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 UNGLEICHBEHANDLUNG? : Kassenpatient/Privatpatient      Verfasst am: 21.04.2008, 14:07       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Kassenpatient/Privatpatient

02.04.2008 09:54 Uhr - Autor: Mike - Kassenpatient/Privatpatient
Hallo,

zur Zeit wird ja bundesweit über die Ungleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten diskutiert.

Wie sind eure/Ihre Erfahrungen mit den Ärzten in und um Oberursel? Werden Kassenpatienten bevorzugt?

Meine Erfahrung ist folgende. Vor ca. 1 Jahr hatte ich Ohrgeräusche und war schon ein wenig in Sorge. Bin am Samstag Abend gleich zum Krankenhaus Bad Homburg gefahren und nach ca. 1,5 Stunden kam ich dran. Infusion mit irgendwas. Zwischendurch kam ein sehr gut gekleideter Herr zur Anmeldung, wurde zu einem der anderen Behandlungszimmer geführt und verließ nach zehn Minuten das Krankenhaus. Ich kann nur vermuten, dass es ein Privatpatien war.

Am nächsten Tag war ich beim HNO in Orschel. Seine erste Frage: wie sind Sie versichert? Nach meinem Hinweis auf meine Mitgliedschaft in der Barmer Ersatzkasse sagte er wörtlich: dann kann ich nichts für Sie tun. Nachdem mir daraufhin der Mund offen stehen blieb, sagte er noch, dass die mögliche Infusionstherapie nur von privaten Krankenkassen bezahlt werde.

Eine anderes Erlebnis hatte ich mit der Sprechstundenhilfe eines Oberurseler Urologen. Auf meine damaligen Beschwerden gehen ich jetzt nicht näher ein, sie waren aber akut Smile
Ein Termin in der Sprechstunde könne mir frühestens in drei Monaten gegeben werden. Auf meinen erneuten Hinweis, dass meine Beschwerden akut seien, ist mir gesagt worden, dass ich dann doch zum Krankenhaus fahren solle. Über diese Antwort habe ich mich (nicht unhöflich) beschwert, woraufhin die Sprechstundenhilfe auflegte...

02.04.2008 13:05 Uhr - Autor: Kermit - Kassenpatient/Privatpatient
Ich hätte keine Umfrage in Auftrag geben müssen um dieses Ergebnis jetzt schwarz auf weiß zu haben.
Es geistert doch immer mal durch die Presse, dann winkt man - Politik, Marburger Bund u.a. - ab und sagt das wären Einzelfälle.

Meine Erfahrung: Rufe bei einem Arzt an, den Du nicht kennst, und Du wirst zuerst gefragt wie Du versichert bist. Das mag bei nem Schnupfen noch angehen, bei einem Hörsturz oder Bandscheibenvorfall ist es dann nicht mehr lustig wenn man Dir einen Termin in 3 Monaten gibt.

Und nach der tollen Gesundheitsreform wird es immer schlimmer, ich wage mir nicht auszumalen wie es nach Einführung der nächsten Stufe 2009 wird, wenn alle einen Einheitssatz zahlen müssen.

02.04.2008 16:02 Uhr - Autor: smokie - Kassenpatient/Privatpatient
Das ist ja lustig aber es scheint an den Oberurseler Ärzten zu liegen.
Ich habe die gleichen erfahrungen gemacht, gleich 2 mal in den letzten 2 Monaten, beim ersten Versuch habe ich, 2 Augenärzte in Oschel angerufen, da der Verdacht bestand das eine Kontaktlinse noch im Auge wäre und man sie nicht rausbekommt. Aussage von der ersten Sprechstundenhilfe, versuchen sie es doch bei unserem Kollegen Herrn xxx, wir haben keine Zeit, also ich bei diesem Arzt angerufen und da bekam ich die Antwort sie haben auch keine Zeit ich solle ins Krankenhaus. Ein kurze Blick in die gelben Seiten, einen Augenarzt in Bad Homburg rausgesucht und siehe da, da bekam ich die Antwort, kommen sie auf jedenfall vorbei da muss mal nach geschaut werden. Also ins Auto gesetzt und nach Bad Homburg gefahren und nach ein bischen warten kame wir auch dran.
Und mein zweiter Versuch den ich vielleicht besser hätte lassen soll war einen Termin zu bekommen bei einer Hautärztin, dort bekam ich doch die geniale Aussage, waren sie schonmal bei uns, wenn ja 3 Monate wartezeit, wenn nein dann 5 Monate und ich hatte wegen einem schmerzhaften Ausschlag meiner Tochter angerufen. Aber Gott sei dank gib es noch Ärzte die akute fälle bearbeiten und meiner Tochter ist mit einer einfachen Salbe, die man nur auf Rezept bekommt geholfen worden.
Meint ihr es liegt nur an den Orschler Ärzten.

03.04.2008 10:32 Uhr - Autor: Kermit - Kassenpatient/Privatpatient
Hallo smokie, das liegt nicht an den Oberurseler Ärzten, das ist in Frankfurt ünd überall sonst gleich.

Es rechnet sich für Ärzte nicht Kassenpatienten zu behandeln, mal ganz abgesehen von der Arbeit mit den Kassen abzurechnen, zu feilschen und ev. Strafe zu zahlen weil man zu viele teure Medikamente verschrieb.

Guck doch einfach mal in die Gelben Seiten, überall sind die Hälfte der Praxen nur noch für Privatpatienten offen. Oder für solche die bereit sind privat mit dem Arzt abzurechnen und zu zahlen.

03.04.2008 11:08 Uhr - Autor: WModerau - Kassenpatient/Privatpatient
Kritik an einzelnen Ärzten wegen der unterschiedlichen Behandlung der Patienten greift zu kurz, denn dort wo es kaum Privatpatienten gibt (z.B. in ländlichen Gebieten in MeckPomm, aber auch in Nordhessen), warten (Kassen-)patienten noch länger auf einen Termin, weil es in diesen Gegenden inzwischen zu wenig Haus- und Fachärzte gibt.
Die Kritik sollte adressiert werden an die Bundespolitik:
Erstens, weil sie es nicht schafft, das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten. Man kuscht lieber vor Verbänden und Pharmaindustrie.
Zweitens, weil Sie der Bevölkerung nach wie vor nicht die volle Wahrheit sagt. Die beste, neuste Medizin an jedem Ort für jedermann ist längst nicht mehr bezahlbar.
Eine private Krankenversicherung bezahlt die vereinbarten Leistungen. Wenn das Geld nicht reicht, erhöht sie die Beiträge. Solange der Versicherte die steigenden Beiträge bezahlen kann, bekommt er die gewünschten Leistungen.Punkt.
Eine gesetzliche Krankenversicherung bezahlt die vereinbarten Leistungen. Wenn das Geld nicht reicht, nimmt sie Leistungen aus der Vereinbarung ganz raus oder begrenzt sie in der Anzahl pro Arzt und pro Abrechnungszeitraum. Wer mit seinem Tinnitus am Ende eines Quartals bei einem HNO-Arzt vorspricht, der in dem betreffenden Quartal die planwirtschaftlich festgelegte Punktzahl von entsprechenden Behandlungen schon geleistet hat, erlebt entweder die Ablehnung / Verschiebung auf einen späteren Termin (neues Quartal - neues Geld), oder, das gibt es gelegentlich auch, der Arzt behandelt ihn ohne Bezahlung von der Krankenkasse. Bei häufigem letzteren Fall wird die Praxis irgendwann schließen müssen (siehe ländliche Gebiete).
Das ist die Situation. Und mit steigendem Alter der Patienten und mit immer neuen, besseren aber teureren Medikamenten und Behandlungsmethoden wird sich diese Situation immer weiter verschärfen.

03.04.2008 12:43 Uhr - Autor: Mike - Kassenpatient/Privatpatient
Das Thema an sich wird ja in allen Medien breit diskutiert, mir ging es aber um die Situation in Orschel. Der einzelne Arzt kann nämlich schon Einfluß nehmen auf sein "Praxis-Management" und auch menschlich oder eher betriebswirtschaflich orientiert sein.
Das "Arzt-sein" heute nicht mehr automatisch bedeutet reich zu sein bzw. zu werden, ist mir klar.
Aber es ist schon merkwürdig: mein Zahnarzt fährt Porsche, ein befreundeteter Arzt aus Usingen fährt Porsche....

18.04.2008 13:52 Uhr - Autor: DeBu - Kassenpatient/Privatpatient
[quote
]> Das ist ja lustig aber es scheint an den Oberurseler
Ärzten zu liegen.


Vermute ich auch, denn ich brauchte wegen akuten Beschwerden einen Termin beim Augenarzt. Morgens angerufen, um 15:00 Uhr einen Termin bekommen.
Anschließend auch noch zum HNO. Um 17:30 Uhr angerufen, um kurz nach 18:00 Uhr einen Termin bekommen.

Nein, nicht in Oberursel, in Kronberg und kein Privatpatient Smile - kann ich beide sehr empfehlen!

Dennoch ist eine Ungleichbehandlung existent![/quote]
18.04.2008 18:38 Uhr - Autor: Werner - Kassenpatient/Privatpatient
Wenn möglich würde ich gerne den Namen des HNO-Arztes erfahren, da ich auf der Suche nach einen bin.

Werner

18.04.2008 20:20 Uhr - Autor: Mike - Kassenpatient/Privatpatient
Es gibt auch engagierte Oberurseler Ärzte. Mein Hausarzt Dr. Stahler z.B. hat sich selbst die Finger nach einem Hautarzt für mich wund gewählt und schließlich einen gefunden: in Bad Homburg!
18.04.2008 23:14 Uhr - Autor: Segeberger - Kassenpatient/Privatpatient

In Oberursel gibt es wohl klasse Ärzte, beneidenswert. Bei uns in Bad Segeberg kann man die Ärzte vergessen - aber dafür lebt man halt in Norddeutschland.Smile)


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