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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 29.03.2007, 22:49       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 28.02.2007
Fünf Läden schließen Keine Nachmieter in Sicht
Brum: Dramatische Entwicklung
Händler verlassen die Strackgasse
Von Anke Hillebrecht

Oberursel. „Die Strackgasse – immer ein gutes Geschäft“ – dieser selbstbewusste Werbespruch verblasst angesichts der Tatsachen, die sich in Oberursels vielleicht schönster Gasse derzeit abspielen. Denn offenbar ist das Geschäft dort eben nicht mehr so gut: Der Naturkostladen Ganesha zieht nächste Woche um in ein mehr als doppelt so großes Geschäft am Homm-Kreisel, das Reformhaus Herrmann an der Ecke zur Vorstadt wird demnächst, wie berichtet, im Holzweg zu finden sein. Einige weitere, kleinere Läden in der Strackgasse folgen der Entwicklung und geben ihr Geschäft ganz auf – oft nach vielen Jahren.

Als Angelika Dummer vor 13 Jahren mit ihrem Modelädchen „Ursella“ in der Strackgasse einzog, ging das Geschäft noch gut. Damals stellten die Leute ihr Auto auf dem Marktplatz ab und bummelten an ihrem Lädchen vorbei in Richtung Vorstadt. Die Parkplätze verschwanden bis auf wenige, und der Markt mittwochs ebenfalls – und damit die Kunden. „Irgendwann wird man depressiv, wenn stundenlang niemand kommt“, erklärt Angelika Dummer. An längere Ladenöffnungszeiten sei bei ihr gar nicht zu denken; sie steht allein hinter der Kasse. Ende März wird es ihr Geschäft nicht mehr geben.

Seit 15 Jahren zieren Jutesäcke die hübsche Fachwerk-Fassade von Marions Tee- und Geschenke-Lädchen. Dies wird Ende April Geschichte sein. „Es rechnet sich nicht mehr“, sagt Inhaberin Marion Köhler. „Man sollte den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören nicht verpassen.“ Gern erinnert sie sich an die Zeiten, als die Strackgasse noch „eine richtige kleine Einkaufsstraße“ war. Dass dies nicht mehr so ist, führt auch Köhler auf Mangel an Parkplätzen und die Verlegung des Mittwochsmarktes auf den Rathausplatz zurück. „Die Woche über ist es hier tot“, sagt sie.

„Wir mussten hier immer auf uns aufmerksam machen“, nennt Andrea Feige vom Bioladen „Ganesha“ einen Grund für den Umzug an den belebten Homm-Kreisel, wo die Miete zudem niedriger ist und es viel Platz für Kundenparkplätze direkt vorm Geschäft geben wird. Nachmieter sind für keines der drei Geschäfte in Sicht – und auch nicht für das ehemalige Dessous-Lädchen an der Ecke zur Vorstadt, das schon seit Januar leer steht. Der Vermieter ist ratlos. Oft schon hat er beobachtet, dass Passanten, die von unten kommen, kurz in die Strackgasse einbiegen, dann aber bald wieder kehrtmachen. Keiner der Interessenten, die sich die Räume bislang angesehen haben, wäre „was auf Dauer“. Auch bei Norbert Schwarz, der gegenüber einen Nachmieter fürs Reformhaus Herrmann sucht, haben sich bislang nur Betreiber von Ein-Euro-Shops und asiatischen Textilläden vorgestellt. „Wir müssen die Qualität der ganzen Fußgängerzone verbessern“, findet der Architekt mit Blick auf die Vorstadt. Deshalb wurden die Verhandlungen noch nicht konkret.

Tapfer behaupten sich die verbleibenden Händler – die Metzgerei Heberer und das Kinderbekleidungsgeschäft „Olala“. Für dessen Inhaberin Gitti Fischer läuft es hier zwar besser als vor zehn Jahren in der Ackergasse; dennoch hätte auch sie gern mehr Kundenbewegung. Und gehörte Heiner Alberti nicht das Haus, in dem er seit Jahren Werkzeug und Gartenmöbel verkauft, wer weiß, ob er jetzt nicht auch überlegen würde, aufzugeben. Doch er bleibt – umringt von Toom, Hornbach und bald Ikea. Der alteingesessene Geschäftsmann hat einen Teufelskreis erkannt, der nicht nur für die Strackgasse gilt: „Es gibt immer weniger inhabergeführte Geschäfte und deshalb weniger Vielfalt. Die Kunden bleiben aus, und die Läden schließen.“

„Eine dramatische Entwicklung“, wie Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) weiß. Allein an der Verlegung des Marktes könne es aber nicht liegen, meint er, und auch Parkplätze gebe es einige. „In den nächsten Wochen“ will er versuchen, mit dem Flair der Gasse Geschäftsleute anzulocken. Dienstleister oder ein Café mit Konditorei schweben ihm vor. Zudem könnten die Leerstände für Jugendangebote oder als „Räume mit sozialen Leistungen“ genutzt werden.

Printausgabe der TZ vom 18.10.2006
Acht Optiker: Auge um Auge
Oberursel. „Warum siehst du da so bescheuert aus, Opi?“, fragt das kleine Mädchen in einem Fernsehspot und schaut entsetzt auf ein Video, das seinen Großvater mit altmodischer Brille in Jugendzeiten zeigt. Diesem fällt nur eine Erklärung ein: „Fielmann gab es damals noch nicht.“ Auch in Oberursel gab’s die Optiker-Kette bisher noch nicht, doch am morgigen Donnerstag eröffnet sie eine Filiale in der Vorstadt 11 a – dort, wo vor kurzem „Käse Kracht“ ausgezogen war. In Bad Homburg ist Fielmann schon seit einigen Jahren präsent.

In der Brunnenstadt wird das Unternehmen von den Mitbewerbern nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Denn der Konkurrenzdruck war bereits vor Fielmann hoch: Sieben Optiker-Fachgeschäfte, die entweder ausschließlich Brillen verkaufen oder sie gemeinsam mit anderen Produkten anbieten, lassen sich im näheren Umkreis der Fußgängerzone zählen. Mit Fielmann eröffnet nun schon das achte Geschäft.

„Vom Warenangebot her haben wir das wirklich nicht gebraucht“, sagt Lutz Schichterich, Vorsitzender von Fokus O., der Organisation der Selbstständigen in Oberursel. Und bei der Geschäftsführung von „Abele Optik“, ebenfalls in der Fußgängerzone ansässig, fragt man sich, warum die Stadt nicht einer Eröffnung von Fielmann gegengesteuert habe. Doch was hätte die Stadt machen können? „Nichts“, sagt Schichterich. Fielmann habe einen privaten Vertrag mit dem Hauseigentümer geschlossen; das sei das gute Recht der Ladenkette. Weder Stadt noch Fokus O. hätten rechtliche Mittel, dagegen einzuschreiten. „Das wäre ein Eingriff in die Vertragsfreiheit gewesen“, so Schichterich.

„Letztendlich muss der Kunde selbst entscheiden, wo er hingeht“, heißt es im Hause Burkard, einem alteingesessenen Fachgeschäft für Uhren, Schmuck und Optik.

Gewinner konkurrierender Unternehmen sind oft die Kunden, und so gibt es auch positive Stimmen in der Vorstadt. „Super! Da kann ich jetzt immer meine Kontaktlinsen kaufen“, meint eine junge Frau, als sie die Ankündigung im Fielmann-Schaufenster sieht. Eine weitere Passantin glaubt zwar, dass der neue Optiker der Wirtschaft Oberursels schaden könnte, wird aber dennoch zu Fielmann gehen. Der sei eben „viel billiger“.

„Auch wir haben gute Aktionen, können aber bei der Werbung nicht mithalten“, heißt es bei „Abele Optik“. Wenn möglich, soll der Werbe-Etat aufgestockt werden. Das Fachgeschäft Burkard versucht, sich verstärkt über den Service zu definieren. Auch wird hier kein allzu großer Preisunterschied zu Fielmann gesehen. „Im Endeffekt müssen wir eben damit leben“, meint eine Oberurseler Optikerin. (tyh)

Printausgabe der TZ vom 11.07.2006
„Rat der Kollegen nicht gesucht“
Oberurs el. Der Fokus-O.-Vorstand ist nicht gut auf Sven Kracht sprechen. Der Unternehmer, der am vergangenem Samstag sein Geschäft in der Vorstadt nach dreijährigem „Experiment“ schloss, hatte der Oberurseler Geschäftswelt ein schlechtes Zeugnis ausgestellt (TZ berichtete). „Kracht hätte Oberursel nicht verlassen müssen. Wenn er seine Waren auf kleinerer Ladenfläche mit weniger Personal angeboten hätte, wäre das sicher erfolgreich gewesen“, sagt Vorstandsmitglied Thomas Studanski. Wenn Kracht Läden als „Experimente“ betreibe, sei das kaum professionell zu nennen. Den Weg zu Fokus O., zu seinen Oberurseler Kollegen und auch deren Rat habe er nie gesucht.
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Printausgabe der TZ vom 05.07.2006
Kracht beendet „Experiment“
Von Michael Neumann
Oberursel. Mit Käse-Kracht schließt am kommenden Samstag ein Geschäft in der Oberurseler Vorstadt, das, als es im Januar 2003 eröffnete, als Bereicherung des Einkaufsangebots in der Innenstadt galt. „Der Laden in der Oberurseler Fußgängerzone war ein Experiment. Wenn so etwas innerhalb von drei Jahre nicht läuft, muss man es beenden“, begründet Inhaber Sven Kracht seine Entscheidung, die Brunnenstadt zu verlassen. Das „Experiment Oberursel“ sei schief gegangen, „weil der Laden einfach zu groß war“, stellt Kracht fest.

Auch der relative gute Umsatz habe die hohen Lohnkosten für die zwölf ganz- und halbtags Angestellten nicht auffangen können. Die Miete spiele nur eine Nebenrolle. Kracht: „Die Miete ist eigentlich nie ausschlaggebend für einen Geschäftserfolg oder -misserfolg.“

Dabei habe es durchaus Interesse bei den Oberurselern am neuen Angebot in der Vorstadt gegeben, aber „der Ort ist einfach zu klein“. „Unsere hochwertige Ware wird eben nicht jeden Tag gekauft und unser Laden verfügt nicht über einen breiten Kundenkreis“, so Sven Kracht.

Die Stadt habe sich bemüht, sein Geschäft in der Vorstadt zu halten, doch eine passende Ladenfläche an geeignetem Standort sei nicht gefunden worden. Überhaupt stellt Kracht Oberursel als Einkaufsstadt ein schlechtes Zeugnis aus. Und Zukunft habe die Brunnenstadt in dieser Beziehung auch nicht. „Oberursel stirbt sowieso“, malt Kracht die Zukunft des Oberurseler Einzelhandels in düsteren Farben. Fehlende Parkplätze („in Minutenschnelle hat man einen Strafezettel“) und unterschiedliche Öffnungszeiten bei den Geschäften seien nur zwei Beispiele für ein falsches Konzept. Oberursel brauche eine Spezialisierung beispielsweise als Sportstadt, um sich einen Namen zu machen und sich von anderen Städten zu unterscheiden.

Sein nächstes „Experiment“ startet Sven Kracht, der Filialen in Frankfurt und in Kronberg unterhält, im kommenden Jahr in der Bad Homburger Fußgängerzone.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) bedauert den Weggang von Käse-Kracht, zumal sich die städtische Wirtschaftförderung „mächtig ins Zeug gelegt hat“, für das Geschäft einen alternativen Standort in der Innenstadt zu finden. „Wir haben den Kontakt zu verschiedenen Immobilienbesitzern gesucht, konnten aber keine für Sven Kracht annehmbare Lösung finden. Rückblickend stelle sich die Frage, ob ein Geschäft mit einem solch hochpreisigen Niveau wie Käse-Kracht in Oberursels Ladenwelt passe. Wichtiger ist es aus Sicht Brums, „dass die Oberurseler in der Innenstadt die Möglichkeit haben, ihren Einkaufszettel abzuarbeiten“. Brum: „Was das Angebot an Läden des täglichen Bedarfs angeht. haben wir in der Innenstadt noch immer Schwächen. Was uns außerdem fehlt, sind Geschäfte mit modischer Kleidung für Jugendliche und solche mit Elektronik-Artikeln. Die könnten dort angesiedelt werden, wo die Stadt neue Flächen entwickeln will.“ Wichtige Hinweise erwarte die Stadt vom in Auftrag gegebenen Einzelhandelskonzept. „Aber unsere Gestaltungsmöglichkeiten sind beschränkt“, sagt Brum. Entscheiden müssen letztendlich die Geschäftsleute.“
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Printausgabe der TZ vom 28.05.2005
Leitlinien gegen das Slalomlaufen
Von Anke Hillebrecht

Oberursel. Andere Städte haben strikte Verordnungen, um ihre Fußgängerzonen in Ordnung zu halten. In Oberursel gibt es, abgesehen von einer Satzung über die Sondernutzung öffentlichen Raums, keine «Gestaltungssatzung» wie etwa in Bad Homburg oder Frankfurt. Das soll auch so bleiben; trotzdem sehen sich Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) allmählich gezwungen, in der Vorstadt für etwas geordnetere Verhältnisse zu sorgen. Allerdings auf freiwilliger Basis. «Das ist der beste Weg», ist Rosentreter überzeugt.

In den vergangenen Monaten ist Yorck Elfert, Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, durch die Geschäfte der Innenstadt gegangen und hat «Überzeugungsarbeit» geleistet. Alle hätten sich einsichtig gezeigt, dass es so nicht weitergeht: Derzeit müssen sich Fußgänger zuweilen im Slalomlauf den Weg bahnen durch all die Werbeschilder, Bistrotische, Blumenkübel und oft überdimensionierten Auslagen von Schuhen, Pflanzen oder Bilderrahmen. «Manchmal stellen die Ladenbesitzer ihre Waren sogar in Kartons oder auf Euro-Paletten hinaus», hat Rosentreter beobachtet. Das – da sind sich Politiker, Passanten und auch die Geschäftsinhaber einig – macht die Innenstadt nicht eben schöner.

In «enger Absprache» mit den Einzelhändlern hat der Geschäftsbereich Sicherheit und Ordnung Leitlinien für die Nutzung der Oberurseler Fußgängerzonen ausgearbeitet, die jetzt in Kraft getreten sind. Danach sollen folgende Punkte beachtet werden:

- Waren nicht auf Paletten oder in Pappkartons anbieten, sondern in «ansprechenden» Warenträgern.

- Nur einen Werbeträger (Plakat) pro Geschäft aufstellen.

- Keine Beläge wie Teppichböden oder Kunstrasen auf öffentlichen Flächen auslegen.

- Keine Einfachst-Plastikmöbel oder Biergarten-Garnituren!

- Zelte sowie geschlossene Umzäunungen der Außenbewirtschaftungsfläche sind nur ausnahmsweise (etwa an einer Fahrbahn oder in windigen Ecken) erlaubt, optische Markierungen nur mit einzelnen Pflanzschalen oder Blumenkübeln, die den bereits vorhandenen entsprechen.

- Bodenverankerungen sind nur in Absprache mit dem Bau+Service (BSO), Abteilung Tiefbau, erlaubt.

- Die zum Geschäft gehörigen Freiflächen sind täglich zu reinigen.

Geschäftsinhaber, die mehr als einen Quadratmeter öffentlichen Raumes benötigen – etwa, um Tische aufzustellen – müssen eine kostenpflichtige Sondernutzungserlaubnis beantragen.

Rosentreter rechnet damit, dass die Leitlinien ohne Widerstand befolgt werden, denn im Einzelhandel seien sie «gut angekommen». Die Händler hätten eingesehen, «weniger ist mehr.» «Schließlich ziehen wir – die Stadt und die Händler – ja an einem Strang», bekräftigte Brum. Nachdem die Innenstadt bereits durch schmucke Blumenkübel und Bänke aufgewertet worden ist, sieht der Rathauschef die Leitlinien als «weiteren wichtigen Baustein für eine attraktive Innenstadt und eine Wirtschaftsbelebung».
Printausgabe der TZ vom 26.03.2005
„Türöffner“ für Einzelhandel und Gewerbe
Thomas Sterzel, der neue Leiter des City-Managements in Oberursel, hat sich einiges vorgenommen. Wie er sich auf dieses Amt vorbereitet hat und mit welchen Aktionen er die Innenstadt beleben will, darüber sprach der 34-Jährige im Interview mit TZ-Redakteur Michael Neumann.
Das komplette Interview kann man im Thema CityManagement nachlesen
STERZEL: Entscheidend ist, dass es in der Innenstadt ein sehr gutes, bedarfsorientiertes Warensortiment und guten Service gibt. Daran müssen wir arbeiten. Denn die Innenstadt selbst hat viele Vorteile. Sie setzt sich durch das ganze Umfeld, das wir bieten können, sehr deutlich von einem uniformierten Einkaufszentrum ab. Das ist hier eine ganz andere Art des Einkaufens. Das muss eben nur auch bekannt werden. Wir müssen offensiv und positiv dafür werben und zeigen, dass die Einkaufsstadt große Vorteile bietet. Deshalb muss es auch Aufgabe des City-Managements sein, für ein positives Klima zu sorgen, dafür, dass die Innenstadt nicht schlechtgeredet wird.

Was wollen Sie anders machen als ihr Vorgänger Toni König?

STERZEL: Das Rad neu erfinden wird keiner. Toni König hatte die schwierige Aufgabe, als erster City-Manager Neuland zu betreten. Mit den verschiedenen Festen hat er wichtige Pionierarbeit geleistet. Daran kann ich anknüpfen und dies weiterentwickeln. Da Oberursel eher zu viele als zu wenige Feste hat, sollten wir hier nicht auf Masse setzen. Neue Schwerpunkte will ich legen durch direkte Kontakte, Beratung und Vernetzung der Einzelhandelsakvitäten. Hierzu bringe ich gute Voraussetzungen mit, denn ich bin in Oberursel aufgewachsen, bin vertraut mit den örtlichen Verhältnissen, kenne viele Bürger und Einzelhändler persönlich. Wegen meiner bisherigen Tätigkeit innerhalb der Stadtverwaltung, kann ich als Türöffner für Einzelhandel und Gewerbe zur Stadt fungieren.

Gehört zu Ihren Aufgaben auch der Kontakt zu den Nachbargemeinden zur Absprache von Terminen und Großveranstaltungen?

STERZEL: Abstimmung ist wichtig. Wir schauen natürlich, wenn eine Nachbarstadt ein Traditionsfest feiert, dass wir dann nicht gerade ein eigenes Fest entgegensetzen. Das würde langfristig zum Eigentor werden. Wir haben auch ein Auge darauf, dass Veranstaltungen innerhalb Oberursels mit den Stadtteilen so koordiniert werden, dass sie sich gegenseitig keine Kundschaft abnehmen. Das kann aber nur die großen Feste betreffen.

Wie groß schätzen Sie den Einfluss des City-Managements auf die Belebung der Innenstadt ein? Lässt sich das messen?

STERZEL: Eines vorweg: Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen, indem wir helfen, die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. So zum Beispiel mit der Aufstellung neuer Sitzmöbel, die für die Zeit nach Ostern geplant ist. Oder mit neuen Abfallbehältern, um die Stadt sauberer zu machen. Bei solchen Aktionen ziehen wir mit dem Handel an einem Strang. Messen kann man einen Erfolg an den Kunden- und Umsatzzahlen, auch an dem Besuch unserer Veranstaltungen. Vieles kann man aber auch an der Stimmung der Einzelhändler ablesen. Allerdings sind auch die Umstände zu berücksichtigen. Von einem Erfolg sprechen unter den gegeben Bedingungen kann man sicher schon, wenn die Spirale, die heute noch nach unten führt, gestoppt und langsam wieder nach oben geführt wird. Denn in einem positiveren Klima stellt sich der Einzelhandel ganz anders dar.

Erhoffen Sie sich von der Oberurseler Politik Hinweise und Tipps für das City-Management?

STERZEL: Auf alle Fälle. Wir stehen über die Dezernentenebene in Kontakt mit der Politik, da erhoffen wir uns schon Tipps und Hinweise, die durchaus auch kommen. Sei es in der Form von Anfragen oder Anträgen im Parlament. Zum Beispiel haben auch Politiker im Urlaub Aktionen oder Einrichtungen in anderen Städten gesehen und fragen, ob sich das nicht auf Oberursel übertragen lässt. Das muss im Einzelfall dann geprüft werden.

Interview der TZ mit Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) vom 07.08.2004
Es klang eben bereits an, dass die Stadt gemeinsam mit Fokus O. ein Konzept für die Innenstadt entwickelt, um den Standort attraktiver zu machen. Was muss sich ändern, welche Maßnahmen sind geplant?
BRUM: Das Konzept beinhaltet außer Parken und Markt unter anderem Punkte wie Sauberkeit und Sicherheit, Stadtmöblierung, städtebauliche Maßnahmen, ein Service-Konzept sowie kommunikative Maßnahmen. Ein Gang durch die Vorstadt wird zurzeit wegen der im öffentlichen Raum ausgestellten Waren und Werbeträger zum Hindernislauf. Es fällt auf, dass Bänke, Blumenkästen, Papierkörbe alt und verloddert sind und nicht zusammenpassen. Hier wollen wir gemeinsam mit Fokus O. neue Impulse setzen. Wir wollen aber keine Gestaltungssatzung, sondern im Einvernehmen mit den Geschäftsleuten für ein schöneres Innenstadtbild sorgen. Dazu gehört auch mehr Sauberkeit.

Als bekannt wurde, dass das Sporthaus Taunus schließt, hat die Stadt gleich angeboten, bei der Vermarktung zu helfen. Viel scheint bis jetzt nicht passiert zu sein.
BRUM: Das ist nicht richtig. Als Stadt können wir nur vermittelnd eingreifen und vernünftige Rahmenbedingungen schaffen. Dies tun wir mit einem aktiven Flächenmanagement. Mit einer Reihe bekannter Ketten hat die Wirtschaftsförderung Kontakt aufgenommen, um deren Interesse für Oberursel zu wecken und Anforderungen für eine Ansiedlung in der Oberurseler Innenstadt in Erfahrung zu bringen. Erste Gespräche sind geführt. Wir haben ein überraschend großes Interesse an Oberursel festgestellt. Und wir haben Kontakte hergestellt zwischen den Eigentümern – und zwar nicht nur dem des Sporthauses – und möglichen Interessenten. Hier kann die Wirtschaftsförderung der Stadt als eine Clearingstelle wesentliche Hilfestellung leisten.

Wenn mehr und mehr Ketten in die Innenstadt kommen, besteht dann nicht auch die Gefahr, dass Oberursel als Einkaufsstadt austauschbar wird?
BRUM: Da haben Sie Recht. Mit der Zunahme internationaler und nationaler Ketten verliert die Innenstadt an Identität und wird anonymer. Dies ist aber allgemein das Problem. Unsere Innenstadt verfügt derzeit noch über viele Inhabergeschäfte, die den Charakter auch sehr stark prägen. Unser Ziel ist es, die Oberurseler Geschäfte, soweit es geht, zu halten und auch Neugründungen zu unterstützen. Aber der Trend zeigt in die andere Richtung. Wir haben auch den Eindruck, dass sich alteingesessene Ladenbesitzer als Einzelkämpfer immer schwerer halten können. Weggänge können häufig nicht kompensiert werden. Daher muss dieser Weg, Ketten in Oberursel anzusiedeln, von uns beschritten werden und ist alternativlos.

Printausgabe der TZ vom 07.07.2004

Tragisch: Sporthaus Taunus schließt
„Leerstand wäre Katastrophe“

von Anke Hillebrecht
[img]http://images.google.de/images?q=tbn:s6PYpv1Bj5oJ:www.intersport-alta.no/images/eksterior_park.gif[/img]Oberursel. Das Sporthaus Taunus wird im Februar nächsten Jahres schließen. Damit verliert die Brunnenstadt ein traditionsreiches Geschäft, das vor sechs Jahren sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat. Über die genauen Gründe und die Zukunft der rund 40 Mitarbeiter wollte Geschäftsführer Horst Michel gestern noch nichts sagen.

Im Rathaus und in der Oberurseler Geschäftswelt hat die Nachricht Bestürzung ausgelöst. «Sehr unerfreulich» findet Lutz Schichterich, Vorsitzender des Oberurseler Einzelhändler- und Selbstständigenverbandes Fokus O., die Entwicklungen. Schließlich sei das Sporthaus Taunus in der Umgebung «ein Begriff». «Es ist sehr bedauerlich und ein herber Rückschlag für die Bemühungen des Stadtmarketings», sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Besonders, weil es sich um ein Unternehmen handele, das für den Oberurseler Einzelhandel gestanden habe und das sein Inhaber «im Griff» habe. Fürs Stadtmarketing sei das Sporthaus Taunus ein «wichtiger Ansprechpartner».

Im Rathaus denkt man schon mit Schrecken an die Zeit, wenn die Sportbekleidung aus den Schaufenstern verschwunden sein wird. «Wir werden mit aller Kraft versuchen, bei diesem Filetstück in 1a-Lage Leerstände zu verhindern», versprach der Rathauschef. «Auch um es als Bürohaus zu nutzen, wäre es viel zu schade», sagte Brum.

Die städtische Wirtschaftsförderung stehe bereits in engem Kontakt mit dem Eigentümer der Liegenschaft sowie internationalen Geschäftsgruppen, die mit einer Filiale in die Geschäftsräume an der Ecke Vorstadt/Kumeliusstraße einziehen könnten. Brum hofft, dass sich zum Beispiel ein großes Textil-Einzelhandelsgeschäft für den exponierten Standort interessieren könnte. Ziel sei, ein Geschäft in die Innenstadt zu holen, das wiederum «eine hohe Kundenfrequenz» in die Stadt ziehe. Dabei könne womöglich die schlechte wirtschaftliche Lage helfen, denkt der Rathauschef. Denn Unternehmen, die in besseren Zeiten niemals erwogen hätten, nach Oberursel zu kommen, seien nun mit teilweise veränderten Konzepten durchaus Kandidaten.

Auch Horst Michel, der mit seiner Frau Ursula das Sporthaus Taunus seit 1984 führt, hatte Konzepte, die Kunden binden: Die Michels verkaufen nicht nur alles, was mit Sport zu tun hat, sondern sie schleifen Schlittschuhe, reparieren Golfschläger, stellen Skier ein und schneidern sogar Sportkleidung um. Viele Oberurseler Vereine werden von ihnen betreut. 1999 eröffnete ihr Sohn Marc Michel sein eigenes Sporthaus in der Bad Homburger Louisenstraße und schaffte dort 15 neue Arbeitsplätze. Dieses Geschäft bleibt erhalten.

In Oberursel sieht es für den Einzelhandel insgesamt nicht so gut aus. «Vom Aufwärtstrend ist nicht viel zu sehen», erklärte Schichterich. In der Sparte der Sport- und Bekleidungsgeschäfte herrsche zum Teil ein «ruinöser Wettbewerb». Deshalb werde es nicht einfach sein, einen Interessenten für das Geschäft zu finden – zumal die Räumlichkeiten nicht unkompliziert seien. «Womöglich rächen sich nun Fehler der Vergangenheit», sagte Schichterich und meinte Entscheidungen hinsichtlich Öffnungszeiten und Struktur des Einzelhandels in der Stadt. «Würden die Räume ein halbes Jahr leer stehen, wäre es eine mittlere Katastrophe für Oberursel.»


Printausgabe der TZ vom 07.07.2004
Zu Beginn gab es noch keine Konkurrenz
Oberursel. Als das Ehepaar Busch 1948 ein Geschäft für hochwertige Bekleidung eröffnete, dachte noch niemand, dass aus diesem Laden in der Henchenstraße einmal ein großes Sporthaus werden würde. Mit Sport wurde zu dieser Zeit noch kein großes Geschäft gemacht. Die Jacken und Strickwaren aber fanden in der Nachkriegszeit guten Absatz. Als Mitte der 50er-Jahre die Kumeliusstraße umgebaut wurde und an der Ecke zur Vorstadt ein größeres Geschäftshaus entstand, zogen die Buschs dort ein. Nebenan waren ein Kino – das Capitol-Theater – und ein Reisebüro.

In den 60ern und 70ern weckte der Breitensport bei den Menschen auch die Kauflust. Mittlerweile hatten sich die Inhaber des Bekleidungsgeschäfts auf Sportartikel spezialisiert und ihrem Laden den Namen Sporthaus Taunus gegeben. Heute firmiert es als Intersport Taunus. Zur Sportbekleidung kamen Sportgeräte hinzu; den Anfang machten die Skier. Zunächst machte das Sporthaus Taunus seinem Namen alle Ehre, denn Konkurrenz gab es weit und breit keine. Als 1984 die Michels das Geschäft übernahmen, hatte sich dies gänzlich geändert. (ahi)


Printausgabe der TZ vom 08.07.2004
Geordneter Rückzug, aber kein Angebot
Von Anke Hillebrecht

Oberursel. Die Nachricht von der bevorstehenden Schließung des Sporthauses Taunus (wir berichteten) hat in der Brunnenstadt große Bestürzung ausgelöst. Nun, da Geschäftsinhaber Horst Michel die endgültige Entscheidung getroffen hat, beschäftigt ihn, was nach Februar 2005 aus seinen Mitarbeitern wird und was mit seinen Geschäftsräumen geschieht. Bei der Suche nach Arbeitsstellen will Michel seine Kontakte in der Branche nutzen; bei der Suche nach einem neuen Mieter bauen er und der Eigentümer der Räumlichkeiten, Walter Abt, auf Hilfe aus dem Rathaus.

«Im Moment ist noch alles in der Schwebe», erklärte Abt, dessen Schwiegereltern das Unternehmen 1948 gegründet haben. Am liebsten wäre ihm, wenn sich ein Interessent fände, der das Gebäude an der Ecke Vorstadt/Kumeliusstraße auch gleich kaufen möchte. Besondere Wünsche, welche Geschäftssparte dort einziehen könnte, hat Abt nicht – ein Sporthaus wäre ihm freilich am liebsten. Konkrete Angebote hat er allerdings bisher noch keine: «Die laufen einem in diesen Zeiten nicht gerade nach», sagte er.

Auch Sporthaus-Chef Horst Michel sieht die momentane Situation des Handels eher düster. Eine regelrechte «Kaufverweigerung» hat er bei den Menschen festgestellt, die eigentlich seine Kunden sein könnten. Die Schuld gibt er aber nicht den wegbleibenden Kunden selbst – «die werden ja gezwungen zu sparen» – sondern den Politikern, die großen Firmen gestatten, eine aggressive Preispolitik zu betreiben. «‚Geiz ist geil‘ ist auch an uns nicht vorbeigegangen», sagte er. Und dass nun auch noch Kaffeeröster oder Billig-Supermärkte Sportartikel als Lockangebote hätten, habe dazu beigetragen, dass Michel «seit zwei Jahren permanente Umsatzeinbrüche» verzeichnet.

Mit dem Gedanken, sein Haus zu schließen, trägt sich der bald 64-Jährige schon seit längerem. Vor zwei Jahren reduzierte er sein Personal von 41 auf 28 Mitarbeiter und bekam einen Mietnachlass gewährt. Doch dann kam der Zeitpunkt, als die Umsätze dennoch nicht reichten. «Es war Zeit, einen geordneten Rückzug anzutreten», erklärte Michel. Das heißt für ihn: ohne Schulden und «im Konsens» mit den Mitarbeitern. Wohl seien sie erschüttert gewesen, als er ihnen die traurige Botschaft mitteilte. «Aber richtig überrascht war keiner – sie haben ja die guten Zeiten miterlebt.» Die meisten, schätzt Michel, werden in einem vergleichbaren Laden unterkommen – «der Bedarf ist ja da.»

Was er selbst tun werde nach diesem letzten Wintergeschäft, weiß Horst Michel noch nicht genau. Marathon laufen und Bücher lesen – zurzeit interessieren ihn noch Werke über Verkaufspsychologie. Aber zuerst müsse er aus diesem «Hamsterrad» finden, in dem er eigentlich steckt, seit er als Neunjähriger auf dem Münchner Viktualienmarkt seine ersten Kunden bediente. Mit 17 hatte er in einem Sporthaus schon Verantwortung für 52 Auszubildende; bis heute hat Michel, der für die IHK als Prüfer tätig ist, rund 1200 junge Verkäufer ausgebildet. Im «Fokus O.»-Vorläufer BDS arbeitete er lange im Vorstand. Der Einkaufsstadt Oberursel wünscht er ein «Wohlfühlgefühl», dem Epinayplatz mehr Bäume sowie einen «Umsatzmagneten» und den Kunden mehr Parkplätze. «Wir haben mehr Urbanität als die Homburger mit der Louisenstraße.»


Zuletzt bearbeitet von ... am 29.03.2007, 22:49, insgesamt 10-mal bearbeitet


 ......wieder schließt ein Geschäft      Verfasst am: 12.07.2006, 18:36       Nach oben   


Weiterleitung zum Tema ......wieder schließt ein Geschäft

Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Traci Datum: 05.06.2006 12:16:25
Endlich bin ich dazu gekommen die TZ vom Samstag zu lesen und mußte wiedermal mit Erstaunen feststellen, dass ein altes Orscheler Geschäft schließt. Nicht weil es unrentabel ist, sondern der Besitzer in die wohlverdiente Rente geht und weil sich wohl niemand findet der bereit ist das Risiko einzugehen nicht dann doch ein paar Monate nach Übernahme endgültig zu schließen, da es keine Kundschaft gibt. Wird es nicht mal langsam Zeit, dass sich alle Gedanken machen, wie es mit der Orscheler Innenstadtt geschäftsmäßig weiter gehen soll? Ebbes kann doch da nicht stimmen, wenn langsam aber sicher ein Laden nach dem anderen zumacht. Ich glaube nicht, dass es damit zusammen hängt, dass die Leute weniger Geld in der Tasche haben oder nur noch €1 Läden einziehen. Ich gebe ja zu, dass sich in Bad Homburg oder NWZ einkaufen gehe. Der Grund hierfür ist ein besserer Mix an Läden mit entsprechendem Sortiment und Auswahl, obwohl BH auch nicht mehr das ist. Ich habe allerdings auch meine "Stammläden" in Orschel die leider weniger werden. Ich mag die familiäre Atmosphäre, nette Bedienung & prima Beratung (wichtig!!). Wenn ich nach Orschel einkaufen gehe, fühle ich mich manchmal als wär ich in der hintersten Provinz und es gibt nur noch Kettenläden. Warum setzen sich alle (Stadt, Inhaber, Vermieter, Kunden etc.) mal an einem Tisch und finden 'ne Lösung. Das wurde glaub' sich auch schon paarmal versucht und dann wieder aufgegeben, weil meiner Meinung nach die Sache wohl nicht so ernst genommen hat. Lieber muckelt man sich weiter so durch nachdem Motto:" Augen zu und es wird schon wieder".


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Andreas Bernhardt Datum: 05.06.2006 14:21:03
Nach meinem Eindruck passiert schon einiges in Oberursel. Klar, mehr passieren kann immer.

Ich denke, das Problem liegt vor allem an uns Verbrauchern. Ich persönlich kaufe in Oberursel viel ein. Meine Elektrogeräte z.B. erwerbe ich überwiegend hier. Aber wem der Service egal ist und auch vor der Transportiererei wenn ein Gerät kaputt geht nicht zurück schreckt, kann man kaum verübeln Geräte in SB-Märkten zum Schnäppchenpreis zu holen. Geiz ist geil. Eine gesellschaftliche Entwicklung hin zum Megasuperstore und zum groß dimensionierten Einkauszentrum macht es sicherlich schwer, inerstädtische Geschäfte zu beleben. Egal welche Maßnhahmen ergriffen werden.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Carina Groß Datum: 05.06.2006 15:11:47
Ich stimme Ihnen auch zu. Immer mehr kleine und schöne Läden schließen. Dies ist sehr bedauerlich.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: JoJo Datum: 05.06.2006 18:51:02
nach meiner Einschätzung gibt es hier einige sehr gute Läden mit extrem attraktivem Angebot, dass man so in der Qualität (Mix aus Beratung, Sortiment, Produkten) z.b. im MTZ nicht gibt.

Beispielsweise hat der Orsay Laden Kleidung von Murphy + Nye, die Marke suche ich bei P&C vergebens, oder Käse Kracht oder Metzgerei Klein. In Orschel gibt es einige weitere Geschäfte, die eine deutlich attraktive Auswahl haben als die grossen Ketten.

Ich glaube deren Inhaber sind erfolgreich sehr bemüht, sich über das Sortiment zu differenzieren.

Ich kaufe also ganz gerne in Orschel ein.



Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: " Weidengässler " Datum: 05.06.2006 22:54:59
........aber gerade diese Geschäfte tun für Oberursel nichts.Samstags schließen sie als erste und an verkaufsoffenen Sonntagen öffnen sie erst garnicht.
Bei denen stimmt die Kasse über die Woche und das Interesse an der gesamtwirtschaftlichen Situation ist ihnen dadurch egal. Erst Umsatzrückgang oder gechäftliche Krisen wird sie an die Seite der anderen zurückbringen um so alle Gewerbetreibenden zu einer Gemeinschaft zusammen wachsen lassen. ...Übrigens wird nur so, nach meiner Meinung , der Oberurseler Einzelhandel gegenüner allen anderen Mitbewerbern - insbesondere deren auf der grünen Wiese - bestehen können.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Friedrich Datum: 06.06.2006 11:33:34
Ich denke es hat nichts mit "Geiz ist geil" zu tun wenn ich meine Waschmaschine z.B. beim ProMarkt im NWZ kaufe.
Es ist einfach a) eine Frage ob ein Geschäft noch nach 18 Uhr seine Pforten offen hat und ich beraten werde und b) eine Frage des Geldes. Nicht des Geizes.
Im übrigen kann ich das ständig zitierte "Geiz ... " nicht mehr hören, das immer dafür herhalten muß wenn man nicht in Oberursel einkaufen geht.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: B+A Datum: 07.06.2006 11:43:03
Der Hauptgrund für die Schliesserei sind die viel zu hohen Mieten ( ...dicht gefolgt von den Personalkosten, der geringen Frequenz, dem Parkplatzproblem und dem erreichten Ausstiegsalter der Betreiber )
Alles in unmittelbarer Abhängigkeit voneinander ( ...aber da schreibe ich ja nichts Neues )

Was ausser Klein & Kracht bleibt, sind die ganz kleinen, die sich ehrgeizig durchbeissen ( ....und die ganz grossen Ketten, die sich längere Durststrecken "noch" leisten können )



Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: ImmerWiederSonntags Datum: 07.06.2006 14:12:38
Und was die verkaufsoffenen Sonntage angeht:
In der Regel werden die unter Regie von Fokus-O organisiert und der Bund der Selbstständigen kassiert sehr hohe Gebühren wenn man teilnehmen will.
Das geht in Bereiche von mehreren hundert €, ich kann mir kaum vorstellen, daß diese Beträge nur den Aufwand der Organisation und z.B. Werbung decken...

Für die Ladenbesitzer bedeutet dies: Personal zu Sonntagskonditionen beschäftigen (Feiertagszuschläge) , dem gleichen Personal die geleisteten Stunden wieder als Freizeit zu vergüten oder auszubezahlen und noch die Gebühren an Fokus-O abdrücken.

Das ist für viele nicht rentabel bzw gar nicht finanzierbar, auch wenn der eigene Bekanntheitsgrad steigt und sich Oberursel als ganzes präsentieren kann.

Das ganze Thema gab's hier übrigens schon häufig und am Ende (da muss ich B+A Recht geben) dreht es sich meist um überzogene Mietforderungen der Laden- / Immobilienbesitzer.
Die Orscheler Vorstadt ist eben nicht die Fressgaß, obwohl die Mieten teilweise so gestaltet werden.

Das gleiche gilt übrigens für Wohnungen in Orschel, da wird lieber 6 Monate Leerstand in Kauf genommen um ja nur die 11,- kalt pro Quadratmeter einzuheimsen.

Am Ende sind Immobilienbesitzer natürlich auch keine sozialen Einrichtungen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und jeder muss sicher sehen, dass sich seine Immobilieninvestition rentiert.

Was die organisierten Selbstständigen angeht kann sicher auch einiges verbessert werden, hier wird nach meinem Gefühl nach Veranstaltungen wie z.B. Herbsttreiben viel zu oft nur das Geld in der Kasse gezählt und mit den Kosten für die jeweilige Veranstaltung verglichen. Mittelfristige Wirkungen wie eben den gesteigerten Bekanntheitsgrad werden oft nicht berücksichtigt.
Statt dessen werden seltsam anmutende Konzepte wie die zum Glück wieder eingestampften O+P Punkte entwickelt, bei denen man genau merkt, daß die Beteiligten möglichst wenig investieren wollen und Angst haben, daß erworbene O+P Punkte nicht im eigenen Geschäft ausgegeben werden.

Ich persönlich glaube, daß ein Teil der Attraktivität unserer Innenstadt wieder hergestellt werden kann, wenn wir uns weg von der Einzehandels Innenstadt zu mehr Gastronomie bewegen. Das schliesst natürlich einen gesunden Mix nicht aus.
Lokalitäten wie Macondo, Cafe Arte und die Brasserie ziehen eine Menge Leute, auch Abends, in die Innenstadt.
Die Vorstadt in eine Kneipenmeile ähnlich wie z.B. in Alt Sachsenhausen zu verwandeln könnte Publikum aus dem gesamten Taunusgebiet anziehen. Es muss ja nicht gleich so ausarten wie eben Alt Sachsenhausen, der Mix macht's eben.
Ein solches Konzept wird in Orschel aber kaum durchzusetzen sein.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Martha Datum: 08.06.2006 09:36:04
Öffnungszeiten in der Nordi und MTZ während der WM - Wie wollen da die oberurseler Geschäftsleute gegen ankommen?
Ich war gerade gestern in der Nordi - wegen des Markts.
Mit regelmäßigen Marktagen mittwochs und samstags!!! in der Stadt - d. h. Rathausplatz und Epinayplatz - kämen bestimmt mehr Käufer und Publikum und mit den mehr Leuten auch mehr Händler mit erweitertem Angebot - z. B. Direktvermarkter rund ums Schaf - mmmm lecker - und andere.
Auf dem buckligen und abgelegenen Marktplatz einkaufen gehen macht doch wirklich keine Laune - und dann noch der Durchgangsverkehr und kaum Parkplätze in der Nähe.
Den Händlern in der Strackgasse wäre viel mehr gedient wenn es die ganze Woche über mehr Kurzzeitparkplätze!!! auf dem Markplatz gäbe.
Nachts könnte man dann ja ein Halteverbot machen, damit die Anwohner nicht von den Kneipengängern gestört werden. Wink



Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Niels Datum: 14.06.2006 09:44:52
Was mir gestern aufgefallen ist, ist die Werbung beispielsweise an den Pakatwänden. Wie kann es sein das der größte Konkurrent das NordWest-Zentrum Werbung vor der Fa. Rompel plakatieren lässt. Also spätestens da muss doch auch die Fa. Rompel sagen oder der Vereinsring "solche Plakatwände" müssen wir unseren Geschäften oder was auch immer sichern.

Würde ich mal drüber nachdenken !!


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Susann Datum: 14.06.2006 16:18:22
Ich war gestern abend kurz nach 19 Uhr noch im NWZ einkaufen da ich Spätdienst hatte und bekam wirklich noch alles was ich haben wollte. Im NWZ ist jetzt abends auch mehr los seit es mehr Restaurants gibt und Läden Aktionen für späte Kunden machen.
Ob es sich tatsächlich lohnt bis 24 Uhr zu öffnen wage ich allerdings zu bezweifeln, denn die meisten Bürger können ihr Geld nur 1x ausgeben. Von einer Bekannten, die im Einzelhandel tätig ist, weiß ich jedenfalls: der Umsatz steigt nicht, das Personal steht sich die Beine in den Bauch und langweilt sich. Und noch etwas: Diese Aktionen sind für motorisiertes Personal, wer mit dem ÖNV nachts nach Hause muß ist doch ziemlich aufgeschmissen.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: pinkpanther Datum: 15.06.2006 20:00:06
Ist doch wieder mal herrlich wie sich Leute, welche wo anders einkaufen über die immer weniger werdenden Läden beklagen.Das ist wie in der Talkshow :Reiche diskutieren und geben wertvolle Ratschläge wie die Armen mit Ihrem Geld umgehen sollen


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: B+A Datum: 16.06.2006 10:20:04
Niels,
auf "solche Plakatwände" haben wir überhaupt keinen Einfluss ( ...leider )
Unmittelbar neben unseren Schaufenstern befindet sich auch so ´n Ding ( ...dessen temporäre Nutzung wir teuer bezahlen müssten, obwohl das Teil direkt auf der Grundstücksgrenze steht )

....wollte mich immer schon ´mal erkundigen, ob das rechtens ist ( aber ......


Susann,
stimmt - es "lohnt" sich ( zumindest finanziell ) NICHT, bis 24 Uhr zu öffnen ( ...aber es schadet auch nicht, diesen netten Service anzubieten )
...und es muss ja auch nicht zwangsläufig langweilig sein, sich mit seinen Kollegen gemeinsam das letzte WM-Spiel anzuschauen ( ...und nebenbei vollkommen stressfrei die wenigen "späten" Kunden zu bedienen )

Unser Sohn kam vor wenigen Wochen von einem längeren Arbeitsaufenthalt aus China zurück ( ...und berichtete, dass es dort vollkommen normal sei, abends mit Kollegen auszugehen, um anschliessend noch ein paar Stündchen zu arbeiten )

@pinkpanther,
genau das hatte ich in dem Moment auch gedacht ( ...die "auf der Sonnenseite" diskutieren gemütlich, wie sich die "im Dauerschatten" am besten zu verhalten hat )
*grins*

...aber trotz interessanter Diskussion ist der hohe Mietpreis noch immer der ausschlaggebende Faktor ( ...siehe Deinen gelben Tisch am Brunnenfestsonntag )
Smile


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Susann Datum: 17.06.2006 10:10:22
B+A: Das mag für Dich zutreffen, also stressfrei die wenigen "späten" Kunden bedienen und mit Deinen Kollegen das letzte WM-Spiel gemeinsam anschauen.
In den meisten Geschäften hat man allerdings diesen "Service", also fernsehgucken, nicht und steht sich wirklich abends bis 24 Uhr die Beine in den Bauch. Und wenn man dann noch mit Bus, S-Bahn und Bus nach Hause fahren muß, was abends bzw. nachts etwas schwierig ist, findet man die ganze Sache nicht so lustig.
Du hast Deinen eigenen Laden, kannst selbst entscheiden wann Du ihn schließt. Wenn Du als Angestellte aber bei jedem Event, dass Dein Chef meint mitnehmen zu müssen, Dir Abende und Sonntage für nichts und wieder nichts um die Ohren schlägst fändest Du diesen netten Service bestimmt auch nicht so lustig.

China, das neue gelobte Land, in dem alle fleissig arbeiten und glücklich sind. Wenn das als Vorbild für unsere Arbeitswelt dienen soll danke ich sehr. Heute steht in der Zeitung es explodierten 2 Chemiewerke, aber natürlich ist die Trinkwasserversorgung der 2 nahegelegenen Städte überhaupt nicht gefährdet. Na ja, hat nichts mit den Geschäften in Obu zu tun.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Weiter so Datum: 18.06.2006 20:06:24
Bei all den negativen Nachrichten an dieser Stelle, muß auch mal über etwas Positives berichtet werden. Ernestings Family hat in Oberursel eröffnet. Ein unserer Familie seit langem sehr angenehmer Laden hat den Weg nach Oberursel gefunden. Klasse und herzlichen Glückwunsch an Oberursel!! Eine echte Bereicherung für unsere Stadt. Endlich ein Laden der MODERNE Kindermoden zu ordentlichen Preisen anbietet. Hoffentlich hat die Eröffnung Signalwirkung für andere Investoren und für noch mehr junge und moderne Läden in unserer Stadt.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Fahrenheit Datum: 19.06.2006 10:03:11
Ähnlich ergeht es derzeit auch den U-Bahn-Fahrern. Während der WM fährt die U 3 die gesamte Nacht.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: toertsche Datum: 20.06.2006 00:06:46
Meinen Sie diese Kette?

http://www.ernstings-family.de


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Weiter so Datum: 20.06.2006 06:31:46
Ja genau! Ein echt toller Laden mit moderner Auswahl und gutem Preis/Leistungsverhältnis. Eine echte Alternative zu H&M und kein Vergleich zu dem was vorher in Oberursel geboten wurde.
Die sind jetzt im ehem. Ein Euro (Döringer) Laden.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Traci Datum: 20.06.2006 12:16:19
@ Weiter so
Ich bin da Deiner/Ihrer Meinung. Ich war gestern da und muss sagen, ich war positiv überrascht. Es gibt ja doch noch Hoffnung für Orschel. Zwei Wünsche hätt' ich da noch (ich find halt immer ein Haar in der Suppe, 'tschuldigung). Die Verkaufsfläche könnt' größer sein und mehr Auswahl für "Mädels & Jungs" die nicht die gängigen Größen besitzen. Wobei mir eine Verkäuferin sagte, daran würde gearbeitet.
Trotzdem bleibe ich dabei, Orschel ist keine Einkaufsstadt (mehr). Ein paar gute Läden machen da keinen Unterschied. Selbst in der Hauptgeschäftszeit wirkt z. B. der Holzweg wie ausgestorben, ausserdem hat jeder Laden andere Geschäftszeiten. Einige bestehen immer noch auf Ihre Mittagspause von 13-15Uhr. Wenn ich mir Bilder von Orschel vor zwanzig Jahren mit dem damaligen Geschäftemix ansehe oder vollen Läden dann frag' ich mich, was ist da schief gelaufen? Die wirtschaftliche Lage könnte ein Fakor sein. Damals waren die Abgaben ein Vater Staat nicht so hoch bzw. vielseitig und die Relation zwischen Gehalt und Abgaben ausgewogener. Aber das kann nicht alles sein. Können oder wollen die Inhaber nicht? Und wenn Sie wollen dann wohl bitte in alter Manier. Vielleicht sollten die Geschäftsinhaber mal eine Umfrage starten um zu sehen, was die Leute kaufen oder kaufen möchten und diese dann in Taten umsetzten. Sinnvoll wäre hierwohl keine vorgefertigten Fragebögen, sondern die Leute mal "frei Schnauze" zu fragen. Ich bin nämlich der festen Meinung, dass manche Ladeninhaber vergessen, dass sie selbst Konsumenten sind. Sollte diese Umfrage gestartet werden und für die Auswertung, um die Kosten niedrig zu halten, Freiwillige gesucht werden , würde ich mich zur Verfügung stellen.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Martha Datum: 22.06.2006 10:18:31
Es wird in Oberursel viel zu wenig gemacht für eine gemeinsame unverwechselbare Identität zu den anderen Einkaufszentren.
Man kann ja noch nicht mal einen Orschel-Bembel oder Handkäsdippsche kaufen - und nur der Minimal hat Orscheler Stofftüten mit dem historischen Rathaus als Aufdruck im Angebot.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: alexander becker Datum: 22.06.2006 15:17:54
@ traci
auch ich kenne die Vorstadt noch sehr gut aus meiner Jugend/Schulzeit und kann bestätigen, dass hier immer nach der Schule sehr viel Betrieb war. Das Problem ist doch heute ganz einfach so, dass die damalige Gründergeneration, die das Ganze nach dem Krieg aufgebaut hat, sich seit langem zurückgezogen hat bzw. bereits verstorben ist. (z.B. Sporthaus, Cafe Krämer, Wissel, Gerstner, Caprano, Mann uvm.) Die Nachfolger haben ziemlich schnell erkannt, dass man durch Vermieten der Läden mindestens genausoviel verdienen kann und noch dazu nicht mehr das Risiko tragen muss und vor allem nicht mehr zu arbeiten braucht. Das ist natürlich völlig legal und auch verständlich, nur, der Oberurseler Geschäftswelt ist das leider nicht bekommen und deshalb sieht es heute hier auch so traurig aus. Schade, aber das ist die Realität.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: B+A Datum: 22.06.2006 16:39:42
Sag ich doch ( ...die Mieten sind schuld )

Leicht verdienstes Geld ( ...für das Gewerbetreibende ohne eigene Immobilie stundenlang im Laden stehen müssen )


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Poe Datum: 23.06.2006 00:37:09
Ja, vor 20 Jahren und mehr steckte das NWZ noch in den Kinderschuhen, war auch nicht so leicht erreichbar und es gab keine Discounter.

Da gab es noch einen Grund in die Innenstadt zu gehen, nämlich einfach einkaufen. Wer einen Grund hat verweilt und kauft eventuell auch was anderes. Es gibt einfach keine Magneten, die die Käufer in die Innenstadt ziehen und von denen die kleineren Läden dann profitieren können. Wir haben dafür Altersheime!

Die Zentren haben Magneten wie Mediamarkt, H&M, Thalia, Kaufhof..., davon profitiert auch die kleine Boutique und der Fotoladen. Wenn die dann bis um 24 Uhr auf haben, haben die zwar nicht mehr in der Kasse, haben aber ihre Kunden gebunden und wenigstens nicht weniger als vorher.

Z.B. am Epinayplatz ist eine große Chance zur Belebung der Geschäftwelt vertan worden. Vielleicht war Orschel aber geschäftlich schon so unattraktiv, dass da keiner mehr investieren wollte?


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Matthiasp Datum: 26.06.2006 19:31:31
Hallo zusammen,

Verkaufsoffene Sonntage und Verlängerte Öffnungszeiten sind mittlerweile zum Volkssport geworden. Würde gerne nur mal wissen für was.

Das NWZ auf alle Fälle ist Abends leer. Also während der WM meine ich jetzt.Also bis 24 Uhr rentiert sich für die wenigsten Läden. Für viele ist es eher ein Verlustgeschäft. Öffnen müssen sie, da sie von dem Betreibern des Zentrums gezwungen werden (Vertraglich). Die Frage ist nur, wie lange stehen es die kleinen Einzelhandelgeschäfte noch durch. 500 Euro Kosten (Personal, Strom, Wasser usw. ) und 300 Euro Umsatz... Meiner Meinung nach eine Frage der Zeit. Viel Mehr gekauft wird wohl nicht. Ist doch nur eine Umschichtung.

Also warum muss man diesen "Service" anbieten? Reichen denn Öffnungszeiten Samstags bis 16 Uhr nicht aus?

Gruß

Matthias


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Eulenspiegel Datum: 27.06.2006 08:26:28
Statt Fußball zu gucken war ich gestern im Städtchen ein Bierchen trinken. Ich gebe das Folgende mit Vorsicht weiter, da ich noch nichts recherchiert habe: Käse Kracht und Jay Jay's sollen in Kürze schließen. Dazu noch ein Brillengeschäft in der Vorstadt. Wenn das wahr ist und so weiter geht...

... Sunrise und Spectaculum, die neuen Trends der Bo(tt)omtown Oberursel 2010.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: JoJo Datum: 02.07.2006 09:14:09
dass Käse Kracht schliesst, wurde mir am Freitag von den Angestellten bestätigt.

Die Miete wäre wohl so hoch, dass sich trotz eigentlich ganz guter Ergebnisse, der Laden in Oberursel nicht trägt.

Der nächste Käse Kracht ist in Kronberg....

Wieso soll ich jetzt eigentlich noch in die Innenstadt kommen ? Um Spülbürsten für 1 Euro zu kaufen oder was ???

Bislang war ich immer bei Käse Kracht, und bei Metzgerein Klein und dann habe ich eben die sonstigen Einkäufe ebenfalls "nebenan" gemacht.

Nach Orschel zu kommen bringt ja jetzt gar nix mehr



Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Poe Datum: 02.07.2006 23:08:59
Nächstes Opfer: Metzgerei Gebhardt in Bommersheim! Selbst für den Sohn, der vom Fach ist besteht keine Chance gegen Supermärkte anzukämpfen. Schade für die Stadt, der einfache Handwerker hat hier seine Gewerbesteuer gezahlt, wo Aldi und Lidl das tun weiß ich nicht, aber bestimmt nicht hier.

Vielleicht führt der Auszug von Kracht dazu, dass die Vermieter in der Vorstadt mal erkennen, dass sie bald keine Zitronen mehr zum Auspressen haben.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Autofahrer Datum: 03.07.2006 14:12:05
Die Mieten, die von Hausbesitzern in der Vorstadt verlangt werden sind dermaßen hoch, dass es sich auch bald keine Einkaufskette mehr leisten kann es zu bezahlen.

In Bezug auf das Optikergeschäft, glaube ich, dass es Abele sein wird,---aus dem gleichen Grund wie Kracht.
Bei Jay Jays nehme ich auch an, dass man von Jugendlichen, die sich zu zweit eine Cola teilen , auf die Dauer nicht leben kann, geschweige dann die Miete.

Liebe Orscheler, warum können wir nicht vom Nordwestzentrum lernen.
Das hat vor über 10 Jahren auch dermassen brach gelegen, dass man sogar an den Abriss gedacht hat.

Sind wir denn in Oberursel wirklich nicht in der Lage eine vernünftige Lösung mit dem Focus O, der Stadt, den Vermietern und den (am Wichtigsten) Kunden zu finden??
Die beiden erstgenannten Institutionen bemühen sich wirklich redlich,--aber die Vermieter??? und die Kunden wollen noch mehr unterhalten und "bauchgepinselt" werden. So kann der Slogan nur heißen: Liebenswertes Orschel, Einkaufen mit Spass und Verstand.
Natürlich ist auch hier ein Umdenken des Kunden vonnöten nicht immer alles billigst zu bekommen.
Wobei die Preise der Fachgeschäfte mit ALLEN Verbrauchermärkten mithalten können.
Liebe Kunden fragt nur mal nach--Ihr werdet sehen!!
Und der Vorteil danach---keine langen Anfahrtwege und Umständlichkeiten in der Garantieabwicklung!
Wäre, bzw. ist das nicht ein Grund???

Also liebe Vermieter , kauft Euch anstelle eines 600er Benz, nur einen 500er (oder 400er) und geht mit den Mieten runter, damit unser Orschel erhalten bleibt und nicht zur Schlafstadt wird.




Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Cornetto Datum: 03.07.2006 18:46:34
Wenns Brei regnet hält man den Löffel aus dem Fenster! Ganz normal, macht doch jeder.

Wie wärs denn mal mit einer Großdemo gegen das Geschäftesterben in Oberursel? Ich bin sofort mit dabei! Wenn jetzt auch noch Käse-Kracht zu macht, wirds höchste Zeit, dass die Bürger mal was für ihre Stadt tun!


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Tim Datum: 03.07.2006 20:31:08
Die Demo sollte sich nicht gegen das Geschäftesterben, sondern gegen Mietwucher richten.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: vonWegen Datum: 03.07.2006 21:43:02
Im Zusammenhang mit den Geschäftsschliessungen in Orschel, würde mich interessieren, was auf dem Grundstück des inzwischen geschlossenen Tengelmann in Oberstedten geplant ist. Der Markt und die darüber liegenden Wohnungen sind inzwischen geräumt. Auf Nachfrage wird von einem neuen Mini-Einkaufszenrum erzählt. Weiss jemand mehr darüber?


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: JoJo Datum: 03.07.2006 22:23:21
Die Vermieter werden wohl erst mit ihren Forderungen heruntergehen, wenn der Laden leer steht.
So sind die Gesetzte des Marktes, platt gesagt. Andereseits werde ich jetzt eben auch woanders einkaufen -dem gleichen Gesetz folgend Wink

Nach meinem Verständnis können sich da Focus O und die Stadt den Mund fusselig reden. Wenn sich der Oberurseler Einzelhandel in Richtung 1 Euro Ware spezialisieren möchte, ist wohl keine Rettung in Sicht.

Ich bin mir nicht so sicher, ob ich als Kunde so schwierig bin. Ich möchte eigentlich vernünftige Produkte zu einem vernünftigen Preis.
Um nochmal bei Käse Kracht zu bleiben, die Sachen waren nicht gerade Schnäppchen - aber halt qualitativ gut, insofern aus meiner Sicht preislich angemessen.



Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: tosel1 Datum: 04.07.2006 14:03:46
Hallo "von wegen"! schau mal zurück zum 1.11.2005 um 21:58:11....

Da wusste keiner was und ich fürchte mal... es sieht immer noch nicht besser aus...


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: vonWegen Datum: 04.07.2006 15:23:55
@tosel1
Danke für den Hinweis. Auf Grund dieses Posts frage ich ja noch einmal nach. Weil inzwischen aus dem Gerücht, Schliessung des Tengelmanns, Realität wurde. Aber warum kann man die Bürger (letztendlich die potentiellen Kunden) nicht besser informieren...


Betreff : ......zitiert Sven Kracht ( Käse Kracht ) aus der TZ vom 04.07.06 Autor: B+A Datum: 06.07.2006 08:14:07
„Oberursel stirbt sowieso"
Fehlende Parkplätze („in Minutenschnelle hat man einen Strafezettel“) und unterschiedliche Öffnungszeiten bei den Geschäften seien nur zwei Beispiele für ein falsches Konzept. Oberursel brauche eine Spezialisierung beispielsweise als Sportstadt, um sich einen Namen zu machen und sich von anderen Städten zu unterscheiden.


Der komplette Artikel ist unter
http://www.phorumursellis.de/viewtopic.php?p=1802
nachzulesen


Betreff : ......zitiert Bürgermeister Hans-Georg Brum ( aus der TZ vom 05.07.2006 ... Autor: B+A Datum: 06.07.2006 08:17:09
...bedauere den Weggang von Käse-Kracht, zumal sich die städtische Wirtschaftförderung „mächtig ins Zeug gelegt hat“, für das Geschäft einen alternativen Standort in der Innenstadt zu finden.
„Wir haben den Kontakt zu verschiedenen Immobilienbesitzern gesucht, konnten aber keine für Sven Kracht annehmbare Lösung finden. Rückblickend stelle sich die Frage, ob ein Geschäft mit einem solch hochpreisigen Niveau wie Käse-Kracht in Oberursels Ladenwelt passe. Wichtiger ist es aus Sicht Brums, „dass die Oberurseler in der Innenstadt die Möglichkeit haben, ihren Einkaufszettel abzuarbeiten“. Brum: „Was das Angebot an Läden des täglichen Bedarfs angeht. haben wir in der Innenstadt noch immer Schwächen. Was uns außerdem fehlt, sind Geschäfte mit modischer Kleidung für Jugendliche und solche mit Elektronik-Artikeln. Die könnten dort angesiedelt werden, wo die Stadt neue Flächen entwickeln will.“ Wichtige Hinweise erwarte die Stadt vom in Auftrag gegebenen Einzelhandelskonzept. „Aber unsere Gestaltungsmöglichkeiten sind beschränkt“, sagt Brum. Entscheiden müssen letztendlich die Geschäftsleute.“



Der komplette Artikel ist unter
http://www.phorumursellis.de/viewtopic.php?p=1802
nachzulesen


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Falsch zitiert? Datum: 06.07.2006 11:27:17
Ich habe den TZ Artikel nicht gelesen, aber daß Zitat von BM Brum

Rückblickend stelle sich die Frage, ob ein Geschäft mit einem solch hochpreisigen Niveau wie Käse-Kracht in Oberursels Ladenwelt passe

ist doch hoffentlich falsch widergegeben?

Was ist das denn für ein Signal an die Oberurseler Einzelhändler und eventuell Interessierte?

- Wir wollen hier keine Geschäfte mit höherem Preis-/Leistungsverhältnis
- Wir stehen als Standort nur noch für 1-Euro Läden zur Verfügung

Ich möchte doch bezweifeln, daß das eine sinnvolle Aussage zur Entwicklung unseres Geschäftslebens ist.

Ausserdem ist ein guter Teil der Orscheler Bevölkerung ja nun nicht gerade mit Geldmangel geschlagen, potentielle Kundschaft für hochwertige Waren gibt es also.

Als Metzger Klein, der ja auch keine Discountpreise hat aber eben auch hochwertige Ware anbietet, würde ich mir nach diesem Interview übrigens überlegen, ob ich nicht auch nach Kronberg abwandere.

Ziel muss doch eine gesunde Mischung sein, dazu gehören eben auch Geschäfte, die Qualitätsware zu einem entsprechenden Preis anbieten.



Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Traci Datum: 06.07.2006 15:01:36
Ich lese in der letzen Zeit die TZ selten, aber wenn das Zitat von BM Brum so da getanden hat, ist es ein Armutszeugnis das sich der Bürgermeister da selbst ausgestellt hat. Dieses Zitat vertritt, meines Erachtens nicht die Interessen der Orscheler. Jedenfalls nicht derer die noch hier einkaufen möchten. Ich kann mich an die "Euphorie" in der gleichen Zeitung erinnern als der Artikel erschien, dass Käse-Kracht aufmacht. Ich hab' mich echt gefreut, endlich mal nicht mehr nach FFM zu düsen um da meinen Käse zukaufen. Das Sortiment ist/war nicht nur auf die tradionellen Käseländer "reduziert". Aber leider..... Klein-Markt-Halle Du siehst mich wieder. Es kann doch verd..........nochmal nicht an uns Kunden liegen, oder das jeder nur €1 für alles ausgeben will. Aber mit Orschel als "Sportstadt" werben, ist auch nur 'ne Null-Nummer, genau wie die Kampagne "Brunnenstadt" oder an jedem Stadtbus O-rschel die Einkaufsstadt. Es muss von allen jetzt mal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es ist doch hirnrissig ständig nur Schulen und Häuser zu bauen, um Einwohner anzulocken, diese Kaufkraft aber dann den Einkaufszentren zu überlassen. Vielleicht sollten unsere Stadtväter mal 'ne Studienreisen in die USA machen, um sich zu informieren, das es auch mit großem "Shopping-Malls" vor der Haustür, mit dem Läden der kleinen Händler prima klappt (ich kenne da Adressen). Auch in den Jahren der Reszession. Ansonsten klappt die Bürgersteige permanent hoch und verwandelt Orschel in 'ne Schlafstadt.

Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Einkäuferin Datum: 09.07.2006 17:28:09
Grundsätzlich denke ich auch, daß die Mieten ein ganz wesentlicher Faktor sind für Erfolg oder Mißerfolg im Einzelhandel und dafür, welche Geschäfte sich in Oberursel halten oder neu ansiedeln.
Die Ausgaben, die großen Posten sind sicherlich Miete und Personal, müssen erstmal verdient werden...
Laut TZ-Interview war die Miete für Käse Kracht aber nicht das Problem.
Ich glaube das nicht so ganz. Das ganze Interview klingt fragwürdig und eher so, als wollte Herr Kracht weg aus Oberursel. Den Leserbrief einer anderen Geschäftsfrau fand ich passend, sie fühlte sich düpiert durch das Kracht-Interview.

Welche Läden in Oberursel werden denn eigentlich betrieben von den Eigentümern der Ladenfläche, wer muß die Miete nicht verdienen?

Oberursel ist nicht Frankfurt-Höchst und nicht prädestiniert für 1-Euro-Shops etc. An vorhandenen Handels- und Dienstleistungsflächen sieht man, daß die Kaufkraft nicht allzu klein ist: Friseure, Blumenläden, Geschenkeläden = Luxus = so schlecht kann es den Oberurselern nicht gehen.
Ich verstehe nicht, warum bei Käse Kracht nicht so lange Schlangen waren wie beim Metzger Klein. Haben die Kunden die Preise als überteuert empfunden? Warum hat Herr Kracht andere ihm angebotene Flächen abgelehnt?

Ganz gut laufen tut es laut einem Artikel in der Frankfurter Rundschau offensichtlich bei dem Fischgeschäft in der Vorstadt. Dessen Preise finde ich z.B. reell.

Was mir an Oberursel am meisten fehlt, sind offene Geschäfte am Samstag nachmittag (bzw. am späten Nachtmittag, frühen Abend). Könnte man sich nicht auf EINE gemeinsame Uhrzeit einigen, 16 Uhr oder 17 Uhr oder 18 Uhr?
Die Vorstadt ist doch immer belebt, wenn die Läden auf sind, auch viele Flaneure, wenn sie zu sind.

Ich wünsche mir, daß ein anderer Käse-Spezialist sich in der Innenstadt niederläßt und gerne bleibt, weil es gut läuft.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: B+A Datum: 12.07.2006 01:33:05
Rund um den Kreisel wird´s leider auch immer leerer :

"MediaUniverse" ist bereits seit einigen Wochen weg ( ...und gegenüber bei "Cafe@allround" hängt seit Tagen ein Schild "Laden zu vermieten" im Fenster )
Sad

Heute hat mich jemand gefragt, ob es den "CheckPointCharly" in der "Unteren Hainstrasse" noch gäbe
....in der Branchendatenbank war er jedenfalls gerade nicht auffindbar !?
Sad


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: B+A Datum: 12.07.2006 08:15:48
Die Taunuszeitung zitiert in ihrem Artikel vom 11.07.2006 den Fokus-O Vorstand zum Thema "Käse Kracht" :

>>>>>>>>>>>>>>Zitat<<<<<<<<<<<<<<<<<< :

„Kracht hätte Oberursel nicht verlassen müssen. Wenn er seine Waren auf kleinerer Ladenfläche mit weniger Personal angeboten hätte, wäre das sicher erfolgreich gewesen“, sagt Vorstandsmitglied Thomas Studanski. Wenn Kracht Läden als „Experimente“ betreibe, sei das kaum professionell zu nennen. Den Weg zu Fokus O., zu seinen Oberurseler Kollegen und auch deren Rat habe er nie gesucht.

>>>>>>>>>>>>>>Zitat Ende<<<<<<<<<<<<<<<<<<





@Thomas,
ob das mit der kleineren Ladenfläche funktioniert hätte, wage ich nicht zu beurteilen ( ...aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Weg zu euch nicht immer ganz einfach ist )
:I


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: Tim Datum: 12.07.2006 08:29:45
Ich muß ehrlich gestehen, daß mir die Ziele von FokuzsO nie so recht klar geworden sind. Gehr es da vorwiegend um die Interessen der Mitglieder (inwieweit sind die überhaupt vereinbar?) oder um den Standort Oberursel?

Gibt es überhaupt Statuten zu denen sich alle bekennen?

Warum schafft man es dann nicht, z.B. einheitliche und vor allem kundenfreundliche Ladenöffnungszeiten zu verwirklichen?

Ich habe (eventuell aus Unkenntnis) oft den Eindruck, daß dort jeder sein eigenes Süppchen kocht.


Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: toertsche Datum: 12.07.2006 18:50:46
@Tim: Da bist Du nicht der einzige.

Es gibt anscheinend einige große interessierte Mitglieder und eine Menge kleiner, die sich anscheinend nur bedingt vertreten fühlen. Bisher habe ich keinen wirklich positiven Eindruck von dieser Gemeinschatt, sie scheint einfach keine zu sein...

Betreff : ......wieder schließt ein Geschäft Autor: B+A Datum: 12.7.2006 15:44:31
"Kracht" steht übrigens auch nicht in der Branchendatenbank
...und wenn man als Suchwort "Käse" eingibt, erhält man lediglich einen Eintrag "City Shop, asiatische Lebensmittel"
Aber vielleicht war Kristin superschnell ?
...und hat den "bösen" Sven bereits rausgelöscht.

Wir sollten echt alle an einem Strang ziehen
...und es den Kunden leichter machen, sich über die Einkaufsmöglichkeiten in Oberursel zu informieren
...sowohl persönlich als auch telefonisch und natürlich auch via InterNet.

Will meinen :
Einheitliche Öffnungszeiten, einheitliche und vollständige Datenbank, telefonischer InfoService, vergleichbare Produkte und Preise.
...wenn das alles stimmt, kann man der Zukunft mit wenigstens einem lächelnden Auge entgegensehen
...und auf überflüssige WerbeAktiönchen getrost verzichten !

Wie oft passiert es mir, dass ich in irgendeinem Markt auf der grünen Wiese stehe
...und das Produkt bereits im Einkaufswagen habe
...dann denke ich an Oberursel
...und versuche herauszufinden, ob es dieses Produkt auch in Oberursel zum gleichen Preis gibt.

Gestern abend erst im Hornbach - sollte 130,- € kosten
...hab ´in Oberursel angerufen - war aber schon zu
...hatte aber HandyNummer des Ladeninhabers
...war aber trotzdem zu spät, da er den Preis nicht auswendig wusste.
...hab´s trotzdem in´s Regal zurückgelegt
...und bin gespannt, ob ich heute einen Rückruf bekomme
...und ob´s in Oberursel auch "nur" 130,- € kostet
...wobei ich in Oberursel für ein vergleichbares Produkt auch 150,- € ausgeben würde.

Ich schreib´ dann hier mal Bescheid
...ob ich in Oberursel oder beim Hornbach gekauft habe.


 Adieu Vorstadt ? (..namhafte Unternehmen schliessen)      Verfasst am: 06.09.2004, 17:53       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Adieu Vorstadt ?

Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: BürgerO Datum: 07.07.2004 12:14:43
Das Sporthaus Taunus schließt und wie man hört werden noch zwei weitere gute Geschäfte in der Vorstadt folgen. Bevor wieder die Legende gestrickt wird, die Politik ist schuld weil sie Großmärkte ansiedelt ist es gut daran zu erinnern das die Großmärkte noch gar nicht da sind. Aber als Pendler der ausserhalb schafft steht man um 18.00 oder kurz danach vor verschlossenen Türen. Auch am Samstag ist um 14.00 alles dicht. Vielleicht wachen jetzt ja einige auf in Oberursels Händler-Scene. Sonst heißt es bald wirklich Adieu Vorstadt!


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Kermit Datum: 07.07.2004 16:33:14
In der FR stehen in Abständen Artikel über kleine/kleinere Geschäfte in Oberursels Innenstadt.
Gestern kam der Fotograf aus der Kumeliusstr. zu Wort, der es ziemlich daneben fand Großmärkte auf die grüne Wiese zu setzen. Und der bezweifelte das neu gegründete Dezernat "Wirtschaftsförderung" könne an der schlechten Stimmung und Lage etwas ändern.
Er plädiert für ein professionelles Marketing, denn die Stadt habe keine Identität. Noch gäbe es tolle Geschäfte, aber wenn nicht bald was geschehe gingen die Lichter in Oberursel aus. Soweit die Meinung eines Geschäftsmannes.
Ich bemerkte gestern zu meinem Erstaunen an der einen Bäckerei in Weißkirchen ein Schild mit dem Inhalt man wolle nicht zumachen, sondern weiter für die Kunden da sein. Was soll dies nun wieder bedeuten ?
Und der HL-Getränkemarkt ist ja auch nicht der Renner, wenn ich da vorbeikomme sehe ich nie Kunden.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: B+A Datum: 08.07.2004 06:29:16
Zitat (Auszug TZ 08.07.04) >>>>>>>Auch Sporthaus-Chef Horst Michel ...........den Politikern, die großen Firmen gestatten, eine aggressive Preispolitik zu betreiben. «‚Geiz ist geil‘..........<<<<<<<<<
Zitat (Ende)


Viel Ärger bereiten auch die wesentlich billigeren "Grauimporte", von deren eingeschränkter Garantieleistung die wenigsten Kunden wissen (....diesen "Geiz_ist_Geil_Kampf" überleben nur die "ganz grossen Ketten" und "Familienbetriebe", die es sich leisten können, für eine Weile auf "Tauchstation" zu gehen)
Sad
Da ist mir ebenso unverständlich wie Herrn Michel, daß Politik und namhafte Produzenten nichts dagegen unternehmen (...in Finnland zB funktioniert die Beschränkung von "Geiz ist geil / Kaufen..., marsch, marsch" wesentlich besser)
Confused


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: michael2 Datum: 08.07.2004 10:30:54
@MaEm: Genau das ist das Problem! Für eine Stadt wie Oberursel sind 1 Euro Parkgebühr zu hoch. Die Leute zahlen das lieber in Bad Homburg oder im Nordwestzentrum, weil es dort auch ein paar Kaufhäuser gibt. ( Allerdings kostet die Parkgebühr im NWZ -,50 Euro/40min. und in Bad Homburg bekommt man in einigen Parkhäusern Rabatte) Wenn es außerhalb des Stadtkerns zu mehreren Kaufläden kommnen sollte, werden dort auch mehr Leute dort einkaufen, weil keiner dieser Läden bei seinem eigenen Parkplatz eine Parkgebühr verlangen wird! Natürlich könnte man auch mit dem Bus fahren. Allerdings ist der auch nicht gerade billig und auch noch sehr langsam. Ich wollte einmal mit dem Bus von Stierstadt nach Oberstedten fahren, es kam mir bald vor wie eine Weltreise. (Rote Ampeln, 30Km/h-Zone und Fahrplanangleichung um ja nicht zu früh an der nächsten Station zu fahren). Und außerdem sind auch viele Leute nicht bereit ihre vollen Taschen mit in den Bus zu schleppen. Also gehen hauptsächlich ältere Leute in der Vorstadt einkaufen, weil sie kein Auto haben um wo anderst hinzufahren oder legen viel Wert darauf legen bekannte Gesichter zu Treffen um sich mit ihnen zu unterhalten. Aber sie gehen selten in solche Geschäfte wie das Sporthaus Taunus einkaufen.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: hfh Datum: 08.07.2004 16:32:12
Ich glaube das die Situation zu komplex ist, als das man "die eine" Ursache dafür findet warum diese Geschäfte schließen. Schließlich ist es ja kein Oberursel typisches Problem, sondern ein bundesweites, wenn nicht sogar Europaweites. Aber vielleicht kann der Inhaber des Sporthaus Hochtaunus mal die wahren Gründe nennen die Ihn veranlassen zu schließen. Ich als neutraler Beobachter kann (in diesem Fall !) z.B. annehmen, da es sich hier um eine ganz klar gehobene Preislage handelt, diese nicht in unsere jetzige Zeit paßt. Gebeutelt durch Arbeitslosigkeit, steigende Unsicherheit, steigende Steuern und Abgaben jeder Art, den Euro den niemand so richtig wollte und die seit dem Zeitpunkt der Einführung desselben, stattfindene Teuerungswelle, und viele bekannte Gründe mehr, führt bekannterweise dazu das "die Leute" beim Kaufen zurückhaltender geworden sind. Sicher ist es auch die "Geiz ist Geil" Mentalität. Aber ich wäre doch blöd wenn mir der Einzelhandel, oder Teile davon, Dinge die ich möchte, günstiger verkauft, dies nicht zu nutzen. Wer will mir da ernsthaft einen Vorwurf draus machen ? Und die Politik hat sich ja wohl als erstes da völlig rauszuhalten ! Es wird sowieso schon viel zuviel reguliert. Aber zum Anfang: wenn nun die Inhaber von Geschäften keine Unterstützung kriegen z.B. durch Immobilienbesitzer die von Ihren häufig extrem hohen Vorstellungen von der Höhe der Ladenmiete abgehen oder diese sogar noch erhöhen, ist es eine einfache Aufgabe durchzurechen bis sich ein Geschäft nicht mehr lohnt. Aber wieso ist das Realeinkommen der Bevölkerung statisch gesunken, Unternehmergewinne aber um ein deutliches höher geworden (ebenfalls statistisch) ? Dazu kommen noch unmögliche Öffnungszeiten, unfreundliches Personal, usw. Aber das ist hier ja schon ausgiebigst diskutiert worden ( es hat sich allerdings nicht viel geändert). Aber zur Not schiebt man es auf die "Sozis", den Bürgermeister oder sonst wen. Ist ja auch viel einfacher !


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: pinkpanther Datum: 08.07.2004 22:45:54
Wirtschaftsförderung in Obu meint Errichtung von Hüpfburgen und Kinderschminken.
Zu einer einkaufsfreundlichen Verkehrspolitik und ansprechender architektonischer Gestaltung der Einkaufszone ist kein politischer Wille außer Bedauern das es ständig bergab geht vorhanden.
Ist halt die deutsche Krankheit jeder kennt Sie inzwischen aber
aber keiner wagt sich an die Therapie


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Carmen Datum: 09.07.2004 09:54:55
Zur Schließung des Sporthauses Taunus und den Aussagen der anliegenden Spezialgeschäfte möchte ich folgendes sagen:
Ich kenne das Sporthaus schon lange, allerdings kauften wir dort schon seit längerem nichts, da die Preise doch recht deftig sind und man m.M. nach die Zeichen der Zeit etwas übersah.
Wir sind eine normale 4köpfige Familie und kommen mit unserem Geld mal gerade so über die Runden. Wir brauchen daher niemanden der unsere Golfschläger richtet, die Skikanten schärft oder unsere Sportkleidung umnäht. Unsere Sportkleidung entspricht vielleicht nicht dem letzten Chic, ist aber praktisch und relativ billig. Dies ist vor allem bei 2 Kindern, die schnell aus ihren Sachen rausgewachsen sind, wichtig. Ich möchte doch energisch der Aussage von Frau Oster von der Kolumbus-Apotheke widersprechen die da meint, die Kunden würden immer mehr zu Schnäppchenjägern nach dem Motto "Geiz ist geil". Ja, vielleicht werden wir zu Schnäppchenjägern, aber nicht weil wir Geiz toll finden, sondern weil einfach kein Geld für teure Klamotten da ist. Wir - und dies wird Frau Oster noch weniger freuen - bestellen auch die verschriebenen Medikamente für meinen Mann und unseren Sohn über die Internetapotheke, denn ob nun Frau Oster oder ein anderer Apotheker die Medikamente über den Tresen schiebt und dafür 8 Euro für Beratung ? kassiert oder wir 2x 5 Euro Rezeptgebühr sparen macht für uns viel aus.
Den Lebensmittelläden der Vorstadt bleiben wir wegen ihrer guten Qualität treu.
P.S. Warum behält die Familie bzw. der Sohn die Dependance des Sporthauses in Bad Homburg ? Hätte man die nicht schließen und das Kernhaus in Oberursel retten können ? Oder ist Bad Homburg einfach ein attraktiverer Standort ?



Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Hartmut Datum: 09.07.2004 14:22:48
Ich bin kein Marketingexperte oder sonst wie 'qualifiziert', ich kann nur sagen, warum ich nur selten in der Vorstadt einkaufe (obwohl ich im Holzweg wohne): wenn ich nach Hause komme (18:00 - 19:00), ist die Vorstadt zu.
auch Samstags ist ab 14:00 nur noch die Eisdiele offen, da fahre ich gleich ins MTZ oder nach Frankfurt.
und wenn man es doch mal schafft, kann man, wenn man nicht bereit ist, für eine normale hose über 100 EUR zu bezahlen, nicht unbedingt mit freundlichen Verkäufern rechnen. in der Vorstadt hole ich Brötchen, Trinke Kaffee oder esse Eis.
wenn die vorstadt 'ausstirbt' (was ich sehr schade fände) liegt es meiner meinung nach vor allem daran, dass sich die meisten Geschäftsleute dort nicht an die veränderten Einkaufsgewohnheiten und -bedürfnisse ihrer kunden angepasst haben und nicht daran, dass sich die kunden nicht an die Geschäftsleute anpassen!


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: edson Datum: 09.07.2004 15:53:27
Das stimmt Hartmut und außerdem liegt es an der Betonwüste Epinayplatz und dem Unvermögen der Stadt diesen u.a. durch den Wochenmarkt zu beleben. Ein weiteres Elend ist die Hartleibigkeit in Sachen Parken die nur noch durch das Aufgebot an kontrollierenden Polizisten überboten wird. Wer will da schon einkaufen?



Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Konsument Datum: 09.07.2004 15:57:52
Ich wohne nur wenige Gehminuten von der Vorstadt entfernt und kaufe trotzdem nur selten in Oberursel ein.

Gründe:

1. unfreundliche Mitarbeiter
2. zu hohe Preise
3. geringe Auswahl / für mich unpassendes Sortiment

Einige Beispiele:

Obst und Gemüse kosten in der Vorstadt oft ein vielfaches von dem, was ich auf dem Markt oder in der Nähe meines Arbeitsplatzes bezahle.


Hochwertiges Porzellan kostet bei Bestellung über das Internet 25% bis 50% (!) weniger als in der Vorstadt. Bei mehreren Stücken kommen schnell einige 100 gesparte Euro zusammen. Die Frage nach Rabatt wurde barsch abgebügelt, man sei kein Basar.

Im besagten Sportgeschäft hat man "nur was hier hängt". Vielen Dank für die Beratung und die Mühe. In Bad Homburg (gleiches Geschäft, anderer Ort) gab es die volle Auswahl und bessere Angebote.

Wurst kaufe ich in einer kleinen Landmetzgerei. Hier gibt es statt Nitritpökelsalz und Glutamat noch echten Geschmack frischer Kräuter und Gewürze. Zu einem Bruchteil des Preises, der in Oberursel fällig wäre.

Eis essen gehe ich auch nicht mehr, seit das Schokoladeneis nicht mehr nach Schokolade, sondern nach Kakaopulver schmeckt. Schade drum.

Es gibt auch Gegenbeispiele:

Gut beraten wurde ich in einem Elektro-Fachgeschäft in einem Hinterhof. Hier gab es auch - auf Nachfrage - einen reellen Preis für ein größeres Elektrogerät: Inklusive Lieferung und Aufstellung etwas über dem Preis einer großen Kette. Da unterstütze ich lieber den Laden vor Ort.

Das wurde mir auch mit einem sehr guten Service gedankt, als ich ein Problem mit einem Herd hatte.

Der Geschenkeladen hat immer eine sehr geschmackvolle Auswahl zu guten Preisen. Der Inhaber ist sehr nett. Hier kaufe ich gern ein.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige Inhaber von Oberurseler Geschäften den Bezug zur Realität verloren haben.

Abgesehen davon: Jeder hat festgestellt, wie unverschämt mit der Euroeinführung zum Teil Preise erhöht wurden, aber alle jammern von sinkenden Einnahmen.

Wer hat eigentlich die DM-EUR Differenz einkassiert?


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Kermit ( r_a.schaefer@t-online.de ) Datum: 10.07.2004 14:09:39
Ich las heute die Tagungsordnungspunkte der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung durch und dort steht unter "Fragestunde": 4) IKEA 1 und 5) IKEA 2, beides von der CDU eingebracht.
Verstehe ich es richtig dass die CDU jetzt hier auch noch gerne einen IKEA hätte ? Das letzte, was hier dringend brauchen ?
Außerdem steht unter "Anträge der Fraktion" mal wieder das Thema "Südumfahrung". Nannte sich früher "Ortskernentlastungsstraße", wird aber das Gleiche sein. Ergab sich das was Neues, man hört so überhaupt nichts mehr von.



Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Arnulf ( schwarzes-brett@family-henrich.de ) Datum: 10.07.2004 15:21:38
Ist doch gut! Schließlich gibt es in Oberursel keine wichtigeren Themen. Da können wir doch froh sein, dass die mehrheitlich gewählten Bürgervertreter sich darum kümmern.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Kermit ( r_a.schaefer@t-online.de ) Datum: 10.07.2004 18:10:14
Um was sollen sie sich kümmern ? Um eine Ansiedlung von IKEA oder die OkeStraße ?


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Edson Datum: 10.07.2004 18:22:32
Ich habe heute (Samstag) in der Taunuszeitung einen Leserbrief gelesen, der in vollem Umfang beschreibt, was zum Thema Vorstadt zu sagen ist.
Leider hat auch der hoffnungsvoll von mir (sonst immer CDU) mitgewählte neue Bürgermeister bisher nichts bewirkt. Das wäre doch mal etwas als "Chefsache".


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: michael2 Datum: 10.07.2004 19:31:15
@ Kermit: Ich gehe mal davon aus, da die Ikea beabsichtigt in Nieder-Eschbach oder Kalbach ein Neues Möbelhaus zu errichten, wird mit dem Tagesordnungspunkt Ikea eher eine Diskussion gemeint sein, wie man sich gegenüber der Stadt Frankfurt verhalten soll. Die Stadt Oberursel kann als unmittelbar betroffene Nachbarstadt sich dagegen wenden. (wie sich Frankfurt gegen Eschborn wehrte, als der Möbel-Walther dort bauen wollte)


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Susann Datum: 12.07.2004 13:53:25
Ist es eine Vermutung oder eine Tatsache mit IKEA ? Warum sollte der denn in Kalbach bauen, da kommt man doch nicht hin und nicht weg.
Und seit wann sollte es Oberursel stören wenn Frankfurt irgendwo was hinbaut ? Bei der Diskussion um die OKeStraße und die Riedbergbebauung wurde uns einfach gesagt dies wäre Sache der Stadt Frankfurt.

Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Traci ( Kapitan_Birdy@t-online.de ) Datum: 14.07.2004 18:56:33
Ein Geschäft nach dem anderen schliesst in Oberursel. Das Thema ist so alt wie "Orschel" selbst. Ich kann mich noch erinnern der Aufschrei der Empörung als das "Kaufhaus der Mitte" aufmachte und nach ein paar Jahren wieder schloss. Das gleich geschah mit dem Kaufhaus Mann. Man (frau) hätte gedacht, dass sich der damalige BDS (Bund der Selbständigen) aufraffen würde und endlich mal Nägel mit Köpfen machen würde. Aber..... nix passierte, ausser die Namensänderung "Fokus O" und man "muckelt" sich weiter durchs Geschäftsleben, bis die Schliessung kommt. Ich behaupte schon seit Jahren, dass Orschel keine Einkaufsstadt ist und das sich die wenigen Geschäfte die sich wirklich um die Kunden kümmern, die jenigen sind die überleben. Weil hier Service, Kompetenz des Personals und das Preis/Leistungsverhältnis stimmen. In der ach so oft zitierten "guten alten Zeit" waren die Geschäfte auch nicht rosig, aber die Preise waren den Gehältern angemessen und es gab keine 2 oder 3-fach Besteuerungen. Ich bezweifele auch, dass die Geschäfte auf der grünen Wiese, die Schuldigen sind, die die Einzelhändler in Orschel kaputt machen. Diese Geschäfte sind nur mit Auto erreichbar, wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist hat schon mal "verloren". Ich jedenfalls kaufe dort ein wo wie oben erwähnt das Umfeld stimmt, achte darauf aber auf den Preis. Ich glaube auch das ein/e Verkäufer/in egal wo angestellt debenfalls dort einkäuft wo der Preis, trotz Personalrabatt, günstiger ist. Schliesslich sind wir alle Konsumenten. Mein Vorschlag, warum gibt es keine öffentliche Diskussion mit der Stadt, den Händlern und der Öffentlichkeit um Orschel als Einkaufsstadt wieder attraktiv zu machen? Es gibt bestimmt 'ne Menge Ideen, die man verwirklichen könnte. Meine erste Idee (auch von anderen) einheitliche Öffnungs- und Schliesszeiten, Parkplätze und vorallem ein besserer Ladenmix vorallem was die Preise anbelangt.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Inge Datum: 14.07.2004 21:55:23
@Traci: Nun, ich sehe es schon als öffentliche Diskussion, wenn dieses Thema hier im Forum steht (und bereits mehrfach stand). Immerhin sind hier viele der Geschäftsleute vertreten (wenn oft auch nur als Leser). Bezüglich der einheitlichen Öffnungszeiten könnte Fokus O vielleicht schon das eine oder andere bewirken, sofern die Geschäfte dort Mitglied sind (und man mal endlich den Fokus O-Hintern hoch kriegt). Das Parkplatzproblem würde ich als Schwarzen Peter mal der Stadt Oberursel zuschieben, da haben die Einzelhändler nur wenig Einfluss drauf. Und was den Ladenmix betrifft so denke ich, daß viele interessierte Unternehmer einfach nicht bereit sind, die verlangten Mietpreise zu bezahlen. Die sind nämlich jenseits von Gut und Böse! Aber auch das wurde schon mehrfach im Forum diskutiert. Leerstand kostet Geld, deshalb nehmen die Vermieter eben die 5. Drogeriekette oder Bäckereifiliale in der Vorstadt als Mieter an, bevor ihr Laden leer steht. Geld regiert die Welt – leider.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: pinkpanther (edelreich@t-online.de) Datum: 14.07.2004 22:50:39
Jetzt ist ja wirklich fast alles von Allen außer Denen die etwas verändern könnten (Verkehr,Mietpreise,Öffnungszeiten) zu dem Thema gesagt worden........schade!?


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: B+A Datum: 15.07.2004 01:05:47
Keiner
kann einen selbständigen Gewerbetreibenden zwingen, einheitliche ÖFFNUNGSZEITEN einzuführen und durchzuhalten (...der Fokus.O am allerwenigsten: "Wenn´s einem Vereinsmitglied nicht passt, tritt es eben aus...")
....am ehesten noch die Vermieter mit entsprechenden Mietverträgen ! (...aber was ist dann mit den Gewerbetreibenden, die selber Hausbesitzer sind ?! )

Auch beim Thema BRANCHENMIX sind die Vermieter die einzigen, die etwas bewirken könnten (...aber das bedeutet eben unter Umständen längere Leerstände und persönliche finanzielle Einbußen)

Der einzige "schwarze Peter", den man vieleicht an Politik+Verwaltung weiterreichen kann, sind "PARKPLATZSITUATION " und "INFRASTRUKTUR / VERKEHR" (...und selbst da scheint es ja wie beim Thema "Bilfinger & Berger" - zumindest kurzfristig - unauflösbare Bindungen zu geben)
_____________________________________________________________________________________________________________________
Städtebauliche Vision (...die aus materiellen Gründen wahrscheinlich NIE zu verwirklichen ist):
Teile der Innenstadt entkernen (...damit es anderen Teilen gut geht)
..bedeutet im Fall der Vorstadt, die Hinterhöfe zu entrümpeln und als Parkplatz zu nutzen (...was aber eine stark befahrbare Strasse parallel zu jeder Fussgängerzone erfordert)
In Oberursel gibt es so etwas im Bereich der Henchenstrasse (...wo man zB hinter ElektroPepperl parken kann und durch eine kleine Passage beim Schlüsseldienst schnell in der Vorstadt ist)
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Persönlich zum Thema Öffnungszeiten:
Wir würden gerne die mediamedialsten Öffnungszeiten der Welt anbieten (...so von 07:00 bis 20:00 an 6 Tagen/ Woche)
Aber das funktioniert nicht (...da man auch ´mal Tätigkeiten fernab vom Publikum zu erledigen hat )
Und wenn man eine Aushilfe für diese Zeiten einstellt, maulen die Leute auch (...da sie in der Regel auf den gleichen Ansprechpartner wie am Vortag bestehen)
Ausserdem verschlingen Aushilfen zusätzlich Gelder (...die durch die verlängerten Öffnungszeiten nicht zusätzlich erwirtschaftet werden)
_____________________________________________________________________________________________________________________Und ?


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Inge Datum: 15.07.2004 13:37:58
@B+A: Natürlich kann keiner einen selbständigen Gewerbetreibenden zu einheitlichen Öffnungszeiten zwingen. Dich zwingt auch niemand, trotzdem hast Du Deine Öffnungszeiten den Kundenbedürfnissen angepasst. Warum? Weil Du etwa sonst nichts zu tun hast? Andere Gewerbetreibende machen das nicht und schließen um 18 Uhr, weil sie schon immer um 18 Uhr geschlossen haben. Und wundern sich dann, dass der Umsatz zurückgeht. Daraufhin wird man dann Mitglied im Fokus-O (falls man es nicht schon immer ist) und hofft auf eine Lobby z.B. bei der Stadt (wofür? Etwa zur Verbesserung der Parkplatzsituation?) und vor allem darauf, dass durch die Mitgliedschaft irgendwie der Umsatz angekurbelt wird (Zumindest waren das die Argumente, mit denen der damalige BDS vor 4-5 Jahren versuchte Mitglieder anzuwerben. Ich hoffe, der Fokus-O hat heute bessere Argumente). Aber wie auch immer: viele Einzelhändler haben noch nicht erkannt, dass auch die Öffnungszeiten zu ihrem Umsatz beitragen. Und Fokus-O schafft es irgendwie nicht, diese Mitglieder durch kreative Ideen vom Gegenteil zu überzeugen. Was sollte auch der Anreiz sein? Dass ich als Unternehmer hohe Mitgliedsbeiträge bezahlen muss, einen Deko-Weihnachtsmann bestellen kann (den ich auf dem freien Markt zu einem Bruchteil des Preises bekomme), aber nach mir kein Fokus-O-Hahn kräht, nur weil ich einige Hundert Meter unterhalb der Bärenkreuzung sitze? Ich glaube, das sind die wirklichen Gründe für Austritte. Kreative Ideen, wie z.B. die Halloween-Aktion, bringen Kunden in die Vorstadt und Einzelhändlern Umsatz, und führen sicher nicht zu Austritten (schade nur, dass die Geschäfte außerhalb der Vorstadt kaum berücksichtigt werden). Auch außerhalb solcher Termine lassen sich sicher viele kreativen Möglichkeiten finden, welche auch die Einzelhändler zu längeren Öffnungszeiten animieren würden.

Nachdem nun der Schwarze Peter hinsichtlich der Parkplatzsituation bei der Stadt liegt (und sich wahrscheinlich trotzdem nichts ändert), könnte man auch hier als Fokus-O in der Zwischenzeit >>kreativ aktiv<< werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es auch ohne Auto problemlos möglich ist, in die Vorstadt zu kommen. Nur was mache ich dann mit meinen Einkäufen? Die schweren Tüten von Geschäft zu Geschäft schleppen? Vielleicht noch mit einem Kind an der Hand? Warum gibt es keinen Fokus-O-Lieferservice, der mir die Einkäufe (von Mitgliedsgeschäften) innerhalb von Oberursel nach Hause bringt? Beispielsweise in Form von Fokus-O-Points, an denen ich meine Einkäufe mit Adresse abgebe, die dann zusammengeführt und mir abends heimgebracht werden. Das kann ja nicht so schwierig sein und wäre mit den Mitgliedsbeiträgen sicher zu finanzieren. Nun, ob man die Idee gut oder blöd findet, ist sicher Geschmackssache. Es sollte auch nur ein Beispiel dafür sein, das man auch mal die alten Wege verlassen kann, um aus einer (Parkplatz-)Not eine kundenorientierte Tugend zu machen. Vielleicht wäre es auch etwas Werbung für Oberursel und seine Vorstadt, was ja auch nicht schlecht wäre.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Edson Datum: 16.07.2004 09:21:16
Inge Du sprichst mir aus der Seele!
Alles jammert über Schließungen und Großmärkze am Rande der Stadt, aber keiner und schon garnicht FokusO tut etwas Konstruktives. Deine Vorschläge finde ich gut, aber es gibt mit Sicherheit noch andere Ideen, die etwas bewirken könnten. So lange sich FokusO darauf beschränkt die Schuld bei anderen zu suchen und reinen Lobbyismus zu betreiben wird sich garnichts ändern. Aber die Stadt trägt ebenso ihr Schärflein dazu bei, indem sie mit der unsäglichen Parksituation und allgegenwärtigen HiPos die Kunden dorthin treibt, wo man noch mit ausreichend Platz und kostenlos bzw. zu vernünftigen Preisen parken kann. Wenn sich da schon nichts bewegt könnten die Beteiligeten aber z.B. einen von Inges guten Vorschlägen (Einkauftransport) aufgreifen.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: MaEm Datum: 16.07.2004 16:30:35
Ich kann mir nicht vorstellen das es an den Öffnungszeiten liegen soll warum so viele Läden zu machen. Schließlich kann ich mein Geld das ich verdiene nur einmal ausgeben. Ob ich das jetzt morgens um 10 Uhr mache oder Abends um 17 Uhr. Der Umsatz für die Geschäfte bleibt der gleiche. Im Gegenteil. Die Geschäfte haben sogar noch höhere Kosten bei gleichem Umsatz. Eine andere Tatsache ist doch die, daß spät abends viele Rentner einkaufen gehen, die sowieso den ganzen Tag Zeit hätten ihre Einkäufe zu erledigen. Eine Bekannte von mir arbeitet in Oberursel in einem Kurzwarenladen. Wenn ich sie abends hin und wieder mal abhole, kommt garantiert um 18.29 Uhr eine Oma, die einen ganz bestimmten Knopf sucht. Da bekommt mal teilweise schon einen dicken Hals. Aber gut, das ist ein anderes Thema.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Arnulf ( schwarzes-brett@family-henrich.de ) Datum: 16.07.2004 19:56:20
Und die Idee mit dem Lieferservice ist ja noch nicht mal so neu. B(+A) ohne A hatte sowas ja schon mal angekurbelt. Nur mangels Mitmacher wohl wieder aufgegeben. Damals ging er ja noch einen Schritt weiter und wollte die Waren sogar über Internet bestellbar machen.
Nur: Nicht wenige Einzelhändler in Oberursel haben überhaupt keine Internetpräsenz. Geschweige denn eine Darstellung der angebotenen Waren und Dienstleistungen.

Warum kann der HL einen Lieferservice anbieten, wo doch die Margen im Lebensmittelsektor nich so gewaltig sind? Warum geht das nicht auch bei anderen Oberurseler Läden? Zumindest versuhen könnte man das ja mal. Und Parkplatzprobleme wären damit auch gelöst.
Einfach so: Ich bestelle bequem vom Büro aus meine Sachen bei den Händlern und abends wird mir es dann nach Hause gebracht.
Für einen LAden alleine wird sich das nicht lohnen. Aber wenn alle zusammen arbeiten.....


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: T.Müller Datum: 18.07.2004 16:38:31
Ich lebe schon immer in Oberursel, also fast 30 Jahre.Ich bin hier zur Schule gegangen und möchte auch nie in Frankfurt oder so wohnen,ich fühle mich wohl hier.
ABER schon als Jugendliche hat mir hier viel gefehlt.Und auch heute ist das so.Der Geschenkeladen ist mein einzigstes Highlight in der Vorstadt.Die Klamottenläden sind sehr teuer und die Bedienungen sehr unfreundlich (teilweise).An Cafes gibt es auch nichts mehr nettes, das Gecko war in meiner Jugend unser Treffpunkt, aber das neue erinnert mich an eine Bahnhofshalle.Möchte ich ein Buch kaufen, habe ich die Auswahl zwischen 2 Läden und dann muss ich mir noch anhören: Haben wir nicht...
Da fahre ich, wie viele hier, lieber nach FFM oder ins MTZ


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Sigi Datum: 19.07.2004 11:39:40
@MaEm: Du schreibst, Du kannst Dein Geld nur einmal ausgeben. Stimmt. Es ist egal ob um 10 oder um 17 Uhr. Stimmt theoretisch auch. Wenn Du aber in Frankfurt oder im Rodgau oder so arbeitest stehst Du, wenn Du endlich in Oberursel bist und einkaufen willst , oft vor verschlossenen Türen. Viele Läden schließen schon um 18 Uhr, andere um 18:30 und das schaffe ich meistens nicht. Wenn ich dann noch angepampt werde weil ich so spät noch etwas möchte und mir jemand mit dem Wischmop zwischen den Füßen rumwischt habe ich echt keine Lust mehr die Oberurseler Konjunktur anzukurbeln.
Ich hab sowieso den Eindruck Oberursel ist nur noch was für Besserverdienende. Ich hab nichts gegen eine Seniorenresidenz, aber wenn die schon "für gehobene Ansprüche" geplant wird geht mir der Hut hoch. Wo bleiben denn die ganzen nicht so gut verdienenenden Bürger ? Die Mieten sind fast unbezahlbar, Häuser für 1/2 Mio, in den Stadtteilen sind Einkaufsmöglichkeiten fast völlig verschwunden. Die städtbaulichen Planungen aus dem Rathaus machen Klein- oder Normalverdienern auch keinen Mut. So macht das Wohnen in Oberursel keinen Spaß mehr.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Matthias79 ( matthias@kronberger-forum.de ) Datum: 19.07.2004 13:35:22
Hallo,

das mit den Parkplätzen kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.

Ich als Kronberger gehen sehr gerne und mindestens jeden Samstag nach Oberursel. Aber auch unter der Woche fahre ich hin und wieder dort hin für Bücherei und Einkaufen. Meine Freundin arbeitet in der Adenauerallee. Und mit Parkplätzen ist das kein Problem.
Samstags und Nachmittags ist die Grunschule offen, ob auf dem Festplatz (weiss leider nicht wie der heißt) kann man auch recht gut parken oder halt sonst die kostenpflichtigen Parkplätze. Nach unten hin kann man doch ganz gut am Bahnhof parken oder in Richtung Feldbergschule. Klar sind die Parkplätze nicht direkt vor der Tür der Geschäfte, müssen Sie meiner Meinung nach aber auch nicht. Und wenn halt jemand nicht laufen will muss erhalt zahlen. 50 Cent für ne halbe Stunde und 2 euro für den ganzen Tag finde ich ok. In Kronberg kostet die viertel Stunde schon 50 Cent.

Zu den Geschäften: Finde es natürlich auch sehr schade dass das Sportgeschäft geht. Ist ein Verlust für die Stadt. ich hoffe aber das ein gutes Nachfolgegeschäft die Geschäftsräume übernimmt.

Gruß

Matthias

http://www.kronberger-forum.de


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: scrat Datum: 19.07.2004 14:31:50
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Auch ich bin zum Einkauf meist in Frankfurt unterwegs, hat allerdings auch viel damit zu tun, dass ich mich selbst eher als Einkaufsmuffel bezeichnen würde. Also, ich ungernnextra zum Einkaufen aufbreche, sondern dies auf dem Heimweg erledige.
Andererseits, wann immer ich etwas schnell brauchte, fand ich es in den meisten Fällen zu einem guten Preis in Oberursel. Auch Bücher. Meine Erfahrung in diesem Bereich: Wenn etwas nicht da ist, kann es normalerweise bis zum nächsten Tag besorgt werden. Und ich denke, man kann bei den vorhandenen Lagerflächen und Ladengrößen nicht erwarten, dass immer alles auf Vorrat da ist und am besten noch billiger als bei Großketten (Bei Büchern soweiso nicht, da sie meistens der Preisbindung unterliegen...).
Meine Erfahrung ist, dass wenn ich etwas benötige und Beratung möchte, ich bestimmt nicht in die großen Verkaufshäuser gehe, wo ein Angestellter mehrere Kunden parallel bedient.
Einerseits müssen sicher einige Gegebenheiten in Oberursel geändert werden (Parkplätze??? - Wirklich nötig???), andererseits sollten sich einige mal selber Fragen stellen, ob ihr Bild vom Kunden (sowohl Käufer wie auch Verkäufer!!!) richtig ist.
Sicher ist der Kunde König, aber dass bedeutet in meinen Augen nicht, dass er erwarten kann, dass alle hüpfen, wenn er nur daran denkt!


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Inge Datum: 22.07.2004 22:18:47
@ Arnulf: Ja, stimmt – ich erinnere mich an die Idee von B. Nur ich habe es ganz anders gemeint. Ich sehe die Zielgruppe bei den Leuten, die sowieso schon in der Stadt rumlaufen, ob in der Mittagspause, zum Einkaufen, zum Bummeln, zum Kaffeetrinken mit Bekannten usw. Und dann gebe ich – ob geplant oder nicht – meine Einkäufe, sofern sie mir zu schwer werden oder einfach nur hinderlich sind (weil ich beispielsweise noch zu einem Termin oder Treffen muß), an einem Fokus-O-Point ab. Da nur Fokus-O-Mitgliedsgeschäfte eingebunden würden, hätte dies auch noch den Werbeeffekt für Fokus-O (nicht zuletzt auch für die Mitgliederwerbung).

@ Edson: Danke Wink Ich finde, man sollte mir dann einen >>Inge-Brunnen<< in der Vorstadt widmen. Wink)

@ srat: Stimme Dir zu. Ich finde in Oberursel Dinge, die ich in ganz Bad Homburg vergeblich suche. Und im Gegensatz zu dort werde ich in Oberursel meistens freundlich bedient. Wenn etwas nicht vorrätig ist, wird es bestellt und ist am nächsten Tag tatsächlich da. Habe ich in Bad Homburg übrigens noch nie erlebt.



Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Arnulf Datum: 23.07.2004 08:54:38
@Inge: Der Brunnen kommt dann aber auch meine Brunenseite.... Wink


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Oberurseler Bürgerin Datum: 23.07.2004 12:52:32
Ich stimme mit Bürger O überein.

Ich fahre oft nicht in die Vorstadt, weil ich weiss, dass sowieso keine Geschäfte mehr aufhaben. selbst der Tengelmann schliesst eine 1 eher als andere Supermärkte.

Dazu kommt, dass viele Leute in Oberurseler Vorstadt Geschäften unfreundlich und/oder arrogant sind, so dass ich von vornherein schon überhupt keine Lust mehr habe, in die Geschäfte zu gehen.

Das gilt für Schuhläden, Bekleidung Geschenkeläden , Apotheken, genauso sowie für Käseläden.

Es gibt wenige Geschäfte in der Vorstadt, in die ich geren gehe, weil die Leute dort einfach nett und bemüht sind. Ich denke, das ist neben der Öffnungszeiten ein weiterer wichtiger Grund.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: michael2 Datum: 23.07.2004 17:23:51
Mir ist klar, daß nicht jeder die Möglichkeit hat bis 18 Uhr einzukaufen. Ich kann es auch nicht immer. Aber ich meine mich erinnern zu können, daß die Geschäfte in der Vorstadt ganz am Anfang der neuen Ladenöffnungszeiten in Deutschland auch bis 20Uhr geöffnet hatten und wieder auf die alten Öffnungszeiten zurückgingen, weil die Kunden nach 18.30Uhr von einer Hand abzuzählen waren!


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: B+A Datum: 25.07.2004 01:12:22
@Inge:
Den Brunnen gönn´ich Dir (...nur schade, daß ausser Spätzlekenig und mir keiner weiss, wem der wirklich gewidmet ist)

Diese "Relais-Station" ist eine gute Idee (...egal ob die jetzt nach "Fokus.O" oder "Inge" benannt wird)
Die Finanzierung über pauschale Mitgliedsbeiträge halte ich allerdings für extrem unrealistisch, da einige Geschäfte diese Station intensivst nutzen werden (...und andere wenig bis überhaupt nicht)
...und was ist mit Deinen Dienstleistungen ? (...die kann auch man nicht transportieren ! )

@Arnulf:
Der unter "Internet-Shopping in Oberursel ?" diskutierte gemeinsame Transporter war kurzfristig Realität (...ist aber aus oben genannten Gründen mittlerweile wieder eingeschlafen)
Aus der gemeinsamen InterNETpräsenz ist nach kurzer Diskussion mit "Fokus.O" "Phorum-Ursellis" entstanden (...welches im Gegensatz zur Fokus.O-Seite kostenfrei auch Nichtmitglieder und Fremdseiten einbinden wird)


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Inge Datum: 25.07.2004 11:43:15
@Arnulf: Smile

@B+A: Nun, ich würde die Idee (die man sicher noch weiter verfeinern könnte, jedoch ohne sie kompliziert zu machen) lediglich als TEIL einer (Service-)Strategie sehen. Für Dienstleistungsunternehmen und deren Kunden beispielsweise würde ich andere (Service-)Strategien entwickeln und anbieten (dafür müsste man/frau/ich allerdings mehr Informationen und etwas mehr Zeit haben). Ich glaube kaum, dass es bei so unterschiedlichen Angeboten und Bedürfnissen (Geschäfte UND Kunden) ein Generalkonzept geben kann, das alle glücklich macht. Was für den einen interessant und vorteilhaft ist, ist dem anderen völlig wurscht – und umgekehrt. Der eine nutzt den einen Bereich intensiver, dafür den anderen weniger. Um hier interessante Lösungen zu finden, gibt es jedoch ein Rezept (hatten wir das nicht schon mal besprochen?): Vorspeise = Analyse (Zielgruppe Geschäfte UND deren Kunden), Hauptgericht = kreative Ideen (mind. 2 Gänge für Handel und Dienstleistung und deren Kunden) - gewürzt mit einer großen Portion Mut (zu neuen Wegen), Nachspeise = ein >>Versucherle<< - offen für Verfeinerungen.... (mein Gott, das gibt ja ein riesiger Inge-Brunnen! - da wäre doch auch schon das Thema Neugestaltung des Epinay-Platzes gelöst) Wink))


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: B+A Datum: 25.07.2004 12:00:22
@Inge:
Smile

PS:
Ich fürchte allerdings, daß die meisten schon nach Deiner Vorspeise satt sein werden, falls sie Deiner Einladung zum 3-Gänge-Menu überhaupt Folge leisten (...und so aus dem "Versucherle" allenfalls ein "Rülpserle" wird)
Confused


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: Orschelerseit30Jahren Datum: 27.08.2004 14:24:27
Ich finde es gibt genügend Parkplätze in Oberursel.
Das Parkhaus ist nie zu 100 % besetzt. Die Kosten zwar etwas Geld - aber wer sagt, die 1-2 EUR sind zu teuer, der solllte mal die Spritkosten zum MTZ und zurück ausrechnen. Das ist nicht billiger!
Und wenn man auf dem Riesenparkplatz (nach 20 Versuchen wo wieder einer schneller war als ich) einen P-Platz gefunden hat, dann läuft man mindestens genauso weit wie in der oberurseler City.
Und ich möchte im MTZ oder FFM eine freundlichere Bedienung finden als in Oberursel. Ich habe die Erkenntnis, dass eher überhaupt keine Bedienung dort ist - die kann dann auch nicht unfreundlich sein.....

Ich bin übrigens ein überzeugter Intersport(Haus)Taunus einkäufer-guter Service und Markenware, halt etwas teurer als die Sportarena an der Hauptwache, dafür aber viel persönlicher-dafür habe ich das etwas Mehr gerne bezahlt. Na ja, und gegen den Internet-Großhandel hat ja kaum einer ne (Preis-)Chance.
Aber immer nur bestellen.... und in seinen 4 Wänden versauern bis der Bote kommt...ne, das ist nix für mich.



Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: BuergerO Datum: 06.09.2004 11:56:50
Ich finde es sehr bedauerlich, dass sich die Geschäftsleute, namentlich der FokusO hier überhaupt nicht beteiligen. Jedenfalls geben sie sich nicht zu erkennen. Diese Diskussion müßte sie doch brennend interessieren.


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: B+A ( Bernd_Akka@lokki-oberursel.de ) Datum: 06.09.2004 13:38:19
Das ist eigentlich kein spezielles FokusO-Problem
Es fällt doch allgemein auf, daß sich sehr wenige aus Partei, Verein oder Verwaltung hier melden (....wahrscheinlich, weil die sich ohne vorherige Absprache nicht ganz so frei äussern können oder dürfen)
Vor kurzem habe ich mich mit einem solchen Vereins- oder Parteimitglied beim "Gassigehen" unterhalten (...und gehört, daß "etwas mutigere" Forumsbeiträge von Verein/Partei/Vorgesetztem sofort registriert, diskutiert und ggf. sogar gerügt werden)


Betreff : Adieu Vorstadt ? Autor: M+B ( ruppeldagmar@aol.com ) Datum: 06.09.2004 18:53:10
Ich lebe seit ca. 10 Jahren in Oberursel und kaufe gerne hier ein. Lebensmittel kaufe ich komplett in Oberusel und wurde bisher eingentlich immer freundlich bedient, egal ob bei Obst+Gemüse (Vostatdt oder noch lieber Strackgasse, Käse (nicht immer aber wenn mit Spaß (freundliche Bedienung) und Genuß in der Vorstadt) oder auch einem der ansässigen Metztger.
(Zum Thema Freundlichkeit sollte sich manchmal vielleicht auch der Kunde überlegen, daß es "so wie man in den Wald hineinruft auch wieder herausschallt".)
Und den Rest bekommt man bei HL oder Plus (welcher zum Glück noch in der Innenstadt ansässig ist). Wir haben 2 x in der Woche Markt, wo es für frische Waren weitere Angebote gibt, selbst wenn der Mittwochsmarkt etwas spärlich ist.

Kleidung, Schuhe, Apotheke,... - bisher wurde ich immer freundlich bedient, sebst wenn es manchmal etwas teuerer ist.

Und die Klagen über einen schlechten Branchenmix und zu wenig Auswahl kann ich nicht nachvollziehen. Bisher ist Oberusel noch sehr gut sortiert, es liegt auch an uns Kunden, daß das so bleibt!!!

Zum Thema MTZ kann ich nur dem "Orscheler seit 30 Jahren" zustimmen - einmal ausprobiert (vor ca 1,5 Jahren) - ohne mich! Selbst wenn irgendwas ein paar Euro billiger ist, da fahre ich nur noch in Notfällen hin! Parken ist zwar kostenlos, wenn man die Spritkosten rechnet ist Parken in Oberursel vermutlich billiger!


 Pleiten, leere Läden - die Ursachen.      Verfasst am: 07.07.2004, 12:47       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Pleiten, leere Läden - die Ursachen...

Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: zeitungsleser Datum: 04.04.2002 11:55:06
Land der Insolvenzen
Holzmann, Dornier, Herlitz: In Deutschland melden sich immer mehr Unternehmen zahlungsunfähig.
Beispiel für Unternehmen im Insolvenzverfahren: Herlitz in Berlin-Tegel
Foto: ddp


Gründonnerstag: Der ostdeutsche Baustoffzulieferer Mühl meldet sich zahlungsunfähig. Dienstag nach Ostern: Der Flugzeugbauer Fairchild Dornier stürzt in die Insolvenz. Einen Tag danach tritt auch der Berliner Schreibwarenhersteller Herlitz den Gang zum Insolvenzgericht an. Schon seit Wochen ist nach monatelangem Ringen der Bauriese Holzmann in die Knie gegangen. Der nächste Kandidat könnte die Kirch Media AG sein. Und das sind nur die spektakulären Fälle: Die Pleitewelle rollt über Deutschland. Fast kein Tag vergeht, an dem nicht ein großes Traditionsunternehmen Insolvenz beantragt.

Die vielen angeschlagenen Klein- und mittelständischen Betriebe gehen lautlos pleite. Im vergangenen Jahr zählte das statistische Bundesamt 32.300 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für 2002 wird ein neuer Pleitenrekord prophezeit. So rechnet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mit einem Plus von einem Viertel, und das trotz des erwarteten Konjunkturaufschwungs. Der Wachstumsschub kommt für viele Unternehmen zu spät. Ihnen geht die Puste schon vorher aus. Vermutlich im Sommer wird die Zahl der Pleiten am höchsten sein - wenige Wochen vor der Bundestagswahl.

Für Bundeskanzler Gerhard Schröder ist dies eine Horrorvorstellung. Denn mit den Insolvenzen stehen Tausende von Arbeitsplätzen auf der Kippe. Allein bei Herlitz sind es 3.000, bei Dornier 4.300, nochmals 3.800 bei Mühl und bei Holzmann gar bis zu 23.000. Und wer nicht Pleite gemacht hat, der schrumpft sich gesund: Opel, Siemens, Karstadt-Quelle und fast jede Großbank bauen massiv Stellen ab. Mit jeder neuen Hiobsbotschaft schwindet das Vertrauen in der Bevölkerung, dass der Kanzler das Problem der Massenarbeitslosigkeit in den Griff bekommt.

Und trotzdem hat die Pleitewelle auch ihr Gutes. Zumindest aus Sicht der Ökonomen. Sie sehen den Pleitenrekord als "Frühindikator für einen Aufschwung", auf den auch Schröder so sehnlich wartet. Denn die Erfahrung zeigt, dass gerade dann noch einmal besonders viele Betriebe zusammenbrechen, wenn die Wirtschaftskrise eigentlich schon überwunden ist.

Für die betroffenen Unternehmer und ihrer Mitarbeiter muss die Insolvenz nicht zwangsläufig das Ende bedeuten. Denn so unterschiedlich die Gründe für das Scheitern sind, so unterschiedlich sind auch die Chancen, das angeschlagene Unternehmen wieder fit zu machen. Dabei kann der Insolvenzantrag wie ein Befreiungsschlag wirken. Mit einem Mal wissen alle Beteiligten, von den Banken bis zu den Zulieferern und Kunden, woran sie sind. Die Suche nach einer tragfähigen Lösung kann beginnen.

Beispiel Dornier: Der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Braun versicherte, das Unternehmen werde "uneingeschränkt fortgeführt". Er will schnell Verhandlungen mit den Banken aufnehmen und sich intensiv um einen strategischen Partner bemühen. Als Wunschkandidat gilt der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing AG. Die Ausgangslage ist durchaus gut. Denn die Auftragsbücher sind gefüllt.

Gegenbeispiel Holzmann: Hier droht die Zerschlagung des Unternehmens. Es rächt sich, dass vor zwei Jahren die schon damals notwendige Insolvenz nach der medial inszenierten Rettungsaktion des Kanzlers vermieden wurde. Der Bund gab eine Bürgschaft in Höhe von einer Viertelmilliarde Mark, daraufhin schossen die Banken nochmals Geld nach. Das Problem: Die gesamte Baubranche leidet an massiven Überkapazitäten. Die vermeintliche Rettung des zweitgrößten Bauunternehmens Deutschlands ging deshalb zwangsläufig zu Lasten etlicher Konkurrenten, die nicht auf Subventionen zählen konnten.

Der Fall Holzmann zeigt, dass es mitunter unvermeidbar ist, dass Unternehmen vom Markt verschwinden. In jedem Einzelfall ist daher die Frage nach den Ursachen der Schieflage entscheidend. Der aktuelle Pleitenrekord hat viele Gründe. Ein wesentlicher liegt in der geänderten Geschäftspolitik der Banken. Die Beziehungen zwischen den Instituten und ihren Firmenkunden sind vielfältig. So sind die Banken oftmals nicht nur Kreditgeber, sondern auch über eigene Aktienpakete oder Anteile ihrer Bankkunden an den Unternehmen beteiligt. Deshalb wurde bei der Kreditvergabe gern mal ein Auge zugedrückt, weil die Banker davon ausgingen, dass sich das Engagement langfristig rentiert oder strategisch von Nutzen ist. Mit der Globalisierung hat sich das verändert. Die Großbanken orientieren sich weltweit und müssen verstärkt auch auf ihre eigene kurzfristige Performance achten. Faulen Krediten frisches Geld hinterherzuwerfen, dazu sind sie daher immer weniger bereit.

Die abnehmende Risikobereitschaft der Kreditinstitute bekommt vor allem der Mittelstand zu spüren. Bei einer Eigenkapitalquote von zumeist weniger als zehn Prozent geraten die kleinen und mittelständischen Betriebe schnell ins Trudeln, wenn die Erträge schrumpfen. Sie machen denn auch den Großteil der Firmenpleiten aus. Der "Proto-Pleitentyp" 2001 war laut Creditreform jünger als vier Jahre, hatte weniger als fünf Mitarbeiter und erzielte maximal eine halbe Million Euro Umsatz.

Diese Beschreibung trifft auf nahezu alle Betriebe der New Economy zu, die in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen. Zunächst hochgejubelt und von Finanziers gepuscht, wurden sie schnell fallen gelassen, als sich die hoch trabenden Pläne nicht binnen Kürze realisierten. Die Blase der New Economy ist geplatzt. Während Experten bei den Betroffenen neben Finanzierungsproblemen insbesondere fehlendes betriebswirtschaftliches Know-how beklagen, schieben die Pleitiers die Schuld ihrerseits gern der Politik zu.
Die Welt v. 4.4.02


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Dennis Datum: 04.04.2002 12:00:04
Haben Sie auch eine eigene Meinung?


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: susi sonne Datum: 04.04.2002 12:19:37
Zeitungsleser, bekommen Sie von der Welt ein Honora für fleissiges Abschreiben? Dieser Beitrag sieht ja sehr schön aus, bringt aber irgendwie garnichts, oder?


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Renate Puscher Datum: 04.04.2002 13:01:52
Oh aber hoppla, der Bericht ist gut. Und Oberursel ist schließlich auch betroffen, trotz niedriger Arbeitslosenquote und hoher Einkommen.
Rolls-Royce Oberursel arbeitet kurz und gestern TZ Veröffentlichung des Amtsgerichts Bad Homburg.
Beantragung Insolvenzverfahren Fa. Druckerei Berlebach KG



Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: martin Datum: 04.04.2002 13:05:21
Liebe susi, wenn man den artikel richtig liest & versteht, dann bringt er schon was......im übrigen fand ich diesen beitrag informativer als das meiste das ich hier sonst so lese.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: ob Datum: 04.04.2002 13:45:11
Glückwunsch, lieber Zeitungslser. Der Artikel beleuchtet sehr genau die Probleme der Wirtschaft. Ich kenne einige mittelständische Unternehmer. Die haben mehr und mehr Probleme von der Kreissparkasse einen Kredit zu bekommen. Und die Großbanken wollen sowieso keinen kleinen oder mittleren Unternehmer. Deswegen die Pleiten. Und dann muß man sich auch nicht wundern, wenn Läden schliessen. Sind auch Mittelständler.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: slk Datum: 04.04.2002 16:18:56
Dazu passt auch:
Axel Nitschke, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, nennt die drei wichtigsten Gründe:

1. Deutschland ist seit zehn Jahren Wachstumsschlusslicht Europas. 2001 schlitterten wir sogar in einen Wirtschaftsabschwung (Rezession). Viele Unternehmen litten unter der schlechten Auftragslage. Nitschke: „Jetzt spüren wir die Nachwehen der Konjunkturschwäche.“

2. Die Banken drehen den Geldhahn schneller zu, weil ihre Gewinne zurückgehen.

3. Durch staatliche Bürgschaften wie bei Holzmann wurden viele Pleiten hinausgezögert, die jetzt nicht mehr zu verhindern sind.

Bergen Pleiten auch Chancen in sich?

Ja! Der Wirtschaftsweise Bert Rürup: „Jede Pleite bietet für andere leistungsfähigere Firmen eine Chance. In den Lehrbüchern heißt das schöpferische Zerstörung.“ Allerdings bestehe das Risiko, dass Deutschland international die technologische Marktführerschaft verliert. Und: Pleiten bremsen einen möglichen Aufschwung.

Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Jens Datum: 04.04.2002 20:27:38
Mal neben bei erwähnt, mit Mittelständlern sind Unternehmen mit mind. 50 MAs gemeint!


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Spätzlekenig Datum: 04.04.2002 21:29:23
Gestern kam mein Chef und hat gemeint daß auch Raule (Autovermietung) dichtmacht, weil der holländische Mutterkonzern kein Geld mehr geben will. Muß sogar in den Nachrichten gewesen sein... Weiß da jemand was näheres? Ich fand dazu heute nichts in der Zeitung. Danke schonmal.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Philipp Datum: 05.04.2002 00:40:26
In der FAZ stand am Mittwoch oder Donnerstag was in der Rhein-Main-Zeitung (unter Eppstein)


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Birgitt Springer Datum: 14.04.2002 17:34:16
ja es ist richtig, raule soll komplett verkauft werden.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Christoph Datum: 15.04.2002 09:16:22
Informativ hin oder her. Irgendwie ist es doch nicth die Aufgabe des schwarzen Brettes hier Zeitungsberichte vorzustellen. Ich finde auch vieles informativer als das was hier allgemein drinsteht (z.B. diverse Sachbücher, Magazine) aber dennoch schreibe ich deren Inhalte nicht ab, oder kopiere sie hier hinein.
Zeitungsleser, mal ein Tipp. Wie wärs denn, wenn du deine tollen Infos direkt verlinken würdest, so könnte jeder, der sich dafür interessiert sich auf das entsprechende Internet Dokument bewegen, und du hättest eine Menge Arbeit gespart.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Renate Puscher Datum: 15.04.2002 10:42:51
Meine Tochter erzählte mir heute morgen, dass auch das Gecko in zwei Monaten schließen wird.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 15.04.2002 11:33:00
Das ist schon länger bekannt, interessant wäre es, zu erfahren, wie es sonst in den Bärenarkaden aussieht, da der Vermieter angeblich die Preise für alle Läden dort anziehen will. Meines Wissens wollen dort so einige Läden die Arkaden verlassen oder aufhören...


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Dirk Datum: 16.04.2002 00:18:09
Was in der gesamten Vorstadt passiert, wird auch nicht vor den Bärenarkaden halt machen: Leerstände bzw. laufender Wechsel von Geschäften. Aber immerhin waren hier jahrelang die gleichen Geschäfte: Kröger (nicht schlecht, leider teuer, ab 17.30 Uhr gibt es kein Brot mehr), Metzger Müller (hat richtige Konkurrenz durch Klein bekommen), Obstladen, Zeitungsladen ...
Richtig nett ist Erhardt - Optik, der beste Optiker weit und breit.

Aber am besten war noch der "Alte Bären" mit dem V 2. Wer kann sich noch an die Kneipe erinnern ?


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: willi schmitt Datum: 16.04.2002 11:26:49
Nostalgie?
Da erinnert sich einer an die "Gute alte Zeit" mit dem alten Bären und der Gaststätte V2 und sehnt sich nach diesen Zeiten zurück?
Prima, aber bitte genau erinnern:
Zu diesen Zeiten war die sogenannte Kundenfreundlichkeit noch weit hinter heute zurück.
Da war es normal, dass einer schief angeguckt wurde vom Personal, wenn er 5 Minuten vor Ladenschluß einen Bummel durchs gerade geputzte Geschäft machen wollte.
Was man so unter "gute alte Zeit" eben versteht.

Bitte Tante Emma Laden mit world-wide-marketing zu niedrigstem Preis bei bester Qualität im look von vor 20 Jahren.
Freiwillige vor.


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Bürger Datum: 25.04.2002 14:21:39
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April völlig überraschend verschlechtert. Der viel beachtete Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung sank in Westdeutschland von 91,5 auf 90,5 Punkte.

Damit wurden die Erwartungen vieler Wirtschaftsexperten enttäuscht, die mit einem weiteren Anstieg des Stimmungsindikators gerechnet hatten.

Der Rückgang resultiere vor allem aus schlechteren Geschäftsurteilen im Handel.

Ungeachtet des Geschäftsklimaindexes beurteilt Finanzminister Hans Eichel (SPD) die Wirtschaftsentwicklung positiv. Der Aufschwung kommt nicht nur, der Aufschwung ist da.

Ich dachte der Rückgang im Handel ist nur in Oberursel wegen der Parkplätze zu verzeichnen.



Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Norbert Drechsel Datum: 25.04.2002 23:14:14
Die Wirtschaftsprobleme in Deutschland sind zum großen Teil hausgemacht durch ständig neue Mittelstands und Investitionsfeinliche Gesetze,Vertreibung des Kapitals in freundlichere Länder,wir sind ein Experimentierfeld für sozialistische Umverteilungsplanspiele von gut versorgten Ideologen in der Politik


Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: Martha Datum: 07.07.2004 11:18:10
Heute in der Presse - Das Sporthaus Taunus schließt im Februar 2005 - wohin dümpelt Oberursel?



Betreff : Pleiten, leere Läden - die Ursachen... Autor: B+A Datum: 07.07.2004 13:47:01
Erstmal dümpelt Oberursel auf dem oberen Maasgrundweiher (...am 11.07.04 ab 13:00)


Zuletzt bearbeitet von ... am 07.07.2004, 12:47, insgesamt einmal bearbeitet


 Wo stehen die Leute Schlange (leere Ladenfl.)      Verfasst am: 07.07.2004, 05:43       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.)

Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: C.Bind Datum: 28.02.2002 09:27:47
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krämer,
erst mal herzlichen Glückwunsch zur Ihren neuen Amtseinführung.
Bei Ihrer Äußerung heute in der TZ über das Geschäftsleben in Oberursel, bin ich über die Äußerung gestolpert: "Wo Ladeninh. eine Marktlücke entdeckt haben...... stehen die Leute auch Schlange. Das beobachtet man in Oberursel." Jetzt frage ich :"Wo ist das?". Da das Thema im SB bei :Leere Ladenflächen, heute schon 101 Teilnehmer zählt, sollte man sich doch darüber Gedanken machen. Vielleicht haben Sie in den letzten Tagen im SB gelesen, wie es Frau B. Springer vom "Fass"in den letzten Jahren ergangen ist. 40 % weniger Umsatz nach Rücknahme des Parkplatzes am Marktplatz.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Birgitt Springer Datum: 28.02.2002 10:09:44
Auch ich wüßte gerne in welchen Geschäften die Leute Schlange stehen. Außer Samstags beim Metzger habe ich in letzter Zeit nirgendwo in der Schlange gestanden. Für eine Nennung der Geschäfte und die entdeckte Marktlücke wäre ich sehr dankbar, dann wird mir vielleicht klar, was ich mit meinem Geschäft falsch gemacht habe. Danke


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: martin Datum: 28.02.2002 10:13:38
hallo frau bind, ich bin ja eher selten mit hr. krämer einer meinung, aber da hat er schon recht. eine gute idee zieht schon. warum ist oberursel die einzige stadt in der die attraktivität eines geschäftes zu 50 % an einem parkplatz hängt. wenn mir ein laden, kneipe etc. gut gefällt, dann lauf ich mal zwei minuten. wenn ein orschler fachhändler nicht in der lage ist, mir binnen 6 wochen ein gerät zu bestellen, und auch nicht willens ist mal nach zu fragen woran es hängt, dann nützt ihm auch der (vorhandene!) parkplatz vor der tür auf dauer nichts.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 28.02.2002 11:10:49
so etwas habe ich allerding noch nicht erlebt....

Ich mache die Misere trotzdem hauptsächlich an den nicht vorhandenen FREIEN oder günstigen Parkplätzen fest. Die Kundschaft muss die Möglichkeit haben sich, ohne ständig auf die Uhr sehen zu müssen, in der Vorstadt aufhalten zu können. Ein Bummeln darf nicht sofort ins Geld gehen ohne dass ich etwas gekauft habe. Gelegenheitskäufe und Spontankäufe bringen Geld das den Einzelhändlern fehlt. Einkaufen ist heutzutage ein Erlebnis, keine Notwendigkeit. Heutzutage sitzt das Geld im Vergleich vor 20 Jahren doch recht locker. Den Luxus mein Auto noch eine Viertelstunde länger stehen zu lassen, meine ich nicht. Bei den Pargebühren schaut der Käufer genau hin. Geht mir nicht anders. Also mache ich den (unsinnigen) Weg nach Frankfurt. Dort spare ich im NWZ Parkgebühren, die ich doppelt und dreifach in anderen Läden ausgebe.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Heiko Datum: 28.02.2002 14:12:34
Irgendwie habe ich das komische Gefühl das in Oberursel "Einkaufen" = "Mit dem Auto bis vor die Tür fahren und Einkaufen" ist.
Ich kann und will meine Einkäufe zu 90% ohne Auto machen..
Kiste Wasser hol ich mit der Sack-Karre vom Getränkehändler.
Sonntags-Brötchen zu Fuß.
Den gr. Einkauf am Samstag machen wir zu zweit mit Rucksack.
Und der Einkauf beim ALDI lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad machen.

Und das alles obwohl ich ein Auto vor der Tür stehen habe, denn es geht schneller und macht mehr Spaß!!!

Heiko


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 28.02.2002 14:46:06
....kann man machen. Mit zwei kleinen Kindern (3 und 5 Jahren) ist das Laufen und Fahrradfahren schon schwerer. Alternativen sind Bahn (hält weiter weg) und Bus (braucht zum Pendeln zwischen Weißkirchen und Innnenstadt ca. eine Stunde ohne Wartezeiten an der Haltestelle). Und der Bus fährt nur alle halbe Stunde.
Einkäufe vormnittags, wenn Kinder in der Schule und/oder Kindergarten sind, mit dem Bus oder Bahn ist auch nicht sinnvoll, da die Zeit zwischen 9 Uhr und 12 Uhr für den ÖPNV zu knapp bemessen. Bleibt also nur das Auto. Oder einfach immer nur das Nötigste kaufen.

Schön für die, die zentral wohnen.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Heiko Datum: 28.02.2002 15:27:34
Jeder bestimmt seinen Wohnort selbst...!!!


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: S.Möller Datum: 28.02.2002 15:37:14
Dem kann ich nur beipflichten. In Weißkirchen einkaufen geht nicht, da es - fast - keine Läden gibt. Sonntagsbrötchen zu Fuß holen - wo denn ? Kiste Wasser mit der Karre vom Getränkehändler holen - welcher Getränkehändler ? Mit Bus oder U-Bahn Samstags nach Oberursel zockeln und einkaufen - sehr zeitaufwendig. Einkauf beim ALDI - nennen Sie mir einen. Also Heiko, nicht alle haben so viele Läden in der Nähe und so viel Spaß beim Einkaufen wie Sie. Und daher kaufe ich auf dem Rückweg von Frankfurt im NWZ ein, da gibt es alles auf einem Fleck. Ich muß nur auf die Sonntagsbrötchen verzichten und das schaffe ich gerade so.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Heiko Datum: 28.02.2002 15:48:34
Irgendwann hat sich jeder mal für seinen Wohnort entschieden mit all seinen Vor- und Nachteilen.
Der Eine muss in die "City", der Andere sucht mehr "Natur"..jeder wohnt da wo er gerne möchte.
Ich habe mich bewusst für eine zentrale Lage in Oberursel entschieden...Andere für eine weniger Zentrale Lage in Weisskirchen soweit O.K.

Aber ich komme doch jetzt nicht auf die Idee mich darüber zu beschweren dass hier zu wenig "Grün" ist, die S-Bahn zu laut ist oder die Mieten zu hoch...es war meine bewusste Entscheidung.

Das der S-Bahn Anschluß schlecht ist und der Weg zu Fuß zu weit ist, ist eben der Nachteil ihrers Wohnorts..dafür haben Sie mehr Natur, geringere Mieten (nehme ich einfach mal an) und einen großen Garten.

Heiko


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 28.02.2002 15:48:37
Jeder leistet sich das, was er sich leisten will. Eine Wohnung in dieser Gegend ist nicht für jeden frei wählbar, und dies liegt vor allem am Preis... Schön, wenn Sie sich ein Auto leisten können und dieses nur Parkraum verschwendet. Familien wohnen meist nicht zentral, da zu teuer und benötigen trotzdem ein Auto...


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 28.02.2002 15:49:24
Richtig! Wenn ich meinen Wohnort selbst wähle (was nur bedingt der Fall war), dann wähle ich auch den Ort des Einkaufens. Wer mich als Kunde gewinnen möchte, muss meinen Wünschen entsprechen. Kein Problem - soweit. Doch scheinbar finden genau wie ich eine ganze Menge Menschen den Weg in die Einkaufs(innen-)stadt unattraktiv. Und genau darum geht es bei diesem Thema. Ich klage ja nicht, dass ich verhungere. Ich klage auch nicht, dass ich mir nichts mehr zum Anziehen kaufen kann. Ich sage nur, dass ich Besitzer eines Autos bin und darum dort einkaufe, wo es für mich am Schönsten ist. Lokalpatriotismus hat seine Grenzen.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: S.Möller Datum: 28.02.2002 16:36:36
Hallo Heiko, waren Sie in der letzten Zeit mal in Weißkirchen ? Ich nehme mal an nein, sonst würden Sie nicht so einen Unsinn mit niedrigen Mieten und viel Grün, den großen Garten nicht zu vergessen, verzapfen. Ich bin vor 18 Jahren nach Weißkirchen gezogen, weil ich da eine relativ gute U-Bahn-Verbindung zu meinen Arbeitsplatz in Frankfurt hatte. Dies war wichtiger als grün oder nicht-grün. Damals hatten wir auch noch einen Metzger und einen Bäcker und andere Läden, die nach und nach verschwanden. Auch damals war Weißkirchen Infrastruktur nicht gerade überwältigend, aber im Gegensatz zu heute geradezu üppig. Vielleicht geht es Ihnen in einigen Jahren auch so wie vielen anderen, die keine Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke haben.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: J.Funk Datum: 28.02.2002 16:52:47
Hei Heiko, gucken Sie doch mal über den Tellerrand. In Frankfurt z.B. gibt es in vielen Stadtteilen keine Einkaufsmöglichkeiten mehr, die Ladeninhaber schließen aus Nachwuchsmangel oder mangelnden Einkünften. Und Sie meinen mit Ihrer "bewußten Entscheidung für Ihren Wohnort in Oberursel" dagegen gefeit zu sein ?


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Renate Puscher Datum: 28.02.2002 17:54:30
In Oberursel wohnen sehr viele Menschen und es arbeiten sehr viele Menschen. Fakt ist, dass, sollte es nicht gelingen möglichst viel verdienter Euro in der Stadt zu halten, hat Oberursel ein Problem, denn die Infrastruktur muss für alle geschaffen werden.
Gerwerbesteuer von den Großen gibt es nicht mehr viel - wieviel? - Globalisierungsfolgen.
Die Steuerkraft von den kleinen Firmen auch den Handwerkern ist gering und viele kämpfen gegen das Ausbluten durch die Abgaben und Belastungen durch den Staat.
Es ist Tatsache, dass es für einen kleinen Vermieter heutzutage finanziell günstiger ist Schwarzarbeit zu beauftragen, als den Rattenschwanz von staatlichen Abgaben wegen einer offiziellen Handwerkerrechnung zu bezahlen. Der Staat belastet die produktive Arbeitsstunde mit den Beiträgen zum sozialen Netz und dann kommt dann auch noch die Mehrwertsteuer drauf.
Ich hab da jetzt einen Blick über den Tellerrand versucht. Es gibt nicht nur Oberursel - und Oberursel spielt sich nicht nur in der Vorstadt ab.
Renate Puscher


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Susanne Datum: 01.03.2002 08:55:12
Ja Frau Bind, schauen Sie sich mal die Metzgerei Klein an. Ich interpretiere die Aussage unseres Bürgermeisters so: Dort werden Sie Leute Schlange stehen stehen. Aber was ist diese Metzgerei gegen die vielen leerstehenden oder gähnend leeren Läden ?


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 01.03.2002 09:02:13
Ich stehe beim Einkaufen auch in der Schlange, beim HL in der Dornbachstraße, oder in Oberstedten oder oder oder. Ich habe dieses "Phänomen" selten in Orschel bei einem Laden erlebt, der keine Lebensmittel verkauft. Und wie einigen schon aufgefallen sein dürfte, sind es bisher vor allem Läden aus dem kleinen Einzelhandel, die ihre Läden geschlossen haben.

mfg Fogelberg


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Birgitt Springer Datum: 01.03.2002 10:11:56
Mehr fällt Ihnen als Bürgermeister dazu nicht ein??? In der Zeitung die großen Worte schwingen und dann fällt Ihnen lediglich eine Metzgerei ein. Alle Metzgereien und Bäcker sind Samstags voll und man muß waren. Selbst in meinem Wohnort mit 3.000 Einwohnern muß ich Samstags in der Bäckerei anstehen. Ein ganz normaler Zustand. Dann würde ich gerne wissen wo ich mal Mo. oder Di. in der Schlange stehen darf und die angeblichen Marktlücken sind auch noch nicht preisgegeben worden. Schönen Tag noch.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: euro Datum: 01.03.2002 11:23:28
Sein Sie doch froh! Ich gehe lieber in einen Laden, in dem ich gleich was kaufen kann als in einen, der überfüllt ist und ich meine wertvolle Zeit in einer Schlange vergeuden muß!


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 01.03.2002 11:54:28
naja, so lange man hier anonym schreiben kann, muss man mit den angegebenen Namen und eMails vorsichtig sein. Nicht immer wo Bürgermeister drauf steht ist auch Bürgermeister drin.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: C.Bind Datum: 01.03.2002 14:01:03
Ich stimme SUSANNE zu, finde aber, dass die anderen Ladenbesitzer nicht ernst genommen werden in Sachen : Leere Ladenflächen. Die Antwort von Herrn Bürgermeister Krämer war so vorauszusehen.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Susanne Datum: 01.03.2002 14:11:47
Warum ?


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Birgit Datum: 01.03.2002 16:31:05
Mit leeren Läden fängt es an. Wo endet es: Irgendein Großunternehmen macht im Industriegebiet ein riesiges, ansprechendes Einkaufszentrum auf mit entsprechendem Parkplatzangebot. Frei nach dem Motto: ALLES UNTER EINEM DACH!UND DAS BESONDERS BILLIG! Dann kann unsere schöne Vorstadt endgültig dichtmachen. das wäre sehr traurig, auch für Sie, Herr Krämer! Dann käme wohl auch der letzte Lokalpatriot nicht mehr in die Versuchung Ihren schiefen Marktplatz zu erklettern, um sich 2 Salate und 3 Gurken zu kaufen.
Also, ich denke es wird Zeit, was für unseren Einzelhandel zu tun. Es gebügt eben nicht wöchentlich freundlich aus der Taunuszeitung rauszugrinsen und die Schlangen beim Metzger Klein als das Non Plus Ultra zu preisen!
MFG Birgit


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Roland Ruppel Datum: 02.03.2002 19:22:11
Da die Rubrik der leeren Ladenflächen fast am Überlaufen ist, möchte ich doch auch hier nochmal meine Vorschläge in Erinnerung bringen, in der Hoffnung, dass Herr Krämer, die Stadt oder der BDS mal irgendwie Stellung nimmt.----Oder sind meine Vorschläge so abartig?

Hier gäbe es folgende Lösungen die Misere der leerstehenden Geschäftsräume zu ändern und weitere Abwanderungen zu verhindern:

1. Wiedereinführung der Parkscheibe anstelle Euroumstellung der Automaten; dadurch Geschäftsbelebung und neue Läden; d.h. auch mehr Gewerbesteuern (siehe Beispiel der Kleinstadt Celle und andere)

2. Marktplatz als Parkplatz reaktivieren

3. kleine Schrägparkmöglichkeiten auf dem Epinayplatz mit Pflanzen/Baumabtrennungen locker gestaltet.---Dann findet sich auch ein Investor für die ehem. Taunus Sparkasse.

4. Holzweg/Henchenstrasse wieder als Durchfahrt. Diesen gesamten Bereich als verkehrsberuhigte Zone ausweisen (Schritttempo!!)
Dadurch Erhöhung der Attraktivität und Belebung bei gleichzeitiger Entlastung der Feldbergstrasse.

5. Ansiedlung neuer Geschäfte im Bereich des Marktplatzes.

6. Filiale eines Kaufhauses z.B.im Tengelmann Gebäude ehem. KDM (wird wahrscheinlich schwer sein jemanden zu finden) alternativ: Fast Food Restaurant.

7. Schulung des Personals diverser Geschäfte im Hinblick auf Kundenfreundlichkeit und Dienstleistungsanbieter. (Also nicht mehr nach dem Motto:" Ei Sie müsse doch wisse was se wolle")

8. Werbung im Internet für Oberursel als attraktive Einkaufstadt im Grünen als Alternative zum MTZ und Nordwestzentrum.

9. Den Versuch starten exclusive Läden zu gewinnen.(exclusiv heißt nicht teuer, aber schick)

10. Einige Hausbesitzer in der sehr guten Vorstadtlage sollten von Ihren teilweise überzogenen Mietforderungen Abstand nehmen.

11.Die Parkplätze in den Parkhäusern und Tiefgaragen an Dauerparker/Anwohner etc. preisgünstig vermieten und Senkung der Parkgebühren für Einkaufwillige, die Ihr KFZ gerne im Parkhaus abstellen möchten.

12. Wackeltiere und Spielgeräte für Kinder im Einkaufsbereich (Vorstadt, Marktplatz, Strackgasse,etc......)

13. Spielsachen in den Geschäften für Kinder während des Einkaufs der Eltern.(Damit die nicht immer quengeln)

14.Einheitliche Öffnungszeiten (Ihr Platz macht schon um 18.00 in der Woche dicht und Samstags Punkt 13.00)

Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Renate Puscher Datum: 02.03.2002 19:39:54
Eia, eia, eia,
das wahre Problem ist doch die Gewöhnung. Da schließe ich mich selbst überhaupt nicht aus. Seit Jahren ärgere ich mich darüber, dass vom BDS Prgramme entwickelt werden, die zuallererst den beauftragten Agenturen die Kasse füllen - Insider wissen was ich meine.
Wir als Handwerksfirma im Gewerbegebiet Süd werden regelmäßig mit Angeboten bedacht, die, Entschuldigung wir sind nicht in der Vorstadt, für uns nicht geeignet sind und lediglich das Papier und die Farbe aus unserem FAX fressen, eigene Zeit verbrauchen - zum Lesen - und dann nur die absolute Unzufriedenheit hinterlassen. Wie wär´s mal mit der Pflege des Adressenstamms.
Renate Puscher


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: spätzlekenig Datum: 03.03.2002 21:12:30
Irgendwann in absehbarer Zeit werden die Leute Schlange stehen: Nämlich an der Handvoll verbliebener Läden, die vielleicht nicht den besten Service, sondern den längsten Atem haben. Ich möchte hier nur grad mal an die beiden aktuellen Schließungen (Schuh- Hansa im Holzweg, Faß in der Strackgasse) erinnern. Beide Geschäfte hatten -bzw. haben noch- Freundlichkeit und Zeit für den Kunden. Aber leider keine Puste mehr. es kommt mal in Oberursel die Zeit, da werden die Geschäfte in ihrer jeweiligen Branche eine Art Monopol (Einzigartigkeit) besitzen, die es ihnen erlaubt, Preise nach Gutdünken zu machen.Ich kann es mir nicht verkneifen, erneut meine freundlichen Worte an unseren Bürgermeister zu richten: Schuldes etzt mach halt emol ebbes. Oder sollet mir do bloß no vo Weckle ohne ebbes druff läbe? ´s ka doch so nett weiderganga!


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 04.03.2002 05:01:58
Jetzt endlich weiß ich wo die Schlangen stehen: Im Rathaus, wenn Gewerbe abgemeldet werden...


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: grausam Datum: 04.03.2002 08:46:27
ja, roland. das ist abwegig


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Roland Ruppel Datum: 05.03.2002 20:21:34
Also sind meine Vorschläge abartig??!!


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: spätzlekenig Datum: 05.03.2002 21:33:35
Ihre Vorschläge sind grundsätzlich in Ordnung, aber wie soll den Vermietern begreiflich gemacht werden, daß sie ihre Mieten überdenken?
Den Marktplatz wieder zum Parken zu öffnen wäre der einzige Nutzen den diese Fläche erfüllt. Wenn man sich da die Meinungen der Marktbeschicker und deren Kunden anhört...!
Der Epinay- Platz könnte mit ein paar Bäumen, ´n bißchen Beet und Bänken so eine schöne Ruhezone werden. Im Anbetracht des kommenden Sommers (der Regen wird wärmer) die Alternative zum nackten Grau de Bodens.
Wo sollen denn die neuen Geschäfte im Marktplatzbereich hin? Wäre es nicht erstmal besser die Geschäfte zu halten welche noch da sind? Warum zum Beispiel muß denn so ein schönes Lädchen wie das Faß schließen? Gibt oder gab das da keine Alternative zu?
Was die Schulungen de Angestellten angeht: Wer übernimmt die Kosten?
Anderer Vorschlag: Wir Oberurseler stellen eine Top 10 auf über die freundlichsten Geschäfte, wie auch eine Hitliste der Geschäfte, in denen der Sevice zu wünschen übrig läßt (Kritik muß sein, sollte aktzeptiert werden und zum Nachdenken beim Unternehmer anregen- solange sie sachlich und fair bleibt. Wer da über Beschwerden beleidigt ist, dem ist dann wohl nicht mehr zu helfen).
Dieses Personal wird dann untereinander ausgetauscht. Erfolg: Die einen lernen was Service ist, und die anderen sind ob der -vom Kunden sicherlich registrierten- Freundlichkeit wieder im Gespräch. Kostet nichts außer ein wenig Überwindung und guten Willen.
Für die Kinder sollten wirklich mehr beschäftigungsmöglichkeiten gegeben sein- ich könnte mir einen kleinen Spielplatz auf dem Epinay- Platz gut vorstellen.
Hat sich zu Ihren guten Vorschlägen eigentlich einmal jemand von Seiten der Stadt geäußert? Beste Grüße


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 06.03.2002 02:58:32
1. Vermieter sind lernfähig, wenn keine neuen Mieter bereit sind, diesen Preis zu zahlen, wird der Preis gesenkt.
2. Die Schulungen von Mitarbeitern müssen grundsätzlich von den Firmen gezahlt werden, diese profitieren davon. Eigentlich ist dies im Normalfall aber überflüssig. In Orschel mangelt es an der Freundlichkeit, diese ist ohne Schulung verbesserungswürdig...
3. Die Hitlistenidee finde ich toll, ist aber wohl kaum durchzuführen, wieso sollte ich als Geschäftsmann/-frau auf erfolgreiche Verkäufer/-innen verzichten?!

mfg Fogelberg


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: C.Bind Datum: 06.03.2002 08:44:59
Auf die Frage :"Hat sich jemand von der Stadtverw. geäußert?" Siehe 1.3.02 Antwort von Herrn Bürgermeister Krämer.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 06.03.2002 09:19:10
wie ich schon erwähnt habe, kann jeder unter dem Namen des Bürgermeisters hier am Schwarzen Brett schreiben. Ich halte den Beitrag von "Gerd Krämer" hier am SB nicht für autentisch, da er auch nicht dem sonstigen Stil des Bürgermeisters entspricht. Und: Warum sollte er ausgerechnet mit diesem einen Satz antworten, wenn er sich bisher komplett aus dem Thema rausgehalten hat ?


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 06.03.2002 09:28:00
Sie werden lachen, aber ich hatte mir schon überlegt, ein Mecker-Board einzurichten. Leider fehlt mir im Moment die Zeit dazu. Vielleicht hat aber ein Internet-Freak die Zeit und Lust dieses zu implementieren. Folgende Punkte sollte dieses Board (meiner Meinung nach) abdecken, damit ein sinvolles Ergebnis rauskommt.

1) Die Kunden dürfen zwar dem Geschäft anonym gegenüber treten, müssen sich aber dem Meckerboard identifizieren (mit gültiger emailadresse.
2) Die teilnehmenden Geschäfte bekommen die Beiträge per Mail zugeschickt oder können ihre (und nur ihre) Kommentare online lesen.
3) Jeder Kunde darf pro festgelegten Zeitraum nur einen Beitrag zu einem Geschäft verfassen um Massen-Mails zu verhindern.
4) Jeder Kunde darf aber zu beliebig vielen teilnehmenden Geschäften Kommentare schreiben.
5) Eine Top-Ten-Hitliste darf, wenn überhaupt realisiert, nur mit Geschäften gelistet werden, die auch mit einer Teilnahme einverstanden sind.
6) kommentare der Kunden sind von anderen Geschäften und Kunden nicht einsehar.

Ich fürchte, wenn man diese Einschränkungen nicht macht, gibt es gesetzliche Probleme und auf jeden Fall Akzeptanzprobleme.

Vielleicht reicht ja auch nur, auf einer Seite zentral alle eMailadressen der Oberurseler Geschäfte aufzulisten, damit man einfach seinen Kummer loswerden kann
.

Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 06.03.2002 09:34:32
Das ist doch völlig egal. Klar ist nur, daß der Krämer an allen Leerständen persönlich schuld ist. Er und nur er hat den Noedergang des Einzelhandels zu verantworten. Unter seinen Vorgängern Kappus und Beil erhielten wir Geschäftsleute Aufträge von der Stadt. Heute bekommt nur der Billigste einen Auftrag. So macht man die Wirtschaft kaputt. Dabei sollte der Stadt der Einzelhandel ein paar Mark mehr wert sein.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 06.03.2002 09:52:22
Bitte studieren Sie einmal die Gesetztestexte. Die Stadt ist verpflichtet ab einem bestimmten Auftragsvolumen eine Ausschreibung zu starten, damit nicht unnötig das Geld der BürgerInnen verplempert wird. Ich will hoffen, dass auch so verfahren wird. Was hindert Sie als "Geschäftsmann" denn daran, einen günstigen Preis anzubieten? Immerhin können Sie als ortsansässiger Geschäftsmann beim Thema Fahrtkosten ganz weit unten kalkulieren und haben hier schon einmal einen Vorteil. Welches Geschäft betreiben Sie denn?


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: philipp Datum: 06.03.2002 09:55:04
... und warum sind sie dann nicht der billigste ??
es geht bei auftragsvergaben schließlich um unser aller steuergelder ...
(aber irgendwie ist diese antwort typisch für die situation der oberurseler selbständigen - motto: "mir, mir, mir ...")


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 06.03.2002 09:56:01
Gesetze kann man immer so und so lesen. Wer soll denn bei den Löhnen, Mieten und Parkgebühren günsigere Preise bieten. Schliesslich will auch ein Geschäftsmann mal in Urlaub fahren.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Renate Puscher Datum: 06.03.2002 10:42:29
Neben dem Standort sind die Investitionen in Werbung und Produkt- und Verkaufsschulungen von Personal und Chefs mit die wichtigsten Faktoren für den Verkaufserfolg.
Zu dem Gesetz Auftragsvergabe - dort steht, dass öffentliche Auftraggeber verpflichtet sind, das wirtschaftlichste - nicht das billigste - Angebot anzunehmen.
Nachfolged ein netter Text zu diesem Thema:
Philosophie - für Ihre Kunden ...
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis oreientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verleieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie machnmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hizurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genut Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.
John Ruskin - engl. Sozialreformer 1819 - 1900.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: C.Bind Datum: 06.03.2002 10:53:23
Herrn Henrich

Wenn Herr Bürgermeister Krämer so nicht geantwortet hätte , wäre dieser Kommentar von Frau Vlk schon gelöscht. Schreiben Sie doch mal Frau Vlk an.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: S.Richter Datum: 06.03.2002 10:59:38
Frau Bind,
woher soll denn Frau Vlk wissen, ob es der Bürgermeister war, der da schrieb ? Ich denke auch, es bediente sich jemand dieses Namens, denn dieser Beitrag paßt im Stil nicht zu den früher von Herrn Krämer am SB veröffentlichten Beiträgen.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Werner Lingnau Datum: 06.03.2002 11:48:09
Der Beitrag von "Herrn Krämer" vom 01.03. wurde gelöscht, da der Bürgermeister nicht der Verfasser dieses Kommentars war.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Arnulf Henrich Datum: 06.03.2002 11:56:55
na also.... vielen Dank


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: C.Bind Datum: 06.03.2002 14:10:56
Sehr geehrter Herr Linglau,

warum wurde der Beitrag dann erst heute gelöscht?
Heute morgen war er noch am SB zu sehen. Vielleicht sollte man doch mal eine Zensur vornehmen, wenn so etwas nochmal passiert.
Bitte um Antwort.


Betreff : Wo stehen die Leute Schlange(leere Ladenfl.) Autor: Roland Ruppel Datum: 06.03.2002 21:14:06
Die Stadt und auch der BDS, was mich sehr enttäuscht, hat einfach kein Interesse mehr an den örtlichen Geschäften.
Anders ist mir die Gleichgültigkeit oder Nichtreaktion nicht zu erklären. Selbst Frau Vlk aüßert sich nicht, von Herrn Wohlleben ganz zu schweigen.


Zuletzt bearbeitet von ... am 07.07.2004, 05:43, insgesamt einmal bearbeitet


 leere Ladenflächen      Verfasst am: 07.07.2004, 05:37       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema leere Ladenflächen

Betreff : leere Ladenflächen Autor: Jens Scholl Datum: 11.01.2002 20:40:59
Jetzt haben wir es mal schwarz auf weiß vor Augen geführt. Der heutige Artikel in der www.fnp.de über die zahlreichen leeren Ladenflächen müßte den Stadtvätern doch mächtig zu denken geben, ob ihr Konzept der Neugestaltung Oberursels und aber auch die Parkgebühren in Obu so sinnig sind. Vielleicht liegt es ja auch an etwas anderem, aber an der globalen wirtschaftlichen Lage mit Sicherheit nicht. Im Hochtaunuskreis gibt es weiterhin Wachstum und die Arbeitslosenzahl ist weiter gesunken. Auch steigt die Einwohnerzahl unseres Städtchjens stetig! Also das ist lediglich eine Ausrede von Herrn Häfner, wahrscheinlich um eine verfehlte Politik zu vertuschen. Geben Sie doch endlich mal zu, dass Sie einiges falsch gemacht haben und stehen Sie dazu. Machen Sie doch eine Kertwende! Jeder darf doch mal Fehler machen, auch Politiker. Was jedoch durch Nichts-Tun erreicht wird, das sehen wir momentan an unserer Bundesregierung. Bitte liebe Stadtväter (und Stadtmütter!), unternehmen Sie etwas gegen diesen Ladenausverkauf!

Grüße

Ein besorgter Oberurseler Bürger


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 11.01.2002 20:48:55
Hallo Herr Scholl,

die Arbeitslosigkeit im HG-Kreis ist laut TZ vom 10.01.2002 deutlich gestiegen, hier der Artikel:

"Hochtaunus. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Hochtaunuskreis deutlich angestiegen. Im Dezember 2001 waren beim Arbeitsamt Bad Homburg 4717 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet, das entspricht einer Quote von 4,2 Prozent. Noch einen Monat zuvor hatte die Quote bei 4,0 Prozent (4538) gelegen. „Der Arbeitsmarkt im Hochtaunuskreis zeigt sich leicht verschnupft, er sendet aber immer noch eine Reihe positiver Signale“, lautet die Einschätzung des Arbeitsamtes.

Eine Verschlechterung der Situation gibt es auch bei den offenen Stellen. Waren im November noch 1077 Jobs zu vergeben, so lag die Zahl zuletzt nur noch bei 848. Vor allem der niedrige Anteil an Teilzeitstellen – 208 bei 772 zu vermittelnden Personen – macht dem Arbeitsamt Sorgen. „Dies zeigt eine fast dramatische Stagnation im sonst sehr lebendigen Hochtaunusmarkt: Arbeit in Teilzeit wird nur ungern angeboten“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Am häufigsten gesucht werden Kaufleute und Bürokräfte. Aber auch in der Gesundheitsbranche gibt es eine starke Nachfrage nach Personal."

Aber ich stimme Ihnen zu, daß die Stadtväter Fehler gemacht haben müssen. So kann es zumindest nicht weiter gehen.

mfg Fogelberg


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Mike Datum: 11.01.2002 22:39:43
...und das unter einer schwarzen Landesregierung!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Seppl Datum: 12.01.2002 09:04:16
wer kann schon eine Arbeitslosenquote von 4,2 %
vorweisen? und was hat die Landesregierung mit den
leerstehenden Ladenflächen in Orschel zu tun?
( 4,2 % lt. MIke )


Betreff : leere Ladenflächen Autor: willi schmitt Datum: 12.01.2002 09:35:56
Und jetzt die konstruktiven Vorschläge für eine
bessere Einkaufssituation:

Wie können wir das zerhackte Straßensystem: Holzweg, Kumeliusstraße, Henchenstraße,
Epinayplatz wiederin eine übsichtliche und
ästethische Form bringen?
Wie können wir aus dem angeblich schönsten Platz
von Oberursel wieder einen wirklich schönen Platz
machen?
Wie können wir aus den wirklich vielen Einzelpark-
plätzen mit unglaublichem Parkplatzsuchverkehr
und Frust, wieder attraktive Parkflächen machen?
Wie können wir den Geschäftsleuten Planungssicherheit
geben? Holzweg fast zwei Jahre Baustelle, Marktplatz und Eppsteiner Straße fast zwei Jahre Baustelle, zukünftige Baustelle Bahnhofsvorplatz
der zur Folge hat, dass sich Autofahrer für
mehrere Jahre einen Umweg um Oberursel herum
suchen?
Und einen eine Stadtregierung, die sich vorge-
nommen hat, Oberursel weiter zu beruhigen?

Wer schreibt weiter mit .......................


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Jens Scholl Datum: 12.01.2002 09:47:58
@Herrn Fogelberg:
Saisonbereinigt ist sie dennoch gesunken! Es ist normal dass im Winter die Arbeitslosogkeit steigt! Außerdem sind 4,2 Prozent (vielen Dank für die Info) wirklich nicht viel, das nennt der Volksmund bereits "Vollbeschäftigung".

@Seppl:

Danke für die Bemerkung!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: M.u.P. Datum: 12.01.2002 13:30:16
Und eine "solche Stadtregierung" wurde im vergangenen Jahr mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt !


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Arnulf Henrich Datum: 12.01.2002 18:04:42
Sicher ist es schlimm um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Richtig ist aber auch, dass Hessen im Bundesvergleich noch relativ gut da steht.

Was ich allerdings schon seit Jahren immer wieder kritisiere ist, dass die Kunden sich in Oberursel nicht willkommen fühlen können. Ich richte den Vorwurf nicht an die Oberurseler Einzelhändler. Die hatten sich schon reichlich was ausgedacht, um Kunden anzulocken. Nein - Die Stadt an sich schreckt Einkäufer ab. Eine Stadt, die heutzutage den Individualverkehr an allen Ecken und Enden be- und verhindern will, darf sich über ein Wegbleiben nicht wundern. Überall werden Parkplätze abgebaut und/oder mit saftigen Parkgebühren versorgt. Hat man eine Minute nach Abstellen des Fahrzeugs noch keinen Parkschein, riskiert man ein Knöllchen von den immer gegenwärtigen Ordnungshütern. Da kommt kräftig was in die Kassen. Allerdings sieht davon der Einzelhandel nichts.
Klar, die Wohnqualität wird erhöht. Nur darf ich mich nicht wundern, wenn ein Laden nach dem anderen schließt. Als Alternative bleibt dem Einkäufer dann der Stadtbus. Überaus attraktiv. Für die Strecke Innenstadt/Weißkirchen benötige ich damit lediglich 54 Minuten. Wirklich schnell. Auch wenn es ökologisch nicht sinnvoll ist, die Autofahrer zu unterstützen. Man muss dennoch sehen, dass man diesen Kundenkreis wegekelt. Nordweststadt und Main-Taunus-Zentrum sind nicht sehr weit weg. Auch Real/Praktiker kann man gut per Auto erreichen. Da kann Oberursel wenig dagegen setzen. Nochmal: dem Einzelhandel mache ich keinen Vorwurf. Der muss mit den Gegebenheiten leben.
Vielleicht muss ich auch umdenken und mich daran gewöhnen, dass Oberursel keine Einkaufsstadt mehr ist sondern Wohnstadt.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 12.01.2002 18:50:37
Der öffentliche Nahverkehr, auf den ich angewiesen bin, ist in Oberursel eine Katastrophe. Versuchen Sie mal mit der 531 nach Bad Homburg zu kommen, tagsüber geht das. Abends unmöglich. Also in die U-Bahn, am Orscheler Bahnhof in den Bus oder die S-Bahn nach Bad Homburg und abends am besten mit dem Taxi, die letzte U-Bahn fährt ja nicht bis zur Hohemark, sondern nur bis zum Bahnhof, also wieder Taxi, da der Nachtbus nicht lange genug fährt. Spitze, also aus Faulheit 2x Taxi, machte bisher ca. 35-38 DM am Abend. Ich fahre mit einem Kumpel immer in die Nordweststadt, da dort alle Geschäfte auf einem Haufen sind und Elektroartikel einfach vor Ort erhältlich sind. Sehr angenehm finde ich auch den Einkauf im Internet, bringen einem die Ware zur Firma oder nach Hause, den ganzen Aufwand gespart Smile)


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 15.01.2002 13:36:10
Zitat TZ 15.01.02

"„Wir haben uns auch einmal um eine Nordsee-Filiale bemüht“, berichtet Fischer. Die Fischimbisskette habe jedoch abgelehnt mit dem Hinweis, sie gehe nur in Städte mit über 50000 Einwohner. "

Interessanterweise hat Bad Homburg auch unter 50.000 Einwohnern, die haben allerdings einen Nordsee-Laden. Komisch, komisch...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Philipp Datum: 15.01.2002 13:45:13
Lieber Herr Fogelberg !

Bad Homburg liegt natürlich ÜBER 50.000 Einwohner -- wenn auch nur knapp 2.000 -- und gehört damit zu den Städten mit Sonderstatus (wie im übrigen auch: Hanau, Fulda, Rüsselsheim usw.).

Nur Städte mit > 50.000 Einwohnern führen schließlich den Titel "Oberbürgermeister" (= Bürgermeister) und "Bürgermeister" (= Erster Stadtrat) ....

Komisch, komisch --- sie wissen doch sonst (fast) alles ....


Betreff : leere Ladenflächen Autor: martin Datum: 15.01.2002 13:49:24
hallo hr. vogelberg, bedauere auch das keine nordsee nach orschel kommt, aber bad homburg hat ganz sicher über 50.000 einwohner sonst hätten die keinen oberbürgermeister!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 15.01.2002 14:02:24
Das ist doch völlig gleichgültig. Mit Sicherheit haben die von der Stadt wieder gelogen. Die lügen doch immer. Selbst wenn sie die Wahrheit sagen.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: kalli Datum: 15.01.2002 15:11:03
@ martin

das stimmt so nicht ganz. Sollte während der Amtszeit des OB die Einwohnerzahl unter 50.000 sinken, so gibt es weiterhin den OB! Und bei einer Wiederwahl des gleichen OB behält er auch dann den Titel OB und wird nicht zum Bürgermeister!!

Gruß
kalli


Betreff : leere Ladenflächen Autor: martin Datum: 15.01.2002 15:14:17
@kalli: ist eine solcher einwohnerschwund seit der pest oder dem 30 jährigen krieg mal wieder vorgekommen??


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Fischkopp Datum: 15.01.2002 15:53:42
Moin, moin!

Wir brauchen nicht noch einen Fischladen. Der Metzger Klein hat es auch nicht geschafft, seinen Fisch zu verkaufen. Gut für den kleinen Fischladen, bei dem immer alles sehr frisch ist.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 15.01.2002 21:26:42
Laut der Webseite Bad Homburgs hat die Stadt Bad Homburg ca. 52.000 Einwohner, mir waren andere Zahlen bekannt. Daher ist diese Aussage meinerseits wohl widerlegt Smile


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 16.01.2002 07:40:26
Bei dem Typen würde ich nie mehr einkaufen. Erstens ist erunhöflich zu seinen Kunden, zweitens ist er zu teuer. Und frisch? Naja...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: atze Datum: 16.01.2002 08:04:19
Sprache verrät viel!
Vorurteile?
>Bei dem Typen würde ich nie mehr einkaufen<
Auf das urteil eines Typen, wie sie, geb ich nicht so viel.
Da hört man nicht nur Abneigung raus.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 16.01.2002 09:17:14
Wenns mein Beitrag wäre, würde ich Ihre Aussage verstehen. Aber das ist wohl nicht meine Art zu schreiben, mal wieder ein Spaßvogel unterwegs!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 16.01.2002 09:32:16
Sehr lustig, ha ha ha! Bitte suche Dir ein anderes Pseudonym und lasse mich in Ruhe.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Jens Scholl Datum: 16.01.2002 14:40:45
An dieser Stell möchte ich mal wieder an die Stadtväter appellieren, doch endlich ein Board einzuführen, wo man sich registrieren kann, damit so etwas, wie in dieser Diskussion nicht mehr passiert!

Mal neben bei ist das, was diejenigen betreiben, die anderer Namen benutzen, um sich offensichtlich aufzugeilen, rechtswidrig und meiner Ansicht auch Unterschriftenfälschung. Und dafür gibts Knast!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 16.01.2002 16:32:52
So weit würde ich nicht gehen, aber es gehört sich nicht und ich hätte mir schon längst die Mühe gemacht, mir mal die IP Adressen des Servers anzugucken, welcher Volltrottel versucht anonym im Netz unterwegs zu sein. Ich traue diese Fähigkeit keinem hier am SB zu... Mein NAme gehört mir, übrigends, wir stehen auf der Liste.

mfg Fogelberg


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 16.01.2002 20:06:07
Hier gäbe es folgende Lösungen die Misere der leerstehenden Geschäftsräume zu ändern und weitere Abwanderungen zu verhindern:

1. Wiedereinführung der Parkscheibe anstelle Euroumstellung der Automaten; dadurch Geschäftsbelebung und neue Läden; d.h. auch mehr Gewerbesteuern (siehe Beispiel der Kleinstadt Celle und andere)

2. Marktplatz als Parkplatz reaktivieren

3. kleine Schrägparkmöglichkeiten auf dem Epinayplatz mit Pflanzen/Baumabtrennungen locker gestaltet.---Dann findet sich auch ein Investor für die ehem. Taunus Sparkasse.

4. Holzweg/Henchenstrasse wieder als Durchfahrt. Diesen gesamten Bereich als verkehrsberuhigte Zone ausweisen (Schritttempo!!)
Dadurch Erhöhung der Attraktivität und Belebung bei gleichzeitiger Entlastung der Feldbergstrasse.

5. Ansiedlung neuer Geschäfte im Bereich des Marktplatzes.

6. Filiale eines Kaufhauses z.B.im Tengelmann Gebäude ehem. KDM (wird wahrscheinlich schwer sein jemanden zu finden) alternativ: Fast Food Restaurant.

7. Schulung des Personals diverser Geschäfte im Hinblick auf Kundenfreundlichkeit und Dienstleistungsanbieter. (Also nicht mehr nach dem Motto:" Ei Sie müsse doch wisse was se wolle")

8. Werbung im Internet für Oberursel als attraktive Einkaufstadt im Grünen als Alternative zum MTZ und Nordwestzentrum.

9. Den Versuch starten exclusive Läden zu gewinnen.(exclusiv heißt nicht teuer, aber schick)

10. Einige Hausbesitzer in der sehr guten Vorstadtlage sollten von Ihren teilweise überzogenen Mietforderungen Abstand nehmen.

11.Die Parkplätze in den Parkhäusern und Tiefgaragen an Dauerparker/Anwohner etc. preisgünstig vermieten und Senkung der Parkgebühren für Einkaufwillige, die Ihr KFZ gerne im Parkhaus abstellen möchten.

12. Wackeltiere und Spielgeräte für Kinder im Einkaufsbereich (Vorstadt, Marktplatz, Strackgasse,etc......)

13. Spielsachen in den Geschäften für Kinder während des Einkaufs der Eltern.(Damit die nicht immer quengeln)

Betreff : leere Ladenflächen Autor: Susanne Datum: 17.01.2002 07:22:55
Klasse, Herr Ruppel!
Sie haben eigentlich alles auf den Punkt gebracht.
Warum übernimmt keine der politischen Parteien
dieses Programm und gewinnt damit die nächste Wahl?
Die Sache ist sehr verfahren, weil der jetzige Zustand
fast komplett von allen Fraktionen mitgetragen wurde.

Mal sehen, ob sich hier am SB auch nur ein Politiker bereit erklärt, für die Thesen von Roland Ruppel einzutreten!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Andreas Datum: 17.01.2002 08:11:33
Also, nach meinem gestrigen Einkaufstag sage ich: zuerst müssen die Läden sich mal bemühen.

Um 13 Uhr (was bin ich doch naiv!) fuhr ich los: Wäscherei bis 14:30 Uhr geschlossen, Getränkemarkt bis 14 Uhr geschlossen. Im Penny wurde ich darauf hingewiesen, wenn ich in der Mittagszeit komme, müsse ich eben warten bis jemand die Kasse besetzt. Beim Papier Friedrich wurde ich wie immer freundlich bedient.
Als ich abends um 18:15 Uhr ins Reformhaus kam, hiess es, ich müsse mich beeilen, da sie gleich zumachen. Den Gang um 18:20 Uhr die Vorstadt runter: Geschäfte schieben ihre Verkaufsständer so in den Weg, dass man garnicht bis 18:30 Uhr einkaufen kann. Ich tue mir das, obwohl ich langjähriger Oberurseler bin, jetzt nicht mehr an. In der Zeit, in der ich rumgefahren bin, bin ich auch in Bad Homburg oder im Nordwestzentrum. Meine Einkäufe habe ich dann auch schneller erledigt. Solange sich die Einzelhändler als Gesamtheit nicht um einheitliche Öffnungszeiten und Kundenorientierung bemühen, ist der Schrei nach der Politik vergebens.

Hätte ich zudem versucht, das ganze mit öffentlichen Verkehrsmitteln abzuwickeln, würde ich wahrscheinlich immer noch einkaufen....


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 17.01.2002 09:33:34
Richtig, einen Punkt habe ich vergessen:
Einigermassen einheitliche Öffnungszeiten, d.h. MINDESTENS bis 18.30 Uhr und mittags max. zwischen 13 und 14 Uhr geschlossen.
Ich bin mal auf weitere Reaktionen meines Programmes gespannt, denn ich bin überzeugt, wenn man wenigstens einige Punkte durchführt ändert sich was.
Viele Grüße


Betreff : leere Ladenflächen Autor: orscheler Datum: 17.01.2002 10:11:05
rhabarber rhabarber rhabarber


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Caro Datum: 17.01.2002 10:24:46
Hallo Herr Ruppel,

Ihren Ausführungen kann ich mich nur anschließen!!! Bis sich hier aber etwas tut, dass kann dauern. Ich jedenfalls gehe jetzt auch öfter ins NWZ.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 17.01.2002 14:20:38
Wer schreibt denn nur unter dem Pseudonym "Orscheler" ? Jetzt gibt es endlich mal ein wirklich interessantes Thema, das alle Oberurseler betrifft und schon sind die D...... wieder da. Also bitte, mehr Ernsthaftigkeit.
Oberursel soll doch nicht zu einer reinen Wohnstadt werden, oder???


Betreff : leere Ladenflächen Autor: DS Datum: 17.01.2002 16:16:00
Wirklich schade, daß man am schwarzen Brett keine sachliche Diskussion mehr führen kann. Auch schade, daß H.Krämer - und zwar der richtige - sich nicht mehr beteiligt. H. Ruppel hat einige sehr gute Ideen aufgeführt, die eine Stellungnahme der Stadt verdienen.
Eine Momentaufnahme vom letzten Samstag: Aus Urlaub zurückgekehrt begab ich mich um 13.30h in die Stadt, um Brot- und Kühlschrank zu füllen. 3 Bäckereien waren schon geschlossen, eine weitere hatte zwar offiziell bis 14.00h auf, die "Verkäuferin" putzte aber schon und rief durch die geschlossene Türe: "wir haben nichts mehr"...!!!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: JoJo Datum: 17.01.2002 20:01:52
Die Bäckerei Eifler hat immer Samstags bis 16 Uhr auf. Meiner Ansicht nach liegt das Problem mit fehlenden Investoren weniger an den Parkhausgebühren.
In Oberursel kaufe ich hauptsächlich Lebensmittel, Blumen, Kleinigkeiten und komischerweise auch Uhren und Schmuck.
Kleidung kaufe ich im MTZ oder in Frankfurt.
Vielleicht macht es Sinn für den einen oder anderen Investor mal zu hinterfragen, welche Produkte typischerweise in Oberursel nachgefragt werden. Aufgrund der eher überdurchschnittlichen Einkommen sind vielleicht einige Oberurseler eher bereit für besonders hochwertige Produkte etwas mehr zu bezahlen als in Frankfurt auf der Zeil.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 20.01.2002 13:48:16
Wann kann man endlich einmal mit einer Stellungnahme von der offiziellen Seite rechnen?
Ich wiederhole mich:"Oder soll Oberursel tatsächlich eine Schlafstadt werden?"


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Jens Scholl Datum: 20.01.2002 15:00:16
Die offizielle Seite hat wohl das Interesse an diesem Board und damit auch an den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt verloren. Die nächsten Wahlen sind wohl zu weit entfernt! Zumindest schreiben diese Damen und Herren seit einiger Zeit nichts mehr. Schade um die Bürgernähe, die verloren geht.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Philipp Datum: 20.01.2002 22:00:33
... also auf meinem Kalenderblatt steht heute SONNTAG !! Auf Ihrem auch ??
-- welche "offizielle Stelle" sollte Ihnen in der Zeit zwischen Freitagmittag und Sonntag geantwortet haben ????


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 20.01.2002 22:18:18
Das Thema steht schon über eine Woche drin und es gab keinen Kommentar der verantwortlichen Stadtpolitiker!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: schnarchi Datum: 21.01.2002 08:11:10
gute nacht


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 21.01.2002 18:09:26
Man soll nicht annehmen die Stadtverwaltung würde dass schwarze Brett nicht beobachten.Der beste Beweis ist, dass kritische Beiträge wo z.B. blödsinnige Verkehrsplanungen etc. angeprangert, oder ausgesprochen unfähige Leute (wie Hr.Häfner)beim Namen genannt werden sofort gelöscht werden.Unsere Städtischen Oberhäupter sollten mal endlich einsehen dass Ihre Politik nur auf Grossbetriebe zu setzten in die Hose gegangen ist.Die Quittung in Form von Seuerrückzahlungen haben Sie ja bereits bekommen.Sie sollten sich endlich wieder mehr auf Handwerk und Einzelhandel konzentrieren (die gr.Arbeitgeber der Nation)und Oberursel nicht zur Schlafstadt verkommen lassen.Deshalb kann ich Herrn Ruppels Vorderungen nur Unterstützen.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Fernseher Datum: 21.01.2002 19:18:12
Na, haben wir gestern Stoiber (Neukanzler) und Christiansen (Ex-Stewardess) geguckt? Haben Sie aber schön zitiert!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 21.01.2002 20:18:29
Ich hoffe nur, dass jetzt dieser Artikel nicht gelöscht wird, da wieder ein Name gefallen ist!!??


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 21.01.2002 21:28:28
Damit hat Stoiber ja auch nicht unrecht, die mittelständischen Betriebe Deutschlands sind nun mal -die- Arbeitgeber des Landes und nicht die DAX 30 Unternehmen.

Allerdings hat er gestern eine sehr schlechte Figur abgegeben. Ich bin ja auf die direkte Fernsehauseinandersetzung zwischen Stoiber und Schröder gespannt. ICh denke, Stoiber wird den Kürzeren ziehen. Wir werden sehen...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 22.01.2002 09:38:35
P.S. Ich bin kein Fernseher von Schwafelrunden.Würde mich aber freuen wenn Steuber meiner Meinung wäre.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 22.01.2002 13:51:11
Geht es jetzt um Steuber und Bundespolitik, ich glaube NEIN: Es geht um UNSER OBERURSEL und es ist Viertelvorzwölf


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Olli Datum: 22.01.2002 15:11:34
Mensch merkst Du gar nicht, wie sehr Du nervst?


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Jens Scholl Datum: 23.01.2002 17:37:05
Herr Ruppel hat aber recht!

Manchmal muss man die Diskussion wieder in die richtige Richtung lenken!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Renate Puscher Datum: 24.01.2002 17:52:02
Der Zug mit der Einkaufsstadt Oberursel ist doch beim Aufstellen des Raumordnungsplans vor Jahrzehnten für Oberursel abgefahren. Da wurde von der Oberurseler Lobby doch sehr darauf geachtet, dass die Geschäfte ohne Konkurrenz bleiben. Eschborn und Bad Homburg hat sich da anders entschieden. Heute vermietet die damalige Lobby zum Teil Ihre Geschäfte, weil damit halt mehr und einfacher Kasse zu machen ist.
Die Bemerkung zu dem Fischladen in Sachen Frische ist übrigens schlichtweg unverschämt. Wer den Laden Herrn und Frau Metze kennt weiss das. Ich werde nie vergessen, als ich für eine Dienstag Sardinen bestellen wollte,ist schon ein par jahre her, und die Antwort erhielt: "Dienstach, da krisch isch nur des alde Zeusch im Großmargt, des verkauf isch ihne nischt." Es gibt sicher eine bessere hessische Schreibweise, für korrekte Übersetzung bin ich dankbar. Für mich ist das Geschäft jedenfalls ein Hauptanziehungpunkt in Orschel. Wer braucht denn da Nordsee?


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 24.01.2002 22:00:52
Der Zug steht noch im Bahnhof und wartet auf den Lokführer.
OBERURSEL muss als Einkaufstadt erhalten bleiben und attraktiver werden.
Wo bleibt eine Stellungnahme der Stadt??????


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 24.01.2002 22:48:02
Der Lokführer ist zwar noch nicht da, der Kessel aber schon geheizt, der Heizer hat Schwierigkeiten den Zug am Abfahren zu hindern. Drei Möglichkeiten gibt es:
1. Der Lokführer kommt zu Potte und fährt, wie es die Schienen vorgeben.
2. Der Heizer hält den Zug nicht mehr und er fährt ohne Führung, so wie er im Bahnhof angekommen ist.
3. Der Kessel explodiert und der Bahnhof wird in Schutt und Asche gelegt.

Liebe Stadt?!?! Die Antworten lassen auf sich warten, und dies schon seit gut 12 Tagen...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 26.01.2002 17:02:19
Unseren Stadtregierern ist Oberursel als Einkaufsstadt im Grunde genommen Sc....egal.Die paar Mark (Euro) an Gewerbesteuern interessieren die nicht die Bohne (wurde auch Vertretern des BdS schon ins Gesicht gesagt).Mit dem Erlös aus den Verwarnungsgebühren wg.Parkvergehen (zw.200-300000 € im Jahr )und den Einnahmen von Parkautomaten etc.lässt es sich scheinbar prima wirtschaften.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 26.01.2002 17:16:07
Da die Stadt sich bisher in keiner Weise geäußert hat, wäre eine Stellungnahme von Seiten des BDS auch sehr interessant, denn es geht um die Geschäfte in der Stadt.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 28.01.2002 12:25:02
Interessiert sich eigentlich noch jemand für das Thema?
Wo bleiben irgendwelche Meinungen, Infos etc. der Geschäftsleute??


Betreff : leere Ladenflächen Autor: olli Datum: 28.01.2002 15:59:58
ne roland ehrlich gesagt interessiert mich das thema einen scheiß. ich kaufe schon lang nicht mehr bei den hökern in oberursel ein., unfreundlich, tausend verschiedene öffnungszeiten, betriebsferien, keine auswahl und beim bestellen unflexibel wie sonstwas. das geilste sind die schaufenster. der dezente charme der 50er. da kannste mir tausend kostenlose parkplätze anbieten. ich fahr lieber ins mtz.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 28.01.2002 18:35:58
Sollte die Mehrheit der Oberurseler Olli`s Ansicht sein, sollte man das Thema abhaken!!!
Aber irgendwie glaub ich es nicht!!??????


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Oberurseler Datum: 28.01.2002 20:06:32
Herr Ruppel,
dieses Thema ist wohl interessant, jedoch wird sich wohl kein Oberurseler Geschäftsmann hier am
schwarzen Brett dazu äußern, außer Pöbeleien und Beschimpfungen kann man als folgende Komentare nicht erwarten.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 29.01.2002 08:42:03
Hat denn das schwarze Brett überhaupt noch einen Sinn???


Betreff : leere Ladenflächen Autor: olli Datum: 29.01.2002 08:51:35
@roland. nicht alles was dich interessiert interessiert andere. und umgekehrt. du bist aber der einzige der hier ständig völlig beleidigt rumnervt wenn seine threads irgendwann einschlafen.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: martin Datum: 29.01.2002 10:51:44
ich nehme an hr. ruppel ist selbst oberurseler unternehmer. seit wann sind unternehmer scharf auf eingriffe seitens des staates (in diesem fall der stadt) deregulierung heisst doch in diesen kreisen das zauberwort. der hauptgrund für die lage der orscheler geschäfte liegt sicherlich nicht im scheppen marktplatz etc., viele (nicht alle!) orscheler geschäftsleut sollten zu erst mal an die eigene nase packen !!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: atze Datum: 29.01.2002 11:16:15
genau. wenns um das kohlescheffeln geht, sind alle geschäftsleute für wenig staat und wenig steuern. aber wenn sie probleme haben, wenn es zuviel konkurrenz gibt, wenn die wirtschaft schief liegt dann schreien sie als ertses nach subventionen. kann gar nicht genug staatskohle geben. aber selbst was machen - fehlanzeige. die orscheler krämerseelen aus der vorstadt sind die schlimmsten.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 31.01.2002 16:21:41
1. Ich bin kein Unternehmer, aber lebe seit meiner Geburt Jahren hier.

2. Mir liegt Oberursel sehr am Herzen besonders auch als lebendige Stadt.

3. Äußerungen von Martin, Olli und Atze halte ich für absolut unqualifiziert , sind reine Luftblasen und lassen bezüglich der Sachlichkeit zu wünschen übrig.
(Obwohl mir danach wäre, lasse ich mich nicht auf den beleidigenden Tonfall ein!)

4. Wenn wirklich niemand mehr Interesse an diesem Thema hat,--------dann: GUTE NACHT UND SCHLAFT SCHÖN!!!!!!!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: martin Datum: 01.02.2002 11:02:55
hallo hr. ruppel, nur weil ich nicht Ihrer meinung bin, habe ich Sie noch lange nicht beleidigt oder? im gegensatz zu Ihnen habe ich Ihren beitrag auch nicht als unqualifiziert bezeichnet.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: atze Datum: 01.02.2002 11:17:12
leider gibts hier im forum einige, die immer gleich andere meinungen als ihre eigene als unqualifiziert bezeichnen. der roland gehört dazu. dabei ist es doch nicht schlimm, wenns verschiedene meinungen gibt.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: franz Datum: 01.02.2002 19:25:09
atze: aus welcher Quelle beziehst Du eigentlich Deine Aussage ZITAT: "Krämerseelen aus der Vorstadt sind die schlimmsten"? Kannst Du das mal naeher erläutern? Ich bin zufaellig einer davon und waehre daran interessiert, was Du damit eigentlich ausdruecken willst.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Norbert Drechsel Datum: 01.02.2002 20:37:25
Die Kunden werden nur zurück nach Oberursel kommen
wenn eine Grundsätzliche Wende in der Verkehrs politik erfolgt,die Wirtschaftslage ist kein ausreichendes Argument für den immer geringer werdenten Kundenlauf,die Einkaufscentren sind immer bis auf den letzten (Park)Platz gefüllt selbst kurz nach dem 11.September 2001.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Arnulf Henrich Datum: 01.02.2002 21:41:45
was soll denn jetzt der Hinweis auf den 11. September ?


Betreff : leere Ladenflächen Autor: franz Datum: 02.02.2002 10:33:22
Ich denke dass sich auch das Kundenverhalten sehr geändert hat. Viele Kunden besuchen die Einkaufszentren weil dort Alles auf einem Fleck zu finden ist. Die Parkplätze sind kostenlos und man muss nicht soviel herumlaufen. An den Preisen liegt es sicherlich nicht. Denn Autos kosten pro Kilometer auch ganz ordentlich aber das wird meist nicht gerechnet. Meist sind die ortsansässigen Händler nur noch Lückenbüßer, wenn mal was vergessen wurde.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 03.02.2002 19:48:44
In Oberursel gibt es auch fast alles auf "einem Fleck" nur sollte dies , wie schon mehrfach beschrieben kundenorientierter gestaltet werden.

Betreff : leere Ladenflächen Autor: Christian Bender Datum: 04.02.2002 18:06:08
Vor fünf Jahren gab es eine Studie über die Ladensituation in Oberursel. Diese hat genau die jetzt auftretenden Problem schon prophezeit. Unsere Politiker haben nichts daraus abgeleitet, leider.

Ich denke, dass elementare Problem ist die sogenannten Parkraumbewirtschaftung. Die paar Cent an Mehreinnahmen machen den Verlust der Kunden lange nicht wett. Deshalb folgende Forderungen:
- Aufhebung der Parkgebüren in der Austraße/Lindenstraße und Nassauer Straße
- Teilweise Öffnung des Epinayplatzes für den Durchgangsverkehr
- Rückbau der Fußgängerzone in der Kumeliusstraße
- 24-Stunden-Betrieb der Parkhäuser (insbesondere Cityparkhaus)
- Städtische Förderung von Handelsaktivitäten (Herbsttreiben etc)
- Einheitliches Stadtmarketing (nicht wie bisher Trennung zwischen Strackgasse und Vorstadt)
- Verlegung des Wochenmarktes in die Innenstadt

Ich denke, wenn alles diese Punkte nach und nach realisiert werden, ist auch die Frage von leerstehenden Geschäften gelöst.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: R.Ries Datum: 05.02.2002 09:40:42
Mit "In Oberursel" meinen Sie doch bestimmt nur Oberursel-Mitte, oder ? Wenn Sie in Weißkirchen wohnen gibt es fast nichts und schon gar nicht auf einem Fleck. Der HL im Wohngebiet Mauerfeld bietet jetzt fast seine gesamte Ware nur noch abgepackt an, frische Wurst, frischer Käse, Fleisch nur noch in Folie, Backwaren von gestern = nein danke. Dass ist kein bißchen kundenorientiert und es soll keiner meckern, wenn dort niemand mehr einkaufen will. Ich kaufe lieber auf meinem Rückweg von der Arbeit in Frankfurt frische Ware ein.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 07.02.2002 19:02:41
Richtig, es ist Oberursel Mitte gemeint.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Billard-Lotz Datum: 07.02.2002 20:51:42
Hallo, bin zwar ein (kleiner Fisch) als Geschäftsmann von Oberursel - möchte aber trotzdem folgendes dazu sagen; die miete die hier in der innenstadt verlagt werden sind einfach ein Schlag ins Gesicht. Offensichtlich gilt immer noch der alte Grundsatz = Umsatz ist noch kein Gewinn...! Also Mieten runter und die leeren Flächen werden sich rasch füllen. Viele Grüße Billard - Lotz, Altkönigstr.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 08.02.2002 13:35:14
Sie haben absolut Recht Herr Lotz.
Siehe auch die Punkte 7+10 meiner Auflistung vom 16.1.02
Kann man eigentlich irgendwann einmal mit einer Stellungnahme der Stadt oder des BDS rechnen??


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Philipp Datum: 08.02.2002 14:56:39
... von der Stadt kann ja gar keiner antworten ... seit der Erstürmung am 02.02. ist PRINZ ROLF III. der "herrschende Regent" ... und der hat zur Zeit -- weiß Gott -- genug zu tun ... Smile)
ORSCHEL HELAU !!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 10.02.2002 22:21:53
Fastnacht feiern, dass können unsere Honorationen noch am Besten,----und nur keine Verantwortung übernehmen.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: De Gesch Datum: 11.02.2002 11:29:00
hallo du retter der oberurseler ladenmafia!!!

ich hoffe das wir uns wieder samstags bei geöffneten läden in der footgäng von orschel treffen!

bis dahin

DE GESCH * + KIDS


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 12.02.2002 19:31:27
Mittlerweile glaube auch ich bald, dass die Geschäftsleute gar nicht mehr "gerettet" werden wollen. Jeder scheint satt zu sein.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 14.02.2002 09:48:20
TZ vom 14.2.02:

"Epinayplatz: Stadt sucht neuen Investor

Oberursel. Das Geschäft ist geplatzt. Die Stadt wollte nicht länger warten. „Wir hatten dem Investor eine Frist bis Ende Januar gesetzt“, so Bürgermeister Gerd Krämer (CDU). Bis dahin tat sich nichts. Und deswegen ist die Stadt nun auf der Suche nach einem neuen Investor fürs Gelände am Epinayplatz, auf dem zurzeit noch das alte Gebäude der Taunus-Sparkasse steht. Verhandlungen mit einem neuen Kaufinteressenten liefen bereits, hob Krämer gestern hervor.

Das Geschäft mit dem Mann, an den das mehr als 2600 Quadratmeter große Areal ursprünglich verkauft werden sollte, sei letztlich an finanziellen Dingen gescheitert, bedauerte gestern Norbert Fischer von der städtischen Wirtschaftsförderung. „Man muss verstehen, dass ein Investor auf Nummer Sicher gehen muss, bevor er 17,9 Millionen Euro ausgibt“, hatte Erster Stadtrat Eberhard Häfner (OBG) noch Anfang Januar zu Bedenken gegeben. Der Baudezernent hatte aber schon damals angekündigt, dass die Stadt nicht mehr lange warten wolle. Denn die Verhandlungen mit dem Mann aus dem Raum Fulda zogen sich erheblich länger hin als gedacht. Nicht einmal ein Vorvertrag war nach einem Zeitraum von mehr als einem Jahr zustande gekommen. Der potenzielle Investor hatte Häfner zufolge Probleme gehabt, genügend Mieter fürs geplante neue Geschäftshaus zu finden. Interesse hatte auf jeden Fall das Handelsunternehmen „Tegut“ bekundet (TZ berichtete). Die Gruppe wollte einen Lebensmittelmarkt mit Ökoprodukten am Epinayplatz eröffnen. Und das Unternehmen sei auch weiterhin an diesem Standort interessiert, wie Fischer versicherte.

Der Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung weiß, dass bald etwas am Epinayplatz geschehen muss. Das frühere Gebäude der Taunus-Sparkasse steht seit Jahren leer und gammelt vor sich hin. Geschäftsleute am Epinayplatz und in der Kumeliusstraße hätten sich schon über die Situation beklagt. Ein Café allein sei eben zu wenig, um den gesamten Platz zu beleben, sagt Fischer.

Bürgermeister Krämer zufolge sind für übernächste Woche Gespräche mit einem Kaufinteressenten geplant. Zudem gebe es weitere Investoren, die sich für das Gelände interessierten. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, könne er nicht sagen. „Sorgfalt geht hier vor Schnelligkeit. Schließlich wollen wir den Einzelhandel stärken.“ (mj)"

Viele haben es in letzter Zeit geahnt, das Geschäft platzt und der Epinayplatz sieht immer noch so trostlos aus, wie vorher.

Jetzt kommt ein weiteres neues Gebäude mit Ladenflächen hinzu, 200 Meter in alle Richtungen entfernt stehen Gewerbeflächen, vom Einzelhandel verlassen, leer. Ich verstehe die Politik jedenfalls nicht. Ich bin nicht gegen eine Bebauung des Platzes, alles ist besser als der vorhandene ehemalige Sparkassenklotz, aber die Einzelhändler brauchen an anderer Stelle wohl eher Hilfe.

Man kann die Entwicklung aber nicht nur der Politik zuschreiben, der Einzelhandel ist z. T. auch selber Schuld.

mfg Fogelberg


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Sigrid Kahler Datum: 18.02.2002 15:25:20
Diese Beobachtungen kann ich nur bestätigen. Ich arbeite in Frankfurt im Industriehof und wohne in Stierstadt. Auch mir ist es schon mehrmals passiert, dass ich ein Geschäft betreten wollte, z.B. samstags um 13:00, und sofort wieder hinaus komplimentiert wurde, aber Sie hätten mal hören müssen, in welch unfreundlichem Ton! Seitdem fahre ich nur noch nach Oberursel, wenn ich mal früher Feierabend habe und gutes Wetter ist. Dann gehe ich zum Fischhändler (eines der Highlights in Oberursel) und Eisessen. Zu anderen Einkäufen fahre ich je nach Bedarf zum Nordwestzentrum, zum MTZ, zum Real oder nach Bad Homburg. Wenn ich mal Bummeln will, sind alle diese Orte 10mal besser als Oberursel. Und Frankfurt ist ja schließlich auch noch da...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Joachim Datum: 18.02.2002 22:14:32
Wo sie recht hat...
Genauso mache ich es schon lange!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Wolfgang Datum: 19.02.2002 08:31:06
.... und welcher Bürger/Inn hält sich schon gerne an einem Platz auf an dem das GRAU (Alles zubetoniert) vorherrscht und das GRÜN (Bepflanzung, Bänke, ...) fehlt.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 19.02.2002 12:37:27
Nach den letzten Zuschriften zu urteilen ist es nicht mehr Viertelvorzwölf damit sich endlich was tut oder eine Stellungnahme erfolgt, sondern 5 vor Zwölf. Liebe Geschäftsleute, lieber BDS, liebe Stadt, meldet Euch zu Wort.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Dagmar Müller-Funk Datum: 20.02.2002 14:15:07
Ich kann Ihre Forderungen nur begrüßen. Auch ic mache es wie viele am SB: große Haushaltseinkäufe - ALDI, real, toom; Kleidung + Elektro: HG, MTZ und NWZ, die restlichen KLeinigkeiten wie Spielzeug, Tee und ähnliches hier in Orschel.

Das war mal anders. Noch vor sieben Jahren habe ich mich bewußt entschieden hier zu bleiben (Anm.: Ich bin in den 70er Jahren hier aufgewachsen, habe die 80er in Berlin verbracht und lebe seit 1988 wieder im Hochtaunuskreis), weil Oberursel eine hohe Wohnqualität mit viel Einkaufen und Bummeln verbindet.

Seitdem sind solche Monstrositäten wie der Epinay-Platz geschaffen worden und "unsern scheppe Markt". Auch das Modell des neuen Bahnhofs läßt mich schaudern.

Darüberhinaus teilen viele Familien vielleicht auch mein Problem: man kann die "Zwerge" (ich habe drei!) in Oberursel (speziell Fußgängerzone, Markt, Strackgasse etc.) einfach nicht laufen lassen, weil ein Haufen sog. Anwohner und Lieferanten (sind das wirklich sooooviele???) wie die gestörten durch verkehrsberuhigte und -befreite Plätze brettern. Im NWZ, MTZ, bei real etc. gibt es dieses Problem einfach nicht: da fahren keine Autos!

Schön wäre für uns ein Kaufhaus und das panische "Da gehen uns die Kunden verloren" vom BDS glaube ich so nicht. Sicher, der Wettbewerb wird schärfer, aber die Leute (wie wir), die jetzt woanders hin fahren, kaufen halt garantiert nicht in Oberursel ein! Schön wären auch Parkflächen, so dass man "eben mal rasch" was erledigen könnte, ohne sämtliche Kinder aus- und wieder ins Auto einzupacken, Parkschein ziehen, Parkschein zurücktragen, aufpassen, rechtzeitig zurück zu sein (wehe; man steht mal in der Schlange). Ein Supermarkt in der Vorstadt, wie früher, wo jetzt die idea ist. Ein bißchen weniger Monokultur (Schuhe, Foto, Kleidung, Apotheken) und eventuell sowas wie IKEA´s Kinderparadies, meinetwegen sogar privat und gegen richtiges Geld. Und etwas mehr Rücksicht auf Leute mit Rädern (Kinderwagen - aber auch Rollifahrer: Bordsteine etc.)

Nur so zur Anregung, weil Familien zwar nicht so wahnsinnig viel Kohle haben, dafür aber umso mehr ausgeben müssen.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 20.02.2002 19:17:51
Und der BDS, die Stadt und Geschäftsleute schweigen immer noch.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Norbert Drechsel Datum: 20.02.2002 21:04:07
bezugnehmend auf die letzten Antworten zu diesem doch viele bewegenden Thema,beurteile ich als Geschäftsmann in einer Nebenstraße, das es leider schon etwas nach 12 ist, die Menschen kommen nur zurück wenn man Ihnen eine moderne Einkaufsmeile mit interesantem Branchenmix bietet, trostlose leere Plätze und Blumenbehälter (in Parkplatzgröße)und die Situation wie die Mutter in Ihrer Antwort absolut treffend beschrieben hat werden dieses Problem weiter verschärfen.
Schön wäre es wenn ein paar aufmunternde Worte (Taten) aus dem Rathaus hierzu kämen.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 21.02.2002 00:45:08
Guten Tag,
endlich einer der wirklich Betroffenen...
mfg Fogelberg


Betreff : leere Ladenflächen Autor: einkäufer Datum: 21.02.2002 08:50:12
was soll man zu den läden in oberursel auch sagen. angebot wie in den fünfzigern, service und freundlichkeit wie in der ddr, deko angestaubt und abgemufft. da ziehe ich das mtz vor. und das schon lange.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 21.02.2002 13:03:03
Irgendwie scheint der Stadt und dem BDS alles egal zu sein.
So langsam bekommt man den Eindruck seit der Vorsitzende des BDS Herr Wohlleben an die 3 Hasen gezogen ist, geht Ihn die "City" nichts mehr an.
Das aber von Seiten der Stadt immer noch keinerlei Stellungnahme erfolgt, wundert mich, denn Fastnacht ist doch jetzt vorbei.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Renate Puscher Datum: 24.02.2002 11:06:35
Stimmt, in den letzten Jahren hat sich das Einkaufen in Oberursel sehr negativ entwickelt. Für die alten Orscheler ist einkaufen auch Bekannte treffen, schwätzen, flanieren. Doch wenn das Warenangebot immer schlechter wird, wer geht da noch hin.
Die Leistungsfähigkeit hat aber schon seit Jahren nachgelassen, es gibt nur wenige Geschäfte, die wirklich gut geführt werden, wo das Angebot, Bedienung und Service noch stimmt. Früher bin ich oft zum Wochenmarkt gegangen, heute gehe ich da lieber zu Soylus nach Stierstadt, Taunusstrasse. Das Geschäft hat durchgehend!! geöffnet, die Preise stimmen, die Bedienung ist außerordentlich freundlich und Bekannte treffe ich da auch fast immer. Kein Stress um Parkplatz oder Hinfahrt. Im Winter, wenn ich auf das Auto angewiesen bin, kaufe ich eigentlich nur Fisch in der Vorstadt. Im Sommer bin ich da schon öfter, denn vom Süden aus hat man wirklich perfekte Anbindung als Radfahrer.
Zum Thema Service: da ist mir vor 4 Jahren etwas in einem alteingesessenen Schreibwaren? Laden in der Vorstadt passiert. Meine älteste Tochter, sie hat Anfang März Geburtstag, wünschte sich einen Füllfederhalter, ihr alter Schulfüller hatte den harten Uni-Betrieb nicht ausgehalten. Nun ich war etwas spät dran, das Päckchen musste zur Post. Also morgens rasch nach Orschel. Ich war fünf vor neun Uhr vor der Tür, mit mir noch weitere drei erwartungsvolle Kunden. Durch die verschlossene Glastür konnte man beobachten wie die Angestellten, sich geschäftig? auf den Kundenansturm vorbereiteten. Punkt neun wurde aufgeschlossen und dann erst mal die ganzen mobilen Warenständer nach draußen geschoben. Nun ich suchte mir eine Geburtstagskarte aus und ging in die Abteilung Füller und anderes. Dort sah ich mir alleine die Auslagen in den verschlossenen Vitrinen an. Nach einiger Zeit ging ich zu einer Verkäuferung und bat sie mich zu beraten, ich wolle einen Füller für meine erwachsene Tochter kaufen. Deutlich lustlos ging sie mit. Auf dem Weg in die Abteilung fragte sie dann, was ich den ausgeben wolle. Nun ich sagte, sie solle mir doch etwas vorlegen. An den Vitrinen angekommen, sie fingerte nach dem Schlüssel zum Aufschließen, sagte sie dann wörtlich: "Nun sagen Sie schon, was sie ausgeben wollen, damit ich weiß, was ich Ihnen vorlegen muß!!" Bingo. Ich lege die Glückwunschkarte auf den Tresen und sagte: "Es gibt ja noch andere Schreibwarenläden in Oberursel." Dann ging ich trotz nasskaltem Nieselregen zum Hommkreisel. Dort wurde ich sofort freundliche bedient und erstand einen sehr schönen Satz: Füller, Drehbleistift und Kuli in Aluminiumetui von Lamy und das zum Sonderpreis. Das Geschäft ist auch eines das gut geführt wird, schade, dass es doch etwas abseits liegt. Solche Erlebnisse gibt es sicher zahlreich in unserer Einkaufsstadt und die prägen die Kunden.
Renate Puscher


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Seppl Datum: 24.02.2002 11:38:17
Stimmt, das Schreibwarengeschäft am Homm Kreisel
ist sehr kundenfreundlich, aber das liegt doch
nicht abseits ?!?
Meiner Meinung nach geht's mit Orscheler Geschäften nur dann aufwärts wenn sich a) auf einheitliche Öffnungszeiten bzw. Mittagspausen geeinigt wird und b) manch Hausbesitzer seine
Mietvorstellungen mal überdenkt.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Renate Puscher Datum: 24.02.2002 13:54:58
Stimmt, kommt drauf an, woher man kommt. Kommt man vom Süden der langstreckten Stadt, dann liegt er etwas abseits. Das Getümmel auf dem Holzweg läd nicht gerade ein zu bummeln. Die par Parkplätze, die dort sind, sind meistens belegt. Wenn ich jedenfalls in Oberursel parke, dann möglichst zentral, damit ich für die Zeit die ich brauche um weite Wegen zurückzulegen, nicht auch noch die Parkgebühren zahlen muss. Und wie gesagt, für mich bedeutet einkaufen auch, einfach so Bekannte zu treffen. Ja und an der vielbefahrenen Straße geht halt jeder nur zielgerichtet seinen Weg.
Grüße Renate Puscher


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Arnulf Henrich Datum: 25.02.2002 10:01:39
Sicher geht da jeder nur seinen Weg. jedes Anhalten und Schwätzchenhalten kann sofort mit einem Bußgeld (Knöllchen) geahndet werden. Bei der kundenfreundlichen Parkraumbewirtschaftung muss man schon ganz genau wissen, wie lange man unterwegs ist. Ich bezahle auch nicht mal eben 1 EURO mehr, weil ich zufällig jemanden treffen könnte.

Aber eines stimmt. Der Service im Papier Friedrich ist vorbildlich. Das muss wohl in der Familie liegen, denn gleiches gilt für das Geschäft nebenan (Tabak Fass). Obwohl ich Nichtraucher bin.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Roland Ruppel Datum: 25.02.2002 19:02:43
Es ist wohl war, es gibt bestimmt noch eine Menge anderer Geschäfte wo man freundlich und zuvorkommend bedient wird.-----Doch die Stadt und der BDS schweigt noch immer.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Arnulf Henrich Datum: 26.02.2002 09:44:37
was erwarten Sie denn? Sollte sich Stadt und der BDS jetzt noch aktiv in die Diskussion einschalten, würden Sie bei Zustimmung sich die Blöße geben und bei Ablehnung (Widerspruch) nur Unglauben ernten.
Ich denke, wür müssen uns eben von Oberursel als Einkaufsstadt verabschieden. Traurig, ist aber so. Vielleicht tut sich ja eine kleine Heilquelle auf (Bad Homburg ist ja nicht weit weg) und es klappt irgendwann mit einer Kurstadt. Bad Oberursel am (Maasgrund-) See. Das hat doch was.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Birgitt S. Datum: 26.02.2002 21:42:10
Auch ich schließe meinen Laden Mitte März, seit dem Marktplatzumbau habe ich einen Kundenrückgang von ca. 40 %, von den Umsätzen garnicht zu reden. Wenn man wegen 7 Kunden 10 Std. im Laden stehen muß und man merkt, daß die Stadtväter kein bischen ins Grübeln kommen, macht es keinen Spaß mehr und das "Hobby" wird einfach zu teuer. Ich nehme lieber meinen Schuldenberg in Kauf, als diesen Alptraum weiter mitzumachen. Schade, denn es hat mal alles so gut angefangen. Aber die Strackgasse ist der Stadt wohl doch nicht so wichtig, man hat es ja noch nicht mal fertig gebracht den Weihnachtsmarkt durch die Straße zu ziehen. Offener Sonntag auf das Brunnenfest zu legen, einfach ein Witz...., welcher Kunde läuft bepackt über´s Brunnenfest???? Sie vielleicht? Dann kostet der Spaß auch noch ein paar Euro, die man an diesem Sonntag garnicht reinbekommt, toll - da bleib ich (wie im letzten Jahr) lieber im Bett und geh´selbst auf´s Brunnenfest. Nee, die letzten 2 Jahre waren nicht mehr schön!!! Schade, Ihr "Orscheler Fass"


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Birgitt S. Datum: 26.02.2002 21:51:36
Ich hatte von meinen fast 5 Jahren Orscheler Fass die ersten 3 1/2 Jahre immer durchgehend und Mittwoch nachmittags geöffnet, Samstags bis um 14.00 Uhr. Nach dem Umbau des Marktplatzes ohne Parkmöglichkeiten hatte ich das Rumsitzen zwischen 13.00 und 15.00 einfach satt und habe aufgegeben und auch mittag zu gemacht. Samstags mach ich seit ca. 4 Wochen ebenfalls um 13.00 Uhr zu, es kommt dann sowieso fast keiner mehr. Ich muß mir von meiner Kundschaft sehr oft anhören: Wir würden ja öfter kommen, aber extra hier hochlaufen..... Im Sommer geht es ja noch, aber im Winter bei Schnee und Regen würde ich auch nicht noch durch die halbe Stadt laufen um meinen Essig oder mein Öl zu holen, die Kunden kann ich dann schon verstehen, verstehen kann ich die Stadt nicht, die ihren Marktplatz so attraktiv findet, ein toter, kahler Platz ist es geworden und für die Strackgasse der "Tot"


Betreff : leere Ladenflächen Autor: susi sonne Datum: 27.02.2002 08:35:12
endlich auch mal ein echt Betroffener. Nun kann man ja nicht mehr vom "langsamen Sterben" in der Strackgasse und Umgebung reden. Es ist wirkich beängstigend wie rassant der Ausverkauf der Oberurseler Geschäfte stattfindet. Ich kann der Besitzerin vom Oscheler Fass nur zustimmen, wer verläuft sich noch dorthin, alles öde und unatraktiv, der Marktplatz zu nichts gut, keine Parkmöglichkeiten, usw. Wann wachen die Verantwortlichen endlich auf? Die Stadt kann doch nicht zusehen wie Oberursel langsam stirbt, fehlt denen denn nicht die Gewerbesteuer?? Auch ich schließe mich den vielen Vorschreiben an, Einkaufen in Oberursel macht keinen Spaß mehr, also auf ins Umland und die verdienen lassen! Ist dies wirklich im Sinn der Stadt?? Also, laßt Euch schnellsten etwas einfallen!!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Billard-Lotz Datum: 27.02.2002 16:20:59
ohh Vorsicht ein Kunde !!! Der Kunde ist auch in Oberursel nur bedingt ein "König" - warum kaufen S i e dann auch noch weiter in " Kunden unfreundlichen Geschäften ein??? Finde das Klasse das sich Kunden äußern zu schlechter Beratung, Service und vieles mehr..... weiter so und Oberursel wird "kann" nur besser werden...!


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 27.02.2002 17:35:40
Vielleicht gibt es für manche Bürger dieser Stadt keine andere Möglichkeit, weil sie nicht so mobil sind? Ich lasse mir sehr vieles liefern, weil ich mich nicht gewillt sehe, Zeit, Geld und Weg für Dinge in Kauf zu nehmen, wenn ich dazu noch unfreundlich bedient werde, die Ware nicht stimmt oder garnicht erst vorhanden ist...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Birgitt Springer Datum: 27.02.2002 20:52:32
Danke für Dein Verständnis, aber Gewerbesteuer kassiert die Stadt von dem kleinen Einzelhandelsgeschäften nicht, denn die Steuer wird erst ab (soviel ich weiß) DM 120.000 erhoben. Also verdienen tun die an uns nichts, wir sollen aber das Zugpferd sein um die Leute nach Orschel zu bewegen und müssen dafür kräftig zahlen. Der BDS nimmt seinen Mitgliedern für den verkaufsoffenen Sonntag ca. DM 300,-- und mehr ab, damit die Leute arbeiten dürfen, wie schon gesagt, daß holen wir niemal rein. Darum hab ich auch letztes Jahr zu gelassen. Ich weiß auch, daß Werbung viel kostet, aber so bescheiden wie es dem EH in Orschel geht und daß nicht erst seit gestern, sollte ein bischen Sponsering für die Leute die wirklich was tun wollen schon drin sein, oder ???


Betreff : leere Ladenflächen Autor: JoJo Datum: 27.02.2002 21:35:26
dass Sie Ihren Laden schliessen wolle, finde ich sehr schade ! Ich habe nämlich gerne bei Ihnen meinen Wein gekauft.
Aus Sicht der Stadtverwaltung sind die leeren Geschäftsräume und die damit verbundenen direkten und indirekten Einnahmeverluste sicherlich ziemlich ernst.
Was ich mich frage, wie und warum funktioniert so ein "Einkaufszentrum" wie das MTZ mitten auf der grünen Wiese ? Kann man nicht von diesen Center Managern etwas abgucken und ein ähnliches Konzept für eine Innenstadt Belebung nutzen ?


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Arnulf Henrich Datum: 27.02.2002 22:34:42
doch kann man: Man schafft ausreichend attraktiven Parkraum und schon kommen die Käufer. Ganz einfach. Mit Hilfe der Einnahmen der Käufer können die Einzelhändler größzügiger wirtschaften und auch mal modernere Gestaltungselemente einbringen. Der einzelhandel pfeift aber auf dem letzten Loch. Da sind größere Investitionen nicht mehr drin. Und was erwarten Sie von (notgedrungen) schlecht bezahltem Personel? Sicher keinen Kniefall.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Arnulf Henrich Datum: 27.02.2002 22:38:30
Falls es tatsächlich so ist, dass Die Stadt keine oder kaum Gewerbesteuer von den Oberurseler Einzelhändlern erwarten kann, warum sollte man denn dann Oberursel als Einkaufsstadt attraktiv machen ? Dann lohnt sioch wirklich Oberursel zum verschlafenen Städtchen zu formen, in dem sich wohlsituierte Geschäftsleute aus dem Großraum Frankfurt niederlassen. Zusätzlich noch größere Industrie am Stadtrand bzw. ausgewiesenen Industriegebieten. Das bringt Geld (und Wähler)


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 27.02.2002 23:28:18
Hallo,
der Parkraum ist sicherlich eine wichtige Sache, allerdings finde ich noch viel wichtiger, das meiste, was ich brauche und suche, innerhalb dieses "Laufraumes" zu finden. Meiner Meinung nach stimmt auch der Branchenmix in Orschel nicht! Was mir fehlt, ist eine größere Auswahl Elektronik zu einem annehmbaren Preis, Lieferbarkeit und Service, dies alles erhalte ich z.B. im MTZ oder NWZ. Selbst Bad Homburg, das ja nicht wesentlich mehr Einwohner hat, allerdings wohl ein größeres Einzugsgebiet, hat in dieser Richtung viel mehr zu bieten.

mfg Fogelberg

Betreff : leere Ladenflächen Autor: G.Schlegel Datum: 28.02.2002 11:01:59
Oberursel ist,war und wird nie eine attraktive Einkaufsstadt werden.Das war schon vor 25 Jahren so und ist bis heute geblieben, trotz der wohl über 40.000 Einwohner.Das, was man unter Innenstadt oder Einkaufszentrum bei anderen Städten versteht, gibt es in Oberursel aufgrund der baulichen Struktur nicht (paar hundert Meter Vorstadt und dass ist es)Das Gerede wegen Parkmöglichkeiten etc.gab es ja früher nicht in diesem Umfang wie heute und es war auch nicht anders. Man hat sich drann gewöhnt, in das leicht erreichbare Umland (Bad Homburg,Ffm) zu fahren.Oberursel bleiben ein paar 'Tante Emma-Läden'. Die Strackgasse ist eigentlich tot. Schade, aber es ist nun einmal Realität.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Renate Puscher Datum: 28.02.2002 17:53:46
In Oberursel wohnen sehr viele Menschen und es arbeiten sehr viele Menschen. Fakt ist, dass, sollte es nicht gelingen möglichst viel verdienter Euro in der Stadt zu halten, hat Oberursel ein Problem, denn die Infrastruktur muss für alle geschaffen werden.
Gerwerbesteuer von den Großen gibt es nicht mehr viel - wieviel? - Globalisierungsfolgen.
Die Steuerkraft von den kleinen Firmen auch den Handwerkern ist gering und viele kämpfen gegen das Ausbluten durch die Abgaben und Belastungen durch den Staat.
Es ist Tatsache, dass es für einen kleinen Vermieter heutzutage finanziell günstiger ist Schwarzarbeit zu beauftragen, als den Rattenschwanz von staatlichen Abgaben wegen einer offiziellen Handwerkerrechnung zu bezahlen. Der Staat belastet die produktive Arbeitsstunde mit den Beiträgen zum sozialen Netz und dann kommt dann auch noch die Mehrwertsteuer drauf.
Ich hab da jetzt einen Blick über den Tellerrand versucht. Es gibt nicht nur Oberursel - und Oberursel spielt sich nicht nur in der Vorstadt ab.
Renate Puscher


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 28.02.2002 18:48:43
GLobalisierungsfolgen?!? Fresenius wanderte aufgrund von lokalen Fehlern ab... Auf die Art und Weise kann man auch Gelder verlieren, ist übrigends nicht das einzige Unternehmen, daß aufgrund fehlender Gewerbeflächen und mangelnder Wirtschaftsambitionen der Stadt Oberursel verlassen hat. Jaja, Fresenius ist wieder da, zum Teil zumindest, das Geld wird trotzdem in Bad Homburg landen...


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Renate Puscher Datum: 28.02.2002 19:13:12
Die Homburger haben es sowieso leicht. Die sind erstens eine Stadt mit Sonderstatus = Kreisgebunden und über 50.000 Einwohner und außerdem haben die die Spielbank. Wo im Haushaltsplan 0,01% sonstige Einnahmen steht, steht in Homburg mindestens >15%. Die aktuellen Zahlen kenne ich nicht.


Betreff : leere Ladenflächen Autor: Thorsten Fogelberg Datum: 28.02.2002 19:28:14
Deswegen muß man es sich ja nicht selber noch schwerer machen. Ich bin jung, wohne gerne hier und möchte nicht in einer reinen Schlafstadt leben! Die Orscheler gefallen mir grundsätzlich von der Einstellung viel besser als die Bad Homburger, allerdings finde ich die politische Situation (nicht in Bezug auf unterschiedliche Parteien, sondern Entscheidungen) ziemlich bescheutert. Ich erwarte als Büger, der hier am SB nicht anonym schreibt, eine Antwort und Teilnahme der Stadtverwaltung auf die hier diskutierten Fragen. Bisher wurde das Brett hierfür genutzt, es wurde als solches eingeführt, gepriesen und von den Bürgern angenommen, also sollte man die Chance beim Schopf ergreifen und anfangen, den Bürgern auf diesem Wege näher zu kommen. Jetzt ist dies ungefähr der 106. Beitrag zu diesem Thema und nichts kommt rüber. Interessanterweise wird die Situation seit Bestehen des Themas am SB in der Stadt ja zusehends schlechter. Man kann ja regelrecht durch die Stadt laufen und jede Woche hat eine anderes Geschäft geschlossen, mit all seinen Folgen (gekündigten Mitarbeitern, weniger Publikum usw.), nichts passiert und dann finde ich auch noch

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Weiterleitung zum Thema leere Läden

Betreff : leere Läden Autor: Roland Pappel Datum: 08.04.2002 12:05:11
Die Einzelhändler jammern, der deutsche Einzelhandel steckt in der schwersten Krise seit über fünfzig Jahren. Der Umsatz im ersten Quartal ist verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2001 um durchschnittlich drei bis vier Prozent eingebrochen – in den Bereichen Möbel, Textilien und Unterhaltungselektronik sogar um bis zu zwanzig Prozent.

Im Zuge der Krise kommt es zu erheblichen Auswirkungen auf den Stand der Insolvenzen und die Zahl der Arbeitsplätze. Geht der Trend so weiter, müssen dieses Jahr 15 000 Geschäfte mit 50 000 Mitarbeitern aufgeben. Wieviele in Oberursel?


Betreff : leere Läden Autor: Fred Binsenschneider Datum: 08.04.2002 12:15:32
Oh mein Gott, jetzt geht das schon wieder los. Der Wirtschaftsaufschwung ist da. Habt ihr ihn noch nicht gesehen?


Betreff : leere Läden Autor: C. Bind Datum: 08.04.2002 12:30:13
Nein, den Wirtschaftsaufschwung habe ich noch nicht gesehen. Wo ist er denn? Bitte um Aufklärung!


Betreff : leere Läden Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 08.04.2002 14:15:52
Festzuhalten bleibt dass die Stadt und die Politik schuld sind.


Betreff : leere Läden Autor: dieter Datum: 08.04.2002 14:23:59
sind sie kommunist ?


Betreff : leere Läden Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 08.04.2002 14:37:43
Nein. Aber die lange Reihe politischer Fehlentscheidungen hat ihren Preis. Zu wenig Parkplätze, zu hohe Parkgebühren, Bau einer Fußgängerzone, Verschiefen des Marktplatzes, Öffnung der Bleiche. Dafür zahlt der Handel jetzt die Zeche.


Betreff : leere Läden Autor: Sandra Datum: 08.04.2002 15:31:27
An den "Oberurseler Bürgerfreund": Dieses Genöle über die Schuld der Politik und der Wirtschaft geht mir mir langsam aber sicher auf den Geist. Warum gehen Sie denn nicht in die Politik und machen alles besser ? Dies wäre sinnvoller als stets über andere herzuziehen. Sie können dann ganz schnell sehen, wie sich Ihre tollen Ideen umsetzen lassen und uns darüber berichten.


Betreff : leere Läden Autor: julia Datum: 08.04.2002 16:56:57
Kleine oder mittelständische Unternehmen melden quasi am laufenden Band Insolvenz an. Pro Tag gehen (Deutschen Industrie- und Handelskammertag)derzeit im Schnitt 1500 Arbeitsplätze als Folge von Insolvenzen verloren. Dies will in der Politik jedoch anscheinend niemand wahrhaben. Was jetzt in einigen Großunternehmen geschieht, passiert im Mittelstand unter Ausschluss der Öffentlichkeit bereits tagtäglich.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Mittelstand mit 32 000 Unternehmensinsolvenzen einen Pleiterekord verzeichnet. Für wachsenden Druck sorgt das Verhalten der Banken. Diese handhaben ihre Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen immer restriktiver.

Die Konjunkturflaute des vergangenen Jahres legt die strukturellen Schwächen der Unternehmen gnadenlos offen. Viele Betriebe erzielen eine unzureichende Eigenkapital- und Umsatzrendite. Die Politik hat versäumt, mit Sozialreformen für Kostenentlastung zu sorgen.

Betreff : leere Läden Autor: Oberurseler Bürgerfreu ... Datum: 08.04.2002 17:04:58
Haben Sie sich Gedanken über die Gründe gemacht. Fußgängerzonen, Parkgebühren,Parkplatzmangel, Autoveindlichekit. Überall dasselbe.



Betreff : leere Läden Autor: Thaliae Datum: 08.04.2002 17:09:24
Laaangweilig! Muss es den unbeduingt sein, das in fast jedem Thread der Marktplatz, Fussgängerzone und die anderen Ärgernisse erwähnt werden? Es sind zwar relativ ernstzunehmende Probleme, aber irgendwann reicht es.


Betreff : leere Läden Autor: martin Datum: 08.04.2002 17:12:55
blah blah, in unserer globalisierten welt hat die politik kaum noch einfluß auf wirtschaftliche entwicklungen. holzmann, kirch etc. bekamen jahre lang unsummen an krediten "reingestopft", die banken haben in den letzten jahren auch lehrgeld bezahlt, und drehen jetzt halt schneller den hahn zu als früher. traurig aber wahr. deshalb verstehe ich manche einzelhändler auch nicht, die in dieser situation weiter ihren alten trott fahren und sich dann beklagen das keiner mehr bei ihnen kauft. der (selbsternannte) orschler bürgerfreund scheint ja auch so ein verbitterter vertreter zu sein.


Betreff : leere Läden Autor: Fred Binsenschneider Datum: 08.04.2002 18:03:40
In China ist soeben ein Sack Reis umgefallen!


Betreff : leere Läden Autor: Renate Puscher Datum: 08.04.2002 20:50:24
Ich würd´mich richtig freuen, wenn jemand, der das kann und mehr Zeit hat als ich, dezitiert vorrechnet:
Mit welchen Abgaben belastet unser Staat eine Arbeitsstunde im Verkauf oder Dienstleistung über Steuern und Sozialabgaben (alle) + dann noch die Mehrwertsteuer drauf eine durchschnittliche und offiziell berechnet Arbeitsstunde?
Das nämlich ist unser Problem.


Betreff : leere Läden Autor: Inge Datum: 09.04.2002 02:22:02
Jemand, der noch niemals den Weg der Selbständigkeit gewagt hat und das Risiko scheut, ohne Netz und doppelten Boden über mehrer Jahre zu existieren, der niemals seine persönlichen Bedürfnisse praktisch hintendran stellte, und jeden Monat sein Gehalt – unabhängig von seiner Arbeitsleistung - auf dem Konto vorfindet, und der seine Kenntnisse offensichtlich von Stammtischen mitbringt, der sollte Händlern und Dienstleistungsbetrieben keine Unfähigkeit vorzuwerfen – weder in Oberursel noch sonst wo. Die neue Geschäftspolitik der Banken und Sparkassen trägt maßgeblich zu den Pleitewellen bei. Der Grund ist, dass viele Banken und Sparkassen überhaupt nicht mehr an Selbständigen, Kleinunternehmen und mehr oder weniger unvermögenden Privatkunden interessiert sind. Als Kunde 3. Klasse bekommt man dann die gnadenlose Arroganz und persönliche Profilierungssucht vieler Banker zu spüren. Glücklicherweise gibt es noch Ausnahmen. Und siehe da, plötzlich kann es aufwärts gehen ..... ups!
Tatsache ist, dass die Mieten in Oberursel für Läden oder Geschäftsräume völlig überzogen und unbezahlbar sind. Für den Mietpreis eines 100 qm-Büros (außerhalb der Vorstadt) bekommt man im Bad Homburger Hardtwald ein Einfamilienhaus gemietet – für die Hälfte des Mietpreises bekommt man z.B. in Langen eine Landhausvilla in bester Wohnlage. Unternehmen, die auf Publikumsverkehr angewiesen sind, können nicht in ein Industriegebiet ziehen, auch wenn dort die Mieten bezahlbarer sind. Es wäre eine Milchmädchenrechnung. Was tun? Preise erhöhen? Personal entlassen? Aus Oberursel wegziehen? Nun, das sind wohl nicht die typischen Probleme eines Konzerns, aber vielleicht der vielen Kleinunternehmen, die mehr und mehr aus dem Ortsbild verschwinden.



Betreff : leere Läden Autor: Jubelperser Datum: 09.04.2002 10:08:48
..er steht in München und wartet auf seinen Einzug nach Bonn.


Betreff : leere Läden Autor: martin Datum: 09.04.2002 10:19:30
stoiber wird oberstadtdirektor in bonn ?


Betreff : leere Läden Autor: thomas Datum: 09.04.2002 10:26:01
da muss er ne ausfahrt früher in den osten abbiegen, sonst landet er im HAUS DER GESCHICHTE ....


Zuletzt bearbeitet von ... am 07.07.2004, 05:34, insgesamt einmal bearbeitet


 GEWERBE : Einzelhandel, Insolvenzen und leere Ladenflächen      Verfasst am: 07.07.2004, 05:20       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Einzelhandel mauert

Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Kauf Nix Datum: 28.09.2003 09:31:41
FR vom 27.09.: Einzelhandel will Verbrauchermarkt stoppen. Unsere obersten Marktwirtschaftler, die EInzelhändler aus der Vorstadt laufen Sturm gegen den geplanten Verbrauchermarkt an den Drei Hasen. Unterstützung haben sie dabei vom Bad Homburger EInzelhandel. Gemeinsames Argument: neue Konkurrenz kann uns was vom Gewinn klauen.

Donnerwetter. Sonst sind sie Vorkämpfer der freien Marktwirtschaft. Kündigungsschutz - nein danke. Rechte für Arbeitnehmer und Verbraucher - nein danke. Aber wenn der eigene Laden Konkurrenz bekomt soll die Stadt das stoppen.

Vielleicht denken die Herren Rompel-Kügel, Reisebüro-Schichterich und Brauhaus-Studanski mal darüber nach warum die Kunden wirklich aus Oberursel wegbleiben. Unfreundliches Personal, schlechter Service, Öffnungszeiten aus dem vorletzten Jahrhundert, Schaufenster mit dem diskreten Charme der frühen fünfziger. Ein Herbsttreiben mit vielen geschlossenen Ladentüren. Wenn der neue Verbrauchermarkt dazu führt, dass die Schnarcher in der Innenstadt wach werden hat er sich schon gelohnt. Nur kommen muss er.


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Garf Datum: 29.09.2003 15:23:33
...und Preise teurer als in Frankfurt Innenstadt...


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Einkäufer Datum: 29.09.2003 16:34:36
Das ist doch ganz einfach. Möge der beste gewinnen! Die "guten" Läden in Orschel werden sich bestimmt gegen einen Verbrauchermarkt behaupten können, sie müssen nur guten Service, Fachkompetenz und Freundlichkeit anbieten. Wer das nicht hinbekommt, geht halt pleite und hat es auch verdient. Die Ladenfläche hat dann eine neue Chance.
Ich finde es auch falsch, sich Wettbewerber vom Hals halten zu wollen. Liebe Ladenbetreiber: Stellt euch der Herausforderung! Wer wirklich was bietet, ist eine echte Alternative zum "Super-Zentrum", wer nicht, um den ist es dann auch nicht schade.


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Nie wieder Herbsttreib ... Datum: 29.09.2003 18:38:55
Ich war eigentlich jedes Jahr zum Herbsttreiben in Ihrer schönen Stadt. Die Marktschreier störten mich schon aber das übrige Angebot fand ich sehr schön. Besonders gut hat mir immer der Marktplatz mit der Apfelwein-Vertestung und den Kunsthandwerkern gefallen. Aber dieses Mal war es nur traurig. Zwar mühte sich am Marktplatz ein freundliches Ehepaar Blumen zu verkaufen und auch Apfelwein konnte man wieder für einen guten Zweck kosten. Aber sonst: Fehlanzeige, Tristesse und Langeweile. Viele Ladentüren waren verschlossen, ganze Strassenzüge nahmen gar nicht teil, z.b. die Sackgasse. Ramsch und Marktschreier dominierten. Nach einer knappen Stunde stand für mich fest: Nie wieder Herbsttreiben.

Sollte die neue Konkurrenz, die auch für mich als Kronberger ein Grund wäre nach Oberursel zu fahren, dem örtlichen Einzelhandel Beine machen, wäre es nur zu begrüßen
.

Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Brauhaus-Studanski Datum: 30.09.2003 16:30:21
Selbstverständlich werde ich mich weiterhin darum bemühen meinen Service zu verbessern.
selbstverständlich werde ich auch weiterhin meinen Kollegen sagen was meiner Meinung nach nicht in Ordnung ist bei Öffnungszeiten, Kundenservice und Sauberkeit und Freundlichkeit.
Selbstverständlich werde ich auch weiterhin meine Kollegen loben wenn mir besonders nette Kundenkomplimente zu Ohren kommen (gilt auch für das loben meiner Mitarbeiter wenn ein Gast zufrieden war, ich hoffe das ist in Ordnung / kommt manchmal vor)
Selbstverständlich werde ich auch weiterhin für die tolle Altstadt Werbung machen, die kurzen Wege in die zentral gelegenen Parkhäuser, die schöne zu erwandernde Umgebung, das tolle Vortaunusmuseum, den netten Markt, die freundlichen Nachbargemeinden, etc., etc.

Preise werden kalkuliert und wer diese nicht durchsetzen kann wird am Markt nicht überleben. Wir können niemanden zwingen in Oberursel einkaufen zu gehen.
Wir wollen auch keinen Artenschutz für Einzelhändler. Aber wenn 3 Hasen eine Brücke und 300 kostenlose Parkplätze ( ja ich habe meine Stellplatzablöse bezahlt) bekommt, dann will ich die auch, das nenne ich Chancengleichheit.

Nicht mehr, nicht weniger.

Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Meckernasen Datum: 30.09.2003 17:42:07
Brauhaus: Ich habe noch nie verstanden, weshalb jemand unzufrieden aus dem Brauhaus (oder irgend einem anderen gastronomischen Betrieb) geht. Wenn etwas nicht 100% ig war, kann man es doch gleich sagen.

Unfreundlich war zu mir noch nie jemand, aber als einmal die Bratkartoffeln etwas zu pampig für meinen Geschmack waren, hat man sie sofort freundlich umgetauscht.


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: JoJo Datum: 30.09.2003 19:16:36
Für mich war das Herbsttreiben ebenfalls eine Enttäuschung.
Leider nutzen auch sonst einige der Oberurseler Einzelhändler die Chance nicht, sich über Sortiment, Qualität und Service zu profilieren.

Nur um mal ein Beispiel zu nennen, ich denke, dass weder ein Käse Kracht noch eine Metzgerei Klein befürchten muss, dass sie viele Kunden an einen Großmarkt verlieren.

Hinsichtlich der Abgaben wie Parkplatzgebühren u.ä. gebe ich meinem Vorredner vollkommen recht. Das ist natürlich ein Scherz, wenn vor der Stadt nix bezahlt werden muss, die Händler in der Stadt aber doch !


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Garf Datum: 30.09.2003 21:48:00
Beim Einzelhandel einkaufen heisst fuer mich "zu Fuss einkaufen".
Von daher sind fuer mich kostenlose Parkplaetze kein Argument.

Und bei der Stadt wurde mir gesagt dass die tollen Parktscheinautomaten ueber die ich mich als Anwohner so aergere auf Betreiben der Einzelhaendler aufgestellt wurden "weil deren Kunden keine freien Parkplaetze fanden".

So liebe Einzelhaendler, jammert bitte wieder ordentlich bei der Stadt sodass die Parkautomaten wieder wegkommen und ich als Anwohner auch wieder kostenlos parken kann.



Betreff : Teufelskreis Autor: Re: Einzelhändler 002 Datum: 01.10.2003 08:12:39
@Thomas Studanski:
Das sind hoffentlich nicht die einzigen Kriterien
Flexibel, kontinuierlich, transparent, offen, ehrlich, vergleichbar günstig, gemütlich, interessant... diese Liste lässt sich mit Sicherheit noch verlängern.

@Einkäufer, KaufNix:
Diese Diskussion macht den Teufelskreis deutlich, in dem sich Einkäufer und Händler befinden:
Um bei der Preisgestaltung mit den Märkten zu konkurrieren, muss man mit extrem geringer Gewinnspanne von teilweise unter 4% kalkulieren.
>Um bei dieser geringen Gewinnspanne noch überleben zu können, muss der Umsatz dementsprechend hoch sein.
>Um grosse Umsätze zu erreichen, müssen möglichst viele Kunden kommen und auch grössere Einkäufe tätigen - nicht nur so Verlegenheitseinkäufe.
>Grössere Einkäufe werden aber nicht getätigt, wenn das Auto mit einem Einkaufswagen nicht oder nur schwer zu erreichen ist.
>Die Folge ist, daß die Leute in die Märkte fahren und dort trotz des schlechteren Service viel kaufen, während sie durch die Innenstadt schlendernd den Service der EinzelHändler in Anspruch nehmen und eher wenig kaufen.

Gut,
...der Händler kann einen LieferService anbieten, der aber wieder zusätzliche Kosten verursacht, die ein Grossmarkt nicht aufwenden muss.
Er kann im InterNet seine Produkte präsentieren und so deutlich machen, daß er seine Ware ebenso günstig wie die Märkte anbietet - was aber wiederum mit einem zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist.
Er kann wie T.Studanski auf den Charme unserer TaunusStadt aufmerksam machen, was aber wieder nur die Schlenderer und nicht die Vielkäufer lockt.
Oder er beschränkt sich darauf, hochpreisige Luxusgüter feilzubieten und die Vorstadt zur SchickiMickiMeile zu machen - was ja wohl auch keiner möchte ?


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: DeBu Datum: 01.10.2003 09:06:26
Zugegeben, die Parkschein-Automaten sind nicht gerade eine Bereicherung für Oberursel und auch einheitliche Öffnungszeiten wären wünschenswert.
Wenn es um das Thema "Einkaufen in Oberursel" geht, dann lese ich hier oft u.a. von unfreundlichem Personal und teuren Preisen. Leider wird dies sehr pauschal angeführt. Das kann ich so nicht bestätigen.
Wir waren z.B. nach der diesjährigen Einschulung unserer jüngsten Tochter im Brauhaus zum Essen. Das erste Mal übrigens - aber sicher nicht das letzte Mal. Das Personal war angenehm freundlich und das Essen fanden wir preiswert und lecker.
Natürlich fahren wir auch mal ins Nord-West Zentrum auch schon mal (eher selten) ins MTZ, aber ich muß sagen, kein Vergleich mit Oberursel.
Klar, wenn es nur darum geht, gezielt rein in den Laden, Ware bezahlen und ab wieder nach Hause, reicht das völlig aus.
Beratung in Großmärkten gepaart mit freundlichem (Fach-)Personal - seien wir doch mal ehrlich - meist Fehlanzeige. Oder bin ich etwa der Einzige, der immer häufiger diese Erfahrung machen durfte?
Nach wie vor kaufen wir gerne in Oberursel ein und bekommen meist das, was wir benötigen. Für uns ist Oberursel nach wie vor der kürzeste Weg zum Einkaufen.
Wir möchten es jedenfalls nicht missen und sind dafür auch bereit, für die oftmals gute Beratung und den guten Service ein wenig mehr zu bezahlen.
Möchte ich doch diejenigen "harten" Kritiker hören (lesen), wenn diese Gelegenheit immer mehr schwindet bzw. nicht mehr vorhanden ist.
Vielleicht trifft man sich dann ja recht verwirrt dreinblickend und völlig entnervt zwischen den Hochregal-Lagern der wenigen Großmärkte wieder und verabredet sich anschließend zu einem Imbiss an der Fast-Food Theke.


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: nie wieder herbsttreib ... Datum: 08.10.2003 09:18:11
also sagen sie es doch im klartext: die kunden sind eine zumutung. was fällt denen eigentlich ein füpr ihr geld guten service, freundliche bedienung, ein interessantes angebot und gute preise zu erwarten.

meinen sie wirklich ich komme wegen eines kostenlosen parkplatzes in ihre stadt. das ist doch lächerlich. die parkgebühren sind mir ziemlich egal wenn der rest stimmt. aussderm bekomme ich in manchen städten vom handel einen teil der parkgebühren zurück. wäre ja auch für die orscheler kleinkrämer ein weg?!



Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Anwohner Datum: 08.10.2003 14:11:16
@nie wieder....:
Erstes Zitat: ...kostenlosen parkplatzes in ihre stadt. das ist doch lächerlich. die parkgebühren sind mir ziemlich egal.....
Zweites Zitat: .....bekomme ich in manchen städten...einen teil der parkgebühren zurück. wäre ja auch für die orscheler kleinkrämer ein weg..

Was denn nun? Parkgebühr egal oder ein Lösungsansatz??


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: B+A Datum: 08.10.2003 15:12:17
Vielleicht sind "nie wieder..." Punkte wie "konkurrenzfähige Preise", "transparente Preispolitik", "vielfältiges und vergleichbares Warenangebot" sowie "kurzfristige Verfügbarkeit" einfach wichtiger als das Parkplatzproblem?


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: nie wieder... Datum: 10.10.2003 08:26:09
ich habe den vorschlag gemacht, weil einigen das thema parkgebühren wichtig erscheint. mir ist es egal. mir sind andere dinge wichtiger. zum beispiel der service und die freundlichkeit.

da gibt es in der vorstadt oberursels beispielsweise ein großes geschäft, das früher viele menschen in ihre schöne stadt lockte. aufgrund der schlechten erfahrungen, die ich dort machte, schreckt mich das geschäft eher ab. eine bestellung dauerte viele wochen. trotz zusage der verkäuferin mich telefonisch zu benachrichtigen würde ich heute noch auf den anruf warten. nach drei monaten (angezeigt waren sechs wochen lieferzeit) fragte ich mal vorsichtig nach, was meine bestellung macht. barsch beschied mich die verkäuferin die ware sei doch längst hier. auf die frage nach dem versprochenen anruf ebenso barsch: man hat sie nicht erreicht. komisch, meine braver anrufbeantworter ist immer im dienst.

leider keine einzelerfahrung und manche bekannte aus kronberg bestätigen mir dies auch aus eigener anschauung. ich würde ja gern den namen des geschäftes nennen , um nicht andere, die sich ehrlich bemühen unter den gleichen verdacht zu stellen aber der name fällt ja der städtischen zensur zum opfer. ich glaube aber die oberurseler wissen welches hüttenwerk gemeint ist.


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: pinkpanther Datum: 10.10.2003 23:30:56
Das Rennen um den "Kunden" ist doch schon längst gelaufen und Aldi,Tchibo u.s.w. haben gewonnen denn die drei wichtigsten Kriterien für Erfolg sind billig,billig,billig


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: B+A Datum: 11.10.2003 17:30:54
Meintest Du "günstig" oder "billig" ?


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: JoJo Datum: 12.10.2003 18:38:25
bestimmte Bereiche decken Aldi und Andere sicherlich erfolgreich ab.

Es gibt aber eine ganze Reihe an Produkten und Leistungen, bei denen man sehr auf Frische und Qualität achtet oder wo man eine gute Beratung gebrauchen kann, und diese Sachen kauft man lieber im Einzelhandel !


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: B+A Datum: 13.10.2003 02:15:21
Der Wunsch, ALDI bei Obst und Gemüse an Frische übertreffen zu wollen, erscheint mir eher unrealistisch...?

Ich kann hier nicht für die anderen Händler schreiben, aber dieses von JoJo beschriebene Szenario ist genau das, was ich mir nicht wünsche:
Die "unkomplizierten Dinge" kaufen die Leute im SuperMarkt (...und für die "schwierigen Fälle" gehen sie zum innerstädtischen Einzelhandel)
...bereit, mit "grosszügiger Geste" ein paar Euro mehr auf den Tresen zu legen (..was dem zusätzlichen Zeitaufwand in keiner Weise entspricht)

Die einen kochen (... und die anderen waschen ab)
Nein (Danke)



Betreff : Einzelhandel mauert Autor: JoJo Datum: 13.10.2003 19:43:05
Es geht nicht um "schwierige Fälle" sondern darum, dass ich manche Standardprodukte bei Aldi kaufe, und Sachen wo die Qualität sehr unterschiedlich ist, gerne beim Metzger oder Weinhändler oder beim Gemüsehändler oder sonstwo...
Sehe ich wirklich nicht als "schwierigen fall" an, zumal wenn ich nur mal die Umsätze vergleiche, gebe ich allein mehr in der Metzgerei aus als bei Aldi


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: Skyboarder Datum: 19.10.2003 16:58:01
Ich kauf ja mein Fahrrad auch nicht bei Aldi! Gibt übrigens zur Zeit auch im Orschel große Nachlässe auf Fahrräder. Hab ich eben beim Vorbeischauen in einem großen Fahrradladen in der oberen Innenstadt gesehen! Wie das bei den anderen ist, weiss ich nicht!


Betreff : Einzelhandel mauert Autor: pinkpanther Datum: 19.10.2003 19:35:59
manche kaufen Ihr Fahrrad bei tchibo,gehen dann zum Fachhandel lassen die Schrauben nachziehen und wollen dann noch wissen ob Sie auch gute Qualität gekauft haben,aber wir bleiben trotzdem freundlich.......


Zuletzt bearbeitet von ... am 07.07.2004, 05:20, insgesamt 2-mal bearbeitet


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