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 Zutrittskontrollen an Schulen      Verfasst am: 17.03.2009, 12:20       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Zutrittskontrollen an Schulen

17.03.2009 07:34 Uhr - Autor: Mike - Zutrittskontrollen an Schulen
Man hört jetzt ja immer wieder, man könne an Schulen keine Kontrollen wie z.B. in den USA einführen.

Nun - wenn man das nötige Kleingeld aufbringt, geht es scheinbar doch. Es folgt ein Zitat von der Website der Frankfurt International School in Oberursel:

"Please note that when visiting FIS you must first check in at the security gate to receive a visitor's badge."


 BUNDESPOLITIK : Waffengesetz Diskussion nach "Winnenden      Verfasst am: 16.03.2009, 23:58       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema Waffengesetz

12.03.2009 22:15 Uhr - Autor: Mike - Waffengesetz
Wer ist eigentlich in Oberursel verantwortlich für die Kontrolle der korrekten Aufbewahrung von Schusswaffen?

Wie oft finden solche Kontrollen statt?

Wie häufig gab es Beanstandungen?

Welche Maßnahmen wurden bei Beanstandungen ergriffen?

Antworten Zitieren12.03.2009 22:52 Uhr - Autor: Marjon - Waffengesetz
Man kann - auch mit den optimalsten Kontrollen - Einzeltätern die unbedingt zum Täter werden wollen, nicht aufhalten. Die Brutalität einer Tat wie die in Winnenden rüttelt uns wach - für kurze Zeit - danach gehen wir alle wieder zur Tagesordnung über. Lasst uns lieber darüber nachdenken, wie wir mit unseren Kindern umgehen, als darüber wie wir Waffen kontrollieren. Wenn Menschen nicht verzweifeln, brauchen sie keine Waffen... Die Waffe ist nur der Ausdruck der Verzweiflung. Menschen sollen nicht soweit kommen, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Das sollte wichtiger sein, als Waffenkontrollen.

Antworten Zitieren13.03.2009 08:39 Uhr - Autor: WModerau - Waffengesetz
Warum darf ein Privatmann in diesem unseren Lande 15 scharfe Waffen und mehrere Tausend Schuß Munition in seinem Privathaus aufbewahren? Gibt es eine Notwendigkeit für das Eingehen eines solchen Risikos?

Die Industrie sagt, es wäre gefährlicher, alle Waffen an einem Ort (im Schützenverein) unter Verschluß zu halten, wegen der Überfallgefahr.

Mit Verlaub, das halte ich für eine "Nebelkerze", mit der die Industrie von ihren wahren Motiven ablenken will. Wenn dieses Argumnet zöge, dann müssten sofort die zentralen Waffendepots der Bundeswehr aufgelöst werden und den Soldaten ihre Gewehre ständig überlassen werden.
Zentrale Sicherung ist immer noch preiswerter und risikoärmer zu bewerkstelligen. Die Firmen wollen lieber an z.B. 200 Vereinsmitglieder 200 Panzerschränke verkaufen.

Vermutlich werden wir nach dem schrecklichen Vorfall wieder ein paar Tage entrüstet sein, und das war es dann. Die Waffenindustrie in Deutschland wird schon aufpassen, dass unsere "Volksvertreter" weiterhin die Interessen der Industrie im Auge haben.

Antworten Zitieren13.03.2009 09:13 Uhr - Autor: Claudi - Waffengesetz
Das ist das Forum Oberursel, deswegen find ich es schon berechtigt, zu fragen, wie die Aufbewahrung legal erworbener Waffen in Oberursel überprüft wird.

Findet z.B. eine vedachtsunabhängie Prüfung statt oder wird erst auf einen "Vorfall" gewartet?

Antworten Zitieren13.03.2009 11:00 Uhr - Autor: rotteck - Waffengesetz
Mir wäre nicht ganz wohl, wenn größere Mengen Waffen und Munition in Vereinsheimen zentral gelagert würden. Selbst bei massiver passiver Sicherung (Stahlschränke, Tresor, getrennte Unterbringung von Waffen und Munition - wie im Gesetz vorgeschrieben) halte ich das für eine Einladung an Kriminelle, sich zu bedienen. Die Depots der Bundeswehr sind doch damit nicht wirklich zu vergleichen, denn die werden rund um die Uhr bewacht und sind auch baulich und technisch anders gesichert.

Andererseits sollte man sich davor hüten, jetzt alle Mitglieder von Schützenvereinen (ich bin kein Mitglied in einem Schützenverein) unter Generalverdacht zu stellen. Denn leider ist es so, dass wer eine Waffe will auch an eine kommt. Gestern in Monitor wurde gezeigt, wie offen für Schußwaffen und Schlagringe in SchülerVZ geworben wird. Der Geschäftsführer von SchülerVZ (gehört Holtzbrick = Handelsblatt, ZEIT u.a.) tat so, als ob ihn das gar nichts angeht.

Antworten Zitieren13.03.2009 12:45 Uhr - Autor: WModerau - Waffengesetz
Mehrere hundert Pistolen oder Gewehre der Bundeswehr lagern vorschriftsmäßig gesichert und werden regelmäßig kontrolliert.
Mehrere hundert Pistolen oder Gewehre eines Schützenvereins lagern verteilt in Privathäusern. Die Vorschriften für die Lagerung sind ähnlich, werden aber so gut wie nicht kontrolliert.
Mag sein, dass der Schieß-Sport teurer würde, wenn die gemeinsame Lagerung aller Vereinswaffen ähnlich realisiert werden müsste (Vereinsheim aus Stein, vergitterte Fenster, Tresore und elektronischer Alarm zur nächsten Polizeiwache).
Es geht mir nicht um die Verteufelung des Schieß-Sports. Auch möchte ich nicht die Mitglieder von Schützenvereinen unter einen Generalverdacht stellen. Ich sehe nur nicht ein, dass eine Ansammlung von Waffen anders behandelt wird, wenn sie statt für Kriegszwecke für den Sport vorgesehen sind. Wenn die Bevölkerung geschützt werden soll, dann bitte vor allen Waffen. Zum Morden benötigt jemand nur eine Waffe, und die ist derzeit aufgrund der Verteilung im privaten Bereich zu einfach zu besorgen.

Antworten Zitieren16.03.2009 15:55 Uhr - Autor: Benedikt - Waffengesetz
@WModerau
Ganz so kann man Bundeswehr und Schützverein nicht vergleichen.

1. werden bei der Bundeswehr Waffen und Munition getrennt aufbewahrt.
2. werden bei der Bundeswehr Sicherheitsdienste (früher haben die Kasernen selber die Wache gestellt) eingesetzt, um die Lager zu bewachen.

Für Schützenvereine wäre sowas nur schwer zu bewerkstelligen. Zudem muss man ja überhaupt nicht in einem Schützenverein sein, um eine Waffe zu besitzen.

Antworten Zitieren16.03.2009 23:52 Uhr - Autor: B+A - Waffengesetz
Wir hatten gestern eine Schweizerin zu Gast.

In diesem Land bewahren anscheinend sowohl aktive Soldaten als auch Reservisten ihre schweren Waffen zuhause auf
...ohne daß dies bisher in Frage gestellt wurde.

Und abgesehen von den Sportschützen der Vereine
...wo sollen Jagdpächter und Forstbeamte künftig ihre Werkzeuge aufbewahren ?

17.03.2009 07:21 Uhr - Autor: Mike - Waffengesetz
Warum sollte man sich die Schweiz als Vorbild nehmen? Weil die an Hitlers Krieg schon damals gut verdient haben und heute noch deutsches Schwarzgeld verstecken helfen?

Jäger sind immerhin Amtspersonen und mit Sportschützen nicht zu vergleichen.

Ich denke, verdachtsunabhängige Kontrollen bei den Wafffenbesitzern wären ein Schritt in die richtige Richtung. Die SPD schreit jetzt gleich "illegale Hausdurchsuchungen" sind nicht zulässig. Stimmt wohl, muss ja auch nicht sein.

Aber man wird doch wohl die Waffenbesitzer besuchen dürfen und sich den Waffenschrank mit ALLEN Wafffen zeigen lassen dürfen. Wenn dann eine Waffe fehlt, kann man ja weitere Maßnahmen diskutieren....

17.03.2009 07:46 Uhr - Autor: rotteck - Waffengesetz
Derzeit sammelt die Schweiz diese Waffen aber ein, da wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass jedes Jahr etliche Gewalttaten mit diesen übers Land verteilten Waffen der Reservisten geschehen sind.

Jäger sind entgegen Mikes Meinung keine "Amtspersonen", auch wenn sie eine sehr strenge, aufwändige und schwierige Ausbildung durchlaufen müssen, bevor sie auf die Jagd gehen dürfen. Er verwechselt das wohl mit Förstern, die tatsächlich hoheitliche Aufgaben wahrnehmen.

Noch ein Aspekt zur diskutierten zentralen Aufbewahrung von Waffen bei den Schützenvereinen. Die meisten Vereinsheime liegen ausserhalb der Ortschaften, schon aus Lärmschutzgründen. Trotz noch so toller baulicher und technischer Sicherung würden "Interessenten" Mittel und Wege finden sich dort zu bedienen - wenn es ihnen schon auf dem Silbertablett serviert wird.

Wenn das Problem so einfach in den Griff zu bekommen wäre, wäre es wohl schon gelöst. Ich fürchte, selbst ein totales Verbot von Waffen für Privatpersonen würde umgangen, wäre nicht zu kontrollieren und würde Taten wie in Winnenden nicht verhindern.

17.03.2009 07:51 Uhr - Autor: Mike - Waffengesetz
Genau, ich meinte Förster - habe einen in der Familie.

Auch wenn die Bewachung zentraler Waffenlager sehr teuer ist, kann das kein Argument dagegen sein!

Dann ist Sportschießen halt ein teures Hobby...

17.03.2009 08:37 Uhr - Autor: Kermit - Waffengesetz
Hallo Mike,

sage mir doch mal bitte wer diese "unangemeldeten Überprüfungen" durchführen soll.
Polizei und Bundeswehr haben beide zu wenig Personal und noch jede Menge andere Dinge zu tun.

Damit will ich nicht sagen dass ich verstehe warum jemand 15 Gewehre zu Hause rumstehen hat.

Wir hatten das Problem aber schon mal und ein schärferes Waffengesetz scheiterte am Widerstand der CSU.
Ich denke, wenn sich die Aufregung gelegt hat wird es wieder so sein.

17.03.2009 08:39 Uhr - Autor: WModerau - Waffengesetz
Fakt ist, je verbreiteter die Verteilung scharfer Waffen in Privatbesitz ist, desto häufiger geschieht deren Mißbrauch.
Die weitere Beschränkung von privat gestreutem, unkontrolliertem Waffenbesitz ist m. E. der sinnvollste Ansatz zum Schutz der Bevölkerung.

Noch ein Gedankengang zur Kostenfrage:
Es gibt ca. 2 bis 3 Millionen Privathaushalte, in denen scharfe Waffen aufbewahrt werden. Würde das Grundgesetz geändert und die private Aufbewahrung regelmäßig durch unvorhergesehene Hausdurchsuchungen auf gesetzesmäßigen separaten Verschluss von Waffen und Munition geprüft, die Sache käme so teuer, da wären Stahl-, Beton- und Elektronik gesicherten Schützenhäuser fast preiswert dagegen.

Derzeit spart sich der Staat die Kosten. Wer einmal im Schützenverein war, der hat halt Waffen und Munition. Und grade im ländlichen Bereich, wo "Jeder Jeden kennt" sehe ich ein hohes Risiko für den Diebstahl solcher Waffen aus ungesicherten Privatwohnungen.

Trotzdem, meine Prognose:
Noch zwei bis drei Wochen aufgeregtes Gerede von wahlkämpfenden "Nebelkerzenwerfern", dann geht die Politik wieder zur Tagesordnung über. Passieren wird nichts, bis zum nächsten Amoklauf.

17.03.2009 08:45 Uhr - Autor: Mike - Waffengesetz
Das ist mir alles zu negativ, Kermit. Dann müssen halt neue Leute eingestellt werden und die Überprüfung kostet Geld. Kann doch gleich auf den Preis der Waffe aufgeschlagen werden.

Und wenn man meint, die Angelegenheit werde eh wieder einschlafen, dann braucht man gar nicht erst aufstehen...

Geld darf keine Rolle spielen.

Glaubt jemand im Ernst, bei der Bewachung von Politikern spielt Geld eine Rolle?


17.03.2009 13:30 Uhr - Autor: Kermit - Waffengesetz
Hallo Mike,

das ist Dir alles zu negativ ? Nö, das ist die Wahrheit. S. auch den Beitrag von WModerau.
Nach einigen Wochen schläft die Diskussion wieder ein, war schon immer so.
Im Schützenverein kommt man so einfach an die Waffen, wer eine braucht wird sich eine besorgen können.
Und wenn nicht dort ersteht er eine, Möglichkeiten gibt es genug.

Dein "Geld darf keine Rolle spielen" mag zwar in der Theorie stimmen, die Praxis sieht aber mal ganz anders aus.
Nach Erfurt wurde beschlossen in jeder Schule Psychologen einzustellen. Siehst Du welche ?
Staat, Kommunen, Gemeinden bauen Stellen ab, geht jemand in Rente ist seine Stelle weg.
Und Du sagt "Geld spielt keine Rolle ?". Wach auf, das trifft vielleicht für Bankenschirme und Herrn Zumwinckels Rente zu, aber nicht für den Bestand an Polizeibeamten oder Lehrern.


17.03.2009 13:48 Uhr - Autor: Mike - Waffengesetz
Ich sage ja nicht "Geld spielt keine Rolle", sondern "Geld DARF keine Rolle spielen"!


20.05.2009 14:27 Uhr - Autor: Kermit - Waffengesetz
Hallo Mike,

erinnerst Du Dich noch an Deine Aussage vom 17.3.09, das Waffengesetz müsse verschärft werden, Geld dürfe keine Rolle spielen usw. ?

Ich gebe zu, die Diskussion schlief ganz nicht ein - wg. eines Mädchens, das auch einen Amoklauf plante.

Und so machte man sich ans Werk das Waffengesetz zu verschärfen, ohne irgendwem weh zu tun.
Das neue Gesetz ist ein Witz, was als Verschärfung genannt wird kann ganz leicht ausgehebelt werden.
Und das großspurig angekündigte Verbot von Spielen kam erst gar nicht.

Es müssen anscheinend noch mehrere Amokläufe u.ä. folgen, bis wirklich was geschieht.

Oder siehst Du das anders ?


22.05.2009 09:04 Uhr - Autor: WModerau - Waffengesetz
Leider wird es immer wieder Amokläufe geben, und bestimmt werden dann von der Politik auch wieder betroffene Gesichter in die Kameras gehalten.

Was die Verschärfung der Waffengesetze angeht, auch da werden nach dem nächsten Unglück von unseren Politikern bestimmt wieder ernsthafte Maßnahmen diskutiert werden. Vielleicht kommt man ja noch auf die Idee, Wasserpistolen zu verbieten. Auch könnte in den Kindergärten per Dekret das Zeichnen von waffenähnlichen Gegenständen untersagt werden.

Bestimmt aber wird wieder nichts gegen die Aufbewahrung großkalibriger Schießgeräte in Privathaushalten (14 im Schrank, eine in der Nachttischschublade) unternommen werden.


23.05.2009 06:42 Uhr - Autor: Mike - Waffengesetz
Da bin ich wieder, es juckt in den Fingern...

Das Gesetz würde wohl erst dann wirklich verschärft, wenn es einen Amoklauf im Kindergarten des Bundestages gäbe. Oder im Bundestag...

Wenn ich das richtig sehe, hat die Regierung, allen voran die CDU, Angst vor der Lobby der Jäger und anderen Gestalten dieser Art.


Zuletzt bearbeitet von ... am 16.06.2009, 16:10, insgesamt einmal bearbeitet


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