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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 18.09.2004, 09:10       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 23.10.2006
Je krummer die Kartoffel, desto besser
Von Andrea Rosenbaum

Weißkirchen. Richard Bickert bereitete am Samstagnachmittag hinter seiner Scheune schon alles für das Kartoffelfeuer vor. Die Erdäpfel selbst, die später darin gegart werden sollten, wurden unterdessen soeben noch geerntet: Der Ortsverband des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hatte den hilfsbereiten Landwirt dafür gewinnen können, 24 Jungen und Mädchen in seinem seinen Acker graben zu lassen. So wurde den Kindern die heimische Feldfrucht nahegebracht.

„So viele Kinder wie heute hatten wir noch nie dabei“, freute sich Biologiestudentin Sabine Bojanowski. Sie und ihre Schwester Katharina Schumann betreute die Bande. Die kleinen Naturfreunde waren eifrig dabei, eine Kartoffel nach der anderen auszubuddeln. Vorher hatte Bickert die Erdhügel mit einem so genannten Karst – einer Mischung aus Mistgabel und Rechen – aufgerüttelt, um den „Erntehelfern“ die Arbeit zu erleichtern. „Schaut mal, ich habe eine Kartoffel, die sieht aus wie ein Mund mit Lippen“, rief die neunjährige Antonia aus Oberursel und hielt ihren Fund hoch. Kurz darauf fand sie ein weiteres lustig geformtes Exemplar und meinte: „Das könnte jetzt die dazu passende Knollennase sein – oder vielleicht doch eher ein kleiner Hund?“ Sabine Bojanowski erklärte zwischendurch das eine oder andere Wissenswerte über das Nachtschattengewächs – etwa dass die Kartoffel somit mit der Tomate verwandt ist (siehe auch Text in gelber Box).

Nach kurzer Zeit waren Eimer und Säcke mit vielen gelben und grünen Kartoffeln gefüllt. „Die werden jetzt alle gewaschen, und dann kommen die Gelben ins Feuer, und die Grünen verwenden wir für den Kartoffeldruck, den wir mit euch machen wollen“, erläuterten die Betreuerinnen das weitere Vorgehen. Das mussten sie den Kindern nicht zweimal sagen. Sofort wurden die Erdäpfel in einem mit Wasser gefüllten Eimer geschrubbt und zum Garen in die Flammen geworfen. Schnell waren zwei Biergarnituren aufgestellt, und mit Kneipchen machten sich die Kinder daran, Kartoffelstempel zu schnitzen. „Ich mach' einen Stern“, sagte ein Mädchen. „Und ich möchte ein Herz als Stempel, kannst du mir helfen?“, wandte sich ein anderes an eine Mitarbeiterin des BUND.

Nachdem die fleißigen Künstler ihre Kartoffeln angemalt hatten, wurden sie auf das dafür zurechtgeschnittene Paketpapier gedrückt. Schon bald prangten viele rote, grüne, blaue, gelbe und silberne Motive auf dem braunen Pergament. „Jeder darf sein selbst hergestelltes Geschenkpapier mit nach Hause nehmen“, erklärte Katharina Schumann. „Und wenn die Kartoffeln fertig sind, gibt's für alle Kräuterquark dazu“, fügte Sabine Bojanowski hinzu.

Printausgabe der TZ vom 07.08.2004
Labyrinth am Ortsausgang
Weißkirchen. «Zu Fuß durch Hessen, barfuß durch den Löwen» ist das Maislabyrinth der Familie Bickert überschrieben. Geöffnet ist die Attraktion sonntags von 11 Uhr bis Sonnenuntergang. Wie schon voriges Jahr, sind Besucher am Ortsausgang in Richtung Steinbach auf der linken Seite zum Entdecken eingeladen. Als Rahmenprogramm locken Strohhüpfburg und Sandkasten sowie ein Maisquiz für Groß und Klein. Für Speisen und Getränke ist ebenfalls gesorgt. (pit)

Printausgabe der TZ vom 03.08.2004
Die Brunnenkönigin im Maul des Hessenlöwen
Von Petra Pfeifer
Weißkirchen. Es ist wieder da – das Mais-Labyrinth der Familie Bickert. Konnten die Besucher 2003 eine verkleinerte Version des Hochtaunuskreises erlaufen, so wartet nun auf dem zwei Hektar großen Feld ganz Hessen – mitsamt seinen Autobahnen. Da geht es die A 5 entlang von Darmstadt nach Kassel, die A 3 führt von der bayerischen Grenze nach Rheinland-Pfalz.
Brunnenkönigin Carolin I. und Brunnenmeister Florian sind zur Eröffnung gekommen und versuchen sich gleich an dem Labyrinth und dem dazu gehörenden Preisrätsel. Schnell haben sie die Lösungen für Fragen gefunden, die sich mit der Anzahl von Hessens Nachbarländern oder einer Heiligen der Stadt Marburg beschäftigen. «Schade eigentlich, dass nicht das Brunnenfest das älteste Volksfest Deutschlands ist», meint Carolin lachend bei einer entsprechenden Frage. Viel Wissenswertes gibt es im Verlauf der Strecke auf diversen Schildern zu lesen. Es geht um die erstmalige Erwähnung der Städte, ihre Einwohnerzahlen und Geschichtliches. Dass Neckarsteinach den südlichsten Punkt Hessens markiert, verrät ein anderes Schild, und dass der Vogelsberg bei der Verschiebung der Kontinentalplatten entstand, lernen die Besucher auf einem angelegten Hügel, von dessen Plattform sie einen Blick über das gesamte Feld haben.
«Wo ist hier eigentlich eine Raststätte?», fragt Florian unvermittelt, als er die «Autobahn» entlangläuft. Landwirt Richard Bickert liebäugelt fortan damit, nachträglich den Rastplatz Wetterau zu eröffnen. Bei der Frage nach dem kürzesten Weg zum Ausgang verrät Bickert schmunzelnd: «Ja, hier, die A 5 geht immer schnell, wenn es keinen Stau gibt.» Zwar bleibt die Gruppe hiervon verschont, doch plötzlich kommt ihr ein «Geisterfahrer» entgegen, dem es erst einmal auszuweichen gilt.
Nicht allein das Labyrinth lockt an Weißkirchens Ortsausgang Richtung Steinbach. Im angrenzenden Feld ist auch der Hessenlöwe durch Pfade abgebildet. Doch hier geht es nicht um Wissenswertes, sondern um Fußmassage, denn Bickert und seine «Maisgeister» haben dort einen Barfußpark angelegt. Brunnenkönigin und Brunnenmeister gehen, der Reporterin und eines Schnappschusses zuliebe, diesen Weg sogar ein zweites Mal. Los geht es über piksenden Mulch, daraufhin folgt eine kleine, rutschige Schlammstrecke, zwischendurch führt der Pfad über normale Erde, dann wiederum über weichen Sand, Stroh oder Kies. «Du hast wohl Hornhaut an den Füßen», ruft die Brunnenkönigin ihrem Florian zu, denn der bewältigt die unangenehmsten Etappen in einem bemerkenswerten Tempo und ist schon hinter der nächsten Ecke verschwunden.
Noch einmal geht es über Stroh. «Wir sind jetzt im Maul des Löwen angelangt», sagt Bickert, und bereits wenige Schritte weiter verrät der Mulch, dass das Ende des Parcours erreicht ist. Dort warten schon ein paar Wassereimer, um die Füße zu reinigen, und Carolin verrät: «Am angenehmsten ist das Laufen in den Schlammbecken.» Schon jetzt plant Familie Bickert ein reichhaltiges Rahmenprogramm, doch die Termine für Hubschrauber-Rundflug oder Nachtwanderung stehen noch nicht fest. «Wahrscheinlich wird die Abendveranstaltung beim nächsten Vollmond in vier Wochen stattfinden», kündigt Bickert an. Fest eingeplant sei jedoch schon die Nachkerb am 18. und 19. September mit Musik, Kinderspielen und Planwagenfahrten.
Geöffnet sind Labyrinth, Barfußpark und Hüpfburg bis zum Oktober jeweils sonntags von 11 Uhr bis Sonnenuntergang. Schulklassen, Gruppen oder Geburtstagskinder bekommen zusätzliche Termine unter Telefon/Fax (0 61 71) 7 36 85 und 01 73-4 85 86 27


 MAISLABYRINTH´04: Hessennachbildung im Maisfeld Weißkirchen      Verfasst am: 18.09.2004, 06:06       Nach oben   


Bilder vom "Kreis im Mais" 2003:


Zuletzt bearbeitet von ... am 18.09.2004, 06:06, insgesamt 2-mal bearbeitet


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