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 22.03.2009 : Fotos vom Frühlingsfest im Spectaculum      Verfasst am: 31.03.2009, 12:33       Nach oben   


Bildergalerie der Taunuszeitung



 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 31.03.2009, 11:57       Nach oben   


Bericht der Oberurseler Woche vom 27.03.2009:
Wikinger und Römer feiern den Frühling
Mit kompletter Montur kämpften die zwei Römer Ben und Thomas gegen die Wikinger Kevin und Daniel. Dass es richtig schweißtreibend ist, sah man nach dem großen Kampf, als man sich gemeinsam einen Becher Met gönnte. Den Zuschauern hats gefallen und Lust auf mehr gemacht.
Von Heike-Renate Klein

Oberursel. Es war bereits zu Beginn des 1. mittelalterlichen Frühlingsfests viel los. Ursellis Historica hatte zum Frühlingsfest in sein Stammlokal Spectaculum eingeladen und viele Hunderte waren nach Oberursel-Süd gekommen.
Es war das erste offizielle Fest seit Gründung des Vereins Ursellis Historica im Oktober letzten Jahres. Der Öffentlichkeit präsentiert hatte er sich bereits bei einer Veranstaltung im Rahmen des „Orscheler Sommers 2008“.
Etwa 50 Mitglieder hat der Verein bereits und die Zahl ist stetig steigend, erzählte Schatzmeister Achim Lameyer. Bei jedem Monatstreffen seien neue Interessenten dazu gekommen.
Für dieses Frühlingsfest waren nicht nur Aussteller aus der Umgebung ins Spectaculum gekommen, sondern sogar aus dem Saarland und Köln. Eine Töpferei aus Grenzhausen zeigte die typischen Becher und Krüge sowie Geschirr aus dem Mittelalter, Schmuck aus Silber und Holz sowie bestickte Taschen und Gewänder, Gürtel, die man mit einem Silberplättchen verzieren lassen konnte, singende und symbolische Steine sowie magische Kuben beim „Spieler zu Coeln“ alias Markus Huster konnte man sich ansehen und kaufen.
Am Stand der „Marmeladensiederey“ von Katja Zerban-Ziegler aus Adenau gab es Marmeladen und Gelees, die teilweise nach eigenen, aber auch nach Rezepten von Hildegard von Bingen hergestellt wurden. Es gab die Wilde Pflaume, Stachelbeer-Kaktus, Pfirsich mit Rosenblüte, Apfel mit Lavendel, aber auch „Hot Himbeer“ mit Chilli, Kokosgelee, Metgelee und Akaziengelee. Richtig bunt sahen „Violetta“ mit Veilchengeschmack und das grüne „Waldi“ mit Waldmeistergeschmack aus. Über 200 Gläser macht sie in der Woche und hat sich ganz den alten Rezepten verschrieben, wobei sie die Zutaten selber sammelt.
Die Kräuterfrau Anna alias Angela Behrs bot Gute Nacht-Kissen an, die mit Melisse, Lavendel und Hopfenblüten für einen erholsamen Schlaf sorgen sollen. Auch Lavendelsäckchen für den Kleiderschrank oder die
Kleidertruhe und Lavendelhonig hatte sie in ihrem Korb. Ausgelegt war dieser mit einer weißen alten Tischdecke mit rotem Monogramm: Anna Fischer war da zu lesen. Die Kräuterfrau erzählte, das dies ihre Großmutter gewesen sei und zum Andenken an sie hat sie auch ihren Vornamen angenommen.
Der Propellermann zeigte, wie man Taketombos fliegen lassen kann. Ein Taketombo ist ein altes Holzflugspiel, das es bereits 400 nach Christi gab. „Strolch“, der Hornschnitzer, der sich seit 1994 mit dieser Art von Schnitzerei beschäftigt, früher erst im Westernbereich und seit vier Jahren im Mittelalter aktiv, stellte seine Arbeit vor. Die Brettchenweberin Friedlin alias Kornelia Möller von den Reifenberger Härmleins, einer mittelalterlichen Tanzgruppe, zeigte ebenfalls ihr handwerkliches Geschick. An einem handgebauten Webstuhl webte sie Bänder, Borten und Gürtel mit einer Länge bis zu 4,30 Meter. Fünf Meter seien aufgespannt, erzählte sie. Wenn sie nicht an ihrem Webstuhl saß, dann zeigte sie mit den anderen Härmleins mittelalterliche Tänze aus vier Jahrhunderten. Die Reifenberger Härmleins sind eine Untergruppe des Burgvereins Reifenberg und die Tanzgruppe hat ihren Namen aus einer alten Sage über die Burg Reifenberg; „Der Knecht Isgrim fand heraus, dass das Härmlein ein zahmes Wiesel war“, so erzählt die Sage.
Bogenschießen, Fische retten und Armbrustschießen konnte man und es wurde reichlich genutzt. Tavernenmusik kam von „Les Renards“ mit Arina, dem Kräuterweib, Thielman, dem Taschenspieler und Maître Reinecke, dem Spielmann. Thielman und Maître Reinecke untermalten den Gesang mit ihren Lauten. So mancher nutzte die Gelegenheit einen guten Becher Met zu trinken und lecker deftig zu speisen. Frisch gestärkt ging es dann an den Schaukampf für „Knappen und wehrhaftes junges Weibsvolk“. Dabei konnten Interessierte mit den Wikingern Daniel und Kevin Fechten probieren. Asumi war eine vom „wehrhaften jungen Weibsvolk“, die sich in der Kunst des Schwertkampfes erprobte.
Vor allem auch junge Knappen fanden es spannend, mit den Holzschwerten die richtigen Techniken kennenzulernen. Als es zum Schaukampf kam, erklärte Herold Achim, dass der Wikinger Bjarne Gabelbart alias Daniel und Ritter Wolfgang von Bledheim alias Kevin, die sich um die holde Herzelinde streiten, aufeinander treffen. Ritter Wolfgang von Bledheim: „Ahhhh – Bjarne! Du verdammter Heide seist verdammt“. Bjarne antworte ihm sogleich: „Hej Wolfgang, so sprich doch gleich, wo ich die Herzelinde finde – so kann ich mir das Suchen sparen“, und so schaukelten sich die beiden hoch, um sich um ihre Angebetete im Kampf zu messen. Der Priester Patricius erschien dann auf der Bildfläche und rief:
„Haltet ein, haltet ein…“ und erklärte den verdutzten Gegenspielern, dass Herzelinde den Schleier genommen habe und keinem mehr zugetan sei. Die gingen darauf zusammen von der Bühne, um sich ein Met zu gönnen. Patricius grinste und meinte: „Oh Herr, du bist so weise und die sind tumbe Narren! So will denn ich zu Herzelinde eilen und …“ Viel Beifall ernteten die Akteure für diese Darbietung. Danach ging es richtig dramatisch zu, denn der große Kampf der Wikinger Daniel und Kevin gegen die Römer Ben und Thomas stand an und da mussten die Zuschauer sich ein ganzes Stück von der Bühne entfernen, denn da ging es richtig heftig zur Sache. Eine ganze Weile kämpften die vier um Ehre und Ruhm, den sie sich am Ende doch teilen mussten – zu ausgeglichen ist das Können der Wikinger wie Römer.
Wessen Interesse jetzt geweckt wurde, darf sich schon auf das erste Augustwochenende freuen, denn da findet der große zweitägige Mittelaltermarkt auf dem Bachfädchen oberhalb der KHD-Wiese statt. Ursellis Historica-Vorsitzender Marcus Keimling und der Schatzmeister Achim Lameyer freuen sich schon darauf, wenn man bedenkt, wie groß der Zulauf bei dem Frühlingsfest war.
Optional für die Zukunft wäre es toll, wenn der Verein ein Gelände bekommen könnte, auf dem er eine Motte (Holzburg) aufbauen könnte. Eine Überlegung, die hinsichtlich des Hessentages interessant ist.
Derzeit sind die Vereinsmitglieder auf Märkten unterwegs und schauen sich historische Plätze in der näheren Umgebung an.


Bericht der Taunuszeitung vom 24.03.2009
Kampf Mann gegen Mann
Oberursel. Der Oberurseler Mittelalterverein Ursellis Historica scheint in eine Marktlücke gestoßne zu sein. Erst am 18. Oktober 2008, also vor nicht einmal einem halben Jahr von 19 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, zählt er bereits nahezu 50 Mitglieder. «Und heute kommen bestimmt weitere hinzu», ist Schatzmeister Achim Lameyer beim ersten mittelalterlichen Frühlingsfestes zuversichtlich, das Ursellis in Zusammenarbeit mit dem Team des Spectaculum in dessen Räumen an der Ludwig-Erhard-Straße veranstaltet. Und er hat recht: Zwei Besucher schließen sich an diesem Tag dem Verein an

Der Strom der Gäste will den ganzen Tag über nicht abreißen, und die verantwortlichen Kelten, Piraten, Goten und Wikinger von Ursellis überlegen ernsthaft, ob sie die Türen nicht mal schließen sollten, um den Forderungen des Brandschutzes gerecht zu werden. Immerhin zählen die Organisatoren von Ursellis insgesamt etwa 1200 Besucher. Unter den Gästen sind überraschenderweise auch viele Gewandete aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet, stellt Lameyer fest.

Außer «Les Renards», die mit mittelalterlichen Weisen in die Welt eines Parzival entführen, wissen die «Reifenberger Härmleins» mit ihren mittelalterlichen Tänzen die Besucher bestens zu unterhalten. Auch die Schaukämpfe zwischen Wikingern und Römern oder Römern gegen Barbaren entführen in die Zeiten, als noch Mann gegen Mann kämpfte.

Dass bei einem Kampf ein Wikinger tatsächlich an der Wange eine Wunde davonträgt, die mit drei Stichen genäht werden muss, ist aber die Ausnahme. Da ist es gut dass der friesische Priester – verkörpert von Lameyer – in der Nähe ist, die Raufbolde besänftigt und zu einem Bier überredet.

Insgesamt zehn Marketender sind gekommen, nicht nur aus dem Rhein-Main-Gebiet, sondern einige nahmen sogar eine Anreise aus Straßburg, Thüringen, oder Bayern in Kauf, um bei der Ursellis-Premiere dabei zu sein. Bei «Madriks Wunderland» lässt sich ein kleiner Junge von zwei magischen Steinen faszinieren: «Die musst du parallel ein wenig in die Höhe werfen, und da sie magnetisch sind, ziehen sie einander an und klappern, wenn sie sich treffen», erklärt Bernd Meinhardt das kleine Phänomen.


Anzeige An einem anderen Stand wiederum gibt es Marmeladen wie Met-Gelee oder die Mixtur aus Apfel und Roter Beete zu probieren. Dass darunter auch eine Kokos-Kreation auftaucht, dürfte jedoch allenfalls ins ganz späte Mittelalter gehören. Viel Betrieb herrscht auch beim «Spieler von Coeln», der Kaleidoskope und magische Würfel im Angebot hat, die reißenden Absatz finden.

Wie das Schnitzen eines Trinkhorns funktioniert, zeigt Stefan «Strolch» Müller von «Ex otiis forum pro negotiis» aus Frankfurt, während seine Kollegin Jutta «Utah» Reuter gerne mal eine Führung macht und erklärt, wie Feuereisen oder die minimalistischen Sonnenuhren funktionieren, die man an einem Lederband um den Hals tragen kann: «Sie gehen bis auf 10 Minuten genau», versichert sie.

«Super zufrieden» sind Achim Lameyer und seine mittelalterlichen Kollegen, als sie nach der Veranstaltung Bilanz ziehen, und sie freuen sich schon heute auf ihr Sommerfest. Das findet am 1. und 2. August hinter der Rolls-Royce-Wiese am Oberurseler Bachpfädchen statt, und erwartet werden dann sogar 50 Marketender.

Mehr Infos rund um den historischen Verein gibt es bei den Treffen der Gruppe jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr in der Bommersheimer Burgwiesenhalle (Im Himmrich) oder im Internet unter http://www.ursellis-historica.de. pit


Zuletzt bearbeitet von ... am 31.03.2009, 12:57, insgesamt einmal bearbeitet


 23.02.2009 : Frühlingsfest im Spectaculum (Fotos und Presse      Verfasst am: 31.03.2009, 11:52       Nach oben   


23.02.2009 : Frühlingsfest im Spectaculum

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