriebes des Halts Krebsmühle für den 29er-Bus weiß Klaus Linek, Pressesprecher von Traffiq, der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt, die die Verkehrsplanungen für den RMV übernommen hat, nichts. Vielmehr sei der Halt Krebsmühle «von Anfang an ein Provisorium gewesen». Linek: «Es war immer geplant, die Buslinie 29 über den Riedberg zu führen, sobald die Straßen dort gebaut sind. In diesem Bereich haben wir ein großes Fahrgastpotenzial.» Für Kunden, die Richtung Nordweststadt fahren wollten, bleibe die Buslinie 872 erhalten. (new)


Printausgabe der TZ vom 10.06.2005
Markt in Oberstedten schließt 2006
Von Christoph Rech

Oberursel. Die Nahversorgung zu sichern ist auch in Oberursel nicht einfach. Dort, wo Lebensmittelgeschäfte verschwinden, ist es schwierig, neue Läden zu etablieren. «Wir haben Probleme mit dem Einzelhandel in allen Ortsteilen», gab Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) unumwunden zu. Als Ursache nannte er am Mittwochabend im Bau- und Umweltausschuss die gestiegenen Flächenanforderungen der Discounter und Lebensmittelketten. Eine Verkaufsfläche von etwa 400 Quadratmetern werde von Unternehmen als nicht mehr rentabel eingestuft. Zwar würden Lebensmittelketten an Oberursel großes Interesse zeigen, jedoch nicht für kleinere Geschäfte in der Nahversorgung. Im Gegenteil: In Oberstedten werde Tengelmann im kommenden Jahr aus dem Geschäft gehen, dort könne aber künftig ein Marktcenter mit Gastronomie entstehen, stellte Brum in Aussicht. Und in Weißkirchen wolle die Stadt einen Markt an der Frankfurter Straße ansiedeln. In Frage komme entweder ein Geschäft mit Vollsortiment oder ein Discounter, so Brum, der allerdings keine Namen der Lebensmittelketten nennen wollte.

Düster bleibt auch weiterhin die Versorgungslage in Stierstadt. «Das ist ein tragisches Kapitel», meinte der Rathauschef. Denn die Stadt sei mit dem Markendiscounter Netto bereits auf einem guten Weg gewesen, dann sei das Unternehmen aber von einer anderen Kette geschluckt worden.

Insgesamt ist es «unendlich schwer voranzukommen», bedauerte Brum. «Viele gute Modelle sind schon gescheitert.»

Die Nahversorgung war jedoch nicht das einzige Thema. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten über einen Prüfantrag in Sachen Verkehrsentlastung in Stierstadt ab; der Magistrat soll für Stierstadt langfristige Konzepte zur Verkehrserschließung und -entlastung entwickeln. Außerdem warnte die SPD-Fraktion vor zusätzlichem Durchgangsverkehr. Beim Neubau von Straßen bestehe immer die Gefahr, «dass man Verkehr anzieht», sagte Jutta Niesel-Heinrichs (SPD) mit Blick auf das Baugebiet Borngrund. Die Verkehrsprobleme etwa in der Taunusstraße und Weißkirchener Straße seien lange bekannt, meinte Jürgen Aumüller (CDU). Daher sei es nun Zeit, Taten folgen zu lassen und ein Gesamtkonzept zu erstellen.

Ein weiterer Antrag lag dem BUA aus dem Stadtparlament vor: Die Fußgängerampel an der U-Bahn-Haltestelle «Kupferhammer» ist den Fraktionsmitgliedern der Wilo-Freie Wähler nicht behindertengerecht genug. Denn Rollstuhlfahrer müssten laut Reinhart Stoll einen Riesen-Umweg bei der Überquerung der Hohemarkstraße in Kauf nehmen. Daher stellte die Fraktion den Antrag, die Fußgängerampel zu verlegen. «Der Umbau an der Haltestelle ist eine totale Fehlplanung», schimpfte Ausschussmitglied Reinhart Stoll, der sich auch über den inzwischen begrünten Streifen entlang der Bahngleise beklagte. Denn der Streifen könne nicht mehr von Fußgängern genutzt werden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Eggert Winter entgegnete: «Die Ampel ist am richtigen Ort.» Sie gewähre den Schulkindern der Waldorfschule und der Grundschule Camp King einen sicheren Weg über die stark befahrene Hohemarkstraße. Friedrich W. Krause (OBG) gab zwar zu, dass «die Verhältnisse für Behinderte nicht optimal» seien, dennoch lehnten OBG wie CDU, FDP, Grüne und SPD den Antrag im Hinblick auf die Schulwegsituation ab.


Printausgabe der TZ vom 12.11.2004
HL schließt zum Ende des Jahres
Bommersheim. Noch 2003 war die Stadt davon ausgegangen, dass Rewe seinen HL-Markt in Bommersheim bis zur Fertigstellung seines neuen Toom-Lebensmittelmarktes im Gewerbegebiet «Drei Hasen» weiterbetreibt. Doch der Konzern hat offenbar andere Pläne. Nach Angaben der Stadt steht der Supermarkt an der Ecke Wallstraße/Bommersheimer Straße den Kunden nur noch bis Ende des Jahres zur Verfügung. «Wir verhandeln derzeit um die Nachfolge», sagte gestern Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

Dass Rewe den Markt schließen will, ist seit längerem bekannt. Zunächst war nur ein Umzug geplant. Wie berichtet, wollte der Konzern einen neuen, größeren Markt im Süden des Ortsteils eröffnen. Doch das Geschäft platzte. Das Grundstück an der Mutter-Theresa-Straße war Rewe nicht groß genug. (mj)

Meldung der TZ vom 14.089.2004
Mit der Präsenz der Post in Oberursel befasst sich ein Antrag der Grünen. Sie wollen den Magistrat beauftragen, mit der Post zu verhandeln, mit dem Ziel, alle Brief- und Paketdienstleistungen in einer Filiale an der Berliner Straße zu konzentrieren und in jedem Stadtteil mindestens eine Poststelle anzubieten.


Artikel der FR vom 15.04.04
PROTEST Unterschriften gegen Ende von HL und Naspa
Oberursel · 14. April · jüs · Mit einer Unterschriftenaktion will die CDU Weißkirchen gegen die angekündigte Schließung des HL-Marktes im Mauerfeld und der Naspa-Filiale im Ortsteil protestieren. Am Samstag, 17. April, werden CDU-Mitglieder von 9.30 bis 11.30 Uhr an einem Info-Stand vor dem HL-Markt in der Mauerfeldstraße Unterschriftenlisten auslegen. Sie sollen dann an die Firmenzentralen weitergeleitet werden. Ortsvorsteher Thorsten Schorr (CDU) hatte die beabsichtigte Schließung des Nahversorgers zum 7. Mai gegenüber der FR als "Katastrophe für den Ortsteil" bezeichnet. Die Nassauische Sparkasse will ihre Filiale am 1. Mai dicht machen.


Bericht der Frankfurter Rundschau vom 17.04.04
NASPA-SCHLIEßUNG
Rosentreter korrigiert Stellungnahme

Oberursel · 16. April · jüs · Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) hat sich gegenüber der Geschäftsleitung der Nassauischen Sparkasse für eine Äußerung gegenüber der Frankfurter Rundschau entschuldigt. In einem Bericht über die geplante Schließung der Naspa-Zweigstelle Weißkirchen hatte Rosentreter kritisiert, dass die Stadt nicht vorab von den Plänen des Geldinstituts informiert worden sei. Nun teilte Rosentreter mit, Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) sei sehr wohl informiert gewesen, zurzeit der FR-Anfrage habe Brum aber im Urlaub geweilt. Ihm selbst habe die Information über das Gespräch mit der Sparkasse jedoch nicht vorgelegen, schreibt Rosentreter in seiner Stellungnahme.


Printausgabe der TZ vom 05.05.2004
HL-Schließung: Bring-Service als Ersatz
Von Anke Hillebrecht
Weißkirchen. Aus der Taunus Zeitung erfuhr Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) kurz vor Ostern, dass der HL-Markt in der Mauerfeldstraße geschlossen werden soll – und das schon im Mai. In Gesprächen mit der Firma Rewe und potenziellen anderen Betreibern hat sich der Magistrat daraufhin bemüht, die Möglichkeiten für den Erhalt des Marktes auszuloten. Mit einigem Erfolg: Zwar konnten die Stadtväter die Schließung des Supermarktes nicht verhindern, sie konnten Rewe aber zumindest dazu bewegen, einen anderen Beitrag für die Sicherung der Nahversorgung im Stadtteil zu leisten. Dieser dürfte vor allem für ältere Weißkirchener interessant sein: Der Lebensmittel-Konzern wird künftig einen "Bring-Service" oder "Kuli-Service" anbieten.

Die Bürger im Oberurseler Norden wissen schon, wie dies funktioniert: Über einen Prospekt können sie aus dem vollen Sortiment eines HL-Marktes Waren auswählen und diese zu den gleichen Preisen wie im Supermarkt bestellen. Alle zwei Wochen sollen nun auch die Weißkirchener einen solchen Prospekt erhalten. Im Internet sind die Angebote ebenfalls zu lesen. Unter einer gebührenfreien Rufnummer können sie die Lebensmittel bestellen. Auch die Lieferung kostet nichts – einzige Voraussetzung: Der Einkauf muss mindestens 15,50 Euro wert sein. Wird einmal weniger benötigt, so ist es ratsam, sich mit Nachbarn zusammenzuschließen. Wer seine Bestellungen bis 15 Uhr – samstags bis 12 Uhr – durchgibt, erhält die Waren noch am selben Tag.

"Dieser Lieferservice kann uns zwar den HL-Markt nicht ersetzen", räumt der Bürgermeister ein. In der gegenwärtigen Situation sei er aber immerhin ein wichtiges Angebot, findet Brum und denkt besonders an nicht motorisierte ältere Bürger. Er versichert, dass sich die Stadt weiterhin bemühe, einen anderen Lebensmittelanbieter für das bald verlassene Geschäft in der Mauerfeldstraße zu finden. Anfragen an andere Supermarktketten hätten allerdings keinen Erfolg gehabt.

Wie berichtet, will Rewe auf dem Gelände künftig einen Getränkemarkt betreiben. Die Stadt versucht nun, daneben außerdem einen kleinen privaten Lebensmittelladen unterzubringen. Unabhängig davon stehe die Stadt in Kontakt mit dem türkischen Lebensmittelladen in der Kurmainzer Straße. Im Rathaus besteht der Wunsch, dass der Laden sein Lebensmittelangebot erweitert.

Auch in der Berliner Straße in Steinbach ist vor wenigen Wochen ein HL-Markt geschlossen worden, der durch einen Getränkemarkt ersetzt wird. Grund für diese Veränderungen sind die Verkaufszahlen, die nach Ansicht des Rewe-Konzerns mit der Ladenfläche zusammenhängen. Auch im Weißkirchener HL-Markt seien sowohl Kunden-, als auch Umsatzzahlen zu gering und noch dazu rückläufig gewesen, wie Brum in Erfahrung gebracht hat.

Bei Rewe habe man dem Rathauschef erklärt, dass die Kosten für den nur 435 Quadratmeter großen Markt in der Mauerfeldstraße viel zu hoch gewesen seien. Ein moderner Supermarkt müsse mindestens 1000 Quadratmeter groß sein – zum Vergleich: Der Edeka im Camp King erstreckt sich über 2400 Quadratmeter. Und statt der 15 Parkplätze, die der HL in Weißkirchen hatte, müssten mindestens 50 Stellplätze her. Bei Rewe ist man überzeugt, dass die meisten Verbraucher dort nur noch Ergänzungseinkäufe erledigt hätten. Ihren Hauptbedarf deckten sie bei Discountern oder Selbstbedienungswarenhäusern.


Bericht der Fr vom 06.05.04
Lieferservice ersetzt Supermarkt
HL-Markt in Weißkirchen schließt am Freitag / Lebensmittel frei Haus / Rewe: "System funktioniert wunderbar"

Ab Freitag sind die 5000 Bewohner von Weißkirchen ohne Supermarkt. Der HL in der Mauerfeldstraße schließt trotz Protesten und Unterschriftenaktionen für immer. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) will sich mit "allen Mitteln für die Grundversorgung" der Weißkirchener einsetzen.
VON JÜRGEN STREICHER

Oberursel · 5. Mai · Die "Katastrophe für den Ortsteil", die Ortsvorsteher Thorsten Schorr (CDU) bei der Ankündigung der Schließung kommen sah, ist abgewendet. Weißkirchen muss nicht hungern, und auch wer nicht mehr mobil ist, um die umliegenden Großmärkte zu erreichen, soll weiterhin HL-Kunde sein können. Möglich macht's ein Bestellsystem, mit dem der HL sozusagen direkt vor der Haustür vorfährt. Ein kostenfreier Anruf genügt, schon ein paar Stunden später wird die gewünschte Ware ins Haus geliefert. "Wir können hier zwar keine Optimallösung anbieten", so Bürgermeister Brum, wohl aber die Nahversorgung im Ortsteil sicherstellen.

Der alte HL, der mit seiner Ladenfläche von 435 Quadratmetern und 15 Parkplätzen nicht mehr ins Konzept der Rewe-Handelskette passt, liegt direkt neben einem Altenwohnheim. Nicht lohnende "Ergänzungseinkäufe", so ein Rewe-Sprecher, haben für geringe Umsatz- und Kundenzahlen gesorgt, die Schließung war nicht aufzuhalten. Moderne HL-Märkte bieten 1000 bis 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche und 50 Parkplätze. Für einen Getränkemarkt reicht der Platz in der Mauerfeldstraße noch, er soll bereits nächstes Wochenende eröffnet werden. Es bleibt ein türkischer Lebensmittelladen in der Kurmainzer Straße, es bleibt der Wochenmarkt am Samstag mit ein paar Ständen auf dem Parkplatz neben der Bleiche.

Der Bringdienst "Kuli-Serve" soll nun Weißkirchens HL-Zukunft sein. Die Anlieferung der bestellten Waren läuft über den Minimal-Markt in Kronberg, der ebenfalls zum Rewe-Konzern gehört. Von dort wird der gesamte Vordertaunus beliefert, Oberursel und die Ortsteile Bommersheim und Stierstadt gehörten bereits zum Kundenkreis. Als der HL im Rosengärtchen aufgegeben und vor zweieinhalb Jahren die Filiale in der Korfstraße mit den gleichen Argumenten wie jetzt geschlossen wurde, diente "Kuli-Serve" für viele ehemalige Kunden als Notlösung. Ein "schöner Service", wie es Wolfram Schmuck aus der Rewe-Pressezentrale in Köln nennt. "Das System funktioniert wunderbar", so Schmuck, Tausende Stammkunden seien bereits gewonnen worden. Manche wollten den Service gar nicht mehr missen.

Die Lieferung ist kostenfrei, der Bestellanruf bei freundlichen Serviceleuten ebenfalls. Alle Sonderangebote werden auch an die Haus-Kunden weitergegeben, die Auslieferung übernehmen HL-Partnerunternehmen. Einzige Bedingung ist eine Mindesteinkaufssumme von 15,50 Euro. Dann, heißt es in Kronberg, kann man den Kuli auch dreimal am Tag bestellen. Erfolgt die Bestellung montags bis freitags vor 15 Uhr und samstags vor 12 Uhr, erhält der Kunde die Ware noch am gleichen Tag. Bis 21 Uhr sind die Lieferfahrzeuge werktags unterwegs, samstags bis 16 Uhr. "Diese Lösung kann zwar den HL-Markt nicht ersetzen", so Brum, "aber vor allem für die älteren Menschen ist es ein wichtiges Angebot".

Kuli-Serve ist unter der Telefonnummer 0800-12 69 630 erreichbar. Den Katalog mit dem Warenangebot lässt Rewe an alle Haushalte verteilen, ebenso Werbezettel mit Sonderangeboten. Es kann auch im Internet unter www.minimal.de abgerufen werden.


Printausgabe der TZ vom 22.05.2004
Fünf Wochen „rollende Post“
Von Michael Neumann

Weißkirchen. Die Bürger Weißkirchens müssen einen weiteren Einschnitt in Sachen Grundversorgung hinnehmen – zumindest vorübergehend. Am kommenden Dienstag nämlich schließt die Postagentur im Schreibwarenladen von Klaus Tessarek in der Kurmainzer Straße. Anfang Mai erst hatten die Filiale der Naspa in der Kurmainzer Straße und der HL-Markt im Mauerfeld ihre Tore geschlossen. In den Verkaufsräumen des HL-Marktes betreibt Rewe inzwischen einen Getränkemarkt.

[color=orange]Den Vertrag über die Postagentur im Laden von Tessarek hatte die Post AG zum 25. Mai gekündigt. «Aus verschiedenen Gründen», wie Post-Pressesprecher Alexander Böhm gegenüber der TZ erklärte. Der neue, «angepasste» Vertrag, der Provisionskürzungen vorsehe, sei aber nicht die Ursache für die Kündigung gewesen, erklärte Böhm.

Das allerdings stellt Klaus Tessarek anders dar. «Mit zwischen 200 und 250 Kunden täglich ist die Postagentur im meinem Geschäft längst keine Nebentätigkeit mehr», sagt der Ladeninhaber, der die Agentur im August 2000 übernommen hatte. Der neue Vertrag, den die Post vorgelegt habe, sehe Einkommenseinbußen zwischen 20 und 30 Prozent vor. «Das ist nicht akzeptabel.» Nun müsse er sehen, ob er mit dem Verkauf von Schreibwaren, Schulbedarf und Büroartikeln und mit den Einnahmen aus dem Copy-Shop, den er mit seiner Frau betreibe, über die Runden komme.

Nach Auskunft von Alexander Böhm werden die Weißkirchener «nur drei bis vier Wochen» auf eine Postagentur in ihrem Stadtteil verzichten müssen. «Wir suchen schon einige Zeit nach einem neuen Partner und haben jetzt einen heißen Kandidaten an der Angel», informierte Böhm. Je nachdem, wie viel Zeit die Umbauarbeiten in Anspruch nehmen und wie lange die Schulung der neuen Agenturbetreiber dauert, werde die neue Agentur Mitte bis Ende Juni eröffnen. Direkt nach Bekanntwerden der Agenturschließung in dieser Woche hatte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) Kontakt zur Deutschen Post AG aufgenommen und sich nach der Postorganisation in der Übergangszeit erkundigt. Wie Brum erfuhr, werden Postfachsendungen im Schließungszeitraum den Kunden direkt zugestellt.

Als «rollende Post» sollen in den nächsten vier Wochen die Briefträger, die Briefe und auch Pakete annehmen und auch Briefmarken verkaufen würden, fungieren.

Die nächstliegende Postagentur befindet sich in Stierstadt im Bahnweg 1. Diese Agentur hat montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 18 sowie mittwochs von 9 bis 13 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet.

Brum versichert, es bestehe kein Grund zu der von einigen Bürgern geäußerten Befürchtung, dass sich die Post ganz aus den Oberurseler Stadtteilen zurückziehen werde. Erst kürzlich sei die so genannte «Universaldienstleistungsverpflichtung» der Post AG konkretisiert worden. Brum: «Nach diesen Vorgaben muss die Post für zusammenhängend bebaute Wohngebiete ab 2000 Einwohnern eine stationäre Einrichtung bereithalten. Bei Wohngebieten mit mehr als 4000 Bürgern müsse der nächste Poststandort in maximal 2000 Metern für die Kunden erreichbar sein.» Damit seien die bestehenden Postagenturen in den Stadtteilen auch in Zukunft abgesichert.

Auch in Sachen HL-Schließung sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. «Auch wenn dort inzwischen ein Getränkemarkt eingezogen ist, bemühen wir uns, dort wieder einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln. Es laufen in dieser Sache zurzeit verschiedene Gespräche», sagte Brum.

Nach der Schließung des HL-Marktes hatte die Weißkirchener CDU eine Unterschriftenaktion gestartet. 416 Weißkirchener setzten ihren Namen unter ein Protestschreiben, das die CDU der Rewe-Geschäftsleitung zusandte.


Printausgabe der TZ vom 28.05.2004
SPD will Sicherung der Nahversorgung
Oberursel. Was in Weißkirchen begonnen hat, setzt sich offenbar in Stierstadt und Bommersheim fort. Wurden in den vergangenen Wochen in Weißkirchen der HL-Lebensmittelmarkt und die Naspa-Filiale dichtgemacht, schließt am morgigen Samstag der Penny-Markt im Stadtteil Stierstadt. «Die Krise in der Nahversorgung der Bürger hat nun Stierstadt erreicht, und auch in Bommersheim wird es bald keinen Lebensmittelmarkt mehr geben», stellt die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung fest und fordert ein Konzept zur Sicherung der Nahversorgung in den Stadtteilen.

Vor allem den älteren, nicht motorisierten Bürgern in Weißkirchen, Stierstadt und Bommersheim nutze es wenig, dass sich zu den Discountern Lidl und Aldi an der Pfeiffstraße nun auch noch ein Penny-Markt geselle. Die Sozialdemokraten sehen in dieser Entwicklung ein «gravierendes Versäumnis der Stadtplanung in den vergangenen Jahren».

Fraktionsvorsitzender Dr. Eggert Winter: «Stadtbaurat Eberhard Häfner hat diese Fehlentwicklung trotz vieler Beschwerden aus der Bevölkerung völlig verkannt und nicht gegengesteuert.» Nach Auffassung Winters hätten die Bebauungspläne dahingehend geändert werden müssen, dass den Lebensmittelketten in den Ortsteilen Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden.

In Stierstadt müsse die Stadt jetzt mit möglichen Investoren intensiv nach Lösungen suchen, um die örtliche Nahversorgung zu sichern, erklärte der Stierstädter Stadtverordnete Markus Diel. Gerade im Stierstädter Ortskern lebten viele ältere Menschen, die kein eigenes Fahrzeug besitzen und jetzt viel Mühe und Zeit darauf verwenden müssten, um sich mit dem nötigen Lebensbedarf zu versorgen. Die Märkte im Zimmersmühlenweg und in der Pfeiffstraße sind für diese Stierstädter nach Ansicht Diels allerdings kaum erreichbar.

Die SPD-Fraktion wird in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments einen Antrag stellen, in dem der Magistrat gebeten wird, ein Konzept zu entwickeln, wie in den Oberurseler Stadtteilen die Versorgung mit Lebensmitteln künftig sichergestellt wird. Fraktionschef Winter: «Ich bin überzeugt davon, dass auch kleinere Lebensmittelmärkte in den Stadtteilen eine Zukunft haben können, insbesondere dann, wenn sie weitere Dienstleistungen wie eine Post-Agentur oder auch einen Schuster anbieten.» (new)


Leserbrief aus der FR vom 02.06.04
Schließung eine Zumutung
Zur Schließung des Penny-Marktes in Stierstadt haben sich leser Gedanken gemacht:

Als Stierstädter Familie sind wir entsetzt, dass der Penny heute seine Tore schließt. Wie praktisch war es doch, hier auf die Schnelle etwas einkaufen zu können. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad bekam man hier fast alles. Leider haben wir uns zu spät aufgemacht, zu protestieren. Aber dennoch: für Menschen, die kein Auto haben, ist es eine Zumutung, nun in das weitergelegene Gebiet zu fahren, wo es drei Großmärkte gibt. Für ältere Menschen aber auch für Kinder sind diese Geschäfte nur mit dem Bus zu erreichen.

Ein wichtiges Stück Lebensqualität geht für Stierstadt verloren . Es muss unbedingt wieder ein Geschäft an die alte Stelle, wo man Brot, Gemüse, Zahnpasta, Klopapier, Milch kaufen kann. In Stierstadt leben 4000 bis 5000 Menschen. Stierstadt braucht einen neuen Supermarkt, den man zu Fuß erreichen kann. Wir hoffen, dass sich die politischen Gremien der Stadt dafür stark machen.

Andrea und Wojtek Wellenger


Bericht der FR vom 19.06.04
Sorge um Lebensmittel
SPD will Magistratskonzept zur Grundversorgung in Stadtteilen

Der Magistrat soll im Auftrag des Stadtparlaments im Bauausschuss berichten, wie die "Nahversorgung mit dem notwendigen Lebensbedarf" in den Ortsteilen auch in Zukunft sichergestellt werden kann, und dazu ein Konzept entwickeln.

Oberursel · 18. Juni · jüs · Ein entsprechender Antrag der SPD wurde, leicht modifiziert von der CDU, im Stadtparlament einstimmig verabschiedet. Hintergrund ist die Schließung mehrerer kleinerer Supermärkte und anderer Läden in den Ortsteilen.

Vor allem den Süden hat es hart getroffen. In Stierstadt hat der Penny-Markt zugemacht, in Weißkirchen haben der HL und die Filiale der Nassauischen Sparkasse sowie zumindest auf Zeit die Post-Agentur geschlossen. Der HL-Markt in Bommersheim wird folgen - "der Oberurseler Süden ist abgeschlossen von der öffentlichen Nahversorgung", so der SPD-Fraktionsvorsitzende Eggert Winter. "Im Sinne aktiven Marketings" müsste auch die Kommune sich bemühen, Anbieter für kleine Flächen in den Ortsteilen zu suchen. Stattdessen konzentrierten sich beispielsweise in der Pfeiffstraße Aldi, Lidl und Penny auf engstem Raum.

Alte Tankstelle?
"Besser dort als ganz draußen auf der grünen Wiese", argumentierte Joachim Weiße (CDU). Er brachte das ehemalige Tankstellen-Gelände an der Ecke Frankfurter Landstraße / Kurmainzer Straße als Standort für einen mittleren Markt ins Gespräch. Die Stadt ist Eigentümerin des Areals, kann es aber nicht wie erwünscht als gemischte Baufläche vermarkten, weil ein noch bestehendes Mietverhältnis dieses verhindert.


Printausgabe vom 21.06.2004
Mit kleinen Läden aus der Not
Oberursel. Der Magistrat soll im Bau- und Umweltausschuss berichten, wie nach der Schließung verschiedener Lebensmittelmärkte und anderer Einrichtungen der Infrastruktur in den Stadtteilen Weißkirchen, Stierstadt und Bommersheim die Nahversorgung mit dem notwendigen Lebensbedarf künftig sichergestellt werden kann. Hierzu sollte die Stadtregierung ein Konzept entwicklen. Dies beschloss das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung nach einem Antrag der SPD. Während die SPD gefordert hatte, der Magistrat solle ein Konzept für die Sicherstellung der Versorgung entwickeln, wollte es die Koalitionsmehrheit bei einem Berichtsantrag belassen und setzte sich damit durch.

Dr. Stefan Ruppert (FDP) sprach der Stadt jede Einflussmöglichkeit auf die Ansiedlung von Märkten ab. Allerdings könne der Magistrat versuchen, bei der Ansiedlung kleinerer Lebensmittelläden zu helfen. Schon um Einkaufsmöglichkeiten für ältere Bürger, die nicht mehr mit dem Auto zu den Supermärkten fahren könnten, zu schaffen.

Wie Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) sagte, liefen zurzeit verschiedene Versuche, solche kleinere Läden in den Stadtteile zu etablieren. Voraussetzung sei allerdings, dass Hausbesitzer Konzessionen bei den Mieten machten. Es gebe verschiedene Flächen in Stierstadt, die für die Ansiedlung eines solchen Geschäfts in Frage kämen. (new)


Bericht der FR vom 25.06.04
KOOPERATION - Neue Postfiliale in Weißkirchen

Oberursel · 24. Juni · ave · Weißkirchen bekommt voraussichtlich im August dieses Jahres eine Postfiliale. Friedrich Schmidt wird mit seinem Team in Kooperation mit der Deutschen Post im Weißkirchen-Center neben seinem Hauptgeschäft Lotto-Toto an zwei Schaltern auch Post- und Postbankleistungen anbieten. Das teilt die Deutsche Post in einer Presseerklärung mit.

Die Kooperationspartner der Post würden auf ihre postalischen Aufgaben vorbereitet. Alle in einer Filiale Beschäftigten würden zudem zur Einhaltung des Post-, Postbank- und Fernmeldegeheimnisses verpflichtet.

Die Eröffnung der Weißkirchener Postfiliale ist für den 9. August geplant. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags, von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr.

Wie die Deutsche Post weiter mitteilt, wird in Oberstedten der Briefkasten in der Hauptstraße 16 Anfang Juli in die Weinbergstraße / Ecke Dornholzhäuser Straße verlegt. Damit entspricht die Post einem Wunsch des Ortsbeirates Oberstedten. Der Briefkasten in der Hauptstraße / Ecke Pfarrstraße bleibt an seinem bisherigen Standort.


Printausgabe der TZ vom 25.06.2004
Neue Postagentur öffnet im August
Weißkirchen. Pakete annehmen, Briefmarken verkaufen – zurzeit übernehmen in Weißkirchen die Briefträger diese Aufgaben. Grund für den «rollenden Service», der im Oberurseler Stadtteil übergangsweise eingerichtet wurde, ist die Schließung der Postagentur von Klaus Tessarek Ende Mai (wir berichteten). In einigen Wochen wird die provisorische Postboten-Lösung ein Ende haben. Denn am Montag, 9. August, öffnet eine neue Postagentur ihre Pforten. An zwei Schaltern können Kunden dann auch wieder in der Kurmainzer Straße Briefe und Pakete aufgeben. «Unser neuer Partner ist Friedrich Wilhelm Schmidt, der im Weißkirchen-Center einen Lotto/Toto-Laden führt», informiert Postsprecher Stefan Heß.
Schmidt war von einigen Interessenten, die auf einer Warteliste standen, von Beginn an unser Favorit», sagt Heß. Mit einer Öffnung bereits im Juni – wie ursprünglich von der Post anvisiert – wird es jedoch nichts. «Erst einmal muss unser neuer Partner eingearbeitet werden», sagt Heß. Und darüber hinaus seien auch einige Vorarbeiten nötig. «Wir wollen keinen Schnellschuss produzieren», so Heß. Ist die Agentur jedoch erst einmal eröffnet, wird dort die gesamte Palette an Service-Leistungen angeboten – von Postfächern bis hin zu Bankgeschäften. Und auch die Öffnungszeiten stehen fest. Die Agentur wird montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr für Kunden da sein. (jam)

Printausgabe der TZ vom 07.08.2004
Am Montag öffnet die neue Post
Weißkirchen. Der Stadtteil hat endlich wieder eine Postfiliale. Nachdem Ende Mai die Agentur des Gelben Riesen im Schreibwarenladen von Klaus Tessarek in der Kurmainzer Straße geschlossen hatte, können die Weißkirchener, wie von der Post angekündigt, von Montag an in ihrem Stadtteil wieder Briefmarken kaufen. Die neue Filiale befindet sich im Toto-Lotto-Lädchen von Friedrich Wilhelm Schmidt in der Kurmainzer Straße 35 (Weißkirchen-Center).

Eigentlich wollte die Post bereits im Juni einen Partner gefunden haben. Doch erst Ende Juni kam es zum Vertragsabschluss mit dem «Partner» Schmidt. Der wurde postintern geschult und auf seine künftigen Aufgaben am Postschalter vorbereitet. Schmidt wird künftig nicht nur Briefmarken verkaufen, sondern auch Pakete annehmen, Postbankgeschäfte abwickeln und alle anderen postalischen Dienstleistungen anbieten. Damit es keine allzu langen Wartezeiten gibt, hat Schmidt dafür gesorgt, dass er zwei zusätzliche Mitarbeiter hat. «Wir werden immer zu zweit im Laden sein», kündigt er an. Die Post versichert, dass Post,- Postbank- und Fernmeldegeheimnis durch das Personal der Partnerfilialen gewahrt bleiben. Im Stadtteil hatte es im Juni, als die Schließung der alten Postagentur bekannt wurde, Befürchtungen über die Zukunft der Nahversorgung in Weißkirchen gegeben, da erst Anfang Mai die Filiale der Naspa in der Kurmainzer Straße und der HL-Markt im Mauerfeld ihre Tore geschlossen hatten. (ahi)
Die Öffnungszeiten der neuen Postagentur sind wie folgt: montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr.


 GEWERBE: Schließung v.HL, Naspa in Weißkirchen/ Bommersheim      Verfasst am: 15.06.2004, 10:22       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen

Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Kermit Datum: 10.04.2004 11:56:46
Heute morgen erfahre ich aus der FR, in Weißkirchen werden die Filialen von HL und Naspa geschlossen.
Toll, ich war heute morgen noch beim HL und da wurde man nicht über die Schließung Anfang Mai informiert.
Er lohne sich nicht, er passe nicht mehr ins Konzept sagt der REWE-Konzern.
Selber schuld, aber seit es nur noch eingepackte Ware gibt gehen viele woanders einkaufen.
In Weißkirchen gibt es dann nur noch einen kleinen türkischen Supermarkt auf der Kurmainzer. Wo sollen denn die vielen Leute einkaufen die kein Auto haben, nicht mehr gut zu Fuß sind ? Mal eben noch Salz und Eier brauchen ?
Statt dessen kommt ein Getränkemarkt hin. Bier statt Brot, sehr schön.
Und bestimmt noch mehr Schnapsleichen im Mauerfeld.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Skyboarder Datum: 10.04.2004 17:54:54
Das kommt eben davon, wenn alle immer ins so viel gelobte NWZ fahren. Und wenn dann die Filialen schließen ist das Geschrei groß. Jeder soll für seine Taten gerdae stehen, in diesem Falle müssen es die Weißkirchener gemeinsam. Die Omis und Opis können ja den kostenlosen HL-Kuliservice bestellen, der liefert sogar frei Haus. Ansonsten fährt, glaube ich auch in Weißkirchen ein Bus, der drekt vor dem Minimal im Zimmersmühlenweg hält.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: toertsche Datum: 12.04.2004 02:27:07
Wie meinte ein deutscher Kaberettist so schön:

"Das bißchen, was ich esse, kann ich auch trinken. " (Richard Rogler (*1949))


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Kermit Datum: 12.04.2004 11:25:29
Hei Skyboarder, ich habe keine Ahnung wo Du wohnst, Du machst es Dir mit Deiner Analyse aber etwas zu einfach.
In Weißkirchen gab es noch nie viele Lebensmittelläden (man kann sie an einer Hand abzählen) und so tätigten viele ihre Einkäufe im NWZ (besonders einfach wenn man auf der Heimfahrt von der Arbeit eh dran vorbeifährt).
Für Großeinkäufe bietet es sich sowieso an, da man alles mit relativ kurzen Wegen, überdacht und Parkplatz einkaufen kann.
In Weißkirchen wohnen aber nicht nur Omis und Opis, sondern viele Familien mit kleinen Kindern.
Und die (besonders die aus dem Neubaugebiet Mauerfeld) gingen früher zum HL, der oft krachend voll war. Denn der Mensch lebt nicht von den im NWZ erworbenen Lebensmitteln, er braucht auch zwischendurch mal frische Milch, Brot, Nudeln etc.
Dann wurde das Angebot umgestellt, es gab nur noch eingepackte Ware. Eingeschweißte Wurst u.a. ist nicht so doll.
Wenn Du jetzt vorschlägst mit dem Bus mal eben zum Einkaufen zu fahren warst Du bestimmt noch nie mit 2 Kleinkindern einkaufen. Und Du hast auch keine Probleme mit mal 5 Kilo Kartoffeln auf der einen und den Stock auf der anderen Seite nach Hause zu wandern.
Abgesehen davon ist Bus- und U-Bahn-fahren auf die Dauer etwas kostspielig.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Bennie Datum: 12.04.2004 18:42:44
Skyboarder, Du bist ein Trollo.
So blödsinnig über das Thema, dass ein ganzer Stadtteil praktisch von der allgemeinen Lebensmittelversorgung abgeschnitten wird, kann nur jemand tuten der keine Ahnung hat.
Man regt sich auf dass es keine Tankstellen außer einer bestimmten Marke gibt, aber dass wir hier jetzt Bier trinken statt Fischstäbchen essen sollen interessiert niemanden.
Wo sind wir hier eigentlich ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: WayneG Datum: 13.04.2004 07:37:45
Was mich in diesem Zusammenhang ja auch noch interessieren würde......
Schließt der Penny in Stierstadt aufgrund des Neubaus neben dem Aldi Pfeiffstr. nun auch? Wundern würde es mich nicht, da der Laden nun schon auf einem sehr überholten Stand ist, wenn ich mir andre Penny-Märkte so anschaue. Da gibts in Weißkirchen und Stierstadt bald gar nichts mehr zum einkaufen und man muß auch hier immer ein motorisiertes Hilfsmittel in Anspruch nehmen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Renate Datum: 13.04.2004 08:04:25
Was tun ohne motorisiertes Hilfsmittel ?
Der HL in Weißkirchen ist von seiner Quadratmeterzahl angeblich zu klein und lohnt daher nicht.
Ist mir völlig wurscht, denn es ist die einzige Einkaufsmöglichkeit für Obst, Gemüse, Milchprodukte in Weißkirchen und davon braucht eine 5köpfige Familie ne ganze Menge.
Es ist wie bei der Post, da nutzt ein Unternehmen gnadenlos sein Monopol aus. Mit dem Unterschied dass ich auf Briefmarken notfalls verzichten kann.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Siegfried Datum: 13.04.2004 11:30:28
Aber kann mir mal jemand verraten warum dann in den ehemaligen Supermarkt ein Getränkemarkt reinkommt ?
Ist da die Fläche nicht zu klein ?
Getränkemärkte gibt es schon mehrere, das lohnt doch noch weniger.
Oder wird soviel gesoffen ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Insider WßK Datum: 13.04.2004 20:33:49
Hallo, wie wäre es wenn alle die sich beschweren, gemeinsam einen Art genossenschaftlichen Lebensmittelbetrieb eröffnen. Mal sehen wer dieses Angebot dann annimmt. Es kann ja jeder etwas Freizeit und Eigenkapital einbringen. Also, nicht meckern, sondern selbst etwas schaffen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Richard Datum: 14.04.2004 08:17:44
Hallo Edson,
habe Deinen Beitrag interessiert gelesen.
Ich stimme Dir zu, wir haben die freie Marktwirtschaft und es ist jedem erlaubt dort ein Geschäft zu betreiben wo er sich Gewinn verspricht.
Ich möchte aber Deiner Annahme, in Weißkirchen sei dies nicht der Fall, widersprechen.
Natürlich fahren in Weißkirchen, wie in den anderen Stadtteilen auch, viele mit dem Auto einkaufen. Ist für Grpßeinkäufe nun mal praktischer.
Trotzdem hat nach meinen Beobachtungen der HL eine sehr gute Gewinnspanne. Vormittags bekommt man oft die gewünschte Ware nicht (mehr), da das Personal mit dem Auffüllen nicht nach kommt. Viele Kunden decken ihren Bedarf an Lebensmitteln dort, was man unschwer an den randvollen Einkaufswagen und den oft langen Wartezeiten an der Kasse ablesen kann.
Natürlich gibt es auch die Kunden die sich morgens 2 Brötchen und eine Zeitung holen oder die Kinder die sich Süßigkeiten kaufen. Klar, von solchen Kunden kann ein Geschäft nicht leben.
Aber generell zu sagen es würde nicht genügend umgesetzt stimmt meiner Erfahrung nach nicht.
Ich verstehe auch nicht so recht was die Zahl der Parkplätze mit dem Umsatz gemein hat.
Ich denke die Schließung wurde nicht nach Auswertung der Verkaufszahlen beschlossen sondern nach der Quadratmeterzahl, denn es werden nur noch Einkaufshallen vom Rewe-Konzern geführt.
Vielleicht kommen jetzt ja die sogenannten Tante-Emma-Läden wieder, es wäre schön.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Thom Datum: 14.04.2004 08:24:39
@Insider: Wie stellst Du Dir das vor ?
Sollen wir alle gemeinsam einen Laden eröffnen ?
Ich bin berufstätig und glaube mein Chef hat etwas dagegen wenn ich einige Tage pro Monat nicht kommen kann weil ich im Laden gebraucht werde.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 14.04.2004 09:39:19
Bennie
Abgesehen davon, daß es nicht für Deine Argumente spricht, wenn Du andere mit Trollo und deren Meinung mit blödsinnig abtust, wird niemand von der Lebensmittelversorgung (wenn Du vermutlich Fischstäbchen meinst)abgeschnitten, sondern der vorhandene Laden ist nicht ausreichen frequentiert worden, weil angesichts von 2 Aldis und Lidl etc. die Leute dort einkaufen. Wenn Du allerdings an Deine geliebten Fischstäbchen (oh Graus!) denkst, hast Du nun wieder recht, denn die gibts meines Wissens nicht bei Aldi? Wenn das Dein Problem ist, iß halt mal was anderes als gepressten Fisch.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Skyboarder Datum: 14.04.2004 09:57:28
Das mit dem Getränkemarkt ist doch ganz einfach: Desselbe auch direkt neben Lidl passiert. HL macht zu. Alle müssen bei Minimal einkaufen gehen. Damit sich keine Konkurrenz in den Laden einmieten kann und dem Minimal Umsatz klauen kann, wird ein Getränkemarkt eröffnet. Der muss sich ja nicht rechnen, sondern lediglich auf Null aufgehen. Vielleicht haben die auch noch einen langen Mietvertrag. Das stinkt hier langsam ziemlich nach Dingen wie "Ausnutzen Marktbeherrschender Stellung". Ist im UWG geregelt, so Paragraf 19 bis 21. Leider können hier lediglich Verbände oder direkte Konkurrenten Unterlassung und Schadenersatz verlangen. Sie brauchen also einen Konkurrenten.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Skyboarder Datum: 14.04.2004 10:01:53
Natürlich nicht UWG sondern GWB. Hier können die Kartellbehörden einschreiten. Man braucht also keinen Konkurrenten!


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 14.04.2004 10:03:14
Hallo Richard,
wie groß die Gewinnspanne in Weißkirchen ist, wirst Du schwerlich beurteilen können und vollgepackte Einkaufswagen sind kein Indiz für die Ertragslage eines Marktes. Tatsächlich gibt es Berechnungen, wonach die Rentabilität eines Supermarkts (u.a. !!) an der Quadratmeterzahl gemessen wird. Trotzdem wird kein vernünftiger Kaufmann einen guten Gewinn bringenden Laden aufgeben. Die Anzahl Parkplätze spielt heutzutage meiner Meinung eine ganz große Rolle, weil alle viel zu bequem geworden sind, mal eine Einkaufstüte zu tragen und zu Fuß zu gehen. Man fährt halt lieber zzu Aldi macht einen Großeinkauf und läd ihn direkt vor der Tür ins Auto.
Ich bin (zum besseren Verständnis übrigens kein Rewe-Lobbyist, sondern) einfach nur Kaufmann und bringe deshalb ein gewisses Verständnis für die Schließung auf, auch wenn ich dies an sich (im Hinblick auf die Infrastruktur) als bedauerlich empfinde.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 14.04.2004 10:10:09
Skyboarder:
Interessante Meinung, auch wenn sie an den rechtlichen Gegebenheiten total vorbeigeht. Empfehlung: Nachlesen, was "marktbeherrschend" im wettbewerbsrechtlichen Sinn bedeutet.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 14.04.2004 10:27:31
Meiner letzten Bemerkung Richtung Skyboarder sollte ich vielleicht noch anfügen, daß HL und Minimal zum gleichen Konzern (Rewe) gehören und sich von daher wohl kaum eine ernst zu nehmende Wettbewerbssituation ergeben dürfte.
(Zur Info: toom, Penny FEGRO, idea und ProMarkt gehören auch dazu.)


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: hfh Datum: 14.04.2004 10:49:54
Was ist an der Idee einen kleinen Laden in einer Form der Genossenschaft, o.ä., mit mehreren Leuten gemeinsam zu betreiben, verkehrt ? Abgesehen von Fachkenntnissen die vorhanden sein sollten und gesetzlichen Bestimmungen die berücksichtigt werden müssen. Vor Jahren habe ich in München eine Art Cafe (nicht so was wie am Epinayplatz) kennengelernt (mit angeschlossener Bäckerei und selbst gebackenem Brot, sowie Weinverkauf) das von mehreren Leuten unterhalten wurde. D.h. jeder muß nach einer festgelegten Reihenfolge alle Tätigkeiten machen, wie Küche, Theke, Bedienung, usw. Wenn ein Mitinhaber austeigen wollte hat er seinen Anteil ausgezahlt bekommen und neue Interessenten wurden gegen einen festen Betrag aufgenommen (das Lokal, die feste Kundschaft, u.a. stellen ja einen Wert da). Jede(r) mußte die gleiche Anzahl an Stunden Arbeitszeit einbringen. Der Erlös wurde geteilt. Es gab keine Hirarchien o.a. störende Faktoren. Im Prinzip ähnlich wie ein gut organisierter Familienbetrieb. Es hat funktioniert und allen Spaß gemacht. Also, Nachahmenswert ? Ich bin sicher wenn sich jeder bedingungslos engagiert, der Preis und vor allem die Qualität stimmt, funktioniert so was !


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Bennie Datum: 14.04.2004 11:22:47
Den Trollo nehme ich zurück, aber Du als Kaufmann (für was ?) dürftest auch wissen: Kinder lieben Fischstäbchen.
Und eine zweite Frage habe ich auch noch: Wo gibt es in der Nähe einen Aldi und was Du so alles an Supermärkten aufzählst ? Und komme ich ohne Auto hin ?
Vielleicht sind wir altmodisch, aber wir kaufen nicht jedes Fischstäbchen per Familienauto ein, Milch, Brot u. dergl. mehr werden zu Fuß geholt.
Ehrlich gesagt wundert mich nach Euren Beiträgen hier die Diskussion um das Sterben der Läden in Oberursel wegen fehlender Parkplätze usw. nicht mehr.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 14.04.2004 12:52:35
Hallo Bennie,
ich fürchte, daß unsere Ansichten in einigen Dingen sehr auseinandergehen und ich möchte Deine Frage, obwohl dies eigentlich nichts zur Sache tut, damit beantworten, daß ich Diplom Volkswirt und Geschäftsführer eines Handelsunternehmens (nicht Rewe !!! oder sonstiger Einzelhandel) bin.
Daß Kinder (ist Geschmack standardisiert?) Fischstäbchen mögen, mag für manche gelten. Dazu gehören aber sicher auch Pommes Frites und Big Macs. Mein Sohn (5) haßt Fischstäbchen und würde niemals eines essen. das liegt aber daran, daß sein Vater Hobbykoch ist und er weiß wie gut frisch gemachter Fisch schmeckt, dem man im übrigen seine ursprüngliche Form noch ansieht.
Es freut mich zu hören, daß Ihr zu Fuß Eure Besorgungen macht. Wenn immer ich die (zeitliche) Möglichkeit habe tue ich das auch. Das bedeutet aber nicht, daß man Geschäfte (gewinnorientierte Unternehmen) aus diesem Grund auf bestimmte Standorte festlegen kann. Derartige Regulierungsversuche wären der Tod der freien Marktwirtschaft. Deshalb halte ich jede Diskussion über das Sterben von Geschäften für völlig fehl am Platz, solange sich diese nicht an den Realitäten orientieren und so etwas wie "nice to have" ausdrücken.
Die wirklichen Verursacher solcher Schließungen oder Pleiten sind aber die profitgierigen Vermieter die ohne Sinnund Verstand in einer Zeit zunehmender Arbeitslosigkeit (und damit Reduzierung des Konsums) die Ladenmieten in die Höhe treiben und damit sogar in guten Lagen (Vorstadt Oberursel) einen permanenten Wechsel von Ladeneröffnungen und Schließungen bewirken.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Siegfried Datum: 14.04.2004 13:21:38
So etwas können doch aber nur Menschen machen die keinen festen Job haben. Oder liege ich da falsch ?
Ich kann mir schlecht vorstellen morgens um 5 vor meiner Arbeitszeit im Großmarkt einzukaufen oder tagsüber hinter ner Theke zu stehen.
Ich arbeite 40 Stunden (plus Überstunden) die Woche, wie soll das denn funktionieren ?
Ach ja, noch eine Frage: Vollgepackte Einkaufswagen und lange Schlangen vor den Kassen sind lt. Kaufmann kein Indiz für ein gutgehendes Geschäft. Was sind denn die Zeichen dafür ? Viele Parkplätze ? Dann dürfte es viele Geschäfte, die keine Parkplätze vor der Tür haben, doch nicht mehr geben. Sie existieren aber dennoch weiter. Irgendwas an der Rechnung Parkplatz = guter Umsatz ist doch falsch ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Susann Datum: 14.04.2004 15:34:17
Wollt Ihr Euch jetzt wirklich über Fischstäbchen ja oder nein die Köpfe einschlagen ?
Das ist keine Sache von gut oder schlecht kochen im Haus XY, sondern der Geschmacksverirrungen kleiner Kinder.
Und es geht etwas am Thema vorbei, oder ?
Ich persönlich denke der HL in Weißkirchen hat wirtschaftlich schon eine Zukunft, das Grundstück gehört ihm und er braucht sich keine Gedanken über hohe Mieten zu machen, aber der Konzern plant anderes, gewinnbringenderes und daher wird er dichtgemacht.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Meister Eder (+ Pumuck ... Datum: 15.04.2004 06:14:16
@Edson
Kompliment für die vielen persönlichen Einlagen (..macht in meinen Augen eine Figur im Forum gleich viel symphatischer)

Gesunde bodenständige Vernunft und Lebensqualität bleiben oft auf der Strecke:

...aus "Abschreibungsgründen" werden immer mehr Gebäude aus dem Boden gestampft, um dem Staat die notwendigen Steuern zu entziehen (...obwohl in unmittelbarer Nachbarschaft tausende Quadratmeter leerstehen)

...laut hfh´s interessanter VerdrängungsTheorie entstehen immer mehr Getränkemärkte (...damit der Raum bloß nicht für etwas Sinnvolles genutzt wird)

...und die Innenstädte veröden, weil Hausbesitzer ein halbes Jahrhundert benötigen, um festzustellen, daß sich die Zeiten geändert haben (...siehe Thema "Eispreise")

Viele Gewerbetreibende folgen schon längst nicht mehr mehr marktwirtschaftlichen Gesetzen (...sondern überleben lediglich, weil sie ihr Geschäft lieben und nicht aufgeben wollen)

In der Hoffnung auf eine schöne Zukunft und ein liebenswertes Oberursel
Eiern Meister Eder (Quatsch ...B+P ....ääh B+A)


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Skyboarder Datum: 15.04.2004 09:41:21
Eben drum meine ich schon, dass hier die Marktbeherrschung eineRolle spielt:

1. Markt bestimmen (nehmen wir mal Oberursel Süd)
2. Ein Unternehmen muss mehr als 1/3 des Marktes "bearbeiten"

=> marktbeherrschend

manchmal sollten auch Diplom Volkswirte zum Buche greifen Smile


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 15.04.2004 16:20:57
Lieber Skyboarder,
ich denke ich muß da nichts nachlesen, denn wenn man von Marktbeherrschung spricht, sollte man wauch wissen, was denn der "Markt" in diesem Fall ist. Doch bestimmt nicht Oberursel und schon garnicht Weißkirchen.
Es ist allerdings ein lustiger Gedanke, daß bei Deinen Vorstellungen und der bundesweit unterschiedlich dichten Konzentration bestimmter Lebensmittelmärkte sich das Bundeskartellamt mit der theoretischen Marktbeherrschung eines Ladens in jedem Kuhdorf beschäftigen müßte.
Ich denke wir sollten die Diskussion nicht fortsetzen, das führt zu nichts.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: B+A Datum: 15.04.2004 17:23:59
Am Samstag vormittag gibt es dort eine Unterschriftensammelaktion...

Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Skyboarder Datum: 15.04.2004 19:00:26
Durch Aggressivität lerne ich auch nichts dazu. Also erklär es mir doch mal bitte, würde mich wirklich interessieren. Bin für neue Sichtweisen immer offen. Dann hätte ich nämlich etwas Falsches gelernt, aber das soll ja vorkommen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Edson Datum: 16.04.2004 11:28:49
Lieber Skyboarder,
zunächst möchte ich zwei Dinge festhalten:
1. Ich hatte nicht im geringsten die Absicht aggresiv rüberzukommen; falls bei Dir dieser Eindruck dennoch entstanden sein sollte, bitte ich um Entschuldigung.
2. Es ist nicht meine Absicht, hier Weisheiten von mir zu geben oder in irendeiner Weise belehren zu wollen.

Trotzdem möchte ich zum Thema noch anfügen:
Man geht bei der Beurteilung von Marktbeherrschungstendenzen stets von einer sachlichen und einer räumlichen Begrenzung des Marktes aus. Nehmen wir das Beispiel "Alkoholfreie Getränke". Das Bundeskartellamt geht hierbei von einer sachlichen Segmentierung in Mineralwasser, Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte und Wasserspender aus. Hinzu kommt eine räumliche Abgrenzung, z.B. nach Bundesländern. (Beispiel aus einer Veröffentlichung der Uni Gießen)
Insgesamt kann man sagen, daß Marktabgrenzungen auf umstrittenen Werturteilen beruhen, zumindest gibt es keine objektiven Maßstäbe. Generell - und jetzt komme ich auf mein letztes Posting zurück - wird man zumindest den räumlichen Bereich nicht zu eng ziehen dürfen, weil damit der Zweck des Gesetzes nicht erreicht wird. Ich hoffe damit etwas zur Klärung beigetragen zu haben. Gruß Edson


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Foxi Datum: 16.04.2004 13:13:16
Edson ist vor allem als Besserwisser in dieser Sache hervorgetreten.
Was den Anwohnern in Weißkirchen aber überhaupt nichts nützt, denen sind die Rechnungen der Konzerne in jedem Kuhdorf doch egal.
Und mir sind die Ausführungen auch egal, denn sie mögen zwar marktwirtschaftlich stimmen, menschlich aber nicht.
Und daher geht alle morgen zwischen 9:30 und 11:30 zum Unterschreiben (auch wenn es letzlich nichts nützt).


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Rita Datum: 19.04.2004 11:28:39
Angeblich wird die HL-Filiale Weißkirchen Mitte Mai geschlossen.
Offiziell weiß Frau/Mann es überhaupt nicht, denn es gibt weder im noch am Markt irgendeinen Hinweis auf die Schließung.
Man merkt es nur am immer spärlicher werdenden Warenangebot. Morgens um 10 gibt es weder Brot noch Brötchen, die Marmelade geht aus und wird nicht mehr nachgefüllt, die Tiefkühltruhe arbeitet nur noch mit halber Kraft.
Muß eine Schließung so ablaufen ?
Kann der Rewe-Konzern nicht klipp und klar sagen, der Markt wird zugemacht und wir verkaufen jetzt nur noch die Reste ?
So kann der Konzern sein Argument vom mangelnden Umsatz natürlich prima mit Zahlen belegen. Nur: Wo nichts ist kann ich auch nichts kaufen.
Es ist alles mehr als unerfreulich.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: B+A Datum: 20.04.2004 02:42:27
Böses Forum:
Da ruft der unregistrierte "Foxi" für Samstag zur Unterschriftenaktion auf (...und wird erst am Montag drauf veröffentlicht ! )

PS:
Liegt diese Liste auch diese Woche "wenn ja, wo" aus ? (..da ich "und andere?" ungeachtet des zu spät veröffentlichten Aufrufs am Samstag so oder so keine Zeit zum Unterschreiben hatte)


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Forum Oberursel Datum: 20.04.2004 08:12:47
Das "Böse Forum" hatte am Freitag um 13.13 Uhr (leider - für Foxi / erfreulicherweise - für die Forums-Frau) schon Feierabend. Folglich war niemand mehr da, um den Beitrag freizugeben ...
Ich hatte am Montag morgen schon darüber nachgedacht, ob ich den Beitrag überhaupt noch freigeben sollte, weil der Termin vorbei war. Hab es dann aber eben doch noch rausgeschickt, wegen des Themas allgemein.
Kristin Vlk


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Arnulf Datum: 20.04.2004 08:30:36
Die (oder zumindest eine) Unterschriftenaktion wurde von der CDU Weißkirchen durchgeführt. Ruf doch einfach mal bei Thorsten Schorr an udn frag ihn mal. Er freut sich bestimmt.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Sebastian Datum: 20.04.2004 10:30:08
Das Blatt, das zur Unterschrift aufrief, war nicht von Herrn Schorr unterschrieben.
Außerdem war dieser Aufruf ein halbes Wahlblatt, denn wir wurden über die Segnungen, die die CDU für Weißkirchen brachte, informiert.
Und daher landete es bei vielen Leuten gleich in der Blauen Tonne.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: B+A Datum: 20.04.2004 13:36:02
Wäre schade, wenn wahr - ....ging es doch schließlich um die Rettung eines Standorts (...und nicht einer Partei )


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Renate Datum: 20.04.2004 14:11:27
Ich dachte erst, prima, die CDU tut was. Auch wenn es nur Unterschriften sammeln ist.
Dann fischte ich den blauen Zettel aus dem Briefkasten.
Oben steht der HL und die Naspa in Weißkirchen wollen schließen und dagegen kann man mit seiner Unterschrift protestieren.
Auf dem 2. Teil des Zettels steht (in etwa): Dies erreichte die CDU schon für die Bürger Weißkirchens: hier folgen nun die Wohltaten.
Es ist leider wirklich so: Nimmt man den Zettel aus dem Briefkasten springen dem Leser "CDU" und alles mögliche ins Auge, er wundert sich, denn es wird doch gerade mal nicht gewählt und entsorgt das Blatt.
Der eigentliche Zweck, die Unterschriftenaktion geht total unter.
Ich finde es schade dass die CDU sich nicht verkneifen konnte aus einer eigentlich guten Sache wieder Werbung für die Partei machen zu wollen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: no name 2 Datum: 21.04.2004 17:46:36
HL und MiniMal gehören beide zu Rewe; also keine Konkurrenten...


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Florian Datum: 22.04.2004 10:51:01
Ja und ? Wir haben dann keinen der vielen Läden dieses Konzerns.
In Weißkirchen gibt es keinen Minimal oder was sonst noch im Supermarkt-Angebot ist.
Daher hätten wir sehr gerne wenigstens den einen HL behalten.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: B+A Datum: 22.04.2004 12:37:50
Genau! "Ja und?" (...was ist denn jetzt eigentlich mit den Unterschriften?)
Wir nehmen jetzt einen blauen Zettel (mit oder ohne CDU-Reklame) mit der Aufschrift "Ich bin gegen die Schliessung von HL und Naspa in Weißkirchen" (...und schicken den unterschrieben an Thorsten Schorr in die Kurmainzer Strasse 38 - oder was??)


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Kermit Datum: 22.04.2004 14:17:48
Habe von den Unterschriften nichts mehr gehört. Vielleicht waren es so wenige und es lohnte nicht ?
Initiator war auch im Namen der CDU Georg Eckinger aus der Mauerfeldstr. 53 (glaube ich).
Herr Schorr war es nicht.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Rita Datum: 27.04.2004 13:45:32
Mich würde doch mal interessieren was aus der Unterschriftenaktion wurde.
Ich fand es schade dass die CDU diese Aktion auf Weißkirchen beschränkte und mal wieder das Medium Internet nicht nutzte. Die Flugblätter landeten - wie weiter oben beschrieben - bei vielen gleich als Werbung in der Tonne. In der Zeitung (FR) stand ein Artikel, in den anderen Zeitungen auch ? Bis heute erfährt man beim HL nichts, klebt kein Schild. Wer also nicht eifrig Zeitung liest weiß nichts von der Schließung.
Warum schrieb die CDU Weißkirchen nicht einen kleinen Beitrag hier (vor der Aktion) ? Warum hört man nichts vom Ergebnis der Aktion ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: onkel fritz aus nicaraguaDatum: 27.04.2004 19:38:33
@rita: ich arbeite bei einem hl und der weisskirchener wird ab anfang mai 2 wochen geschlossen und dann als getränkemarkt geöffnet.warum da nicht mal en zettel fuer die kunden hängt versteh ich auch net...aber es is eh einer der hässlichsten hl märkte die ich je gesehen habe.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Renate Datum: 05.05.2004 07:47:49
Seit Montag klebt ein Zettel an der Scheibe, ab 7.Mai ist Feierabend. Und man solle zum HL in Bommersheim gehen/fahren.
Da von der CDU keine Auskunft über den Ausgang der Unterschriftenaktion und die Zukunft des HL zu bekommen war wandten wir uns an die Stadt selbst und erfuhren, es ist ein Bringdienst geplant. Wann dieser Service kommt und ob er auch 2 Brötchen bringt ist noch unklar.
Des weiteren führt die Stadt Gespräche mit anderen Supermarktketten und dem HL als Besitzer des Grundstückes um dort ev. einen anderen Markt zu installieren.
@Onkel Fritz: Ob der Markt hässlich ist oder nicht interessiert hier nicht. Es geht um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und nicht um einen Schönheitspreis.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: CDU-Wähler Datum: 05.05.2004 10:49:30
Ich habe mich als bekennender CDU-Wähler an dieser Stelle wiederholt kritisch (besonders zur Bürgermeisterwahl) über die von mir bevorzugte Partei geäußert. Ich tue dies hier erneut, weil die Motive für die Unterschriftenaktion in Weißkirchen ziemlich deutlich geworden sind. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine populistische und zeitungsträchtige Aktion, deren Erfolg von Anfang an nicht zu erwarten und auch nicht eingeplant war. Das spielt wohl für Herrn Schorr auch keine Rolle, ging es doch offensichtlich nur um Öffentlichkeitspräsenz, denn andernfalls hätte man über den verbleib der Unterschriften bestimmt noch einmal etwas gehört.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: toertsche Datum: 05.05.2004 11:37:35
Die TZ bringt hierzu heute auch was, mit einigen Antworten:

http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=1648301

Der Kuliservice ist unter
http://www.kuliserve.de/


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Florian Datum: 05.05.2004 14:02:25
Der Bring-Service ist besser als nichts, ersetzt aber keinen Supermarkt. Auch ist die Frist von 14tägiger Lieferung zu lang, so lange halten Äpfel oder Joghurt nicht.
Der türkische Supermarkt auf der Kurmainzer ist eher etwas für den Großverbraucher, für den 2-Personen- oder Single-Haushalt gibt es dort nichts.
Sollen wir in Weißkirchen uns nun über die Supermarktketten ärgern, die als Mindestfläche 1000 qm und 50 Stellplätze ansehen, aber einen Markt von nur 500 qm und 15 Stellplätzen bauten ?
Ist ja schön fürs Camp King, dort beträgt die Fläche 2400 qm. Aber was machen die anderen ? Verhungern weil sich die Marktstrategie änderte ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: toertsche Datum: 05.05.2004 14:32:34
Ich wohne glücklicherweise nicht in Weißkirchen und habe daher das Problem nicht, allerdings ist bei den 14 Tagen von der regelmäßigen Lieferung des Katalogs die Rede, nicht von einer Lieferzeit von 14 Tagen?!


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Fred Binsenschneider Datum: 05.05.2004 23:15:40
Auch ich möchte meinen Unmut über die Schließung von Naspa und HL hier kundtun.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Florian Datum: 06.05.2004 07:28:24
Ja klar, da hatte ich mich verlesen. Alle 14 Tage ein neuer Katalog und ein Mindestbestellwert von 15 (oder 16 ?) Euro.
Es geht aber generell um die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Wenn jetzt alle Handelsketten ihre unter 1000 qm Verkaufsfläche großen Filialen schließen bleibt doch in vielen Stadtteilen (nicht nur in Oberursel) nichts mehr übrig. Die Handelsketten verdrängten vor noch nicht allzu langer Zeit die Tante-Emma-Läden mit ihren Filialen. Die sind jetzt nicht mehr gut genug. Sollen die Stadtteile nur noch Schlafstätten sein, total öde und ohne irgendwelche Läden (wie in Frankfurt in einigen Stadtteilen schon zu sehen) ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: B+A Datum: 24.05.2004 01:40:56
Der Penny in Stierstadts Zentrum scheint dem Weißkirchener Beispiel zu folgen (...und schliesst trotz reichlich vorhandener Parkplätze in ca 1 Woche)

War zumindest die Auskunft bei meinem (wahrscheinlich letzten) Einkauf am vergangenen Freitag


Betreff : Schließung von Postagentur in Weißkirchen Autor: Gast Datum: 24.05.2004 17:56:15
Weiß jemand konkreteres wo die neue Postagentur sein soll?

Schön finde ich allerdings, dass die Briefträger nicht nur Briefmarken verkaufen, um vorübergehend Versorgungslücken zu schließen, sondern sogar Briefe und Pakete annehmen..... Meine Ebay Auktionen enden bald, ob ich wohl 38 Ebay Päckchen meinem Briefträger auf dem Fahrrad mitgeben kann????


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: xy Datum: 25.05.2004 16:34:58
Es ist wirklich eine Frechheit das der HL geschlossen hat. Was soll aus den ganzen Wirtschaftsstandorten werden welche in Oberursel so zahlreich vorhanden sind. Soll sich alles nur noch im gefährlichen Gewerbegebiet abspielen. Die Antwort muss lauten nein.

Ein großes Wirtschaftswachstum kann nicht damit erziehlt werden sämtliche Wege frei für Aldi und Co. zu machen. Aber die Herren der Märkte werden sich bald wundern was das Kaufverhalten der Kunden betrifft. Es ist ein deutlicher Wandel in Sicht, der besagt, das die meißten Leute wieder auf die wahren Produkte zurückgreifen.

Soll es soweit kommen das flächendeckend Aldi und Co. Marktführer werden. Nein! Denn wirtschaftliches Denken und Handeln heißt nicht dass man monopolsüchtig sich die Käufer durch billig produzierte Ware heranzieht und die Hersteller der Milch, die Bauern, die Erzeuger ausbeutet.

In 3-4 Jahren wird es wieder zu einer wirtschaftlichen Gleichberechtigung kommen denn dann ist die Stimme des Teufels von Aldi & Co. im Keim erstickt.!!!!!!!!!!!


Betreff : so sehe ich das auch Autor: JotEn Datum: 26.05.2004 10:34:03
" ... Soll es soweit kommen das flächendeckend Aldi und Co. Marktführer werden. Nein! Denn wirtschaftliches Denken und Handeln heißt nicht dass man monopolsüchtig sich die Käufer durch billig produzierte Ware heranzieht und die Hersteller der Milch, die Bauern, die Erzeuger ausbeutet. " (... das kann beliebig uebertragen werden. verpackungen, importe aus aller welt, nonfood ....)

danke xy, ich dachte schon, ich bin alleine mit meiner einstellung.
joerg


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: DeBu Datum: 26.05.2004 10:50:13
Ich persönlich finde es sehr bedauerlich, das die Postagentur im Schreibwarenladen von Klaus Tessarek schließt.
Zeichnete sie sich doch durch Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und schneller Abwicklung aus.
Die "Knebel-Verträge" der Post nehmen darauf leider keine Rücksicht !


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: m-a-o Datum: 26.05.2004 11:25:25
@xy: Natürlich muss die Antwort Nein lauten. Den deutlichen Wandel kann ich aber leider noch nicht sehen. Wo siehst du das?
Durch die großen Einkaufszentren verlieren doch vor allem die kleinen Geschäfte in der Vorstadt. Beratung und Vielfalt gibt es hier, man kann auch immer mal ein Schwätzchen halten. Das Oarken ist natürlich ein Problem.
Mit den neuen Einkaufszentren, Aldi und Lidl neben der Gablonzer Str., Minimal und Aldi zwischen Weißkirchen und Steinbach, Toom etc. an den drei Hasen, Edeka+Post+Zeitschriftenladen+Bäcker beim Camp King haben die Kleinen in der Vorstadt kaum eine Chance. Es gibt kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür und die Öffnungszeiten sind länger, also geht dort jeder hin, so funktioniert der Markt. Leider.
Ob Bauern von aldi ausgebeutet werden kann ich nicht beurteilen. Wie kommst du darauf?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Kermit Datum: 29.05.2004 19:52:29
Toll, da kommt man nach 2 Wochen wieder nach Hause und schon wieder ist Weißkirchen ärmer geworden.
Von diesen Knebelverträgen der Post hatte ich schon gehört und in einigen Gemeinden gibt es nun keine Postfilialen mehr. Ich bin mal gespannt wen sich die Post aussuchte.
Briefmarken beim Briefträger kaufen ist Blödsinn, denn dazu muß ich zu Hause sein wenn der Briefträger kommt - ist bei Berufstätigen selten der Fall.
Wo Benutzer der Postbank (um an die Börse zu gehen reicht das Geld, für Service nicht) nun ihr Geld herbekommen ist für viele bestimmt ein Problem.
Genauso wie die Beschaffung von Lebensmitteln. Denn so einfach - Lidl und Aldi im Gewerbegebiet, eine Postbank im Camp King - ist die ganze Sache doch nur für Menschen mit fahrbarem Untersatz. Familien mit kleinen Kindern und alte Menschen sind mal wieder die Gekniffenen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Svenja Datum: 02.06.2004 11:40:32
Heute war in der FR ein Leserbrief zur Schleßung des Penny in Stierstadt abgedruckt.
Man könnte dazu sagen "Warum soll es denen besser gehen als den Einwohnern Weißkirchens ?", aber langsam wird mir die ganze Sache unheimlich. Es gibt bald in keinem Stadtteil mehr einen Laden, in dem man alles vom Salat bis zur Zahnpasta kaufen kann.
Aber wenn man durch die Stadt fährt sieht man überall leerstehende Büroräume und leerstehende Wohnungen und Häuser. Trotzdem wird munter weiter gebaut. Auf der anderen Seite liest man (in der Oberurseler Woche) die Menschen können die hohen Mieten in Oberursel nicht mehr bezahlen und (auch heute in der FR) Frauen aus dem Frauenhaus suchen verzweifelt Wohnungen.
Das ist doch alles schizophren !
Machen sich andere Bürger keine Gedanken wohin Oberursel mit seiner Politik hinsteuert ?


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: KARL MARX Datum: 02.06.2004 12:55:05
ES LEBE DER KAPITALISMUS !


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Sigi Datum: 02.06.2004 14:43:10
@m-a-o: Liest Du keine Zeitung ? Hörst Du kein Radio ? Sonst würdest Du nicht fragen wie Aldi und Konsorten die Bauern "ausbeutet".
Die Abnehmer der Milch, also die Molkereien und dann Aldi & Co., bezahlen für die Milch. Die Bauern wollen bzw. müssen die Milch verkaufen und sind daher auf die Preisangebote der Großabnehmer angewiesen. Früher bekam ein Bauer, sagen wie mal 1 Euro pro Liter. Nun haben wir die EU-Erweiterung und Aldi kann den Preis nach unten drücken. Die Kuh muß fressen, gemolken werden, braucht mal den Tierarzt - fixe Kosten. Der Preis für Milch wird ständig gedrückt, also ist die Kuh für den Bauern nicht mehr bezahlbar, wirft keinen Profit mehr ab, er kann seinen Laden dichtmachen. Und irgendwann gibt es keine glücklichen Kühe mehr bei uns.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Gatekeeper Datum: 02.06.2004 22:55:51
und wieviel subventionen bekommt ein deutscher bauer ????
nu und nu du wieder


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Gast Datum: 04.06.2004 13:58:13
Also, ich war gerade beim neuen Penny in der Pfeiffstraße. Vom Hocker hat er mich mit seinem Sortiment und Angebot nicht.

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum auf engstem Raum 3 Discounter nebeneinander gebaut wurden. Wenn ich nach "ausgefallenen und hochwertigen Markenartikeln" suche, bekomme ich sie bei keinem von dreien und muss so doch wieder zum MiniMal. Ein Ersatz für die Schließung der HLs in Bommersheim und Weißkirchen sowie des Penny in Stierstadt sind die 3 Discounter auf alle Fälle nicht.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Renate Datum: 07.06.2004 19:39:47
Ich weiß jetzt schon warum Herr Häfner auf eine Verlängerung seines Vertrages verzichtete. Er ist doch einer oder der Urheber dieser verfehlten Baupoilitik.
Wie wurde weiter oben die OBG beschrieben ? Als Bau- oder Betonpartei ?
Nach der Wende setzte man in den Neufünfländern viele Läden auf die grüne Wiese, baute riesige Einkaufsparadiese und keiner ging hin. Man ist dort schon längst schlau geworden und findet oft die totgesagten Tante-Emma-Läden wieder.
Vielleicht sollten wie uns ein Beispiel daran nehmen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Senior Datum: 07.06.2004 19:47:55
Als älterer Mensch ohne Auto, fürs Fahrad nicht mehr fit genug, fühlt man sich mehr als miserabel durch das Sterben der Supermärkte und Filialen von Bank und Post.
Wir können nicht unseren Bedarf an Lebensmitteln, Seife, Schuhcreme, Briefmarken und dgl. mehr durch Einkaufen in den schönen neuen Supermärkten oder der Innenstadt Oberursels decken. Jede Bus-, U- oder S-Bahn-Fahrt kostet Geld und die Wege sind für uns einfach zu beschwerlich.
Aber wahrscheinlich kann man dies in einem Land, in dem nur Jugend zählt, nicht verstehen.


Betreff : Schließung von HL und Naspa in Weißkirchen Autor: Susann Datum: 15.06.2004 11:22:07
Hört man eigentlich mal was über eine neue Postfiliale in Weißkirchen ?
Da es dort mehr als 4000 (oder wie war die Zahl der Post ?) Einwohner gibt muß eine neue Filiale her.
Angeblich war doch schon eine gefunden und sie sollte nur noch renoviert werden.
Aber die alte Filiale in der Kurmainzer ist seit Ende Mai zu und die angeblichen 4 Wochen bis zur Neueröffnung einer Filiale bald um.


Zuletzt bearbeitet von ... am 15.06.2004, 10:22, insgesamt 8-mal bearbeitet


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