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 Presseberichte      Verfasst am: 08.03.2010, 21:48       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 08.03.2010
„U3 Ausbau“ geht weiter mit den Vorbereitungen zur Erweiterung der Kindertagesstätte Regenbogenland

Bereits seit 2006 werden in der städtischen Kindertagesstätte Regenbogenland Kinder unter 3 Jahren betreut. Jetzt sollen zu den 13 Kleinkindern weitere 20 Plätze hinzukommen und die „Kleinen“ ihr eigenes Haus bekommen.

„Die Vorbereitungen für die Erweiterung laufen auf Hochtouren, der Bauantrag ist gestellt, die Ausschreibung vorbereitet“, berichtet Erster Stadtrat Dieter Rosentreter. „Sobald grünes Licht erteilt wird, legen wir los. Der Neubau wird ein eigenes Gebäude, welches auf dem angrenzenden Grundstück am Heidegraben geplant ist. Hierzu muss der dort liegende Spielplatz weichen. Wir wissen, dass Familien, hauptsächlich mit kleinen Kindern, den Spielplatz Im Heidegraben gerne aufgesucht haben. Daher haben wir zunächst verschiedene Möglichkeiten eines Anbaus auf dem Kitagelände geprüft. Leider ist keine der geprüften Varianten durchführbar und vor allem finanzierbar.“

Mit dem Abbau des Spielplatzes Im Heidegraben wird voraussichtlich in der kommenden Woche begonnen. „Wir hoffen, dass die Familien Verständnis für unsere Entscheidung haben. Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ist enorm, und die Kindertagesstätte Regenbogenland hat sich für eine Erweiterung angeboten. Die ErzieherInnen haben bereits viele und gute Erfahrungen in diesem Bereich gemacht und freuen sich auf das neue Haus. Es ist sinnvoll, solche Einrichtungen an bestehende Kindertagesstätten anzugliedern und nicht separat zu bauen“, berichtet Erster Stadtrat Dieter Rosentreter. So besteht für Eltern eine kontinuierliche Betreuungssicherheit, Kindern kann der Übergang von der Krippengruppe in den Kindergarten erleichtert werden, da ihnen das Umfeld bereits bekannt ist und sie optimal begleitet werden können.

Für Eltern, die den Spielplatz „Im Heidegraben“ genutzt haben, nachstehender Hinweis: der nächste Spielplatz befindet sich oberhalb des Eschbachwegs am Sportplatz der Eintracht. „Kistenhausen“ wurde erst vor wenigen Jahren unter Beteiligung der Anwohner neu gestaltet.

„Zudem prüfen und bewerten wir in diesem Jahr im Rahmen unseres Projektes „Oberursel unter der Lupe“ den gesamten Norden im Hinblick auf die Freiflächen. Hier soll auch eine geeignete Fläche für einen Ersatz des jetzt wegfallenden Spielplatzes gefunden werden“, verspricht Dieter Rosentreter. „Die Bürger werden zu gegebener Zeit aufgefordert, sich an diesem Projekt zu beteiligen.“


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 24.02.2010
Versorgungsquote im Betreuungsbereich Kinder unter drei Jahren in Oberursel nicht ganz so schlecht, wie durch das Land Hessen dargestellt
Oberursel hat weitere Ausbaupläne und wird das Bundesziel (35%) bereits im Jahr 2012 erreicht haben
„Familienfreundlichkeit wird in Oberursel groß geschrieben, Investitionen für den Ausbau der Kinderbetreuung – und zwar nicht nur im Betreuungsbereich der Kinder unter drei Jahren – stehen seit vielen Jahren ganz oben auf der Prioritätenliste der Stadt Oberursel (Taunus)“, so Erster Stadtrat und Sozialdezernent Dieter Rosentreter.

Über den kürzlich in der Presse durch Staatsminister Jürgen Banzer beschriebenen, gnadenlosen Wettbewerb der Kommunen und den Standortvorteil, den eine gute Kinderbetreuung mit sich bringt, sind sich Politiker und Verwaltung schon seit vielen Jahren klar. Aus diesem Grund gibt es z.B. bereits seit 17 Jahren einen Kindertagesstättenentwicklungsplan, der die Entwicklungen im Bereich Kinder und Familien verfolgt und rechtzeitige Planungen im Betreuungsbereich ermöglicht. Dieser Plan berücksichtigt neben dem Betreuungsbereich der „U3 Kinder“ vor allem auch die Betreuung der Schulkinder vor und nach dem Unterricht. Denn nur eine langfristige Betreuungsgarantie für Eltern wird sich als wirklich zukunftsfähig für eine Stadt auswirken. So wurde in Oberursel der Hortbereich allein in den letzten sechs Jahren durch die Einrichtung von 11 Gruppen an den verschiedenen Grundschulen mehr als verdreifacht. Insgesamt 5.5 Millionen Euro wurden hierfür investiert - die jährlichen laufenden Kosten nicht einberechnet. Zum kommenden Schuljahr steht für rund 42% aller Grundschüler ein Hortplatz zur Verfügung, für weitere 19% besteht die Möglichkeit einer Betreuung durch die Betreute Grundschule.

„Wir wissen, dass es gerade in diesem Bereich unheimlich wichtig ist, dass Eltern eine Betreuungsmöglichkeit erhalten. Nur so können die meisten Familien tatsächlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig sichern. Wir sind froh, dass wir neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Ausbau im „U3 Bereich“ und den damit verbundenen finanziellen Belastungen auch diesen Bereich weiterentwickeln können“, so Sozialdezernent Dieter Rosentreter.

Über die Ausbaupläne im „U3 Bereich“ berichtet er gerne:

„Mit den in 2009 geschaffenen Betreuungsplätzen in diesem Bereich (= 65 Plätze) sowie den zur Verfügung stehenden Plätzen im Tagespflegebereich haben wir heute eine Versorgungsquote von rund 29% erreicht. Insgesamt verfügt Oberursel zum Stichtag 01.01.2010 über 195 Betreuungsplätze in Einrichtungen sowie 149 Plätze in der Tagespflege. Zum Erreichen der vorgegebenen Versorgungsquote von 35% werden bis 2013 noch weitere 100 Plätze benötigt. Bereits in diesem Jahr ist der Ausbau von 50 weiteren Plätzen in verschiedenen Institutionen in Oberursel geplant. Diesen wird es an der städtischen Kindertagesstätte Regenbogenland sowie der kath. Kindertagesstätte Liebfrauen geben. In der neuen Kindertagesstätte im Gewerbegebiet Zimmersmühlenweg werden drei weitere Gruppen entstehen, von denen neben den ansässigen Firmen auch Oberurseler Familien partizipieren werden.

Darüber hinaus werden wir auch in 2010 weiter in den Ausbau der Tagespflege investieren. Mit der im letzten Jahr beschlossenen Zuschussrichtlinie haben die beiden Tagesbetreuungsvereine in Oberursel eine Finanzsicherheit, um auch weiterhin engagiert an der Qualifizierung, Fortbildung und Gewinnung von Tagesbetreuungspersonen arbeiten zu können. Allein im letzten Jahr konnte der städtische Tagesbetreuungsverein NEST-WERK e.V. eine eigene Grundqualifizierung mit insgesamt 10 Teilnehmern durchführen; die Damen haben im Januar 2010 ihre Prüfung erfolgreich abgelegt und werden in Kürze eine Tagespflegeerlaubnis erhalten und mit der Betreuung beginnen können. Hier vertrauen wir darauf, dass uns auch in diesem Jahr die Gewinnung neuer Personen gut gelingen wird.

Auch die städtische Kindertagesstätte Zauberwald hat bereits heute konkrete Planungen, wie eine Erweiterung des Angebotes gelingen kann - geplant wird mit zwei Kleinkindgruppen á 10 Betreuungsplätzen. In der Kindertagesstätte Zauberwald hätten Familien nach einer Realisierung dann die Möglichkeit, ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum vollendetem 12. Lebensjahr betreuen zu lassen. Das sind die qualitativ besten Möglichkeiten, die wir Familien anbieten können. Kinder sind mit der Einrichtung vertraut, ihnen wird ein sanfter Übergang in die jeweiligen Betreuungsbereiche gewährleistet und Eltern haben eine hohe Planungssicherheit. Genau aus diesem Grund haben wir uns bewusst für das Konzept entschieden, Kleinkindgruppen an bestehende Kindertagesstätten anzugliedern und hierbei auf die bewährten Kooperationspartner zu vertrauen. Wir sind uns sicher, dass wir einen guten Weg eingeschlagen haben und bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei allen Partnern, mit denen wir jederzeit vertrauensvoll zusammen gearbeitet haben. Vor allem geht mein Dank an die städtischen Gremien, insbesondere die Stadtverordnetenversammlung, für die breite Unterstützung bei der Weiterentwicklung in Sachen Familienfreundlichkeit“, so Dieter Rosentreter abschließend.


 SOZIALES: Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren      Verfasst am: 23.02.2008, 20:15       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren

30.01.2008 11:53 Uhr - Autor: ienden - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Sehr geehrte Damen und Herren,

Als bald wieder berufstätige Mutter von 4 Kindern (alle 4 Jahre und jünger) liegt mir das Betreuungsangebot von Kleinkindern sehr am Herzen. Leider bietet Oberursel in diesem Segment kaum Plätze an und seit unserem Zuzug in Bommersheim vor knapp 3 Jahren hat sich an dieser Situation auch nichts verändert. Wird bei den 1,5-3 jährigen zumindest über die Schaffung von Betreuungsplätzen in öffentlichen Einrichtungen (Krabbelstuben/kindergärten)nachgedacht, wird dieses für die unter 1,5 jährigen ausgeschlossen. Hier wird einseitig die Betreuung von Tagesmüttern gefördert. Nach §5 SGB VIII wird den Eltern jedoch in Wahlrecht zugesprochen, in welcher Form, sprich Einrichtung oder Tagesmutter, Eltern ihre Kinder,- auch die unter 1,5 jährigen- betreuen lassen wollen. Meine Frage nun an die Stadt:

In welchem Zeitraum planen Sie, Eltern dieses Wahlrecht zu ermöglichen?
Wieviele Betreuungsplätze mit welchen Betreuungszeiten gibt es in oberurseler Einrichtungen für 1,5-3 jährige und < 1,5 jährige?
In welchen Einrichtungen/für welche Stadtteile sind diese Plätze?
Wieviele Kinder in der jeweiligen Altersgruppe leben in Oberursel/Stadtteil/wie hoch ist die derzeitige bzw künftige Bedarfsdeckung?

Als Elterninitiative haben wir uns bemüht in Bommersheim in Zusammenarbeit mit der ev. Kirche ein Angebot für Kinder ab immerhin 1 Jahr zu schaffen, welches nun droht an der Finanzierung der laufenden Kosten für 2009 zu scheitern.
Bei der derzeitigen Betreuungslage in Oberursel, eine Stadt die von sich behauptet kinderfreundlich zu sein, m.E. mehr als bedenklich.
Ich freue mich auf Rückmeldung.

05.02.2008 10:05 Uhr - Autor: ienden - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Sehr geehrter Herr Rosentreter,
vielen Dank für Ihre postalische Antwort auf meine Fragen. Immer wieder werde ich von Müttern bezüglich unserer Krabbelstubeninitiative und Betreuungsplätzen für Kleinkindern angesprochen. Um möglichst vielen betroffenen Müttern schnell Informationen zur Verfügung zu stellen und sie auf den aktuellsten Stand der Diskussion zu bringen, hatte ich mich entschlossen, die Information und Diskussion u.a. auch über dieses öffentliche Forum weiterzuführen.
Ich denke, es wäre auch für andere Forumsteilnehmer interessant, Ihre Antwort zu lesen.
P.S.: Nichts desto trotz bedanke ich mich nochmals öffentlich für Ihr Engagement im Rahmen unserer geplanten Krabbelstube in den letzten Monaten und freue mich weiterhin auf engen Dialog.

07.02.2008 14:46 Uhr - Autor: MSchaefer - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Auch mich interessiert sehr, wie die Stadt die Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren ausbauen wird!

Wie fast alle mir bekannten Mütter in Oberursel bin auch ich auf der Suche nach Einrichtungen, die Kinder ab 12 Monate betreuen! Unsere 2007 geborenen Kinder konnten durch das Elterngeld in ihrem ersten Lebensjahr von uns zuhause betreut werden - was aber passiert nun, wenn das Elterngeld nach 1 Jahr "versiegt", Betreuungsplätze aber frühestens ab 18 Monate - und auch das nur in verschwindend geringer Zahl- angeboten werden?
Viele junge Mütter und Väter müssen und möchten nach diesem Jahr wieder arbeiten gehen - aber wo können wir unsere Kinder unterbringen?
In Oberursel scheint die einzige Antwort auf diese Frage eine Tagesmutter zu sein - die ist für viele Eltern, die arbeiten gehen müssen, aber zu teuer - und kann selbstverständlich auch mal krank werden - wohin dann mit dem Kind?
In vielen anderen hessischen Städten wie Frankfurt oder Wiesbaden, die oft als weniger "kinderfreundlich" angesehen werden als unser Oberursel, werden mit großem Erfolg Betreuungsplätze für Kinder ab 1 Jahr angeboten.
Ich würde mich wie viele andere Mütter sehr freuen, wenn auch unsere Stadt diese in meinen Augen mehr als nötigen Betreuungsplätze schaffen würde!

Mit freundlichen Grüßen,
M. Schäfer

07.02.2008 15:37 Uhr - Autor: Nicola - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Habe mit großem Interesse die vorhergehenden Beiträge gelesen, da auch ich ab Sommer für meine dann einjährige Tochter einen Betreuungsplatz suche, um wieder in den Beruf einsteigen zu können.
Eine Tagesmutter wäre eine Möglichkeit, bei dieser besteht jedoch immer das Risiko, dass entweder sie selbst oder aber eines ihrer eigenen Kinder krank wird, so dass sie das Tageskind nicht betreuen kann. Dies bedeutet neben eigenen und Kinderkrankheiten weitere Ausfallzeiten am Arbeitsplatz. Daher favorisiere ich derzeit die Unterbringung in einer Kleinkind-Betreuungsgruppe. Ich hoffe sehr, dass das diesbezügliche Angebot in Oberursel zeitnah erweitert wird.

09.02.2008 11:31 Uhr - Autor: Lotta - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Hallo! Auch mich beschäftigt diese Problematik schon seit einiger Zeit.
Aufgrund der hohen Lebenskosten in Oberursel muss ich im Sommer, wenn unsere Tochter ein Jahr alt ist und das Elterngeld nicht mehr gezahlt wird, wieder in das Berufsleben zurückkehren. Natürlich möchte mein Arbeitgeber genau wissen, ab wann und für wieviele Stunden ich eingesetzt werden kann. Aber wie soll ich das wissen, wenn ich noch nicht einmal weiß, wie und wo ich meine Tochter dann unterbringen kann? Auch ich hätte gerne Alternativen zu einer Tagesmutter (unter anderem aus in den anderen Beiträgen bereits genannten Gründen).
In ganz Oberursel gibt es nur eine Kita, die Kinder bereits ab 15 Monaten betreut. Hier stehen jedoch nach deren Aussage über 100 Kinder bereits auf der Warteliste...
Ich denke, es ist doch wirklich offensichtlich, dass für die Kinderbetreuung ab 12 Monaten in Oberursel dringend etwas getan werden muss!!!

10.02.2008 12:45 Uhr - Autor: sramert - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich habe selbst eine 2 jährige Tochter, die seitdem sie 8 Monate ist, bei einer Tagesmutter untergebracht ist. Wir hatten nie größere Probleme wegen Krankheiten in der Familie der Tagesmutter.
Mal sehen, ob wir demnächst, wenn unsere kleine 3 wird einen Ganztagskindergartenplatz bekommen ...

Aber zu dem Problem mit der Kinderbetreuung kann ich einen Satz zitieren, der auf einer Gemeindesizung in einem reichen Vorort von München gefallen ist:

"Unsere Frauen müssen nicht arbeiten"

Wenn ich mir die Wahlergebnisse in Oberursel verteilt nach den Wahlbezirken ansehe ( ähnlich in Kronberg), kann man doch vielsagende Rückschlüsse ziehen. Oder??

11.02.2008 09:53 Uhr - Autor: Kermit - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Halo Herr Ramert,

ich habe die genauen Wahlergebnisse jetzt nicht mehr so präsent im Kopf gespeichert und daher die Frage: Welche Rückschlüsse ziehen Mann/Frau daraus ?

Die Sprüche wie "Meine Frau muß nicht arbeiten" sind uralt und anscheinend unausrottbar. Ich dachte mit meiner Generation sterben sie langsam aus, aber dem ist nicht so.

Ich bin der Meinung jeder soll nach seiner Fasson seelig werden - wenn es finanziell geht -, also arbeiten oder zu Hause bleiben.
Da aber die Partei mit dem C im Namen so an der Verklärung der Vergangenheit mit "Mutti gehört nach Hause" und der Herdprämie klebt wird sich an der Betreuungssituation nichts ändern.

Ich fragte mich schon immer bei Einführung des Elterngeldes was man wohl macht wenn das Kind 1 Jahr alt ist und die Eltern wieder arbeiten wollen/müssen, denn Betreuungsangebote sind nach wie vor mehr als dünn gesät.

11.02.2008 13:49 Uhr - Autor: ienden - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
...freue mich, daß auf diesem Wege die Diskussion langsam in Gange kommt. Hiermit also nochmal die Bitte, liebe Stadt, sich an dieser Diskussion zu beteiligen und Ihre postalische Antwort auf meinen ersten Beitrag zumindest in den für die Öffentlichkeit interessanten Teilen, hier zu publizieren. Danach wird es nämlich keinen Ausbau von Kindertageseinrichtungen im Segment unter 1,5 Jahren geben.

11.02.2008 14:50 Uhr - Autor: Kermit - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Na toll.

Und was macht man mit den Kids ? An den Arbeitsplatz mitnehmen ? Oder doch zu Hause bleiben, wie ja von vielen C-Politikern gewünscht ?

Ich sehe immer den Streß von Kolleginnen das Kind bei Oma, Tagesmutter u.ä. unterzubringen und dann doch irgendwann total genervt auf ne halbe Stelle zu gehen.
Besonders Alleinerziehende sind ja gekniffen.
Und dann wundert man sich übder mangelnden Kinderwunsch ?

11.02.2008 19:47 Uhr - Autor: ienden - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Für alle Interessierten: die Virtuellen Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung (www.virtuelle-akademie.de) wird ein virtuelles Seminar (kostenlos) zum Thema Gründung von Kindergärten vom 25. Februar bis zum 9. März veranstalten. Vielleicht hat ja jemand Lust daran teilzunehmen?

12.02.2008 10:29 Uhr - Autor: Mike - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Meine Kinder sind nach der Scheidung mit ihrer Mutter zurück nach Frankreich gezogen. Die Betreuung von Kindern dort ist traumhaft. Dort können Frauen wirklich Karriere machen. Nicht umsonst ist die Geburtenrate in Frankreich fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Ganztagsschule ist normal. Betreuung auch während der Ferien gewährleistet etc, etc....Meine Jungs machen jetzt im Februar Skiurlaub. Der eine in Kanada, der andere in Tirol. Selbst Kanada kostet unter 300 Euro all inclusive (Flug, Unterkunft, Verpflegung, Skipass). Diese Reisen sind von der Firma meiner Ex für die Mitarbeiterkinder gesponsored. Von solchen Verhältnissen sind wir in Deutschland weit weg...

13.02.2008 10:02 Uhr - Autor: buxi - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Die Idee ist doch nicht schlecht, eine Demo von Müttern mit ihren Kindern im Rathaus. Vielleicht geht denen dort ein Licht auf, wieviele es sind und wie dringend der Bedarf ist.
Meine Kinder sind zum Glück bereits in der Kita und ich habe endlich wieder angefangen zu arbeiten. Aus dieser Erfahrung lässt sich aber sagen, dass man durch die Arbeit weit weg von Heim und Herd deutlich ausgeglichener ist, die übrig gebliebene Zeit intensiver mit den Kindern verbringt und es sich für die Lebenshaltungskosten in Oberursel auch nicht negativ auswirkt.
Ergo: besseres Betreuungsangebot = glückliche Eltern = zufriedene Oberurseler!

14.02.2008 13:50 Uhr - Autor: katler - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Es ist irgendwie verrückt,wie gegensätzlich doch die Ansichten zwischen Wählern und Gewählten sind. Zumindest, was die Taten und nicht nur die Worte angeht. Es ist doch offensichtlich, dass sich die Gesellschaft verändert hat und Sprüche wie "Mütter müssen nicht arbeiten" mehr als überholt sind. Diese Tatsache scheint nur bei einigen Verantwortlichen noch nicht angekommen sein. Viele Mütter müssen einfach arbeiten, um den Lebensunterhalt (mit)bestreiten zu können. Es dürfen aber auch nicht die Frauen vergessen werden, die 4 , 5 oder mehr Jahre in ihre Hochschulausbildung gesteckt haben, nicht mit der Aussicht dann bei Familiengründung, die von der Politik doch so gewünscht wird, "nur" noch Hausfrau und Mutter zu sein. Auch die Hochschulausbildung kostet den Staat viel Geld. Warum wird dann verhindert, dass diese Frauen ruhigen Gewissens auch mit kleinen Kindern wieder arbeiten gehen.

Mit Neid blicke ich auf meine Freunde in den neuen Bundesländern, die jederzeit einen Betreuungsplatz für ihre Kinder bekommen, wenn es sein muss auch schon mit 8 Wochen. Auch sind die Betreuungszeiten dort oft so flexibel, dass eine Mutter auch länger als nur bis 14. 30 Uhr ihr kind gut betreut weiß. Und diese Kinder sind nicht labil oder gestört. Im Gegenteil.
Einige gönnen sich den Luxus länger zu Hause zu bleiben. Es ist dann ihre Entscheidung. Aber: Sie haben die Wahl!

Welche Wahl hab ich, wenn im April mein 2. Kind zur Welt kommt. 1 Jahr Elterngeld und dann? Es ist zermürbend, diese Ungewissheit.

Meine 1. Tochter wurde ab dem 16. Lebensmonat von einer Tagesmutter betreut. Ich habe 5 Monate gesucht und war damals erschüttert über die Angebote! Irgendwie konnte sich doch jeder Tagesmutter nennen. Einen pädagogischen Hintergrund hatten die wenigsten. Wie es heute ist, weiß ich nicht. Ich hab aber ehrlich gesagt, keine Lust, mich wieder damit zu beschäftigen, da meine Frusttolleranz in dieser Hinsicht doch recht niedrig ist. Daher sage ich heute: Wenn mir nicht zufällig ein Engel in Person einer Tagesmutter begegnet, die es zweifellos auch geben wird, wird mein 2. Kind nicht wieder zur Tagesmutter gehen.
Damals war es auch wegen der ständigen krankheitsbedingten Ausfälle der Tagesmutter eine Katastrophe, woran unsere Familie faßt zerbrochen wäre. Würde es heute besser sein, oder soll ich meinem Kind lieber gleich mehrere fremde Betreuungspersonen zumuten, immer im Wechsel. Ist das gewollt? Für mich ist das keine Alternative.
Da wir nun mal keine Familie hier in der Nähe haben, sind wir doch sehr von der Tagesmutter abhängig. Das riskiere ich nicht wieder.

Also brauch ich eine gute, pädagogisch fundierte Betreuung für mein 2. Kind in einer gesicherten, sozial kontrollierten Umgebung. Wenn ich aber höre, dass an einen Ausbau von Betreuungsplätzen für kinder unter 18 Monaten nicht gedacht wird, steigt Wut in mir hoch. Kleine Kinder brauchen eine richtig gute Betreuung. Und wer kann dies besser Leisten, als eine ausgebildete Erzieherin.

Liebe Verantwortlichen, wacht endlich auf! Im Interesse unserer Kinder.

katler

18.02.2008 13:46 Uhr - Autor: orchi - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Der Ausspruch „meine Frau muss nicht arbeiten“ und damit die Einstellung Frauen sollten ihre Kinder zu Hause betreuen, ist wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Gerade im Hinblick auf die kürzlich erfolgte Änderung des Unterhaltsrechts;
Extrembeispiel: kümmert sich eine Frau nur noch um die Kinderbetreuung, bei mehreren Kindern vielleicht über mehrere Jahre, dann wird der Wiedereinstieg in den Beruf immer schwieriger. Im Falle einer Scheidung, erhält eine Frau künftig keine Unterhaltszahlung mehr, findet aufgrund ihrer jahrelangen Tätigkeit als Hausfrau keinen adäquaten Job, rutscht womöglich somit in die Sozialhilfe.

In unseren Nachbarländern, gibt es schon seit Jahrzehnten gut funktionierende Kleinkinderbetreuung.
Dass Oberursel hier nicht daran denkt, entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen, steht unserer „Stadt“ wirklich nicht gut zu Gesicht! Man könnte meinen, man befindet sich irgendwo auf dem platten Land und nicht in der wirtschaftsstarken Rhein-Main-Region.

Also liebe Stadt-Oberursel, hier sollte bitte wirklich dringend etwas für die jungen Familien getan werden und zwar in allen Stadtteilen!

21.02.2008 11:04 Uhr - Autor: sramert - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Halo kermit,

was ich mit den Wahlergebnissen und Bezirken meine:

Schauen Sie mal in welchen Bezirken die Partei mit dem C welche Prozentzahlen im Vergleich zur S Partei oder der L Partei bekommen hat.

Da kann Mann eindeutige Abhänigkeiten zwischen Einkommen und Wahlverhalten erkennen. Und in Oberursel hat halt die C Partei gewonnen

22.02.2008 11:39 Uhr - Autor: Kermit - Betreuung von Kleinkindern unter 3 Jahren
Hallo sramert,

dass in Oberursel die Partei mit dem C in der Mitte das Sagen hat dürfte doch allgemein bekannt sein.
Dafür brauche ich keine Wahlanalyse ansehen.

Es gibt aber doch eine Reihe Frauen/Männer/Eltern, die nicht zu Hause bleiben können/wollen und für die fehlen ganz eindeutig Betreuungsplätze für die Kids.

Man könnte sie natürlich auch im Rathaus abgeben, wo man nicht dran denkt diese Plätze zu schaffen. Ich weiß nur nicht ob man damit die richtigen Personen erwischt die für diese Politik verantwortlich sind.


Zuletzt bearbeitet von ... am 09.03.2010, 14:23, insgesamt einmal bearbeitet


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