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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 12.11.2006, 23:44       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 14.10.2006
CDU informiert über Lärmschutz
Weißkirchen. Über den aktuellen Stand im Kampf für den Lärmschutz im Stadtteil Weißkirchen informiert heute der CDU-Ortsverband von 9 bis 11.30 Uhr an einem Stand beim Wochenmarkt an der Bleiche.


 CDU-Weißkirchen protestiert ! ???      Verfasst am: 21.11.2004, 00:38       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema CDU-Weißkirchen protestiert ! ???

Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Jens Datum: 17.11.2004 19:28:10
Heute lag im Briefkasten ein Zettel mit der Überschrift "CDU-Weißkirchen protestiert".
Verwundert nahmen wir zur Kenntnis dass sich die CDU-Weißkirchen seit langem für einen besseren Lärmschutz an der Autobahn A5 einsetzt. O-Zitat: "Unsere Anfragen im Ortsbeirat vom ... machten immer wieder auf das Problem aufmerksam". Dazu sei angemerkt: Im Ortsbeirat hat die CDU die Mehrheit.
Es geht dann noch weiter "Es ist nicht nachzuvollziehen dass nur auf der Frankfurter Seite der Urselbach-Talbrücke der A5 eine Lärmschutzwand gebaut wird, obwohl Weißkirchen vergleichbar vom Autolärm betroffen ist. Wir bitten Sie deshalb, zusammen mit uns, gegen diese Ungerechtigkeit zu protestieren und diese Karte an die zuständige Behörde abzuschicken. Vielleicht erreichen wir gemeinsam ein Umdenken !"
"Diese Karte" hängt an diesem Text, ist adressiert an das Bundesverkehrsministerium und enthält den oben geschriebenen Text in Kurzform.
Nun fragen wir uns: Was soll das ? An Proteste der CDU können wir uns nicht erinnern, im Gegenteil, uns wurde immer vorgerechnet wie toll alles geplant ist und überhaupt sei kein Geld da.
Nun, da das Kind im Brunnen liegt, sprich: die Oberurseler Seite der A5 fertiggestellt ist und man den Lärm so richtig schön hört, kommt man bei der CDU-Weißkirchen auf so eine Idee. Erinnert mich sehr an die wahnsinnige Unterstützung gegen die Schließung des HL durch die CDU - was aus der Unterschriftenaktion wurde erfuhr man nie.
Liebe CDU-Weißkirchen (Namen sind keine genannt): Veralbern kann ich mich alleine.
Oder hat einer von Euch ein Häuschen gekauft wo es so richtig schön laut ist und ist daher plötzlich dagegen. ? So wie man für die OKe-Straße - die ja auch niemanden durch Lärm belästigen wird - ist ?


Betreff : Oberursel protestiert ! Autor: B+A Datum: 18.11.2004 08:18:00
Also wenn ich schon etwas unterschreibe und wegschicke (...hätte ich doch gerne ein parteineutrales Formular zB der Stadtverwaltung )
Schließlich sind doch alle gegen den Lärm (...und nicht nur die C´s )

Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Rita Datum: 18.11.2004 11:16:44
Na ja, es kann nicht jeder gleich von jeder Baumaßnahme was wissen. Aber daß die CDU-Weißkirchen, die ja direkt vor Ort ist, jetzt mit dieser Kartenaktion beginnt zeugt nicht gerade von Politikfähigkeit.


Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Virginia Datum: 18.11.2004 11:45:03
Das Formular ist absolut neutral, da man den unteren Abschnitt abtrennt und ohne den erklärenden Text verschickt. Auf der Postkarte steht nichts von CDU.

zu Jens: aus den Protokollen der zitierten Ortsbeiratssitzungen ist nachprüfbar, ob die CDU tatsächlich diese Anfragen im Ortsbeirat gestellt hat.

Zur Schließung des HL denke ich: es ist besser, zu protestieren - auch wenn die Erfolgsaussichten minimal sind, als einfach alles so hinzunehmen. Ich glaube nicht, dass die Politik hier überhaupt Einfluss hat, aber sie haben wenigstens nicht untätig zugesehen. Wenn man auf verlorenem Posten kämpft ist meiner Meinung nach die Initiative noch mehr anzuerkennen oder meinen Sie, diese Leute stehen sich nur so zum Spaß die Beine in den Bauch?


Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Friedrich Datum: 18.11.2004 12:27:13
Hallo Virginia: Meinen Sie nicht diese Karten-Aktion kommt etwas sehr spät ?
Und meinen Sie nicht diese Karten, vorgedruckt, aber ohne Erwähnung der CDU, landen in dieser Weise verschickt gleich in der großen Ablage des Ministeriums ?
Auch wenn die CDU-Weißkirchen diese Anträge stellte - ich weiß es nicht, ich war nicht in jeder Sitzung dabei - , bei uns kam dieser Protest nicht an. Ich kann mich noch an die Diskussionen hier im Forum erinnern, an Proteste der CDU kann ich mich allerdings nicht erinnern.
Ich stimme Ihnen zu: Sich die Beine in den Bauch zu stehen für eine Unterschriftenaktion - zumal in der Freizeit - ist bestimmt nicht lustig. Ich kann aber immer nur wiederholen: Es wäre sehr schön gewesen hätte man mal etwas über das Ergebnis erfahren. Und mit dieser unverfänglichen Karte geht man solchen Fragen aus dem Weg, denn man kann ja nicht nachprüfen wieviele Weißkirchener Bürger - und nur die wurden ja anscheinend um ihre Meinung gefragt - die Karte mit 45 Cent frankierten und abschickten. Und dies stört mich. Ich möchte nicht in einigen Wochen von der CDU-Weißkirchen lesen sie hätten sich wahnsinnig für eine höhere Lärmschutzmauer eingesetzt, aber leider, leider habe man nicht auf sie gehört. Das ist mir jetzt zu billig und auf Effekt bedacht.


Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Rebekka Datum: 18.11.2004 12:36:15
Da waren jetzt Blitzmerker am Werk, was ?
Virginia: Ja, wenn man die Karte abtrennt ist sie total neutral. Und daher finde ich diese Aktion auch etwas merkwürdig. Die Sache ist gelaufen, warum jetzt Postkarten verschicken ? Um das Gewissen zu beruhigen ?
Wenn, dann hätte doch nur eine stadtweite Unterschriftenaktion vielleicht etwas gebracht, unter die auch B+A seinen Namen gesetzt hätte. So ist es doch Murks.


Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Jürgen B. Datum: 18.11.2004 14:37:15
Selbst wenn die CDU-Weißkirchen mehrere Anträge stellte, zuletzt am 23.09.03 !, was soll diese Aktion jetzt ?
Es verging mehr als ein Jahr, die Brücke wurde weitergebaut, ist auf Oberurseler Seite, glaube ich, fertig und jetzt kommt man mit einer etwas merkwürdig anmutenden Postkartenaktion ?
Ich vermute andere Gründe hinter dieser Protestaktion als die genannten. Zumal jedem klar sein muß wie unsinnig sie jetzt ist.


Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Sigi Datum: 18.11.2004 14:42:10
Die CDU hat ein Faible für Unterschriftenaktionen, was ? Dann hätten sich die Verfasser dieser Karten doch mal in Wiesbaden informieren können wie man so etwas richtig aufzieht
.

Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: B+A Datum: 19.11.2004 07:37:25
Ich kann das nicht leiden, wenn jemand Dinge auf seine Fahne schreibt, die andere schon längst vorher oder zumindest zeitgleich ebenso entdeckt haben (...so als hätte man das Rad nochmal erfunden )


Betreff : CDU-Weißkirchen protestiert ! ??? Autor: Kermit Datum: 19.11.2004 08:15:53
Ich sehe ganz einfach den Sinn dieser Aktion nicht. Die Brücke ist auf Oberurseler Seite fertig und man wird nach einigen Postkarten bestimmt nicht alles wieder abreißen und neu bauen.
Also was soll das Ganze ?
(Vielleicht könnte sich ja mal einer der Akteure dazu äußern ?)


 POLITIK : Wer hat das Sagen in Oberursel ?      Verfasst am: 13.05.2004, 21:45       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Wer hat das Sagen in Oberursel ?

Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Siegfried Datum: 09.05.2004 17:38:37
Mit Erstaunen las ich in der FR vom 7.5. die Koalition von CDU/OBG/FDP dringt auf eine schnellstmögliche Räumung der Altenwohnanlage in der Kronberger Str. und deren Abriss. Die alten Herrschaften sollten zwar nicht rausgeprügelt, aber schnellstens in "attraktive Alternativwohnungen" umziehen.
Erst vor ca. 3 Wochen stand in der FR bis die Einrichtung endgültig "entmietet" sei sollten dort nach dem Wunsch von Bürgermeister Brum Frauen aus dem total überfüllten Frauenhaus eine vorübergehende Bleibe finden.
Wo sollen die jetzigen Mieter denn hin ? Die Altenwohnanlagen in Oberursel sind belegt und "attraktive Alternativwohnungen" (CDU-Fraktionschef J. Weiße) können die wenigsten bezahlen.
Ich finde das Hin und Her zwischen dem SPD-Bürgermeister und der CDU/OBG/FDP-Fraktion langsam ziemlich unerträglich, denn man hat den Eindruck es geht nicht um die Bürger oder die Stadt sondern um eine Demonstration der Macht.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 10.05.2004 09:09:23
Wer gestern bei der ICE-Taufe dabei war, konnte, sofern er/sie die Handelnen in der Politkultur in Orschel kennt, gut beobachten wie das so im Rathaus zugeht.
Insgesamt war das für mich eine super gelungene Vorstellung für unsere Stadt - Vielen Dank an unseren Bürgermeister Hans-Georg Brum und jene die mit dazu beigetragen haben.
Wer darüber mehr wissen möchte, der sollte die heutige Rundschau lesen - der Beitrag in der TZ ist unverschämt dürftig.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Steffan Datum: 10.05.2004 10:44:11
Hi Martha, Dein Mitteilungsbedürfnis in allen Ehren, aber was bitte hat die Taufe des Zuges mit der Altenwohnanlage zu tun ?
Ich sah auch das Bild von Bürgermeister Brum, aber es besteht doch ein Unterschied zwischen einer öffentlichen Veranstaltung (da lächeln immer alle) und der täglichen Arbeit im Rathaus und mit dem Parlament (da lächeln nicht immer alle).


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: B+A Datum: 10.05.2004 11:31:31
@Martha:
Zu welchem Zeitpunkt hätte man denn die politischen Akteure gestern bei der ICE-Taufe beobachten sollen, um Deine Schlussfolgerungen nachvollziehen zu können ?? (...denn zumindest während der Taufe selber dominierten doch eindeutig der Bürgermeister, die eingeladenen Geistlichen und die Vertreter der Bahn)
s.auch Fotos unter http://forum.rfu-webos.de/viewtopic.php?t=529#jmp_today

PS:
Rein statistisch betrachtet berichtet die "TZ" IMMER sehr sparsam über Herrn "Bürgermeister Brum" Rolling Eyes


Betreff : Technische Panne Autor: B+A Datum: 10.05.2004 11:40:38
PS:
Daß unter den Bildern die "Pfarrer(in)", der "Bläserchor des GSO" und der "Orscheler Sektstand" feheln, ist NICHT Ergebnis einer persönlichen Wertung (..sondern lediglich auf eine defekte Stelle der digitalen Speicherkarte zurückzuführen)
Vielleicht kann ja jemand diese Lücke ergänzen?


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 10.05.2004 13:17:33
@ b+a - Der gemeinsame Nenner der Themen ist:
Es war deutlich zu beobachten, dass zwischen dem Bürgermeister und den führenden Haupt- und Ehrenamtlichen aus CDU und FDP kein Dialog vorhanden ist. Zumindest bei einer Person war sogar eine demonstrative Abweisenheit = Missachtung, beim sehr gelungenen Auftritt unseres Bürgermeisters auszumachen. Wer Hans-Georg Brum kennt, weiß das das mit Sicherheit nicht an ihm liegt. In der freien Wirtschaft wäre das undenkbar - die müssen das Geld, das sie ausgeben aber auch sauer verdienen.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Rita Datum: 10.05.2004 13:55:21
Ich habe, wenn ich so das Tagesgeschehen in Oberursel verfolge, das Gefühl: CDU/OBG/FDP sind schon aus Prinzig gegen die Arbeit oder Vorschläge des Bürgermeisters.
Keine Rede von der nach der Wahl versprochenen guten und fairen Zusammenarbeit.
Es ist anscheinend völlig gleichgültig ob diese Art der Politik der Stadt/den Bürgern schadet, Hauptsache wir haben ihm die Sache vermasselt.
Dabei ist die Arbeit der CDU doch auch nicht gerade berauschend. Beispiel: Was wurde aus der Unterschriftenaktion in Weißkirchen ? Nun werden in Stierstadt 60 Häuser gebaut für - finde ich - Wahnsinnspreise. Brauchen wir in Oberursel immer weiter hochpreisige Immobilien ? Wäre es nicht besser etwas für Familien oder den Durchschnittsbürger bezahlbares zu bauen ?


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Sandra Meinert Datum: 10.05.2004 14:09:07
Das sehe ich genauso: ziemlich schlimm, dass die CDU in Ou. auf den gleichen Zug aufspringt wie die CDU in Berlin, wenn es um die Macht im Bundestag geht. Hauptsache gegenhalten, ohne Sinn und Verstand!

Diese Partei ist mittlerweile so zum grausen , daß ich hoffe, es wird nie wieder eine CDU Regierung in Berlin und auch nicht in Oberursel geben.

Ich denke Bürg.meister Brum ist genau das richtige für Oberursel.

Daß die OBG mit der CDU an einem Strang zieht finde ich auch sehr seltsam.




Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Obelix+Idefix Datum: 10.05.2004 16:53:10
@"Martha",
diese "eine Person" ist uns überhaupt nicht aufgefallen (...aber von Beobachtungen zu anderen Gelegenheiten können wir gut nachvollziehen, was Du meinst)

PS:
Kannst Du Dich noch an das Abenteuer mit "Griesgramix", "Grobianix" und dessen Berater "Greulix" erinnern ?? (.....aber Dank "Grünix" und "Grienoline" feierten wir am Ende doch !! )


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Kermit Datum: 10.05.2004 16:59:04
Ich finde das Duo CDU/OBG nicht seltsam, da die OBG (als reine Bau-Partei ohne eigene Ideen) ohne die CDU ein ziemlicher Niemand ist und die CDU, die alleine nicht regieren kann, nimmt die OBG als Partner in Kauf. Krämer/Häfner waren doch die Machthaber in Oberursel. Und da sowohl OBG als auch FDP an der Macht bleiben wollen verbünden sie sich mit der CDU.
Ist doch alles ganz logisch.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 10.05.2004 21:59:49
@ Sandra
Niedere Mathematik von Erich Kästner
Ist die Bosheit häufiger
oder die Dummheit geläufiger?
Mir sagte ein Kenner
menschlicher Fehler
folgenden Spruch:
"Das eine ist ein Zähler,
das andere Nenner,
das Ganze - ein Bruch!"
Die Politik aufmerksam verfolgen und das über Jahre - jede Stimme zählt!


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Thom Datum: 11.05.2004 08:52:18
Was will uns Martha damit sagen ?


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Joachim Weisse Datum: 11.05.2004 12:11:09
Hallo Siegfried, ich weiß nicht, wo hier eine Differenz zwischen Bürgermeister und Koalition sein soll. In der Taunuszeitung hat der Bürgermeister erklärt, daß die Koalition mit diesem Antrag bei ihm offene Türen einrennt und die Verwaltung schon Pläne für die Vermarktung und Bebauung des Grundstücks erarbeitet.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: "Obelix" (..öaber nicht der "Obelix+Idefix" von weiter oben) Datum: 11.05.2004 12:17:32
@Martha

Baldrian soll ganz gut helfen....

Wink


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: macallan Datum: 11.05.2004 13:41:24
@ Martha
Ich wage mal den provokativen Widerspruch. Ich denke, zumindestens auf Bundesebene sind wir in eine Situation geraten, in der die einzelne Stimme überhaupt nicht mehr zählt. Ich halte z. B. die heutige Berliner Politik in vielen Facetten für sozial unausgewogen und auch schlichtweg falsch, weil sie die Massenkaufkraft immer weiter schwächt. Wen soll ich denn dafür bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr wählen, diejenigen die diese Politik immer weiter vordenken und per Bundesratsmehrheit erzwingen oder diejenigen, die diese Politik ausführen um an der Macht zu bleiben?

Auf der kommunalen Ebene sieht es anders aus. Hier haben Wähler noch die Möglichkeit der demokratischen Einflussnahme, und das ist gut so.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Siegfried Datum: 11.05.2004 14:49:48
Hallo Herr Weiße, ich habe mein Wissen aus der FR vom Freitag, den 7.Mai 2004.
Dort steht wörtlich "Der Vorstoß der drei Mehrheitsparteien, die Anlage nun doch "schnellstmöglich" abzureißen, überrascht Brum - insofern, als "alles was sie fordern, ohnehin schon getan wird". Mit dem Antrag würden "offene Türen eingerannt, das ist ja alles nicht neu". Sie haben den Antrag gestellt "damit endlich mal was umgesetzt wird" begründet CDU-Fraktionschef Weiße, "es macht keinen Sinn, dass sich das ewig so hinschleppt". Die noch vorhandenen Mieter "sozialverträglich" umzusiedeln sei allerdings ein Prozess, der Zeit brauche. "Da sehe ich in der geforderten Eile einen Widerspruch, wir hatten uns auf einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren geeinigt" sagt Brum.
Wissen Sie jetzt, Herr Weiße, warum ich mich frage wer in Oberursel das Sagen hat ? Man hat sich lt. Bürgermeister auf einen Termin geeinigt und plötzlich stellt die CDU/OBG/FDP-Koalition einen Antrag auf "schnellstmögliche Umsetzung".
Warum ? Um mal wieder in die Zeitung zu kommen ? Um dem Bürgermeister ein Bein zu stellen ? Um sich zu profilieren ?



Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 11.05.2004 15:08:02
@ macallen - ich schrieb
Politik über Jahre beobachten und jede Stimme zählt.
Bei einem Hauptproblemfeld der derzeitigen Bundespolitik - der Gesundheitspolitik - wurden die Ursachen in der Vergangenheit gelegt. Denken wir doch daran an den Spruch von Blüm: "Die Renten sind sicher!" Dann an die Einführung der Pflegeversicherung. Die geplagte alte Mutti sollte im Alter und Gebrechlichkeit gut versorgt sein. Es entstanden jede Menge neue Stellen und ein System wurde zementiert, das für den Einzelnen äußerst schlechte Leistungen bringt und schlichtweg unbezahlbar ist. Der Bürger zahlt viel zu viel, denn es war ja so leicht einfach die Beiträge zu erhöhen. Natürlich wurden die höher Verdienenden privatversicherten nicht zu Beiträgen für die allgemeine Gesundheitsversorgung der Schwachen und der Familen herangezogen. Die Handlungsweisen für die Gesetzgebung waren immer an dem eigenen Klientel und der Masse der Wähler orientiert. Bereits vor mehr als zehn Jahren war bei objektiver Betrachtung vorauszusehen, dass für die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik schwere Belastungen im Zuge der Globalisierung zu erwarten waren.
Man hat da so getan, als sei das nicht so. Die zu erwartendem Einnahmen immer schön nach oben gerechnet und die tatsächlich zu erwartenden Ausgaben nach unten. Immer mit dem kurzfristigen Blick nach dem Wähler und der eigenen Klientel.
Bei der Ausbildungsabgabe ist das nun eine Bedienung des Klientels der SPD. Die deutsche Wirtschaft bringt im europäischen Vergleich einen sehr großen Beitrag für die Ausbildung ein. Mit den Abgaben werden für der Heerscharen von Pädagogen, Sozialarbeitern etc. neue Arbeitsplätze geschaffen.
Es kann in Wirklichkeit nur eine Lösung der Arbeitsmarkt- und Ausbildungsplatzproblematik geben: weg von der Überregulierung der Arbeitswelt und Entlastung der Arbeitsstunde von der enormen Soziallast, weg vom Prinzip Gießkanne und Förderung in der Ausbildung und Betreuung der jungen Menschen mit Auflösung des gegliederten Schulsystems.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Kermit Datum: 11.05.2004 15:47:49
Wie ist man von Thema "Schließung der Altenwohnanlage" jetzt zum Thema Gesundheit, Renten, Arbeitsplätze gekommen ?
Man kann sich trefflich über den Sinn oder Unsinn einer Ausbildungsabgabe streiten, geht dabei aber total am eigentlichen Thema vorbei.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: B+A Datum: 11.05.2004 16:08:35
Weil es hier mittlerweile um Parteien und Politik geht (..egal ob mit oder ohne "C" im Namen)

Im Thema "BAU+POLITIK : Altenwohnanlage Kronberger Str.7" geht es dann wirklich um das zuhause der Alten Menschen und hilfsbedürftigen Frauen (..hoffentlich)


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 11.05.2004 16:12:18
@ Frosch - Hast Du Dich verirrt.
Das Thema ist: Wer hat das Sagen in Oberursel? nicht die Schließung der Altenwohnanlage, das wurde längst beschlossen. Diesbezüglich kann man hier aber auch das Thema diskutieren. Die Frage ist: Gibt es einen vernünftigen Umgang mit dem maroden Gebäude und eine mögliche kurzfristige Nutzung der leerstehenden Wohnungen für in Not geratene Wohnungssuchende Frauen und Kinder?


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Fred Binsenschneider Datum: 11.05.2004 17:46:21
Das Sagen in Oberursel hat wohl ganz eindeutig die Brunnenkönigin!


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Kermit Datum: 11.05.2004 18:34:29
Nee Martha, ich hab mich nicht verirrt.
Das eigentliche Thema lautete (unter der Überschrift "Wer hat das Sagen in Oberursel ?") : Schließung der Altenwohnanlage. Es ist beschlossene Sache, aber wann und wie. Darum ging es im Beitrag von Siegfried.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Joachim Weisse Datum: 12.05.2004 09:01:40
Hallo Siegfried, zu dem Artikel in der Rundschau kann ich nur sagen, daß es nicht zutreffend ist, daß es zwischen der CDU und dem Bürgermeister eine Absprache bezüglich des Termins gibt. Der Artikel in der Taunuszeitung war übrigens einen Tag später.
Außerdem ist es doch nicht schlimm, wenn man das gleiche Ziel hat und über den Weg verschiedene Vorstellungen hat und darüber diskutiert. Ich denke wir wollen alle das gleiche: Oberursel voranbringen. Das es hierzu verschieden politische Ansichten ist gut und bereichert die Diskussion mit vielen Ideen für die beste Lösung. Seien Sie versichert, daß wir nicht gegen den Bürgermeister sondern zussammen, wie auch bei Gerd Krämer, für Oberursel arbeiten wollen.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Thom Datum: 12.05.2004 10:49:37
Hej Herr Weiße: Wie bei Gerd Krämer, ja, in der guten alten Zeit. Da war es auch einfacher, nicht ?
Ihre Schilderung der Politikverhältnisse ist sehr interessant, ich bin mir aber nicht sicher ob Sie (CDU/FDP/OBG) wirklich an einem Strang ziehen mit dem SPD-Bürgermeister. Dazu sagt zu oft der eine hüh und der andere hott.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: B+A Datum: 12.05.2004 12:46:38
@Kermit:
Was ist denn unter einer "reinen Baupartei" zu verstehen ?

@Joachim:
"Oberursel voranbringen"
Wo soll´s denn hingebracht werden - das neue Oberursel ? (...ganz schön pauschal - die Aussage ! )

Baupolitik:
Wer genehmigt eigentlich, daß so dicht neben einem der schönsten denkmalgeschützten Häuser ein so *.....* Objekt errichtet werden darf ? (*....* = Bewertung habe ich mir verkniffen)
...oder plötzlich ein "viel größeres neues" Haus an der Stelle eines "kleinen alten" stehen darf (...obwohl immer wieder betont wurde, daß dort nach Wegfall des bestandsgeschützten, alten Gebäudes nie wieder gebaut werden darf)


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Stierstädter Datum: 12.05.2004 12:48:10
Hallo Joachim, Du gibst Dir immer wieder redlich Mühe im Forum die politische Arbeit der CDU darzustellen. Ich sage dazu nur, lass es, die Forumsteilnehmer sind sowieso nicht daran interessiert, die CDU ist der Buhmann und Herr Brum der große Strahlemann, der alles richtig macht und wenn nicht, ist garantiert die CDU an allem schuld. Wie es wirklich läuft weiß doch keiner und will es auch gar nicht wissen. Aus vielen Gesprächen mit Dir und Deinen Fraktionsmitgliedern weiß ich um Eure nicht immer leichte Arbeit (die auf alle Parteien zutrifft) und bin überzeugt, dass Ihr das richtige macht. Die glorreichen Heldentaten von Herrn Brum sind mir noch nicht aufgefallen, obwohl ich auch mit ihm schon viele Gespräche hatte. Bleibt weiter bei Eurer klaren Sachpolitik, das wird am Ende die Bürger überzeugen. Oberursel ist es all' die Jahre mit einer CDU-FDP-OBG Koalition und einem Bürgermeister Krämer gut gegangen. Ich wünsche mir, dass es so bleibt, trotz des SPD-Bürgermeisters.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Kermit Datum: 12.05.2004 13:50:17
Ähm, ja, also der Ausdruck ist vielleicht etwas unglücklich. Tatsache ist dass die OBG sich immer dann besonders hervortat wenn es Straßen oder dergl. zu bauen gab.
Andere Interessen fand ich bei dieser Partei nicht.
Als es jahrelang um die Kreuzung Kurmainzer Str./Frankfurter Str. ging war der einzige Vorschlag der OBG einen Tunnel oder eine Überführung zu bauen. Und der Bau der OKe-Straße war - natürlich auch durch ihr Mitglied Häfner - eigentlich der einzige Beitrag im letzten Kommunalwahlkampf.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: B+A Datum: 12.05.2004 14:29:17
@"Stierstädter" (J.A.?)
Schon wieder ganz schön PAUSCHAL - die Aussage (...jetzt gibt es sogar schon den PAUSCHALEN "Einheits-Forums-User" - Vielen Dank ! )

Wie wär´s denn mit "KONKRETEN" Antworten zu "Frau", "Alt", "Denkmal", "Natur" und "Bau" (..statt PAUSCHALER Parteiwerbung a la "Krämer,Vorsitz&Co")

Mir ist es echt wurst, von welcher Partei die edlen Vorschläge kommen (..hauptsache, sie kommen - und werden ÖFFENTLICH diskutiert)

Ich bin grundsätzlich nicht abgeneigt, auch der CDU meine Stimme zu geben (...aber wenn ich dann Plakate wie das mit dem "Stau", den "Bällen im Wald" uvm sehe, auf denen anstelle konkreter Vorschläge andere PAUSCHAL schlechtgemacht werden - dann lieber doch nicht ? )


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Stierstädter Datum: 12.05.2004 14:53:22
Hallo B+A, wer soll J.A. sein? Meine Kritik an den anderen Usern ist genauso pauschal, wie deren Kritik an der CDU Oberursel. Ich habe auch niemandem unterstellt, dass er Werbung für irgendeine Partei macht. Die Kritik an einzelnen Bauvorhaben und Themen, die hier aufgeführt werden finde ich deshalb dumm, weil die meisten Leute (verallgemeinert und natürlich sind nicht alle gemeint) zwar zu allen Themen konkret Ihre Meinung äußern, aber die Tatsachen und Hintergründe nicht kennen. Ich mache auch keine Wahlwerbung für die CDU, aber genauso wie hier viele User Herrn Brum über den grünen Klee loben (ich frage mich warum?) kann ich auch meine Meinung äußern. Ich bin von der Politik der CDU ganz pauschal überzeugt, bin aber natürlich auch nicht mit allen Themen und Entscheidungen zufrieden. Genauso haben auch die anderen Parteien in vielen Dingen bessere Argumente. Mir geht nur dieses Abschmettern jeglicher Äußerungen von Joachim Weiße an diesem Brett gegen die Hutschnur. Der Mann kann ja schreiben was er will, es gibt immer was zu meckern. Da ich ihn gut kenne und wir auch viele politische Themen diskutieren, weiß ich aber, dass seine politische Arbeit immer daran orientiert ist, das beste (aus seiner Sicht natürlich) für Oberursel und seine Bürger zu erreichen. Ich mache auch keine Wahlwerbung für die CDU (die Plakate für die Europawahl sind wirklich ziemlich daneben) oder Herrn Krämer, denn dann wären die Äußerungen aller anderen politisch interessierten ebenfalls Werbung. Und dann wären wir alle wieder hübsch beisammen, denn gleiches Recht für alle. ...........jetzt dämmert mir auch, wen Sie mit J.A. meinen, aber der bin ich nicht, denn ich bin weiblichen Geschlechts (verheiratet bin ich mit ihm auch nicht, aber ich kenne auch J.A. gut).


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 12.05.2004 15:18:31
@Stierstädter
Ist es nicht reichlich vermessen unter diesem Namen zu schreiben. Wer mit Stierstädtern im Gespräch ist, weiß, dass das nicht die Mehrheitsmeinung ist. Warum eigentlich nicht dieses Statement mit vollem Namen, dann weiß doch dann jeder Leser wer da schreibt. Mit CDU-freundlichen Beiträgen hat man in Orschel doch wahrlich keine Nachteile zu erwarten.
Und dann: - geht es den Orschelern mit den Ergebnissen aus der Vergangenheit wirklich so gut?
Geschäftsleerstände in der Innenstadt
Kaufkraftabfluss
horrende Nachzahlungen für den Tunnel - ein Jahr von den hauptamtlichen im Magistrat verschwiegen - Haushalt 2004 aufgestellt ohne Berücksichtigung der Tatsache - wer eigentlich trägt die Folgen?
Radrennen geht an Oberursel vorbei - ich bin der absoluten Ansicht, dass Oberursel jede Werbung gebrauchen kann.
und dann haben wir noch MARKTPLATZ; EPINAYPLATZ; TEURE PARKPLÄTZE .....


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: B+A Datum: 12.05.2004 21:58:58
@Stierstädterin
"weil die meisten Leute (..) ....aber die Tatsachen und Hintergründe nicht kennen"

Genau das ist der springende ° :
Da die meisten Leute die Hintergründe nicht kennen, müssen sie sich auf einen gewählten Vertreter verlassen. Wenn dann aber das "Gefühl" entsteht, daß selbst dieser Vertreter schlecht informiert ist oder sich nicht durchsetzen kann, kommt Unzufriedenheit auf (...die dann eben auch an "diesem Brett" geäussert wird)

Die "negativ orientierten Plakate" und das "pauschale Abschmettern" von Kommunalpolitikern hier am Brett beurteilen wir ja anscheinend sehr ähnlich.
Smile

...und was einseitige Werbung für Herrn Brum und seine Partei angeht, bin ich "fein raus", da ich von Anfang an Herrn Müllerleile unterstützt hatte (...der ja bekanntlich CDU-Mann ist)
*g*

PS:
Diese Diskussion könnte entfallen, wenn "die Leute" von Anfang an "umfassend, vorbehaltlos, offen und parteiübergreifend informiert" würden (..ist ja schliesslich keine Pokerrunde, wo man dem anderen nicht in die Karten sehen darf)
...muß da gerade an die Geschworenen-Filme denken, die neuerdings wieder in den Kinos auftauchen (...unglaublich)

PPS:
Der Joachim Weiße würde auch von mir wesentlich positivere Kritik ernten, wenn er hier "am Ball" bliebe (...um die Themen mit uns gemeinsam bis zum Ende "durchzustehen")
Im Thema "Atzelhöhl" war da so ein positiver Ansatz (...um leider sofort vom großen Schweigen in der Streuobstwiese abgelöst zu werden)
Mr. Green
..aber der Herr Brum hat ja auch bereits versprochen, sich rege zu beteiligen (...wovon ebenfalls noch nichts zu sehen ist)
:patt:


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Autofahrer Datum: 13.05.2004 13:36:10
Ich glaube, das Sagen haben Alle bzw. KEINER.
Denn wie man sieht wird von Niemandem eine Entscheidung oder Aussage getroffen, da irgendwie jeder Angst hat etwas Falsches zu sagen.
Resümee: Es passiert nix.
Herr Brum hat sich im Macundo seinerzeit außerordentlich positiv zu allem geäußert und man sollte Ihn auch unterstützen.

Aber das nix passiert liegt nicht an der unterschiedlichen Parteizugehörigkeit, sondern einzig und allein am wiehernden AMTSCHIMMEL der im Rathaus und in den Gremien zu finden ist.
Sonst wäre z.B. schon längst der Versuch gemacht worden den Wochenmarkt mittwochs auf den Epinayplatz zu legen.
Übrigens, die meisten städtischen Bediensteten trifft man am Besten in der Cafeteria.(Ist immer gut belegt)

Eine Antipathie von Seiten der CDU/FDP/OBG gegenüber Herrn Brum sehe ich nicht.
Allerdings wäre es auch nicht schlecht, wenn Herr Brum konvertieren würde (Ist spassig gemeint)

Bezüglich den Berichterstattungen in unseren Lokalzeitungen, sollte man eigentlich BEIDE lesen.
Die TZ ist leicht CDU freundlich , wogegen die Rundschau schon fast das offizielle Mitteilungsblatt der SPD sein könnte.


Betreff : Raus Abschlussrede : RAU : ...jeder Bürger aufgerufen, sich einzumischen ... Autor: B+A Datum: 13.05.2004 16:59:53
Auf die letzten 5 Beiträge möchte ich hier nicht eingehen (...da sie absolut nicht zum Thema passen)

Viel besser passen hier meiner Meinung nach Passagen der letzte Rede des aus dem Amt scheidenden Bundespräsidenten Johannes Rau (..der die "Gier der Eliten" rügte und ALLE Bürger aufforderte, sich “einzumischen")

Rau forderte unter anderem auch die Politiker auf, sich gegen wirtschaftliche Einzelinteressen durchzusetzen (...und sprach von dem Misstrauen der Menschen sowohl gegenüber Regierung als auch Opposition).

Es entstünde der Eindruck, es komme letztlich nur darauf an, wer die Macht hat (...und für gut gehaltene Vorschläge würden nur abgelehnt, weil sie von der anderen Seite kämen).

Deutliche Worte fand Rau auch gegen das jetzige System des Föderalismus, in dem politisch Verantwortliche vom Bund bis zu den Gemeinden in eine "Verflechtungsfalle" geraten seien (...und forderte "ein Ende der institutionalisierten Verantwortungslosigkeit")


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: B+A Datum: 13.05.2004 17:24:33
Den Beitrag von "Autofahrer" natürlich ausgenommen


Betreff : Trennung Forumskritik / Politikdiskussion Autor: Forum Oberursel Datum: 13.05.2004 18:13:57
Nachdem die angesprochenen fünf Beiträge unter eigenem Titel ("Kritik am Forum und dessen Autoren") versammelt sind, wurden sie aus diesem Thread gelöscht
.

Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: Martha Datum: 13.05.2004 19:33:40
In Oberursel bist Du praktisch gezwungen, die TZ zu lesen, wenn Du eine Handwerkerfirma hast, wie mein Mann. Wir leisten uns aber den Luxus auch die Rundschau zu lesen, weil nach unserer Meinung doch eine starke Tendenz in der Berichterstattung lokaler Themen zu CDU/OBG festzustellen ist.
Der Vergleich der Artikel zum ICE-Event ist exemplarisch. Alleine das Foto -noch nicht einmal der Schriftzug Oberursel (Taunus) auf dem Zug ist zu sehen und schon gar nicht die Menschenmassen.
Ansonsten kann sich jeder selbst eine Meinung bilden, die Texte sind auf den Internetseiten der Blätter zu lesen. Der Bericht in der FR beschreibt die Veranstaltung sehr gut - es ist keine Lobhudelei, ich war dabei und kann das beurteilen.
In der aktuellen Oberurseler Woche von heute gibt es übrigens einen sehr guten Bericht mit einem aussagefähigen Foto.


Betreff : Wer hat das Sagen in Oberursel ? Autor: m-a-o Datum: 13.05.2004 21:45:24
Tja, jetzt gibt's seit einem knappen Jahr einen neuen Bürgermeister, aber eine neue Politik kann ich nicht erkennen.

Mit der ICE-Taufe hat Herr Brum ja ein schönes Event veranlasst, aber etwas dauerhaftes ist dadurch nicht entstanden.
Im Wahlkampf waren mehr Bürgerbeteiligung/Bürgernähe, die Innenstadtbelebung, die Verbesserung der Parksituation, die Förderung von Kunst und Kultur, und eine Stärkung der Vereine Ziele von Herrn Brum. Ich kann eine Verfolgung dieser Wahlkampfziele jetzt kaum mehr erkennen. Das Stadtgespräch könnte man als Ansatz zu Bürgerbeteiligung sehen, hier im Forum ist Herr Brum abwesend. Bei Kunst, Kultur, Vereinen, der Parksituation und der Innenstadtbelebung kann ich beim besten Willen keine Verbesserungen erkennen. Ob "hinter den Kulissen" daran gearbeitet wird kann ich nicht sagen. Und ob Herr Brum, die CDU/FDP/OBG-Fraktion, der Magistrat, die Beamten im Rathaus oder sonstwer Schuld daran ist, dass es in den angesprochenen Themen kaum vorangeht, das will ich hier nicht beurteilen.
Also überzeugt hat unser neuer Bürgermeister mich noch nicht. Für die Taufe bekommt er ein Plus, aber bei den im Wahlkampf angesprochenen Themen ist nix passiert, dafür ein dickes Minus.

Was ist sonst so passiert in letzter Zeit in Orschel? Ja stimmt, die Tunnelbau-Affäre. Da würde ich ein Plus an Herr Brum geben, da er sofort aktiv wird um soetwas in Zukunft zu vermeiden. Zur Aufklärung, warum es überhaupt dazu gekommen ist, hätte er aber wesentlich mehr tun können.


Zuletzt bearbeitet von ... am 13.05.2004, 21:45, insgesamt einmal bearbeitet


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 13.05.2004, 00:02       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 13.05.2004
Letzte „Berliner Rede“ Rau rügt die Gier der Eliten
Berlin. Bundespräsident Johannes Rau sieht im Egoismus und in der Verantwortungslosigkeit in Politik und Wirtschaft die Ursachen für eine schwere Vertrauenskrise in Deutschland. In seiner letzten «Berliner Rede» nannte Rau gestern das in der Gesellschaft allgegenwärtige Gefühl der Verunsicherung «lebensgefährlich». Er kenne «kein Land, in dem so viele Verantwortliche und Funktionsträger mit so großer Lust so schlecht, so negativ über das eigene Land sprechen, wie das bei uns in Deutschland geschieht».

Rau forderte die Entscheidungsträger auf, Gestaltungskraft zurückzugewinnen und Zukunftsentwürfe vorzulegen. «Die Politik muss die Initiative wiedergewinnen gegenüber wirtschaftlichen und anderen Einzelinteressen.» Auch sei jeder Bürger aufgerufen, sich einzumischen.
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Rau hielt seine letzten Grundsatzrede mit dem Titel «Vertrauen in Deutschland – eine Ermutigung» elf Tage vor der Wahl seines Nachfolgers. Vor knapp 300 Gästen im Berliner Schloss Bellevue sagte der Bundespräsident, es sei Ausdruck einer tief greifenden Vertrauenskrise, wenn Menschen weder der Regierung noch der Opposition glaubten. «Hier droht eine innere Auswanderung aus unserer Demokratie, die wir nicht tatenlos hinnehmen dürfen.»

Der am 30. Juni aus dem Amt scheidende Rau verurteilte Untergangsszenarien, die von Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik nur eingesetzt würden, um eigene Ziele durchzusetzen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sah sich nach Raus Rede in seiner Politik bestätigt. Der Kanzler habe dies nicht als Kritik empfunden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg. Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle, der wie SPD-Chef Franz Müntefering der Rede beiwohnte, begrüßte es, dass Rau Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft etwas ins Stammbuch geschrieben habe: «Diese Rede werden wir auf uns wirken lassen und die Mahnungen annehmen.» Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sprach von einer souveränen Kritik. «Mit diesem Mut zum Wesentlichen setzt der Bundespräsident ein Zeichen.»

Der Bundespräsident hatte in seiner Rede «Egoismus, Gier und Anspruchsmentalität in Teilen der so genannten Eliten» kritisiert, die alle Maßstäbe verloren hätten. Oft werde das Gemeinwohl vorgeschoben, wenn es um Gruppenegoismus gehe. «Gewohnheitsmäßiges Misstrauen in die Politik untergräbt die Fundamente der Demokratie und ist ein riesengroßes Einfallstor für Populisten und schreckliche Vereinfacher aller Art», sagte Rau. Auch in den Medien gebe es eine fatale Lust an Schwarzmalerei und klischeehafter Übertreibung.

Rau verteidigte die sozialen Sicherungssysteme gegen Kritik. «Besonders vertrauenszerstörend ist die offenbar anhaltende Wirkungslosigkeit all dessen, was die Arbeitslosigkeit beseitigen soll – und die gegenseitige Schuldzuweisung aller Beteiligten.» Die Arbeitslosigkeit sei die größte Wunde der Gesellschaft. Niemand habe ein Konzept mit Erfolgsgarantie. Aber «das ständige Schlechtreden von allem und jedem» halte Unternehmer von Investitionen und Bürger vom Kaufen ab.

Vertrauen in die Politik werde zerstört, wenn der Eindruck entstehe, es gehe nur noch darum, wer sich gegen wen durchsetzt, wer wem am meisten schadet. Rau: «Dadurch entsteht auch der fatale Eindruck, in der Politik komme es letztlich nur darauf an, wer die Macht hat, und nicht so sehr darauf, was er mit ihr macht.» Die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition über ein Zuwanderungsgesetz nannte Rau «ein besonders schlimmes Beispiel für diese Art von Politik».

Neues Vertrauen in den Staat könne nur wachsen, wenn Politik und Verwaltung solide arbeiteten. Politik müsse Probleme lösen und ihren Primat, ihre bevorzugte Stellung, zurückgewinnen. Rau nannte es verantwortungslos, wenn Regierung oder Opposition insgeheim für gut gehaltene Vorschläge nur ablehnten, weil sie von der anderen Seite kämen.

Deutlich kritisierte Rau das jetzige System des Föderalismus. Die politisch Verantwortlichen vom Bund bis zu den Gemeinden seien heute in einer «Verflechtungsfalle» gefangen. Er forderte: «Die institutionalisierte Verantwortungslosigkeit muss aufhören.»


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