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 BILDER      Verfasst am: 08.08.2004, 03:24       Nach oben   



































Siehe auch Thema ICE-Taufe am 09.05.04


 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 04.08.2004, 00:52       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 03.08.2004
Hendocs Idee ist ausgezeichnet
Von Anke Hillebrecht
Oberursel. Der Bildhauer Hendrik Docken («Hendoc») erhält für sein Projekt «Schnitzing 3 D Graffiti» den «Deutschen Förderpreis Kriminalprävention» der Stiftung Kriminalprävention. Den Preis sowie das Preisgeld in Höhe von 50 000 Euro teilt sich der Oberurseler mit sechs weiteren Preisträgern, die eine Jury aus 120 Bewerbungen ausgewählt hat. Während sich die anderen Gewinner alle mit Prävention, Gewalt oder Konfliktkultur an Schulen beschäftigen, war die Stiftung auf Hendoc aufmerksam geworden, weil er ein «kreatives Programm zur Reduzierung illegaler Graffiti» erfunden hat.
Was in der Kurzbeschreibung so leicht klingt, ist das Ergebnis von 20 Jahren Arbeit mit jugendlichen Graffitisprayern der Region. Betrachtet man sich einschlägige Magazine, so scheint Hendoc mittlerweile deutschlandweit ein Begriff in der Sprayerszene zu sein – und das, ohne selbst je gesprayt zu haben, wie er selbst sagt, weil er «die Dosendämpfe nicht leiden» kann. Er selbst bevorzugt bekanntlich das Schnitzen und stellt außer Holzfiguren und eiförmigen Sitzmöbeln auch Skulpturen aus Holz her, in denen sich Buchstaben zu Pfählen auftürmen. Sein Ziel ist «die Renaissance der deutschen Holzbildhauerei» und sein Traum, dass irgendwann einmal in jeder Stadt ein «Hendoc»-Pfahl steht und er selbst als Trendsetter in die Geschichte eingeht.
Die Jury der «Stiftung Kriminalprävention» allerdings beeindruckte vor allem, dass der 37-Jährige für seine meterhohe Schnitzarbeit ein hölzernes Gerüst in Form eines Würfels aufstellt, das gleichzeitig als zweidimensionale Fläche für junge Künstler dient, die doch lieber mit der Spraydose arbeiten – und damit sonst womöglich Brückenpfeiler und jungfräuliche Wände beschmieren. «Hier in der Region ist der Vandalismus dadurch erheblich zurückgegangen», behauptet Hendoc, was die Polizei in Bad Homburg tatsächlich bestätigen kann.
Die Stiftung Kriminalprävention hat den Deutschen Förderpreis Kriminalprävention im Oktober 2003 erstmals ausgelobt, um damit Anreiz zu geben, dass Präventionsprogramme, die nur örtlich bekannt sind, bundesweit ein Beispiel sein können.
Hendoc wird seinen Preis am 30. September von der Bundesministerin für Justiz, Brigitte Zypries (SPD), in Münster überreicht bekommen. Er freut sich, dass seine Arbeit offiziell anerkannt wurde, und erhofft sich jetzt Aufträge von Städten und Kommunen, die mit Graffiti-Vandalismus zu kämpfen haben. Er bietet ihnen an, für einen fünfstelligen Betrag seinen «Würfel» aufzubauen und die Kreativität der jugendlichen Täter zu bündeln. Tatsächlich steht in seinem Atelier in diesen Tagen das Telefon nicht mehr still. Besonders begeistert ist der Künstler, dass sich gestern prompt die Stadt Frankfurt für sein Projekt interessiert hat.
Auch Oberursel hat schon einmal darüber nachgedacht, Hendocs Würfel an der Portstraße aufzustellen – seine Heimatstadt würde das Projekt sogar für die Hälfte des Preises bekommen. In der Verwaltung habe die Idee zwar Begeisterung ausgelöst; ob der Würfel kommt, werden aber die Haushaltsberatungen zeigen. An anderer Stelle werden Hendoc und seine Kunstsprayer jedoch schon bald Zeichen setzen: Vermutlich im September sollen sie die Brücke der B 455 über die Hohemarkstraße mit Keltenmotiven verschönern.
«Wer etwas gegen ein bestehendes Problem tun will, muss was für das Problem tun», lautet die Theorie des Oberurseler Künstlers. Auch Privatleute, die sich über eine frisch beschmierte Wand ärgern, können sich – am besten per E-Mail unter hendoc@schnitzing.de – an ihn wenden: Sein soeben anerkannter Verein «Einwandfrei» (www.einwandfrei.org) bringt Wandbesitzer und Maler zusammen, die die Wände für Geld mit wahren Kunstwerken auf Wunsch verzieren. «Man kann ja auch Blumen sprayen», meint er.
Bekanntlich zieren Hendocs Keltenmotive bereits die Wände der Unterführung am Bahnhof, und kein Sprayer hat sie danach wieder verunstaltet – ein Umstand, der auch die Stadtverwaltung beeindruckte. Und ein Beweis, dass Hendocs Idee funktioniert.


 Bahnhofsunterführung : "Farbliche Neugestaltung"      Verfasst am: 03.08.2004, 22:37       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung

Betreff : "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung Autor: xy Datum: 13.05.2004 17:14:02
Es ist schlimm was heutzutage unter Kunst zu verstehen ist. Bestes Beispiel ist hierfür die "farbliche Gestaltung" in der Bahnhofsunterführung. Man versucht modern zu wirken, statt dessen werden "Künstler" herbeigehohlt die schnell und überhastet ihren Gedankengängen freien Lauf lassen.

Dafür habe ich volles Verständnis.!!

Aber Kunst darf sich nicht den Menschen aufzwängen zumal es eine breite Masse gibt die diesen Graffitismus nicht unterstützen.

Kunst darf man selbstverständlich frei und ohne jedwede Einwände ausüben


Betreff : "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung Autor: B+A Datum: 14.05.2004 04:49:16
Mir haben die "Falballa" und ihr "Lover unter´m Baum" am besten gefallen


Betreff : "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung Autor: Lutz Morawitz Datum: 14.05.2004 09:02:56
Also ich weiß nicht....

... wieso hier schon wieder gegen sie Neugestaltung der Unterführung gewettert wird,
o.K., zugegeben, die Darstellung unserer St. Ursula unten im Tunnel als moderne J'Anne d'Arc ist etwas nun ja, nennen wir es "gewagt", und der Schriftzug gegenüber ein wenig unleserlich...

... jedoch muß ich sagen, daß das was die Künstler dort am Bahnhof geschaffen haben aus meiner Sicht in mehrerlei Hinsicht als sehr positiv zu bewerten ist:

1. Die Künstler haben es geschafft, daß die häßlich geschmierten Schriftzüge der (mehr oder weniger) pubertierenden Kids verschwunden sind .. (ok, man hätte auch einfach nur weiß tünchen können)

2. haben es die Künstler es geschafft (seit ich hier wohne das 1. Mal überhaupt), daß die Wände nicht bereits wenige Stunden nach dem Trocknen der weißen Farbe, bereits wieder beschmiert sind

3. Sorgen die Künstler mit der farbenfrohen Gestaltung dieser ansonnsten eher tristen Unterführung für ein positives AHA-Erlebnis bei vielen ankommenden Reisenden. (Bei mir wirkt es jedenfalls).

Gut, daß nicht jeder Abschnitt des Gesamtkunstwerkes perfekt ist gebe ich zu...
ich finde aber grade dies nicht schlecht, da dies wohl auch Teil von Herrn Hendoks (ich hoffe er schreibt sich auch so) Konzept gewesen ist, nämlich auch junge Nachwuchstalente in die Gestaltung einzubinden.

Abschließend kann ich nur sagen:

Hut ab vor denen, die das Kunstwerk entworfen, geplant und erschaffen haben (denen unter den Künstlern, die ich als Nachwuchstalente bezeichnet habe: Das nächste Projekt wird noch besser, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen).
Denen, die dieses Werk durch ihre Genehmigung ermöglicht haben wünsche ich auch weiterhin den Mut, in Zukunft solcher Projekte zu ermöglichen. Denn aus meiner Sicht gibt es innerhalb von Orschel noch viele öffentliche Flächen, die durch solche Werke wirklich künstlerisch noch aufgewertet werden könnten.


Betreff : "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung Autor: Garf Datum: 14.05.2004 11:11:57
Kunst ist auch immer Geschmackssache. Mir gefällts.....


Betreff : "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung Autor: No Name Datum: 18.05.2004 15:40:02
Es ist dennoch schlimm was unter Kunst verstanden wird. Schande wird über das alte Bahnhofsgebäude gebracht. Es gilt die wahren Schätze des Bahnhofs neu zu entdecken, nicht aber sie durch jugendliche Spinnereimalereinen zu bedecken. Auf dass man sich wieder auf die wahren Werte der Kunst besinnen möge, die da lauten zeige den Menschen die Wahrheit, nicht aber die bösen Arten, sondern werfe Gutes über das Böse, damit aus dem Guten das Leben neu entspringen möge

Betreff : "Farbliche Neugestaltung" der Bahnhofsunterführung Autor: Kevin Datum: 25.05.2004 22:37:26
genau, diese nach dreck und urin stinkende unterführung ist ein wahrer schatz des oberurseler bahnhofes. is gibt halt immer was zu meckern!


Zuletzt bearbeitet von ... am 03.08.2004, 22:37, insgesamt 3-mal bearbeitet


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