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 Wo drückt der Schuh ?      Verfasst am: 06.07.2012, 22:11       Nach oben   


Weiterleitung zum Thema STEP - Wo drückt der Schuh ?

01.06.2012 21:22 Uhr - Autor: B+L - Wo drückt der Schuh ?
http://www.oberursel.de/de/stadtleben/oberursel/stadtentwicklungsplan/buergerbeteiligung/

Grundsätzlich stellen sich die Verantwortlichen eine Stärken–Schwächen–Analyse vor, wobei Kritik erwünscht ist, aber auch die positiven Seiten der Stadt nicht zu kurz kommen sollten.
Wichtig sei der Kontakt nach Außen und die eindeutige Aufforderung an alle Bürgerinnen und Bürger, sich in diesem Diskussionsprozess positiv einzubringen:


12.06.2012 00:07 Uhr - Autor: B+L - Wo drückt der Schuh ?
Hier einige Punkte aus meinem ganz persönlichen (sehr eingeschränkten) Blickwinkel

Das Positive :

Der Urselbach, das Heidtränktal, der Stadtwald, die beiden Teiche, die Stierstädter Heide, das Käsbachtal, die Häschenschule, der rote Born und die Uhlandsruh, das Lindenbäumchen mit Blick auf Taunus und Homburger Schloss, Stedens Apfelplantage, die Keltenstadt und die vielen Mühlgräben (und vieles mehr).
Vor allem aber die tollen Grünflächen mitten in der Stadt (Adenauerallee, Rushmoorpark, Wiese zwischen Urselbach und Bachpädsche – oder das zur Zeit hinter RaabKarcher und Toom entstendende „wilde“ Grün)
Die vielen Brunnen und Kleingärten sowie einige vom BSO schön bepflanzte Beete (Bärenkreuzung, Füller- Ecke Königsteiner Straße, Gablonzer Straße und einige mehr)

U- und S-Bahn-Anschluss am Bahnhof (überhaupt das Zusammentreffen verschiedener Verkehrsadern an dieser Stelle)

Vielfältige gastronomische und kulturelle Angebote (persönlich vor allem die Bücherei, das Archiv, das Museum, das IB-Cafe, das Macondo, den Irish Pub, die Restaurantplätze am Marktplatz, den Orscheler Sommer, die Veranstaltungen im Park der Klinik Hohemark und die Feierey Anfang August)

Die Strackgasse und die schön sanierte Altstadt (und einige Straßenzüge wie Altkönig- oder Liebfrauenstraße)
Auch in den Industriegebieten gibt es einige sehr schöne Gebäude (im Zimmersmühlenweg James Cook oder die Nr.71 oder auch in der schönen Aussicht die beiden Eckgebäude, das Braas-Gebäude am Bahnhof und einige mehr...)

Das internationale Flair (freue mich auch schon auf die Veranstaltungen am 23.Juni im Park der Adenauerallee)

Viele unserer Gäste besuchen Seminare in der Stadthalle (die anscheinend eine Größe hat, die es so in der näheren Umgebung nicht oft gibt)

Dieses Forum (auch wenn es zeitweise etwas unbelebt wirkt)

Zahlreiche unterschiedliche Schulen (mit denen wir vor allem wegen der vielen Praktikanten auch heute noch in Kontakt stehen)

Die Telefonzelle im Rushmoorpark als Minibücherei (die überdimensionalen Möbel und blendendweißen Steine gefallen mir allerdings schon weniger)


Negativ:

Unansehnliche Ortseingänge (und noch immer keine Lösung für die Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung)

Grausliges Nebeneinander moderner, traditioneller, phantasieloser und phantasievoller postmoderner Architektur (ich mag die nüchterne Bauhaus-Architektur nicht sonderlich – aber das ist ja Sache des individuellen Geschmacks)

Unsensibler Umgang mit dem Bestand (Bäume, historische Gebäude und sonstige Kleinode)

Bei manchen Details zwinge ich mich immer wieder erfolglos, nicht hinzuschauen (so wie man es sich meist vergeblich vornimmt, nicht an einem Pickel zu kratzen)
...oder ich vergleiche es oft mit meiner Gartenarbeit (ich kann die Hecke liebevoll mit der Schere schneiden oder kostengünstig mit der elektrischen Heckenschere abrasieren)


Negative Beispiele:

Oakside
Die Lindenloft neben der Villa Margarethe
Der Kioskanbau und die neuen Reklame-Gauben im historischen Bahnhofsgebäude
Die geplante Umgestaltung der MountainLodge
Das geplante Abtragen, Erweitern und Umbauen der Villa Gans
Unpassende und unschöne Gebäude wie das neue Gymnasium, die Scheelebebauung, das Ärztehaus, das Naspa-Gebäude, KdM etc
Die zu groß geratene weiße Halle zwischen Lindenbäumchen und Stedens Apfelplantage (die im Gegensatz zu Stedens kleinerer Halle ein heftiger Brock beim Rundblick in die Taunuslandschaft ist)
Die Neubebauung auf der linken Seite, wenn man zum Lindenbäumchen läuft (gegenüber rechts steht ein schönes altes Haus)
Ein paar sonstige Häuser mitten in der Landschaft (bei denen man sich wundert, wie die jemals eine Baugenehmigung bekommen konnten)
Die Fällung der großen Schwarzerle? hinter der Feuerwehr Mitte (und anderer gesunder Sichtschutz bietender Bäume)
Übertriebenes „auf den Stock setzen“ entlang des Urselbachs (einen weniger auffälligen drei- bis fünfjährigen Rhythmus fände ich sinnvoller)
Großflächiges Abmähen leckerer Brombeeren (ohne dabei die Wurzeln zu entfernen, bringt das langfristig eh nichts)
Unterversorgung des Bahnhofbereichs mit öffentlichen Toiletten (neuerdings komisches Münzkonzept)
Eigenartige Bepflanzung und Beleuchtung im Park Adenauerallee (unromantische Peitschenlampen zwischen den Kastanien, die die Symmetrie der Allee stören und blenden / helle Bodenstrahler ohne Blendschutz / kaltes Licht im Park und an der U-Bahn / Bänke mit Blickrichtung auf unschöne Objekte statt auf Brunnen und Zeder / Buchenhecke und unterschiedlich schief stehende Säuleneichen, die ihr Laub im Frühjahr statt im Herbst verlieren / vor und während des Brunnenfests waren dreiviertel aller Pflanzen bereits verblüht, da sie noch nicht durch länger blühende Sommerpflanzen ersetzt wurden)
Kaltes Licht und krakelige Bäumchen auch an der U-Bahn-Station (im Winter hat die Szenerie den Charme einer Ölraffinerie)
Vernachlässigung der Wiese „Platz des 17.Juni“ (einschließlich der 2011 dort gefällten Bäume)

Ja – und dann noch das klassische Piratenthema „Transparenz“ (ich mag´s nicht, wenn Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind)


Wunsch:

Gaaaaaaaaanz langsames Wachstum (ohne dabei das ursprüngliche Gesicht und somit die eigene Idendität zu verlieren)


12.06.2012 18:41 Uhr - Autor: Martha - Wo drückt der Schuh ?
an B+L - eine prima Aufstellung
positiv noch - das Forellengut, das TIZ mit Restaurant Waltraut mit der Nash-Skulptur und Urselbach, die Kunst in den Parks, die Flohmärkte - Bücherei und Allee,
Orscheler Sommer mit allem drum und dran Smile
und dann noch der Blick auf die Skyline von Frankfurt


12.06.2012 18:41 Uhr - Autor: Martha - Wo drückt der Schuh ?
an B+L - eine prima Aufstellung
positiv noch - das Forellengut, das TIZ mit Restaurant Waltraut mit der Nash-Skulptur und Urselbach, die Kunst in den Parks, die Flohmärkte - Bücherei und Allee,
Orscheler Sommer mit allem drum und dran Smile
und dann noch der Blick auf die Skyline von Frankfurt


24.07.2012 15:38 Uhr - Autor: Bernd-at-Lokki - Wo drückt der Schuh ?
Oh - wie konnte ich nur Bücherei und Forellengut vergessen?!
...aber Urselbach, Orscheler Sommer und Allee hatte ich bereits erwähnt Smile

Jetzt kann man die Liste um eine weitere Attraktion verlängern:
Stedens Apfelplantage in der verlängerten Freiligrathstrasse hatte ich ja bereits aufgelistet (aber jetzt gibt es rund um die Plantage einen superschönen Blühstreifen)

Ein toller Beitrag zur Verschönerung der Ortseingänge (auch wenn es sich nur um eine nicht befahrene Nebenstrasse handelt)
Smile Smile Smile Smile



Aber auch ein drückender Schuh ist hinzugekommen:
Der Verkauf des wertvollen Baumstreifens am jetzigen Schwimmbadparkplatz (der einer Neubebauung weichen soll)
Ein Thema, über das ich gerne einmal mit den Leuten des STEP-Teams reden würde...


       Verfasst am: 15.06.2012, 06:31       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 03. 09. 2013
Stadtentwicklungsplan geht auf die Zielgerade – Abschlussveranstaltung am Samstag

Etwas über ein Jahr ist es her, dass mit einer Auftaktveranstaltung in der Stadthalle die Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal im Rahmen eines Workshops zur Mitgestaltung an den Zielen und Entwicklungen der Stadt Oberursel eingeladen wurden.

Es folgten eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die Beteiligung der Ortsbeiräte und die Einbeziehung der Vereine, Kirchen und weiterer Gruppierungen des Oberurseler Stadtlebens.

Mit zwei Planungswerkstätten im Herbst 2012 und Frühjahr 2013 konnte die Sammlung von Vorschlägen, Ideen und Hinweisen aus der Bevölkerung abgeschlossen werden.

Innerhalb eines guten Jahres hat damit ein Bürgerbeteiligungsprozess in Oberursel stattgefunden, der in dieser Form erstmalig ist. Hervorzuheben ist auch, dass die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gezeigt hat, dass ein großes Interesse daran besteht, Dinge des Stadtlebens mitzugestalten und sich aktiv einzubringen.

Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung, am Samstag, 7. September 2013 ab 13:30 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal, sollen die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses vorgestellt und abschließend diskutiert werden.

Bürgermeister Hans-Georg Brum zur Veranstaltung: „Ich sehe in diesem Beteiligungsprozess zu STEP den Anfang einer neuen Diskussionskultur zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und der Politik. Ich bin der Meinung, dass wir auf diesen erfolgreichen Dialog aufbauen können und zukünftig bei allen größeren Bauprojekten eine bessere Beteiligungskultur entwickeln können. Auch freue ich mich, dass es gelungen ist, Olaf Cunitz, Bürgermeister und Planungsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, an diesem Tag zu einem Referat mit anschließender Diskussion zu gemeinsamen Themen und Herausforderungen in der Region zu begrüßen.“

Als Rahmenprogramm der Veranstaltung treten die Frankfurter Capoeira-Gruppe „Capoeira Linhagem“ und die Trommelgruppe ImPuls auf.

„Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Abschlussveranstaltung des Stadtentwicklungsplanes ein. Diskutieren Sie mit uns und untereinander die Ergebnisse aus dem Beteiligungsprozess STEP Vision 2030“, so der Bürgermeister.


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 06. 07. 2012
STEP – letzter Termin im Stadtladen entfällt – Ansprechpartner im Rathaus
Der „Stadtladen“ in der Strackgasse 1, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger zu allen Themen rund um den neuen Stadtentwicklungsplan (STEP) informieren konnten, wird an dem bereits angekündigten Termin kommenden Dienstag, 10. Juli 2012, nicht geöffnet sein.

Ansprechpartnerin im Rathaus für den STEP ist Uta Meissner, Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Tel. 06171 502-415 bzw. uta.meissner(at)oberursel.de oder das Infocenter des Geschäftsbereiches Stadtentwicklung unter der Tel. Nr. 06171 502-422.


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 13.06.2012
Großes Interesse an Auftaktveranstaltung zum Stadtentwicklungsplan Oberursel
Trotz Fußball-EM fanden sich gestern Abend mehr als 150 Oberurseler Bürgerinnen und Bürger in der Stadthalle ein, um am ersten Schritt in Richtung Stadtentwicklungsplan "VISION 2030" mitzuarbeiten.
Die Bürgerinnen und Bürger selbst sollten auflisten, welche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken sie für die Gesamtstadt und für die Stadtteile Oberursels sehen.

Unterstützt durch ein externes Planungs- und Moderationsteam, wurden in entspannter Atmosphäre an Tischen zu zehn bis zwölf Personen interessante, zum Teil bekannte, aber auch neue Punkte gesammelt, auf große Plakate geschrieben und dem Plenum vorgestellt.

Bürgermeister Hans-Georg Brum fasste am Ende des Abends, zufrieden mit der konstruktiven Arbeit der Oberurseler, die Ergebnisse zusammen:
Er sehe Tendenzen, gemeinsame Themen, die von allen Tischen genannt wurden. Diese seien:

Grün
Qualität der Architektur
Identität Oberursels als selbständige Stadt, die eine hohe Lebensqualität bietet
Ausbau der Angebote für Jugendliche und Seniorinnen und Senioren

Da die Ansprüche an diese Themen jedoch sehr unterschiedlich seien, bleibe es spannend, wie die weitere Ausgestaltung in den nächsten Monaten aussehen werde, so Bürgermeister Brum.

Die gestrige Veranstaltung diente zunächst der Situationsanalyse. Es folgen Bürgerwerkstätten zur Zielfindung und zur konkreten Maßnahmenplanung. Anschließend werden die erarbeiteten Ergebnisse in den Stadtentwicklungsplan einfließen. Am Ende des gesamten Planungs- und Beteiligungsprozesses sind die städtischen Gremien gefragt, das Gesamtwerk zu beraten und als Grundlage künftiger Entscheidungen zu beschließen.
Die Ergebnisse des gestrigen Abends werden in den nächsten Tagen ausgewertet und auf der Internetseite zum Stadtentwicklungsplan veröffentlicht.

Artikel vom 12. Juni 2012, 19.11 Uhr (letzte Änderung 13. Juni 2012, 04.39 Uhr)
Bürger werden zu Planern
Und sie sagen, was in Oberursel dringend geändert werden muss
Rund 200 Oberurseler sind am Montagabend zur Auftaktveranstaltung zum Planungs- und Beteiligungsprozess für den Stadtentwicklungsplan (Step) "Vision 2030" in die Stadthalle gekommen und haben bei der ersten Bürgerwerkstatt die Stärken und Schwächen ihrer Stadt herausgearbeitet. Defizite sehen sie unter anderem bei der Jugend- und der Seniorenarbeit.

Von Michelle Spillner

Oberursel.
An diesem Tisch listeten Bürger die Stärken der Stadt auf. Viele Schulen und eine gute Verkehrsanbindung gehören für sie dazu. Foto: Spillner

Wie soll sich Oberursel entwickeln?
Die Richtung soll der neue Stadtentwicklungsplan (Step) aufzeigen. "Aber wir wollen keinen Plan von Planern und Politikern, sondern wir wollen von Anfang an die Bürger beteiligen", erklärte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) am Montagabend.

Die Methoden dazu sind vielfältig. Ein Schwerpunkt wird auf den Bürgerwerkstätten liegen, in denen die Oberurseler in Kleingruppen an den jeweiligen Fragestellungen arbeiten und sich austauschen. Die Ergebnisse sind die Grundlage für die planerische Arbeit. Im ersten Schritt am Montag haben sich rund 200 Bürger unter der Leitung des Moderatorenteams Anne Pohling und Diplom-Ingenieur Joachim Fahrwald mit den Stärken und Schwächen ihrer Stadt auseinandergesetzt (siehe auch Info-Box). Eine Stunde lang sammelten sie in Kleingruppen auf papiernen Tischdecken mit Hilfe von dicken Filzstiften alle Punkte, die ihnen auffielen, und stellten sie anschließend dem großen Kreis vor.

Zuvor hatte es noch eine kurze Diskussion mit Vertretern aus den Stadtteilen gegeben, die fürchten, ihre individuellen Situationen und Bedürfnisse würden nicht berücksichtigt. Aber auch hier war vorgesorgt. Es gab spezielle Arbeitsgruppen zu allen Stadtteilen. "Die Botschaft, die wir als Erstes vom Bürgermeister erhalten haben, ist, dass die Ortsteile sehr unterschiedlich sind. Wir haben sie deshalb von Anfang sehr stark im Blick", betonte Anne Pohling, dass die Planer darauf bereits eingestellt sind.

"Für die Bürger ist die Herangehensweise erst einmal ungewöhnlich. Einige haben gesagt: ,Ja, was soll ich denn jetzt machen?‘ Es ist ja auch etwas ganz anderes. Früher haben wir durch unser Kreuz bei der Wahl die Verantwortung einfach abgegeben", fasste Stierstadts Ortsvorsteher Stephan Jung (Grüne) die Stimmung zusammen.

Doch kaum war der Startschuss zur Gruppenarbeit gegeben, flossen die Ideen aus den Bürgern nur so heraus und die Papiertischdecken waren im Nu beschrieben. Die Teilnehmer untersuchten die Stärken und Schwächen der Brunnenstadt in Sachen Mobilität, Verhältnis von Stadt und Landschaft, Einzelhandel, Kinder und Jugend, Wohnen sowie Stadtbild und Image.

Und jedes andere Themenfeld, etwa Seniorenarbeit, Freizeitwert oder Architektur, war natürlich auch willkommen. Nach einer halben Stunden durchmischten sich die Gruppen, und auch das brachte noch einmal neuen Input, führte dazu, dass die Teilnehmer in Gesprächen neue Sichtweisen entwickelten, weitergehende Aspekte erkannten oder sich in ihren Anregungen bestärkt sahen.

Am Ende der dreistündigen ersten Bürgerwerkstatt formulierte Bürgermeister Brum die Tendenzen, die ihm aufgefallen waren: "Das Thema Grün hat in Oberursel einen hohen Stellenwert." Aufgefallen ist ihm auch, dass sich die Oberurseler eine hochwertige Architektur der Gebäude in der Stadt wünschen, dem nach Ansicht der Bürger Investoren aber oft nicht Rechnung tragen.

"Ich merke, dass das Thema Selbstständigkeit sehr wichtig ist. Die Bürger wollen Oberursel als aktive, selbstständige Stadt und wollen auch, dass eine Identität entsteht", so Brum. Herausgehört hat er auch, dass Oberursel als Stadt mit hoher Lebensqualität wahrgenommen werde, zugleich aber Defizite im Bereich Jugend- und Seniorenarbeit vorhanden seien.

Der gesamte Prozess der Bürgerbeteiligung wird übrigens dokumentiert. Auf der Homepage der Stadt Oberursel hat der neue Step-Button den alten Hessentagsbutton abgelöst. Dort kann man den Prozess verfolgen in Filmen, Kurzinterviews, Fotografien und Ergebnisberichten – jeder kann sich also informieren und mitdiskutieren.


Vier Phasen
Der Beteiligungsprozess wird in vier Phasen ablaufen. Außer den Bürgerwerkstätten gibt es die Expertenrunden. Die nächste Bürgerwerkstatt soll im Herbst sein. Da geht es dann um die Analyse und die Fragestellung, wo Oberursel überhaupt hinmöchte. In der anschließenden Werkstatt wird es darum gehen, was man tun muss, um die Ziele zu erreichen. Vor den Sommerferien 2013 soll der Stadtentwicklungsplan dann vorgestellt und ein letztes Mal besprochen werden, bevor er nach den Ferien in die politischen Gremien geht.

"Wir hoffen, dass Sie daran Spaß haben und kontinuierlich dabeibleiben, denn Sie können sich vorstellen, dass Sie in dem Prozess auch kompetenter werden und uns Planern wertvolle Hinweise geben können", sagte Projektleiter Arnold Richter. Man kann jederzeit zu den Bürgerwerkstätten dazustoßen. "Und ich kann nur jedem raten, sich daran zu beteiligen", betonte Ortsvorsteher Jung.


http://www.fnp.de/tz/region/lokales/hochtaunus/ein-regiebuch-fuer-unsere-stadt_rmn01.c.9826630.de.html
Ein Regiebuch für unsere Stadt
Bürger sollen mitreden – Verwaltung plant mit 100 000 Euro Planungskosten
Bürger, Wirtschaft und Politik sollen einen Stadtentwicklungsplan für Oberursel erarbeiten. Die Herausforderungen sind groß. Nicht nur, weil es um Bau, Kultur und Infrastruktur geht, sondern auch um Sprache. Wer an dem Prozess mitwirken möchte, muss sich nämlich mit einem großen Abkürzungsverzeichnis auseinandersetzen.

Von Sabine Münstermann

Oberursel. Die Entwicklung der Innenstadt steht beim Oberurseler Stadtentwicklungsplan an erster Stelle. Foto: JRWissen Sie, was "SEK" heißt? "Tatort"-Fans werden mit "Sondereinsatzkommando" antworten. Im Falle Oberursels ist "SEK" allerdings die Abkürzung für Stadtentwicklungskommission. Das ist ein Gremium, das aus Magistratsmitgliedern, Vertretern der Fraktionen und der Ortsbeiräte sowie sachkundigen Bürgern besteht und als Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung agiert. Vor allem, wenn es um "STEP" geht. Was wiederum die Abkürzung für Stadtentwicklungsplan ist. Dessen Ausgestaltung sich an den Ergebnissen der "SWOT"-Analyse orientiert. Das ist ein englisches Wort, steht aber übersetzt für Stärken-Schwächen-Analyse.

Was verklausuliert und ob der Abkürzungen merkwürdig daherkommt, ist bei näherer Betrachtung eine ziemlich große Sache: Die Brunnenstadt will nämlich ein Regiebuch entwerfen, in dem stehen soll, wie sie sich in den kommenden Jahren entwickeln soll. Und weil man heutzutage dem mündigen Bürger nicht einfach etwas "überstülpen" kann, sind an dem Prozess nicht nur Politik und Verwaltung beteiligt, sondern vor allem auch die Bürger und Geschäftsleute gefragt.


Innenstadt hat Priorität
"Wir wollen einen integrativen Stadtentwicklungsplan", betont Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und erklärt auch, wieso: "Bürgerbeteiligung, die erst dann einsetzt, wenn ein Verfahren am Laufen ist, bedeutet oft auch Bürgerprotest. Wenn wir die Oberurseler von der ersten Minute an einbinden, werden Entscheidungen später im Konsens getroffen."

Und Entscheidungen wird es sicher viele geben. Schließlich soll der "STEP" nicht nur die bauliche Entwicklung und den Verkehr im Blick haben, sondern auch Themen wie Einkaufen, Kultur und Soziales. Brum: "Die Entwicklung der Innenstadt und des Holzwegs steht für uns zunächst im Vordergrund." Die optische Fortführung der Einkaufsmeile zum Bahnhof sei wesentlich. Damit einhergehend die Anbindung der Umgehung an die Nassauer Straße. "Dann investieren auch Geschäftsleute", sagt Brum. In Zeiten knapper Kassen sei Stadtentwicklung nicht mehr nur allein ein städtisches Thema.


Stadtteile stärken
"Wir wollen aber auch sehen, was in den Stadtteilen vonnöten ist", betont Projektleiter Arnold Richter, seines Zeichens Leiter der Stadtentwicklung im Rathaus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung sei es vor allem in den Stadtteilen wichtig zu wissen, welche sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und verkehrlichen Vorgaben es zu erfüllen gilt, damit das Leben dort lebenswert ist.

Um es den Bürgern zu erleichtern, sich einzubringen, will Arnold deswegen nicht nur Ansprechpartner im Rathaus sein, sondern auch draußen. Am Brunnenfest etwa will er mit einem Team einen Laden in der Strackgasse anmieten, wo er sich Vorschläge anhören und aufnehmen will. Offizieller Startschuss des Beteiligungsprozesses ist übrigens am Montag, 11. Juni. Von 18 Uhr an sind an diesem Tag Orscheler in der Stadthalle dazu eingeladen, ihre Ideen einzubringen.

Das Thema ist, wie man sieht, ausgesprochen komplex, keine Frage. Deswegen engagiert die Stadt auch externe Berater, vier an der Zahl. Den gesamten Prozess steuern wird Roland Strunk von der Firma "Stadtplanung und Kommunikation" in Frankfurt. Jan Schulz vom Büro "bb22 architekten + stadtplaner" Frankfurt übernimmt die stadtplanerische Begleitung. Die Bürgerbeteiligung und Moderation der verschiedenen Aktionen leiten Joachim Fahrwald vom Büro "memo-consulting" in Seeheim-Jugenheim und Anna Pohling vom Büro "Stein + Schul" in Frankfurt.

Fahrwald hat übrigens schon ordentlich Erfahrung in Sachen Stadtentwicklungsplanung. Sein Büro hat unter anderem bereits für Städte wie Pforzheim, Büdingen und Bad Neuenahr solche "STEP"-Prozesse begleitet. Und da kam man mit den Abkürzungen sicher auch klar. (sbm)

Kommentare
Ober Ursel schrieb am 10.05.2012 11:07 Uhr
Masterplan - was soll das kosten?
Wie wäre es wenn das Geld lieber für die aktuell so notwendige Kinderbetreuung ausgegeben würde?
Hier wäre eine effektive Stadtentwicklung von Nöten um die Stadt für die jungen Familien, die sich in den letzten Jahren angesiedelt haben (aber um die geht es ja offenbar nicht) attraktiv zu halten - momentan sind die jungen Familien eher enttäuscht!!!


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 05. 06. 2012
Auftaktveranstaltung zum Stadtentwicklungsplan: Bürgerinnen und Bürger haben das Wort
Der neue Stadtentwicklungsplan (STEP) für die Stadt Oberursel (Taunus) soll unter umfassender Mitwirkung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erstellt werden. Am Montag, 11. Juni 2012 lädt die Stadt alle Bürgerinnen und Bürger um 18.00 Uhr zu einem Bürgerdialog in die Stadthalle ein, um beim ersten Schritt der Planerstellung mitzuwirken.

Bürgermeister Hans-Georg Brum und das Planungs- und Moderationsteam um Projektleiter Arnold Richter werden an diesem Abend in einem ersten Teil über die geplanten Aktivitäten und Inhalte informieren. Im zwei-ten Teil der Veranstaltung werden die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen, um ihre Vorstellungen über die weitere Entwicklung der Stadt darzustellen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zur aktiven Mitgestaltung an diesem Abend aufgefordert.

Diesem Bürgerdialog vorausgegangen ist ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 24. Mai 2012, in der der Startschuss für den Oberurseler Stadtentwicklungsplan in einem einstimmigen Votum der Mandatsträger gegeben wurde. Danach wurde während des Brunnenfestes ein Stadtladen in der Strackgasse eingerichtet, in dem sich Oberurseler Bürgerinnen und Bürger zu den Stärken und Schwächen der Stadt, ihren Chancen und Risiken äußern konnten. Im Bürgerdialog am 11. Juni 2012 besteht für Oberurseler jetzt die Gelegenheit, aktiv in den Planungsprozess für den Stadtentwicklungsplan einzugreifen.

„Wir haben bereits am Brunnenfest die große Bereitschaft der Oberurseler Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv am Prozess Stadtentwicklungsplan zu beteiligen, positiv registriert“, bemerkt Arnold Richter, Leiter des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung und ergänzt: „Immerhin haben am Brunnenfest ca. 300 Besucher unseren Stadtladen in der Strackgasse aufgesucht und mit uns über die Ziele, Inhalte sowie Stärken und Schwächen der Stadt diskutiert. Es war insgesamt ein sehr positiver Meinungsaustausch, der uns zeigt, dass eine große Bereitschaft da ist, sich positiv in den Ent-stehungsprozess zum Stadtentwicklungsplan einzubringen“.


Auftaktveranstaltung in der Stadthalle Oberursel am 11. Juni 2012 um 18.00 Uhr. An Diskussionstischen sollen alle Teilnehmer in offener, ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen und zu vorgegeben Fragen ihr Wissen über Oberursel und seine Stadtteile sammeln und dem Planungsteam übergeben.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „ Ich freue mich auf diesen Abend, denn ich sehe ein großes Potential in der Bürgerschaft zu den wichtigen Fragen der Zu-kunftsthemen. Die Bürgerinnen und Bürger selbst wissen am Besten, wo der Schuh drückt. Wir wollen ihre Gedanken aufgreifen und dies gleich am Anfang in den Entstehungsprozess zum Stadtentwicklungsplan einzubringen“.

Neben der Veranstaltung am 11. Juni besteht aber auch für alle die Möglichkeit, sich über das Internet online am Diskussionsprozess zu beteiligen. Unter www.oberursel.de/stadtleben/oberursel/stadtentwicklungsplan gelangt man direkt auf die Internetseite zum STEP und findet neben den aktuellen Veranstaltungs-hinweisen auch Informationen über die bisher durch-geführten Aktionen und Planungen und nicht zuletzt ein Forum, das zur Diskussion untereinander aber auch mit dem Projektteam der Stadt einlädt.

Bürgermeister Hans-Georg Brum abschließend: „Es wäre schön, wenn sich möglichst viele beteiligen. Denn nur wer sich und seine Meinung einbringt hat auch die Chance, mit seinen Vorschlägen Gehör zu finden“.


Zuletzt bearbeitet von ... am 05.09.2013, 06:16, insgesamt 7-mal bearbeitet


 Links      Verfasst am: 13.06.2012, 19:15       Nach oben   


http://www.oberursel.de/stadtleben/oberursel/stadtentwicklungsplan/auftaktvideo/

 STEP: Stadtentwicklungsplan Oberursel      Verfasst am: 10.05.2012, 05:54       Nach oben   


Pressemitteilung der Stadt Oberursel vom 09. 05. 2012
Quo Vadis Oberursel – Der Stadtentwicklungsplan Oberursel geht an der Start
Bereits am 08.06.2011 wurde die Thematik des Stadtentwicklungsplans in der Stadtverordneten-versammlung diskutiert. Diese hatte den Magistrat beauftragt, ein Konzept für die Entwicklung eines integrierten Stadtentwicklungsplanes (STEP) vorzu-legen.

In der 2. Jahreshälfte 2011 hatten sich Magistrat, Verwaltung und Stadtentwicklungskommission intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und die Struktur eines integrierten Planungs- und Beteiligungsprozesses in mehreren Stufen entwickelt.

Dieses Konzept liegt nun vor. In seiner Sitzung am 09.05.2012 liegt die Vorlage dem Bau- und Umweltausschuss der Stadt Oberursel vor. Diese soll in der Stadtverordnetenversammlung am 24.05. abschließend beraten werden. Wenn die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 24.05.2012 ebenfalls ihre Zustimmung erteilt, können die intensiven inhaltlichen Arbeiten am Stadtentwicklungsplan beginnen.


Quo Vadis Oberursel –
Der Stadtentwicklungsplan Oberursel geht an den Start“
Das Ziel ist es, bis Ende 2013 einen integrierten Stadtentwicklungsplan (STEP) für Oberursel aufzustellen, der die Entwicklung der Stadt für die nächs-ten 15 bis 20 Jahre nicht nur im baulichen Bereich prägen wird.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Auf Grundlage des vor drei Jahren entwickelten Leitbildes wollen wir darin die Ziele für die verschiedenen Einzelfelder – Wohnen, Einkaufen, Kultur, Soziales etc. – bestimmen und festlegen, in welche Richtung sich Oberursel entwickeln wird. Es sollen Maßnahmen aufgezeigt werden, mit denen wir diese realisieren wollen.“

Der Stadtentwicklungsplan soll Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen geben:

Wo liegen die Stärken der Stadt, auf die es aufzubauen gilt? Wo die Defizite, die ausgeglichen werden müssen?
Welche Schwerpunkte setzen wir uns für die weitere Entwicklung?
Wie kann sich die Innenstadt entwickeln, damit die Attraktivität von Oberursel weiter gestärkt wird?
Wie können Stadtteile weiter entwickelt werden?
Welche Angebote wollen wir in der Stadt vorhalten?
Wie soll die bauliche Entwicklung der Stadt weiter voranschreiten?
Insbesondere für die Innenstadt, die sich in einem strukturellen Wandel befindet, soll der Stadtentwicklungsplan neue Perspektiven aufzeigen. Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Neben der Innenstadt, die aufgrund der gegebenen Probleme zunächst im Vordergrund steht, liegt ein Hauptaugenmerk auf den Stadtteilen. Hier werden die Ortsbeiräte frühzeitig in die entstehende Diskussion eingeschal-tet, damit diese die Ziele und Wege für die Entwicklung ihres Stadtteils ein Stück weit selbst in die Hand nehmen können.“

Die Projektleitung bei der Aufstellung des Stadtentwicklungsplanes liegt bei Arnold Richter, dem Leiter des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung. Darüber hinaus sind innerhalb des Rathauses alle Geschäftsbereiche eingebunden. Projektleiter Arnold Richter: „Beim Stadtentwicklungsplan geht es nicht allein um die städtebaulichen Ziele der Stadtplanung, sondern um die Entwicklung der Stadt insgesamt. Deshalb haben wir die zuständigen Ge-schäftsbereiche für die von ihnen verantworteten Arbeitsgebiete von vornherein eingebunden. Ich weiß, dass das neben der „normalen“ Tätigkeit Engagement und Arbeitszeit kosten wird, ich bin aber überzeugt, dass nur so ein gutes Ergebnis erzeugt werden kann.“

Was ist ein integrierter Planungs- und Beteiligungsprozess?
Sowohl die Oberurseler Unternehmen, Verbände und Institutionen, als auch die Oberurseler Bürgerinnen und Bürger sollen sich aktiv an der Erarbeitung des Stadtentwicklungsplans beteiligen und damit die Entwicklung ihrer Stadt mit gestalten.
Die Besonderheit des angestrebten Prozesses liegt im parallelen Verlauf von Planungs- und Beteiligungsprozess. Damit soll ein fortwährender Austausch zwischen dem beauftragten Planungsteam, der Verwaltung und den Akteuren vor Ort im Rahmen der verschiedenen Beteiligungsschritte sichergestellt werden. Eine ständige Rückkopplung von Teilergebnissen mit dem Magistrat und den Mitgliedern der Stadtentwicklungskommission ist obligatorisch.

Neu dürften auch die Formen der Beteiligungen der Bürgerschaft sein. So wird die Mehrzahl der Beteili-gungsprozesse nicht im Rathaus, sondern unmittelbar vor Ort in der Stadt und den Stadtteilen stattfinden. Der Bürgermeister hierzu: „Es muss uns gelingen, die Bürger zu erreichen und einzubinden, um die Meinung der Menschen in den Prozess einfließen zu lassen. Unser Ansatz war es von Anfang an, nicht einen statischen Stadtentwicklungsplan erstellen zu lassen, der die speziellen Oberurseler Ansprüche nicht berücksichtigt, sondern den eigenen Oberurseler Weg zu gehen.“

Unterstützt wird der komplexe Prozess durch drei Berater: die Prozesssteuerung durch Roland Strunk vom STADTPLANUNG + KOMMUNIKATION aus Frankfurt, die Bürgerbeteiligung und Moderation der verschiedenen Aktionen durch Joachim Fahrwald vom Büro memo-consulting, Seeheim-Jugenheim sowie durch Anna Pohling vom Büro Stein + Schultz Partnerschaft, Frankfurt am Main. Hinzukommt das Büro bb22 architekten + stadtplaner, aus Frankfurt mit Jan Schulz für die stadtplanerische Begleitung.


Bürgerbeteiligung
Die Entwicklung eines Stadtentwicklungsplanes unter einer größtmöglichen Bürgerbeteiligung soll mehr Transparenz schaffen und versuchen, bei der weiteren Entwicklung der Stadt auch einen weitgehenden Konsens zwischen Bürgerschaft und Politik herzustellen. „Wir wollen durch unterschiedliche Beteiligungsformen wie Begehungen, Workshops und Planungswerkstätten die Bürgerinnen und Bürger für die Aufgabe begeistern, aktiv an der zukünftigen Gestaltung ihrer eigenen Stadt mitzuwirken“, erläutert Projektleiter Arnold Richter und fügt hinzu: „Wenn ich mir das Engagement der Bürgerschaft im Rahmen des Hessentages ins Gedächtnis rufe, bin ich überzeugt, dass es erneut gelingen wird, die Oberurseler Bevölkerung auch für diese Aufgabe zu begeistern.“

Die nächsten Schritte
Bereits mit dem offiziellen Start des Stadtentwicklungsplanes wird klargestellt, wie neben der Politik die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess eingebunden werden sollen.

Der offizielle Startschuss zum Beteiligungsprozess findet am 11. Juni ab 18.00 Uhr in der Stadthalle statt. Hier lädt die Stadt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich im Rahmen einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am Prozess aktiv zu beteiligen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird das Planungsteam um Arnold Richter die Oberurseler über den vorgesehenen Prozess informieren und die vielfältigen Möglichkeiten, eigene Ideen und Wünsche einzubringen, aufzeigen.

Bürgermeister Hans-Georg Brum:: „Ich hoffe auf eine rege Teilnahme der Oberurseler an dieser ersten Veranstaltung. Schließlich geht es um die Entwicklung ganz Oberursels und um Fragen zum künftigen Erscheinungsbild der Innenstadt, zum Wirtschaftsstandort und zu Oberursel als Wohnstadt. Neben diesen Fragen stehen aber auch gleichberechtigt Fragen zu Bildung und Kultur auf der Agenda.“

Nach der Auftaktveranstaltung am 11.06. in der Stadthalle wird es nach den Sommerferien Info- und Diskussionsstände in der Stadt zur Stadtentwicklung geben sowie Expertenforen, in denen spezielle Themen behandelt werden sollen. Der gesamte Prozess mit mindest einer weiteren Bürgerwerkstatt in der Stadthalle wir erst 2013 abgeschlossen werden.

Endpunkt ist die Vorlage des Ergebnisses aus dem Planungs- und Beteiligungsprozess an die Stadtverordnetenversammlung und der Beschluss des neuen Stadtentwicklungsplans durch die Stadtverordnetenversammlung, die damit die Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt für die kommenden Jahre vorgeben wird.


Hans-Georg Brum
Bürgermeister


Anlage:
Verfahrensablauf


Hintergrundinformation:
Planungsprozess und Bürgerbeteiligung in fünf Phasen
Der Planungs- und Beteiligungsprozess sieht für die Erarbeitung des Stadtentwicklungsplans fünf Phasen vor. Phase A dient der Grundlagenermittlung und dem Informationsaustausch zwischen politischen und gesellschaftlichen Akteuren, sowie der Verwaltung. Mittels Akteursinterviews, Stadtspaziergängen, aufsuchender Beteiligung (beispielsweise in den Ortsbeiräten) und in Expertenforen zu räumlich und thematischen Fragestellungen sammelt das Planungsteam Informationen und erörtert Problemstellungen.

In Phase B werden darauf aufbauend und mittels einer ersten moderierten Bürgerwerkstatt die Entwicklungsziele erarbeitet.

Die Projekte und Maßnahmen der dritten Phase C dienen der Erfüllung der zuvor entwickelten Ziele und sind Gegenstand der zweiten Bürgerwerkstatt im Februar 2013.

Mit dem Stadtentwicklungsplan werden am Ende von Phase D Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung ausgesprochen. Diese Phase wird durch eine öffentliche Informationsveranstaltung, in der die Ergebnisse vorgestellt werden sollen, abgeschlossen.

Mit Phase E beginnt schließlich ab 2014 die Anwendung und Umsetzung des Stadtentwicklungsplans.

Begleitet wird der gesamte Prozess von der Stadtentwicklungskommission (SEK), in der alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung vertreten sind.


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