Phorum-Ursellis -> OBERURSELER-FOREN (Übersicht, Links und Zitate) -> ALLE Forumsthemen.......
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
 Bilder      Verfasst am: 07.11.2012, 07:45       Nach oben   


Weitere Bilder im Thema Oberurseler Gebäude : Maasgrund : Haus der Gewerkschaftsjugend


Zuletzt bearbeitet von ... am 07.11.2012, 07:45, insgesamt 8-mal bearbeitet


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 16.08.2004, 03:52       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 04. 11. 2011
Theater im Park 2012
Nach dem, für die Stadt Oberursel überaus erfolgreichen Hessentag und den im Theater im Park stattgefundenen Aufführungen des „Datterich“, wird die Tradition des TiP mit der neuen Inszenierung des „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal auch 2012 auf dem Gelände der Klinik Hohemark fortgeführt. Gespielt wird in der Zeit vom 19.07. (Premiere) bis einschl. 25.08.2012 jeweils freitags und samstags um 20.00 Uhr. Mit der Spielleitung wurde wiederum Herr Andreas Walther-Schroth durch den Ausschuß von Theater im Park beauftragt.

Nachdem im Jahre 2010 die alte Spielstätte, im Park der Villa Gans, nicht mehr zur Verfügung stand, musste der KSfO in kurzer Zeit einen adäquaten Spielort suchen. Diesen fand man relativ schnell mit dem weitläufigen Park der Klinik Hohe Mark. Die logistischen Vorraussetzungen, wie z. B. die gute Erreichbarkeit, insbesondere auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ein zentral gelegenes Parkhaus waren Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Weiterführen des Projekts Theater im Park. Die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Klinikleitung verlief von Anfang an überaus positiv und konnte im letzten Jahr weiter vertieft werden. Von Beginn an, sahen auch die Vertreter der Klinik Hohe Mark eine große Chance darin sich, mit der Beherbergung des TiP, noch effizienter als bisher in der öffentlichen Wahrnehmung präsentieren zu können. Diese Tradition möchten beide Kooperationspartner, sowohl die Klinik Hohe Mark als auch der Kultur- und Sportförderverein Oberursel, in Zukunft noch verstärkter fortsetzen. Nachdem überaus positiven Resümee, welches der Geschäftsführer des KSfO, Herr Udo Keidel-George, nach 2 Jahren der Zusammenarbeit zieht, sind über das TiP hinaus während der Spielzeit in 2012, weitere kulturelle Veranstaltungen wie z. B. ein Klassikkonzert im Park der Klinik Hohe Mark geplant. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, die relativ hohen logistischen Produktionskosten auf mehrere Veranstaltungen zu verteilen.

Hierfür sucht der KSfO auch weiterhin potenzielle Sponsoren, um das von vielen Oberurselern und Gästen geschätzte Theater im Park, in Zusammenarbeit mit dem Theater Verein Oberursel und den bewirtschaftenden Vereinen, weiter zu entwickeln und zukünftig finanziell erfolgreicher zu gestalten.

Hieronymi
Projektleiter


Artikel der FR vom 28.07.2011
Oberursel
Chance für die Villa Gans

Der Investor gibt nicht auf: Die vor 100 Jahren von einem Arzneimittelfabrikanten erbaute Villa Gans an der Königsteiner Straße soll trotz aller Hindernisse zum Tagungshotel umgebaut werden.
Vor zwei Jahren wurden schon mal Bäume gerodet, um Platz für den Umbau zu schaffen.
Foto: Ilona Surrey

Ein neuer Bauantrag ist bei der Stadtverwaltung eingegangen. „Jetzt werden die Karten neu gemischt“, sagt Stadt-Sprecherin Nina Kuhn. Es keimt die Hoffnung, dass das langsam zum Dornröschenschloss verkommende Anwesen inmitten des abgeriegelten zehn Hektar großen Gewerkschaftsparks doch noch sinnvoll genutzt werden kann.

Villa und Park gehören der Frankfurter Igemet. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft der Industriegewerkschaft Metall betreut bundesweit 110 Liegenschaften. Die Villa Gans war in der NS-Zeit eine „Reichsschulungsburg“ der Deutschen Arbeitsfront, nach dem letzten Krieg ein Bildungszentrum der Gewerkschaft. Doch seit Jahren ist sie geschlossen. Der umgebende Landschaftspark ist seit zwei Jahren nicht mehr zugänglich.

Im Jahr 2008 meldete die Igemet, dass sie die Villa bis zum Frühjahr 2011 mit Millionenaufwand in ein Tagungshotel mit 125 Gästezimmern umbauen will. Dazu plant sie einen Wellness-Bereich, ein öffentliches Restaurant gehobener Klasse mit Aussichtsterrasse und ein zweistöckiges Parkdeck neben dem ehemaligen Pförtnerhaus. Als Betreiberin soll die Hotelkette Dorint einen Pachtvertrag über 20 Jahre unterzeichnet haben.

Das Oberurseler Parlament billigte die Pläne – doch die Denkmalbehörde in Wiesbaden stellte sich quer. Ihr missfiel, dass die im englischen Landhausstil errichtete Villa komplett abgetragen und dann mit verstärkter Statik neu aufgebaut werden sollte. Die Landesregierung entschied schließlich, den Umbau in ein Vier-Sterne-Hotel zu verbieten. Auch die Verwaltungsklage der Igemet änderte daran nichts.

Nach einiger Bedenkzeit verfolgt die Igemet das Projekt jetzt weiter. Im neuen Bauantrag verzichtet sie laut Geschäftsführer Julius Partes auf den strittigen Ab- und Neubau der Villa. „Wir werden eine schonendere Methode wählen“, sagt er. „Dass sie statisch verstärkt werden muss, ist aber klar.“ Die städtische Baubehörde hat nun die schwierige Aufgabe, die Landesdenkmalbehörde mit ins Boot zu holen. Ob das gelingt, und wann mit dem Umbau zu rechnen ist, wagt Igemet-Chef Partes nicht vorherzusagen.


29.12.2009 Lokales Oberursel
Datterich ist gefunden
Die Proben für Theater im Park beginnen im Januar

Roy B. Kullmann (vorne, Mitte) hat gut lachen. Er spielt die Hauptrolle im «Datterich». Gemeinsam mit seinen Ensemble-Kollegen freut er sich schon auf die Proben. Foto: Priedemuth
Von Christine Šarac

Die Besetzung für den «Datterich», der am 17. Juni bei TiP Premiere hat, ist komplett: Die Titelrolle spielt Roy B. Kullmann.

Oberursel. «Roy hör uff!» Als Roy B. Kullmann diesen Satz aus dem Munde von Regisseur Andreas Walther-Schroth während der Leseprobe hörte, da rutschte dem Bad Homburger das Herz in die Hose. Denn er wollte unbedingt die Hauptrolle im neuen Theater-im-Park-Stück «Datterich» ergattern.

Doch glücklicherweise ging es Walther-Schroth nur um den Darmstädter Akzent, den der Datterich im Original spricht und den der Regisseur gern in Frankforderisch abändern wollte. Mit der Hauptrolle hat es für Roy B. Kullmann dann doch geklappt, und auch die anderen Darsteller für das Stück, das Ernst Elias Niebergall 1841 schrieb, sind ebenfalls gefunden.

«Als ich hörte, dass in der neuen Theatersaison der Datterich gespielt werden soll, bin ich sofort in die nächste Buchhandlung gelaufen, habe mir das Reclam-Heft besorgt und angefangen zu üben», erzählt Kullmann, der bereits seit zehn Jahren das Hobby-Theater spielen betreibt. Angefangen hat der heute 46-Jährige erst bei der Bad Homburger Volksbühne. Im vergangenen Jahr spielte er aber auch erstmals bei Theater im Park (TiP) mit und ergatterte bei der Produktion «Das kleinen Teehaus» gleich eine Hauptrolle. Damals brillierte Kullmann als Dolmetscher Sakini.

«Das Stück wird richtig orschelig»

Roy B. Kullmann (vorne, Mitte) hat gut lachen. Er spielt die Hauptrolle im «Datterich». Gemeinsam mit seinen Ensemble-Kollegen freut er sich schon auf die Proben. Foto: Priedemuth
Von Christine Šarac

Die Figur des Datterich scheint dem in Sachsenhausen aufgewachsenen Kullmann wie auf den Leib geschrieben zu sein. «Der Dialekt ist jedenfalls kein Problem für mich, denn meine Großeltern babbelten immer Hessisch mit mir», erinnert er sich an seine Kindheit zurück. Die Tatsache, dass Andreas Walther-Schroth Dialekt und Szenerie, das Stück wird in Orschel und Umgebung spielen, in die Brunnenstadt verlegt hat, dürfte das Vergnügen für die Zuschauer noch erhöhen. «Es wird richtig orschelig», verspricht Walther-Schroth.

Damit das Stück ein Erfolg wird, beginnen schon jetzt die Vorbereitungen. Premiere ist am Donnerstag, 17. Juni, auf der Freilichtbühne im Park der ehemaligen Villa Gans an der Königsteiner Straße. «Da wir mit der Premiere im Jahr 2010 einen Monat früher dran sind als üblich, werden wir bereits Mitte Januar mit den Proben für das Stück beginnen», kündigt Andreas Walther-Schroth an.

Printausgabe der TZ vom 23.11.2006
Regisseur sucht exzentrischen Gentleman
Von Christine Šarac

Oberursel. „Es wird spannend, es wird witzig, und es wird jede Menge Aktion für die Schauspieler geben“, prophezeit Andreas Walther-Schroth und schaut lächelnd in die Runde. Am großen Holztisch im Vereinsheim des Frohsinn haben sich acht Schauspieler versammelt, die bei der neuen Produktion von Theater im Park (TiP) im kommenden Jahr dabei sein wollen. „In 80 Tagen um die Welt“ nach dem Roman von Jules Verne wird Walther-Schroth inszenieren. Doch wer schließlich in welche Rolle schlüpfen darf, das entscheidet sich bei der Leseprobe.

Zwei Abende sind fürs Vorsprechen angesetzt. „Der Worte sind genug gewechselt“, findet der Regisseur und verteilt spontan die ersten Rollen an die acht Bewerber. Deren Aufgabe ist es, den Text ihrer Rolle auszugsweise zu lesen, so dass sich Andreas Walther-Schroth einen Eindruck davon verschaffen kann, wer für welche Rolle geeignet sein könnte. Gerhard Maas soll als Erster den exzentrischen englischen Gentleman Phileas Fogg sprechen, der wegen einer Wette in seinem Londoner Herrenclub zu einer spektakulären Reise in 80 Tagen um die Welt aufbricht. Aus Erich-Walter Dippel wird im Handumdrehen Passepartout, der französische Diener Foggs, der ihn auf seinem Abenteuer begleitet.

Als kleine Hilfe gibt der Regisseur, für den „In 80 Tagen um die Welt“ bereits die fünfte Produktion ist, den beiden noch mit: „Die Engländer sind ziemlich steife Typen, während Passepartout der ,witzische’ Franzose ist.“ Gerhard Maas näselt also betont würdevoll seinen Text, während Erich-Walter Dippel den seinen mit französischem Akzent spricht. Nach etwa zehn Minuten werden die Rollen genau umgekehrt verteilt. Außerdem lässt Walther-Schroth auch Männerrollen von Frauen sprechen und umgekehrt.

Witzige Versprecher machen die Leseprobe erst recht unterhaltsam. „Wo kann man hier Socken kaufen?“, fragt Karin Gerber, die gerade den französischen Diener mimt. Annerose Schleicher ist für die kommenden Minuten in die Rolle des Detektivs Fix geschlüpft. Sie antwortet: „Da ist ein Basa.“ Ursprünglich wollte sie jedoch Basar sagen und muss darüber lachen, über dieses Wort gestolpert zu sein. Laut Originalfassung gibt es sieben größere Rollen, doch wie Andreas Walther-Schroth während der Leseprobe bereits verraten hat, möchte er zwei Frauenrollen mehr besetzen. „Es sind einige Überraschungen geplant“, so der Regisseur, der jedoch keine Details ausplaudern möchte.

Worauf er bei der Leseprobe achtet, das verrät er dagegen schon. „Ich suche Typen“, so Walther-Schroth. Seine Eindrücke notiert er sich mit Hilfe eines Codesystems aus Plus und Minus. „Zu Hause gehe ich dann in mich.“ Die Ergebnisse der Ensembleauswahl werden voraussichtlich im Dezember verkündet, die ersten Proben sollen Ende Januar, Anfang Februar beginnen.

Produktionsleiter Klaus-Peter Hieronymi weist außerdem alle Teilnehmer darauf hin, dass die Premiere des Stücks wegen Terminüberschneidungen um eine Woche verschoben wurde. Start ist nun am 5. Juli 2007.


Printausgabe der TZ vom 13.06.2005
Die Magd trägt unterm Dirndl Jeans
Von Christine Schöning

Oberursel. Auf der Freilichtbühne im Park der Gewerkschaftsjugend spielen sich Szenen der Verzweiflung ab. Liebeskummer hat Klärchen, die Tochter des Weingutsbesitzers Gunderloch, stark gebeutelt. «Ich wusste gar nicht, was die Liebe is», schluchzt Klärchen, die in Wirklichkeit Myriam Tancredi heißt. Die Zuschauer verfolgen gespannt das Geschehen auf der Bühne mit. Zum ersten Mal beteiligt sich das Ensemble von Theater im Park am «Tag des Freilichttheaters». Die Aktion wird bundesweit vom Verband Deutscher Amateurtheater angeboten.

Es sind nur noch zweieinhalb Wochen bis zu Premiere, und das heißt für die Darsteller des aktuellen Stücks «Der fröhliche Weinberg»: proben, proben, proben. Auch wenn es ein wenig kalt draußen ist. Die meisten Schauspieler haben darauf eingestellt. Renate Bahm, sie spielt die Magd des Weingutsbesitzers, trägt beispielsweise unter ihrem Dirndl eine wärmende Jeans. Auch die Zuschauer, die sich für die öffentliche Probe interessieren, haben sich mit wärmenden Jacken und Regenschirmen gerüstet.

Auf der Bühne schwärmt Gunderloch gerade, wie «stramm und helle» seine Magd sei. Doch der Weinhändler Rindsfuss, dargestellt von Erich-Walter Dippel, ist da ganz anderer Meinung. «Für mein Schönheitsgefühl is der Boppes e bissi zu dick», mokiert er sich. Die Zuschauer – es sind zirka 40 – können sich kaum halten vor Lachen. Auch Ulrike Bellmer hat es in den Park gezogen. «Ich war schon bei einigen Vorstellungen von Theater im Park dabei, und ich finde den Einsatz des Ensembles enorm», sagt sie.

«Umbau!», ruft da plötzlich Regieassistent Andreas Stöbener-Koch. Er muss heute Regisseur Andreas Walther-Schroth vertreten, der erkrankt ist. Die Darsteller beginnen damit, Tische und Stühle in die Mitte der Bühne zu tragen, damit sie als nächstes die Szene mit dem Trinkgelage im Gasthaus spielen können.

«Jedes Jahr dasselbe», mault Gilles Karolyi theatralisch. Im Stück spielt er Klärchens Verlobten. «Alles muss man selber machen.» Dem Publikum gefällt’s. «Es ist schon ziemlich spannend, mal hautnah mit dabei zu sein», schwärmt Ulrike Bellmer. Aber zu viel zeigen wollte das Ensemble vom neuen Stück aber auch nicht, schließlich müssen ein paar Überraschungen für die Vorstellung bleiben.

Bericht der FR vom 17.08.04
Auch zum Schluss blieben viele Stühle leer
Der "Lügner" litt unter der schlechten Freiluft-Saison / Spielstätte im Park nächstes Jahr noch gesichert
Am Wochenende hat Goldonis "Lügner" das letzte Mal gelogen - nach sechs Wochen endete die Veranstaltung "Theater im Park". Das Wetter übernahm in dieser Saison die Rolle des Bösewichts. Nächstes Jahr gibt es Carl Zuckmayers "Der fröhliche Weinberg".
VON LIA VENN

Oberursel · 16. August · Prognosen sind so eine Sache, besonders beim Wetter. "Die Leute schauen sich am Anfang der Woche die Wettervorhersage fürs Wochenende an, und entscheiden danach, ob sie Karten für eine Freiluftveranstaltung kaufen oder nicht", sagt Klaus-Peter Hieronymi vom Kultur- und Sportförderverein (KSfo). Das schlage sich in den Vorverkaufszahlen auch nieder. "Wenn dann am Veranstaltungstag selbst tatsächlich schlechtes Wetter ist, kommt auch keiner mehr zur Abendkasse." Dieses unvorteilhafte Szenario habe sich in diesem Sommer öfter abgespielt.
Die Produktion "Figaros Hochzeit" in der vergangenen Saison schauten sich rund 6000 Besucher an. In diesem Jahr zählte Hieronymi Ende Juli etwa 1000 verkaufte Karten weniger. "Aber so einen Sommer wie 2003 haben wir ja auch nicht jedes Jahr." Die geplante Zusatzvorstellung am vergangenen Donnerstag musste wegen des Wetters ausfallen. "Am Freitag und Samstag hatten wir auch nur jeweils 280 Leute", sagt Hieronymi, "sonst waren die letzten Vorstellungen meist ausverkauft." Die Produktionskosten indes fielen wegen schlechter Witterung nicht geringer aus. Nachlässe von der Tribünenfirma oder vom Bühnenbildner gebe es auf ungüstige Witterung nicht.
An den Eintrittspreisen habe das schlechtere Ergebnis in diesem Jahr nicht gelegen, ist sich Hieronymi sicher: "Da muss ich Daniel Reckling widersprechen." Der hatte die Höhe der Eintrittspreise zuvor kritisiert.
"Wer da war, war begeistert", sagt Hieronymi. Die Karten seien in diesem Jahr auch "nur einen Euro netto teurer" gewesen. Bisher habe der Besucher im Vorverkauf das selbe bezahlt wie an der Abendkasse, jetzt sei die Abendkasse teurer. "Wir müssen die Leute zum Vorverkauf bringen, für die Planungssicherheit, das praktizieren doch alle so." Zudem solle den Zuschauern eine "gewisse Qualität" geliefert werden, was Geld koste. "Wenn wir das nicht mehr stemmen können, müssen wir es lassen", findet Hieronymi.
Seine persönliche Bilanz fällt trotz des Wetters positiv aus: "Das Stück haben wir gut ausgewählt." Mit Goldonis "Lügner" habe der Theaterverein dem Publikum wieder eine Komödie anbieten können - was nach einer Zuschauerbefragung im vergangenen Jahr gefordert wurde. Zudem sei die "familiäre Atmosphäre immer wieder schön". Auch die Bewirtung durch die Oberurseler Vereine habe gut geklappt. "Schicki-Micki wollen wir nicht, Austern und Muscheln können wir da oben nicht brauchen."
Zumindest für die Saison 2005 sei der Veranstaltungsort auch noch gesichert. Wenn der Deutsche Gewerkschaftsbund als Besitzer die Anlage an der Königsteiner Straße verkaufe, müsse womöglich ein alternativer Spielort gefunden werden. "Das wäre schlimm, dann könnte es vielleicht gar nicht mehr Theater im Park heißen."
Nächstes Jahr bleibt es aber zunächst bei "Theater im Park", gespielt wird wieder eine Komödie: "Der fröhliche Weinberg" von Carl Zuckmayer. Vielleicht mit einer strahlenden Hauptrolle vom Wetter? Aber Prognosen sind ja bekanntlich so eine Sache.


Bericht der FR vom 21.04.04
DGB-Haus hat noch Zukunft Schließung wurde vertagt

Oberursel · 21. April · ave · Die Entscheidung über die Zukunft des Bildungszentrums DGB Jugend an der Königsteiner Straße ist gestern im DGB-Bundesjugendausschuss (BJA) verschoben worden. Dies wurde nach einer Sitzung des Ausschusses in Frankfurt bekannt. Eine Bestätigung des DGB war gestern nicht zu bekommen. Nach einem Beschlussvorschlag des DGB-Vorstandes sollte die Schließung des Hauses besiegelt werden. "Nach langer Debatte wurde die Entscheidung vertagt", hieß es aus Gewerkschaftskreisen. In zwei Monaten soll nun in einer Sondersitzung die Entscheidung fallen. In der Zwischenzeit werde nach Alternativen gesucht, um das Haus zu retten. "Das ist eine schallende Ohrfeige für diejenigen, die das Haus hinterrücks schließen wollten ohne die DGB-Jugend an dieser Entscheidung zu beteiligen", sagte ein Gewerkschafter.

Die Stadt Oberursel will sich für eine "vernünftige Nutzung" der Anlage einsetzen. "Wir bereiten Gespräche mit dem DGB und der Vermögensverwaltungssgesellschaft des DGB vor", sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) gestern auf FR-Nachfrage. "Wir sind zu Kooperationen bereit", sagte Brum - in finanzieller Hinsicht sei das aber aufgrund der städtischen Finanzlage "schwierig". Die Einrichtung sei bundesweit ein Aushängeschild für Oberursel. Auch gewerkschaftliche Diskussionen, die in der Vergangenheit im Jugendgewerkschaftshaus angestoßen worden seien, hätten die Einrichtung in Oberursel zu einer "festen Größe" gemacht.

Die Wählerinitiative Lebenswertes Oberursel (Wilo) forderte eine "konzertierte Aktion" zur Rettung des Bildungszentrums. Die Stadt solle mit dem DGB und anderen interessierten Einrichtungen prüfen, ob es möglich sei, mit einer entsprechenden Initiative aktiv zu werden. Es dürfe im Interesse der historischen Bedeutung des Ortes "auf gar keinen Fall zu einer nur an rein kommerziellen Gesichtspunkten orientierten ,Verwertung' kommen", findet die Wilo. Sie stellt sich ein "Tagungs- und Kongresszentrum, klein aber fein, mit engster Anbindung und in Koperation mit der Oberurseler Stadthalle und kulturellen Angeboten wie dem Theater im Park" vor.


Bericht der FR vom 24.04.04
DGB-JUGENDHAUS FDP: Stadt soll Grundstück kaufen

Oberursel · 23. April · ave · Trotz der schwierigen Finanzlage soll die Stadt prüfen, ob sie das Gelände des von Schließung bedrohten Jugendgewerkschaftshauses kaufen kann. Das fordert die FDP.

Wie die Fraktion mitteilt, will sie im Zusammenhang mit dem möglichen Aus für das Bildungszentrum vom Magistrat wissen, was dann mit der Veranstaltung "Theater im Park" werden solle. Eine entsprechende Anfrage stellt die Fraktion in der Sitzung der Stadtverordneten am 13. Mai. "Dieses erfolgreiche Kulturkonzept der Stadt mit 6000 Besuchern im vergangenen Jahr darf durch den möglichen Eigentümerwechsel des Veranstaltungsortes auf keinen Fall in Gefahr geraten", findet FDP-Fraktionschef Stefan Ruppert. Die Stadt solle in den angekündigten Gesprächen mit dem DGB "insbesondere die Zukunft des Projektes ,Theater im Park' klären", fordert Ruppert.

In zwei Monaten will der DGB-Bundesjugendausschuss (BJA) über die Zukunft des Bildungszentrums entscheiden. Der BJA will wegen zu erwartender Sanierungskosten und mangelnder Ausnutzung der Einrichtung das Haus schließen.


Bericht der FR vom 29.04.04 :
Not-Konzept soll DGB-Jugendhaus retten

Birgitt Grieb, Leiterin des Bildungszentrums, fordert eine Minimal-Sanierung - und hofft auf Hilfe der Stadt

Mit einem aufs Minimum beschränkten Sanierungskonzept soll das Bundesbildungszentrum DGB Jugend doch noch gerettet werden. Leiterin Birgitt Grieb will es in den nächsten zwei Monaten erarbeiten und hofft dabei auf die Hilfe der Stadt.

VON RALF MUNSER



Oberursel · 28. April · "Wir waren von der Vorlage und der Geschwindigkeit, mit der das durchgesetzt werden sollte, ganz schön überrascht", sagt Birgitt Grieb im Gespräch mit der FR. Ein Beschlussvorschlag des DGB-Vorstands sieht vor, das Haus der Gewerkschaftsjugend an der Königsteiner Straße zu schließen. Die Entscheidung soll in zwei Monaten fallen.

Die Diskussion über die Schließung hat nach Angaben von Birgitt Grieb ein Gutachten von 2003 über Sanierungskosten forciert. "Da war von 9,2 Millionen Euro Kosten die Rede." Für die Leiterin sah dies allerdings "eine Luxussanierung" vor. Ein fünf Jahre altes Gutachten habe dagegen festgestellt, dass die wesentlichen Mängel für rund drei Millionen Mark repariert werden könnten.

"Wir haben noch eine kleine Chance", gibt sich Birgitt Grieb kämpferisch. Jetzt gelte es ein für den DGB "realistisches und nachvollziehbares Sanierungskonzept" zu erarbeiten. Ein geringfügiger Ausbau der Bettenkapazität und moderne Zimmer seien erforderlich. Dies könnten ein Neubau des Torgebäudes und eine "Sanierung des Notwendigsten" im 1908 fertiggestellten Hauptgebäude ermöglichen.

"Bei dem Konzept sind wir auf die Hilfe der Stadt angewiesen." Deshalb soll es Gespräche mit der Rathausspitze und Parteienvertretern geben. "Das größte Problem ist die Finanzierbarkeit." In den vergangenen Jahren seien in Hessen vier größere Bildungsstätten geschlossen worden, darunter auch die Erwachsenenbildungsstätte Falkenstein, erinnert Birgitt Grieb.


"Wir sind alle krisenerprobt"

Die mögliche Schließung des Hauses der Gewerkschaftsjugend ist schon lange in der Diskussion. Bereits 1998 sollte das Gelände einmal verkauft werden. "Wir sind hier alle ziemlich krisenerprobt. Aber eine so ernsthafte Bedrohung wie diesmal, gab es bisher noch nicht", sagt die Leiterin. Die rund 30 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeitstellen seien wegen der geplanten Schließung verunsichert. "Viele sind schon lange hier."

Im Haus herrsche jedoch ein gutes Betriebsklima, viele identifizierten sich mit ihrer Arbeit. Weil sie selbst "ein optimistischer Mensch" sei, so Birgitt Grieb, plane die Einrichtung auch eifrig weiter an ihrer 50-Jahr-Feier für den 10. Juli.

Auf einer ABM-Stelle hat die heutige Leiterin im Haus der Gewerkschaftsjugend einmal angefangen. Ihr Thema war damals die Geschichte der Gewerkschaftsjugend nach 1945. Seit Ende der 80er Jahre arbeitet sie hier als Pädagogin, seit 1994 leitet sie die Einrichtung. Die gebürtige Fränkin wollte nach ihrem Studium nicht in den Schuldienst. "Hier war die Mischung einfach unglaublich attraktiv": die politische Arbeit, der Kontakt zu jungen, motivierten Leuten und die Möglichkeit zur internationalen Zusammenarbeit. "Ich habe es nicht bereut hier zu arbeiten." 1990 veranstaltete die Jugendbildung ein deutsch-polnisches Seminar in Oberursel mit 50 jungen Leuten, darunter vieler Warschauer. Gerne erinnert sich Birgitt Grieb an solche Veranstaltungen. Daraus entwickelte sich für sie die Mitarbeit im Deutsch-Polnischen Jugendrat und der Aufbau der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Mikuszewo - "eine tolle Zeit". Es sei gelungen, nachhaltige Projekte aufzubauen, die heute die Basis der internationalen Jugendarbeit seien. Außerdem kam für Grieb noch ein Lehrauftrag an der TH Darmstadt dazu.

Mittlerweile hat die 48-Jährige ihr Pensum ein wenig reduziert. Im Deutsch-Polnischen Förderverein ist sie als Vorsitzende zurückgetreten, weil dies nicht mehr mit den wachsenden Anforderungen im Haus der Gewerkschaftsjugend machbar gewesen sei. "Irgendwann muss man sich auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren. Es ist jetzt schon kein normaler Acht-Stunden-Job." Eine neue Aufgaben ist nun dazu gekommen: Die Rettung des Bildungszentrums.


Bericht der Taunuszeitung vom 30.04.04
Auslastung optimieren
Oberursel. Die DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main setzt sich für den Erhalt des Hauses der Gewerkschaftjugend in Oberursel ein. Um die Zukunft des Hauses langfristig zu sichern, müsse ein tragfähiges Sanierungskonzept mit Hilfe neuer Partner entwickelt werden, fordert Regionschef Harald Fiedler. Die Auslastung des Hauses müsse optimiert werden, um die Kosten zu senken. Außerdem solle eine umfassende Diskussion über die Zukunft der gewerkschaftlichen Jugendarbeit geführt werden, so Fiedler


Printausgabe der TZ vom 08.06.2004
Oberursel: Sozialplan für DGB-Mitarbeiter
Oberursel. Weil der DGB-Vorstand mit Kosten von 9,2 Millionen Euro für die Sanierung des Hauses der Gewerkschaftsjugend rechnet, will er die Schule zum Jahresende schließen. Schulleiterin Birgitt Krieb glaubt, dass sich das Haus mit weit geringeren Investitionen weiter führen ließe und wird ihr Konzept dem Bundesjugendausschuss des DGB erläutern. In dieser Woche wird über einen Sozialplan für die 27 Mitarbeiter verhandelt.


Bericht der FR vom 08.06.04
DGB-Jugendbildungswerk vor dem Aus
Tagungsvilla in Oberursel zu teuer / Kündigungen für 30 Mitarbeiter / Kritik am Vorgehen der Gewerkschaft
Der DGB beharrt darauf, das traditionsreiche Jugendbildungswerk in Oberursel zu schließen. Das Haus sei nicht mehr zu fin anzieren, heißt es beim DGB-Bildungswerk.

VON EVA ROTH

Frankfurt a. M. · 8. Juni · Der Vorstand des DGB-Bildungswerks habe bereits am 1. Juni beschlossen, das Haus der Gewerkschaftsjugend am 31. Dezember zu schließen, sagte der zweite Geschäftsführer des Bildungswerks, Wolfgang Lettow, der FR. Auch der geschäftsführende Bundesvorstand des DGB habe sich am gleichen Tag dafür ausgesprochen. Allen 30 Beschäftigten in Oberursel werde zum Ende des Jahres betriebsbedingt gekündigt, ab dem heutigen Mittwoch werde über einen Sozialplan verhandelt. Das Bildungswerk versuche, für die Beschäftigten andere Stellen innerhalb des DGB zu finden.


20 Jahre ohne Investitionen

Die Schließung der Villa habe ausschließlich finanzielle Gründe, betonte Lettow: In den Komplex sei seit 20 Jahren nicht investiert worden. Die Immobilie gehört der Vermögenstreuhandgesellschaft des DGB. Diese habe ein Gutachten erstellt, nach dem eine Sanierung 9,5 Millionen Euro kosten würde. Zudem zahle der DGB jährlich einen Zuschuss von 850 000 Euro. Dieses Geld "steht nicht mehr zur Verfügung", sagte Lettow. Die Jugendbildungsarbeit soll nun zum Großteil nach Hattingen verlagert werden. Die offene Bildungsarbeit, für die Oberursel bekannt ist, werde dort weitergeführt, versicherte der 55-Jährige. Um herauszufinden, wie die Tagungsvilla in Oberursel künftig genutzt werden kann, soll nach Lettows Worten eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden.

Daran teilnehmen würden die Schulleiterin von Oberursel, Birgitt Grieb, und der Geschäftsführer des Bildungswerks, Dieter Eich. Zudem versuche man, die Stadt Oberursel und die DGB-Vermögensgesellschaft mit an den Tisch zu holen. Die Arbeitsgruppe könne etwa klären, ob in das Haus eine Akademie für Betriebsräte ziehen kann. Bis Ende Juli solle ein Konzept vorliegen. Lettow hält es dabei durchaus für möglich, dass sich das DGB-Bildungswerk an der neuen Einrichtung beteiligt. Eine alleinige Trägerschaft sei aber "fast ausgeschlossen".

Mitarbeiter kritisieren die Art und Weise, wie über die Bildungsstätte entschieden wurde. So sei ein Beschluss des DGB-Bundesjugendausschusses nicht abgewartet worden, meint Peter Kümmel, der als Teamer Seminare in Oberursel organisiert. Am gestrigen Dienstag reisten er und andere Teamer nach Berlin, um mit dem DGB-Bundesvorstand zu reden. Nach Kümmels Worten stellten sie ein alternatives Sanierungskonzept vor, das die Bildungsstätte bei einem Architekturbüro in Auftrag gegeben hatte. Danach kostet eine abgespeckte Sanierung lediglich 1,39 Millionen Euro. Zudem könne man mit öffentlichen Zuschüssen rechnen, heißt es aus Oberursel.

Kümmel wertete es als "positiv", dass der DGB-Bundesvorstand bereit war, mit der Delegation aus Hessen zu diskutieren.

Allerdings bestehen kaum Chancen, dass das Haus der Gewerkschaftsjugend noch gerettet wird. Der DGB-Bundesvorstand könne die Entscheidung auf seiner Sitzung am 6. Juli noch kippen, erklärt Jugendsekretär Christian Kühlbauch. Damit sei aber nicht zu rechnen.


Bangen um Theater im Park
DGB-Haus: Bürgermeister Brum verlangt "intelligente Lösungen"
Das Haus der Gewerkschaftsjugend in der Königsteiner Straße wird zum Jahresende geschlossen. Der Theater Verein bangt um seine Spielstätte für das "Theater im Park", die Stadt will laut Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) an "intelligenten Lösungen" für das Gelände mitwirken.
VON JÜRGEN STREICHER

Oberursel · 8. Juni · Eine "Katastrophe" sieht Nils Graf Lambsdorff auf das "Theater im Park" zukommen, sollte das Park-Gelände an der Stadtwald-Grenze durch einen möglichen Verkauf in die "falschen Hände" geraten. Der Vorsitzende des Kultur- und Sportfördervereins Oberursel (KSfO) verweist auf zehn Jahre erfolgreiches Freiluft-Theater, der Park als Spielstätte sei in der gesamten Region etabliert. Schon nach den ersten Gerüchten über eine Schließung des DGB-Bundesbildungszentrums seien die Theatermacher aktiv geworden, um eine Alternative zu finden, falls sie den Park räumen müssen. Lambsdorff: "Wir können nicht warten, wir müssen uns vorbereiten. Wir brauchen eine schnelle positive Entscheidung des DGB oder eine Alternative."

Doch so weit ist der DGB-Vorstand noch lange nicht. Klar ist nur, dass der Vorstand des DGB-Bildungswerks die Schließung will, ausschließlich aus Kostengründen. Die Immobilie gehört der Vermögenstreuhandgesellschaft des DGB. Sie hat Kosten von 9,5 Millionen Euro für die dringend nötige Sanierung ermittelt. Aus den gleichen Gründen wurde schon 1998 über das Ende der traditionsreichen Bildungsstätte diskutiert, die 1954 eröffnet wurde. Nun aber scheint der DGB-Vorstand entschlossen, ein Konzept für die Verwertung des Geländes liegt aber noch nicht vor.

Als "sehr bedauerlich" bezeichnete Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) die neue Entwicklung. Das Haus habe Oberursel bundesweit bekannt gemacht, durch die zahlreichen Gäste ebenso wie durch renommierte Referenten wie Willy Brandt, Jürgen Habermas oder Joschka Fischer. Hauptinteresse der Stadt sei nun, "intelligente Lösungen" für eine zukünftige Nutzung zu finden. Brum will vor allem den "wunderschönen Park, dieses lebende Naturdenkmal" für die Öffentlichkeit erhalten. Das hatte die Gewerkschaft immer betont, der Park war stets öffentlich zugänglich. "Der Park sollte nicht privatisiert werden", so Brum. Er sei ein "echtes Juwel".

Mehr als 300 verschiedene Bäume aus allen Regionen der Welt hat sich der Fabrikant Ludwig Wilhelm Gans vor mehr als 100 Jahren in seinen Park pflanzen lassen, darunter so seltene Bäume wie die rosablättrige Buche oder die Scharlacheiche. Naturschutz- und Denkmalbehörde werden daher ein gewichtiges Wort mitreden, wenn es um die zukünftige Nutzung des Geländes an der Königsteiner Straße geht. "Die baulichen Möglichkeiten sind begrenzt", sagt auch Brum.

Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Theaters im Park hat Brum indes nicht. "Da gehe ich von aus, dass wir uns durchsetzen können." Die diesjährige Freiluft-Saison beginnt am 9. Juli mit Goldonis "Der Lügner".


Bericht der FR vom 13.06.04
"Der Lügner" tritt wie geplant im Park auf
Vorverkauf hat begonnen: 800 Karten für Freilicht-Theater verkauft / 13 Aufführungen / Premiere am 8. JuliDas "Theater im Park" wird wie geplant vom 9. Juli bis 14. August Goldonis "Der Lügner" im Park des Hauses der Gewerkschaftsjugend spielen. Die geplante Schließung der DGB-Bundesjugendschule berührt die Oberurseler Theater-Szene noch nicht.
VON JÜRGEN STREICHER

Oberursel · 11. Juni · Der Nutzungsvertrag für das Spielgelände an der Königsteiner Straße wird nur von Jahr zu Jahr verlängert. Allenthalben wird nach ersten Gesprächen beim Theater Verein und beim Kultur- und Sportförderverein Oberursel (KSfO) aber damit gerechnet, dass die Spielstätte auch in Zukunft noch zur Verfügung steht. Das lauschige Areal zwischen Scheinzypressen und raschelnden Laubbäumen hat wesentlich dazu beigetragen, ein immer größer werdendes Publikum an das Freiluft-Theater zu binden. Inzwischen stammen zwei Drittel der Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung.

Nun also mal wieder Goldoni, zum zweiten Mal nach 2001, als die Charakterkomödie "Mirandolina" gegeben wurde. "Der Lügner" wurde 1750 uraufgeführt, Regisseur Andreas Walther-Schroth sieht aber auch eine Beziehung zur Jetzt-Zeit. Zu den alltäglichen Lügen im politischen Geschäft etwa, die nicht aufgeklärt werden. Schroth wird aber kein politisches Theater machen, sondern das Thema Lüge komödiantisch aufarbeiten, getreu seinem Anspruch, "Unterhaltung auf hohem Niveau" zu bieten. Nach dem erfolgreichen Einstand mit Sex and Crime bei Hofe am Vorabend der Französischen Revolution im vergangenen Jahr inszeniert der 45-jährige Schroth zum zweiten Mal im Theater im Park.

Die Bühne mit der rechten venezianischen Atmosphäre wird mit weniger Aufwand gestaltet sein als im vergangenen Jahr, aus schlichten mobilen Elementen hat sie der Oberurseler Künstler Wojtek Wellenger gebaut, ganz nach dem Vorbild der wandernden Schauspielgruppen zu Goldonis Zeiten. Neue Wege sind gefragt, aus dem Vollen schöpfen können die Veranstalter bei gestiegenen Produktionskosten trotz des Traumsommers 2003 mit 95 Prozent Auslastung nicht. 6000 Gäste feierten damals mit Figaro Hochzeit.

Der Vorverkauf ist angelaufen, 800 Karten wurden laut Produktionsleiter K.P. Hieronymi bereits abgesetzt. Die Kapazität der Tribüne beträgt nach kleiner Erweiterung nun 487 Plätze, geplant sind neben der fast ausverkauften Premiere ein Dutzend weitere Aufführungen. Sollten Vorstellungen wegen ungünstiger Wetterbedingungen ausfallen, werden Ausweichtermine angeboten. Fest gebucht hat der DRK-Kreisverband bereits eine komplette Zusatzvorstellung für sein traditionelles Helferfest.

Zum Theater im Park gehört perfekter Service "drumherum" - mit Bewirtung der Gäste vorher und nachher durch örtliche Vereine, mit reservierten Parkplätzen an der Stierstädter Heide und Ampel gesichertem Überweg an der Königsteiner Straße, mit beleuchteten Pfaden durch den schönen Park und Regencapes an der Kasse, falls es wirklich mal regnen sollte. Für ältere Besucher und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel soll ein kleiner Shuttle-Bus zwischen Bahnhof und Park verkehren.


Lelio spielt noch mit zu wenig Emotionen
Das Ensemble vom "Theater im Park" probt Goldonis Lügner /"Wir liegen gut in der Zeit" / Premiere am 8. Juli
VON SABRINA MIERISCH

"Ran an den Speck, gebt mal richtig Gas, mit mehr Schmackes", ruft Andreas Walther-Schroth. Er ist aufgesprungen und gestikuliert mit den Armen. Alles wieder auf Anfang, noch einmal von vorne: Das "Theater im Park" probt sein neues Stück "Der Lügner" von Carlo Goldoni.

Allerdings nicht im Park, sondern in den Räumen des Karnevalsverein Frohsinn. Denn nicht gelogen hat der Wetterbericht, es regnet. Die Probe unter freiem Himmel fällt ins Wasser: "Das Wetter ist eine der größten Herausforderung am Freilichttheater", erklärt Regisseur Walther-Schroth. Die andere sei, so zu sprechen, dass die Zuschauer trotz Freilichtbühne alles verstehen. Deshalb macht der Regisseur immer wieder auf Betonung und Aussprache aufmerksam: "Was hauchst Du denn heute so?" "Ich habe Zungenschmerzen", antwortet Darsteller Thomas Willnow. Nicht zu schnell sprechen, ordentlich artikulieren, Mut finden, sich auf die Sprache einzulassen: Walther-Schroth hat viele Tipps für seine Truppe parat. Manchmal geht er zur Bühne und spielt selbst, um seine Ideen vorzuführen.

"Wir liegen gut in der Zeit, alle Szenen stehen, jetzt kommt der Feinschliff." Es fehle ein Schwung, einige Darsteller seien zu sehr auf ihren Text konzentriert. Der Regisseur möchte endlich draußen proben: "Die Schauspieler brauchen ihre Erfahrungen mit Technik, Licht, Ton und mit dem Bühnenbild." Das ist bewusst einfach gehalten und besteht aus mobilen Wänden und Würfeln, die neu zusammengesetzt Möbel oder andere Requisiten bilden: "Es soll improvisiert wirken und die Leute zum Nachdenken anregen."

Der Zuschauer soll mitdenken: "Das Stück passt in die heutige Zeit. In der Politik und im wirtschaftlichen Leben gibt es auch viele Lügen", erklärt Walther-Schroth. Er hält aber nichts von direkten Anspielungen, sondern versteckt seine Kritik. Am Ende würden die Zuschauer die Hinweise verstehen: "Das Stück ist aber immer noch eine Komödie, leicht Kost, aber anspruchsvolle Unterhaltung auf hohem Niveau", so die Einschätzung des Regisseurs.

Damit das gelingt, arbeiten die Amateur-Schauspieler seit Anfang März intensiv an dem Stück. Mindestens dreimal in der Woche treffen sich die 15 Darsteller, erst in Einzelproben jetzt mit dem ganzen Ensemble. Auch bei dieser Probe ist der Raum gut gefüllt, während die einen spielen, brüten andere über ihrem Text.

Walther-Schroth hat das Stück überarbeitet. Neu entstanden ist ein Vorspiel, "um dem Zuschauer die Figuren vorzustellen, denn die wenigsten lesen das Programmheft."

Geprobt wird noch in Straßenkleidung. Ein Regenschirm dient als Degen, mit dem sich Gilles Karolyi, der die Hauptfigur "Lelio" spielt, das Leben nehmen will. Natürlich nur vorgetäuscht, denn Lelio ist der Lügner, der eine erfundene Geschichte nach der anderen auftischt. Alle lassen sich von seinen Lügen blenden, weil sie sich einen eigenen Vorteil davon versprechen.

Und wieder beginnt eine Szene von vorne. Regisseur Walther-Schroth wünscht sich mehr Verzweiflung vom Schauspieler, "wenn ihr einmal eine Emotion habt, dann müsst ihr sie halten und darin bleiben." Er ist aber zufrieden mit der Leistung seiner Gruppe, nach dem nächsten Durchlauf ruft er: "Ja, ihr habt's, von den Typen seid Ihr's!" Nur noch ein bisschen mehr Emotion wünscht er sich, "ich will Menschen auf der Bühne sehen."

"Der Lügner", hat am 8. Juli, 20.30 Uhr, im Park der Gewerkschaftsjugend, Königsteiner Straße, Premiere. Die weiteren Aufführungen sind freitags am 9., 16., 23., 30. Juli und am 6. und 13. August. Samstags spielt das Theater am 10., 17., 24., 31. Juli und am 7. und 14. August. Karten im Vorverkauf für 17,80 Euro im OK-Service, Kumeliusstraße 8, Tel. 0 61 71 / 58 72 99, an der Abendkasse 19,50 Euro.


Printausgabe der TZ vom 07.07.2004
Mit dem Besen wird das Regenwasser von der nagelneuen Bühne geschoben
Oberursel. Auf der Freilichtbühne im Park der Gewerkschaftsjugend wird fleißig gearbeitet. Der Bühnenbildner Wojtek Wellenger malt emsig an den Kulissen, zwei Frauen schieben mit einem Besen das Regenwasser, das sich über Nacht angesammelt hat, von der nagelneuen Bühne. Interessiert verfolgen acht Herren, die meisten mit Schlips und Anzug bekleidet, die Arbeiten und nehmen das Prunkstück genauer in Augenschein. Besonders Jürgen Banzer, Landrat und Kuratoriumsvorsitzender der gemeinnützigen Stiftung der Taunus-Sparkasse und der Vorstandsvorsitzende der Taunus-Sparkasse, Hans-Dieter Homberg sowie Jürgen Funke, Geschäftsführer der TaunaGas. Durch sie war die Anschaffung der neuen Bühne überhaupt erst möglich geworden, denn die Stiftung der Taunus-Sparkasse hatte 3500 Euro, die TaunaGas 8500 Euro gespendet.

«Es war in diesem Jahr ein viel professionelleres Arbeiten», schwärmt der Regisseur Andreas Walther-Schroth. «Die Schauspieler konnten ihre Gänge viel früher probieren.» Bisher nutzte Theater im Park dieselbe Bühne, die auch beim Brunnenfest verwendet wird und so mussten die Darsteller immer so lange mit den Proben im Park warten, bis das Heimatfest vorüber war.

Doch das Üben auf der Bühne gestaltete sich im Jubiläumsjahr, Theater im Park feiert seinen zehnjährigen Geburtstag, leider etwas schwierig, wie Andreas Walther Schroth den «edlen Spendern», Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und dem Ersten Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) berichtete. «Es ging auf Grund des schlechten Wetters sehr zäh voran», so Walther-Schroth. «Regen und Kälte haben den Darstellern so manches Mal zu schaffen gemacht, aber das ist eben Theater.» Angesichts dieser Bemerkung konnte sich der Geschäftsführer der TaunaGas, Jürgen Funke, nicht länger im Zaum halten und scherzte: «Mit der durch Gas betriebenen Fußbodenheizung für die Bühne konnten wir uns ja nicht durchsetzen.» (csc)


(aus der Soli aktuell 5/04, Autor: Soli aktuell)
Aus für Oberursel?

Nach jahrelangem Hin und Her: Diesen Sommer fällt die Entscheidung, ob der DGB seine zentrale Jugendbildungsstätte schließt.

Die Abteilung Jugend beim DGB-Bundesvorstand will ihre Bildungsarbeit neu ausrichten. In einer Beschlussvorlage für den DGB-Bundesjugendausschuss (BJA) vom 11. April 2004, die Soli aktuell vorliegt, heißt es: »Die zentrale DGB-Jugendbildungsarbeit muss in Zukunft stärker an die Abteilung Jugend beim DGB-Bundesvorstand und an den DGB-Bundesjugendausschuss als Beschlussgremium angebunden werden. Dafür soll in Zukunft eine Person bundeszentral die Jugendbildungsarbeit koordinieren, die mit Fach- und Dienstaufsicht an die Abteilung Jugend beim DGB-Bundesvorstand angegliedert ist.«

Zwei weitere Pädagogenstellen sollen bei der DGB-Jugendbildungsstätte Hattingen angesiedelt werden. Hattingen soll zugleich »zentrale DGB-Jugendbildungsstätte« werden. Außerdem soll die DGB-Jugendbildungsstätte in Fulda mit in das Konzept aufgenommen werden: »Sie soll als Ausweichquartier dienen und wegen der guten Erreichbarkeit bevorzugt für Kurzzeittagungen und Gremiensitzungen belegt werden.«

Damit ist Krach vorprogrammiert. Die DGB-Jugend ist schon im Besitz einer zentralen Jugendbildungsstätte: dem Jugendbildungszentrum in Oberursel. Das traditionsreiche Haus beherbergte in den letzten 50 Jahren Tausende von jungen Gewerkschaftsmitgliedern, die dort an Seminaren teilnahmen. Noch vor zwei Jahren wurde es in den Verantwortungsbereich des DGB-Bildungswerkes überführt, um seine Existenz zu sichern.

Dennoch kommt das voraussichtliche Aus nicht von ungefähr: DGB-Bundesjugendsekretär Christian Kühbauch: »Weil Investitionen und notwendige Umbaumaßnahmen über Jahrzehnte hinweg nicht getätigt wurden, befindet sich das Haus und seine technische Infrastruktur inzwischen in einem desolaten Zustand.«

Nach einem Businessplan des DGB-Bildungswerkes liege der Kapitalbedarf bei etwa 9,25 Millionen Euro, um die langfristigen Investitionen in Grundstück, Gebäude, Inventar, Hotelbetrieb und Verwaltung zu decken. Dies schließt den Neubau eines Bettenhauses für ca. 4,9 Millionen Euro mit ein. Er sei aus betriebswirtschaftlichen Gründen dringend notwendig, um für die Zukunft ein ausreichendes Angebot an komfortablen Zimmern zu gewährleisten. Oberursel-Leiterin Birgitt Grieb beruft sich hingegen auf eine Studie, in der eine Gesamtsumme von 1,7 Millionen Euro für die Sanierung genannt wird. Grieb: »Das Haus befindet sich nicht in einem ›desolaten‹, sondern in verbesserungswürdigem Zustand.«

Umbaupläne für Oberursel, so Kühbauch, seien nicht neu: Ihre Realisierung sei jedoch bisher stets an der fehlenden Eigenmittelzusage des DGB gescheitert. Eine Pattsituation: Die DGB-Jugend sei bisher nicht bereit gewesen, auf die Bundesbildungsstätte in Oberursel zu verzichten. Der DGB hingegen habe nicht die erforderlichen Finanzmittel für eine nachhaltige Sanierung zur Verfügung gestellt.

Das letzte Sanierungskonzept der Abteilung Jugend war 1999 abgelehnt worden. Auch bei einer weniger umfassenden Lösung wie von Hausleiterin Grieb vorgeschlagen, hält die DGB-Spitze entgegen, liege der Bedarf an Eigenmitteln von Seiten des DGB bei mindestens 3,4 Millionen Euro.

Zudem seien die Kosten für den laufenden Betrieb hoch – die Höhe der Subventionierung für die zentrale Jugendbildungsstätte des DGB sei dabei aber umstritten. In Oberursel werde derzeit bei einem Gesamtetat von 843.000 Euro und ca. 12.000 Teilnehmertagen jeder Teilnehmer pro Tag seiner Anwesenheit mit zusätzlich 70 Euro aus dem Haushalt des DGB subventioniert. Hinzu komme, dass von den 12.000 Teilnehmertagen nur ca. 3.000 bis 4.000 zu eigenen Seminaren zählten. Der DGB subventioniere also in erheblichem Maße Teilnehmertage von externen Belegern. Erschwerend komme für die nächsten Jahre hinzu, dass drei Pädagogenstellen derzeit mit 95.000 Euro aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes finanziert würden. Aufgrund von Strukturveränderungen der öffentlichen Förderung, sei mit einer Kürzung der Förderung um 75.000 Euro zu rechnen. Dies bedeute entweder, dass der DGB seinen Zuschuss erhöhen müsse, zwei Stellen gestrichen werden, oder entsprechend weniger Seminare angeboten werden.

Fazit Kühbauch: »Eine inhaltliche, organisatorische und finanzielle Neukonzeption der Jugendbildungsarbeit des DGB hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schließung der Jugendbildungsstätte in Oberursel zur Folge.« Und: »Unabhängig von der Tatsache, ob Oberursel geschlossen wird oder nicht, ist eine grundsätzliche inhaltliche Neuausrichtung der Jugendbildungsarbeit des DGB erforderlich.«

Mit der internationalen Arbeit des Jugendbildungszentrums Oberursel seien die meisten Partner bei den Gewerkschaften und den DGB-Bezirken zufrieden. Diese Arbeit gelte es zu erhalten und auszubauen. Im Bereich der nationalen Arbeit gebe es jedoch schon seit vielen Jahren Kritik, die immer wieder in den Gremiensitzungen artikuliert worden sei. So hätten Teile des Programms nichts mit den politischen und organisationspolitischen Interessen der DGB-Jugend zu tun. Andere Teile des Programms befassten sich mit eher unpolitischen oder nicht-gewerkschaftlichen Themen. Diese Seminare seien zwar insgesamt löblich und unterstützenswert, dürften aber nicht Aufgabe einer bundeszentralen Jugendbildung des DGB sein, »solange die Kernaufgaben wie Mitbestimmung, Berufsbildung, politische Kampagnen, Vorfeldarbeit so gut wie gar nicht im Programm vorkommen«.

Das will Hausleiterin Grieb nicht auf sich sitzen lassen. In ihrer Stellungnahme an den BJA schreibt sie, die Kosten einer realistischen Sanierung des Hauses liege einer Studie aus dem Jahre 1999 zufolge bei 1,7 Millionen Euro. Den Kostenanteil des DGB könne man durch einen Teilverkauf der Außenanlagen als Bauland senken und die Mitarbeit außerbetrieblicher Ausbildungsprojekte in bestimmten Bauphasen einbeziehen, ebenso die Arbeitsleistung von Mitarbeitern des Hauses in bestimmten Bauabschnitten. Grieb: »Dies ist in erster Linie eine Frage des politischen Willens und in zweiter Linie eine Frage der unternehmerischen Kreativität.« Stellen in Hattingen und Fulda müssten ebenfalls aus DGB-eigenen Mitteln gefördert werden. »Das Problem der rückläufigen öffentlichen Fördermittel ist kein spezifisches Problem Oberursels«, so die Leiterin des Bildungszentrums.
Auch bei der Analyse des Bildungsprogramms gibt Grieb Kontra: »Das zur Beschlussvorlage vorliegende Bildungsprogramm beinhaltet neben einer reduzierten Version der internationalen Bildungsarbeit Oberursels ein nahezu ausschließlich an den aktuellen Kampagnen und Arbeitsschwerpunkten der Abteilung Jugend orientiertes Bildungsprogramm. Es orientiert sich in wesentlichen Teilen ausschließlich am Qualifizierungsbedarf der ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der DGB-Jugend.«

Die künftige bundeszentrale Bildungsarbeit sei fast jeglicher Autonomie enthoben. Spielräume in der selbstständigen Gestaltung der Arbeitsschwerpunkte seien nicht mehr sichtbar »und offensichtlich auch nicht gewollt«. Ihr Fazit: »Warum die dadurch entstehenden zusätzlichen quantitativen und qualitativen Anforderungen an bundeszentrale Jugendbildungsarbeit künftig besser durch die Schließung eines Bildungszentrums bewältigt werden sollen, bleibt unbeantwortet.« Und: »In unseren Bildungsstätten können wir ein an gewerkschaftlichen Zielen orientiertes Profil entwickeln und sie zu Zentren der gewerkschaftlichen Orientierung, einer Kultur des demokratischen Umgangs und zu Orten der gewerkschaftlichen Identitätsbildung machen. Oberursel eignet sich hierfür in ganz besonderer Weise.«

Was soll der Sinn sonst sein als gewerkschaftliche Bildung, kontert BJA-Mitglied Daniel Wucherpfennig. Seit nunmehr acht Jahren habe das Haus keine Verankerung in der DGB-Jugendbildungsarbeit, schon gar nicht in der Jugendarbeit. Wichtige Impulse seien aus dem DGB-Bundesjugendsekretariat gekommen und aus den DGB-Bezirken (z.B. das »Courage«-Projekt). Diese Kritik sei im Haus der Gewerkschaftsjugend bekannt, »nur leider auch schon seit über acht Jahren«. Wucherpfennig: »Welchen Sinn hat eine bundeszentrale Bildungsstätte, wenn sie sich nicht im Wesentlichen um Qualifizierungsbedarf von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern bemüht?«

Dem DGB, schreibt Birgitt Grieb, sei 1954 Haus und Grundstück vom Land Hessen übertragen worden, »um dort für die Jugend nach den verheerenden Folgen des Nationalsozialismus und seiner rassistischen Vernichtungspolitik einen gesellschaftspolitischen Beitrag zur Erziehung zu Demokratie und Völkerverständigung zu leisten und an die Freiheitsideale der Arbeiterbewegung anzuknüpfen«. Dies verweise auch auf die Verantwortung, die mit dieser Schenkung an die Gewerkschaftsjugend übertragen wurde. Grieb: »Darin liegt der eigentliche Wert der ›Immobilie‹.«

Unterstützer haben derweil für den Erhalt des Hauses mobil gemacht und Rundbriefe verschickt, in denen aufgefordert wird, Druck auf den DGB-BJA auszuüben. Bei den Verantwortlichen macht sich ebenfalls Kritik breit. Ein BJA-Mitglied: »Wir sollen nur den Kopf hinhalten. Dabei ist die Schließung längst Sache des DGB-Bildungswerkes und nicht der Gewerkschaftsjugend.«



Mitteilung der TZ vom 08.07.04
Aus fürs Haus der DGB-Jugend
Oberursel. Die Schließung des Hauses der Gewerkschaftsjugend ist besiegelt. Nachdem sich der Bundesjugendausschuss am vergangenen Mittwoch gegen eine Weiterführung des Hauses ausgesprochen hatte, schloss sich der geschäftsführende Vorstand des DGB gestern diesem Votum an. Über das Abstimmungsergebnis wurde gestern nichts bekannt. Über die Zukunft des Parkgeländes an der Königsteiner Straße, auf dem am morgigen Donnerstag das Theater im Park mit Carlo Goldonis Komödie «Der Lügner» Premiere feiert, wurde noch nicht nachgedacht. «Es ist vieles möglich», sagte DGB-Jugendsekretär Christian Kühbauch. «Sowohl ein Verkauf, als auch ein weitere gewerkschaftliche Nutzung des Geländes. Ein ausführlicher Bericht folgt in unserer morgigen Ausgabe.» (new)


Printausgabe der TZ vom 08.07.2004
Grieb: Jugendnetzwerke sind in Gefahr
Oberursel. Nach Feiern wird dem Team des Hauses der Gewerkschaftsjugend zwar nicht zu Mute sein. Doch am kommenden Wochenende steht das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Einrichtung an der Königsteiner Straße auf dem Programm. Beginn ist um 13 Uhr. Dass es gleichzeitig der letzte Geburtstag des Bildungszentrums sein wird, steht seit Dienstag definitiv fest. Der Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hatte, wie berichtet, mehrheitlich für die Schließung der Einrichtung zum Ende des Jahres gestimmt.

Der Standort werde aufgeben, die Arbeit aber im Bildungszentrum in Hattingen weitergeführt, hob gestern Wolfgang Lettow, Verwaltungsleiter des DGB-Bildungswerks, hervor. Das Bildungswerk ist Mieter des Hauses an der Königsteiner Straße. Lettow machte noch einmal deutlich, dass die Schließung der Einrichtung in Oberursel ausschließlich finanzielle Gründe habe. Der DGB habe die Einrichtung allein pro Jahr mit rund 850 000 Euro bezuschussen müssen.

Für die rund 30 Mitarbeiter des Hauses werden laut Lettow zurzeit Arbeitsplätze in der näheren Umgebung gesucht. «Wir haben schon die IG-Bildungszentren in Oberjosbach und Steinbach angeschrieben», sagt der Verwaltungsleiter. Der Betriebsrat hat, wie berichtet, bereits bezweifelt, dass eine Vermittlung in neue Arbeitsverhältnisse für alle Beschäftigten gelingt. Vermieter der prächtig am Westhang des Maasgrundes gelegenen Anlage ist die Vermögenstreuhandstelle des DGB.

Die Villa war 1909 vom Frankfurter Architekt Otto Bäppler im Auftrag des Fabrikanten Ludwig Wilhelm Gans an der heutigen Königsteiner Straße errichtet worden. In ihrer Stadtgeschichte «Oberursel am Taunus» schreibt die inzwischen verstorbene Kreisarchivarin Angelika Baeumerth: «Gans stammte aus der Fabrikantenfamilie Cassella, die mit dem Vater 1912 in den Adelsstand erhoben wurde und die als eine der baufreudigsten Familien im Taunus gelten kann.» Der Fabrikant Gans nannte sein Anwesen nach dem dort befindlichen Kastanienhain «Villa Kestenhöhe». Angelika Baeumerth: «Das im englischen Landhausstil konzipierte Haus war luxuriös ausgestattet mit interner Telefonanlage und Orgel. Zu dem Hauptgebäude kamen im Lauf der Jahre noch Nebengebäude hinzu, wie ein Gewächshaus, eine Reithalle und ein Jägerhaus.»

Der Frankfurter Fabrikant bezog seine Villa 1910 und ein Jahr später verlegte er auch seinen Betrieb von Frankfurt nach Oberursel.

Die schweren Jahre nach dem Ersten Weltkrieg mit der Inflation ließen sein Unternehmen jedoch ins Straucheln geraten. Dem Unternehmer waren in Oberursel nur wenige glückliche Jahre beschieden. Bereits 1928 kehrte er nach Frankfurt zurück, und als er seinen Betrieb 1931 einstellte, verkaufte er auch seine «Villa Kestenhöhe» an eine Bank.

Die nationalsozialistische Organisation «Deutsche Arbeitsfront» – entstanden nach dem Verbot aller Gewerkschaften – kaufte die Villa 1934 und taufte sie am 20. Oktober 1935 auf den Namen «Reichsschulungsburg Kestenhöhe». In der Regel unterrichteten dort fünf Lehrkräfte unter Leitung von Dr. Frauendorfer zwischen 50 und 60 Kursteilnehmer in nationalsozialistischer Weltanschauung, Betriebsrecht, Handels- und Soziallehre. Auf Sport wurde großen Wert gelegt. Die Kursabsolventen sollten hier das Rüstzeug für ihre Arbeit in der Parteiverwaltung bekommen.

Mit dem Näherrücken der Amerikaner in der Karwoche 1945 verließen die «Amtswalter», wie sie damals hießen, ihre «Burg», und die Oberurseler nutzten das einige Tage offene Haus, um sich mit Büromaterial und anderen brauchbaren Dingen einzudecken. Die amerikanischen Truppen brachten dann im Komplex vorübergehend Soldaten unter. Das Haus wurde «Country Club», Offizierskasino und stand dann wieder leer, bis der Deutsche Gewerkschaftsbund es 1953 als «Bundesjugendschule» übernahm. Am 14. August 1945 hatte die Stadt das Anwesen auf den Namen «Villa Gans» getauft, um von der unsäglichen Bezeichnung «ehemalige Reichsschulungsburg» wegzukommen.

Am 23. Januar 1954 wurde das Haus der Gewerkschaftsjugend übergeben, und ein Besucher der Eröffnungsfeier schreibt ins Gästebuch: «Der arbeitenden Jugend gilt jetzt und immer unsere Arbeit». Für diese Arbeit gab es neun Jahre nach Kriegsende aber noch kein neues Konzept. Vielmehr knüpfte sie an Traditionen an, die noch aus der Weimarer Zeit stammten. Es ging darum, die Jugendpflege neu zu beleben. Mit Sport und Spiel, Lese- und Bastelabenden, mit Wanderungen, Laienspielen und Sonnwendfeiern sollte der Gedanke der Gemeinschaft entwickelt und die Kultur der Arbeiterbewegung reaktiviert werden. Nur wenige politische Seminare standen auf dem Programm.

Anfang der 60er Jahre änderte sich der Kurs. Das Angebot an Funktionärsschulungen und Lehrgängen für Jugendvertreter wuchs. Auch Seminare zur Jugendpsychologie und Pädagogik finden sich nun im Programm. Ende 1978 sorgte das so genannte «Oberurseler Papier» für Furore in der Republik. Darin wurde der DKP und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) vorgeworfen, die gewerkschaftliche Jugendarbeit zu infiltrieren, um so ihre Parteiideologie durchsetzen zu können.

«Die durch das Papier ausgelöste Diskussion hat unsere Schule mitgeprägt, sie erwarb den Ruf eines undogmatischen Hortes», sagt Birgitt Grieb, die jetzige Leiterin des Bildungszentrums, rückblickend.

Inzwischen beschäftige sich mehr als die Hälfte des Seminarangebots mit Fragen des internationalen und interkulturellen Lernens. Mit mehreren osteuropäischen Ländern wird ein Jugendaustausch praktiziert, Netzwerke wurden aufgebaut. Gerade um die Fortsetzung dieser Arbeit fürchtet Birgitt Grieb, wenn das Haus Ende des Jahres geschlossen wird. «Diese Arbeit kann man nicht einfach auf ein anderes Haus übertragen», sagt sie. (bo/new/mj)

Anmeldungen für das Fest zum

50. Geburtstag der Einrichtung werden unter der Rufnummer (0 61 71) 5 90 30 entgegengenommen.


Bericht der FR vom 02.08.04
FREILUFTTHEATER: "Der Lügner" gibt eine Zugabe
Oberursel · 2. August · bah · Der Theaterverein Oberursel gibt am Donnerstag, 12. August, eine Zusatzvorstellung der Komödie "Der Lügner". Er führt das Stück von Carlo Goldoni um 20.30 Uhr auf der Naturbühne im Park des Hauses der Gewerkschaftsjugend auf. Einlass auf das Gelände an der Königsteiner Straße ist um 19.30 Uhr. Grund für den Zusatztermin ist nach Mitteilung der Veranstalter vom Kultur- und Sportförderverein "die überaus große Nachfrage nach Karten". Wie berichtet, kamen bisher wegen des unbeständigen Wetters 1000 Besucher weniger als in den vergangenen Jahren zu "Theater im Park". Eine Vorstellung musste wegen Gewitter und Sturm abgebrochen werden.

Karten sind erhältlich im OK-Service-Center, Kumeliusstraße, Tel. 06171/587299 und an der Abendkasse.


Printausgabe der TZ vom 03.08.2004
Lelio darf noch mehr lügen
Oberursel. Der Kultur- und Sportförderverein Oberursel und das Ensemble von Theater im Park haben für den 12. August eine zusätzliche Vorstellung des «Lügners» ins Programm aufgenommen. Beginn ist um 20.30 Uhr. Karten für die Veranstaltung im Park des Hauses der Gewerkschaftsjugend gibt’s im Vorverkauf zum Preis von 17,80 Euro beim OK-Service, Kumeliusstraße. Die Veranstalter hoffen, «dass mit dieser Veranstaltung den Wünschen spätentschlossener Theaterinteressierter Rechnung getragen wird». (og)


 BAU+KULTUR : Schließung DGB-Jugendhaus / Theater im Park      Verfasst am: 01.08.2004, 15:02       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema DGB-Jugendhaus droht die Schließung

Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: ghost Datum: 21.04.2004 19:47:48
Laut FR vom 21.04.2004 droht dem HDGJ die Schließung. Ich finde, das Haus ist ein u.a. ein wichtiger kultureller Faktor für Oberursel.

Meiner Meinung nach sollten die Verantwortlichen der Stadt Oberursel alles in ihrer Macht stehende tun, um das Haus als Jugendbildungsstätte zu erhalten!

Den vollständigen FR-Bericht gibt es unter: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/lokal_rundschau/hochtaunus/?cnt=424433

ghost


Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: Inge Datum: 22.04.2004 10:38:03
Kann mich ghost nur anschließen. Ich hatte das Haus auch schon mehrfach für Veranstaltungen genutzt, und hatte gar nicht den Eindruck, dass sich das Haus in einem desolaten Zustand befindet. Im Gegenteil.


Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: B+A Datum: 22.04.2004 12:40:47
Das Haus gehört eindeutig zu den "TOP TEN" meiner Oberurseler-Gebäude-Sammlung (...und nicht nur das Haus, auch die Mammutbäume und die Naturbühne für "Theater im Park")

Und was heißt schon "marode" ?
Was für den einen marode ist, hält bei dem anderen noch 200 Jahre (...Hauptsache, die Dachhaut ist dicht !)

Bilder von Haus, Baum und Park:
http://forum.rfu-webos.de/index.php?c=9

5-9 Mio € / 32000 Wahlberechtigte = 2812,50 € pro Wahlberechtigter (..eigentlich gar nicht so viel)

Benötigen die jetzt die Millionen zum Umbauen oder zum Instandhalten? (...dieser feine Unterschied würde die Diskussion ja nicht unwesentlich beeinflussen)



Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: ghost Datum: 23.04.2004 08:39:16
@Inge: Vielen Dank für die Unterstützung.

@B+A: Vielen Dank für den Hinweis auf die Fotos. Ich werde sie mir ansehen. Die Summe von fünf bis neun Millionen Euro wird für einen Umbau benötigt. 1999 hat sich ein Föderverein zur Erhaltung des Hauses gegründet. .Auf der JHV ( Februar 2004) des Födervereins gab es die Information, die neun Millionen Euro wären für eine"Luxussanierung" nötig. Der "Neun-Millionen-Plan" sieht u.a. den Bau einer Tiefgarage unter dem Torgebäude vor. Eine derartige "Sanierung" braucht meiner Meinung nach kein Mensch! Ich denke, eine kostengünstigere Variante tut es auch.

saludos

ghost


Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: Anja M. Datum: 23.04.2004 17:06:40
Was soll denn aus dem Haus dann werden?


Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: ghost Datum: 29.04.2004 08:22:04
@ Anja M.: Ich befürchte, der DGB würde die Immobilie als Spekulationsobjekt nutzen.

Inzwischen gibt es weitere Nachrichten in der Frankfurter Rundschau:

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/lokal_rundschau/hochtaunus/?cnt=425119& ( FR vom 21.04.2004)

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/lokal_rundschau/hochtaunus/?cnt=426364& ( FR vom 24.04.2004 )

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/lokal_rundschau/hochtaunus/?cnt=429138& ( FR vom 29.04.2004)

Zum FR-Artikel vom 24.04.2004:

Dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Stefan Ruppert fehlt in der Diskussion offensichtlich der nötige Durchblick. Es geht nicht primär darum einen Spielort für die Oberurseler Laienschauspieler zu erhalten, sondern einer international anerkannten Bildungsstätte der DGB-Jugend eine Zukunftsperspektive zu sichern!


Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: ghost Datum: 09.06.2004 08:43:41
Der Frankfurter Rundschau von heute sind leider keine guten Nachrichten zu entnehmen. Wenn der DGB nicht weiter in die internationale Jugendarbeit investiert, droht den Einzelgewerkschaften meiner Meinung nach eine schleichende Vergreisung.

Und wie reagiert die geneigte Oberurseler Öffentlichkeit? Sie sorgt sich ausschließlich um den Spielort für ihr heißgeliebtes "Theater im Park", statt mal gegenüber den DGB-Verantwortlichen "richtig Theater zu machen"!

Artikel:
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/frankfurt/?cnt=451028

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/frankfurt_und_hessen/lokal_rundschau/hochtaunus/?cnt=451188

ghost


Betreff : DGB-Jugendhaus droht die Schließung Autor: aumüller Datum: 12.06.2004 16:02:10
Warum die Aufregung??
Wenn Vorsitzende von Gewerkschaften Hunderttausende von Euros (manchmal auch Millionen) bei Abfindungen genehmigen, ein Jahresgehalt von dem andere nur träumen an Vorstandsmitglieder der Gewerkschaft bezahlen und riesige Gebäudekomplexe in bester Lage in Frankfurt nicht genutzt werden sondern zu Lasten der Gewerkschaftsmitglieder leer stehen - braucht sich in Oberursel niemand wegen einer verhältnismäßig kleinen Einrichtungsschließung zu wundern. Wieso sollte die Stadt hier finanziell einschreiten??? Lieber solches Geld für die sehr gute Vereinsarbeit im Stadtgebiet verwenden !! Hier kommt das Geld mehreren Hunderten von Jugendlichen zu Gute. Theater könnte mann auch an anderer Stelle in Oberursel spielen. Das gesamte Gelände (Haus, Bäume usw.) steht unter Denkmalschutz, also ist die Erhaltung doch ziemlich sicher gewährleistet. Sollte ein Investor oder Käufer gefunden werden ist es an der Stadt über eine eventuelle gemeinsame Nutzung zu verhandeln. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit , die geschichtliche Nutzung des Geländes der Bevölkerung näher zu bringen (Erbauer, Nazis, Alliierte usw.)


Zuletzt bearbeitet von ... am 01.08.2004, 15:02, insgesamt 7-mal bearbeitet


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Phorum-Ursellis -> OBERURSELER-FOREN (Übersicht, Links und Zitate) -> ALLE Forumsthemen.......
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  







 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren   ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen  LoginLogin