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 Runder Tusch in Stierstadt      Verfasst am: 01.12.2011, 01:20       Nach oben   


Artikel der TZ vom 29. November 2011
Nur drei junge Leute am runden Tisch
Wenig Interesse am Gesprächsangebot vom Ortsbeirat an Stierstadts Jugendliche – Jungs kamen gar nicht
Jugendliche brauchen eigene Räume. Doch weitaus dringender brauchen sie Wohlwollen und Beistand von Erwachsenen. Das ist das Ergebnis des ersten Stierstädter runden Tisches.

Stierstadt. Sagt uns, was euch stinkt und was ihr wollt. So lautete die Aufforderung an die Jugendlichen in Stierstadt. Doch zum runden Tisch, zu dem Ortsvorsteher Stephan Jung (Grüne) geladen hatte und an dem Vertreter aus dem Sozialamt, Ortsbeirat, von Vereinen und Kirchen Platz nahmen, erschienen gerade mal drei Mädchen.

Stellvertretend für die abwesenden Jugendlichen sprachen sie davon, was Jugendlichen in Stierstadt fehlt. Schnell wurde klar, dass es ums Thema Freizeit geht, in der sie keinem Hobby nachgehen, sondern einfach nur chillen wollen. Rund 20 bis 30 Jugendliche ab 14 Jahre ziehen abends mitunter noch um Mitternacht durch die Straßen. "Sie sitzen im Feld auf Strohballen, weil sie nicht wissen, wo sie hin sollen", berichtete der Ortsvorsteher, der als Kinder- und Jugendpsychotherapeut arbeitet. Jugendliche wünschen sich Räume, die sie auch zu später Stunde nutzen können. So ein Ergebnis des Abends.

"Für nachmittags gibt es genug Angebote für Jugendliche. Aber das Problem ist die Zeit danach. Für Jugendliche, die nicht alt genug sind, um nach Frankfurt zu fahren, gibt es kein Angebot. Sie trinken abends heimlich Alkohol und kiffen", sagte Celina (15). Die Grillhütte im Feld sei ein guter Platz, weil man sich dort sicher fühle. "Aber es wäre gut, wenn es für die 15- bis 17-Jährigen eine Bar gäbe, auch wenn das für Stierstadt komisch erscheint, weil es so was noch nicht gab." Das Mädchen regte an, die Grillhütte besser zu beleuchten wie auch den Reitplatz nahe der S-Bahnstation. "Beleuchtung hemmt die Gewaltbereitschaft." Diese Erfahrung habe auch ihr Reitverein auf seiner Anlage gemacht, als er sie mit Flutlicht ausgestattete.

Ein Treffpunkt und ein Raum, in dem man auch mal seinen 18. Geburtstag feiern kann, ist das Eine. Viele Jugendliche brauchten aber auch einen Ansprechpartner, der ihnen bei Problemen zuhört und sagt, was vernünftig wäre, merkte eine Schülerin an. "Viele Eltern sagen ihren Kindern nicht mehr, wann sie nach Hause kommen müssen, weil sie oft keine enge Beziehung mehr zu ihnen haben", berichtete sie. Sie habe mit ihren Eltern Glück gehabt. Das wünsche sie allen Kindern. Aber sie kenne auch solche, die weniger Glück hätten.

Einig waren sich die Erwachsenen, dass in ihrer Jugend manches leichter war. "Früher hatten wir ein Gasthaus, in dem wir gerngesehen waren", berichtete Jung. Die Jugendlichen hatten mehr Halt und Schutz in ihren Familien, waren sich die Erwachsenen einig.


Erwachsene zu sensibel

Die Frage sei deshalb, ob die Stadt über ihren Streetworker nicht nur auf die Kinder und Jugendlichen zugehen, sondern auch die Eltern ansprechen solle. Die Chancen, auf Eltern Einfluss nehmen zu können, bezeichnete Streetworker Jens Kremer jedoch als "sehr gering". Er rede zwar immer wieder mit Eltern, doch meist bessere sich nichts. "Rituale wie gemeinsam frühstücken oder sonntags mal Kuchen essen gibt es in vielen Familien nicht. Die Kinder bekommen für den Tag zwei bis drei Euro und kommen irgendwann heim", so Kremer.

"Früher haben Erwachsene Jugendlichen ihren Raum zugestanden, heute werden sie schnell kriminalisiert", so Jung. Sobald Jugendliche mal etwas lauter werden, vor allem nach 22 Uhr, kommt es zu Konflikten mit Nachbarn. "Wir haben im Verhältnis zu anderen Städten in Oberursel die sensibelste Bürgerschaft. Und daher die meisten Beschwerden", konstatierte Sozialdezernent Dieter Rosentreter (FDP) mit Blick auf die Nachtruhe. "Wir sind unheimlich sensibel und egoistisch geworden und lassen Jugendlichen keine Freiräume mehr", so Rosentreter. Fazit des ersten runden Tisches: "Wir müssen den Jugendlichen mehr Schutz und Beistand gewähren und für sie einen Raum finden, den sie für sich allein nutzen können. Das funktioniert nur, wenn wir anfangen, darüber nachzudenken", so Jung. Mit dem heutigen Abend sei ein Anfang gemacht. "Wir haben ein Signal gesetzt, dass wir zuhören wollen."

Der runde Tisch soll künftig regelmäßig stattfinden. "Aber es ist wichtig, dass man sich auch an ihn setzt", sagte Jung. Das nächste Treffen soll auch auf Facebook angekündigt werden und in der Schule stattfinden. sob (sob)


 KOMMUNIKATION statt Konfrontation : Beteiligung f. Jugendlic      Verfasst am: 09.05.2008, 01:22       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 02. 05. 2008
Kinder und Jugendliche nehmen Oberursel unter die Lupe
Streifzüge starten am 6. Mai
Nun ist es soweit: das Projekt „Oberursel unter der Lupe“ startet am 6. Mai 2008 mit den Streifzügen der Kinder und Jugendlichen. Ziel des Projektes ist es, Oberursels Freiräume neu zu entdecken und zu gestalten.

Unter ständiger Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, aber auch von anderen interessierten Bevölkerungsgruppen, soll ein Plan mit dem „Blick aufs Ganze“ entwickelt werden. Soziale, ökologische und ökonomische Belange werden miteinander verknüpft. Stadt-, Verkehrs- und Landschaftsplanung kooperieren aktiv mit den Akteuren der Kinder-, Jugend- und Familienförderung und des Gemeinwesens und erstellen einen Entwicklungsplan.

Kinder und Jugendliche werden uns in vielen Streifzügen, bei denen sie Oberursel „unter die Lupe nehmen“ zeigen, wo sie sich warum gerne aufhalten, welche Wege sie nutzen, wo Gefahren lauern usw. Die Richtung weisenden Aussagen der Kinder und Jugendlichen werden dokumentiert und ausgewertet, es erfolgt die Erstellung eines Planentwurfs, eine Bewertung der Aufenthaltsqualitäten sowie die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs.

Die öffentlichen Streifzüge beginnen nun im Gebiet der Kernstadt Oberursels an folgenden Terminen und Standorten:

Dienstag, 6. Mai, Rathausplatz
Mittwoch, 7. Mai, Spielplatz Freiligrathstraße
Donnerstag, 8. Mai, Parkdeck Feldbergschule

Die Kinder werden jeweils ab 15.00 Uhr auf Streifzug gehen, die Jugendlichen starten immer um 19.00 Uhr.

Kinder und Jugendliche wurden bereits über ihre Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zur Teilnahme eingeladen, generell sind aber alle Kinder und Jugendlichen im entsprechenden Alter eingeladen, an den Streifzügen aktiv teilzunehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vereine und Institutionen sowie alle Betreuungs- und Bildungsinstitutionen haben die Möglichkeit, im Rahmen ihres Programms „eigene Streifzüge“ durchzuführen.


Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass das Kinderbüro aufgrund der Vorbereitung und Durchführung der Streifzüge von Samstag, 3. Mai bis einschließlich 10. Mai 2008 geschlossen bleibt.


Hans-Georg Brum
Bürgermeister


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 21.04.2008
Stadt startet Projekt mit Jugendlichen: Kommunikation statt Konfrontation
21. 04. 2008
Oft kommt es vor, dass sich Bürger bei den Mitarbeitern der Ordnungsbehörde über Jugendliche beschweren, die sich in Gruppen auf öffentlichen Plätzen aufhalten und dabei Verschmutzungen und oft auch großen Lärm verursachen. Es gibt viele Mitbürger, die sich hierdurch erheblich gestört fühlen. Erfahrungsgemäß werden die Beschwerden in der nächsten Zeit wieder mehr werden, denn mit den steigenden Außentemperaturen wird es für die Jugendlichen auch wieder attraktiver, die Freizeit draußen zu verbringen.

Wie Erster Stadtrat Dieter Rosentreter nun berichtet, hat die Stadt Oberursel aufgrund dieser Erfahrungen jetzt ein Projekt gestartet, um diesen Problemen zu begegnen. Kernpunkt des Projektes ist die Kooperation zwischen der Ordnungspolizei und den in der Jugendarbeit tätigen pädagogischen Fachkräften.


Zunächst wurden hierfür in einer Bestandsaufnahme die öffentlichen Plätze in Oberursel erfasst, an denen es in der Vergangenheit vermehrt zu Beschwerden und Problemen kam.

Die Mitarbeiter der Ordnungspolizei und die Jugendsozialarbeiter werden nun in regelmäßigen Abständen gemeinsam die bekannten Plätze aufsuchen. Ein Ziel wird sein, mit den Jugendlichen und bei Bedarf auch mit Anwohnern Kontakt aufzunehmen, um langfristig eine vorurteilsfreie Kommunikation mit gegenseitigem Verständnis aufzubauen. „Das wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt nicht immer einfach, aber ich bin mir sicher, dass dies auf Dauer der richtige Weg ist, bestehende Konflikte zu entschärfen oder auch zu lösen“, ist sich Erster Stadtrat Dieter Rosentreter sicher. „Wir wollen aber nicht nur mit den Jugendlichen reden, sondern ihnen auch Alternativen für ihre Freizeitgestaltung aufzeigen und konkrete Angebote hierfür machen. So wurde z.B. kürzlich erstmals für Jugendliche der Mitternachtssport angeboten und diese Veranstaltung hatte großen Erfolg bei den jungen Leuten“, berichtet Rosentreter.


Erster Stadtrat Dieter Rosentreter schrieb am 04. 04. 2008 folgende Pressemitteilung unter oberursel.de
Oberursel unter der Lupe

So heißt das neue Projekt der Stadt Oberursel (Taunus). Doch was steckt dahinter, was ist Ziel des Projektes und was erwartet die Stadt von ihren Bürgern?

Antworten auf diese Fragen sowie die wichtigsten Infos zum geplanten Prozess erhalten alle Interessierten am Dienstag, dem 15. April 2008, um 19.30 Uhr, im Sitzungssaal E 01 des Rathauses in Oberursel (Taunus) im Rahmen der Auftaktveranstaltung für den „Kernstadtprozess“.

„Vorab können wir nur soviel verraten“, berichtet Erster Stadtrat Dieter Rosentreter: „Diese Form einer Entwicklungsplanung wird unseres Wissens erstmalig in Hessen veranstaltet. Unter ständiger Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, aber auch anderen interessierten Bevölkerungsgruppen, soll ein Plan mit dem „Blick aufs Ganze“ entwickelt werden. Soziale, ökologische und ökonomische Belange werden miteinander verknüpft. Stadt-, Verkehrs- und Landschaftsplanung kooperieren aktiv mit den Akteuren der Kinder-, Jugend- und Familienförderung und des Gemeinwesens und erstellen einen Entwicklungsplan.

Kinder und Jugendliche werden uns in vielen Streifzügen - bei denen sie Oberursel unter die Lupe nehmen - zeigen, wo sie sich warum gerne aufhalten, welche Wege sie nutzen, wo Gefahren lauern usw. Die Aussagen der Kinder und Jugendlichen werden dokumentiert und ausgewertet, es erfolgt die Erstellung eines Planentwurfs, eine Bewertung der Aufenthaltsqualitäten sowie die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs.

Nach einer Rückkopplung an alle Beteiligten erfolgt die endgültige Planerstellung unter Berücksichtigung der Anregungen. Im gesamten Verfahren werden Kinder und Jugendliche maßgeblich beteiligt sein, ihre Angaben werden richtungweisend sein für das Ergebnis.

Wir freuen uns auf alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, egal welcher Altersstufen, und sind gespannt auf eine erste konstruktive Zusammenarbeit am 15. April “. so Rosentreter abschließend.

Die öffentlichen Streifzüge finden voraussichtlich in der Woche vom 5. bis 10. Mai 2008 statt. Uhrzeiten und Standorte werden rechtzeitig bekannt gegeben. Vereine und Institutionen haben die Möglichkeit, im Rahmen ihres Programms „eigene Streifzüge“ durchzuführen. Alle Betreuungs- oder Bildungsinstitutionen sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Interessierte können sich mit dem Kinderbüro der Stadt Oberursel (Taunus) unter der Telefon-Nummer 06171/58 01 01 in Verbindung setzen. Kontakt gerne auch per email unter unterderlupe(at)oberursel.de


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