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 PARKEN+GEWERBE: Von O- und P-Punkten      Verfasst am: 10.11.2004, 01:14       Nach oben   


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 PRESSEBERICHTE      Verfasst am: 12.10.2004, 00:15       Nach oben   


Printausgabe der TZ vom 14.10.2004
Parkkonzept soll soll im November kommen
Oberursel. Die Koalition ist sich einig: Sie hält das vom «Fokus O.» vorgestellte Konzept zum Parken in der Innenstadt (wir berichteten) zwar nicht für «das Gelbe vom Ei», wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Weiße sagt. Doch wie die FDP und die OBG, wollen auch die Christdemokraten den Geschäftsleuten keine Steine in den Weg legen. Alle drei Fraktionen befürworten, dass künftig die erste halbe Stunde Parken im Parkhaus kostenlos sein soll. Vorgesehen ist allerdings eine Erstattung im Nachhinein: Zunächst einmal müssen die Kunden zahlen. Sie erhalten für ihren Besuch einen so genannten «P-Punkt» in den Geschäften, in denen sie einkaufen.

Die Koalition macht ihre Zustimmung davon abhängig, dass das Modell zunächst auf ein halbes Jahr befristet ist. Anhand eines Zwischenberichts soll dann festgestellt werden, ob sich das Parkmodell des «Fokus O.» bewährt hat. Nur dann soll es weiter betrieben werden. Durch die städtischen Gremien muss der Vorschlag nicht. Morgen wird das Konzept Thema in der Dezernentenrunde im Rathaus sein. Am Freitag wird der «Fokus-O.»-Vorstand erneut über die Einzelheiten des Konzepts sprechen. Auch Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke sind dazu eingeladen.

«Wenn wir das Okay vom Bürgermeister haben, legen wir los», sagte Reiner Herrmann vom «Fokus O.», der das Konzept federführend entwickelt hat. Er rechnet damit, dass 100 «Fokus-O.»-Mitglieder für die Teilnahme zu gewinnen sind. Spätestens Ende November – also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – sollen dann in den Geschäften die ersten Punkte verteilt werden. Nächste Woche will der «Fokus-O.»-Vorsitzende Lutz Schichterich mit den Stadtwerken einen Vertrag abschließen, der alles Weitere regeln wird. Die technischen Voraussetzungen sind laut Jürgen Funke bereits gegeben.

Jeder Kunde, der ins Parkhaus fährt und in Oberursel für mindestens zehn Euro einkauft, bekommt in den Geschäften einen «P-Punkt». Die Punkte werden in ein Scheckheft geklebt – gemeinsam mit den «O-Punkten», die Kunden für Einkäufe erhalten, ohne das Parkhaus zu nutzen. Einen «O-Punkt» soll es für geben, wenn der Kunde mindestens 25 Euro in einem Laden lässt; eventuell soll dieser Betrag noch sinken. Ein «P-Punkt» ist vier «O-Punkte» wert; beide Punktarten können im Scheckheft gemischt werden.

Für 16 «P-Punkte» oder 64 «O-Punkte» im Scheckheft gibt es einen Warengutschein im Wert von 8 Euro. Dieser Betrag entspricht jenen 8 Euro, die für 16 Mal eine halbe Stunde Parken (jeweils 50 Cent) im Parkhaus zu zahlen sind. Der Gutschein soll bei Einzelhändlern in ganz Oberursel einzulösen sein – Herrmann hofft, dass auch Geschäfte in den Stadtteilen mitmachen.

Schichterich freut sich über die Unterstützung der Politik. Wie berichtet, hatte der «Fokus O.» den Fraktionen vorgeworfen, sie würden sich dem Thema Parken verschließen und wertvolle Zeit vertrödeln. «Wir haben gelernt, dass wir mehr mit den Politikern kommunizieren müssen», sagte Schichterich. Der «Fokus-O.» habe nicht den Anspruch, dass sein Konzept «der Stein der Weisen» sei. «Aber es ist zumindest ein Anfang.» (ahi)


Printausgabe der TZ vom 13.10.2004
LESERBRIEF
30 Minuten reichen nur für Sprint

Zu unserem Artikel «Handel drängt Politik zum OP» (TZ vom 9. Oktober) hat ein Leser Folgendes anzumerken:

Sehr interessiert habe ich den Bericht in der Taunus Zeitung gelesen. «OP» steht, wie allgemein bekannt, für Operation. Dass das schöne Oberursel empfindlich unter einer autofeindlichen Innenstadt leidet (selbst Kurzparken nur zu Abschreckungsgebühren!), ist weithin bekannt und bedarf dringend eines wirksamen operativen Eingriffes! Allein die im Artikel aufgezeigten Instrumente der Vereinigung Oberurseler Selbstständiger (Verzeihung, jetzt hochmodern: «Fokus O.») dürften für einen positiven OP-Erfolg mit Sicherheit nicht geeignet sein.

30 Minuten Freiparken reichen allenfalls für einen schnellen Sprint durch wenige Geschäfte, und an einen entspannenden Cappuccino danach ist schon gar nicht mehr zu denken. Wie eine solche Regelung einen Anreiz zum Ansteuern der Oberurseler Innenstadt darstellen soll, ist nicht erkennbar. Hier denkt man doch sofort an hastigen Einkauf mit der Stoppuhr in der Hand und Schweißperlen auf der Stirn in der Kassenwarteschlange. Nein, danke!

Dann noch der Einfall mit «OP-Punkten». Glauben die «Focus-O.»-Leute wirklich, mit diesem Verwirrspiel Oberursel auch nur für einen einzigen Auto-Kunden als Einkaufsstadt attraktiver zu machen? Bei diesen wirklichkeitsfremden Vorstellungen fällt mir gerade wieder das unsinnige Bemühen ein, als man vor einiger Zeit die Strackgasse mit einem neuen Symbol, das einige stilisierte schiefe Hütten zeigt, attraktiver machen wollte. Leider hatte man das markanteste Gebäude diese Straße übersehen: die Hospitalkirche. Aber darin befindet sich ja auch kein Gewerbebetrieb.

Und nun schon wieder so ein Ansinnen, das außer «Fokus-O.»-Vordenkern niemandem nahezubringen ist. Mein Vorschlag für eine Belebung von Geschäften und Cafés in Oberursel wäre: eine Stunde Parken frei in der Innenstadt – ohne all den komplizierten Schnickschnack wie «O.-Punkte» und «P-Punkte» sammeln und dann wieder Warengutscheine einlösen müssen, deren Abrechnungen den Geschäften ja auch wieder zusätzliche Kosten und Verwaltungsaufwand beschert. Die Einsparungen sollte man besser in eine Stunde Freiparken investieren. Ein Werbeslogan der mich (und andere?) für das Kaufen in Oberursel motivieren könnte: Kauf’ in Oberursel – hab’ Spaß dabei und eine Stunde Parken frei!

Klaus Esch

Oberursel


Printausgabe der TZ vom 12.10.2004
„Bonussystem ist Sache des Handels“
Von Anke Hillebrecht

Oberursel. Die FDP und die OBG sprachen sich in der gestrigen Koalitionsrunde für die Einführung und Unterstützung des vom «Fokus O.» vorgeschlagenen Konzepts zum Thema Parken aus; die CDU hatte erst im Anschluss ihre Fraktionssitzung. Wie berichtet, planen die Oberurseler Geschäftsleute, Kunden in der ersten halben Stunde in den Parkhäusern kostenlos parken zu lassen und ein Bonussystem einzuführen. Die Hälfte der Kosten soll die Stadt übernehmen.

Zunächst wurde in der Koalitionsrunde, zu der auch Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) gekommen war, aber kräftig Dampf abgelassen. Die Händler hatten beklagt, dass die Politiker wertvolle Zeit verstreichen ließen und ihnen das Konzept schon seit Mai vorliege. «Das ist nicht die Wahrheit», erklärte FDP-Fraktionschef Dr. Stefan Ruppert. Er und die anderen Fraktionen hätten vom Entwurf in der letzten Septemberwoche zum ersten Mal gehört. Dies bestätigte Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke: Erst nachdem er mit Brum im September über das Konzept gesprochen habe, habe er bei den Fraktionen dafür geworben. Von Seiten des «Fokus O.» habe er in dieser Zeit «kein Drängen verspürt».

Besonders sauer war der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Weiße. «Es ist doch wohl das Normalste auf der Welt, dass wir in der Fraktion erst einmal den Vorschlag diskutieren wollen und nicht einfach blind zustimmen», schimpfte er. Die CDU wolle das Thema Parken weder blockieren noch sich ihm verschließen. Das Konzept zu prüfen müsse erlaubt sein, zumal es sich um Steuergelder handele, die für die Bezuschussung des Parkens verwendet werden sollen.

Grundsätzlich sind FDP, OBG und auch CDU bereit, die «Brötchentaste» – also das kostenlose Parken – zu unterstützen. Das Bonussystem aber sei Sache des Handels. Daher solle sich die Stadt lediglich an den Kosten für die «P-Punkte» beteiligen, die Kunden nur erwerben können, wenn sie mit dem Auto zum Einkauf kommen. Weiße findet dies nicht nur ungerecht, sonder fragt sich auch, was es nütze, wenn die Kunden in den kostenfreien 30 Minuten rasch alles erledigten und den restlichen Einkauf im Einkaufszentrum erledigten. Auf jeden Fall will die Koalition das Projekt zunächst befristen, um zu sehen, wie es angenommen wird.

Abgesehen von der jährlichen Erstattung der kostenlosen Parkzeit muss die Stadt auch die Einführungskosten für das neue System tragen. Neue Kärtchen müssten gedruckt, der Automat im City-Parkhaus müsste umgestellt werden, erklärte Funke. Der Verwaltungsaufwand und die Marketingkosten lägen dagegen beim «Fokus O.»


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