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 Presseberichte      Verfasst am: 09.05.2012, 21:24       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 09. 05. 2012
Bebauungsplan Nr. 201 Landschaftspark Borngrund: Planänderung im vereinfachten Verfahren
Bereits 1998 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Nr. 201 „Landschaftspark Borngrund“ beschlossen.

Ziel des Verfahrens ist es, für das Plangebiet eine geordnete Nutzungsstruktur zu entwickeln und dabei den unterschiedlichen Ansprüchen (ortsnahe Freiräume, bauliche Ortsrandarrondierung) Rechnung zu tragen. Der Hintergrund für die Aufstellung des Bebauungsplan Borngrunds war vor allem auch der Wunsch zahlreicher Stierstadter Familien nach Bauland.

In der Stadtverordnetenversammlung am 2. März 2011 wurde der Bebauungsplan als Satzung beschlossen.

Im Rahmen der Vorbereitung des Umlegungsverfahrens, das zur Neuordnung der Grundstücke in Teilbereichen dieses Bebauungsplanes notwendig ist, wurden seitens der Umlegungsstelle Zuteilungsentwürfe erarbeitet und diese mit den Grundstückseigentümern erörtert.

Aufgrund des seit mehr als zehn Jahren andauernden Verfahrens haben sich die Pläne der Eigentümer bezüglich der Verwendung ihrer Grundstücke geändert. Einige, die z.B. eine Nutzung für den Eigenbedarf vorgesehen hatten, streben inzwischen den Verkauf ihres Grundstückes an. Um die aktuellen Entwicklungen aufzunehmen ist es erforderlich, den Bebauungsplan in Teilbereichen zu ändern. Hierbei geht es im Wesentlichen um die teilweise Verschiebung von Baufenstern im Neubaubereich. Die Gebäude an sich dürfen nicht größer werden als bisher vorgesehen.

Da diese Änderungen die Grundzüge der Planung nicht berühren, sollen diese Planänderungen im vereinfachten Verfahren durchgeführt werden und von der Möglichkeit einer eingeschränkten Beteiligung der Öffentlichkeit (hiervon betroffene Öffentlichkeit wie z.B. Grundstückseigentümer im Änderungsbereich und Nachbarn) Gebrauch gemacht werden.

Die betroffene Öffentlichkeit hat nach Beschluss der Änderung durch die Stadtverordnetenversammlung innerhalb einer Frist von zwei Wochen die Gelegenheit zur Stellungnahme.


http://obgblog.com/2011/02/17/spd-wasch-mir-den-pelz/
SPD: Wasch mir den Pelz
Erstellt am 17. Februar 2011 von Christoph Müllerleile
Gestern im Bau- und Umweltausschuss. Es ging um den Borngrund. Die SPD vergaß, ihren Antrag auf Herausnahme von Seedammweg und Gartenstraße aus dem Bebauuungsplan erneut zu stellen. Die OBG wollte einspringen. Dr. Winter meinte sinngemäß, die Sache sei doch gelaufen, und man könne nicht dauernd vor und zurück gehen. Die SPD stimmte dann zwar mit OBG und Bündnis 90/Die Grünen gegen den Bebauungsplan, aber offenbar in der Erwartung, dass der Seedammweg sowieso nicht mehr zu retten ist.

Es sieht ganz so aus wie beim Altkönigsportplatz. Offiziell ist die SPD gegen die Öffnung des Seedammwegs für den Durchgangsverkehr und gegen den Verkauf des Altkönigsportplatzes. Aber wenn die Mehrheit dafür ist, kann sie halt nichts mehr machen.

Gibt es denn für die SPD kein Leben nach der Kommunalwahl, wenn die Mehrheiten sich vielleicht geändert haben? Oder nur noch die Große Koalition?

30.03.2010 02:50 Uhr Lokales Stierstadt Oberursel
Rückschnitt oder Abholzung?
Manchem Stierstädter ist Frühjahrskur für Schrebergärten zu heftig
Im Borngrund nutzen manche Schrebergarten-Besitzer die Frühlingszeit, um Bäume und Sträucher zu stutzen. Doch einige Anwohner finden, dass der Rückschnitt fast einer Abholzung gleichkommt, und fürchten um ihr grünes Idyll.

Stierstadt. Es scheint so, als sei der Frühling endlich da. Aus dem Boden schießen die ersten Blumen und an den Bäumen und Zweigen bilden sich zarte Knospen. Doch nicht überall blickt man derzeit auf keimendes Grün. In den Schrebergärten jenseits der Gartenstraße herrschte in den vergangenen Wochen reges Treiben, das viele Anwohner und Spaziergänger manchmal sogar mit Kopfschütteln quittierten. Da wurden viele Bäume und Hecken gestutzt und manchmal blieben auch nur Baumstümpfe stehen.

«Natürlich ist jetzt auch wieder Zeit für Rückschnitt im Garten. Aber so viel wie im Augenblick hat sich in den vergangenen 13 Jahren hier noch nicht getan», stellt ein Anwohner fest. «Ich finde diese Entwicklung sehr schade, denn bisher war für mich dieses Gebiet ein großes Stück Lebensqualität», bedauert er. Nun handelt es sich bei dieser Anlage nicht um irgendein Areal, sondern um ein Teilgebiet des Landschaftsparks Borngrund, das seit Jahren Anlass für hitzige Diskussionen liefert.

Wie berichtet, sollen dort Wohnhäuser entstehen – der Bebauungsplan wird gerade entwickelt. Einige Anwohner sehen das Abholzen und Zurückschneiden nun als «Vorboten für bauliche Aktivitäten».

Ein weiterer Anwohner, der sich bei der TZ gemeldet hat und sich ebenfalls über den starken Rückschnitt ärgert, fürchtet um die Nistplätze der Vögel und Rückzugsmöglichkeiten für Kleintiere, die in den Büschen, Hecken und Sträuchern ihren Lebensraum haben. «Ich bin sogar kürzlich von einem Mitglied der Bürgerinitiative Seedammweg, die gegen die Erschließung dieses Geländes ist, angesprochen worden, wie entsetzlich es dort zurzeit aussehe», sagt der Bewohner der Gartenstraße.

Ob im Borngrund tatsächlich die ökologische Nische von Tieren gefährdet ist – dazu ist von der Unteren Naturschutzbehörde des Hochtaunuskreises keine Auskunft zu erhalten. Pressesprecherin des Kreises, Pamela Ruppert, betont: «Wir schicken nicht einfach einen unserer Mitarbeiter zur Begutachtung raus, da müsste schon eine Anzeige erfolgen.» Außerdem weist sie darauf hin, dass man als Anzeigensteller nicht über das Ergebnis der Ortsbesichtigung informiert wird.

«Jeder Gartenbesitzer der einen Baum fällen möchte oder sich nicht sicher ist, ob er richtig handelt, kann sich an die Umweltberatung der Stadt wenden», rät Nina Kuhn, Pressesprecherin der Stadt.

Die Anwohner der Gartenstraße und auch andere, die an dem Gebiet entlangschlendern, finden jedenfalls im Moment eher einen kargen Anblick, als ein Idyll vor. csc csc


Printausgabe der TZ vom 11.11.2006
Nächster Schritt im Kampf gegen den Ausbau
Stierstadt. Die Initiative Seedammweg („Initiative zur Erhaltung der Flora und Fauna des Naherholungsgebietes Seedammweg und Gartenstraße) will den Ausbau des Seedammwegs, der an den B-Plan Borngrund gekoppelt ist, mit rechtlichen Mitteln verhindern. Zugleich stellte der Vorsitzende Dr. Friedhelm Meier klar: „Wir sind weder pro noch contra Bebauung.“ Aber das Naherholungsgebiet soll erhalten bleiben, fordert Meier. Denn „durch den Ausbau des Seedammwegs wird das Biotop zerschnitten“.

Um dies zu verhindern, habe sich der Vorstand in einem Schreiben an den Präsidenten des hessischen Rechnungshofs und die Kommunalaufsicht des Hochtaunuskreises gewandt und sie aufgefordert zu prüfen, ob in Zeiten „extrem knapper Haushalte“ und „immenser öffentlicher Verschuldung“ die Verwaltung den Plan weiterverfolgen dürfe, berichtet Dr. Friedhelm Meier. Eine Verkehrszählung im April 2005 sei zu dem Ergebnis gelangt, dass für die Bebauung die zusätzlichen Straßen nicht benötigt würden.

Mit Blick auf die Ablehnung des B-Plans „Borngrund“ im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung will der Vorstand der Initiative Seedammweg wissen, ob „weiterhin eine ganze Abteilung damit beschäftigt werden darf und teure Gutachten erstellt werden dürfen, obwohl der politische Wille fehlt?“. Meier und sein Stellvertreter Peter Musiol fordern die Behörden auf zu prüfen, ob es Richtlinien gebe zu verhindern, dass das Geld des Steuerzahlers gegen ihn gerichtet ausgegeben werde.

Massiven Widerstand gegen den Ausbau des Seedammwegs sehen sie nicht nur aufgrund der Ablehnung des B-Plans vom Parlament im September dieses Jahres. Ihre Einwände gegen den Bebauungsentwurf hätten 300 Stierstädter im Dezember 2004 schriftlich bei der Stadtverwaltung kundgetan, so Meier. Erzürnt äußerte er sich darüber, dass die Schreiben von der Stadt noch immer nicht beantwortet worden seien. Erst vor wenigen Wochen habe Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) vor den Genossen betont, dass die Bürger noch stärker bei der Stadtentwicklung beteiligt werden sollen. „Hier gibt es kein Echo. Das ist ein Widerspruch“, sagte Peter Musiol. Dazu Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) auf Anfrage der Taunus Zeitung: „Wir sind noch mitten im Verfahren.“ Wenn die Entscheidung für den B-Plan gefallen und die Umlegung erfolgt sei, werde die Stadt die Briefe beantworten.

Nach Angaben des Vorsitzenden zählt die Initiative im Ortsteil über 600 Mitglieder. Mitglied werde man, indem man gegen den Ausbau des Seedammwegs unterschreibe. Verbindlichkeiten wie Mitgliedsbeiträge entstünden mit der Unterschrift nicht, sagte er der TZ. Von den Mitgliedern waren lediglich Vorsitzender und Stellvertreter – beide wohnen unmittelbar am Bebauungsgebiet – bei der Sitzung des Ortsbeirates am Montagabend anwesend. Die übrigen rund 50 Besucher waren, bis auf wenige Bürger, die sich für den Erhalt der Eiche in der Eichenstraße einsetzten, überwiegend Befürworter des geänderten Bebauungsplans.

Unter den Befürwortern (und Grundstücksbesitzern) war auch Edwild Hielscher. „Die Leute wollen im Ort bleiben. Deshalb müssen die Städte expandieren“, fordert Hielscher. Der Ausbau des Seedammwegs sei eine Bereicherung für Stierstadt und für das Gemeinwohl wichtig. Ebenso wie Hielscher war auch Peter Lauer der Meinung, dass der Ausbau des Seedammwegs zu einer Verkehrsentlastung für den Ort führe. „Die Hintergasse ist besonders für Schüler gefährlich“, betonte Lauer. „Dort ist es ein Spießroutenlauf.“ Es gebe keinen Bürgersteig und kein Auto fahre Schritt.


Printausgabe der TZ vom 25.10.2006
Signal für den Borngrund
Stierstadt. Seit Juli liegt das Bebauungsplanverfahren für den „Landschaftspark Borngrund“ auf Eis. Nun soll es fortgeführt werden. Dafür hat sich der Magistrat ausgesprochen. „Wir haben in den vergangenen Wochen einige Gespräche mit Parlamentariern geführt“, so Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) gestern. „Ich bin überzeugt, dass es nun gelungen ist, einen Kompromiss zu finden, der eine planerisch sinnvolle Umsetzung des Baugebietes ermöglicht, ohne eine zu hohe Verdichtung zu erhalten.“ Nur vor diesem Hintergrund sei es möglich gewesen, dem Magistrat erneut eine Beschlussvorlage vorzulegen.

Der frühere Vorschlag der Stadtväter, der den Parlamentariern im Juli zur Abstimmung vorlag, ist laut Rosentreter in drei Punkten geändert worden. Es gibt ein Baufenster weniger, das für ein Doppelhaus vorgesehen war. Die Planstraße, die von der Ringstraße im Wohngebiet abzweigt, wurde verlängert, um so eine Erschließung bestehender Gebäude zu ermöglichen. Und es liegt jetzt eine Zeichnung vor, die detailliert darstellen soll, wo Einfamilien- und Doppelhäuser errichtet werden können. Insgesamt gibt es im Gebiet entlang der verlängerten Römerstraße zirka 43 Baugrundstücke.

„Nach der nun erfolgten positiven Diskussion und dem Beschluss im Magistrat bin ich zuversichtlich, dass auch der Bau- und Umweltausschuss und die Stadtverordnetenversammlung der Vorlage zustimmen werden“, so Rosentreter.

Im Ortsbeirat Stierstadt soll über die geänderte Vorlage bereits am 6. November diskutiert werden. Das Gremium hatte im Sommer gegen den von der Stadt vorgelegten Planentwurf gestimmt, der Bau- und Umweltausschuss zuvor dafür. Im Parlament brachten dann CDU und FDP nicht genügend Stimmen für das Magistratspapier zusammen. Es kam zu einem Patt von 21:21.

Das Bauprojekt im Gebiet „Landschaftspark Borngrund“ ist seit langem umstritten. Es gibt Bürgerinitiativen gegen das Vorhaben. Die Mitglieder sprechen sich besonders gegen den Ausbau des Seedammweges und eines Feldweges aus, über die das neue Wohngebiet erschlossen werden soll. Sie haben Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Stierstädter, die das Bauvorhaben unterstützen und sich vom Ausbau der Wege eine Verkehrsentlastung für den Ortskern versprechen, starteten ebenfalls eine Unterschriftenaktion.

Rosentreter rechnet nach der mehrheitlichen Entscheidung im Magistrat damit, dass nun in den kommenden Monaten „intensive Gespräche“ mit den Grundstückseigentümern geführt werden können. Ihre Wünsche sollen ermittelt und „soweit möglich noch im laufenden Planverfahren berücksichtigt werden“. (mj)

Printausgabe der TZ vom 14.10.2006
AUS DEM PARLAMENT
Der Bebauungsplan Landschaftspark Borngrund wird den Stadtverordneten in einer der nächsten Sitzungen erneut zur Beschlussfassung vorgelegt. Zuvor würden noch einige „Abstimmungsgespräche“ geführt, sagte Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) im Parlament. Wie berichtet, hatte es bei der Abstimmung über den Bebauungsplan ein Patt gegeben, die Pläne mussten auf Eis gelegt werden.

Der Bau- und Umweltausschuss (BUA) wird zudem noch einmal darüber beraten, ob der Magistrat doch noch ein Konzept zur Verkehrserschließung und -entlastung von Stierstadt vorlegen muss. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) hatte jüngst argumentiert, die große Verkehrszählung werde reichen. Er wolle die „im Raum stehenden Überlegungen“ erst nach den Beschlüssen über geplante Baugebiete konkretisieren. Dies widerspreche aber dem vom BUA bereits gefassten Beschluss, dass zusätzliche „längerfristige Überlegungen“ vonnöten seien. (ahi)

Printausgabe der TZ vom 29.08.2006
Viele Befürworter, aber nur drei Gegner
Zu unserem Bericht
„Brum: Ökologen legen sich mit Bauwütigen an“ schreibt ein Leser aus Stierstadt:

Schon die Überschrift dieses Artikels spiegelt nicht ganz die Situation der Veranstaltung wider, die am Donnerstag stattfand.

Als selbst Betroffener finde ich mich in der Überschrift dargestellt als jemand, der jedes Jahr zwei bis drei Häuser baut und nicht genug bekommt. Den Eigentümern der Grundstücke am Borngund geht es in erster Linie darum, ihren Kindern und Enkeln die Möglichkeit zu geben, mit ihren Familien in Stierstadt wohnen zu bleiben.

Bei dem abschließenden Votum am Donnerstag waren unter den zirka 80 anwesenden Personen nur drei gegen das Baugebiet. Das zeigt doch wohl deutlich, wie die Interessen in Stierstadt verteilt sind.

Natürlich kann ich Herrn Halm mit Lebensgefährtin Frau Schüssler verstehen, dass sie hinter ihrem kleinen Haus, das sie erst vor zirka zwei Jahren in Richtung Borngrund erweitert haben, kein Baugebiet haben möchten. Jedoch bitte ich auch um Verständnis für die Interessen der Grundstücksbesitzer im Borngrund.

Jürgen Bender


Oberursel


 STADTPLANUNG+VERKEHR: Bebauungsplan Borngrund, Stierstadt      Verfasst am: 15.06.2005, 06:12       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 16.09.2006
Stierstadt: Grüne und OBG wollen Ergebnisse sehen
Oberursel. Grüne und OBG werfen Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) vor, das Bauvorhaben „Borngrund“ in Stierstadt „auf die lange Bank“ zu schieben. Die Grünen hatten daran erinnert, dass der Magistrat seit Juni 2005 ein Konzept zur Verkehrsentlastung für den Stierstädter Ortskern vorlegen soll, das über die Überlegungen zur umstrittenen Öffnung des Seedammweges hinausgehen. Brum teilte dem Stadtparlament mit, dass er erst auf die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung für ganz Oberursel (wir berichteten) warten wolle. Ein zuverlässiges Urteil über eventuelle Entlastungswege außer dem über den Seedammweg sei erst nach dieser Untersuchung möglich. (ahi)

http://vorort.bund.net/oberursel/positionen/positionen_11/positionen_21.htm
Borngrund – der Name sagt alles:
Es ist ein Feuchtgebiet, das auch bei den Änderungsvorschlägen des Naturschutzgesetzes nach §31 weiter geschützt werden soll.
Der BUND hat sich von Anfang an gegen Eingriffe der heute immer seltener vorkommenden Feuchtwiesen entlang des Altbach ausgesprochen. Die geplante Bebauung liegt zwar am Rande des ökologisch wertvollen Gebietes. Statt Bebauung sollte die Fläche ökologisch aufgewertet werden. Das Baugebiet im „Landschaftspark Borngrund“, vor allem aber der Bau einer Straße zur Erschließung des Gebietes, wird von vielen Bürgern kritisiert und kontrovers diskutiert.

1998 beantragte die Stadtverwaltung Oberursel das Gebiet aus dem Landschaftsschutz herauszunehmen. Im Regionalen Raumordnungsplan RROP wurde der Borngrund als „Gebiet für den Biotop- und Artenschutz, Bereich für Grundwassersicherung, Bereich für den Schutz oberirdischer Gewässer und als regionaler Grünzug“ geführt. Nach dem Entwurf des Landschaftsplans vom Umlandverband Frankfurt 1997 wurde die Fläche als großenteils besonders wertvoll, wertvoll, bedeutend und potentiell wertvoll geführt.

Unsere Beobachtungen ergaben, dass, dass es dort überwiegend Frischwiesen gibt. Der Bachlauf ist größtenteils noch natürlich mit Erlen und Wieden unterschiedlichen Alters bestanden. Besonders wertvolle ganzjährig feuchte, von Wassergräben durchzogene Staudenflur mit Seggen, Mädesüß, Sumpfdotterblumen, Sumpfschafgarbe, Gilb- und Blutweiderich ist für Erholungssuchende von besonderem Reiz. An Brutvögeln wurden die seltenen Rebhühner und Sumpfrohrsänger registriert. In den Abendstunden sucht die Waldohreule hier ihre Beute.

Aus der InterNetseite der GRÜNEN vom 14.09.2006
Verkehrskonzept Stierstadt 14.09.2006
Der Bau- und Umweltausschuss hat am 8. Juni 2005 beschlossen:
„Der Magistrat wird gebeten für den gesamten Ortsteil Stierstadt – über die Überlegungen zur Öffnung des Seedammweges hinaus – längerfristige Überlegungen zur Verkehrserschließung und Verkehrsentlastung anzustellen.
Dabei soll auch im Vorfeld geprüft werden, welche Möglichkeiten der verkehrlichen Erschließung sich anbieten, bevor die in Aussicht genommenen Baugebiete (Borngrund, Römerstraße, Grundschule, Friedhofserweiterungsfläche, Holzhöhlchen) realisiert werden."

Dies vorausgeschickt wird der Magistrat gefragt:
Hat der Magistrat längerfristige Überlegungen zur Verkehrserschließung und Verkehrsentlastung des Ortsteils Stierstadt angestellt?
Wann legt der Magistrat die Ergebnisse der Prüfung vor?

Antwort des Magistrats:
Im Zusammenhang mit der Projektierung des Baugebiets Borngrund wurde ein Verkehrskonzept, dass den Ausbau des Seedammwegs beinhaltet, vorgelegt und die damit zusammenhängenden Entlastungswirkungen für den Ortskern dargestellt.

Weitere in der Diskussion stehende Entlastungsmaßnahmen wie den Anschluss der verlängerten Gartenstraße an die Oberhöchstadter Straße und die mögliche Schaffung einer direkten Verbindung zur Kurmainzer Straße (Brücke über die S-Bahn) können nur langfrsitige Maßnahmen sein, die Auswirkungen auf bestehende Landesstraßen haben und damit nicht in der alleinigen Zuständigkeit der Stadt Oberursel liegen. Da diese Maßnahmen nicht nur den innerörtlichen Verkehr betreffen, sondern auch Einfluss auf regionale Verkehrsströme haben ist hier eine Abschätzung der Verlagerung von Verkehrsströmen erst dann zuverlässig möglich, wenn das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung für die Gesamtstadt vorliegt. Diese Verkehrsuntersuchung ist beauftragt, die Ergebnisse der Bestandsermittlung werden zum Jahresende vorliegen.

Printausgabe der TZ vom 26.08.2006
Brum: Ökologen legen sich mit Bauwütigen an
Stierstadt. Die Bebauung des Borngrunds und der Ausbau des Seedammweges erhitzte am Donnerstagnachmittag die Gemüter der Stierstädter. Über 80 Grundstückseigentümer, Anlieger und Politiker fanden sich zur Besichtigung des Baugebietes ein. Im Anschluss an die Besichtigung ging es in der Gaststätte „Zur Sonne“ heiß her. Gegner- und Befürworter der Bebauung lieferten sich einen emotionsgeladenen, mitunter erbitterten Schlagabtausch. Zur Ortsbegehung hatte die OBG geladen.

Der Bebauungsplan Nr. 201 hatte in der Sitzung der Stadtverordnetensammlung vom 13. Juli mit 24:24 Stimmen wider Erwarten keine Mehrheit gefunden. Es gebe eine vielköpfige Initiative, die für die Bebauung sei und eine Initiative, die grundsätzlich dagegen sei, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). „Ich sehe mit einiger Besorgnis, dass hier zwei Gruppen aufeinander los gehen. Die einen werden zu Ökologen, die anderen zu Bauwütigen, je nach dem, wo ihr Grundstück liegt“, so der Bürgermeister, der dazu aufrief, einen Kompromiss zu finden, der für alle erträglich sei.

Pro Wohnfläche seien zwei Wohneinheiten auf den 35 bis 45 Grundstücken zulässig. Vorgesehen sind Einzel- und Doppelhäuser, jedoch keine Reihenhäuser, informierte Arnold Richter, Leiter der Stadtentwicklung. Seit Anfang der 80er Jahre habe sich im Bereich Städtebau fast nichts mehr getan. „Wenn wir den Bauvorhaben nicht nachkommen, dann ziehen die Bewohner Oberursels weg“, sagte Richter und betonte: „Wenn in einer Stadt nicht gebaut wird, dann geht die Entwicklung nach unten.“

Anders Regine Schüssler: „Ich verstehe nicht, warum an einem der schönsten Erholungsflecken der Stadt gebaut werden soll.“

Richter sprach sich für die umstrittene Öffnung des Seedamwegs aus. Die Kosten von rund 250 000 Euro übernehme die Stadt, so Richter. Die Fahrbahnbreite soll auf 5,50 Meter ausgebaut werden. Parallel dazu soll eine 3,50 Meter breiter Fuß- und Radweg angelegt werden. „Damit haben wir die Verkehrsarten Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer auseinandergezogen.“

Friedhelm Meier, Vorsitzender der Initiative zur Erhaltung des Naherholungsgebietes, sprach sich im Namen der 605 Mitglieder gegen einen Ausbau des Seedammwegs aus. „Das Gebiet muss bleiben wie es ist. Hier können Kinder Ballspielen, Fahrrad fahren lernen und auf einem sicheren Weg in die Schule gehen.“ Der separate Fahrrad- und Fußweg sei dafür kein Ersatz. Zudem müsse das Vogelbrutgebiet und Feuchtbiotop mit reicher Pflanzenvielfalt und Frischluftschneise nahe des Seedammwegs erhalten bleiben, so Meier.

Fakt sei jedoch, dass viele Autofahrer schon heute den Seedammweg als Schleichweg benutzen. Deshalb sei er froh, wenn es bald einen richtigen Fuß- und Radweg gebe, sagte Volkmar Schultz. „Das Bebauungsprojekt sollte nicht am Straßenbau scheitern“, betonte er. Anlieger Günter Bill forderte: „Jeder muss Zugeständnisse machen.“

Bei dieser Diskussion gehe es nicht ums Gemeinwohl, so Klaus Michaelowa. Die demographische Entwicklung mache die Bebauung nicht erforderlich. „Es geht hier um eine künstliche Bedarfsweckung“, sagte Michaelowa. „Was als liebenswertes Oberursel bezeichnet wird, ist weitgehend abhängig von dieser schönen Umgebung. Oberursel geht an seiner eigenen Attraktion letztlich zu Grunde.“

Wie es mit der Bebauung am Borngrund weitergehe, das liege in erster Linie daran, wie der Ortsbeirat entscheide, sagte Richter. Die Stadt könne die Gespräche mit den 70 Eigentümern innerhalb von vier bis fünf Wochen führen. Eine Rechtsverbindlichkeit könne dann bis Mitte 2007 erfolgen. (sob)

Aus der HomePage der GRÜNEN vom 12.03.2006
GRÜNE treten wieder für Ortsbeirat Stierstadt an.
12.03.2006

Nach fünf Jahren Abstinenz treten die GRÜNEN wieder mit einer Liste zur Wahl des Ortsbeirats Stierstadt an. Spitzenkandidat ist Andreas Kühnel. Der 41 jährige Vater von zwei Kindern, der schon in Stierstadt aufgewachsen ist, kam über die Arbeit in der „Initiative Seedammweg“, deren Vorstand er angehört, zur Kommunalpolitik. „Mir ist der Erhalt der natürlichen Flächen und der Naherholungsgebiete rund um unseren Stadtteil wichtig“, benennt er die Motivation für seine Kandidatur, „wir müssen bei der Weiterentwicklung Stierstadts darauf achten, dass die Einwohner vom Verkehr entlastet werden und wir auch für zukünftige Generationen Entwicklungsmöglichkeiten haben.“ Auch aus diesem Grund spreche er sich gegen den Bebauungsplan „Borngrund“ aus.

Auf Listenplatz zwei steht Stephan Jung. Für den 49 jährigen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, der drei Töchter hat, steht vor allem das Engagement für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. „Ich verstehe mich, schon von meinem Beruf her, als Anwalt der Kinder und der Jugendlichen und möchte mich ganz besonders für ihre Interessen einsetzen“, erklärt er. Jung ist Mitglied im Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian und im Kreiselternbeirat.

Komplettiert wird die Liste von Werner Kühnel, dem 48 jährigen Bruder von Andreas Kühnel. Der zweifache Vater sieht seinen Schwerpunkt in der nachhaltigen Entwicklung des Ortsteils. Wichtig ist für ihn auch die Erhaltung und Verbesserung bestehender und möglichst Schaffung neuer Biotopflächen in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden. Auch er kam über die „Initiative Seedammweg“ zur Kommunalpolitik.

Alle drei Kandidaten sind nicht Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen, unterstützen aber die politischen Ziele der Oberurseler GRÜNEN. „Wir treten für die GRÜNEN in an, weil für uns der Erhalt der natürlichen Ressourcen als Lebensgrundlage für uns und unsere Kinder wichtig ist,“ erläutert Andreas Kühnel, „über die Arbeit für den Erhalt des Naherholungsgebietes Seedammweg wurde uns bewusst, dass uns hier die GRÜNEN am nächsten stehen.“

Christof Fink, Vorstandsmitglied der Oberurseler GRÜNEN und von 1993 – 2001 selbst Mitglied des Stierstädter Ortsbeirats, freut sich über die Liste: „Wir haben ein gutes Team mit unterschiedlichen persönlichen Schwerpunkten für uns gewinnen können. Ich bin mir sicher, dass sie die Diskussionen im Ortsbeirat lebendiger gestalten werden.“ Ziel der GRÜNEN sei es, mindestens einen Sitz im Ortsbeirat zu erringen.

Printausgabe der TZ vom 07.04.2005
Borngrund: Gutachten wird im April vorgestellt
Stierstadt. Zurzeit beschäftigt sich die Kommunalpolitik wieder verstärkt mit dem Landschaftspark Borngrund und dem dazugehörigen Baugebiet «Im Graben». Ortsbeiratsmitglieder in Stierstadt und Parlamentarier kennen bereits das von der Stadtplanung ausgearbeitete Verkehrsgutachten aus einer nicht-öffentlichen Sitzung. Untersucht wurde darin das Verkehrsaufkommen rund um den Borngrund, dem Seedammweg und der Taunusstraße. «In dem Gutachten wurde festgehalten, wie hoch die Verkehrsbelastung in Stierstadt zurzeit ist und wie sich die Situation ändern würde, falls der Borngrund tatsächlich bebaut würde», berichtet Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP).

Es sei bereits eine starke Belastung zu verzeichnen, so Rosentreter weiter, und diese werde wohl durch eine Bebauung noch größer werden. Von gravierenden Veränderungen könne man aber nicht sprechen.

«Mein Ziel ist es, die Ergebnisse des Gutachtens am Montag, 18. April, in einer öffentlichen Sitzung den Bürgern vorzustellen», erklärt der Erste Stadtrat. Die Stadtplanung bearbeite derzeit die Eingaben von Bürgern und Verbänden zum Bebauungsplanverfahren. Der Magistrat will «mit dem Vorgang noch vor der Sommerpause, Mitte Juli, wieder in die Gremien gehen», so Rosentreter, «um zu einem Beschluss zu kommen, ob an dem Bebauungsplan festgehalten wird oder nicht. Dann wissen die Bürger, woran sie sind.»

Die Interessengemeinschaft Eigentümer im Landschaftspark Borngrund hat inzwischen ein Schreiben an das Stadtplanungsamt geschickt, in dem sie sich erwartungsgemäß für eine Bebauung ausspricht. Immer mehr junge Familien seien gezwungen, aus Stierstadt wegzuziehen, um sich ihren Wunsch nach Eigentum zu verwirklichen, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Günter Bill. «Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass eine von der Stadt so weit fortgeschrittene Planung im Nachhinein von politischen Minderheiten in Frage gestellt wird.» (csc)
Printausgabe der TZ vom 19.10.2004
LESERBRIEF
Fairness erwünscht
Zum Leserbrief von Peter Musiol, erschienen in der TZ vom 13. Oktober, hat Stierstadts Ortsvorsteher Paul Gerecht (CDU) Stellung genommen.

Ich kann nicht dulden, dass Mitglieder des Ortsbeirates verunglimpft und ihnen Eigeninteressen unterstellt werden. Tatsache ist, dass bloß ein einziges Ortsbeiratsmitglied ein Grundstück im Bereich des eigentlichen Bebauungsplanes besitzt. Einige Mitglieder haben kleine Gartenparazellen im Gebiet am Altbach, die als Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen sind. Andere sind deswegen befangen, weil die Befangenheitsvorschrift in der Hessischen Gemeindeordnung auch Verwandte bis hin zum Schwager oder zu den Großeltern umfasst. Da der vorgestellte Plan den gesamten Landschaftspark Borngrund und nicht nur das Baugebiet im Graben betrifft, führt dies leider dazu, dass sieben Ortsbeiratsmitglieder nicht an den Beratungen teilnehmen dürfen. Dass in Stierstadt Bedarf an Baugelände besteht, steht außer Frage, nur sollte man fair über Vor- und Nachteile neuer Baugebiete diskutieren, denn das war bisher der politische Stil in Stierstadt.

Paul Gerecht


Printausgabe der TZ vom 13.10.2004
Borngrund nimmt erste Hürde
Von Michael Neumann

Stierstadt. Zweistimmig einstimmig hat der Ortsbeirat am Montag abend den Vorentwurf des Bebauungsplanes «Landschaftspark Borngrund» verabschiedet. Das klingt zwar verwirrend, entspricht aber den Tatsachen. Denn als Ortsvorsteher Paul Gerecht (CDU) im Clubheim der Kleintierzüchter den Bebauungsplan 201 zur Diskussion stellte, mussten er selbst und bis auf Georg Oppermann (CDU) und Ellen Kleudgen (FDP) alle anderen Ortsbeiratsmitglieder die Sitzung verlassen, weil sie Grundstücke oder einen Kleingarten im betroffenen Gebiet besitzen. Oppermann übernahm die Sitzungsleitung und sah sich mit Ellen Kleudgen nur einer Diskussionspartnerin gegenüber. Eine Konstellation, die die Hessische Gemeindeordnung erlaubt und die auch beschlussfähig ist.

Arnold Richter, Leiter des Geschäftsbereiches Stadtplanung, hatte vor Beginn der Diskussion noch einmal erläutert, was der Vorentwurf des Bebauungsplanes vorsieht. So sollen entlang der Taunusstraße in zweiter Reihe vermutlich 22 neue Häuser entstehen und Baulücken geschlossen werden können. Für das 1,6 Hektar große Areal «Im Graben» südlich der Grabenstraße und westlich des Kiesweges sei eine lockere Bebauung mit Doppel- und Einzelhäusern mit maximal zwei Vollgeschossen vorgesehen, sagte Richter. Zwischen 52 und 74 Wohneinheiten könnten geschaffen werden.

Richter machte keinen Hehl daraus, dass die Verkehrserschließung des Neubaugebietes «Im Graben» problematisch sei. Sinnvoll erscheine der Stadtplanung allein eine Verkehrsführung über den Seedammweg, der auf die Taunusstraße führe. Erste Berechnungen hätten ergeben, dass mit 70 Fahrzeugbewegungen pro Tag auf einem dann ausgebauten Seedammweg zu rechnen sei. Diese Zahl wurde von den etwa 60 Besuchern der Ortsbeiratssitzung mit ungläubigem Kopfschütteln bedacht. Eine Verkehrszählung am gestrigen Dienstag solle neue Aufschlüsse über die Verkehrsflüsse im Stadtteil Stierstadt erlauben und deren Ergebnisse in die spätere Planung einfließen.

Auch ökologische Aspekte würden bei der Planung des Baugebietes beachtet, sagte Richter in Richtung von Dr. Friedhelm Meier, der gemeinsam mit zehn anderen Stierstädtern eine «Initiative zur Erhaltung des Naherholungsgebietes Seedammweg und Gartenstraße» gegründet hatte (wir berichtete). Zu Beginn der Sitzung hatte Meier nach möglichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft durch das Neubaugebiet gefragt. Die Grünaue im Graben und das Altbachtal würden erhalten und sogar aufgewertet, versprach Richter. Er gestand aber ein, dass der Verlust von 1,7 Hektar Kleingärten nicht aufgefangen werden könne. Nur auf einer Ausgleichsfläche von 0,6 Hektar im Westen des Neubaugebietes könnten neue Kleingärten angelegt werden. «Das ist ein Manko des Baugebietes», sagte Richter.

Georg Oppermann wies auf ältere Pläne mit einer reduzierten Bebauung «Im Graben» hin, mit der sich seine Fraktion hätte anfreunden können. Dennoch wolle die CDU der Bebauung «nicht im Wege stehen». Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) wies darauf hin, dass die Bürger, die Zustimmung des Parlaments am Donnerstag vorausgesetzt, vier Wochen Zeit hätten, ihre Bedenken und Anregungen zum Landschaftsplan Borngrund geltend zu machen.

Printausgabe der TZ vom 13.10.2004
Politiker reden über zwei Neubaugebiete
Oberursel. Mit den Plänen für zwei Neubaugebiete wollen sich die Stadtverordneten bei der Parlamentssitzung am morgigen Donnerstag befassen. Zum einen geht es um den «Landschaftspark Borngrund» in Stierstadt, zum anderen um das ehemalige Südzucker-Gelände an der Hohemarkstraße (siehe auch Text links). Auf beiden Arealen sollen Wohnhäuser entstehen. Gegen beide Projekte regt sich Widerstand. So will etwa in Stierstadt eine Bürgerinitiative den Ausbau des Seedammwegs, über den das neue Wohngebiet erschlossen werden soll, verhindern (TZ berichtete). Beim «Landschaftspark Borngrund» befindet sich das Bebauungsplanverfahren noch in der Vorentwurfs-Phase. Beim Südzucker-Gelände sind die Planer schon einen Schritt weiter. Die Stadtverordneten sollen entscheiden, ob der Entwurf für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan ausgelegt werden soll.

Doch das sind nicht die einzigen Themen. Vier Anfragen, jeweils zwei von CDU und SPD, stehen auf der Tagesordnung. Dabei geht es auch um das Vereinsheim des Pfadfinderstamms «Graue Bären» im ehemaligen Bahnhofslokal. Nach Angaben der CDU-Fraktion ist dort die Heizung defekt und das Dach undicht. Darüber hinaus sei eine Tür nicht einbruchssicher. Die Christdemokraten möchten nun von der Stadt wissen, ob und für wann Reparaturen geplant sind.

Zudem liegen fünf Anträge der SPD vor, über die laut Stadtverordnetenvorsteher Dr. Martin Heubel (CDU) einzeln diskutiert wird. Die Sozialdemokraten möchten unter anderem erreichen, dass die Teilnehmer des Radklassikers «Rund um den Henninger Turm» wieder durch Oberursel fahren. Falls der Veranstalter dafür einen Kostenbeitrag fordert, «ist eine Finanzierung durch Sponsoren anzustreben», heißt es in ihrem Antrag. Das Rennen am 1. Mai sollte nach Ansicht der Fraktion auch dazu genutzt werden, gemeinsam mit Oberurseler Vereinen und Fachgeschäften fürs Radfahren zu werben. So könnte beispielsweise am Nachmittag, nach der Stippvisite der Radprofis, ein Rennen für Kinder und Jugendliche ausgerichtet werden. Die Parlamentssitzung im Sitzungssaal des Rathauses beginnt um 19.30 Uhr.

Wer mehr über den Bebauungsplan «Ober den Birken» wissen möchte, kann bereits um 18 Uhr die öffentliche Sitzung des Bauausschusses im Raum E 10 des Rathauses besuchen. Außerdem wird es um den Bereich Schul- und Sportzentrum Stierstadt sowie das Gebiet An den Drei Hasen gehen. (mj)
Printausgabe der TZ vom 01.10.2004

Bauausschuss stimmt für Borngrund
Oberursel. Das Bebauungsplanverfahren «Landschaftspark Borngrund» tritt in eine neue Phase. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird der Vorentwurf fürs neue Wohngebiet in Stierstadt offen gelegt – Oberurseler können dann Anregungen und Kritik vorbringen. Wie berichtet, soll aus der 1,6 Hektar großen Fläche «Im Graben», südlich der Grabenstraße und westlich des Kiesweges, Bauland werden. Zudem soll die Planung ermöglichen, dass entlang der Taunusstraße Häuser in zweiter Reihe entstehen.

Da sich am Mittwochabend die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses bereits einstimmig für die Weiterführung des Verfahrens ausgesprochen haben, ist davon auszugehen, dass auch das Parlament bei seiner Sitzung am 14. Oktober zustimmen wird.

Bis zur Offenlage soll auch ein Änderungswunsch der FDP-Fraktion berücksichtigt werden: Hermann Schulz-Du Bois schlug in der Sitzung vor, die geplante Bebauung in zweiter Reihe entlang der Taunusstraße klar von der bereits vorhandenen abzusetzen. Ein zehn Meter breiter Streifen sollte zwischen den alten und neuen Häusern frei bleiben, so der FDP-Politiker, damit die Nachbarn sich nicht zu nahe kommen.

Breite Zustimmung fand auch ein Vorschlag der SPD: Danach soll der Magistrat darstellen, wie die zusätzlichen verkehrlichen Belastungen in Stierstadt bewältigt werden sollen. In diese Betrachtung soll auch das Gebiet der jetzigen Grundschule miteinbezogen werden. Denn dort soll ebenfalls – in einigen Jahren – ein neues Wohngebiet entstehen (TZ berichtete).

Die von der CDU im Ortsbeirat Stierstadt geforderte Einbeziehung eines weiteren Gebiets in den Bebauungsplan «Borngrund» – das direkt an die Fläche «Im Graben» angrenzt – ist laut Stadt zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Zuerst müsse die übergeordnete Planung für den Regionalen Flächennutzungsplan abgeschlossen sein.

Der «Landschaftspark Borngrund» ist auch Thema der Sitzung des Ortsbeirates Stierstadt am 11. Oktober. Getagt wird voraussichtlich im Heim der Kleintierzüchter, Gartenstraße. Beginn ist um 20 Uhr. (mj)


Printausgabe der TZ vom 16.08.2004
Ein Baugebiet und seine Folgen
Von Petra Pfeifer

Stierstadt. Das geplante Baugebiet «Am Borngrund» war Thema einer Ferienfraktions-Ortsbegehung der Stierstadter SPD. Dazu konnten der Vorsitzende des Ortsvereins, Alexander Becker, und Fraktionschef Dr. Eggert Winter erfreulich viele Teilnehmer begrüßen. Offensichtlich ist dieses Thema für die Stierstadter Bürger ein durchaus brisanter Gesprächsstoff. Zwar begrüßten viele Anwesende die Möglichkeit einer verkehrstechnischen Erschließung, die eine Entlastung der stark befahrenen Gartenstraße nach sich ziehen würde. Denn dass diesbezüglich etwas geschehen müsse, darin waren sich alle einig.
Doch andererseits betrifft diese Planung ein attraktives Naherholungsgebiet, das an ein Vogelschutz- und Wassereinzugsgebiet grenzt. «Wir sprechen hier lediglich von einer Planung – was genau geschieht, ist noch nicht entschieden», beruhigte Becker die Gemüter, als der Disput zu emotional und spekulativ wurde. Zumindest sei den Plänen nach klar, dass die Bachaue erhalten bleibe. «Noch nicht einmal ein Gehweg ist hier vorgesehen», sagte Becker.
Los ging die Begehung am Seedammweg, der, sofern tatsächlich gebaut wird, dort verbreitert wird, wo er derzeit lediglich als Feldweg angelegt ist. Weiter ging der Spaziergang über den Feldweg, der zur Römerstraße führt. Auch dieser müsste dann als Straße ausgebaut werden.
«Ohne eine solche Erschließung kann hier kein Baugebiet entstehen», sagte Becker. Gleichzeitig wies er darauf hin, welche der schönen Flächen bestehen bleiben. «Wir fürchten um die Idylle, wegen der wir hier gebaut haben oder hingezogen sind», sprach andererseits Dr. Friedhelm Meier den meisten Teilnehmern der Ortsbegehung aus der Seele.
Eine Anwohnerin fügte hinzu: «Als wir hier damals bauten, durften wir die Terrasse nicht unterkellern, weil dieser Ausbau zu weit zum Bach geführt hätte.» Doch solche Auflagen seien mittlerweile vermutlich irrelevant, ergänzte sie.
Den Neubauten zum Opfer fallen würde auch ein Großteil der Kleingärten, die in der Verlängerung der Römerstraße seit vielen Jahren bestehen. Nach der Meinung der SPD gefragt, sagte Becker: «Am liebsten wäre uns, wenn hier gar nicht gebaut würde, doch realistisch gesehen muss Stierstadt wachsen.» Vorgesehen seien den vorliegenden Plänen nach bisher etwa 75 Wohneinheiten in dem in Frage stehenden Neubaugebiet. Doch es heißt, die CDU habe bereits eine erweiterte, zweckgerichtete Ausnutzung des geplanten Baugebietes beantragt, die insgesamt 150 neuen Wohneinheiten Raum geben würde. «Wir müssen jetzt abwarten, wie der Bauausschuss entscheidet, der im September tagt,» kündigte Winter an. Erst wenn dieser die Pläne gut heißt, werden sie öffentlich ausgelegt und zur weiteren Diskussion gestellt.


Printausgabe der TZ vom 07.07.2004
Bebauungsplan wird geteilt und verzögert sich
Von Christoph Rech

Stierstadt. Der Vorentwurf zum Bebauungsplan «Landschaftspark Borngrund» endete am Montagabend auch im Stierstädter Ortsbeirat in einer vorläufigen Sackgasse.

Nachdem die CDU schon in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses «Beratungsbedarf» angemeldet hatte – und damit dem Wunsch der übrigen Fraktionen entsprach –, verzögert sich nun auch der Beschluss des Vorentwurfes im Ortsbeirat. «Das ist ein heikles Thema», kam Ortsvorsteher Paul Gerecht (CDU) auf den Vorentwurf zu sprechen, der den rund 60 interessierten Bürgern im Clubhaus des Kleintierzuchtvereins durch Eva Maria Back von der Bauleitplanung im Rathaus vorgestellt wurde.

Der Vorentwurf sieht eine Bebauung entlang der Taunusstraße in zweiter Reihe (Hausnummern 23 bis 83) vor, außerdem könnten Baulücken geschlossen werden. Ein Neubaugebiet «Im Graben» könnte südlich der Gartenstraße und westlich des Kiesweges mit Einzel- und Doppelhäusern entstehen (die TZ berichtete). Die bisherige Planung sieht 52 bis maximal 74 Wohneinheiten vor. Nach dem bisherigen Entwurf ist eine Verkehrserschließung des Neubaugebietes «Im Graben» über den Seedammweg geplant. Ein Ausbau dieser wichtigen Zufahrt hält die Stadt für «notwendig», die Straße würde dann samt Bürgersteig eine Fahrbahnbreite von insgesamt neun Metern erreichen. Ein separater Radweg sei allerdings nicht vorgesehen, lautete die Antwort auf eine Anfrage von Corinna Becker (SPD).

«Ich habe schon bessere Vorentwürfe gesehen», bemängelte Georg Oppermann (CDU) den Bebauungsplan, der in einem Antrag eine Teilung des Planes forderte. Demnach solle der Bereich der Taunusstraße in einem ersten Schritt entwickelt werden. Unabhängig davon solle in einem zweiten Schritt die gesamte Fläche zwischen Gartenstraße, Kiesweg und Feldgemarkung als Bauland vorgesehen werden. Bisher zeige der Vorentwurf westlich des Kiesweges aber noch Grünflächen im Geltungsbereich, so Oppermann, die der Kommunalpolitiker auch als Bauland berücksichtigt sehen will. Der Bebauungsplan solle deshalb neu diskutiert werden. Ältere Vorentwürfe des Geltungsbereiches von Arnold Richter, Geschäftsbereichsleiter Stadtentwicklung im Rathaus, sollten ebenfalls zu Rate gezogen werden, so die weitere Forderung Oppermanns.

Nachdem der CDU-Antrag mehrheitlich angenommen worden war, stand Ratlosigkeit in den Gesichtern der Bürger geschrieben, die gekommen waren, um klare Informationen über einen möglichen Baubeginn zu erfahren. «Auf Grund der heutigen Situation ist aber alles offen», sagte Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) resigniert. Die Teilung des Bebauungsplanes könne eine erhebliche Verzögerung mit sich bringen. «Was kann man teilen, ohne den sachlichen Zusammenhang auseinander zu reißen?», gab Wolfgang Breese, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Stadtentwicklung im Rathaus, zu bedenken. Der Planentwurf steht im September wieder auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses.


Zuletzt bearbeitet von ... am 21.10.2006, 22:45, insgesamt 14-mal bearbeitet


 60 Reihenhäuser in Stierstadt?      Verfasst am: 01.05.2004, 21:46       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema 60 Reihenhäuser in Stierstadt?

Betreff : 60 Reihenhäuser in Stierstadt? Autor: tibie Datum: 01.05.2004 01:28:31
Ist das wirklich wahr? Auf dem Gelände der Grundschule, oder nebenan sollen 60 Reihenhäuser entstehen? Ist das wirklich wahr?
Was passiert mit dem Verkehr?


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