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 Die Schwerpunkte der Stadtentwicklung für die 2. Jahreshälft      Verfasst am: 29.07.2011, 06:53       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 28. 07. 2011
Durchgeatmet nach dem Hessentag – jetzt geht es weiter: Die Schwerpunkte der Stadtentwicklung für die 2. Jahreshälfte 2011
Nach dem letzten Open Air des Hessentages am 19. Juni 2011 und den sich anschließenden Abbau- und Aufräumarbeiten in der Stadt begann mit den Sommerferien das „Durchatmen“ für alle Beteiligten, aber auch für die Bürger der Stadt, die die notwendigen Einschränkungen während der 11 Tage im Juni mit großem Verständnis mitgetragen haben.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Wir haben in den letzten zwei Jahren vor dem Hessentag gezeigt, wie sich die Stadt durch eine verbesserte Infrastruktur (Hohemarkstraße, S- und U-Bahnhöfe) und durch einzelne Gestaltungsmaßnahmen (Adenauerallee und Holwegplätzchen) insgesamt positiv verändern kann. Wir haben daraus gelernt und wollen alles daran setzen, diesen Schwung mitzunehmen und Oberursel weiterhin als moderne, wandlungsfähige und agile Stadt zu präsentieren. Aus diesem Grund werden wir mit Augenmass und wohlüberlegt, gleichzeitig aber auch mit der erforderlichen Energie neue Projekte anstoßen und begonnene Vorhaben fortführen.“

Die Projekte der 2. Jahreshälfte 2011:

Bahnhof Oberursel:
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten an Vorplatz und Unterführung sind die wesentlichen Akzente gesetzt, das weitere Umfeld bedarf aber einer eingehenden Betrachtung. Während die Sanierungsmaßnahmen am Bahnhofsgebäude weiterlaufen (Fertigstellung im Spätsommer 2012) wird an der Ecke Nassauer Straße/Feldbergstraße mit dem Neubau des Ärztehauses in Kürze begonnen. Hier entstehen auf insgesamt vier Ebenen mit rund 2.700 qm Fläche acht Arztpraxen, eine Apotheke und ein Café. „Für uns ist es dringlich, diese städtebauliche Lücke zu schließen - für die Bürger wird es ein wesentlicher Baustein in der medizinischen Versorgung werden und die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes zur Innenstadt hin positiv abrunden“, betont der Geschäftsbereichsleiter der Stadtentwicklung, Arnold Richter.

Ebenfalls Handlungsbedarf besteht am Platz des 17. Juni. Die große Grünfläche ist durch das HR-Zelt während dem Hessentag stark in Anspruch genommen worden. „Derzeit ist noch nicht endgültig klar, was mit dieser Fläche geschieht“, erläutert Brum und ergänzt: “Pläne für einen Busbahnhof an dieser Stelle sind noch nicht vom Tisch, aber auch andere Überlegungen, bis hin zu der Vorstellung, die Fläche als öffentliche Grünfläche zu belassen, bestehen nach wie vor“. Aus diesem Grund ist vorerst geplant, die Fläche mit geringen Mitteln im Herbst in den alten Zustand zu versetzen und zeitgleich die konzeptionellen Überlegungen, die auch mit einer möglichen geänderten Straßenführung zusammenhängen, voranzutreiben.

In den kommenden Wochen wird ebenfalls mit den Bauarbeiten für einen neuen P+R-Platz am Bahnhof begonnen. Während in den laufenden Sommerferien die Parksituation am Bahnhof noch verhältnismäßig entspannt ist, muss ab der 2. Augustwoche mit einer deutlichen Verschärfung der Situation gerechnet werden. Hier wird die Stadtentwicklungsgesellschaft SEWO auf eigenem Gelände östlich der neuen Personenunterführung ca. 100 Stellplätze für P+R anbieten. Diese Stellplätze werden kostenpflichtig. Hans-Georg Brum: „Wir wollen damit regulieren und vermeiden, dass Oberursel von Pendlern aus dem Umland nur deshalb angefahren wird, weil hier die Stellplätze kostenlos sind. Zwar ist über die Höhe der Parkgebühr noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden, wir werden uns aber in dem Preissegment der benachbarten Städte bewegen, die auch Gebühren erheben“.

Auf der Südseite der S-Bahntrasse wartet die Lenaustraße noch auf den Ausbau. Diese bereits beschlossene Baumaßnahme konnte aus Zeitgründen vor dem Hessentag nicht mehr durchgeführt werden, soll nun aber im laufenden Jahr 2011 nachgezogen werden. „Wir wollten am Hessentag unbedingt halbfertige Baumaßnahmen vermeiden, da diese immer auch ein Sicherheitsrisiko darstellen - deshalb die Verzögerung, die jetzt schnell aufgeholt werden kann“, erklärt Richter die Überlegungen der Stadt.

Mit dieser Baumaßnahme soll der Bereich der Lenaustraße im gleichen Standard wie der Bahnhofsvorplatz hergestellt werden. Eine Baumreihe soll die Wohnbebauung von der Gleistrasse abschirmen und Fuß- und Radwege die Unterführung auch von dieser Seite besser erschließbar machen. Fahrradständer und - wenn auch nur eine geringe Anzahl - Stellplätze komplettieren die Maßnahme.

Weit über das Jahr 2011 hinaus gehen die Überlegungen für die Strukturierung und Erschließung der Entwicklungsflächen östlich des neuen P+R-Platzes. Hier sieht die Stadt auf einem Areal von rund 10.000 m² ein enormes Potential, innenstadtnah Firmen anzusiedeln, eventuell auch Teilflächen mit Wohnungsbau zu belegen.

Gewerbeflächen im Gebiet „An den Drei Hasen“ und am Bahnhof Weißkirchen:
Das Gewerbegebiet „An den Drei Hasen“ mit einem Angebot von rund zehn Hektar Gewerbefläche bleibt der Marktführer in Oberursel in diesem Segment. In den nächsten Jahren wird die Stadt aber auch am Bahnhof Weißkirchen Flächen entwickeln, die zwar wesentlich kleiner sind, aber durch ihre Lage unmittelbar am S-Bahnhaltepunkt Weißkirchen und ihre Nähe zu Steinbach / Eschborn und der A66 eine eigene Qualität aufweisen. Das Gebiet unterteilt sich in zwei Bereiche:

südlich der Kurmainzer Straße, mit einer Fläche von rund acht Hektar geht es um Bestandssicherung und Erweiterungsmöglichkeiten der Firmen MAZDA und DESTACO
nördlich der Kurmainzer Straße geht es darum, eine Sanierungsmöglichkeit für bestehendes Kleingewerbe zu schaffen und anderen Unternehmen weitere Flächen anbieten zu können. Insgesamt stehen hier weitere zwei Hektar zur Verfügung.

Während im Gebiet „An den Drei Hasen“ die Vermarktung aktiv betrieben wird (Ansiedlung der Firma Meier Gastechnik GmbH & Co. KG), sind am Bahnhof Weißkirchen noch planungsrechtliche Hürden zu nehmen, bevor an eine Vermarktung gedacht werden kann. Aber auch hier werden erste Weichen für 2012 gestellt; um möglichst frühzeitig Unternehmen an die Stadt zu binden.

Wohnen und Einkaufen
Die Sparte Wohnungsbau ist in Oberursel, wie in den meisten Vordertaunus-Gemeinden, eine sichere Bank. „Wir wollen dafür Sorge tragen, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleibt“, erläutert der Bürgermeister die Strategie der Stadtentwicklung und fügt hinzu: „Attraktivität im Wohnungssektor kommt auch in einer starken Region nicht von allein, deshalb werden wir in den kommenden Jahren gezielt durch die spezielle Ausweisung neuer Gebiete einen interessanten Mix an unterschiedlichen Wohnformen anbieten können. Hier geht die Spannbreite von Geschosswohnungsbau als Miet- oder Eigentumsobjekt über eine eher kleine Anzahl von Reihen und Doppelhäusern bis hin zu Einzelhausgrundstücken, die derzeit massiv nachgefragt werden“.

Konkret handelt es sich dabei um die bekannten Gebiete an der Hohemarkstraße „Jandorfs Fabrik“, „Heidegraben“ und an der „Phillip-Reis-Straße“ für die in 2011 die Bebauungspläne vorbereitet werden. In allen drei Gebieten soll 2012, wenn auch zeitversetzt, ein Baubeginn möglich werden.

Bereits im August/September 2011 wird der nächste Bauabschnitt der OWG-Häuser an der Freiligrathstraße beginnen. Hier baut die OWG für ihre Mitglieder auf der Südseite der Freiligrathstraße 45 moderne Wohnungen in 6 Häusern mit jeweils 7 bis 8 Wohnungen. Der Bezug dieser Wohnungen soll bereits bis zum Jahresende 2012 abgeschlossen sein. Ein 3. Bauabschnitt auf einem Teilgrundstück unmittelbar an der Berliner Straße wird zu einem noch nicht bestimmten Zeitpunkt folgen, ist aber im bestehenden Bebauungsplan für dieses Gebiet bereits abgebildet.

Während für diese Gebiete im nahen Umfeld das Thema Einkaufen kein Thema ist, sieht es im Oberurseler Süden anders aus. Hier sollen die Planungen für den Bau des neuen EDEKA-Marktes in Weißkirchen zum Abschluss gebracht werden. Die betreffende Entwicklungsfläche liegt an der Frankfurter Landstraße und war in den letzten Jahren weitgehend sich selbst überlassen. Flora und Fauna mussten deshalb umfangreich untersucht werden, bevor das notwendige Bebauungsplanverfahren in die Zielgerade gehen kann. Dies wird aber bis Jahresende 2011 erfolgt sein, so dass auch hier 2012 das Jahr der Baustelle sein wird.

Bildung
Bezogen auf das Schulbauprogramm des Hochtaunuskreises ist die Situation 2011 weitgehend entspannt. Innerhalb der Gymnasiumbaustelle sind die gröbsten Arbeiten abgeschlossen. Arbeiten an der Fassade und am Innenausbau prägen den Charakter dieser Baustelle. Auch im Bereich der benachbarten Hochtaunusschule geht es auf der Baustelle der Pavillons für die Feldbergschule um einen ruhigen Ablauf.

Noch nicht abschließend geklärt werden konnten die Erweiterungsabsichten der Frankfurt International School im Oberurseler Norden. Hier geht es um zwei Schwerpunktthemen: Verkehr und Erweiterung.

Ziel einer geänderten Verkehrsregelung ist die Entzerrung der Verkehrsarten Bus- und Pkw-Verkehr. Endgültige Lösungen sind hier noch nicht gefunden. Es geht um integrative Lösungsansätze, wie die Verkehre auch zwischen den Schulkomplexen an der Alfred-Lechler-Straße und an der Straße „An der Waldlust“ gelöst werden können.

Wenn man das Schulgelände begeht, wird schnell klar, dass notwendige Erweiterungen auf dem Schulgelände schwierig sind, da auch die Nähe des Urselbaches und bestehende Feuchtgebiete Eingriffe in vielen Bereichen verbieten. Hier sind Lösungen gefragt, die langfristig tragen und der Schule eine Perspektive bieten. Aus diesem Grund müssen Überlegungen diskutabel sein, die eine Erweiterung auch außerhalb des bestehenden Schulgeländes zum Thema haben.

Bürgermeister Brum zum Thema: „Wir wissen, dass wir uns an dieser Stelle auf einem schwierigen Terrain bewegen. Wir als Stadt Oberursel haben unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen. Der Part der Schule ist eine Seite, Umwelt und Naturschutz und der berechtigte Anspruch der Anwohner auf ein ruhiges Wohnumfeld die andere Seite, die wir nicht aus den Augen verlieren werden. Ich bin aber überzeugt, dass man Lösungen finden wird. Wichtig ist es, dass hier offen und zum richtigen Zeitpunkt kommuniziert wird - dafür werde ich mich einsetzen“.


Stadtentwicklungskonzept
Unabhängig von dem genannten Einzelthema hat die Stadtverordnetenversammlung mit ihrem Beschluss vom 8. Juni 2011, ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten, eine umfassende Diskussion angestoßen, die Oberursel über das Jahr 2011 hinaus bestimmen wird. Hier geht es um Grundsatzfragen zur Stadtentwicklung, zum Verkehr und der zukünftigen Entwicklung der Gesamtstadt. Mit dem genannten Beschluss ist die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept für den Entstehungsprozess eines Stadtentwicklungsplanes vorzulegen. Erste Weichenstellungen hierzu sind getroffen. „Der erste Schwerpunkt wird in der Innenstadt liegen und klar ist auch, dass Bürgermeinung in diesem Prozess großgeschrieben wird“, so Brum abschließend.


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